Disclaimer:
Harry Potter gehört JK...
PLATSCH
Das war ein Amboss. Ich bin hier der Autor, ha ha.
Schatten der Wahl
42. Trunk der Erkenntnis
„Können Sie nicht etwas tun?"
Tigris sah in die blauen Augen des Zentauren hoch und bemühte sich, nicht zu blinzeln. Es war ein leicht beunruhigendes Gefühl, als sein Gegenüber auf ihn hinunterstarrte und über seine Frage nachdachte. Tigris wurde sich plötzlich bewusst, dass er Zentauren nie wirklich gemocht hatte. Sie waren immer vage und ausweichend. Sie schienen stets mehr zu wissen, als alle anderen, dennoch waren sie nicht bereit, dieses Wissen zu teilen. Sich mit ihnen zu unterhalten war, als würde man versuchen, Nebel zu fangen. Es erinnerte ihn zu sehr an Dumbledore, um irgendetwas außer Abneigung hervorzurufen. Der Zentaur hob ruckartig den Kopf und schlug mit dem Schwanz. Tigris vermutete, wenn er ein Pferd gewesen wäre, hätte er geschnaubt.
„Es tut mir leid, aber ich kann Ihrem Bruder nicht helfen, Mister Malfoy. Den Weg, den er vor sich hat, kann nur er allein gehen."
„Können sie nicht ein einziges Mal etwas Klares und Einfaches sagen?", entgegnete Tigris ärgerlich.
Firenze lehnte seinen Kopf etwas zur Seite. „Ich bedaure es, dass ich Ihnen nicht helfen kann, doch es ist nicht meine Aufgabe, die Sterne zu beeinflussen."
Tigris zischte ärgerlich. „Das ist nichts anderes, als was alle sagen. Es ist psychologisch, er muss seinen Weg allein gehen... Das ist doch alles Quatsch! Warum sagen Sie nicht einfach, dass Sie mit ihrer Weisheit am Ende sind?"
Tigris stürmte zornig aus dem Raum und schlug die Tür hinter sich zu. Es war der erste Tag der Osterferien und an Dracos Zustand hatte sich nichts verändert. Madame Pomfrey wiederholte nur immer wieder, dass sie nichts mehr für ihn tun könnte, da er körperlich gesund sei. Wenn er gesund war, warum wachte er dann nicht auf? Tigris hatte gehofft, Firenze könnte ihm helfen, da Draco sein Wissen immer sehr gelobt hatte. Offensichtlich war es vergebene Liebesmüh. Er hätte es besser wissen sollen, als sich an einen Zentauren zu wenden.
Tigris machte sich noch immer ärgerlich auf den Weg in den ersten Stock, um ein weiteres Mal nach seinem Bruder zu sehen. Madame Pomfrey hatte ihn hinausgeworfen, nachdem er den gesamten letzten Tag dort verbracht hatte. Sie war der Meinung es sei ungesund und er sollte sich besser etwas suchen, um sich abzulenken. Tigris schnaubte. Sie sollte sich besser damit beschäftigen, Draco zu heilen, anstatt sich um jemanden Sorgen zu machen, dem es vollkommen gut ging. Er betrat den Krankenflügel vorsichtig und bemerkte erleichtert, dass die Medohexe in den hinteren Räumen beschäftigt war. Als er zu Dracos Bett kam, bemerkte er überrascht, dass sein Bruder bereits einen Besucher hatte. Das an sich war nicht überraschend, aber die Tatsache, wer es war. Hermione. Tigris blieb stehen und beobachtete sie erstaunt. Sie hatte ein Buch mitgebracht und las mit leiser, gleichmäßiger Stimme daraus vor. Schließlich trat er näher.
„Er kann dich nicht hören, er ist bewusstlos."
Hermione zuckte erschrocken zusammen und sah auf. „Tigris... Ich habe dich nicht gehört."
Tigris verschränkte die Arme. „Was tust du hier?"
Sie sah ihn unsicher an. „Ich lese ihm nur ein Kapitel aus dem Arithmantikbuch vor. Wir haben es als Hausaufgabe auf, und da er es nicht selbst lesen kann..."
„Er kann dich nicht hören.", wiederholte Tigris.
Sie richtete sich auf. „Vielleicht ja doch! Ich habe gelesen, dass es Komapatienten gibt, die wahrnehmen, was um sie herum geschieht. Wer weiß, vielleicht hilft es ihm ja, aufzuwachen!"
Ein unsinniger Stich von Eifersucht durchfuhr Tigris. Wie konnte sie sich anmaßen, zu glauben, sie brächte etwas zustande, zu dem er nicht fähig war? Welches Recht hatte sie? Sie kannte Draco nicht einmal!
„Wieso solltest du ihn aufwecken können?", fauchte Tigris boshaft. „Er verabscheut dich. Andererseits, vielleicht wacht er ja auf, um deiner Gesellschaft zu entkommen."
Sie stand ruckartig auf. „Ich versuche nur, zu helfen! Es gibt keinen Grund, so gemein zu sein!"
„Warum sollte es dich kümmern?", fragte Tigris. „Hast du Schuldgefühle für deinen erbärmlichen Freund? Oder denkst du, wir verzeihen dem Wiesel, wenn du ein wenig Mitgefühl vortäuschst?" Er wusste, dass er unfair war, aber in diesem Moment war es ihm egal. Er war bereits den ganzen Tag lang beunruhigt und aufgebracht, und Hermione bot ihm ein willkommenes Ventil für seine Gefühle.
„Nur damit du es weißt:", entgegnete sie, weiß geworden. „Ich habe mit ihm Schluss gemacht, wegen dem was er getan hat. Ich versuche nur, zu helfen. Ich verstehe, dass du aufgebracht bist, aber bitte lass es an jemand anderem aus! Es ist nicht meine Schuld was passiert ist! Wenn ich dabei gewesen wäre, hätte ich versucht, es zu verhindern, selbst wenn ihr beide arrogante, gefühllose Idioten seid. Ich komme ein anderes Mal wieder, wenn ich deine hochwohlgeborene Gegenwart nicht störe." Hermione raffte ihre Bücher zusammen und stürmte an ihm vorbei aus dem Raum, bevor Tigris etwas entgegnen konnte. Er sah ihr ungehalten nach und setzte sich dann auf den Stuhl, auf dem sie kurz zuvor gesessen hatte. Er nahm Dracos Hand, aber sah Hermione nach.
„Dämliche Alleswisserin.", murmelte er. „Denkt sie weiß alles und kann alles. Was hat sie überhaupt hier zu suchen? Ich kann mir gut vorstellen, was du sagen würdest, wenn du davon wüsstest. Schlammblut- Ziege." Tigris hatte einen Augenblick lang Gewissensbisse, nachdem die Beleidigung über seine Lippen gekommen war, aber verdrängte sie schnell. Es war ihre eigene Schuld. Warum mischte sie sich in Dinge ein, die sie nichts angingen? Er biss sich auf die Lippen und musterte Dracos regungsloses Gesicht. „Komm schon, sag etwas. Du kannst schließlich nicht für immer so bleiben. Denk mal daran, was für eine Genugtuung das für das Wiesel wäre." Tigris ließ Dracos Hand los und lehnte sich verlegen zurück. „Warum höre ich überhaupt auf sie? Du hörst ja doch nicht, was ich sage. Es ist lächerlich."
Die Tür flog auf und Tigris sah widerwillig, aber nicht überrascht auf.
„Mister Malfoy!", sagte Madame Pomfrey streng. „Sie sind ja schon wieder da! Habe ich Ihnen nicht gesagt, sie sollen etwas essen gehen und sich auf andere Gedanken bringen?"
„Ja, Madame.", erwiderte Tigris widerstrebend.
„Gehen Sie! Ich will Sie nicht vor morgen Abend wieder hier sehen. Wenn Sie nicht auf mich hören, gebe ich Ihnen Strafarbeiten, dann MÜSSEN Sie sich mit etwas anderem beschäftigen. Haben wir uns verstanden?"
„Ja, Madame.", wiederholte Tigris, ihr einen bösen Blick zuwerfend.
Ihre harte Miene milderte sich ein wenig. „Ich weiß, es ist nicht leicht für Sie, Mister Malfoy. Aber Sie tun Ihrem Bruder keinen Gefallen, wenn Sie sich vor Sorge krank machen. Es wird ihm bald besser gehen, glauben Sie mir."
„Woher wollen Sie das wissen, wenn Sie nicht einmal wissen, was ihm fehlt?", fragte Tigris trotzig.
Pomfrey seufzte, aber hatte offenkundig keine Entgegnung darauf. Er warf ihr einen vernichtenden Blick zu, strich Draco über die Stirn und ging.
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Tigris durchwühlte seine Truhe, auf der Suche nach etwas, um sich abzulenken. Was er tat war nicht wirklich produktiv, aber im Moment kümmerte ihn das nicht. Er wollte sich nur abreagieren. Ein Buch über Verwandlungen fiel ihm in die Hände und er betrachtete es einen Moment lang verwirrt. Warum war es nicht auf dem Regal mit seinen anderen Büchern? Dann fiel es ihm ein. Dies war kein Buch. Es war der Zauberstab, den Dumbledore ihm gegeben hatte. Sein alter Phönixfeder- Stab. Tigris erstarrte. Phönixfeder, willig gegeben. Einer der wichtigsten Bestandteile von Ceridwens Trunk, und er hatte ihn die ganze Zeit besessen! Fawkes hatte ihm den Stab förmlich aufgedrängt. Phönixfeder, Blut eines Basilisken, Gift einer Silbernen Tigerotter... er besaß all das. Was fehlte ihm noch? Lebende Alraune – Professor Sprout hatte Alraunen im Gewächshaus. Die anderen Zutaten befanden sich mit Sicherheit unten in der Kammer. Wenn nicht, konnte er ohne großen Aufwand die Zwillinge dazu bringen, sie ihm zu schicken. Sie waren nicht besonders selten. Tigris' Herz schlug schneller. Er hatte tatsächlich alle notwendigen Zutaten für Ceridwens Trunk. Nicht nur das, er hatte auch die Zeit, ihn zu brauen. Es waren Ferien. Die meisten Slytherins waren nach Hause gefahren, und Madame Pomfrey hatte ihn aus der Krankenstation verbannt. Niemand würde ihn vermissen.
Sollte er es riskieren? Tigris hatte sich noch nicht wirklich mit diesem Trank beschäftigt. Er war seit Jahrhunderten nicht mehr erfolgreich gebraut worden. Tigris wusste nicht einmal, was die einzelnen Zutaten in Kombination bewirkten. War es nicht zu riskant? Wäre es nicht besser, die Finger davon zu lassen? Tigris starrte auf das Buch in seinen Händen hinunter. Nein. Er konnte sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen. Er hatte die Chance, etwas zu erreichen, was seit Jahrhunderten kein Zauberer mehr erreicht hatte. All das Wissen, das es ihm wahrscheinlich geben würde. Wer wollte nicht sein Schicksal selbst bestimmen?
Wenn der Trank Erfolg hatte und seine Fähigkeiten sich verstärkten, würde er Draco sicher helfen können. Nicht nur das, er wäre auch endlich in der Lage, die verschwommenen Erinnerungen auszusortieren. All die Möglichkeiten, die es ihm geben würde... Tigris sprang auf, das Buch unter den Arm geklemmt. Er musste herausfinden, ob sich die restlichen Zutaten in der Kammer befanden. Er konnte den Trank nicht in der Hauptkammer brauen. Slytherin hatte geschrieben, dass der Zeitzauber, der auf dieser Kammer lag, Tränke negativ beeinflusste. Es ergab Sinn. Der Zauber bewahrte alles, was in der Kammer war, vor Verfall. In einem Trank jedoch sollten die Zutaten von der Zeit beeinflusst werden. In der Hauptkammer war es unmöglich... aber nicht in der Kammer des Basilisken. Tigris hatte sie gesäubert, nachdem er den Basilisk zerlegt hatte, sie war also gut geeignet.
Tigris erreichte die Kammer und suchte aufgeregt das Buch heraus. Er schlug die Seite mit dem Rezept auf und legte es auf das Lesepult. Seine Augen wanderten über das Gedicht zu Beginn und er verharrte kurz. Er wollt nicht gottgleich sein. Er wollte nur seinem Bruder helfen und ein paar andere Dinge. Tigris schüttelte ärgerlich den Kopf. Nur weil man Macht hatte, hieß das nicht, dass man sie missbrauchen musste. Wenn überhaupt, dann würde er ein paar Dinge zum Besseren verändern können. Er las sich das Rezept noch einmal durch. Der Trank war kompliziert, aber er war zuversichtlich, dass er es schaffen konnte. Tigris nahm sich ein Blatt Pergament und schrieb sich die Zutaten auf.
Blut eines Basilisken (2 Quart)
1 lebende Alraune
1 Feder eines Phönix, willig gegeben
Gift der silbernen Tigerotter (3 Flüssigdrachmen)
Einhornhaar (gemahlen) (33 Drachmen)
Drachenschuppen (gemahlen) (44 Drachmen)
Pipilzinzintl (Aztekensalbei) (4 Blätter)
Calea zacatechichi (Traumkraut) (3 Blätter)
Blut des Brauers (1 Quart)
Als Tigris fertig war, ging er in den Nebenraum, um nach den Zutaten zu suchen. Der Trank musste in einem bronzenen Kessel gebraut werden. Davon gab es etliche. Einhornhaar und Drachenschuppen waren schnell gefunden. Traumkraut und Aztekensalbei allerdings fehlten. Tigris fragte sich, ob Slytherin diese Pflanzen nicht für wertvoll genug gehalten hatte, um sie seiner Sammlung hinzuzufügen. Sie waren nicht selten, es würde nicht schwierig sein, sie sich von den Zwillingen schicken zu lassen. Tigris entschied sich, ihnen auf der Stelle zu schreiben. Der Trank brauchte eine Woche um fertig zu werden, und die Vorbereitungen waren recht komplex.
Als er die Treppen wieder hinauf ging, überlegte Tigris, wie er an die Alraune kommen konnte. Sprout schützte ihre Gewächshäuser nicht gegen Eindringlinge, so viel war sicher. Allerdings hatte sie möglicherweise die Pflanzen mit einem Zauber gegen Diebstahl belegt. Tigris konnte es herausfinden, indem er sich einfach mit ihr unterhielt. Er konnte vorgeben, an ihrem Ginseng interessiert zu sein. Tigris hatte seine Fähigkeit noch nie zuvor auf diese Weise missbraucht, aber dies war schließlich ein besonderer Anlass. Er bräuchte noch etwas, um das Fehlen einer Alraune zu verschleiern, aber die Idee dazu kam ihm schnell. Von den Drittklässlern hatte er erfahren, dass sie in Pflege magischer Kreaturen Sumpfkrattler durchgenommen hatten. Diese Kreaturen waren eigentlich in Sümpfen heimisch und fraßen mit Vorliebe Alraunen. Es wäre nur allzu leicht, einen von Hagrids Sumpfkrattlern in den Treibhäusern freizulassen. Jeder würde annehmen, das Tier wäre entkommen und von dem Geruch der Alraunen angezogen worden. Tigris grinste. Es war beinahe zu einfach.
Er schrieb den Brief an die Zwillinge und wies Sceolaing an, sich zu beeilen. Zum ersten Mal seit dem Angriff auf Draco war er guter Laune. Tigris hatte Mühe, es sich nicht anmerken zu lassen, als er sich zum Abendessen begab. Seine Glückssträhne hielt an. Da sie nur so wenige waren – eine Reihe Gryffindors, unter ihnen Hermione und Ginny, ein halbes Dutzend Tigris unbekannter Ravenclaws und Hufflepuffs und er – hatte Dumbledore beschlossen, in der Mitte der großen Halle einen runden Tisch aufzustellen, an dem sie sich mit den Lehrern setzten.
Tigris setzte sich wie zufällig neben Professor Sprout und verwickelte sie schnell in ein Gespräch über Menschpflanzen- Arten. Sprout war mehr als willig, über ihre geliebten Pflanzen zu erzählen. Als sie einmal angefangen hatte, wollte sie nicht wieder aufhören. Tigris warf zwischendurch ein, ob sie nicht Angst habe, dass jemand oder etwas die Pflanzen in den Treibhäusern beschädigen könnte, wenn sie nicht da war.
Zu seinem Leidwesen erwies sich, dass Sprout beinahe den gesamten Tag in den Treibhäusern verbrachte. Besonders jetzt, wo sie nichts anderes zu tun hatte. Der einzige Zeitpunkt, zu dem sie nicht dort war, war nachts. Es gab Zauber, die sie alarmieren würden, wenn etwas – oder jemand – in der Nacht in die Treibhäuser ging. Zum Glück fand Tigris leicht heraus, wie er diese Zauber umgehen konnte. Es änderte jedoch nichts daran, dass er die Alraune nachts würde holen müssen. Es würde es leichter machen, den Sumpfkrattler freizulassen, aber er würde das Risiko eingehen müssen, von einem Lehrer nach Ausgangssperre erwischt zu werden. Tigris war zwar nun Vertrauensschüler, aber in Abwesenheit der Schüler hatte er keinen Grund, die Gänge zu kontrollieren. Er wünschte sich, er hätte noch seinen Unsichtbarkeitsmantel.
Tigris setzte seinen Plan noch in der gleichen Nacht in die Tat um. Er verließ die Slytherinräume und ging in einen Teil der Burg, in dem sich keine Porträts befanden. Dort sprach er den Atrazauber auf sich selbst, der ihn in den Schatten verschwinden ließ. Es war nicht so gut, wie unsichtbar zu sein, aber für die Porträts würde es ausreichen. Er traf auf Miss Norris, aber verhexte sie mit einem Verwirrzauber, bevor sie reagieren konnte. Zu seinem Glück lief ihm weder Filch noch einer der Lehrer über den Weg.
Den Sumpfkrattler zu bekommen war lächerlich einfach. Tigris betäubte das Tier mit einem Stupefy und transportierte es mit einem Schwebezauber bis vor das Treibhaus. Anschließend schaltete er die Alarmzauber mit dem Passwort aus, das er Sprouts Gedanken entnommen hatte, und gelangte so hinein. Er erschuf einen leeren Topf mit Erde und zerbrach ihn neben dem Tisch auf dem die Alraunen standen. Dann nahm er eine der Alraunen und schloss das Treibhaus wieder. Tigris wusste, der Sumpfkrattler würde die Alraunen riechen und in das Treibhaus einbrechen, sobald er aufwachte. Er gelangte unbehelligt in die Burg zurück und brachte die Alraune in Slytherins Kammer. Danach löste er den Atrazauber auf und kehrte in den Gemeinschaftsraum zurück, so dass es für die Porträts aussah, als hätte er nur einen Rundgang gemacht.
Am nächsten Morgen erzählte die aufgeregte Professor Sprout von dem Unfall im Treibhaus der Alraunen. Der Sumpfkrattler hatte offenbar noch drei andere Alraunen gefressen, bevor sie gekommen war. Sie war ausgesprochen zornig auf Hagrid, der sich nicht erklären konnte, wie die Kreatur entkommen war. Niemand hatte jedoch den Verdacht, dass jemand das Ganze bewusst herbeigeführt hatte. Tigris musste sich bemühen, sich seine Zufriedenheit nicht anmerken zu lassen.
Nach dem Frühstück kehrte Tigris in die Kammer zurück und begann mit den Vorbereitungen. Zunächst brachte er alle Zutaten und den Kessel in die Kammer des Basilisken. Danach zeichnete er mit einer Mischung aus dem Blut des Basilisken und seinem eigenen das Muster alter Zeichen und Runen auf den Boden der Kammer um den Kessel herum, das in dem Buch beschrieben war. Es war eine zeitaufwendige Arbeit, da Tigris sehr genau zeichnen musste. Außerdem musste das Muster mit den Himmelsrichtungen abgestimmt sein. Tigris verpasste das Mittagessen und war am frühen Nachmittag fertig. Danach begann er mit der ersten Stufe des Trankes. Das barg ein gewisses Risiko, aber er war zuversichtlich, dass er die letzten Zutaten rechtzeitig bekommen würde. Er wollte nicht länger als notwendig warten. Jeder Tag, den sein Bruder auf der Krankenstation verbrachte, war ein Tag zuviel. Der erste Schritt war nicht aufwendig. Tigris musste nur die Alraune in das kochende Basiliskenblut geben und zwanzigmal im Uhrzeigersinn umrühren. Danach musste der Trank drei Tage köcheln, bevor er weitermachen konnte. Tigris hatte daran gedacht, sich Ohrenschützer aufzusetzen, bevor er begann. Er benutzte eine Rune, um das magische Feuer zu nähren, auf das er den Kessel stellte. Als das Basiliskenblut kochte, zog er die Alraune aus der Erde und warf sie in den Kessel. Wie Tigris es erwartet hatte, schrie die Pflanze, sobald er sie aus der Erde gezogen hatte. Er hatte jedoch nicht erwartet, wie menschenähnlich die reife Alraune aussah. Er hatte auch nicht erwartet, wie panisch sie dem kochenden Blut zu entkommen versuchte. Sie sah einem sterbenden Menschen erschreckend ähnlich, bevor sie erstarrte und in der heißen Flüssigkeit unterging. Es warf Tigris ein wenig aus der Bahn, aber es gelang ihm, sich zusammenzureißen und den Trank die notwendigen zwanzig Mal umzurühren. Danach stellte er die Hitze des Feuers ein und ging.
Beim Abendessen hatte Tigris nicht wirklich Appetit, obwohl er das Mittagessen verpasst hatte. Es war ihm klar, dass Madame Pomfrey ihm besorgte Blicke zuwarf, doch er kümmerte sich nicht darum. Das Bild der Alraune ging ihm nicht aus dem Kopf, obwohl er sich sagte, dass es nur eine verdammte Pflanze gewesen war. Professor Sprout erntete sie regelmäßig. Trotzdem, es war beunruhigend, wie menschenähnlich sie war. Beinahe, als könnte sie wirklich Schmerz empfinden. Tigris aß nicht sehr viel und ging danach zur Krankenstation, um nach Draco zu sehen. Zu seiner Erleichterung war Hermione nicht da. Tigris setzte sich auf einen Stuhl neben seinem Bruder und betrachtete ihn nachdenklich. Er hatte das Richtige getan. Draco zeigte noch immer keine Anzeichen der Besserung. Tigris würde es sich niemals verzeihen, wenn sein Bruder in St. Mungos landete, ohne dass er alles in seiner Macht stehende getan hatte, um ihm zu helfen.
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Zwei Tage später kehrte Sceolaing zurück, ein Paket mit seinen Zutaten in den Klauen. Die Zwillinge hatten Tigris auch ein Bestellformular des Kräuterladens mitgeschickt, so dass er in Zukunft direkt aus dem Laden ordern konnte. Nicht zum ersten Mal war er dankbar dafür, dass er Draco in ihr Geschäft gezerrt hatte. Einen Tag später war der Trank fertig für den zweiten Schritt. Tigris hatte sich ein Buch über Zauberstäbe durchgelesen und zerbrach nun vorsichtig den alten Stab. Er fühlte ein wenig Bedauern dabei, aber verdrängte es schnell. Er hatte einen neuen Stab. Sein Ziel war wichtiger als Sentimentalitäten. Mit ausreichender Vorsicht gelang es ihm, die Feder nahezu unversehrt aus dem Kern des Stabes zu entfernen.
Tigris gab die Feder und Sarins Gift zu dem Trank, und rührte dreizehn Mal im Uhrzeigersinn um. Dann ging er dreimal gegen den Uhrzeigersinn um den Kessel herum und zitierte wie es das Buch vorgab:
„Aus Gift mach Heil
Aus Heil mach Gift
die Macht der Alten suche ich
Zwei des Todes
Zwei des Lebens
Zwei der Seele
Zwei Vergebens
Sechs der Macht
Mit Neun mach Acht
Licht und Dunkel
sei vollbracht."
Danach gab Tigris das Einhornhaar und die Drachenschuppen hinzu und rührte siebenmal gegen den Uhrzeigersinn um. Nun musste der Trank vier Tage stehen, bis er zu dem dritten und letzten Schritt übergehen konnte. Tigris nahm sich vor, gut zu schlafen und ausreichend zu essen, bevor er damit begann. Es war wichtig, dass er für diesen Schritt gut erholt war, denn er erforderte über einen Liter seines Blutes. Es musste frisch beim Brauen zugegeben werden. Tigris konnte sich nicht erlauben, dass ihm durch den Blutverlust schwindelig wurde oder ähnliches.
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Tigris verbrachte die nächsten Tage damit, sich zu auszuruhen. Er besuchte Draco in der Krankenstation, aber blieb nicht zu lange, um zu vermeiden, dass Madame Pomfrey ihn wieder bannte.
Es quälte ihn, zu sehen, wie blass und hilflos sein Bruder aussah. Es hätte nicht passieren dürfen. Tigris konnte nicht anders, als auch sich selbst die Schuld dafür zu geben. Warum war Draco alleine gewesen? Normalerweise war er niemals alleine, wenn Vincent und Gregory nicht bei ihm waren begleitete ihn jemand anderes. Draco hatte offensichtlich Probleme gehabt, Tigris hatte bemerkt, wie er sich zurückgezogen hatte, aber er hatte ihn nicht danach gefragt. War es nicht seine Aufgabe als sein Bruder, sich darum zu kümmern? Wenn er nur nicht soviel Zeit in Slytherins Kammer verbracht hätte… Wenn er weniger mit sich selbst beschäftigt gewesen wäre… Wenn er mit Draco geredet hätte, wäre es vielleicht nie passiert. Er würde es wieder gut machen. Er würde Draco helfen, koste es, was es wolle. Tigris konnte ihn nicht verlieren, er war der wichtigste Mensch in seinem Leben. Er hatte bereits einen geliebten Menschen durch seine Schuld verloren, es durfte nicht schon wieder geschehen.
Tigris bekam einen Brief von seinem Vater. Der Daily Prophet hatte sich geweigert, über Dracos Fall zu berichten. Anscheinend hatte Ministerin Bones den Verleger direkt gebeten, nichts darüber zu veröffentlichen. Als Tigris es las, war er mehr denn je überzeugt, dass es richtig war, den Trank zu brauen. Er war sicher, die Beeinflussung des Prophet ging auf Dumbledore zurück. Es war fast, als hätte er vorhergesehen, was sie vorhatten. Es war wahrscheinlich ein Fehler gewesen, in Hogwarts darüber zu reden. Der listige alte Mann hatte seine Ohren überall.
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Nach vier Tagen ging Tigris schließlich in die Kammer hinunter, um den Trank zu vollenden. Er musste zugeben, dass er aufgeregt war. Er hatte zuvor nicht wirklich darüber nachgedacht, welche Bedeutung das was er tat hatte. Nun erinnerte sich daran, und es machte in nicht nur ein wenig nervös. Würde ihm wirklich gelingen, was so viele Zauberer vor ihm vergeblich versucht hatten? Sicher, keiner von ihnen hatte das Glück, das Tigris mit Fawkes und dem Basilisken gehabt hatte. Dennoch, war es nicht ein wenig zu ungeheuerlich? Tigris hatte die unbestimmte Angst, dass im letzten Moment etwas schief gehen würde. Als er die Kammer des Basilisken betrat merkte er, dass seine Hände zitterten. Er atmete tief durch und setzte sich, um einige Minuten zu meditieren. Schließlich war er ruhig genug, um mit dem letzten Schritt zu beginnen.
Tigris gab vier Blätter des Aztekensalbeis und drei des Traumkrauts in den Trank und rührte ihn vorsichtig im Uhrzeigersinn. Er machte beinahe einen Freudensprung, als der Trank nach einer Weile golden zu schimmern begann, wie es vorgesehen war. Tigris nahm den Kelch, den er vorbereitet hatte, und öffnete mit einem Zauber die Vene an seinem linken Handgelenk. Als der Kelch gefüllt war, schloss er die Wunde wieder. Tigris fühlte sich ein wenig schwindelig, aber nicht so sehr, um nicht weiter machen zu können. Er gab das Blut in den Trank und rührte bedächtig um. Zweimal gegen den Uhrzeigersinn.
„Mit Blut, Macht und Weisheit..."
Dreimal im Uhrzeigersinn.
„...fordere ich meine Bestimmung."
Siebenmal gegen den Uhrzeigersinn.
„Durch die Kraft meiner Vorfahren..."
Ein letztes Mal im Uhrzeigersinn.
„...verlange ich was rechtmäßig mein ist!"
Im selben Moment, in dem Tigris das letzte Wort gesprochen hatte gab es einen Knall. Eine Rauchwolke stieg auf und der Trank vor ihm veränderte sich zu einem strahlenden, metallischen Weiß. Das Feuer erlosch. Tigris griff zögernd nach dem Kessel. Er war nicht heiß. Tigris hob ihn mit ein wenig Mühe. Das Rezept sagte, dass man den Trank trinken sollte, sobald er die Farbe veränderte. Tigris holte einmal tief Luft und setzte den Kessel an die Lippen. Er hatte erwartet, dass der Trank widerlich schmeckte, ähnlich der Heiltränke, die Snape braute. Er hatte sich vollkommen geirrt. Der Trank schmeckte anders als alles, was Tigris je zuvor gekostet hatte. Er war kalt. Zu Beginn schmeckte er beinahe wie Eis, aber als er seine Kehle hinunter rann wurde es zu Feuer. Nicht auf eine unangenehme Weise. Im Gegenteil, es war eine Wonne. Tigris war enttäuscht, als er den letzten Tropfen ausgetrunken hatte. Die Hitze verbreitete sich von seiner Kehle in jede Faser seines Körpers. Es prickelte auf seiner Haut. Ein Schauer durchlief ihn. Tigris schloss die Augen und brach in die Knie. Plötzlich hatte er Schwierigkeiten, Luft zu holen. Es fühlte sich an, als hätte sich ein festes Band um seinen Brustkorb geschlossen, das ihn am Atmen hinderte. Tigris riss die Augen auf und schnappte nach Luft. Er krallte die Finger in seine Robe, als könnte er greifen, was ihn am Atmen hinderte. Sein Pulsschlag beschleunigte sich. Er fühlte, wie das Blut hinter seinen Schläfen toste. Als er die Augen schloss, sah er auf ein Feuerwerk gleißender Farben, so hell, dass es schmerzte. Tigris keuchte und presste die Hände auf die Augen, aber es half nicht.
Die Spannung in ihm nahm immer mehr zu, bis plötzlich, von einem Moment zum nächsten, etwas in ihm brach. Es war, als würde sein innerster Kern in Stücke gesprengt, so dass was immer in ihm enthalten war in einer gewaltigen Explosion hervorbrach. Tigris schrie. Ein Schwall roher Magie entlud sich aus seinen Handflächen. Der Kessel wurde quer durch den Raum geschleudert und zersprang. Tigris spürte, wie er einige Meter vom Boden gehoben wurde, während die Luft um ihn wie aufgeladen knisterte. Seine Magie fühlte sich an wie ein gleißender, pulsierender Feuerball, der unberechenbar geworden war.
Tigris konnte plötzlich die Strömungen um sich herum wahrnehmen. Am nächsten kühle, grüne Magie, die nach Moos und Erde roch. Danach die Magie der Burg. Eine leuchtende, lebendige Magie, die die andere umgab, aber von ihr im Zaum gehalten wurde. In der Burg konnte er die Lebewesen spüren. Weiter weg spürte er die magischen Wesen des Waldes. Die wilde, silbrige Magie der Zentauren, die blendend weiße der Einhörner und die dunklere der Spinnen und anderer Kreaturen. Die Menschen... Tigris spürte ihre Magie ebenso wie ihre Gedanken. Es war, als würden dutzende Stimmen gleichzeitig durcheinander reden. Nein, schreien. Er konnte es nicht kontrollieren. Es war zuviel. Tigris hörte einen Knall und sah mit Entsetzen, dass eine der steinernen Säulen in der Mitte gesprungen war. Wie ein Baum, der vom Blitz gespalten wurde. Ein Stück des oberen Teils brach ab und zersprang auf dem Boden. Er schrie in einer Mischung aus Schmerz und Panik. Mit so etwas hatte er nicht gerechnet. Er war vollkommen hilflos.
Tigris schloss verzweifelt die Augen und versuchte, die Wellen magischer Energie, die von ihm ausgingen zu stoppen. Es fühlte sich an, als würde er innerlich verbrennen. Er wollte nichts mehr, als es einzudämmen, zur Ruhe zu bringen. Er dachte bereits, es würde niemals gelingen, als sich von einem Moment zum Nächsten etwas veränderte. Die Energie wandelte sich und wurde zu etwas anderem. Sie zerrte an ihm und Tigris gab nach. Er hatte das Gefühl, es war der einzige Weg, den Sturm, der in ihm tobte, zum Schweigen zu bringen. Tatsächlich, als er nachgab beruhigte sich seine wild gewordene Magie langsam. Tigris spürte, wie er sich veränderte, auch wenn er nicht genau sagen konnte, wie. Es fühlte sich seltsam an. Kalt und vollkommen fremd. Doch alles um ihn herum war ruhig.
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Tigris lag einige Zeit einfach nur still, bis er es wagte, die Augen zu öffnen. Die Kammer sah schrecklich aus. Zwei der Säulen waren aus der Wand gebrochen und gegen die jeweils gegenüberliegende Wand gefallen. Teile der Kuppel waren heraus gebrochen und lagen auf dem Boden. Ein panischer Gedanke durchfuhr ihn und er hob den Kopf.
„Sarin?"
Bevor Tigris sich weiter über seine Vertraute Gedanken machen konnte, gefror er. Als er den Kopf gehoben hatte, war sein Blick auf den Schwanz einer großen grünen Schlange gefallen. Er bewegte sich vorsichtig zur Seite, um die Schlange genauer sehen zu können. Sie war riesig. Nicht so groß wie der Basilisk, aber sicher mehr als zehn Meter lang und einen halben Meter im Durchmesser. Als Tigris sich von ihr wegbewegte, bewegte sich die Schlange ebenfalls. Als er erstarrte, war sie wieder ruhig. Tigris wandte den Kopf und sah, dass er nahe vor der Slytherinstatue lag. Dann blickte er verwirrt darauf. Er lag direkt vor der Statue. Aber wenn er sich umsah, konnte er nur das Ende der Schlange sehen. Die Schlange konnte nichts anderes sein als ein Basilisk. Keine andere Schlange war so groß. Tigris versuchte, sich erneut zu bewegen. Der Basilisk bewegte sich mit ihm. Tigris verharrte. Der Basilisk verharrte ebenfalls. Tigris hob den Kopf und der Rest seines Körpers hob sich mit ihm. Er sah auf die Füße der Slytherinstatue hinunter. Unmöglich. Dann wurde ihm klar, dass er nicht seine Arme benutzt hatte um sich aufzurichten. Tigris gefror erneut, diesmal vor Entsetzen. Er hatte seine Arme nicht benutzt, weil er keine Arme hatte. Er hatte sich selbst gesehen. ER war der Basilisk.
Vielen Dank für eure Reviews an: Sarah N. Malfoy, Nissa7, Tolotos, Dax, milva, Lyonessheart, Tora-Kokoro, YanisTamiem, LaraAnime, Lara-Lynx, Lady-Claw, betzi, HermyBookworm, Feles Argentea, Avallyn Black, Novemberkind, Detlef
Wow, so viele Reviews hatte ich noch nie! Da schreib ich doch gleich schneller... :-)
Tolotos: Oh, da wurde eine Diskussion angestoßen... Um den Genotyp zurückzuzüchten, müsste man zunächst den vollständigen Phänotyp kennen. Im Übrigen sind diese Schlangen so selten, dass die meisten sie für ausgestorben halten...
Lyonessheart, Tora-Kokoro: Ich hoffe, es war nicht zu beiläufig beschrieben, aber der Hauptgrund für Pansys Fremdgehen war, dass Tigris sie allgemein ziemlich ignoriert hat, seit er Slytherins Kammer entdeckt hatte, also seit Ende Januar. Nun ist es Ostern! Das ist natürlich noch immer ein billiger Grund, aber es macht es hoffentlich ein wenig klarer.
Lady Claw:-)
HermyBookworm, Feles Argentea: Ich könnte es übersetzen, aber es ist wahrscheinlich spannender und interessanter, wenn ihr es selbst herausfindet. Meine Titel, wenn sie nicht deutsch sind, sind immer Zitate oder Sprichwörter (als kleiner Tipp). Zwei der Sätze auf der Marmorplatte waren Zitate von JKR. Eines sollte euch einen Hinweis darauf geben, was die anderen sind. Es ist nicht elbisch (Hermy), sondern walisisch – und ich werde es nicht übersetzen, bevor Tigris es herausfindet. Zu den anderen könntet ihr mich überreden.
HermyBookworm: Deine Übersetzungen sind leider beide falsch.
Feles Argentea: Obwohl ich Katzen mag, gefiel mir dein anderer Name besser, er war kürzer... ;-) Tja Dumbledore... Der Kern seines Stabes ist die Antwort, aber vielleicht auch nicht...
Novemberkind: Die Magyaren sind tatsächlich Ungarn. Allerdings sind sie erst im neunten Jahrhundert nach Ungarn eingewandert und besiedelten im 11. Jahrhundert (also zur Zeit von Salazars Ausreise) unter anderem auch Rumänien. Du hast mich allerdings auf einen anderen Fehler aufmerksam gemacht. Ich habe Moldau geschrieben, obwohl ich Donau meinte. Die Moldau befindet sich natürlich (als Fluss) nicht in Rumänien! Dummerweise ist die Moldau aber ein Landstrich, der sich genau auf der Seite Rumäniens befindet, auf der die Magyaren nicht waren. Sorry.
P. S.: Wen es interessiert, der kann auf meiner Hompage ein Bild von Professor Hatkee finden.
