Disclaimer wie immer Chap. 1

Und als erstes möchte ich sagen DANKE liebe Jacky fürs Betalesen... Ich hab nämlich jetzt ne Betaleserin +sich ganz doll freut+

Natürlich auch ein Danke an alle meine Leser und ein Sorry dass es im Moment doch ein wenig dauert. Ich bin gerade etwas im Stress... nicht böse sein... Aber ich versuch Jacky die Tage mit neuen Kapiteln zu bombadieren damit ihr auch ja nicht langweilig wird. Jacky, verzeihst du mir noch einmal ;-)

Sodele... dann wünsch ich euch noch viel Spaß mit diesem Kapitel und einen schönen Sonntag...

Kapitel 18

Hätte Hermine ihren Tränkelehrer weiter beobachtet, wäre ihr nicht entgangen wie abfällig er das Stückchen Stoff in seiner Hand hin und her drehte und knurrend musterte. Vielleicht war dies auch besser so, denn sonst hätte sie sich vermutlich nicht mehr vor Lachen halten können.

Hermine selbst war recht schnell mit dem Umziehen fertig. Sie liebte das Schwimmen und hatte in diesem Sommer die meiste Zeit mit ihren Freunden im See verbracht. Dennoch hatte Hermine stets einen Badeanzug getragen, der so viel wie möglich von ihrer Haut verdeckte. Nicht weil sie eine häßliche Figur hätte, nein die würde man so oder so erkennen. Sondern weil sie sich für die Narben schämte, die von den Schlägen ihres Vaters zurück geblieben waren. Die meisten davon waren an ihrer Brust oder am Bauch zu sehen. Die vereinzelten Naben an Oberarmen und Beinen konnte sie als kleine Unfallnarben darstellen oder sie mit einem Zauber für kurze Zeit verschwinden lassen.

Die Verletzungen, die sich Hermine vor 2 Jahren selbst an den Unterarmen zugefügt hatte, hatten kaum Narben hinterlassen. Die meisten waren verschwunden und nur an ihrem linken Unterarm konnte man ganz schwach ein gleichmäßiges Muster erkennen, das schwer an eine Leiter mit ihren Sprossen erinnerte. Wenn jemand gefragt hatte, was los gewesen war, dann war es die Katze gewesen - eine Katze die Hermine nur im Schloss besessen hatte.

Doch jetzt freute sich Hermine auf das Schwimmen im See mit Severus. Sie hatte noch keine Ahnung wie sie ihm das Schwimmen beibringen sollte, denn sie war noch nie in solch einer Situation gewesen und schon gar nicht mit einem Erwachsenen, der doppelt so alt war wie sie. Doch sie sah das ganze Optimistisch. Sie würde es irgendwie schaffen!

Während sie immer noch auf Severus wartete, der beachtlich lange brauchte, setzte sie sich auf die Couch und überlegte sich ein paar einfache Übungen, die sie mit ihm durchführen konnte. Plötzlich zog sich ein kleines, fieses Grinsen über ihr Gesicht. Schnell war das Braunhaarige Mädchen aufgesprungen und hatte sich zwei Kunststoffblumen von Severus Regal geschnappt, die sie schnell verwandelte. Dies waren wohl die einzigen Blumenähnlichen Gegenstände in Severus Kerker. Vermutlich wären echte Pflanzen längst eingegangen, mangels Tageslicht und Pflege.

Wieder grinste sich Hermine einen ab, als sie sich vorstellte wie das Leben mit Severus und seinen Pflanzen wohl aussehen könnte. In ihren Gedanken hatte er zwei große Pflanzenstöcke… einen behandelte er total fies: Warf ihm Beleidigungen an den Kopf, goss kochendheißes und danach eiskaltes Wasser in die Erde, während er die andere hegte und pflegte und ihr Geschichten vorlas. Sie kicherte leise vor sich hin.

„Was gibt's denn da so zu kichern?"

Hermine drehte sich zur Schlafzimmertüre um und versuchte eine unschuldige Miene aufzusetzen. „Nichts… ich hatte gerade nur so ein paar Gedanken und die fand ich witzig. Hatte mit zwei großen Pflanzen zu tun…", gluckste sie leicht. Severus brummte sie nur an. „Ich glaub es zieht ein Gewitter auf… wir sollten das mit dem Schwimmen wohl lieber sein lassen…", versuchte er auf das Thema schwimmen zurück zu kommen. Hermine trat an ein kleines Fenster heran und saß hinaus. „Was immer du mir da erzählen willst…, aber am Himmel ist nicht ein einziges Wölkchen zu sehen. Nicht mal ein Hauch davon. Du willst dich nur drücken… und jetzt komm. Ich hab auch was für dich!"

Severus Blick wurde noch misstrauischer, als er Hermine musterte. „Wolltest du nicht auch schwimmen?" Fragte er vorsichtig. „Ja sicher… aber deswegen kann ich doch eine kurze Hose und ein T-Shirt bis zum See anziehen, oder? Ich hab uns auch schon ein paar Handtücher bereit gelegt." Hermine zeigte auf die Tasche neben der Tür. „Allerdings kann man von dir nicht sagen, daß du dich fürs Schwimmen bereit gemacht hast…" Sie zog in Snapemanier eine Augenbraue hoch und warf ihm einen kritischen Blick zu.

Severus sah aus wie immer. Nichts ließ vermuten daß er unter all den Kleiderschichten eine Badehose anhatte. „Ich bin fertig…", brummte er kaum hörbar vor sich hin. „Na wunderbar!" Stieß Hermine aus. „Dann laß uns doch mal gehen." Sie lief zur Tür und griff sich die Tasche mit den Schwimmsachen. „Kommst du?" Severus stand immer noch auf dem gleichen Fleck und man konnte ihm gut ansehen, dass er am liebsten überall wäre… aber nicht hier!

Hermine ließ ein Seufzen erklingen, ging zu ihm hin und packte ihn an der Hand. „Komm schon…" Sie zog ihn einfach hinter sich her und hatte eigentlich mit mehr Widerstand gerechnet, doch Severus ließ sich Wortlos hinterher ziehen. Irgendwie kam sich Hermine gerade vor als hätte sie einen lustlosen Vierjährigen an der Hand, der sein Zimmer aufräumen sollte. „Ach komm schon, es wird dir bestimmt Spaß machen. Und außerdem ist doch keiner da! Wir werden alleine am See sein. Keiner kann zuschauen, wie du deine ersten Schwimmübungen machst."

Sie traten in das grelle Tageslicht hinaus und auch Hermine brauchte einen Augenblick, um sich daran zu gewöhnen. Doch nach wenigen Sekunden ging es ganz gut. Als sie endlich am See angekommen waren, breitete Hermine eine große Decke auf einem schattigen Platz ganz vorne am See aus. Sie hatte noch nie so nahe am Wasser gelegen und irgendwie wirkte der See sogar etwas unheimlich, wenn keine anderen Schüler um sie herum waren und die Luft mit ihrem Rufen, Schreien oder Lachen erfüllt war. Hermine schlüpfte aus ihrer Hose heraus und warf auch das T-Shirt hinterher.

„Ach jetzt komm schon - sei kein Feigling!" Augenblicklich verfinsterte sich Severus Gesicht. „Ich bin kein Feigling!" Brach er zwischen knirschenden Zähnen hervor und fing endlich an sich seiner Kleidung zu entledigen und zwar verdammt langsam. Hermine tippelte von einem Fuß zum anderen. In der Zeit, die er für das aufknöpfen seines Gehrockes brauchte, hätte Hermine sich schon 100mal ausgezogen. Sie schüttelte den Kopf, drehte sich um und sprang kopfüber ins Wasser. Auf dem Rücken paddelnd beobachtete sie ihn, wie er sich quälend langsam auszog. Aber immerhin war der Gehrock schon einmal ausgezogen und feinsäuberlich neben den Umhang gelegt worden. Hermine schlug sich die Hand auf die Stirn. Das konnte ja wohl nicht wahr sein.

Undgeduldig schwamm sie zurück zum Ufer, ging zum Platz und holte den Zauberstab aus der Tasche. Mit einem Schwenker waren Severus Kleidung verschwunden. „Sorry, aber wenn du so weiter machst, würden wir morgen früh noch hier stehen und darauf warten daß du endlich in der Badehose da stehst!" Sie verstaute ihren Zauberstab und musterte ihn zufrieden.

Um ehrlich zu sein war sie ziemlich beeindruckt von seinem Körper. Nie hätte sie ihm einen derart gepflegten Körper zugetraut. Sie hatte immer irgendwie mit einem Kerl mit schlaffen Oberarmen und einem kleinen Schwabbelbauch erwartet. Gut… einen leichten Ansatz hatte Severus, das war nicht zu bestreiten, aber ansonsten war sein Körper für sein Alter ziemlich gut gehalten und um ehrlich zu sein sogar recht sexy. Er hatte die Arme vor seiner nackten Brust verschränkt, um die unzähligen Narben auf ihr zu verstecken, doch Hermine streckte die Arme aus und drückte seine auseinander. „Hör auf dich zu schämen… ich tu es auch nicht!" – „Du hast einen Badeanzug an!" – „Willst du auch einen anziehen? Sieht bestimmt sehr sexy aus!" Severus brummte sie nur an.

Nie hätte Hermine gedacht, daß sie einmal so ungezwungen mit ihrem Lehrer hätte reden oder umgehen können. Irgendwie war es schon komisch. „Das ist übrigens nicht die Hose die ich gezaubert hatte." Er brummte wieder. „Das war ein Nuttenschlüpfer den du mir da hingelegt hast, der hat ja mehr gezeigt als verdeckt! Ich bin mit diesen Boxershorts sehr zufrieden!" Hermine musste leise lachen. Dieser Mann vor ihr verhielt sich definitiv wie ein schmollender Achtjähriger. Mit einem grinsen drehte sich Hermine zur Tasche herum und holte etwas heraus. Sekunden später hörte man sie, wie sie etwas aufpustete und kurze Zeit später hielt sie ihm zwei rosafarbene Schwimmflügel mit Schmetterlingen darauf, die über eine kleine Blumenwiese flatterten.

„Hier… extra für dich und deinem Alter entsprechend, damit du nicht untergehst!" Severus sah sie mehr als nur entgeistert an. „Tu den Mist da weg! Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass ich so was hier anziehe? Und vor allem wo tut man die denn hin? Nein… egal! Vergiss es! Ich zieh nichts an was Rosa ist und mit Schmetterlingen bestückt ist." – „Und ein kleines Hoppelhäschen - schau da springt es zwischen den Blumen herum." Severus schnaubte auf und verschränkte die Arme.

Hermine konnte nicht anders. Sie musste laut loslachen.

„Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt. dass du richtig süß wirkst, wenn du so schmollst?" – „ICH BIN NICHT SÜß!" Knurrte er hervor und wollte sich gerade auf der Decke niederlassen. „Oh nein mein Lieber…" Hermine packte ihn am Arm und zog ihn wieder hoch. „Nix da, wir werden jetzt ins Wasser gehen!" Sie griff mit beiden Händen nach seinem Oberarm und führte ihn mit sanfter Gewalt ans Wasser. Doch kaum hatte einer seiner Zehen das kühle Nass berührt, machte er einen Satz zurück. Hermine jedoch ließ ihn nicht los. „Ich kann das nicht."

„Doch, du kannst das! Weil du stark bist und weil du deine Ängste besiegen kannst. Ich bin auch noch da und wie hast du zu mir gesagt? Du beschützt mich… du bist mein Freund! Das tu ich auch. Ich werde an deine Seite sein. Dir kann nichts passieren. Außer, dass dir vielleicht ein Wasserfloh in den Hintern beißt. Also schließe einfach die Augen und vertraue mir!" Sie blickte ihm tief in die schwarzen Augen. Es war nicht schwer zu übersehen, wie Severus mit sich zu kämpfen hatte ober nun ins Wasser gehen sollte oder nicht und seine Entscheidung lag nahe bei „oder nicht". Doch schließlich gab er nach und lief mit Hermine Schritt für Schritt weiter, bis ihm das Wasser irgendwann bis über den Bauchnabel ging.

„Siehst du? War doch gar nicht so schlimm. Und jetzt steh einfach ein bisschen da und mach dich mit dem Wasser vertraut. Und du willst ganz sicher nicht die Schwimmflügelchen?" Hermine musste einfach grinsen, auch als er ihr einen vernichtenden Blick zuwarf. Langsam ließ sie seinen Arm los und beobachtete, wie er sich tatsächlich zu entspannen schien. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis Severus bereit war eine weitere Lektion aufzunehmen. Doch zuerst war es ganz gut, daß sie ihm die Angst vor dem Wasser nehmen konnte.

Hermine erklärte ihm die Grundbewegungen des Schwimmens. Sie legte ihm die Arme unter den Bauch und ließ ihn auf der Wasseroberfläche schwimmartige Bewegungen machen. Ihre Nähe schien ihm wirklich zu helfen.

Es waren bestimmt über zwei Stunden vergangen, als Severus seine ersten, eigenen Schwimmversuche machte. Doch plötzlich fing er wie wild an um sich zu schlagen. Sie hörte ihn Wasser schlucken und brüllen, dass er jetzt ertrinken würde. Hermine rollte mit den Augen und verschränkte die Hände vor der Brust. „Severus, das Wasser ist hier ca. 1,50 Meter tief, du kannst stehen!"

Röte schoss dem Mann ins Gesicht, als er erkannte, dass der Boden tatsächlich nicht weit entfernt war. Er räusperte sich und murmelte ein „tschuldigung" vor sich hin. Sie schwamm zu ihm hin und stellte sich vor ihn. Erst zögerte Hermine noch einen Augenblick, dann griff sie nach seinen Händen. „Wir gehen etwas weiter ins tiefere Wasser… ja?" – „Ich kann immer noch nicht schwimmen…" – „Ich halte dich fest!" Er schien nachzugeben, vielleicht sogar ein wenig zu schnell und Hermine konnte sich denken, dass er sich vermutlich schon zum Millionsten mal fragte, warum er das hier überhaupt tat.

Langsam paddelten sie ins tiefere Wasser. Hermine hatte ihre Hände an seine

Seiten gelegt, um ihn über Wasser zu halten, während sie beide leicht mit den Füßen paddelten. „Und… so schlimm?" Er schüttelte den Kopf. „Wenn du irgendjemanden davon erzählst, lass ich dich durch die Prüfung fallen!" Hermine gluckste leise, doch dann hörte sie schlagartig auf. Da war er wieder… dieser Blick mit dem er sie an dem Abend angeschaut hatte, von dem sie dachte, er hätte sich an sie heranmachen wollen. Sie schluckte schwer, doch dieses Mal erwiderte sie den Blick. Sie sah ihm tief in die Augen, Je länger sie dies tat, um so klarer wurde ihr, er hatte sie nie lüstern angeblickt. Ein schüchternes Verlangen lag in seinen Augen.

Eine Gänsehaut überlief ihren Körper, doch dieses Mal nicht weil sie Angst hatte, sondern weil sie plötzlich ein Gefühl hatte als würden Schmetterlinge in ihrem Bauch Cha ‚Cha, Cha tanzen. Konnte das denn möglich sein? Dass sie nach all dem was ihr bisher passiert war, noch Gefühle für einen Mann aufbringen konnte und das noch jetzt? Oder bildete sie sich das alles nur ein? Verwirrtheit machte sich in Hermine breit.

Nur langsam nahm sie war, dass sich ihre Köpfe immer näher kamen, dass ihre Lippen nur noch Zentimeter voneinander entfernt waren. Würde es jetzt passieren? Würde sie zum ersten mal jemanden Küssen weil sie es wollte? Ihr Herz fing an zu pochen, ja sie wollte es wirklich. Wie fühlte es sich an zu küssen, wenn dieser Wunsch aus dem Herzen kam. Als sie merkte, dass ihre Augen vor Aufregung anfingen zu flattern, schloss sie diese. Nur noch wenige Sekunden…

Dann spürte sie etwas Glitschiges an ihrem Körper. Jedoch nicht an den Lippen, sondern zwischen ihren Beinen. Sofort öffnete sie die Augen und stieß einen Schrei aus. „Da ist was zwischen meinen Beinen…", kreischte sie auf und fing an in blinder Panik um sich zu schlagen. „Geh da weg…" Doch so sehr sie strampelte und um sich schlug, wurde dieses Etwas fester an ihren Beinen. „Hör auf dich zu bewegen!" Severus Stimme war überraschenderweise ruhig. Doch Hermine hörte ihn nicht, erst als er etwas deutlicher wurde. „Hermine hör auf dich zu bewegen. Wir sind zu weit vom Ufer in den verbotenen Bereich des Sees getrieben. Hier ist alles voll Schlingpflanzen. Je mehr du dich bewegst, desto fester packen sie zu und reißen dich unter Wasser."

Schlagartig hörte sie auf sich zu bewegen, doch es war schon zu spät. Sie wurde bereits unter Wasser gezogen. Ängstlich schloss sie die Augen und hoffte, dass sie hier nochmal lebend heraus kommen würde. Sie spürte einen festen Griff um ihren Arm. Jemand zog sie langsam nach oben. Etwas Heißes streifte ihre Beine, dann konnte sie sich endlich wieder bewegen. Doch bevor sie überhaupt realisieren konnte was passiert war, wurde sie schon in Richtung Ufer gezogen. Hermine war unglaublich erleichtert, als sie endlich wieder den Kiesboden unter ihren Füßen spürte.

„Wie war das? Du beschützt mich?" Ein leises Lachen drang an ihr Ohr. Sie öffnete die Augen und sah in Severus belustigtes Gesicht. „Aber ein gutes hatte es ja… ich hab meine Angst vorm Schwimmen vergessen… und ich würde sagen jetzt kann ich es. Das auch immer erst was passieren muß…" Er schwamm in langsamen Zügen ans Ufer. Hermines Beine brannten wie Feuer.

Als sie nach ihm aus dem Wasser gestiegen war, blickte sie an ihrem Körper herunter. Ihre Beine leuchteten in einem knalligen Rot. „Wir sollten zurück in den Kerker. Ich werde dir was gegen das Brennen geben. Wo warst du nur mit deinen Gedanken Hermine…" Etwas Tadelndes lag in seiner Stimme. „Ich vermute mal genau dort wo du auch warst!" Gab sie grinsend zurück. Irgendwie bedauerte sie es ja, dass es nicht zu einem Kuss gekommen war. Er räusperte sich leise und sammelte ihre Sachen zusammen.

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Und im nächsten Kapitel wuselt sich Hermine durch Dumbledores Urlaubsgrüße durch.