Na ja… also heute war irgendwie nicht so mein Tag . Da platzt mir doch mitten auf der Autobahn der Reifen und dann in dem Moment wo ich den Reifen vom LKW ziehen will (Da ist man schon ne Frau und die Kerle halten trotzdem nicht an beim helfen… Idioten) Da bricht doch das totale Gewitter und der Sturm los knurr Und als ich diesen dämlichen Reifen dann endlich aufgezogen habe, dann hört es auf zu regnen. Ist das nicht nett? Einen Cruciatus gen Himmel schickt
Und dann hab ich eure lieben Rieviews gesehen… und schon ging es mir besser. Na ja… da dachte ich, setzte dich noch hin und überarbeitest schnell das 6. Kapitel. Ist eh nicht so lang… und mehr oder weniger ein Zwischenkapitel…
Lange Rede, kurzer Sinn… viel Spaß!
Kapitel 6
Als Hermine am nächsten Morgen aufwachte, hatte sie das Gefühl daß es ihr noch beschissener ging als am Vorabend. Sie hatte in der Nacht kaum geschlafen und wenn sie eingeschlafen war, war sie spätestens 15 Minuten später wieder aus dem Schlaf geschreckt. Irgendwann so um halb sechs war sie dann aufgestanden und müde zum Badezimmer geschlürft. Doch als Hermine in den Spiegel sah, traf sie fast der Schlag. Dunkle Augenringe hatten sich unter ihren Augen abgezeichnet und auch die folgende Dusche ließ änderte kaum etwas daran. Selbst ein einfacher Zauber wollte ihr nicht gelingen… Sie hasste Snape in diesem Moment sogar noch mehr als sie sich selbst eingestehen wollte. Warum nur…?
Müde und gereizt ging sie hinunter in den Gemeinschaftsraum. Keiner war da… nun, sie hatte bisher auch nie einen Schüler entdeckt, der früher aufgestanden war als nötig. Alleine machte sie sich auf den Weg zur großen Halle. Bis auf Professor McGonagall und Professor Flitwick war niemand weiter anzutreffen.
„Guten Morgen Hermine…", rief ihr die Hauslehrerin zu, doch ihr Gesicht verdunkelte sich sofort ein wenig als sie ihre Schülerin genauer betrachtete. „Du meine Güte Hermine… sie sehen ja furchtbar aus. Ist etwas passiert?" Hermine schüttelte den Kopf. „Nein… Ich hab nur nicht sonderlich gut geschlafen."
So gerne Hermine die Hauslehrerin hatte, genauso ging sie ihr gerade auf die Nerven. Sicher, die Frau hatte es nur gut gemeint, aber Hermine wollte jetzt einfach nur ihre Ruhe und vor allem von niemanden angesprochen werden. War das denn so schwer zu verstehen?
Doch der Herr schien nicht an diesem Tage nicht gerade mit ihr zu sein. Hermine saß eine Weile über ihrem Frühstück aß spartanisch hier und da einen Bissen und versuchte die sorgevollen Blicke ihrer Hauslehrerin zu ignorieren als abermals die große Türe aufschwang und Harry mit Ron im Schlepptau herein kamen. So früh hatte sie die beiden noch nie aufstehen sehen, zumindest nicht freiwillig. Hermine warf ihnen einen kurzen, skeptischen Blick zu.
Schnurstracks kamen die beiden auf sie zu und ließen sich zu beiden Seiten von Hermine nieder. „Guten Morgen…", brummte sie in ihren Schwarztee hinein. Erst als die beiden nicht aufhörten sie anzustarren setzte sie die Tasse ab. „Was? Hab ich einen Pickel oder was?" Fauchte sie die beiden an. Ron räusperte sich und Harry begann zu sprechen. Insgeheim fragte Hermine sich, wie lange sie diese Rede wohl geübt hatten.
„Dir auch einen schönen guten Morgen…", fing Harry langsam an. „Also… gestern Abend warst du ja nicht gerade… ähm… gut drauf und heute Morgen scheint es ähnlich zu sein…" Hermine stöhnte und verdrehte leicht die Augen. „Was willst du Harry?" Fragte sie genervt. Wann immer einer ihre Freunde so liebevoll und zuckersüß anfing mit ihr zu reden… hatte er entweder was ausgefressen oder er wollte etwas. Und dieses Etwas hatte in der Regel mit unfertigen Hausaufgaben zu tun. Hermine sah die Jungs mit rollenden Augen und einem genervten Stöhnen an. „Heute noch!" blaffte sie die Jungs an. Snape hätte sie mit ihrer Laune heute ohne Zweifel Konkurrenz machen können.
„Mensch Hermine, wir machen uns Sorgen um dich. Ist das denn verboten? Wir sind schließlich deine Freunde…", sprach Harry weiter. „Dachten wir zumindest…", fügte Ron noch hinzu und erntete einen vernichtenden Blick seines Freundes. „Du weißt daß du uns alles erzählen kannst. Ja? Was war denn gestern los? Du warst total fertig… Ich meine ich kann ja verstehen dass das Nachsitzen bei Snape der Horror ist… aber was hat er getan dass du solch schlechte Laune hattest?"
Horror… Harry du hast ja keine Ahnung. Das war mehr als Horror!
Hermine sah sich in der großen Halle um. Niemand schien ihnen zuzuhören. Auch McGonagall hatte ihren Blick losgerissen und sich in ein Gespräch mit Professor Sprout vertieft. Sollte sie? Oder sollte sie nicht? Wenn sie es nicht tat, würden die Jungs ihr permanent auf die Nerven gehen und ein weiterer Explodierender Kessel schien immer näher zu kommen. Hermine gab auf.
„Es war gestern nicht gerade mein Tag… ok? Erst schlaf ich bei Snape ein, dann komm ich zu spät zum Nachsitzen, dann explodiert ihm der Kessel, dann wollte er mit mir schlafen und dann hat auch noch Misses Norris mit mir geschmust und Filch hat mich davon kommen lassen… wie ihr seht ein beschissener Tag!" Für einen Augenblick herrschte absolute Stille. Ron sah aus als wurde ihm grad offenbar er müsste Draco Malfoy heiraten und auch bei Harry konnte man die Rädchen arbeiten hören. Und schlagartig war es mit der Ruhe vorbei.
„WAS?" Brauste Harry auf. Dass er nicht auf den Tisch gesprungen war, war alles. Sofort zog er jede menge, neugierige Blicke auf sich. „Mensch Harry… was soll denn das?" Versuchte ihn Hermine auf die Bank zurück zu drücken. „Sei nicht so laut, das muß nicht jeder mitbekommen!" – „Snape wollte mit dir ins Bett… ist er dir an die Wäsche gegangen? Hermine ist dir was passiert? Ich bring den Dreckskerl um…" – „Ja… ich verhex den zu ner Kröte oder so."
Hermine holte tief Luft. „Ron… wenn du versuchst ihn in eine Kröte zu verwandeln, wirst du schneller auf der Krankenstation liegen als dir lieb ist und laut vor dich hin quaken, sofern er dich an einem Stück lässt. Denn in Peru sind Froschtails gerade sehr IN! Und Harry… du wirst ihn nicht umbringen. Er hat mich ja noch nicht mal angefaßt…" – „Aber wie kommst du dann darauf daß er mit dir schlafen will? Hat er es dir gesagt?" Harry ließ sich zurück auf die Bank sinken. Die Arme gestikulierend in die Höhe geworfen.
Doch dieser Satz brachte Hermine ein wenig zum nachdenken. Eigentlich hatte Snape nie dergleichen gesagt außer… sie räusperte sich. „Also na ja… ich war in seinem Schlafzimmer und…" – „DU WARST WAS?" – „RON!" Zischte Hermine ihn an. „Wenn ihr beide nicht sofort eure Stimmen mäßigt und nicht aufhört so rumzuschreien, dann hat sich dieses Thema erledigt und ich erzähle euch gar nichts mehr…"
Schuldbewußt sahen die beiden sich an und nickten dann. „Gut… auf jeden Fall ihm ist sein Kessel explodiert (Ron grinste zufrieden und auch Harrys Miene hatte einen zufriedenen Ausdruck im Gesicht, wenn gleich seiner Meinung das alles viel zu wenig war) und er hatte echt üble Verletzungen im Gesicht. Er wollte gar nicht daß ich in seine privaten Räume gehe aber ich habe es trotzdem getan. Dann ist er einfach zusammen geklappt und ich hab ihn ins Schlafzimmer gebracht. Dort habe ich ihm dann die Salbe aufs Gesicht und die Brust getan (Hermine seufzte ungewollt auf) und dann hab ich festgestellt das er Fieber hat, also wollte ich ein Thermometer holen und er meinte im Nachtisch sei eins. Ich hab es dann aufgemacht und dann sind mir Kondome aufgefallen… ich hab mich gefragt woher er die hat und daß so ein Kerl wie der überhaupt Sex hat… Dann hab ich was hinter mir gehört und als ich mich umgedreht habe stand er neben dem Bett, grinste und war gerade dabei seine Hose zu öffnen. Da hab ich die Panik bekommen und bin abgehauen…"
Die Jungs sahen Hermine wortlos an. „Hermine…", fing Ron langsam an. Sein Gesicht färbte sich ein wenig rot. „Was sind Kondome?" Auch wenn er nicht wusste um was es sich bei diesen Dingern handelte, bereute er es spätestens gefragt zu haben als der das Gesicht von Hermine und Harry sah. Die beiden sahen Ron gleichermaßen erschrocken an, wobei erschrocken nicht wirklich das richtige Wort war. Überrascht… skeptisch… Doch da fing Harry plötzlich an zu lachen, beugte sich zu Ron vor und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Im Sekundentakt konnte man sehen wir Ron immer roter wurde und am Schluß sogar seine eigene Haarfarbe übertrumpfte. „Oh…" War alles was er noch von sich geben konnte während er die Peinlichkeiten mit einem Glas Kürbissaft überspielen wollte.
Die Halle war mittlerweile gut gefüllt und die ersten Schüler gingen bereits wieder.
„Und was war mit der Katze?" Hakte Harry nach.
„Ich hab geheult und hab mich irgendwo hingesetzt und plötzlich kam Misses Norris… hat sich auf meinen Schoß gesetzt, zusammen gerollt und friedlich vor sich hin geschnurrt… und ich hab sie… gestreichelt. Ich weiß nicht. Vielleicht hat sie einfach verstanden was los war und hat sowas wie Mitgefühl entwickelt. Vielleicht hat sie es auch als Trost gesehen weil Krummbein doch nicht mehr da ist. Ich weiß dass Krummbein und Filchs Katze gut miteinander ausgekommen sind. Auf jeden Fall, als Filch später gekommen ist war er irgendwie verstört hat seine Katze genommen und gemeint ich solle in den Turm gehen." Hermine zuckte mit den Schultern. „Das wars auch schon."
Harry grinste über beide Ohren. „So so… du hast also ne neue Freundin gefunden…hä?" – „Hast du dir schon mal gedacht das die Katze es einfach gespürt hat, daß es mir schlecht ging? Ich hab's euch doch eben schon erklärt ich…" Ron fing an zu glucksen und verschluckte sich nun endgültig an seinem Kürbissaft. „Schon gut… vergeßt es…"
„Hey… wir sollten dann auch los. Sonst dreht Snape noch durch wenn wir zu spät kommen." Lavender lächelte die Dreiergruppe an, an der sie gerade vorbei gelaufen war. Doch das Harrys, Rons und Hermines Miene verfinsterte sich gewaltig bei Lavenders Worte.
Sie standen langsamer als sonst auf und griffen nach ihren Büchern.
„Jetzt ist er dran…", zischte Ron und ballte seine Fäuste. Harry nickte nur zustimmend.
Hermine seufzte leise. Na super… jetzt hatte sie auch noch zwei Racheengel an ihrer Seite… als ob es nicht schon genug wäre Snape jetzt gegenüber zu treten. Er würde sie bestimmt vor der ganzen Klasse nieder machen. Dennoch mußte sie da durch. Vielleicht hatte sie die Chance mit ihm zu reden… Darüber mußte Hermine selbst lachen. Reden… mit dem Mann… guter Witz.
„Ich bring ihn um!" Würgte Harry hervor und schlug sich mit der Faust in die offene Hand.
„Haltet euch zurück…", war alles was Hermine ihnen zu zischte als sie die Große Halle verließen.
Und im nächsten Kapitel erfahrt ihr endlich was mit Snape ist ;-) Und auch seine Absichten ;-) (Ich versuche es Montag Abend hochzuladen).
