Eigentlich wollte ich das Kapitel schon heute Mittag hoch laden… aber das Internet hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aaaaaber! Ich habe es ja jetzt doch noch geschafft.

Da es ja doch schon ziemlich spät ist und ich auch erst vor 10 Minuten heim gekommen bin, werde ich heute die Antworten auf die Reviews mal wegfallen lassen. Dennoch möchte ich echt sagen dass ich unglaublich Stolz auf meine Leser bin! Hab euch alle ganz doll lieb!

Und nun viel Spaß beim lesen.

Kapitel 8

Mit Pergament und Federn bewaffnet kam sie zurück zu Snape ans Bett. „Hier… bitte." Es war kein übliches Pergament, doch es war wunderschön. Es hatte einen silbernen Kopf mit Snapes Initialen. Und irgendwie fühlte es sich sanfter an als das übliche Pergament.

Snape schaute sie nur an. „Schreiben sie…!" Es war keine bitte… es war ein Befehl. Hermine holte tief Luft ehe sie die Feder eintunkte und das Pergament ausbreitete. Sie starrte ihn einen Augenblick ungläubig an ehe sie zu schreiben begann.

„Durch einen kleinen Unfall im Labor bin ich nun gezwungen von meinem Unterricht fern zu bleiben. Wie lange dieser Zustand anhält kann ich bisher nicht sagen. Miss Granger bitte schreiben sie ein bisschen schneller, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit! Weiter, ich möchte keine Hilfe aus dem Krankenflügel und möchte bis zu meiner Genesung keinen hier unten sehen. Mit Ausnahme von Miss Granger, der ich wohl mein Leben zu verdanken habe, mehr oder weniger. Weiter schreiben Miss Granger! Auch dich Albus, möchte ich hier unten nicht sehen und zur Abwechslung wäre es mal schön wenn du dich an meine Wünsche halten würdest! Da bereits in wenigen Tagen die Sommerferien beginnen möchte ich dich bitten die Schüler so lange von meinem Unterricht zu befreien oder lass dir was anderes für sie einfallen, nur halte sie von mir fern." Snape pausierte und sah zu Hermine die die letzten Worte auf das Pergament schrieb ehe sie es ihm zuschob. Snape überflog es und setzte unten seine Unterschrift.

„Gehen sie nun in mein Klassenzimmer und teilen ihren Schulkameraden mit das mein Unterricht bis zum Ende des Schuljahres ausbleibt. Dann bringen sie diesen Brief zu Professor Dumbledore und kommen bitte wieder hier her zurück. Wir haben noch das ein oder andere Hühnchen miteinander zu rupfen." Snape sah sie streng an.

Warum muß so was auch immer mich treffen?

Hermine seufzte leise und verschwand dann still und heimlich aus seinem Schlafzimmer. Da sie sich kein weiteres mal umdrehte, entging ihr das Lächeln mit welchem Snape ihr hinterher sah.

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Unsicher öffnete Hermine die Türe zum Klassenzimmer und sofort kehrte schlagartig Ruhe ein. Als die Schüler jedoch erkannten, daß es sich nicht um Snape sondern um Hermine handelte nahm das Gemurmel langsam wieder zu. Etwas nervös positionierte sich Hermine am Pult und sah über die Klasse hinweg. Eigentlich war es ein tolles Gefühl gewesen als sie herein gekommen war und jeder schwieg… und jetzt stand sie hier vor der Klasse… und jeder ignorierte sie!

„Ähm… also…", fing Hermine an, versuchte die Aufmerksamkeit mit ein wenig Händegefuchtel auf sich zu ziehen.

„Komm verzieh dich Schlammblut…", zischte ein Slytherin hervor. Hermines Augenbrauen verengten sich und sie sah die Slytherins böse an ehe sie sich noch ein weiteres mal räusperte.

„Also ich habe eine Mitteilung an die Gryffindor zu machen…", fing sie langsam an. „Und eine an die Slytherin…", ein finsteres grinsen schlich sich auf ihre Lippen. „Zuerst die für die Slytherins. Ihr sollt euer Buch aufschlagen und einen 3 Fuß langen Aufsatz über das Kapitel 13 schreiben." Ungläubig sahen sie die Slytherins an, einige fingen an zu protestieren. „Die Gryffindor jedoch.. sind für den Rest des Schuljahres von Zaubertränke befreit!" Hermine grinste aus vollem Herzen als ein Slytherin aufsprang.

„Das glaubst du ja wohl selbst nicht… Warum sollte Snape gerade euch Gryffindorn frei geben..."

Zufrieden rollte Hermine das Pergament aus unter dem Snapes Unterschrift prangte. „Wenn ihr es nicht glaubt! Kommt vor und schaut euch das Pergament an. Es ist von Snape unterschrieben und somit gültig? Aber ich kann Snape auch gerne erzählen daß seine Slytherin sich gegen seinen Willen stellen. Ich vermute das könnte echt Streß mit ihm geben! Da er ja euer geschätzter Hauslehrer ist. Was für ein Licht würde das wohl auf euch werfen… wenn ihr euch gegen ihn wendet."

Sie rollte das Pergament wieder auf und sah zu ihren Mitschülern aus Gryffindor. „Was ist? Wollt ihr hier bleiben und mit den Slytherins zusammen schreiben?" Das totale Chaos brach unter den Gryffindor aus, keinem konnte es schnell genug gehen diesen dunklen Keller zu verlassen.

Hermine lehnte sich draußen an die Steinwand während sie auf ihre Freunde wartet.

„Geil Hermine… Wie hast du das denn geschafft?" Sagte Ron begeistert während er ihr die Hand auf die Schulter legte. Hermine jedoch grinste ihn, sehr mit sich selbst zufrieden, an. „Das hast du doch gerade gesehen wie ich das geschafft habe…" – „Ja aber wie hast du Dumbledore dazu gebracht?" – „Hab ich nicht…" – „Wie hast du nicht?" Nun schaltete sich auch Harry ein.

„Ich war nicht bei Dumbledore… ich geh jetzt erst zu ihm und…" – „Ja aber das Pergament!" Warf Ron ein und Hermine schüttelte den Kopf. „Jetzt laß mich doch erst mal ausreden. Auf jeden Fall war ich bei Snape. Und ich hab echt ein schlechtes Gewissen wegen gestern… eigentlich ist es meine Schuld, daß wir keinen Unterricht mehr haben." Hermines Stimme hatte sich gesenkt doch die Jungs klopften ihr anerkennend auf die Schulter. „Hermine du bist die beste…", nickte Ron sie an doch Harry riß die Augen auf. „Hermine! Du hast doch nicht mit Snape geschlafen?"

Hermine ignorierte die Würgegeräusche die Ron von sich gab und sah Harry strafend an. „Bist du bescheuert? Nein das habe ich nicht und im Übrigen steht gar nichts davon in dem Pergament daß die Slytherins diesen Aufsatz schreiben müssen. Es steht lediglich drin das ALLE Schüler bis zum Schulende befreit sind. Und des Weiteren ist es meine Schuld weil ich weggerannt bin und Snape alleine gelassen habe. Er hat das Bewußtsein verloren und sich dabei den Kopf aufgeschlagen und ist bis heute morgen da gelegen… könnt ihr euch das vorstellen?"

Die Jungs jedoch schüttelten nur grinsend den Kopf. „Hermine… wen interessiert das ob Snape abkratzt oder nicht… immerhin wollte er dich gestern… du weißt schon…" – „Nein Ron! Das wollte er nicht. Ich habe mir was zusammen gereimt was nicht da war… ok? Und mich würde es interessieren wenn er stirbt… klar?" Als Antwort auf die entgeisterten Blicke der Jungs schnaubte sie nur und stob davon.

Solche Idioten. Snape war kein Engel, aber deswegen hatte er es noch lange nicht verdient zu sterben. Es gab nur ein einziger Mensch dem sie den Tod wünschen würde und dies war definitiv nicht Snape!

Sie ignorierte das rufen hinter ihr, welches von den Jungs die versuchten sie einzuholen. Doch Hermine war zu schnell… und sie hatte auch nicht vor langsamer zu machen. Erst als sie vor Dumbledores Büro stand, hielt sie inne, nannte das Paßwort und verschwand auf der Treppe ehe die Jungs sie eingeholt haben. Gerade als sie am Ende des Wasserspeiers gegen die Tür klopfen wollte, schwang diese auf. Erschrocken machte Hermine einen Satz nach hinten und wäre beinahe die Treppe hinunter gestürzt.

„Miss Granger." Dumbledores weiche Stimme empfing Hermine. Mit langsamen Schritten betrat sie das Büro. Sie war schon lange nicht mehr hier gewesen, aber verändert hatte sich rein gar nichts. „Was kann ich für sie tun?" Dumbledore lächelte sie friedlich an.

Dumbledores Stimme zu hören tat Hermines Seele richtig gut. Sie hatte sich bei diesem Mann stets sicher und wohl gefühlt und wenn sie einen Wunsch frei hätte, so würde sie sich wünschen daß dieser Mensch ihr Vater war.

„Ich habe ihnen ein Pergament von Professor Snape zu geben. Er hatte einen kleinen Unfall in seinem Labor und wird wohl die restlichen Schultage nicht mehr unterrichten können."

Dumbledore nickte ihr verstehend zu und rollte das Pergament aus. Während er sich die Zeilen durchlas, musterte Hermine den alten Mann. Das Leben war so ungerecht…

„Warum haben sie eigentlich keine Kinder?" Platzte es Hermine heraus noch ehe sie sich den Mund zuheben konnte. Dumbledore sah auf und blickte sie einen Moment an ehe er etwas sagte. „Aber ich habe doch jede Menge Kinder, meine Liebe. Ihr seid zwar nicht meine eigenen Kinder, aber doch sind all meine Schüler für mich wie meine Kinder. Ich versuche mich so gut es geht um euch zu kümmern und euch zu beschützen wie es ein Vater für seine Kinder tut."

Hermine konnte nicht sagen warum aber plötzlich kam ihr das Bild der Kelly Family in den Sinn. Eine Zaubererfamilie, die im Übrigen mit den Weasleys verwandt waren, welche unter den Muggeln lebte und diese mit Musik unterhielt. Sie schüttelte den Kopf um dieses Bild zu verscheuchen, denn in ihrem Bild war Dumbledore das Oberhaupt der Kellys gewesen.

„Wenn wir all ihre Kinder sind… und sie uns beschützen… dann könnten wir doch theoretisch mit all unseren Problemen zu ihnen kommen, oder?" Dumbledore nickte. „Professor… dann beschützen sie mich! Ich bitte sie, daß ich in den Ferien hier im Schloss bleiben kann… Bitte!"

Dumbledore legte das Pergament zur Seite und verschränkte die Hände ineinander. „Hermine…", seine Stimme war sanfter den je. „Du weißt genau daß dies nicht geht. Ich darf keinen Schülern erlauben hier im Schloss zu bleiben während den Sommerferien. Das habe ich bereits Harry erzählt und nun dir. Ich selbst bin in der Zeit nicht im Sommer und wenn keiner der Lehrer hier bleibt und ausdrücklich danach verlangt, daß sie hier bleiben so sehe ich keine Möglichkeit für sie. Aber warum willst du denn nicht nach Hause?"

Hermines Kopf senkte sich ein wenig. Sie hatte mit solch einer Antwort bereits gerechnet. Doch dann schöpfte sie neue Hoffnung und hob den Kopf. „Welcher Lehrer bleibt denn hier?" Dumbledores Frage warum sie nicht nach Hause wollte, ignorierte sie gekonnt.

„Nun, ich befürchte außer Argus Filch, Professor Trelawny und Professor Snape wird keiner hier im Schloss bleiben… Aber sie haben mir nicht auf meine Frage geantwortet."

Hermines Gedanken waren bereits wo ganz anders. Das war nicht gerade eine große Auswahl die sie hatte und eigentlich wollte sie auch bei keinem von diesen Lehrern bleiben… was wohl daran lag daß sie keinen von ihnen leiden konnte. Sie stand langsam auf. Das Dumbledore wieder dazu übergegangen war sie mit einem Sie anzusprechen war ihr erst gar nicht aufgefallen.

„Seien sie mir nicht böse Professor… aber ich kann ihnen ihre Frage nicht beantworten… noch nicht. Entschuldigen sie mich jetzt bitte… ich hab noch etwas zu erledigen." Dumbledore nickte ihr gutmütig zu als Hermine sich umdrehte und den Raum verließ.

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Im nächsten Kapitel stattet Hermine ihrer „Lieblingslehrerin" Trelawny und Filch einen kleinen Besuch ab… der nicht wirklich zufriedenstellend ablaufen!