Oh man, ein großes Sorry an euch... dass ihr so lange warten musstet. Obwohl ich das Kapitel schon ne weile hier liegen habe, habe ich es nicht geschafft es hochzuladen. Ich hoffe ihr könnt mir deswegen nochmal verzeihen. Ich versuche die nächsten Kapitel schneller hochzuladen... Und natürlich ein Danke an Jacky.

Jetzt viel Spaß mit diesem Kapitel.

Kapitel 21

Als Hermine am nächsten Morgen aufwachte, spürte sie immer noch die Arme, die ihren Körper umschlangen. Sie kuschelte sich etwas fester hinein, bevor sie die Augen öffnete. Vorsichtig drehte sie den Kopf zur Seite und blickte in die schwarzen Augen ihres Beschützers. „Guten Morgen…", lächelte sie ihn, etwas schüchtern, an. „Guten Morgen Hermine…", antwortete er ihr lächelnd zurück.

Dieser Morgen scheint perfekt zu sein… wenn doch nur jeder Morgen so sein könnte.

„Wie lange bist du schon wach?" Frage Hermine neugierig. „Schon eine ganze Weile." – „Warum hast du mich nicht geweckt oder bist aufgestanden?" – „Warum hätte ich das tun sollen? Es war schön neben dir zu liegen, dich in meinen Armen zu halten und dich einfach beobachten zu können. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen…" Hermines Wangen nahmen einen leicht rosa Ton an. Sie räusperte sich, bevor sie wieder sprach. „Ähm… ja… ich… du machst mich verlegen…" – „Tu ich das?" Sie nickte eifrig. „Was hast du denn heute eigentlich vor? Den ganzen Tag im Bett zu liegen und mich zu beobachten?"

Severus küsste sie auf die Wange, ehe er sich langsam von ihr löste und sich aufsetzte. „So gerne ich das tun würde, nein heute muss ich noch etwas anders tun. Ich muss nach wie vor den Brief an Dumbledore fertig schreiben und dann muss ich noch ein paar Dinge im Labor erledigen. Du erinnerst dich an den explodierenden Kessel? Ich muss es erneut versuchen. Wenn du möchtest, kannst du mir helfen… wenn nicht dann hoffe ich doch, dass du mich danach wenigstens wieder verarztest." Hermine lachte auf. „Ich denke mal, ich werde bei beidem helfen… oder?"

Sie streckte sich in alle Richtungen, bevor sie das Bett verließ und sich ihre Kleidung schnappte. Zusammen gingen sie ins Badezimmer. Mit einem stetigen Lächeln griff sie ihre neue Zahnbürste und begann sich zusammen mit Severus die Zähne zu putzen. Sie sagten während der ganzen Zeit über kein Wort… doch das wäre auch nicht nötig gewesen, denn ihre Blicke waren eindeutig und sagten alles.

Während Hermine sich nach dem Badezimmergang an den Tisch setzte, um zu frühstücken, schnappte sich Severus lediglich eine Tasse Kaffee und setzte sich an den Schreibtisch. Für Hermine war es ok. Severus hatte ihr erklärt, dass er eigentlich kein Frühstücksmensch war und in der Regel nur ein oder zwei Tassen Kaffee zu sich nahm. Sie hingegen war ein ausreichendes Frühstück gewohnt, welches sie meistens in der großen Halle mit ihren Freunden eingenommen hatte. Auch wenn sie alleine am Tisch saß, so war sie nicht alleine im Raum.

Während sie von ihrem Brötchen abbiss, musterte sie Severus, wie er über seinem Schreibtisch saß und vermutlich die richtigen Worte für seinen Brief an Dumbledore suchte. Als er ihn endlich zusammenrollte und seiner Eule um den Fuß band, sprach Hermine zum ersten Mal. „Bist du sicher, dass du das tun willst?" Er setzte die Eule ans Fenster und öffnete dieses. „Ich hab keine andere Wahl Hermine. Es ist besser, wenn er es jetzt erfährt, als später. Weißt du, der Mann vertraut mir, ich möchte es nicht missbrauchen." Mit einem stummen Blick sah er der Eule hinterher, die unter den grauen Wolken verschwand.

Hermine war ziemlich mulmig zumute, wenn sie an den Brief für Dumbledore dachte. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass Dumbledore mit den Schultern zucken würde und es hinter seinem Rücken geschehen lassen würde. Zumal, wenn das puplic werden würde, das wäre der Horror schlecht hin.

oOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoO

Es waren bereits vier Wochen verstrichen seit dem Vorfall mit Hermines Vater. Das Leben, welches sie jetzt führte, fühlte sich schon fast wie das Paradies an, im Gegensatz zu ihren vorherigen Sommerferien. Sicher gab es hier und da einige kleine Unstimmigkeiten zwischen den beiden, doch im großen Ganzen waren sie ein mittlerweile glückliches Paar. Jedoch war ihre Beziehung mehr oder weniger platonisch. Sie nahmen sich in die Arme, sie küssten sich, sie schmusten miteinander. Doch weiter konnte Hermine einfach nicht gehen. Sobald Severus sie an Brüsten oder gar in der Nähe der Oberschenkel berührte, versteifte sich Hermine und Panik überkam sie. Sie war einfach noch nicht bereit, sich von ihm an intimen Stellen berühren zu lassen oder gar den letzten Schritt zu gehen und mit Severus zu schlafen.

Es wunderte sie immer wieder, wie viel Geduld dieser Mann hatte und immer wieder fragte sie sich, wie viel Geduld er in Zukunft wohl noch mit ihr haben würde, aber wenn einer sie verstehen konnte, dann er! Ihren Freunden hatte sie, die ein oder andere Eule geschickt und ihnen erklärt wie schön ihre Ferien doch waren und dass sie ohne ihre Eltern unterwegs war. Doch einen Aufenthaltsort hatte sie ihnen gegenüber nie erwähnt. Auf die Eule die Severus Dumbledore geschickt hatte, war keine Reaktion gekommen, doch dies sollte sich noch an diesem Tag ändern.

Es war bereits Nachmittag und in der kommenden Woche würden die Lehrer langsam aus ihren Ferien zurückkehren. In der Woche darauf würden die Schüler ankommen. Irgendwie hatte Hermine Angst davor. Harry und Ron würden sie mit Sicherheit ausquetschen und wissen wollen, wo sie gewesen war. Aber sie konnte es ihnen unmöglich erzählen, was Zuhause passiert war und danach. Sie war noch nicht bereit über diese Dinge zu reden.

„Gibst du mir mal bitte die rote Phiole da drüben… danke." Hermine wurde aus ihren Gedanken gerissen. Seit etwa 3 Stunden waren sie damit beschäftigt die Vorräte der Krankenstation aufzustocken. Sie griff nach der zerbrechlichen Phiole und musterte Severus, wie er davon 3 Tropfen dem Trank hinzufügte. „Meinst du nicht, 4 Tropfen währen effektiver?" Er schüttelte den Kopf. „Nicht wirklich. Bei vier Tropfen ist die Heilung zwar um die Hälfte schneller, aber dafür treten Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen und Übelkeit auf." Er beugte sich zu ihr hinüber und küsste sie sanft, als sie durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen wurden. Etwas genervt rollte er mit den Augen, löste sich von Hermine und drehte sich der Tür zu. „Herein!"

Hermine blickte neugierig zur Tür, als sie den langen Bart erkannte. Ein mulmiges Gefühl machte sich in ihr Breit und sie wusste nicht, ob es gut oder schlecht war. „Miss Granger… Severus…" Begrüßte er die beiden und verneigte sich kurz. "Severus, kann ich dich kurz sprechen? Lassen sie sich durch mich nicht stören, Miss Granger."

Hermine nickte. Dumbledore wirkte irgendwie… zu ernst und angespannt. Das war kein gutes Zeichen, fand die Schülerin, als sie sich dem Kessel zuwandte. Was würde Dumbledore mit Severus wohl besprechen? Sie hatte eine gute Ahnung um was es ging. Als die Türe ins Schloss gefallen war, drehte sich Hermine von dem Kessel weg und lief auf die Türe zu. Sollte sie lauschen? Aber das gehörte sich einfach nicht. Aber wenn es hier um sie ginge, dann hatte sie doch auch ein Recht zu erfahren was gerade besprochen wurde, oder? Und wenn sie über etwas anderes reden würden, dann würde sie einfach die Türe wieder schließen und weiterarbeiten.

In der nächsten Sekunde befand sich Hermine suchend über ihre Sachen gebeugt. Sie suchte die Langziehohren, die sie von den Weasleyzwillingen bekommen hatte und schob sie kurze Zeit später unter der Türe zum Büro durch. Das Gespräch war bereits in vollem Gange.

„Einen Teufel werde ich tun, Albus!" Donnerte Severus seinem Chef entgegen. „ Severus! Du musst!" – „Warum? Warum sollte ich das tun?" – „Willst du deinen Job verlieren?" – „Ist das etwa eine Drohung?" Knurrte Severus bedrohlich, Dumbledore atmete leicht genervt aus, als hätte er es mit einem kleinen Jungen zu tun.

„Hör mir zu Severus! Du kannst mit ihr keine Beziehung eingehen. Nicht jetzt! Wenn du sie liebst, dann warte noch bis sie von der Schule ist. Solltest du das nicht tun, dann habe ich keine andere Wahl, als dir zu kündigen. Sie ist eine Schülerin und deine Schutzbefohlene! Und mal abgesehen davon, könntest du ihr Vater sein! Du bist doppelt so alt wie sie. Bitte Severus sei vernünftig!" Doch diese Worte ließen sowohl Severus, als auch Hermine fassungslos werden. Severus sammelte einen Augenblick seine Worte, bevor er weitersprach.

„Albus… ich liebe diese junge Frau! Noch nie in meinem Leben habe ich so etwas verspürt, wie zu ihr. Und du weißt, dass das nicht erst seit gestern ist! Und was noch viel besser ist… sie liebt mich… Albus! MICH! Erzähl mir nur von einer einzigen Person, die mich jemals geliebt hat! So wie ich bin? Los, sag schon. Und was das Alter angeht, das ist kein Argument! Du bist dreimal so alt wie Minerva und trotzdem habt ihr diesen Sommer geheiratet. Darfst nur du glücklich sein und alle anderen müssen bis an ihr Lebensende leiden? Oh nein Albus. Ich werde Hermine nicht einfach von mir stoßen, wenn du es verlangst. Wenn du dann Konflikte hast und mich nicht weiter bei dir beschäftigen kannst. Dann ist das in Ordnung! Ich gebe lieber diese Arbeit auf, als die Frau, die ich liebe!"

„Severus, wie stellst du dir das vor? Womit willst du sie unterhalten, wenn du keine Arbeit mehr hast? Wo willst du hin, wenn du von hier weg gehst? Du hast doch nichts, das hier ist dein Zuhause… Hogwarts! Ich möchte dich hier nicht verlieren."

Severus Kiefer knirschte. „Das, Albus hättest du dir vor deiner Rede überlegen müssen. Und wo ich hin will? Ich habe nach wie vor mein Haus in Spinners End. Dort kann ich leben. Und wenn es sein muss, dann klage ich von den Muggeln Arbeitslosengeld ein… oder wie sie das nennen. Vergiß nicht, ich bin auch bei den Muggeln eingetragen! Ich bin zur Hälfte einer, auch wenn es eine Seite ist, die ich nicht mag. Aber dennoch ist es eine Möglichkeit! Und ich kann nach wie vor mit Hermine zusammen sein!"

„Du willst alles für sie aufgeben, Severus? Alles? Und wenn du in Spinners End bist, wie gedenkst du dann mit ihr zusammen zu sein? Du hast danach nichts mehr im Schloss zu suchen! Wie willst du sie sehen? Sie darf das Schloss nicht einfach so verlassen…!"

„Es gibt genügend Möglichkeiten Albus. Lass das mal nur meine Sorge sein."

„Wenn du so denkst, dann musst du gehen Severus. Dann ist für euch beide, hier an der Schule kein Platz mehr…" – „Was? Willst du sie etwa auch von der Schule werfen? Willst du ihre Zukunft zerstören? Nur weiter so Albus… nur weiter so!" – „Severus bitte de…"

Weiter hörte Hermine nicht mehr zu. Ihre Augen waren geweitet. Severus war bereit für sie alles aufzugeben? ALLES? Nein, das konnte sie auf keinen Fall zulassen. Niemals. Severus durfte wegen ihr nicht sein altes Leben, an dem ihm so viel lag, aufgeben. Er hatte hier ein Zuhause gefunden und eine Arbeit. Er hatte in Dumbledore einen Vater gefunden. Sie hatte in Dumbledores Stimme den Schmerz gehört. Sie konnte es einfach nicht zulassen.

Mit wenigen Schritten war sie im Schlafzimmer und packte ihre Kleidung in ihrem großen Koffer zusammen. Sie nahm einen kleinen Zettel und begann zu schreiben.

Ich habe euer Gespräch belauscht. Verzeih mir bitte. Doch ich kann nicht zulassen, dass du wegen mir alles aufgibst. Das hier ist dein Leben und du bist hier doch so glücklich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du es in deinem Haus in Spinners End toll finden würdest und dich da wohl fühlst. Zumal diese eine ziemlich heruntergekommene Gegend ist. Verzeih. Doch Severus, wenn du mich wirklich so sehr liebst, wie du vor Professor Dumbledore beteuert hast, dann bleib hier und behalte deine Arbeit - Für mich!

Und wegen noch etwas möchte ich dich um Verzeihung bitten, Ich habe einen Teil deiner Ersparnisse aus deinem Versteck genommen, denn sonst werde ich keine Möglichkeit haben zu überleben. Meine Schulden werde ich irgendwann bei dir begleichen, wenn ich selbst Geld verdiene.

Severus… such bitte nicht nach mir… Bitte.

Ich liebe dich!

Deine Hermine

Tränen tropften auf das Pergament, während sie es beschrieb. Sie legte es auf das Bett, nahm sich das Geld und packte es ebenfalls in ihren Koffer, welchen sie nach dem sie in geschlossen hatte schrumpfte und in ihre Hosentasche stecken konnte. Mit einem letzten wehmütigen Blick durch diese Räume, schlich sie sich hinaus auf den Flur. Sie mußte sich beeilen, er durfte den Brief nicht finden, bevor sie das Schloss verlassen hatte. Immer schneller wurden ihre Schritte, bis sie endlich am Apparierpunkt, außerhalb des Schlosses angekommen war. Ihre Konzentration galt nun dem Apparieren. Sie schloss die Augen, holte tief Luft und verschwand mit einem Plopp.

--------- ------------------ -----------------

Hermine haut nach Frankreich ab und Severus ist alles andere als begeistert als er den Brief findet.