Disclaimer Kap.1

Naschkätzchen… hab ich das gesagt? Auf jeden Fall… Dann war's falscher Alarm… die sagt nix! Zumindest nix konkretes.

Tini – Er reagiert… nicht gerade nett ;-)

So… jetzt wünsch ich euch bei diesem Kapitel vieeel Spaß und steinigt den armen Severus nicht gleich. Männer sind halt so…

Kapitel 11

Der restliche Schultag lief nicht wirklich aufregend ab. Sie regte sich hier und da über Snape auf und redete wieder mit ihren Freunden. Doch als es darum ging, zurück in Snapes Kerker zu gehen um die Kessel zu schrubben waren die beiden Jungs plötzlich schwer beschäftigt und konnten ihr nicht helfen. „Ach weißt du Hermine… ich ähm wir würden dir ja schon sehr gerne helfen… nur leider sind wir soooooo beschäftigt. Wir müssen noch Hausaufgaben machen und das wird ziemlich lange dauern und wenn wir die nicht fertig bekommen und…"

„Ihr seid mir vielleicht Freunde…", gab sie vorwurfsvoll von sich. „Ach und Ron… du bist ein schlechter Lügner! Das wollte ich nur mal sagen, Mal abgesehen von der Tatsache dass ihr beide noch nie freiwillig eure Hausaufgaben gemacht habt! Und schon gar nicht vor den Ferien!" Sie schüttelte den Kopf, verdrehte noch die Augen ehe sie sich alleine auf den Weg machte. Sie würde das auch alleine schaffen… sie brauchte die Hilfe der Idioten nicht. Wow… jetzt nannte sie schon ihre Freunde Idioten. Sie sollte sich echt mal zusammenreisen.

Doch als Hermine das Klassenzimmer betrat, strahlten sämtliche Kesseln in einem strahlenden Kupfer von ihren Plätzen. Jemand hatte es für sie übernommen sie zu schrubben. Aber wer? Auch später als sie das Büro und den Lagerraum betrat, war die Flüssigkeit in sämtlichen Gläsern und Behältern klar. Verwirrt betrat Hermine Snapes Wohnräume… doch auch hier schien schon geputzt worden zu sein. Was zur Hölle war hier los? Wer war das?

Sie entdeckte Snape an seinem Schreibtisch, während dieser irgendwelche Pergamente durcharbeitete. Sie räusperte sich, Snape reagierte nicht. Etwas unschlüssig stand sie da, bevor sie sich dafür entschied ihn anzusprechen. „Professor…" Er hob den Kopf und sah sie durchdringend an. „Ja Miss Granger, was gibt es?" – „Die Aufgaben die sie mir gegeben haben…" – „Ja was ist mit denen?" – „Sie sind wohl erledigt… aber nicht von mir…" – „Ich weiß!" Snape widmete sich seinen Pergamenten.

„Sie haben etwas von 3 weiteren Aufgaben erzählt." Snape hob den Kopf und sah sie unschlüssig an, dann nickte er. Hatte er es vergessen? Mit einem Schwenker des Zauberstabes zauberte er einen weiteren Stuhl herbei. Er schob einen kleinen Stapel Pergamente zur anderen Tischkante und legte eine schwarze Feder dazu.

„Ihre Aufgabe wird sein die Aufsätze der Erstklässler zu korrigieren", brummte er während er sich schon längst wieder mit seinen Pergamenten beschäftigte. Hermine starrte ungläubig auf den ihr zugeteilten Platz. Sie sollte Aufsätze korrigieren? Das war ja neu. Nicht daß es ihr keinen Spaß machen würde… aber war dies nicht etwas sehr… verantwortungsbewußtes? „Wer hat denn die Sachen erledigt?" Fragte sie neugierig während sie zum Stuhl lief und sich setzte. „Elfen…", brummte Snape ohne dieses mal aufzusehen. „Sie lassen Elfen ihre Gläser neu befüllen?" Sie zog die Augenbraue hoch. Snape blickte sie an. „Miss Granger wie sie schon so treffend gesagt haben, ich bin ein Monster aber dennoch bin ich nicht blöd. Wenn ein Elf nur die Dinge angefasst hätte, so lägen hier nun Kiloweise Glasscherben herum und mein Zimmer hätte sich in einen Teich verwandelt. Ich habe es selbst getan. Und nun schweigen sie und kümmern sich um die Aufsätze!"

Ihr Blick ging über die Pergamente ehe sie zu Snape erneut sah. „Sie wissen aber schon, daß die Benotung vermutlich besser ist als die von ihnen?" Er hob abermals den Kopf und musterte sie einen Augenblick. Bereute er es bereits ihr diese Aufgabe zugeschoben zu haben? „Keine Sorge… die Note werde ich setzen." – „Aber sie haben den Aufsatz gar nicht durchgelesen…" – „Das werde ich nicht müssen… sie korrigieren die Fehler und schreiben ihre Note, welche sie vergeben würden, darunter und ich werde sie dann um eine Note verschlechtern! Dann entspricht es vermutlich genau meiner üblichen Benotung."

Fassungslos sah Hermine ihn an. „Das ist doch wohl nicht ihr ernst!" – „Wenn sie nur Ohne Gleichen verteilen, wird mir wohl nichts anders übrig bleiben." – „Wenn die Schüler es verdient haben!" – „Haben sie nicht Miss Granger… haben sie nicht und nun bitte ich sie endlich ihren Schnabel zu halten und anzufangen!" Hermine seufzte und begann zu lesen. Nach und nach musste sie immer wieder den Kopf schütteln. Langsam verstand sie Snape. Manche Schüler schrieben solch einen Mist auf ihre Pergamente daß Hermine anfing der Kopf weh zu tun und ihre Augen sich zeitweise weigerten das geschriebene zu lesen. Manche Sachen musste sie 3 mal lesen um sicher zu sein dass auch genau das dort stand was ihr ihre Augen versuchten mitzuteilen. Und so fielen auch ihre Benotungen recht hart aus… aber dafür gerecht. Die Note Ohne Gleichen kam jedoch ziemlich selten vor… selbst bei Hermine, die besser benoten wollte als Snape.

Stundenlang saßen sie so am Schreibtisch ohne ein Wort miteinander zu reden. Irgendwann legte Snape die Feder beiseite und stand auf. „Ich habe Hunger, möchten sie auch etwas?" Hermine nickte überrascht. „Ja Sir, sehr gerne…" Er ging zum Kamin und bestellte über das interne Flohnetzwerk zwei essen und etwas zu trinken. Ob Hermine es überhaupt essen würde schien ihm egal zu sein. Aber zum Glück war die junge Dame nicht gerade wählerisch was ihr Essen anging. Sofern es keine Augen hatte oder glibschig war. Aber alleine die Tatsache dass er ihr anbot bei ihm zu essen, versetzte Hermine in bessere Laune.

„Nun Miss Granger, was halten sie von ihrer Meinung jeder der Schüler hätte ein Ohne gleichen verdient und ich würde viel zu hart benoten?" Hermine schnaubte und sah auf die Pergamente herab die sie korrigierte. „Ok… ich gebe zu… ich war all die Jahre… sagen wir mal ein klein wenig im Unrecht… die erste Klasse ist fast durchgehend von Idioten bevölkert… Und das aus meinem Mund… Ich fasse es nicht! Aber es gibt leider keine andere Beschreibung dafür." Sie konnte nur den Kopf schütteln über das was sie da teilweise gelesen hatte.

„Aber es ist dennoch interessant zu erfahren, daß Gnome gegen die Bäume pinkeln müssen damit aus diesem Holz Zauberstäbe gemacht werden können… oder das Einhörner die direkten Nachfahren von Flußpferden sind… aber das was ich am besten fand, war daß einer der Schüler felsenfest davon überzeugt war, man hätte sich bis vor einigen Jahrhunderten noch über den Hintern ernährt… Ich sollte ihn mal fragen wie genau das von statten gegangen ist. Ich vermute ich könnte viel lachen bei dem Vortrag."

Snape grinste sie an. „Nun… ich hoffe sie verstehen meine Strenge… und ich werde diesen Schüler bei Gelegenheit danach fragen." Hermine nickte und was die Gelegenheit anging… armer Junge. „Oh ja… ich weiß daß ich mir irgendwann mal dafür in den Hintern beißen werde… aber sie tun mir in Anbetracht dieser Tatsache manchmal echt leid…" Snape gab ein merkwürdiges Geräusch von sich, welches in einem Plopp unterging das durch den gerade erschienenen Elfen verursacht wurde.

„Nun, ich denke es wird Zeit zu essen…" Snape stand auf und ging zu dem großen Tisch in der Küche zu. „Setzen sie sich…" Er selbst hatte sich bereits gesetzt und goß sich ein Glas Butterbier ein. „Irgendwie paßt es gar nicht zu ihnen daß sie Butterbier trinken…", meinte Hermine nachdem sie sich gesetzt hatte. „Ach und warum?" Hermine zuckte mit den Schultern. „Weiß auch nicht… es paßt einfach nicht. Ich hätte eher auf Wein oder Whiskey getippt." – „Miss Granger, ich bin kein Alkoholiker und nun wünsche ich ihnen einen guten Appetit…", war alles was Snape darauf erwiderte.

Das Essen lief Gefahr genauso schweigsam wie das korrigieren der Aufsätze ab. Dies wollte Hermine nicht hinnehmen und so überlegte sie krampfhaft über was man mit dem Menschen auf der anderen Tischseite reden konnte.

„Warum wollen sie mich überhaupt in ihrer Nähe haben?" Fragte sie schließlich. Er hob eine Augenbraue und sah sie fragend an. „Ich meine… Sie erlauben mir ihre Aufsätze zu korrigieren… sie essen mit mir zu Abend… sie haben danach verlangt daß ich nach meinen Schulstunden wieder zu ihnen komme."

Snape legte die Gabel neben seinen Teller und faltete die Hände.

Oh scheiße… jetzt bist du zu weit gegangen.

„Nun Miss Granger…", fing Snape langsam an. Er beginnt seine Sätze viel zu oft mit einem Nun… war das einzige was Hermine einfiel, doch sie drückte sich etwas weiter in seinen Stuhl da sie auf ein Donnerwetter wartete. Doch überraschenderweise blieb genau dies aus. „.Vielleicht genieße ich ihre Gesellschaft einfach. Zumindest wenn sie einmal den Mund halten ist es richtig angenehm mit ihnen zusammen in einem Raum zu sein."

Snape entfaltete seine Hände und begann weiter zu essen während Hermine der Kiefer herunter geklappt war. „Bitte?" Fragte sie irritiert. Hatte dieser Mann ihr gerade gesagt er genoß ihre Gesellschaft? Und Hermine hätte schwören können, dass da noch etwas anderes war, doch sie wusste nicht was. Ein kleiner Hoffnungsschimmer machte sich in ihrem Herzen breit. War dies jetzt der richtige Moment ihn zu fragen? Oder zu früh… Doch wenn er ein Nein sagen würde, dann würde er es jetzt genauso tun wie später.

„Professor darf ich sie um etwas bitten?" – Er hob die Hand mit der Gabel die ihr wohl andeuten sollte weiter zu sprechen. „Wie sie wissen sind in ein paar Tagen Sommerferien…" Snape nickte. „Nun… in den Sommerferien fahren alle Schüler in der Regel nach Hause oder sie fahren in den Urlaub… Und einige Lehrer fahren in den Urlaub… andere Lehrer bleiben hier… andere Lehrer fahren nach Hause… " – „Was wollen sie mir sagen Miss Granger?" Seine Stimme klang ein wenig ungeduldig, so beschloß Hermine ihre Rede auf den Punkt zu bringen.

„Könnte ich die Sommerferien bei ihnen verbringen? Ich nerve sie auch nicht und halte den Mund. Versprochen."

Snape verschluckte sich an seinem Essen daß er kräftig anfing zu Husten. Hermine sprang auf und begann ihm auf den Rücken zu klopfen. „Sind sie von allen guten Geistern verlassen?" Fing Snape aufbrausend an, nachdem er sich halbwegs wieder im Griff hatte. „Nur weil ich ihnen gerade mitgeteilt habe, daß ich gerne in ihrer Gesellschaft bin, heißt das noch lange nicht daß sie bei mir einziehen sollen. Was glauben sie wie sehr ich mich auf die Sommerferien freue und auf die Tatsache daß ich endlich keinen Schüler mehr sehen muss? Was glauben sie wie froh ich darüber bin endlich aus diesem Schloss zu kommen und in mein Haus zurück zu kehren? Und da fragen sie allen ernstes ob sie bei mir bleiben können? Nein Miss ‚Granger, das können sie nicht!"

Hermine sank zurück auf ihren Stuhl. Das war nun wirklich nicht gerade so gelaufen wie sie es sich vorgestellt hatte. „Bitte…", flüsterte sie leise. „Nein!" Gab er aufgebracht von sich. „Sie verstehen daß nicht… wenn ich nach Hause zurück muß… dann werde ich nächstes Schuljahr nicht mehr hier sein können…" Snape lachte auf. „Warum… werden sie dann getötet oder was?"

Oder ich tue es selbst, wofür die Chancen sehr gut stehen. Verdammt gut sogar und ziemlich wahrscheinlich. Hermine schluckte schwer. Tränen sammelten sich in ihren Augen, doch sie hatte sich noch soweit unter Kontrolle daß sie nicht weinen mußte.

„Nicht direkt…", antwortete sie ihm nun. „Aber sie wissen nicht wie es bei mir zuhause ist… Es ist die Hölle." – „Schlimmer als 6 Wochen mit einem Monster zusammen zu sein?" Fragte Snape belustigt und andererseits ernst. Er sah sie doch sorgevoll an… oder bildete Hermine sich das nur ein.

„Ja…", flüsterte sie kaum hörbar. „Schlimmer. Nach außen hin sind wir vielleicht eine perfekte Familie… doch nach innenhinein ist es das genaue Gegenteil. Bitte Professor… sie müssen mir helfen."

Snape schüttelte den Kopf. „Nein ich denke das muss ich nicht. Ich bin weder ihr Vater noch sonst jemanden der für sie von Bedeutung wäre. Ich bin einfach nur ihr Lehrer!" Hermine sprang von ihrem Stuhl auf, rannte um den Tisch herum und packte Snape am Kragen wo sie ihn kräftig schüttelte. „Verstehen sie nicht? SIE MÜSSEN MIR HELFEN! BITTE!"

Snapes Augen wurden finster. Mit einem Ruck riß er Hermine von sich und hob ihre Handgelenke ziemlich schmerzhaft fest. „Ich denke… sie sollten nun gehen… und am besten kommen sie die nächsten 5 Tage bis sie das Schloss verlassen haben nicht mehr in meine Nähe… Dies ist ein ernst gemeinter Rat!" Damit stieß er sie grob von sich weg. Hermine schaute ihn fassungslos an. „Bitte…", wimmerte sie während dicke Tränen über ihr Gesicht kullerten.

„Raus… Sofort!" Snapes Stimme war eiskalt geworden. Hermine lief ein Schauer über den Rücken. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und verließ weinend die Kerkerräume. Es hätte eh keinen Sinn gehabt noch etwas zu sagen. Sie hatte ihre letzte Chance versaut!

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Im nächsten Kapitel heißt es für Hermine: Ab nach Hause…