Disclaimer:

Albus, nur um noch mal nachzufragen...

Ein für alle Mal, Harry Potter gehört Joanne K. Rowling!

Ist ja gut, Albus. Zitronenbonbon?


Schatten der Wahl

18. Pläne, Runen und andere Zeichen

Draco kam später am Abend zurück. Etwas schien ihn zu beschäftigen, aber Tigris hatte keine Lust ihn danach zu fragen. Er saß meditierend auf seinem Bett und ließ die Ereignisse des Tages noch einmal an sich vorbeiziehen. Die Worte seines Vaters... würde er wirklich alles erfahren, was sie in Hogwarts taten? Ron... er hatte keine Ahnung, wie er mit Ron umgehen sollte. Tigris wollte ihn nicht zum Feind haben, nicht zuletzt, weil er ihn noch immer mochte. Auf gewisse Weise verstand er seine Reaktion im Zug. Vielleicht hätte er genauso reagiert, wenn Ron von Todessern umgebracht worden wäre. Nun, vielleicht auch nicht, aber Ron war immer der Impulsivere von ihnen gewesen. Die Slytherins... die einzige halbwegs erträgliche von ihnen war Blaise, und auch bei ihr war Tigris sich nicht sicher. Wie sollte er ein ganzes Jahr mit ihnen aushalten? Zuletzt Snape... vielleicht hatte Draco recht und Tigris' Abneigung gegen den Mann war übertrieben. Aber seine Gefühle hatten sich über fünf Jahre hinweg aufgebaut, er konnte sie nicht einfach ablegen. Sicher, Draco hatte er auch einmal gehasst. Aber das war etwas anderes. Tigris würde versuchen, mit Snape auszukommen, allein schon, um die Charade aufrecht zu erhalten. Aber er konnte sich nicht vorstellen, dass er ihn je mögen würde.

Am nächsten Morgen beim Frühstück bekamen sie ihre Stundenpläne zusammen mit den anderen Jahrgängen. Tigris sah, dass er gleich in der ersten Stunde Alte Runen hatte – vier Tage in der Woche. Alle anderen Kurse waren vierstündige Blöcke am Nachmittag. Ein kleines rothaariges Mädchen neben Blaise ließ ihren Kopf auf den Tisch fallen.

„Vier Stunden Geschichte am Sonntag morgen! Wie sollen wir das überleben?"

Draco lachte leise. „Du hättest es dir denken können, Tracey. Die Stundenpläne sind so eng gepackt... es macht Sinn dass Binns als ein Geist auch sonntags unterrichtet."

„Oh, sei still!", stöhnte Tracey. „Kräuterkunde am Samstag! Und Verteidigung gegen die Dunklen Künste mit den Gryffindors! Dieser Stundenplan ist der Horror! Warum habe ich nicht Astronomie genommen?"

„Astronomie ist auch mit den Gryffis.", sagte Theodore trocken. „Und es ist abends um acht."

„Es ist wirklich eine Schande, dass wir Verteidigung mit den Gryffindors haben.", meinte Draco. „Besonders, da Dumbledore endlich mal einen vernünftigen Lehrer gefunden zu haben scheint." Er warf einen an Verehrung grenzenden Blick zu der schwarzen Frau am Lehrertisch. „Wenigstens sind wir sie in Zaubertränken los."

Tigris sah auf seinem Plan nach, und Draco hatte Recht. Ihre Zaubertränkestunde war mit den Hufflepuffs. Er sah zu ihrer diesjährigen Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste.

„Du kennst sie?"

Draco warf ihm einen schockierten Blick zu. „Mächtiger Merlin, nein. Ich habe von dem Namen gehört." Er wandte sich den anderen zu. „Arithmantik ist erst um Elf. Kommt jemand von euch noch mit zur Bibliothek?"

„Ich, ich muss such noch etwas nachschlagen.", sagte ein schwarzhaariger Junge neben Theodore. „Muggelkunde fängt erst um Zehn an."

„Du hast Muggelkunde gewählt?", fragte das blonde Mädchen, dessen Namen Tigris noch immer nicht wusste.

„Ja, Daphne.", entgegnete der Junge in einem Tonfall als spräche er mit einer sehr dummen Person. „Es wird hier an dieser Schule unterrichtet, weißt du? Jemand scheint es für wichtig zu halten."

„Findest du das wirklich interessant?", fragte Draco gelangweilt. „Was könnten Muggel wissen, was für einen Zauberer wichtig ist?"

„Oh, sie haben ein paar ganz interessante Vorstellungen. Aber das ist nicht der Grund, warum ich es interessant finde. Ich finde ihre Kultur faszinierend."

„Jedem das seine.", meinte Draco. „Solange du dich nicht in sie verliebst wie ein Weasley."

Der Junge zuckte mit den Schultern. „Die Weasleys übertreiben vielleicht ein wenig."

Theodore klopfte ihm auf die Schulter. „Streich das vielleicht und das wenig, Richard."

„Ich muss gehen.", sagte Daphne. „Runen fängt gleich an."

Tigris stand ebenfalls auf. „Kannst du mir zeigen, wo es ist?"

Sie lächelte ihm zu. „Natürlich. Komm einfach mit."

„Wartet, wir kommen mit!", rief Pansy. Sie und Millicent schlossen sich ihnen an.

„Sei nett zu den Ladys, Cousin!", rief Draco lachend.

Tigris verspürte die kindische Versuchung, ihm die Zunge herauszustrecken. Stattdessen verbeugte er sich spöttisch in seine Richtung. „Immer, Cousin."

„Wenn die Jungen dann fertig sind...", sagte Daphne.

„Ich bin bereit, euch zu begleiten, Mylady.", spottete Tigris, ihr den Arm hinhaltend.

„Oh, welche Freude, mein Herr.", erwiderte sie sarkastisch, aber nahm den dargebotenen Arm. „Lasst mich euch den Weg weisen in diesem großen Labyrinth genannt Hogwarts."

Tigris grinste, winkte Draco zu, der aus vollem Halse lachte, und verließ mit den drei Mädchen die große Halle.

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Der Klassenraum für Alte Runen war zu Tigris' Überraschung nicht weit entfernt von dem für Verwandlungen. Sie waren die ersten, die eintrafen. Tigris setzte sich mit Daphne in die vorderste Reihe, während Pansy und Millicent sich so weit wie möglich nach hinten setzten. Während sie warteten, suchte Tigris sein Buch heraus und las noch etwas. Er war sich recht sicher, was seine Fähigkeiten betraf. Er hatte zuerst ‚Alte Runen einfach gemacht' gelesen und es außerordentlich leicht gefunden. Aber da er nicht wusste, was ihn erwartete, hielt er es für besser, vorbereitet zu sein. Bald darauf kamen Seamus und Hermione herein. Tigris tat sein Bestes, sie zu ignorieren. Sie warfen ihm ein paar neugierige Blicke zu, aber sprachen ihn nicht an. Mit Sicherheit hatte Ron ihnen inzwischen von ihrem Zusammenstoß im Zug erzählt. Außer ihnen waren nur noch vier weitere Schüler in dem Kurs – Hannah Abbott, Padma Patil und zwei Mädchen, die Tigris nicht mit Namen kannte. Pünktlich mit dem Klang der Glocke betrat Professor Toth den Klassenraum. Er war ein großer, schlaksiger Mann mit kurzen grauen Locken, die so unordentlich wirkten wie Tigris' eigenen Haare einmal waren. Er warf die Tür hinter sich ins Schloss und schritt mit wehender Robe nach vorne. Im Gegensatz zu Snape wirkte Toth dabei nicht einschüchternd, aber schwungvoll. Es schien, als hätte er zuviel Energie in sich, um auch nur einen Moment still zu stehen.

„Willkommen zu einem neuen Schuljahr.", sagte Toth, in die Hände klatschend. „Ich freue mich, dass so viele von euch sich entschieden haben, diesen Kurs weiter zu belegen. Legt eure Übersetzungen am Ende der Stunde auf meinen Tisch. Ich bin schon gespannt darauf, sie zu lesen. Sie, Mister Malfoy, sind natürlich ausgenommen, da Sie die Aufgaben letztes Jahr nicht bekommen haben."

Er ging ein paar Schritte vor der Tafel auf und ab.

„In den letzten drei Jahren haben wir uns mit dem Futhark Alphabet beschäftigt. Wir wissen, dass es im Gebiet des Libanon und Syriens entstanden ist und dass es sich heute in verschiedene Unterklassen unterteilt: Das alte Futhark, mit dem wir uns hauptsächlich beschäftigt haben, das gotische, angelsächsische, und das jüngere Futhark, das sich wiederum unterteilt in eine dänische, eine schwedisch-norwegische, eine norwegische und eine latinisierte Version. Wir haben die unterschiedlichen Bedeutungen der einzelnen Runen betrachtet und einige alte Texte mit ihrer Hilfe übersetzt. Wenn ihr, wie ich hoffe, nicht bereits alles wieder vergessen habt, seid ihr also mit diesem Runenalphabet hervorragend vertraut. Dieser Kurs, als ein NEWT- Kurs, wird sich nicht länger mit der reinen Übersetzung beschäftigen. Aber bevor wir zu der wahren Magie der Runen kommen, ein, wie ich euch versichere, äußerst faszinierendes Thema, müssen wir noch einige Fakten betrachten.

Es gibt zwei weitere Alphabete, die in der Zaubererwelt verbreitet sind: Das Orkhon Alphabet, wie es in China und größeren Teilen Asiens verwendet wird – wir werden seine Entstehung und Bedeutung in den nächsten Wochen betrachten – und die Ungarischen Runen, wie sie noch immer in Durmstrang unterrichtet werden – damit werden wir uns nach Halloween beschäftigen. Nach den Winterferien können wir uns dann dem widmen, worauf ihr wie ich weiß alle gespannt seid – der Nutzung von Runen als Träger für Magie. Worauf wartet ihr, schreibt mit!"

Tigris, Hermione und die beiden Ravenclaws hatten dies bereits die ganze Zeit getan. Die anderen beeilten sich nun, Pergament und Feder hervorzuholen. Es wurde eine interessante, wenn auch anstrengende Stunde. Professor Toth besaß offenbar eine Leidenschaft für sein Fach und jede Menge Energie. Er schrieb und zeichnete auf Muggelweise mit Kreide an die Tafel, so schnell, dass es schwer war mitzukommen. Er wusste eine Menge, nicht nur über die Runen an sich, sondern auch über die Völker und Gegenden in denen sie entstanden waren und sich entwickelt hatten. Er merkte sofort, wenn jemand nicht richtig zuhörte - wie Pansy und Millicent erkennen mussten, als Toth von der anderen Seite des Klassenraums mit Kreide nach ihnen warf. Die Kreide explodierte über ihnen und bedeckte sie mit weißem Staub, was sie effektiv davon abhielt, sich weiter zu unterhalten. Am Ende der Stunde war Tigris begeistert, aber auch überzeugt davon, dass er weit von einer Spitzennote entfernt war. Er hatte einiges aus den Büchern gelernt, aber vieles was Toth erzählte kam in den Büchern einfach nicht vor. Tigris ärgerte sich mehr denn je, dass er sich drei Jahre zuvor für Wahrsagen entschieden hatte. Als die Stunde vorbei war, fragte Tigris den Lehrer, ob er ihm weitere Bücher empfehlen könnte, worauf Toth ihm eine lange Liste von Büchern diktierte, die er für nützlich hielt. Angesichts dessen entschied Tigris sich, zur Bibliothek zu gehen, während die Mädchen zurück zum Gemeinschaftsraum gingen.

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Hermione verabschiedete sich von Seamus und machte sich gedankenversunken auf den Weg zur Bibliothek. Sie hoffte, der neuste Slytherin hatte nicht gemerkt, dass sie ihn angestarrt hatte. Er war nicht im Geringsten wie sie sich ihn vorgestellt hatte. Ron hatte so geklungen, als wäre er eine jüngere Ausgabe von Lucius Malfoy. Hermione konnte beinahe seine Stimme hören: ‚Halte dich fern von ihm.' Unwillkürlich schnaubte sie verächtlich. Wie sollte sie das bitte bewerkstelligen? Sicher hatte sie mehr als eine Klasse mit ihm.

Ron hatte sich nach Harrys Tod verändert. Er lernte mehr. Das an sich war etwas Positives. Aber er war plötzlich besessen davon, Auror zu werden. Er hatte auf Dumbledore eingeredet, bis dieser Snape überzeugt hatte, ihn trotz seiner OWL- Note in Fortgeschrittene Zaubertränke aufzunehmen. Hermione runzelte leicht die Stirn. Die meisten würden es nicht bemerken, aber auch Dumbledore hatte sich verändert. Sie vermutete, er gab sich die Schuld an Harrys Tod. Vielleicht hatte er deshalb Ron nachgegeben. Aber das war nicht alles, was sich an Ron verändert hatte. Er war so Besitz ergreifend geworden. Er behandelte sie, als könne sie jeden Augenblick verschwinden.

Am Anfang, direkt nach Harrys Tod, hatte Hermione das nicht gestört. Sie war so unglücklich gewesen. Nachdem sie einmal angefangen hatte, zu weinen, war es, als könne sie nie mehr aufhören. Ron war immer da, hörte ihr zu, tröstete sie. Sie konnte sich an ihn anlehnen. Sie war mehr als dankbar dafür.

Harry hatte immer einen besonderen Platz in ihrem Leben eingenommen. Er sah sie als was war, nicht nur als die arrogante Alleswisserin. Hermione bewunderte ihn, aber ihre Freundschaft ging weit darüber hinaus. Sie war stolz darauf, dass sie die wahre Person hinter dem strahlenden Helden kannte, den alle anderen in ihm sahen. Einen Jungen mit Gefühlen genau wie alle anderen, aber Harry ging damit um wie kein anderer es tat. Das war es, wofür sie ihn wirklich bewunderte. Dass er nach allem, was er durchlebt hatte noch immer so normal sein konnte. Hermione hatte die Dursleys dafür gehasst, wie sie ihn behandelten, auch wenn sie es nie laut gesagt hatte. Sie wusste, dass Harry nicht an seine Familie erinnert werden wollte, solange er in Hogwarts war. Auf gewisse Weise gab sie ihnen die Schuld an Harrys Tod. Schließlich war es die Liebe seiner Mutter, die ihn hätte beschützen sollen. Wenn sie ihn geliebt hätten, wie er es verdiente, hätte es funktionieren müssen, nicht wahr? Aber sie hatten ihn verabscheut, und nun war er tot. Es war so ungerecht und unglaublich traurig. Hermione hatte Harry geliebt, wirklich geliebt, wie kaum einen anderen Menschen in ihrem Leben. Er war der Bruder, den sie niemals gehabt hatte.

Sie hatte ihn immer beschützen wollen, die Stimme der Vernunft sein wollen, wenn er sich wieder einmal kopfüber in die nächste Gefahr stürzte. Als sie erfuhr dass er gestorben war, hatte sie das Gefühl, versagt zu haben. Hermione hatte immer gewusst, dass sie nicht immer für ihn da sein konnte, dass manche Dinge sich einfach ihrem Einfluss entzogen. Aber in diesem Moment war ihr ganzer Verstand, ihre ganze Logik vergebens. Sie fiel in ein tiefes, tiefes Loch. Es war, als wäre ein Teil von ihr gestorben, den sie niemals ersetzen konnte.

Ron war für sie da gewesen. Er hatte sie aufgefangen. Als der Schock mit der Zeit wich und sie begann Harrys Verlust zu verarbeiten hatte Hermione gedacht, ihr Verhältnis mit Ron würde wieder so werden wie früher. Sie hatte sich geirrt. Ron fuhr fort, sie wie etwas Zerbrechliches zu behandeln. Er ließ sie fast nie aus den Augen. Es sei denn, er tat etwas, was er für gefährlich hielt. Dann ließ er sie mit Ginny zurück. ICH BIN NICHT AUS GLAS, dachte sie zornig. ICH HABE GENAUSO VIELE GEFÄHRLICHE SITUATIONEN MIT HARRY ÜBERLEBT, WIE RON. GUT, VIELLEICHT WAR ICH NICHT DABEI, ALS ER DEN BASILISK GETÖTET HAT. DAFÜR WAR ICH MIT IHM BEI GRAWP IM VERBOTENEN WALD. ICH HABE EBENSO VIELE TODESSER IN DER MYSTERIUMSABTEILUNG VERHEXT WIE RON, WENN NICHT MEHR. ICH KANN AUF MICH SELBST AUFPASSEN! Sie merkte, dass sie die Fäuste geballt hatte und entspannte sich etwas. Sie liebte Ron, aber er hatte die Begabung, sie zum Wahnsinn zu treiben. Sie würde sich nicht von ihm ihr Leben diktieren lassen, entschied sie. Sie war eine selbständige Person und würde ihre eigenen Entscheidungen treffen. Sie war keine zarte Dame, die einen Ritter in schillernder Rüstung brauchte.

Manchmal hatte Hermione das Gefühl, Ron versuche, die Lücke zu füllen, die Harry hinterlassen hatte. Was für ein törichtes Ansinnen, so typisch für Ron. Niemand konnte Harry ersetzen, Harry war einzigartig gewesen. Unersetzbar. Eben Harry.

Sie hatte nicht bemerkt, dass der grauhaarige Slytherin sie eingeholt hatte, bis sie mit ihm zusammenstieß. Sie stammelte eine Entschuldigung und sah auf. Er betrachtete sie mit einem seltsamen Blick, der sich schnell in eine Maske kühler Indifferenz verwandelte.

„Kann doch jedem passieren. Granger, richtig? Ich bin auf dem Weg zur Bibliothek, kannst du mir den Weg zeigen? Mein Cousin hat mir beschrieben, wo sie ist, aber diese Treppen sind doch etwas verwirrend."

Hermione musste unwillkürlich schmunzeln. Ein Teil von ihr, der sich verdächtig nach Ron anhörte, schrie ‚Er ist ein Slytherin!'. Sie entschied sich, ihn zu ignorieren.

„Ja, so erging es mir in meinem ersten Jahr auch. Ich bin ohnehin auf dem Weg zur Bibliothek. Komm einfach mit, wenn es dir nichts ausmacht."

„Warum sollte es mir etwas ausmachen?", fragte er verwirrt, sich ihr anschließend.

„Nun ja...", sagte sie verlegen. „Du bist ein Slytherin, und ich bin..."

„...ein Gryffindor?" Er zuckte mit den Schultern. „In meiner alten Schule gab es keine Häuser. Ich habe mich noch nicht wirklich an diese Hausrivalität gewöhnt... Auch wenn ein paar Leute aus deinem Haus ziemlich unfreundlich sind."

Hermione betrachtete ihn unsicher, ihre Bücher an sich drückend.

„Das meinte ich nicht, ich meine... sicher hat dein Cousin dir gesagt, dass meine Eltern Muggel sind." Es kam ein wenig aggressiver heraus, als sie beabsichtigt hatte.

Der Slytherin zog die Brauen hoch. „Nein, aber ich hätte es mir denken können. Granger ist kein Name, der mir bekannt vorkommt."

„Und?", fauchte sie herausfordernd. „Solltest du dann nicht soviel Abstand wie möglich zwischen uns bringen? Immerhin könnte ich dich mit meiner Unreinheit anstecken."

„Du scheinst mich mit meinem Onkel zu verwechseln.", entgegnete er ruhig. „Ein Fehler, der offenbar vielen unterläuft."

„Es fällt mir ein wenig schwer zu glauben, dass du anders denkst, nachdem dein Cousin mich jahrelang als Schlammblut beschimpft hat."

„Ich bin auch nicht mein Cousin. Ich kenne diesen Teil meiner Familie seit kaum zwei Monaten. Nur weil ich so aussehe wie sie, heißt das nicht, dass ich ihre Ansichten teile."

Es verwirrte Hermione ein wenig, wie gelassen er war. „Du bist ein Slytherin!", bestand sie.

„Ich rede mit dir, oder?" Sie hatten die Bibliothek erreicht. Er sah sich in dem großen Raum um. „Aber ich könnte dich natürlich auch meiden und gelegentlich beleidigen, wenn dir das lieber ist." Er grinste ihr spöttisch zu und ging, um sich zu Draco Malfoy zu gesellen, der mit Crabbe, Goyle und einem weiteren Slytherin an einem Tisch saß. Malfoy deutete zu ihr und fragte etwas, aber ihr Begleiter zuckte nur mit den Schultern und setzte seinen Stapel Bücher vor ihm auf dem Tisch ab. Malfoy wirkte einen Augenblick lang furios, dann rollte er mit den Augen und widmete sich weiter seinem Buch. Hermione starrte sie einen Moment lang an, dann suchte sie sich einen Tisch und begann, nach den Büchern zu suchen, die sie beabsichtigte zu lesen. Sie hatte eine Menge zu tun, und war dankbar dafür. Sie fühlte sich immer besser, wenn ihre Gedanken beschäftigt waren.

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Nach dem Mittagessen machten sie sich auf den Weg zu Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Tigris war ein wenig nervös, denn er vermutete, dass sämtliche Gryffindors diesen Kurs gewählt hatten. Von den Slytherins hatten nur er, Draco, Daphne, Tracey und Blaise sich dafür entschieden. Als sie den Klassenraum betraten, erkannte er, dass er nicht völlig falsch gelegen hatte. Von den Mädchen waren nur Hermione und Sally- Ann Perks da, aber Ron wurde von Seamus, Dean und Neville begleitet, die ihnen alle zornige Blicke zuwarfen. Sie setzten sich so weit von ihnen entfernt wie möglich. Tigris war froh, dass Draco sich zusammenriss und keine spöttischen Bemerkungen von sich gab. Er hätte nicht gewusst, wie er reagieren sollte. Zu seinem Glück kam auch Ron nicht dazu, einen Streit zu beginnen, denn sobald sie sich gesetzt hatten, betrat Professor Hatkee den Klassenraum. Zu aller Verblüffung setzte sie sich mit überschlagenen Beinen auf das Pult.

„Willkommen." Ihre Stimme war voll und warm und hatte sofort alle Aufmerksamkeit, obwohl sie nur sehr leise gesprochen hatte. „Wie Sie bereits wissen, ist mein Name Verdandi Hatkee. Wenn Sie Fragen haben, die sich nicht mit dem Fach beschäftigen, gebe ich Ihnen jetzt – und nur jetzt – die Gelegenheit sie zu stellen. Wenn das geklärt ist, werde ich für alles, was sich nicht mit dem Unterricht beschäftigt, Punkte abziehen. Aber zuerst lassen Sie uns die Liste durchgehen." Sie zog eine Pergamentrolle aus dem Ärmel und hakte ihre Namen darauf ab. „Gut.", sagte sie dann. „Also – haben Sie Fragen? Ja, Miss Granger?"

„Verstehen Sie es nicht falsch, Professor.", sagte Hermione. „Aber was qualifiziert Sie für diesen Posten?"

Professor Hatkee lächelte ihr wohlwollend zu. „Eine berechtigte Frage, Miss Granger. Wie ich gesehen habe, haben sie mit meinen Vorgängern schlechte Erfahrungen gemacht. Ich versichere ihnen, ich habe in der Vergangenheit eine Menge Erfahrungen mit Dunklen Zauberern und Kreaturen gesammelt. Ich habe noch nie zuvor unterrichtet, aber mein alter Freund Kingsley hat mich schließlich davon überzeugt, Dumbledore zu helfen."

„Was haben Sie denn vorher gemacht?", fragte Seamus.

„Ich war Jägerin.", antwortete sie mit etwas Amüsement.

„Jägerin?", fragte Dean verwirrt. „Haben sie magische Geschöpfe gejagt?"

Hatkees Lächeln gewann etwas raubtierhaftes.

„Meine Beute war das gefährlichste Geschöpf, das es gibt.", antwortete sie leise, sie mit ihren schwarzen Augen musternd.

Dean wirkte noch immer verwirrt.

„Sie waren Kopfgeldjägerin.", stellte Draco fest.

Hatkees Blick richtete sich auf ihn. Sie hatte ein seltsames Glitzern in den Augen. „Richtig. Zauberer und Hexen... die herausforderndste Beute von allen. Mister Malfoy, nicht wahr? Ich habe Ihren Vater getroffen. Er ist ein interessanter Mann."

Dracos Augen verengten sich etwas, aber er grinste arrogant. „Danke, Professor."

„Gern geschehen. Wahre Komplimente jedoch, Mister Malfoy, sind die, welche wir für uns selbst ernten. Ja, Miss Greengrass?"

„Ist es wahr, dass Sie ihre Ahnenreihe bis zur Hexe von Endor zurückverfolgen können?", fragte Daphne atemlos.

Professor Hatkee lachte leise. „Es gab viele Hexen in Endor, Miss Greengrass. Ich will nicht abstreiten, dass eine meiner Vorfahrinnen darunter gewesen sein mag." Sie sah sich um. „Weitere Fragen? Nein? Gut, dann können wir mit dem Unterricht beginnen. Wir werden mit dem formellen Duell anfangen, und uns in dieser Hinsicht mit Schirm- und Tarnzaubern beschäftigen. Kennt jemand von Ihnen schon etwas davon?"

Alle Anwesenden meldeten sich. „Miss Perks?"

„Protego.", sagte Sally- Ann. Sie war eine der beiden stilleren Gryffindor- Mädchen. Wie ihre Freundin Violet war sie im letzten Jahr nicht der DA beigetreten. Umso mehr überraschte es Tigris, dass sie Verteidigung gewählt hatte.

„Ein Punkt für Gryffindor. Miss Zabini?"

„Referio.", antwortete Blaise.

„Gut, ein Punkt für Slytherin. Mister Malfoy?"

Sie deutete auf Tigris, um ihn von Draco zu unterscheiden.

„Disillumino."

Sie nickte. „Können Sie uns auch sagen, was dieser Zauber bewirkt?"

„Er lässt jemanden mit der Umgebung verschmelzen, so dass er von weitem nicht mehr erkennbar ist."

„Sehr gut, zwei Punkte für Slytherin. Noch mehr?"

Inzwischen zeigten nur noch Tigris, Draco, Hermione und zu seiner Überraschung Ron auf.

„Ja, Mister Weasley?"

„Atra.", sagte Ron. „Sorgt dafür, dass man in der Dunkelheit verschwindet." Es erstaunte Tigris, dass Ron etwas wusste, was sie bisher nicht durchgenommen hatten.

Hatkee lächelte Ron zu. „Zwei Punkte für Gryffindor. Das reicht fürs erste. Wenn einige von Ihnen einen Zauber bereits beherrschen, den ich Ihnen beibringe, können Sie den anderen helfen."

Es wurde einige der interessantesten Verteidigungsstunden, die sie je gehabt hatten. Nachdem sie ihnen etwas über Schildzauber erzählt hatte, teilte Professor Hatkee sie in Paare auf und ließ sie duellieren, um sie die Zauber testen zu lassen, die sie ihnen erklärt hatte. Sie zeigte ihnen auch, wie sie ihre Aufmerksamkeit teilen und einen Schirmzauber errichten konnten, ohne den Spruch laut zu sagen. Das würde sich in einem echten Duell als sehr nützlich erweisen. Tigris erinnerte sich, dass sowohl der Dunkle Lord als auch Dumbledore keinen einzigen ihrer Zauber laut ausgesprochen hatten. Es war anstrengender, als die normale Art zu zaubern. Kein Wunder, das normale Zauberer die althergebrachte Art vorzogen.

Nach dem Abendessen traf Draco sich mit dem Quidditchteam. Tigris ging mit zum Gemeinschaftsraum und ließ sich von Theodore zu einem Schachspiel überreden. Er bereute es sofort, denn er war in weniger als fünf Minuten geschlagen. In einem törichten Versuch zu zeigen, dass er kein so miserabler Schachspieler war, wie es schien, verlor Tigris vier Spiele nacheinander. Am Ende war er froh, dass er mehr als zehn Minuten überstanden hatte. Als Blaise ihn spöttisch auforderte, gegen sie zu spielen, überließ Tigris ihr sein fünftes Spiel gegen Theodore und fühlte sich noch schlechter, als sie nach einer halben Stunde noch immer spielten. Schließlich ging er in sein Zimmer und vertiefte sich in eins der Bücher, die Professor Toth ihm empfohlen hatte. Eine Weile später kam Draco.

„Ich bin zum Mannschaftskapitän gewählt worden.", sagte er, seine Tasche in die Ecke werfend.

Tigris sah von seinem Buch auf. „Gratuliere."

Draco grinste ihm zu. „Ich hörte, du bist ein Opfer der Slytherin - Schachgenies geworden?"

Tigris stöhnte. „Ich hätte mich nie von Theodore überreden lassen sollen."

„Sehr wahr. Aber nachher ist man immer schlauer, richtig?"

Draco ließ sich auf sein Bett fallen. „Am Freitag ist Auswahltraining."

„Und?"

„Willst du noch immer nicht spielen? Mit dir als Sucher wäre uns der Pokal sicher."

„Nein." Tigris sah ihn stirnrunzelnd an. „Wieso macht ihr nicht einfach einmal eine faire Auswahl, bei der jeder eine Chance hat, nicht nur diejenigen mit den richtigen Eltern. Ich bin sicher, es gibt ein paar gute Spieler in Slytherin, die froh darüber wären, sich zu beweisen."

„Das ist nicht so einfach, wie es klingt.", schnappte Draco. „Von dem Mannschaftskapitän wird erwartet..."

„Und du tust immer, was erwartet wird.", unterbrach Tigris ihn. „Natürlich. Wie konnte ich auch denken, dass euch der Gewinn wichtiger sein könnte, als die Tradition."

Draco sah einen Moment lang nachdenklich aus, dann schüttelte er den Kopf. „Da wir gerade dabei sind: Du solltest dich besser von Granger fernhalten."

Tigris legte ärgerlich sein Buch zur Seite. „Warum? Könnte sie mich mit ihrer Unreinheit anstecken?" Er benutzte bewusst die Worte, die Hermione früher an diesem Tag verwendet hatte.

„Mach dich nicht lächerlich.", zischte Draco ebenso ärgerlich. „Wenn Vater davon erfährt, wird er alles andere als erfreut sein, wie du wohl weißt. Sie gehört sicher nicht zu den Leuten, mit denen wir uns abgeben sollen."

„Ich habe nicht vor, mich mit ihr anzufreunden.", zischte Tigris zurück. „Ich bin nur neben ihr zur Bibliothek gegangen. Wir hatten den gleichen Kurs. Ich habe nicht vor, sie zu meiden, nur weil ihre Eltern keine Zauberer sind."

„Du bist ein Narr.", sagte Draco, sich in die Kissen zurücklehnend. „Glaubst du wirklich, es kümmert ihn, warum du dich mit ihr abgibst? Alles was zählt ist, dass du es tust."

„Wie sollte er es erfahren?", fragte Tigris wütend. „Was willst du, dass ich sie wie Dreck behandle, so wie du es all die Jahre getan hast? Sie ist eine der begabtesten Hexen in Hogwarts!"

„Glaub mir, er WIRD es erfahren.", erwiderte Draco. „Und ja, es würde mich ruhiger schlafen lassen, wenn du es tätest. Es ist egal was sie ist. Aber ich erwarte nicht, dass du das begreifst. Du wirst es früh genug erkennen."

Sie starrten sich einen Moment an. „Wir werden ja sehen.", sagte Tigris dann trotzig.

„Ja, ich befürchte, das werden wir.", entgegnete Draco nur. Dann machte er eine Geste zu dem Buch. „Runen ist interessant gewesen, nehme ich an?"

„Oh ja.", sagte Tigris, dankbar für den Themenwechsel. „Professor Toth ist wirklich genial. Wusstest du, dass es drei verschiedene Runenstämme gibt, die alle in der Zaubererwelt verwendet werden? In Durmstrang unterrichten sie ein völlig anderes Alphabet."

„Nein, das wusste ich nicht.", erwiderte Draco etwas amüsiert.

„Es ist faszinierend. In dem Buch, das er mir empfohlen hat steht, dass die Ungarischen Runen vor über dreitausend Jahren in Sibirien entstanden sind... Das interessiert dich nicht wirklich oder?"

Draco, der gerade ein Gähnen unterdrückt hatte, lächelte Tigris zu. „Um ehrlich zu sein, nein. Aber ich finde es interessant, dass du dich so dafür begeistert. Ich erinnere mich noch daran, wie du vor jeder Art geistiger Arbeit geflohen bist."

Tigris tippte nachdenklich auf das Buch. „Ja, es ist schon etwas seltsam. Aber es kommt mir inzwischen normal vor. Ich kann mir nicht mehr vorstellen anders zu sein. Das erinnert mich an etwas: Du hast nicht vielleicht einen Abend in der Woche Zeit?"

„Warum?", fragte Draco ein wenig misstrauisch.

Tigris musterte ihn ernst. „Ich wollte dir vorschlagen, dir Okklumentik beizubringen. Ich würde mich sehr viel wohler fühlen, wenn du es beherrschen würdest. Ich hatte gehofft, dass du mir im Austausch weiter Unterricht im Nahkampf gibst. Sicher können wir einmal in der Woche einen Raum zum Üben finden."

„Du weißt doch, dass ich untalentiert in Okklumentik bin.", sagte Draco ungehalten. „Ich bin froh, dass ich Mutters ständige Nörgeleien los bin. Musst du auch noch damit anfangen?"

„Ich habe auch mal gedacht, dass ich kein Talent dafür habe.", erwiderte Tigris ruhig. „Aber es gibt Methoden, die das Lernen erleichtern. Selbst wenn du niemals so gut wirst wie ich, ich bin sicher, ich kann dich soweit bringen, dass du zumindest andere ausblocken kannst. Ich habe allen Grund zu vermuten, dass du Talent hast, selbst wenn du es nicht glaubst."

„Wenn es solche Methoden gibt, warum hat Mutter sie mir dann nicht beigebracht?", fragte Draco skeptisch.

Tigris grinste flüchtig. „Mutter wäre wahrscheinlich nicht ganz damit einverstanden, was ich vorhabe. Aber in diesem Fall denke ich heiligt der Zweck die Mittel."

Draco musterte ihn unsicher. „Es ist nicht gefährlich, oder?"

Tigris dachte einen Moment nach. „Nein, ich denke nicht. Es ist nur ein wenig... unüblich."

Draco runzelte die Stirn. „Ich werde nichts tun, was uns Probleme einbringt."

„Das wird es nicht. Glaub mir, du wirst mir am Ende dankbar dafür sein."

Draco wirkte noch immer misstrauisch, aber er nickte. „Also gut. Wir können am Samstag trainieren. Ich hatte ohnehin vor, in Form zu bleiben. Es wird einfacher sein, wenn ich jemanden zum Üben habe."

Tigris lächelte. „Gut."

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Am Dienstag ging Tigris wieder mit Hermione zur Bibliothek. Sie wirkte noch immer fahrig in seiner Gegenwart, aber sie hatte ihn tatsächlich gefragt, ob er sie begleiten wolle. Tigris hatte natürlich nicht abgelehnt. Sie diskutierten auf dem Weg über ein paar Dinge, die Toth ihnen in der Stunde erzählt hatte. Draco warf ihm einen missbilligenden Blick zu, als sie eintraten, sagte aber nichts. Nach dem Mittagessen ging Tigris mit Theodore, Millicent, Daphne und Blaise zu Verwandlungen. Er musste sich immer wieder daran erinnern, dass er eigentlich nicht wissen sollte, wo die Klassenräume waren. Er tat sich mit Blaise zusammen, da Theodore ihn noch immer aufbrachte, auch wenn er langsam den Verdacht schöpfte, dass dies Theodores alleiniges Ziel war.

McGonagall hielt ihnen einen Vortrag über die Ansprüche fortgeschrittener Verwandlungen und erklärte dann, dass sie die nächste Zeit damit verbringen würden, Teile von Organismen zu verwandeln. Tigris hatte vorher darüber gelesen und wusste daher, dass es komplizierter war, als einen gesamten Organismus zu verwandeln. Das Problem war, dafür zu sorgen, dass die unterschiedlichen Teile zusammen funktionierten. McGonagall gab Slytherin widerstrebend zwei Punkte dafür. Nun, da Tigris selbst ein Slytherin war, erkannte er, dass sie zwar fairer war als Snape, aber auch nicht ganz unparteiisch. Er war froh, dass sie zusammen mit den Ravenclaws hatten. Obwohl er alles über die Theorie wusste, war Blaise deutlich schneller darin, ihrem Frosch Spinnenbeine zu verpassen. Es gab Tigris ein ungutes Gefühl, was Zaubertränke anging. Es bewies, dass Theorie nicht alles war. In Zaubertränken, so befürchtete er, würde genau das sein Untergang sein.


Danke für eure Reviews an: Padfoot's Mate, Stupor, Novemberkind, rah-chan, Angie, Rikku7, auxia, Minnilein, Detlef, Esta, DieHappy, Kissymouse

Padfoot's Mate: Das Christentum ist nicht wirklich an der Zaubererwelt vorbeigegangen, wie man am Weihnachtsfest in Hogwarts bemerken kann. Allerdings haben die alten Feste eine magische Bedeutung (aufgrund der Stellung der Gestirne)... zumindest glauben die reinblütigen Familien das (manche mehr, manche weniger). Wenn du Lucius fragen würdest, würde er dir wahrscheinlich antworten, dass der ganze Unsinn des Christentums eine Sache von Muggeln und muggelliebenden Narren ist...

Stupor: Du hast Sev durchschaut? Darf ich dir eine Tasse Tee anbieten?

Novemberkind, Rikku: Ich habe die deutschen Bücher wirklich nie gelesen. In den englischen Büchern gibt es bisher keinen Hinweis auf Blaises Geschlecht. Ich beziehe mich auf ein Interview mit Rowling zum sechsten Buch, in dem sie definitiv sagt, dass Blaise männlich ist. (Ich frage mich, ob die deutschen Übersetzer Rowling nie gefragt haben, da sie diese Aussage auf Anfrage von Übersetzern gemacht hat)