Disclaimer:

Hi Lucius.

Du schon wieder.

Ich bin ein Geist! Ich suche dich heim! So lange, bis du sagst, dass Harry Potter mir gehört!

Gähn. Harry Potter gehört dir.

Was? Das ist aber jetzt nicht richtig! Das sollte viel schwieriger sein!

Warum? Weil er JKR gehört? Was hast du erwartet, ich bin ein Slytherin. Und jetzt verschwinde, oder ich schlage diesen Spruch nach, wie man Geister...

Bye bye!


Schatten der Wahl

25. Wind und Sturm

Die nächste Woche verging wie im Flug, und bevor sie sich versahen war es wieder Samstag. Draco hatte das Team die ganze Woche erbarmungslos zum Training gescheucht, obwohl es seit Dienstag in Strömen regnete. Blaise hatte geschworen, ihn umzubringen, wenn sie auch nur einen weiteren Pepperup Trank trinken musste. Die übrigen Mitglieder des Teams waren ähnlich missgelaunt, aber trauten sich nicht, es so laut zu sagen. Der einzige, der sich nie beschwerte, war Aquila Hunter, aber der sagte generell wenig. Theodore war von Dracos Quidditchfieber angesteckt worden und hatte das Team die ganze Woche begleitet, um seine Strategien mit ihnen auszuprobieren.

Tigris wusste nicht genau, was sie nun eigentlich geübt hatten, weil er es vorgezogen hatte, im Trockenen zu bleiben. Außerdem hatte er Spaß daran gefunden, den jüngeren Slytherin bei ihren Hausaufgaben zu helfen. Sie akzeptierten seine Hilfe mit Misstrauen, aber das störte Tigris nicht. Wenn sie glaubten, dass er sich Profit davon erhoffte, war das ihr Problem. Ihm war es genug, sie besser kennen zu lernen und etwas Sinnvolles zu haben, um sich die Zeit zu vertreiben. Außerdem frischte es seine eigenen Kenntnisse in den Fächern auf – meistens war es Verwandlungen oder Zauberkunst – und half ihm, die Lücken zu füllen, die er aus den vorigen Jahren hatte. Niemand wunderte sich darüber, immerhin kam Tigris angeblich von einer anderen Schule mit einem anderen Lehrplan.

Am Nachmittag war es kalt und trübe, aber es regnete nicht. Tigris setzte sich mit Gregory und Vincent zu den restlichen Sechstklässlern. Sie hatten sich angewöhnt, ihm zu folgen, wenn Draco nicht da war. Tigris war sich nicht sicher, ob er verärgert oder amüsiert davon sein sollte. Theodore saß weiter vorne, um dem Team Zeichen geben zu können. Tigris war neugierig darauf was sie geplant hatten. Theodore hatte von seinem Platz aus einen guten Überblick über das Feld, was ihnen einen entscheidenden Vorteil geben würde, wenn sie einen Weg gefunden hatten, mit ihm zu kommunizieren. Tigris war sicher, dass Theodore daran gedacht hatte.

Madame Hooch pfiff, und die Spieler kamen aufs Feld. Tigris war schlau genug gewesen, sein Omnikular mitzubringen, also hatte er einen guten Blick auf sie. Draco schüttelte Wayne Hopkins die Hand. Er sagte etwas, was niemand verstehen konnte, aber Hopkins gab ihm eine ärgerliche Entgegnung. Draco grinste nur und bestieg seinen Besen. Die Slytherins klatschten, als das Team in die Luft stieg. Der Jubel war verhaltener als in den letzten Jahren. Als Tigris sich umblickte, sah er, dass eine Gruppe um Helena Wilkes demonstrativ die Arme verschränkt hatte. Er war froh, dass ihr Vater nicht gekommen war. Das Verhalten von Helenas Freunden würde Draco mehr verärgern als nervös machen. Das würde ihm nur helfen, zu gewinnen. Tigris hatte automatisch mit den anderen mitgeklatscht. Es sollte sich eigenartig anfühlen, Slytherin zuzujubeln, aber das tat es nicht. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn Gryffindor gespielt hätte.

Madame Hooch warf den Quaffel und das Spiel begann. Kira O'Brien hatte den Quaffel geschnappt, bevor die Hufflepuffs überhaupt eine Chance hatten. Sie spielte ihn zu Graham Pritchard, der einer Hufflepuffjägerin auswich und auf die Ringe zuflog. Einer der gegnerischen Treiber spielte einen Klatscher in seine Richtung, aber Draco fing ihn ab, bevor er auch nur in Grahams Nähe kam. Er und Blaise spielten sich gegenseitig die Klatscher zu, jedes Mal knapp an einem der anderen Spieler vorbei. Es irritierte die Hufflepuffs lange genug, um Clarissa Maldoun zu übersehen, die direkt neben einem Ring darauf wartete, dass Graham ihr den Quaffel zuspielte. Im selben Moment, in dem der Hüter der Hufflepuffs einem gut gezielten Klatscher auswich, spielte sie den Quaffel in den Ring. Es waren nicht einmal zwei Minuten vergangen, und es stand bereits 10: 0 für Slytherin. Tigris sprang auf, um zu applaudieren. Er war nicht der einzige im Slytherinrang. Im Rest des Stadions herrschte eisige Stille.

„Zehn zu Null für Slytherin.", erklang Geoffrey Hoopers Stimme. Seine Enttäuschung war deutlich herauszuhören. „Es scheint, das Slytherinteam hat dieses Jahr tatsächlich eine Spielstrategie. Wie auch immer, das Spiel steht noch am Anfang… Noch ist alles offen."

Tigris warf einen ärgerlichen Blick in Hoopers Richtung. Er hatte nie zuvor einen Gedanken an Parteilichkeit verschwendet, wenn Lee Jordan kommentierte, aber diesmal störte sie ihn. Niemand sonst schien sich darum zu kümmern. Die Slytherin waren das bereits gewöhnt, wurde Tigris klar. Es ärgerte ihn, ohne dass er genau sagen konnte warum.

Wenn Hooper sich eine Wende im Spiel erhofft hatte, wurde er enttäuscht. Die drei Jäger waren brillant. Draco hatte es geschafft, sie in nur vier Wochen aufeinander einzuspielen. Sie machten hin und wieder kleinere Fehler, aber das fiel nicht sehr auf. Wenn sie erst einmal richtig aneinander gewöhnt waren, würden sie unschlagbar sein. Wenn man Draco und Blaise zusah, konnte man glauben, sie hätten seit ihrer Kindheit miteinander gespielt. Sie waren nicht so perfekt aufeinander eingestimmt wie die Weasley Zwillinge, aber sie kamen nahe heran. Es erschien manchmal, als wüssten sie die Bewegungen des anderen im Voraus. Im Gegensatz zu den Zwillingen spielten sie alles andere als fair, aber niemals so, dass Hooch ihnen ein Foul nachweisen konnte. Das war ohne Zweifel Theodores Verdienst. Sie hatten es zur Perfektion entwickelt, die Klatscher in die Flugbahn der Hufflepuffs zu spielen, so dass diese ausweichen mussten, um nicht getroffen zu werden. Sie waren so schnell, dass die Treiber der Hufflepuffs zu keiner Zeit eine Chance hatten. Die wenigen Male, an denen sie einen Klatscher zu fassen kamen, wurde er ihnen sofort wieder abgenommen.

Es machte es den Slytherins leichter, dass die Hufflepuffs nicht besonders schnell waren. Hopkins war ein passabler Hüter, aber die Jäger waren einfach zu schnell für ihn. Sie wechselten jedes Mal ihre Taktik, je nachdem, wo die Gegenspieler sich befanden. Zwischendurch beobachtete Tigris Theodore, und erkannte, dass er ihnen Handzeichen gab. Offensichtlich hatten sie das abgesprochen. Die Hufflepuffs sahen ihn entweder nicht, oder sie begriffen einfach nicht, was er tat. Sie hatten nur dreimal eine wirkliche Torchance, und jedes Mal hielt Hitoshi den Quaffel. Hoopers Kommentare wurden mit jedem Tor für Slytherin missmutiger, bis McGonagall ihn zurechtweisen musste. Das war das erste Mal, dass dies in einem Spiel ohne Gryffindor geschah, soweit Tigris sich erinnern konnte.

In der 45. Minute stand es 110: 0 für Slytherin und der Hufflepuff – Sucher sah den Schnatz. Tigris hatte ihn schon zweimal zuvor gesehen und sich gewundert, dass Aquila ihm nicht nachflog. Konnte es sein, dass er sich in dem Jungen getäuscht hatte? Tigris richtete seinen Blick auf die beiden Sucher. Aquila war bisher über dem Spielfeld gekreist, aber im selben Moment, in dem der Hufflepuff – Sucher eine Bewegung machte, warf Aquila sich herum und raste in Richtung des Schnatz. Er musste ihn bereits vor dem Hufflepuff gesehen haben, sonst hätte er nicht so schnell reagieren können. Warum hatte er nicht versucht, ihn zu fangen? Aquila war ein gutes Stück vor dem Hufflepuff, aber zu Tigris' Überraschung griff er nicht nach dem Schnatz, sondern verlangsamte sich. Das brachte ihn in die Flugbahn des Hufflepuff, der ihm auszuweichen versuchte, aber das misslang. Sie schienen um den Schnatz zu kämpfen, aber als ein geübter Sucher erkannte Tigris, dass Aquila nichts tat, außer den Hufflepuff zu behindern. Sie hatten den Schnatz beinahe erreicht, als gleich zwei unglücklich geschlagene Klatscher in ihren Weg flogen. Die Sucher mussten ausweichen und der Schnatz war verschwunden.

Aquila wich sofort zurück und flog wieder in die Höhe. Ein enttäuschtes Raunen kam aus den Reihen der Hufflepuffs. Tigris sah, wie Draco grinste. Theodore winkte Aquila zu und nickte in Blaises Richtung. Da begriff Tigris. Das Ganze war abgesprochen. Natürlich! Hufflepuff war höchstwahrscheinlich ihr schwächster Gegner und Draco wollte einen Punktevorsprung sammeln! Wahrscheinlich hatte er Aquila angewiesen, nicht vor einem bestimmten Wert nach dem Schnatz zu suchen. Draco musste sich des Teams sehr sicher sein, wenn er den Wert so hoch angesetzt hatte. Tigris war nicht der einzige, dem das aufgefallen war. Cho hatte einen Notizblock hervorgezogen und machte einige hastige Notizen. Tigris bemerkte, dass ihr Blick immer wieder zu Theodore hinüber ging. Aus den Reihen der Gryffindors ertönten einige wütende Rufe. Ron und Ginny waren aufgestanden und gestikulierten zornig in die Richtung der Slytherin. Tigris konnte sich nicht helfen, er grinste ihnen zu. Es war längst zu spät für die Hufflepuffs.

Dracos Team hatte sich durch den Auffuhr nicht irritieren lassen und kurz darauf warfen sie das 120: 0. Auch bei den Slytherins war Theodores Taktik nicht unbemerkt geblieben. Immer mehr von ihnen standen auf und klatschten. Helena rief etwas Ärgerliches, als einige ihrer Anhänger sich von der Begeisterung anstecken ließen, aber sie kümmerten sich nicht um sie. Als Graham das 160: 0 warf, war sie die einzige, die sitzen blieb. Dieses Mal blieben auch die Spieler nicht gelassen. Blaise flog einen Looping und Draco rief etwas Spöttisches zu Hopkins hinüber. Hopkins lief rot an und gestikulierte zornig in Richtung seiner Jäger. Es war den Hufflepuffs anzumerken, dass sie ärgerlich waren. Sie spielten nun deutlich aggressiver, und schafften es tatsächlich, einige Male den Quaffel zu bekommen. Hitoshi hatte der wahnsinnige Vorsprung wohl auch unaufmerksam gemacht. Anders war es nicht zu erklären, dass sie es schließlich doch schafften, das 160: 10 zu werfen. Theodore machte eine ärgerliche Geste in Richtung ihres Hüters und Draco nickte Aquila zu. Nicht einmal drei Minuten später sah Aquila den Schnatz und flog in seine Richtung. Der goldene Ball war weit unten, direkt vor den Ravenclaw- Rängen. Der Sucher der Hufflepuffs hatte ihn ebenfalls gesehen, aber Aquila war schneller. Er berührte beinahe die Tribüne, bevor er sich zurückwarf und triumphierend die Hand hob. Der Hufflepuff schaffte es gerade noch, abzudrehen, bevor er auf die Wand prallen konnte.

Die Slytherinränge explodierten. Tigris hatte schon seit dem 110: 0 nicht mehr gesessen, aber nun klatschte und jubelte er mit ihnen. Es war nur Hufflepuff, aber trotzdem hatte niemand mit einem solchen Ergebnis gerechnet. Selbst Helena klatschte verhalten, als ihre Nachbarn sie anstießen. Es war der stärkste Sieg für Slytherin seit sechs Jahren. Die Spieler auf dem Feld waren außer sich vor Freude. Blaise und Draco flogen hoch und zogen den protestierenden Theodore mit sich aufs Feld. Er machte ein paar abwehrende Gesten, aber gab schnell auf und ließ sich von ihrem Jubel mitreißen. Kaum einer bekam noch mit, wie Madame Hooch das Spiel abpfiff. Die Hufflepuffs landeten mit frustrierten Gesichtern und verließen das Feld.

Tigris hatte keine Lust mehr, nur zuzusehen. Er drängte sich durch die Masse jubelnder Slytherin und schaffte es mit etwas Hilfe von Vincent und Gregory, zu den Spielern auf das Feld zu kommen. Es war das erste Mal, dass er wirklich dankbar für ihre Anwesenheit war.

„Das nenne ich ein perfektes Spiel, Bruder!", schrie Tigris, um den Lärm zu übertönen.

Draco lachte. Er hatte einen Arm um Aquila Hunters Schultern geschlungen, den anderen um Blaise. Immer wieder musste er sie loslassen, um jemandem die Hand zu schütteln. Die restlichen Slytherin strömten auf das Feld, um den Spielern zu gratulieren. Es war ein einziges Chaos.

Tigris kam ein Gedanke und er grinste unwillkürlich. Er winkte Vincent und Gregory und deutete auf Draco. Sie begriffen ausnahmsweise einmal wirklich schnell. Bevor Draco reagieren konnte, hatte Tigris ihn mit Vincent und Gregory zusammen auf ihre Schultern gehoben. Draco war einen Moment lang verblüfft, aber dann lachte er nur und stützte sich mit der linken Hand ab. Die anderen Slytherin folgten ihrem Beispiel, und kurz darauf wurden die Spieler im Triumphzug vom Feld getragen. Tigris konnte sehen, wie die Gryffindors ärgerlich gingen, aber es kümmerte ihn nicht im Geringsten. Es machte ihn glücklich zu sehen, dass selbst Aquila von zwei großen Siebtklässlern hochgehoben worden war. Der kleine Junge sah überwältigt aus. Er lächelte verhalten, so als könnte er kaum glauben, dass es wirklich passierte, und schüttelte die ihm entgegengestreckten Hände. Offensichtlich war Blut nicht so wichtig, wenn man ein solches Spiel gewonnen hatte. Tigris lächelte zufrieden. Zur Hölle mit Helena.

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Niemand konnte nachher sagen, wo der Wein hergekommen war, aber Tigris verdächtigte Blaise. Sie hatte den ganzen Abend ein verräterisches Grinsen im Gesicht. Snape tauchte irgendwann später auf und befahl den jüngeren Jahrgängen ins Bett zu gehen. Natürlich protestierten die jüngeren Spieler vehement dagegen, aber vergeblich. Als nur noch die ältesten Jahrgänge im Raum waren, goss Snape sich selbst ein Glas Wein ein und stieß mit den restlichen Spielern an.

„Ein gutes Spiel.", sagte er. „Ein Slytherin Spiel, wenn ich das sagen darf. Gratuliere, Mister Nott." Snape hob sein Glas in Theodores Richtung.

Theodore grinste und toastete zurück.

Snape stellte sein leeres Glas ab. „Traubensaft macht mich immer müde. Ich denke, ich werde zu Bett gehen. Ich kann Ihnen ja vertrauen, dass Sie die Sperrstunde einhalten, nicht wahr?"

„Natürlich, Professor.", erwiderte Draco grinsend. Er hatte schon einiges getrunken, da er gezwungen war, immer wieder mit jemandem anzustoßen.

Snape nickte nur und ging. Wenn man genau hinsah, konnte man vermuten, dass er lächelte. Tigris war einen Moment lang sprachlos.

Tigris blieb nicht viel Zeit, um darüber nachzudenken, da Daphne ihn mit sich in die Mitte zog, um mit ihr zu tanzen. Sie hörte nicht auf Tigris' Einwände und er war dankbar dafür, dass seine Mutter darauf bestanden hatte, ihm ein paar Tanzschritte beizubringen. So schaffte Tigris es, ihr nicht auf die Füße zu treten, aber es war nicht leicht. Er beneidete Draco um die Leichtigkeit, mit der er Blaise herum schwang.

Draco war ein hervorragender Tänzer und hatte während des ganzen Abends keinen Mangel an Tanzpartnerinnen. Es war schon nach Zwölf und Tigris selbst war alles andere als nüchtern, als er Pansy am Rand stehen sah. Sie hatte ein Glas Wein in der Hand und sah mürrisch auf die Tanzfläche, wo Draco wieder mit Blaise tanzte. Tigris hatte nicht mehr mitgezählt, wie oft Draco mit ihr getanzt hatte, aber es war ohne Zweifel öfter als mit jedem anderen Mädchen im Raum. Er selbst hatte gerade mit Clarissa getanzt und war zum Büffet gegangen, um sich noch ein Glas Wein zu holen – sein viertes oder fünftes. Im Laufe des Abends hatte Tigris Gefallen am Tanzen gefunden und es gab genug Mädchen im Raum, die bereit waren, ihre Füße zu riskieren. Pansy tat ihm plötzlich leid. Sie sah einsam aus, und das passte nicht zu ihr. Sie war recht hübsch, hübscher als Tigris sie in Erinnerung hatte. Niemand forderte sie auf zu tanzen, weil alle wussten, dass sie mit Draco zusammen war. Es war nicht fair ihr gegenüber. Tigris schlenderte zu ihr hinüber. Sie sah überrascht auf, als er ihr die Hand hinhielt.

„Darf ich dich um diesen Tanz bitten?"

Sie kicherte. Tigris fragte sich, wie viele Gläser Wein sie schon getrunken hatte.

„Natürlich."

Sie ergriff seine Hand.

„Wie könnte ich einem Malfoy etwas abschlagen?" Ihre Stimme hatte einen zornigen Unterton, der normalerweise nicht zu hören war. Sie warf einen verärgerten Blick in Dracos Richtung. Dann lächelte sie plötzlich. „Lass uns tanzen."

Tigris zog sie mit sich auf die Tanzfläche. Sie legte die Hand auf seine Schulter und plötzlich waren sie sich näher, als Tigris beabsichtigt hatte. Sie sah zu ihm hoch und lächelte erneut.

„Du bist größer als Draco. Ich fand immer, er ist ein wenig zu klein."

„Wirklich?" Von einem Moment zum anderen fühlte sich Tigris' Kehle sehr trocken an.

Sie lehnte ihren Kopf an seine Schulter. „Bei Draco muss ich mich fast bücken, um das zu tun."

Tigris schwang sie herum. „Es passt nicht zu dir, gebückt zu gehen." Er hatte keine Ahnung, warum er das gesagt hatte.

„Die Parkinsons waren niemals so stolz wie die Malfoys.", murmelte Pansy. „Es war eine Ehre für meine Eltern, als Malfoys mich für würdig befanden... Würdig..." Plötzlich lachte sie schrill. „Wie oft ich dieses Wort gehört habe! Wie sehr ich es hasse! Würdig... Ich habe die Würde darin nie gesehen..."

Unwillkürlich zog Tigris sie näher an sich. „Es tut mir leid." Er hatte Pansy nie verstanden, aber plötzlich, auf eine seltsame Weise, tat er es.

„Sag das nicht.", zischte sie, ohne den Kopf von seiner Schulter zu nehmen. „Ich will kein Mitleid. Ich hasse Mitleid."

Eine Weile tanzten sie schweigend.

„Dein Cousin hat Recht.", sagte Pansy dann plötzlich, völlig aus dem Nichts heraus. „Ich bin eine Hure. Ich habe mich zu einer Hure machen lassen."

„Sag das nicht.", widersprach Tigris ungehalten. „Manchmal weiß er nicht, was er sagt."

Pansy sah zu ihm hoch. „Du bist anders als sie." Ihr Blick ging in die Ferne. „Sei vorsichtig. Diese Familie könnte sich als eine tödliche Falle herausstellen. Mein Vater sagte mir Dinge..." Sie biss sich auf die Lippen. „Das hätte ich nicht sagen sollen."

„Ich habe nicht gehört, dass du etwas gesagt hast.", sagte Tigris sanft. „Wir haben nur getanzt."

„Getanzt...", murmelte Pansy. „Ich sollte noch ein Glas Wein trinken... Oder vielleicht sollte ich besser zu Bett gehen."

„Es ist spät geworden.", stimmte Tigris zu. „Warte noch, bis dieser Tanz zu Ende ist."

Pansy nickte schweigend. Ihr Kopf lag noch immer an Tigris' Schulter, aber sie starrte an ihm vorbei ins Leere. Tigris wollte nicht wirklich wissen, was sie dachte.

Als die Musik aufhörte, verließen sie die Tanzfläche. Pansy schwankte leicht, ein Zeichen dafür, wie viel sie getrunken hatte.

„Gute Nacht.", sagte Tigris.

Pansy löste sich widerstrebend von ihm und nickte. Eine Strähne ihres Haars hatte sich gelöst und fiel ihr wild ins Gesicht.

„Nacht." Sie wandte sich ab, um zugehen, aber jemand packte sie am Arm.

„Hey, Pansy – Darling, du kannst doch jetzt noch nicht verschwinden! Die Nacht ist noch jung!"

Tigris hatte nicht bemerkt, dass auch Draco und Theodore die Tanzfläche verlassen hatten. Pansy wandte sich ärgerlich zu Draco um.

„Und warum nicht? Hat Blaise keine Lust mehr? Oder brauchst du mich noch als Dekoration?"

„Oh, ist die kleine Pansy etwa eifersüchtig?", spottete Draco mit Kleinkinderstimme. Tigris wusste nicht, wie viel er getrunken hatte, aber offensichtlich zuviel. Seine Wangen waren gerötet und seine Augen hatten einen unnormalen Glanz.

„Weißt du was?", zischte Pansy. „Ich habe nachgedacht."

„Nein, wirklich? Ich hätte nie vermutet, dass du die Fähigkeit dazu besitzt."

Pansy ballte wütend die Faust. „Oh ja, das habe ich. Ich habe darüber nachgedacht, was dein Cousin gesagt hat. Und weißt du was? Er hat recht."

Sie holte aus und schlug Draco mit aller Kraft ins Gesicht.

„Es ist aus zwischen uns, Draco Malfoy." Sie lächelte zornig. „Ich brauche etwas Zeit, um andere Erfahrungen zu sammeln. Du offensichtlich auch."

Damit drehte sie sich von Draco weg zu Tigris, zog ihn zu sich heran und küsste ihn. Tigris war zu schockiert, um sie wegzustoßen. Sie küsste bedeutend besser als Cho.

Draco blinzelte verwirrt, dann zuckte er mit den Schultern.

„Fein."

Er wandte sich zu Blaise um, um sie zu sich zu ziehen. Aber Blaise versuchte, Draco von sich weg zu schieben. Sie war offensichtlich noch nüchtern.

„Hör auf, Draco, du bist betrunken."

„Oh komm, Blaise. Du bist das süßeste Mädchen im ganzen Saal."

„Nein!" Sie stieß Draco von sich weg. „Schlaf erstmal deinen Rausch aus."

Das brachte Tigris ebenfalls zu sich und er löste sich von der widerstrebenden Pansy. „Pansy... Pansy, du solltest zu Bett gehen." Er packte Draco am Arm. „Du auch."

Pansy leckte sich über die Lippen und lächelte. „Gute Nacht, Tigris. Schlaf gut." Sie zwinkerte ihm zu und ging. Tigris starrte ihr einen Moment lang nach. Draco versuchte, ihm seinen Arm zu entziehen.

„Das ist meine Party. Du kannst mir nicht befehlen, zu Bett zu gehen, du bist nicht meine Mutter."

„Ich bin dein Cousin.", sagte Tigris, ohne ihn loszulassen. „Vertrau mir, wenn ich sage, dass es das Beste ist."

Er winkte Blaise und Theodore zu und zog Draco mit sich in Richtung der Schlafräume.

„Du bist... mein Cousin, richtig.", meinte Draco in verwirrtem Tonfall. „Ich sollte das nicht sagen, sollte ich?"

„Du kannst sagen was du willst, aber nicht mehr heute Abend."

Draco sah Tigris stirnrunzelnd an. „Du hast meine Freundin geküsst, weißt du das? Ich sollte zumindest irgendetwas tun."

„Ja, ja.", antwortete Tigris. „Morgen, Draco. Denk morgen darüber nach."

Sie erreichten die Seitentür zu den Jungenschlafräumen. Tigris war froh, als sie sich hinter ihnen geschlossen hatte. Im Gang hörte man noch dumpf die Musik aus dem Gemeinschaftsraum.

„Na ja.", meinte Draco. „Ich sollte froh sein, dass ich sie endlich los bin, meinst du nicht?"

Tigris murmelte etwas Indifferentes.

Draco warf ihm einen schockierten Blick zu. „Du magst diese Schlampe doch nicht etwa wirklich?"

„Geh schlafen, Draco.", erwiderte Tigris müde. Sie hatten ihren Raum erreicht und er stieß Draco in Richtung seines Bettes. Sein Bruder ließ sich einfach darauf fallen.

„Gib dich nicht mit ihr ab. Sie ist eine Parkinson. Parkinsons sind nichtsnutzige Speichellecker. Das hat Vater schon immer gesagt." Draco gähnte und zog linkisch an seiner Robe. Irgendwann am Abend hatte er Zeit gehabt, zu duschen und eine Festrobe anzuziehen. Nun fummelte er ungeschickt an den vielen kleinen Knöpfen.

„Sie war gut genug, um dich mit ihr zu verloben.", sagte Tigris ärgerlich.

„Nur wegen dem Blut." Draco gähnte erneut. „Wir haben uns nie zuvor mit den Parkinsons verheiratet. Zu niedrig. Aber Vater kannte sie von... du weißt schon... also..." Er gab es auf, die Robe öffnen zu wollen und zog sie einfach über den Kopf. Dann ließ er sie neben seinem Bett fallen und zog die Decke über sich. „Sie ist jedenfalls kein Verlust. Ich hatte immer gehofft, ein paar Auroren würden sie erledigen, aber das ist der bessere Weg, nehme ich an."

ER IST BETRUNKEN, dachte Tigris. SONST WÜRDE ER SOETWAS NICHT SAGEN. Er ging ins Bad und wusch sich das Gesicht mit kaltem Wasser. Er war durstig und trank mit tiefen Schlucken bis er nicht mehr konnte. Dann sah er auf und starrte in sein Spiegelbild. Tigris wusste nicht genau, wonach er suchte, aber er fand es nicht. Er streckte die Hand aus und fuhr die Linie seines Gesichtes nach.

„Wer bist du?"

Der Spiegel kicherte. „Ein bisschen viel Alkohol, was?"

Tigris starrte ihn an, dann schüttelte er den Kopf. Der Spiegel hatte Recht, ohne es zu wissen. Er hasste dieses Gefühl. Er schwor sich, nie mehr so viel zu trinken. Der kurze Rausch war es nicht wert.

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„Arrgh, mach das Licht aus!" Draco presste sich die Hände auf die Augen.

„Das sind die Fenster.", erwiderte Tigris verschlafen. Er fühlte sich, als hätte er den letzten Tag damit verbracht, bei brennender Sonne Unkraut zu jäten.

Draco fiel mit einem Knall aus dem Bett und kroch zu seiner Truhe. „Wo ist dieser verdammte Trank wenn man ihn braucht?"

Er wühlte schließlich eine Phiole mit einer grau- grünen Flüssigkeit hervor und nahm einen tiefen Schluck. Anschließend verzog er angewidert das Gesicht und stützte den Kopf in die Hand. „Ich werde Blaise umbringen. Und Severus, weil er uns nicht aufgehalten hat. Willst du einen Schluck?" Er hielt Tigris die Phiole hin.

Tigris ergriff sie unschlüssig. „Was ist das?"

„Anti-Kater –Trunk. Was dachtest du denn?"

„Genau.", sagte Tigris und trank einen Schluck. Beinahe hätte er das Zeug wieder ausgespuckt. Es schmeckte widerwärtig.

Draco lachte leise. „Danke Blaise dafür. Was ist gestern überhaupt passiert?"

„Du erinnerst dich nicht daran?", fragte Tigris schockiert.

Draco schüttelte den Kopf. „Es ist alles durcheinander."

„Pansy hat mit dir Schluss gemacht."

Draco stöhnte und verbarg den Kopf in den Händen. „Ich hatte gehofft das war nur ein Alptraum."

„Gestern warst du nicht so traurig darüber."

„Gestern war ich sturzbetrunken!" Draco schüttelte den Kopf. „Das ist eine Katastrophe! Wie konnte sie das tun?"

„Sie war fast so betrunken wie du!"

Draco sah auf. „Hast du sie wirklich geküsst?"

„Nun, eigentlich hat sie mehr mich geküsst, aber... ja."

Sein Bruder verzog das Gesicht und stemmte sich hoch. „Wie viel hast du getrunken?"

„Nicht annähernd so viel wie du."

„Na ja... Ich nehme an sie hat was... irgendwas." Draco kramte ein Handtuch und eine saubere Robe hervor. „Ich gehe duschen. Wenn ich in drei Stunden nicht zurück bin, habe ich mich erfolgreich ertränkt."

„Mach keine Witze über so etwas."

Draco zuckte mit den Schultern. „Das würde es mir ersparen, Vater zu schreiben."

Tigris sah zum Tisch, als er gegangen war. Draco schrieb ihren Eltern jede Woche. Manchmal hatte er in dem Brief an ihre Mutter auch etwas geschrieben, aber er hatte sich nie darum gekümmert, was er ihrem Vater schrieb. Ihre Mutter schrieb ihnen immer zurück und schickte meistens noch Süßigkeiten dazu. Tigris runzelte die Stirn. Sein Vater wollte, dass Draco ihn über alles in Hogwarts auf dem Laufenden hielt, also würde er das auch tun. Mit Sicherheit hatte Draco ihm auch über Tigris' Nachhilfestunden geschrieben. Es war merkwürdig, dass sie bisher keine Antwort erhalten hatten.

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Die Antwort ihrer Mutter kam am Dienstag, mit der üblichen Packung Süßigkeiten. Sie schrieb, es sei gut, dass Draco sich auch für andere Mädchen interessiere und er sei zu jung, um sich schon über das Heiraten Gedanken zu machen. Draco verschluckte sich beinahe an seinem Tee, als er das las. Von seinem Vater kam wieder keine Antwort. Auch Draco fand das eigenartig, aber er vermutete, dass er einfach zu beschäftigt war. Pansy bekam einen Heuler von ihren Eltern, aber sie ignorierte ihn einfach und aß weiter. Draco hatte gehofft, sie würde einlenken und sagen, dass sie einfach betrunken gewesen sei, aber das hatte sie nicht getan. Zu Tigris' Überraschung sprach sie auch ihn nicht auf den Kuss an. Sie war offensichtlich mehr als zufrieden damit, allein zu sein.

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Am Freitag waren sie früh beim Abendessen, als McGonagall herein gerannt kam. Sie lief zum Lehrertisch und flüsterte hastig mit Dumbledore. Dumbledore wirkte plötzlich sehr ernst und sagte etwas zu den anderen Lehrern. Die meisten von ihnen standen auf, auch Pomfrey und Hooch. Dumbledore breitete die Arme aus und Ruhe kehrte ein.

„Ich und einige eurer Lehrer wurden zu einem Notfall gerufen. Aus diesem Grund werden alle Stunden heute Abend abgesagt. Während unserer Abwesenheit übernehmen Firenze, Professor Ophelia, Professor Trelawney und Professor Binns die Aufgaben der Hausvorstände, also hört auf sie, wie ihr auf eure Hauslehrer hören würdet. Macht euch keine Sorgen, wir sind morgen zurück."

„Was?", rief Millicent empört. „Sie lassen uns mit einem Haufen Versagern zurück!"

„Millicent!", tadelte Helena. „Das sind Lehrer."

„Aber sie hat recht.", meinte Pansy. „Ein Maultier, ein Halbmuggel, eine Verrückte und ein Geist. Ich frage mich, wer von denen Snape vertreten soll."

„Das wäre ich." Binns tauchte vor ihnen aus dem Tisch auf. „Ich kann mich nicht wirklich dadurch beleidigt fühlen, als ein Geist bezeichnet zu werden, denn... nun... ich bin ein Geist. Ich möchte sie trotzdem bitten, davon Abstand zu nehmen, meine Kollegen zu beleidigen. Ich bin vielleicht ein Geist, aber ich kann trotzdem Strafarbeiten vergeben."

Pansy stöhnte. „Entschuldigung, Professor."

„So ist es besser, Miss Parsley." Binns flog ein wenig weiter hoch, so dass der ganze Tisch ihn sehen konnte. „Nach dem Essen werdet ihr in euren Gemeinschaftsraum zurückkehren und dort bleiben. Die Vertrauensschüler sind dafür verantwortlich, dass diese Anordnung eingehalten wird. Denkt daran: Ich bin ein Geist, ich schlafe nicht." Damit verschwand er wieder im Boden.

„Vater muss davon erfahren.", raunte Draco Tigris zu, als sie den Tisch verließen.

Tigris sah ihn erschrocken an. „Wie denn?"

„Severus' Büro.", flüsterte Draco. „Wir müssen schnell sein, dann bemerkt Binns uns nicht."

Sie eilten den anderen Slytherin voraus und schafften es, Snapes Büro zu erreichen, bevor die anderen in seine Nähe kamen.

„Decuma.", sagte Draco, und die Tür glitt auf. Sie huschten hinein und schlossen sie hinter sich.

„Du kennst das Passwort?", fragte Tigris überrascht.

Draco grinste flüchtig. „Natürlich, Severus ist mein Pate."

Er suchte etwas an der Feuerstelle. Schließlich hatte er eine Schale gefunden und warf etwas von dem enthaltenen Pulver ins Feuer. „Haus Malfoy!"

Draco steckte den Kopf in die Flammen, dann zog er ihn stirnrunzelnd zurück. „Im Studierzimmer ist niemand." Er warf eine weitere Handvoll ins Feuer.

„Haus Malfoy, Salon!"

Tigris beugte sich mit Draco vor, um auch etwas zu sehen. Sie blickten in einen großen Raum mit hohen Fenstern, der mit blauem Teppich ausgelegt war. An der Seite standen etliche reich verzierte Mahagonimöbel, aber das war es nicht, was Tigris' Blick auf sich zog. Das Klavier nicht weit von ihnen spielte, offenbar von selbst. In der Mitte des Raumes sahen sie ihre Eltern. Sie tanzten. Ihre Mutter war offenbar ein wenig angeheitert, denn sie kicherte immer wieder wie ein Schulmädchen, als ihr Vater sie herumschwenkte. Ihre Wangen waren leicht gerötet und ihre Augen glänzten. Auf dem Tisch neben ihnen standen zwei halb geleerte Gläser Champagner. Gerade wirbelte ihr Vater sie herum. Sie lehnte sich in seinen Armen zurück, aber verharrte plötzlich, als ihr Blick auf die Feuerstelle fiel.

„Draco, Tigris!"

Ihr Vater zog sie hoch und sah sich zu ihnen um. Er war ein wenig außer Atem und auch die Brust ihrer Mutter hob und senkte sich in tiefen Atemzügen.

„Jungen! Was wollt ihr?" Er ordnete seine Robe und atmete durch, ihre Mutter dabei anlächelnd.

„Dumbledore und die meisten der Lehrer sind zu einem Notfall gerufen worden.", sagte Draco. „Er hat uns nur mit Trelawney, Ophelia, Firenze und Binns zurückgelassen. Ich dachte das würde dich interessieren, Vater."

Ihr Vater nickte abwesend und strich ihrer Mutter eine Locke aus dem Gesicht. „Wirklich? Nun, es ist gut, dass du es erzählt hast. Sonst noch etwas?"

„Nein.", antwortete Draco ein wenig verwirrt.

Ihr Vater lachte leise und stieß ihre Mutter an, die daraufhin eine Pirouette drehte.

„Ich habe gehört, du hast dich von dem Parkinson – Mädchen getrennt. Höchste Zeit, wirklich. Such dir ein paar interessantere Mädchen, bevor du sie heiratest."

Dracos Mund klappte auf.

„Und du hast Nachhilfe bei Severus?", meinte er zu Tigris gewandt.

Tigris nickte zögernd.

„Der arme Severus.", meinte ihre Mutter. „Er hat bereits so viel Arbeit."

„Ich verlasse mich darauf, dass du dich bis Ende des Jahres verbessert hast. Übrigens, ein ausgezeichnetes Spiel letzten Samstag. Du hast Händchen bei den Spielern bewiesen, Draco. Eine gute Idee, Theodore mit einzubeziehen. Ich bin stolz auf dich." Ihr Vater warf einen Blick auf die große Standuhr auf der Seite. „Aber genug geplaudert, wir erwarten Gäste. Bis bald. Macht Binns keinen Ärger." Er gab ihrer Mutter einen Kuss. Sie kicherte errötend.

„Ich liebe dich, Lucius." Sie lehnte sich vor für einen weiteren, ausgiebigeren Kuss.

Sie zogen sich hastig aus dem Feuer zurück und starrten sich an.

„Denkst du, sie haben Rauschmittel genommen?", fragte Tigris.

„Nein, das würde Vater nie tun.", entgegnete Draco unsicher.

„Aber was ist dann mit ihnen los?"

Draco zuckte hilflos mit den Schultern.

„Wir sollten uns beeilen, sonst fällt Binns auf, dass wir fehlen."

Sie schafften es noch, den Gemeinschaftsraum zusammen mit Vincent und Gregory zu erreichen, die wie so oft die Letzten waren.

„Weiß einer von euch, was passiert ist?", fragte Helena in den Raum.

Alle schüttelten den Kopf. Draco und Tigris tauschten ratlose Blicke. Etwas Seltsames ging vor.


Vielen Dank für eure Reviews an: auxia, Stupor, Lara-Lynx, blub, Deedochan, Kissymouse, Condor, YanisTamiem, Little Nadeshiko, Kylyen, xerperus

auxia: Nicht einmal der Tod ist umsonst, der kostet das Leben... ;-) Wenn jemand wie Draco ohne dich zu kennen zu dir kommen würde, um dir seine Hilfe anzubieten, was würdest du denken?