Disclaimer in Kapitel 1... wie immer eben.

naschkätzchen und Tini - Ja ich weiß, er war doch recht hart... böser Severus +kicher+ Aber er machts ja wieder gut... also keine Sorge. Allerdings schickt er Hermine jetzt erst mal heim... Und ihre Laune ist dementsprechend...

Montag oder Mittwoch gibts das nächste Kapitel, hängt davon ab wie meine Laune ist, weil ich am Dienstag auf ne Beerdigung eines Familienmitgliedes muss.

So... aber jetzt erst mal viel Spaß.

Kapitel 12

Völlig verstört blieb Hermine im Flur stehen. Sie sah sich in der gleichen Situation wie vor 2 Tagen… wieder suchte sie weinend Schutz und wieder war Snape der Auslöser. Doch dieses mal war Snape nicht alleine Schuld. Im Grunde hätte vermutlich jeder so gehandelt wenn jemand derart auf ihn losgegangen wäre. Obwohl, das war nicht richtig. Snape hatte sehr ruhig gehandelt. Er hatte die Kontrolle nicht über sich verloren. Andere hätten sie womöglich geschlagen. Doch er hatte ihr im Grunde die Wahl gelassen von selbst zu gehen oder hinausgeworfen zu werden. Aber sie war ja nicht gegangen… Jeder andere hätte sie einfach nur rausgeschmissen. Manchmal war in Snape doch mehr Menschlichkeit als er zulassen wollte.

Ein Schauer jagte über ihr Rückenmark als sie an den finsteren Blick dachte den er ihr zugeworfen hatte. Als hätte er in ihren Augen etwas gelesen. Doch hatte sie in seinen Augen weder Verständnis noch Erkenntnis gesehen. Eigentlich hatte sie gar nichts in den Augen gesehen nur eine große Tiefe.

Ach vermutlich bildest du dir das alles nur ein. Snape ist Snape und fertig aus!

Zitternd hatte sich Hermine von der Wand abgestoßen und lief nun langsam über den Flur. Snape war ihre letzte Hoffnung gewesen um nicht nach Hause zu müssen. Sollte sie noch einmal Ron fragen? Harry konnte sie vergessen, denn die Dursleys würden sie nicht bei sich haben wollten, wo sie doch Harry schon wie ein gefangenes Tier behandelten. Und Ron? Seine Familie war doch gar nicht zuhause und sie konnte es verstehen wenn das man niemand alleine im Haus zurück lassen konnte. Ach warum mussten sie ausgerechnet in diesem Jahr im Muggellotto gewinnen und in Urlaub fahren? Im Grunde hatte sie keine andere Wahl als nach Hause zurück zu kehren.

Mit roten Augen betrat sie den Gemeinschaftsraum. Die Worte der fetten Dame hatte sie ignoriert. Sie brauchte jetzt von niemanden Mitleid oder sonst etwas. Nur etwas Ruhe… war das so schwer zu erklären?

Wortlos setzte sie sich auf einen freien Platz am Kamin zu ihren beiden Freunden. Sie versuchte zu lächeln doch ihr Gesicht glich einer häßlichen Fratze. „Du solltest nicht versuchen zu lächeln wenn du geweint hast. Das macht nur Falten…", versuchte Harry sie aufzumuntern. „Mir egal…", war alles was Hermine antwortete bevor sie wieder zurück ins Feuer starrte.

„Hat es eigentlich geklappt, was auch immer du bei Trelawny vorhattest? Ich hab dich das noch gar nicht gefragt." Hermine reagierte auf Harrys Worte mit ein wenig Verzögerung. Langsam begann sie den Kopf zu schütteln. „Sie hat nur gesagt der Teufel stände vor der Türe…", seufzte Hermine schließlich. „Und… wann stirbst du?" Ron grinste sie breit an. Abermals zuckte Hermine mit den Schultern. „Keine Ahnung… ich kann dir nicht mal mehr sagen was sie zu mir gesagt hat. Lag daran daß mein Gehirn irgendwann auf Abzug geschaltet hat und alles was sie von sich gegeben hat gefiltert wurde. Aber nach meiner eigenen Vorhersage… irgendwann Mitte nächster Woche."

Hermines Kopf drehte sich wieder zum Feuer zu. Ihre Beine waren eng an den Körper geschmiegt. Wie sich der Gemeinschaftsraum nach und nach leerte wurde Hermine überhaupt nicht richtig bewußt. Erst als Harry und Ron aufstanden blickte sie sich verwirrt um.

„Mhhh?" Hatte Harry etwas zu ihr gesagt?

„Ich hab gefragt ob du auch ins Bett gehst oder ob du noch eine Weile hier unten sitzen bleibst." Irgendwie war Hermine ja schon dankbar gewesen dass ihre Freunde sie die größte Zeit über in Ruhe gelassen hatten. Denn ihr war absolut nicht nach Reden zumute. Nein… eigentlich malte sie ein Horrorszenario nach dem anderen in ihrem Kopf aus.

Hermine schüttelte den Kopf. „Nein, ich geh auch ins Bett. Irgendwie bin ich doch ziemlich müde und der Tag war nicht gerade das was man als erfolgreich oder toll beschreiben könnte."

Mühsam rappelte sich Hermine aus dem Sessel und streckte sich in alle Richtungen. „Schlaft gut Jungs… wir sehen uns morgen früh beim Frühstück." Müde schlurfte sie nach oben in den Schlafsaal. Ihre Mitbewohnerinnen lagen längst in ihren Betten und schliefen. Wenigstens hab ich dann meine Ruhe und muß nicht dämliche Fragen beantworten.

Hermine huschte in den Waschraum, machte sich mit einer Katzenwäsche Bettfertig und verschwand Minuten später unter ihrer großen Decke. Eingeschlafen war sie schnell, doch auch in dieser Nacht waren ihre Träume nicht gerade das was man angenehm bezeichnen könnte. Nur dass dieses mal noch Snape hinzukam, der neben ihr stand und sie auslachte während sie ihn immer wieder um Hilfe anschrie, doch er lachte einfach nur.

Als Hermine am nächsten Morgen in die große Halle kam, erntete sie einen giftigen Blick nach dem anderen. Natürlich… die Slytherins hatte sie ganz vergessen. Wieder so ein Tag der nicht gerade angenehm werden würde. Wie recht Hermine doch hatte.

Die Slytherins ärgerten wo Sie sie auch erwischten. Das Wort Schlammblut war an diesem Tag wohl das häufig gebrauchte Wort, vor allem in Zusammenhang mit Hermine. Sämtliche Flüche schossen nur Haarscharf an ihr vorbei. Alles ging schief an diesem Tag und Hermine war froh als der Nachmittag kam und sie wenigstens im Gemeinschaftsraum bleiben konnte.

Selbst Harry und Ron hatten es an diesem Tag nicht geschafft Hermine aus der Reserve zu locken. Nein, Hermine war an diesem Tage untröstlich gewesen. So ging Hermine schon ziemlich früh ins Bett. Sie wollte einfach niemanden mehr sehen an diesem Tag.

Als Hermine am nächsten Morgen aufwachte, ging es ihr noch schlechter. Ihr Körper glühte und sie hatte das Gefühl innerlich zu verbrennen. Ihr Magen rebellierte und ihr Kopf dröhnte. Doch etwas positives hatte die ganze Sache… Hermine verbrachte ihre letzten Schultage in diesem Jahr im Krankenflügel in dem sie die meiste Zeit alleine war. Bis auf Harry und Ron kam niemand vorbei. Offensichtlich zumindest. Denn einmal hätte Hermine schwören können daß sich etwas schwarzes Hinter den Vorhängen bewegt hatte… und wenn sie ein Ohr hätte verwetten müssen, so hätte sie gesagt Snape wäre da gewesen und hatte sie beobachtet. Aber warum sollte ausgerechnet Snape hier sein? Weil er ihre Gesellschaft genoss? Ganz sicher nicht, denn sonst hätte er sich bemerkbar gemacht. Aber vermutlich hatte sie es sich auch nur eingebildet.

Dann kam der Tag den Hermine so gefürchtet hatte. Der Tag der Abreise.

Während alle Schüler, mit Ausnahmen von Harry und ihr selbst, fröhlich durch die Gänge des Zuges hüpften und es kaum erwarten konnten nach Hause zu kommen, bliesen Hermine und Harry Trübsal. Doch während Harry versuchte das Beste draus zu machen schmollte Hermine einfach nur vor sich hin. Gelegentlich tauschten sie Träume aus, in denen sie einfach abhauten und ihre Ferien auf einer einsamen Insel verbrachten. Danach ging es Hermine ein klein wenig besser. Ron war die meiste Zeit der Fahrt eh damit beschäftigt durch den Zug zu rennen und jedem von seinen Urlaubsplänen, seinem neuen Zauberstab und den Besen den er bald bekommen würde zu erzählen.

Doch Sie fühlte sich immer unwohler je näher der Hogwartsexpress London kam. Dann wurde der Zug immer langsamer und blieb schließlich stehen. Hermine war schlecht… richtig schlecht. Als die meisten Schüler schon längst aus dem Zug waren, saß Hermine immer noch auf ihrem Sitz.

„Meinst du nicht, dass wir langsam mal aussteigen sollten? Sonst fährt der Zug wieder mit uns ab." – „Und wäre das so schlimm?"- „Ach komm schon Hermine… die Ferien sind bald vorbei und dann sehen wir uns. Und in 3 Wochen sehen wir uns doch eh! Dann gehen wir zusammen ein wenig auf reisen und suchen uns unsere einsame Insel, so wie wir es besprochen haben." Hermine schaffte es ein kleines Lächeln zustande zu bringen. Doch sie wusste jetzt schon, dieses Treffen in drei Wochen würde absolut schief gehen. Es würde nicht stattfinden… oder doch? Nein, eher nicht. Denn vermutlich würde es Hermine bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr geben. Aber das konnte sie Harry ja schlecht sagen.

Auf dem Bahnsteig verabschiedete sie sich von ihren Freunden länger als nötig… Sie umarmte Harry und lies ihn einfach nicht mehr los. Nur auf gutes zureden. Doch dann gab es kein Zurück mehr.

Sie legte ihr schönstes Lächeln auf während sie über den Bahnsteig lief. Warum sie wollte dass alle Welt dachte sie wäre glücklich mit ihrer Familie, wusste sie auch nicht. Sie handelte einfach so.

„Mom… Dad…", heuchelte sie ihre Freude vor, fiel ihren Eltern um den Hals. Doch innerlich verknotete sich alles… sie wollte nur weg hier. Sie winkte ihren Freunden ein letztes Mal.

Wie eine kleine Glückliche Familie verließen die Grangers den Bahnhof und fuhren mit ihrem teuren Auto nach Hause.

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Im nächsten Kapitel: Hermines Alpträume werden wahr…