Disclaimer Kapitel 1

Beta: Jacky

Vielen Dank für eure Reviews und nun erfahrt ihr was Hermine so in Frankreich tut ;-) Und ob sie Severus jemals wieder sieht.. .

Kapitel 23

Die nächsten zwei Wochen liefen für Hermine recht angenehm. Sie verbrachte die meiste Freizeit mit Thierry und damit, die Bücher der Buchhandlung zu durchstöbern oder zu sortieren. Zwischen ihr und Thierry entwickelte sich eine richtige Freundschaft, doch mehr auch nicht. Denn ihr Herz gehörte nach wie vor nur einer Person. Jedoch musste Hermine feststellten, dass Thierry mindestens so versessen aufs lernen war, wie sie selbst und vermutlich war er der beste Schüler der Jungs, allerdings ließ er darüber nichts verlauten. Was Thierrys Eltern anging, so waren diese genauso nett, wie ihr Sohn und Hermine fragte sich ob alle französischen Familien so charmant waren. Ja, sie fühlte sich in dieser Familie richtig wohl und wünschte sich ihre eigene Familie wäre auch so gewesen. Doch sie wusste es besser.

Einen Tag bevor die Schule begann, brachten Thierrys Eltern die beiden zum Bahnhof. Jedoch mussten sie hier nicht durch eine Wand hindurch um zum Zauberergleis zu kommen, sondern man musste nur auf dem Gleis entlanglaufen, bis es scheinbar aufzuhören schien. Ihr Gleis war „Gleis 13". Offiziell hatte der Bahnhof nur 12 Gleise. Hermine schmunzelte ein wenig. Die magische Welt ließ sich doch immer wieder etwas neues einfallen, doch warum sie hier in Frankreich gerade das 13. Gleis ausgewählt hatten, konnte Hermine sich auch nicht erklären.

Der Zug war bereits ziemlich voll, als Thierry und Hermine ihn betraten. Thierry schleifte Hermine durch den halben Zug, bis er sie in ein Abteil schob, in dem schon 2 Schüler und eine Schülerin saßen. „Das sind Joel, Pierre und Juliette. Ich vermute mal Juliette wirst zu ziemlich oft sehen, da sie in deinem Jahrgang ist. Leute, darf ich euch Hermine vorstellen? Sie kommt dieses Jahr zu uns nach Beauxbaton und sie ist genauso versessen auf Bücher wie ich…" Die anderen stöhnten auf, als sie die letzten Worte hörten, lächelten dann aber wieder und begrüßten Hermine. Diese stand ein wenig überfordert in der Abteiltür, da sie mehr oder weniger mit dieser Begrüßung überfallen worden war. Doch was hatte sie erwartet? Dass Thierry keine Freunde hatte? Hermine erwiderte schüchtern das Lachen der anderen, als Pierre sie ansprach. „Wir dachten so was wie Tié gibt's nur einmal auf dieser Welt, nun wurden wir eines besseren belehrt…".

Von diesem Moment an hatte Hermine ihre ersten und auch besten Freunde in Beauxbaton gefunden. Nach der Schule verbrachte sie viel Zeit mit Juliette und ihrer Schwester Nicoletta oder sie trafen Pierre, Joel und Thierry in Sreteil oder einfach nur zum spazieren gehen am See.

Die Schule war wunderschön und irgendwie ganz anders als Hogwarts. Beauxbaton war ein Palast und erinnerte schwer an einen der Paläste aus 1001 Nachte. Da es in Beauxbaton keine Häuser gab, wie in Hogwarts, waren die Schüler nach Jahrgängen aufgeteilt worden. Während die Erst- bis Drittklässler sich Schlafräume mit bis zu 8 Betten teilen mussten, hatten die Abschlussschüler das Privileg in kleinen WGs - bis zu 6 Schülern - wohnen zu dürfen. Diese kleinen Wohnungen bestanden aus einem Schlafzimmer, für jeden Schüler ein eigenes, ein Badezimmer und ein großes Wohnzimmer. Natürlich gab es auch die Möglichkeit die Zimmer zusammen zu legen und mit mehreren Schülern in einem Raum zu schlafen. Hermine jedoch entschied sich für ein Einzelzimmer.

Es gab einen großen Saal, in dem die Speisen eingenommen wurden und einen weiteren großen Raum, der schwer an ein überdimensionales Wohnzimmer erinnerte. Im Gegensatz zu Hogwarts zog hier der Winter nie richtig ein, denn selbst im Dezember lagen die Temperaturen bei 20 Grad Celsius. Das einzige, worin sich die französische Schule nicht von Hogwarts unterschied, war der Unterricht. Es gab die gleichen Fächer und den gleichen Unterrichtsstoff. Was anders im Unterricht - von daher gewöhnungsbedürftig - war, war dass nur Mädchen am Unterricht teilnahmen.

Das Schuljahr verging schneller als Hermine jemals für möglich gehalten hätte. Sie genoss ihre Zeit und ihre neuen Freunde, was zu keiner Zeit hieß, dass sie ihre alten Freunde vergessen hätte. Nein, das konnte sie nicht. Sie hatte ihren besten Freunden zu ihren Geburtstagen, zu Weihnachten und zu Ostern eine Karte, so wie ein Geschenk geschickt. In den kurzen Zeilen, die sie geschrieben hatte, hatte Hermine nie erwähnt, wo sie sich befand, sondern allen versichert, dass es ihr gut ginge und sich keiner Sorgen machen brauchte. Auch Severus hatte sie an Weihnachten einen langen Brief geschrieben, welcher sich über mehrere Seiten erstreckt hatte und ein kleines Geschenk geschickt. Irgendwo tief in ihrem Herzen war die größte Angst, dass er sie hassen würde oder noch schlimmer, dass er sie vergessen hatte.

Schließlich waren es nur noch ein paar Wochen, dann Tage bis zum großen Abschlussball der Schule, der wohl das größte Ereignis des ganzen Jahres war.

Schon ziemlich früh hatten Hermine und Thierry beschlossen zusammen auf den Ball zu gehen, da beide grottenschlechte Tänzer waren und sie sich so besser verstecken konnten. Ja,… das war ihre Taktik. Die Diplome entgegen zu nehmen und sich dann still und leise zu verkrümeln.

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Der letzte Tag der Prüfungen hatte begonnen. „Oh man, ich habe ein total schlechtes Gefühl bei Zaubertränke, ich schaff das bestimmt nicht", jammerte Hermine. „Hermine, entschuldige, aber wenn eine das schafft, dann bist du das! Ich meine du hast bis jetzt jede einzelne Prüfung mit einem Ohnegleichen geschafft, Erklärst du mir, warum du ausgerechnet das hier nicht schaffen solltest? Vor allem Zaubertränke liegt dir doch am meisten." – „Vermutlich hast du recht, aber ich hab trotzdem totalen Schiss…" – „Ich glaub den hat jeder, aber bei dir ist das völlig unbegründet. Da bin ich mir sicher. Schau dir Nadine an! Wenn einer Schiss haben sollte durchzufallen, dann wohl die." Hermine schnaubte auf. Das konnte man wohl laut sagen, denn Nadine war das, was man einen weiblichen Neville nennen konnte und noch dazu ganz schön arrogant.

Hermine und Juliette saßen auf dem Boden vor dem Prüfungszimmer und warteten darauf in die Prüfung eingelassen zu werden. Jede Stunde wurden 3 Schüler hineingerufen. Juliette, Yolande und sie waren die nächsten, die dran waren. Yolande steckte ihre Nase noch in das Buch, in der Hoffnung wohl doch noch etwas zu kapieren. Doch die Chancen standen für sie ziemlich schlecht und das wusste auch Hermine. Jedoch nicht so schlecht wie bei Nadine. Dann ging die Tür auf. Hermine stand mühsam auf. „Lieber Severus, ich hoffe du bist stolz auf mich und hast deine Hand über mir…", flüsterte sie leise. „Was ist?" Fragte Juliette neugierig. „Ach nichts, nur ein kleines Stoßgebet."

Hermine betrat den Raum und ging zu dem Kessel, der ihr zugeteilt wurde. „Wenn ich los sage, dann drehen sie die Pergamente um und können anfangen. Die Zutaten liegen neben ihren Kesseln und sie haben 90 Minuten Zeit den Trank zu anfertigen und eine kleine Zusammenfassung über ihr Handeln zu schreiben. Die Prüfung beginnt – jetzt."

Hermine drehte das Pergament um und starrte ungläubig auf das Papier. Sofort schossen ihr Tränen in die Augen. Sie konnte es sich nicht einmal richtig erklären, warum gerade jetzt, denn es war nicht das erste Mal gewesen, dass sie einen Trank braute, seit sie von Hogwarts weg war. Aber warum erinnerte sie dieser verdammte Trank so sehr an Severus? Nie war ihr schmerzlicher bewusst gewesen, wie sehr sie ihn vermisst hatte. Doch dieser Trank… Hermine schloss die Augen und konzentrierte sich auf die Zeit mit Severus. Sie beide hatten ihn in den Ferien zusammen gebraut und während dieses Trankes hatte Severus Hermine klar gemacht wie sehr er sie liebte und dass er sie irgendwann, wenn sie mit der Ausbildung oder dem Studium fertig war, heiraten wollte. Neue Tränen kullerten über ihre Wange. Ach Severus…

„Alles in Ordnung Mademoiselle Granger?" Hermine nickte. „Ja… alles bestens. Ich erinnere mich gerade an etwas und das macht mich ein wenig traurig. Aber es geht. Danke." Sie lächelte mühsam und begann endlich mit ihrer Prüfung. Es war nicht verwunderlich, dass Hermine die erste war die fertig war…

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Nun, wie nicht anders zu erwarten, hatte Hermine auch diese Prüfung perfekt abgeschlossen. Bei dem Ball würden alle Schüler ihre Diplome erhalten… nach all den Jahren. Doch so sehr Hermine sich bemühte, sie bekam die Gedanken an Severus nicht mehr aus dem Kopf. Die ganzen Tage über nicht. Egal wie sehr ihre Freunde sie versuchten aufzubauen. Es gelang keinem von ihnen. Dann war es soweit. Der Ball stand vor der Tür und die Mädchen standen aufgeregt vor dem Spiegel.

„Du meine Güte, so kann ich doch nicht gehen. Joel wird mich auslachen. Ich sehe aus wie… wie, ich weiß nicht wie - aber grauenhaft!" Hermine lächelte gütig ihrer Freundin zu. „Jule… du siehst fantastisch aus. Wirklich. Nur deine Haare müssen noch etwas hochgesteckt werden und dein Gesicht ein wenig geschminkt. Du wirst sehen, danach siehst du einfach nur göttlich aus. Oder sagen wir mal göttlicher, als du jetzt schon aussiehst." – „Wann ziehst du dich um?" Hermine blickte an sich herab. Sie lief immer noch im Bademantel herum und hatte nicht einmal ansatzweise angefangen, sich für den Ball herzurichten. „Ich fange auch gleich an. Außerdem haben wir ja noch ne weile Zeit… oder? Los setz dich mal hin."

Sie zog Juliette auf den Stuhl und setzte sich hinter sie. Mit ein paar Mittelchen, die sie im Labor zusammen gebraut hatte begann sie Juliettes Haare zu beträufeln. Mit der Bürste bürstete sie Juliettes Haar und mit dem Zauberstab machte sie aus der glatten Mähne ihrer Freundin leichte Locken, die sie mit ein paar Haarklammern hochsteckte. Zwei Zaubersprüche und 3 Phiolen später war die Frisur fertig. Auch das Schminken ging recht schnell, da sie lediglich ein wenig Make-up auf die Haut auftrug und Juliettes Augen noch ein wenig mit Wimperntusche und Eyeliner betonte.

„So… du bist fertig und du siehst einfach zauberhaft aus!" Juliette sprang auf und sah in den Spiegel. „Wow, wie hast du das denn gemacht? Deine Hände sind echt pures Gold. Es ist kaum zu glauben, dass ich das sein soll. Ich bin beeindruckt…" Juliette drehte sich immer wieder vor dem Spiegel im Kreis. „Jules, du sahst schon immer zauberhaft aus, vergiss das nicht!" Hermine betrachtete zufrieden ihr Gesamtkunstwerk. Ja, vielleicht hatte sie goldene Hände - zumindest ab und zu. Juliette drehte sich zu Hermine um und hielt sie an den Armen fest.

„Los… jetzt bist du dran und absolut gar keine Widerrede klar?" Hermine seufzte. Nein, jetzt konnte sie sich nicht mehr drücken. Sie ging zum Schrank in ihrem Zimmer und holte eine große Schachtel heraus. Auf dem Bett öffnete Hermine die Schachtel und holte das Kleid, welches darin lag, heraus. Juliette jappste nach Luft. „Du meine Güte… das Kleid ist ja der absolute Hammer!"

Hermines Kleid war ein Traum aus weißem Tüll. Es hatte Spaghettiträger und eine recht schmal geschnittene Taille. An der Hüfte ging der rote Samt des Oberteiles in Tüll über und puschte das Kleid ein wenig auf. „Na los… zieh schon an", forderte Juliette. Hermine streifte ihren Bademantel ab und schlüpfte in das Kleid. „Du siehst aus wie eine Prinzessin in dem Kleid und das schon mit den Haaren…", grinste Jule sie an. Hermine trat an den Spiegel und betrachtete sich. Dieses Kleid hatte sie gekauft, als sie mit Severus in der Winkelgasse war. Sie hatte es nur für ihn gekauft und jetzt zog sie es zu einem Schulball an. Einen Schulball, zu dem sie nicht in seiner Begleitung hinging. „Ja ich weiß, es ist traumhaft das Kleid…", gab sie leise zurück.

Von nun an begann eine kleine Hetzjagd. Hermine gelang es einfach nicht ihren Kopf zu bändigen und eine anständige Frisur aus ihren Haaren zu machen. „Na toll, ein super Kleid, aber eine Frisur wie Schnittlauch! Halt! Das nehm ich zurück, denn Schnittlauch hat mehr Form!", knurrte Hermine nachdem sie eine Stunde lang vor dem Spiegel gestanden hatte. „Augenblick…", meinte Jules und verschwand aus dem Zimmer. Minuten später kam sie mit 5 Mädchen aus ihrem Jahrgang zurück. „Mädels… Notfall! Hermine braucht unsere Hilfe!"

Hermine wusste nicht wie ihr geschah, als die Mädchen plötzlich um sie herumsprangen und jede an ihr herum zog oder fummelte. Doch nach einer Stunde hatte alles ein plötzliches Ende.

„Und was meint ihr…", frage Angelique, als sie abschätzend ihre Hände in die Hüfte stemmte und das „Kunstwerk" begutachtete. Auch die anderen Mädels beäugten Hermine skeptisch. „Was?" Fragte Hermine ängstlich. „So schlimm?" - „Also ich würde sagen… gebt den Spiegel frei." Grinste Monique Hermine an. Geschlossen traten die Mädchen zurück und ermöglichten Hermine, zum ersten Mal nach ihrer Umwandlung, den Blick in den Spiegel.

Hermine war so überrascht, als sie auf den Spiegel zuging und sich selbst entdeckte. Ihre Haare fielen in feinen Locken von ihrem Kopf, waren auf der einen Seite hinter ihr Ohr gesteckt worden und mit einer Blume fixiert. Auch das Make-Up passte zu ihrem Erscheinungsbild. „Bei Merlin… ich liebe euch…", hauchte Hermine gerührt während sie mit den Händen wedelte und versuchte ihre Tränen zurück zu halten. Nein, wenn sie jetzt weinen würde, dann wäre das ganze Make-Up zerstört. „Die Jungs sind schon da… wir sollten runter gehen", rief Domi in das Zimmer, welche an der Tür erschienen war.

Nachdem alle anderen längst verschwunden waren, stand Hermine noch ein paar Minuten alleine vor dem Spiegel, ehe sie sich die Pumps anzog und nach unten, zu den anderen ging. Thierry fiel fast um, als er Hermine sah, was sie wiederum zum Lachen brachte. „Ach hör schon auf, du siehst auch verboten gut aus…", brachte sie lachend heraus, als er ihr seinen Arm anbot. Zusammen betraten Thierry und Hermine mit ihren Mitschülern die große Halle, die festlich geschmückt war. Leise Musik lief und einige Schüler hatten sich bereits über das Buffet hergemacht. Doch Hermine war irgendwie viel zu aufgeregt, um etwas zu essen oder trinken. Denn gleich würden sie ihre Diplome bekommen. Dann stellte sich die Direktorin vorne auf die kleine Bühne, auf der die Band stand und es wurde schlagartig ruhig im Saal. Eigentlich wäre das nicht nötig gewesen, dass sich die Direktorin auf eine erhöhte Fläche stellte, denn immerhin war sie doppelt so groß, wie jeder andere hier.

„Meine lieben Schüler… heute ist ein besonderer Tag. Ein Tag der vielen in Erinnerung bleiben wird. Doch eines ist heute anders als in den Jahren zuvor, denn an dem heutigen Tage werden wir Gäste von auswärts erwarten. In diesem Jahr gibt es eine Partnerschaft mit einer andren Schule, deren Schüler heute Abend ebenfalls unsere Gäste sein werden und ihren Abschluss mit uns feiern."

Die Türen zur großen Halle wurden geöffnet und einige Schüler standen dahinter. Hermine erkannte sie sofort. Schlagartig verschwand ihr lächeln.

„Liebe Schüler und Schülerinnen… begrüßt unsere Gäste aus England. Die Abschlussschüler aus Hogwarts werden heute unsere besondere Gastfreundschaft kennen lernen."

Die ersten Schüler betraten die Halle. Hermine erkannte sie sofort, jeden einzelnen. Ihr war plötzlich unheimlich schlecht, als sie sich hinter Thierry versteckte. Sie wollte auf keinen Fall entdeckt werden, was natürlich ein Ding der Unmöglichkeit war. Vor allem aber wollte sie Dumbledore auf keinem Fall begegnen. „Scheiße…", flüsterte Hermine leise. „Was ist denn los?" Fragte Thierry besorgt. „Das ist mein alter Jahrgang… und… ich will ihnen eigentlich nicht begegnen. Schon gar nicht meinem alten Direktor den ich… nun ja… auf den bin ich nicht gut zu sprechen und er vermutlich auch nicht auf mich." – „Wenn du willst verschwinden wir. Kein Problem ich kenn einen Weg hier raus und bevor dich jemand entdecken kann sind wir weg." Hermine nickte. „Ja… bitte… ich halte es hier keinen Moment länger aus."

So hatte Hermine sich das nicht vorgestellt, denn spätestens wenn sie aufgerufen worden wäre, um ihr Diplom abzuholen, hätten alle ihr Augenmerk auf sie gerichtet und jeder hätte sie erkannt. Nein… das wollte sie nicht.

Thierry griff nach Hermines Hand und zog sie unauffällig zu einem der hinteren Ausgänge. Nur noch ein paar Schritte und sie hatten es geschafft. Warum Hermine sich jedoch umgedreht hatte, konnte sie sich im Nachhinein selbst nicht mehr erklären. Es war einfach so ein Gefühl, dem sie unbedingt nachgehen wollte. Vielleicht um einen Blick auf Harry und Ron zu werfen… Ja, diese Verlockung war da. Wie die beiden wohl aussahen? Obwohl, wie sehr veränderte man sich in einem Jahr?

Doch was sie dann erblickte, ließ sie erstarren. Kraftlos ließ sie ihre Hand aus Thierrys gleiten und klappte den Unterkiefer herunter. „Hermine was ist los, wenn du weg willst solltest du dich beeilen." Doch Hermine rührte sich nicht, sie hörte Thierry überhaupt nicht mehr. Verwirrt versuchte Thierry Hermines Blick zu folgen, bis er auf einer Person hängen blieb. Wie mechanisch trat Hermine zurück in den Raum. Vor der Bühne kam sie zum stehen. Den Blick immer noch starr auf eine Person gerichtet. Der Blick der sie dann traf, ließ sie innerlich zusammenzucken. Sie schluckte schwer, als sie spürte wie sich die ersten Tränen in ihren Augen sammelten.

„Severus…"