So... hier ist jetzt das letzte Kapitelchen...
Ich hoffe ihr hattet viel Spaß bei der Geschichte und sie hat euch gefallen.
Ich danke allen Reviews und natürlich auch meinen anonymen Lesern.
verteilt überall Bussis und gaanz viel Butterbier+
Und nun viel Spaß beim Lesen.
Kapitel 26
Mit gemischten Gefühlen sah Hermine dem Zug, der Hogsmeade verließ, hinterher. Ihre Freunde saßen darin, vermutlich das letzte mal. Wehmut machte sich in Hermine breit, doch hatte sie die letzten zwei Tage genossen!
Sie hatte fast ausschließlich die Zeit mit Harry und Ron verbracht, auch wenn Severus alles andere als angetan war von Hermines Entscheidung. Doch dafür würde er sie jetzt ganz für sich haben. Die letzten Schüler waren mit dem Zug abgereist und bis auf ein paar Lehrer war niemand mehr im Schloss. Hermine hob ein letztes Mal den Arm, um dem immer kleiner werdenden Zug hinterher zu winken, bevor sie sich zurück auf den Weg nach Hogwarts machte, um endlich ihre Zeit mit Severus zu genießen.
Auf dem Weg nach Hause, ja Hogwarts war jetzt offiziell ihr Zuhause, dachte sie immer wieder an die Gespräche mit ihren Freunden zurück. Sie hatten Hermine erklärt, wie sie entdeckt hatten, dass sie etwas füreinander empfanden und dass sie es anfangs ignoriert und sogar bekämpft hatten und das jahrelang. Erst als Hermine dann verschwunden war, waren die beiden so verzweifelt gewesen, dass sie einander in die Arme gefallen waren und da war es dann passiert. Seit dem waren sie ein Paar gewesen, von dem niemand erfahren durfte. Und so hatte Hermine auch versprochen niemanden etwas zu sagen. Sie hatten erzählt, was sonst noch so in Hogwarts passiert war und im Gegenzug hatte Hermine ihre Freunde aufgeklärt, warum sie überhaupt weggelaufen war. Hermine war sogar ziemlich überrascht gewesen, als Harry in Tränen ausgebrochen war.
Doch jetzt waren ihre Freunde weg und beschritten einen neuen Weg. Harry würde in ein paar Tagen mit seiner Ausbildung als Auror beginnen und Ron hatte sich für eine Ausbildung als Heiler entschieden. Vor allem auch um Harry zu heilen, wenn er mal etwas auseinander genommen Heim kommen würde. Sie selbst hatte sich für ein Studium zur Tränkemeisterin entschieden. Und wer käme da besser in Frage, als Severus? Während den theoretischen Stunden würde sie zur Uni apparieren, ansonsten wäre Hermine hier in ihrem Zuhause bei ihrem zukünftigen Mann. Wie das klang „ihren zukünftigen Mann". Doch in einem Punkt waren sich Hermine und Severus einig gewesen. Sie würden erst nachdem sie ihr Studium beendet hatte heiraten.
Hermines Laune war an diesem Tag doch recht gut. Die Sonne strahlte auf sie herab und der Duft von frisch gemähten Gras drang ihr in die Nase. Sie mochte diesen Duft. Er war so… schön einfach. Ja, schön. Ihre Schritte waren langsam und eigentlich schlenderte sie mehr zum Schloss. Über die Sache, welchen Namen sie annehmen würde, hatte Hermine auch gründlich nachgedacht. Sie würde seinen Namen annehmen, egal wie komisch es klang. Denn auf den Namen, den sie trug war sie alles andere als stolz und so konnte sie vielleicht ihre Vergangenheit ablegen, indem sie einen neuen Namen annahm.
Hermine schloss gerade die kleine Tür, die in das große Haupttor eingelassen war, als ihr Blick auf eine einzelne Kerze gerichtet war. Davor stand ein kleines, halb aufgeklapptes, Kärtchen. Fragend nahm sie das Kärtchen hoch und las drei kleine Wörter. Folge dem Licht! Neugierig sah sich Hermine um. Was war denn das? Folge dem Licht? Was sollte das denn heißen? War das überhaupt für sie gedacht? Auf den Stufen zum Kerker fand sie eine weitere Kerze. Hermine musste lachen. War das Severus gewesen? Manchmal überraschte er sie einfach immer wieder. Halt, eigentlich überraschte er sie ständig! Sie hob die Kerze auf und pustete sie aus währen sie zu der zweiten Kerze folgte mit einem weiteren Kärtchen. Folge dem Licht! Auch darauf standen die gleichen Worte. Hermine lachte wieder auf. Irgendwie war es ja süß. In gleichmäßigen Abständen fand sie weiter Kerzen. Immer wieder mit dem gleichen Kärtchen. Die Kerzen führten sie im absoluten Zick Zack durch den Kerker, bis sie endlich in Severus Räumen stand. Dort stand im Wohnzimmer eine große Kerze und wieder mit Karte. Sie klappte die Karte auf und lachte noch lauter. Du tust aber auch alles, was man dir sagt! Folge dem Licht, das ist eben meine Hermine!
Doch jetzt? Wo war er? „Severus?" Sie bekam keine Antwort. Suchend lief sie in der Wohnung umher. Doch in keinen der Räume fand sie ihn. Als sie jedoch ins Schlafzimmer kam, fand sie eine weitere Kerze, die auf einer Schachtel stand, die wiederum im Bett lag. Hermine nahm die Kerze herunter und öffnete die große Schachtel. Auf dem Seidenpapier lag ein großer Zettel, welcher mit seiner fein säuberlichen Handschrift beschrieben war.
Ich dachte, das hier könnte dir gefallen. Warum ziehst du es nicht einfach an und… ach ja, folgst dem Licht. Lach nicht, das ist ernst gemeint!
Ja, Hermine musste in der Tat lachen. Irgendwie war es ja total süß. Sie legte den Zettel auf die Seite und faltete das Seidenpapier auseinander. Etwas Blaues lag in der Schachtel. Mit weichen Knien holte sie den Stoff heraus und wäre beinahe in Ohnmacht gefallen. „Das muss doch verdammt teuer gewesen sein!", jappste sie. Vor ihr entfaltete sich ein wunderschönes Kleid in einem strahlenden Blau. Weiter unten in der Schachtel lagen ein Paar dazupassende Schuhe. Ohne groß zu überlegen, zog sie ihre alten Sachen aus und schlüpfte in das neue Kleid und die Schuhe. Vor dem Spiegel musterte sie sich. Es war ein eng anliegendes Kleid, zumindest bis zur Hüfte. Danach ging es in einen großen Rock über, der sie doch ein wenig an Severus Roben erinnerte, zumindest sahen die ähnlich aus, wenn sie sich so aufbauschten. Der Rock hatte einen Schlitz, der bis zu ihrem Oberschenkel ging, aber das wichtigste darunter verdeckte. Während der äußere Stoff aus einem leuchtenden, dunklen Blau war, so war die Innenseite des Rockes mit einem Meer aus hellblauen Kristallen bedeckt, die je nach Bewegung heller oder dunkler glitzerten. Hermine wunderte sich, warum die Kristalle nicht an ihren Beinen kratzten oder sie verletzten. Tatsache war, dass sie diese Kristalle auch nicht an ihrer Haut spürte. Die dünnen Riemen ihrer Schuhe waren, genauso wie das Kleid, mit feinen Kristallen bestückt.
Hermine warf noch einen Blick in die Schachtel und sah einen weiteren Zettel. Dachte ich mir doch, dass du darin bezaubernd aussiehst! Hier noch ein kleiner Spruch für dich - probier ihn mal aus! Ach ja, vergiss ja nicht, dem Licht zu folgen.
Hermine las sich den Zauberspruch, der weiter unten auf dem Zettel stand, zweimal durch, ehe sie ihn ausprobierte. Sie musste schmunzeln, als sie das nächste Mal in den Spiegel schaute. Ihre Haare waren passend zu dem Kleid frisiert. Sie trug blaue Ohrringe und auch das Make - Up war auf das restliche Äußere abgestimmt. Sie staunte nicht schlecht. Irgendwie sah sie jedoch auch ziemlich fremd aus.
Nachdem Hermine endgültig fertig war, trat sie aus dem Schlafzimmer heraus. Dem Licht folgen, sie hatte die Kerzen doch ausgepustet. Im ersten Moment wusste sie nicht, wo sie nun hin sollte und entschied sich zurück auf den Flur zu gehen. Hermine brauchte nicht lange zu suchen, denn sofort fand sie eine einzelne Kerze auf dem Boden, natürlich mit Karte. Sie bückte sich vorsichtig und hob die Karte auf.
Genau diesem Licht! „Ach Severus, du kannst ja richtig süß sein! Wie lange hast du für diese Aktion wohl gebraucht?", lachte sie leise, während sie weiter lief und immer wieder auf Kerzen traf, denen sie folgte. Doch irgendwann, nachdem sie den Kerzen eine Weile gefolgt war, öffnete sie eine Tür und stand plötzlich hinter dem Schloss. Wie lange war sie um Himmels Willen im Schloss gewesen??? Die Sonne war verschwunden und der Mond leuchtete mit voller Kraft. Die Sterne funkelten in ihrer üblichen Pracht. Hermine blickte auf den kleinen Weg, dessen Umrandung aus Kerzen bestand. Ein Pfad führte sie vom Schloss weg, direkt auf den dunklen See zu.
Als sie am Ufer ankam, lag dort ein kleines, ebenfalls mit Kerzen übersätes Boot. Hermine klatschte begeistert in die Hände. Nie hätte sie gedacht, dass sich Severus jemals so etwas einfallen lassen könnte. Einen Augenblick stutzte sie. Sie hoffte es zumindest, dass es Severus war! Vorsichtig stieg sie ins Boot, welches sich sofort in Bewegung setzte, sobald sie saß. Eine Weile fuhr sie einfach nur schweigend durch die Nacht, bis sie irgendwo, weit entfernt Etwas leuchten sah. Die Punkte wurden immer größer und langsam nahm das ganze Form an, je näher sie diesem Etwas kam. Einen kurzen Moment musste Hermine an die Inferni denken. Ein Schauer lief ihr über den Rücken.
Doch je näher sie dem Licht kam, umso mehr konnte sie erkennen. Schon bald stellte sich heraus, dass, dieses zuerst unförmige Ding, eine schwimmende Insel war und die flackernden Punkte stellten sich als Kerzen heraus, die um die Insel herum schwammen. Als sie fast da war, erhob sich jemand und trat an den Rand heran. Severus. Hermines Herz machte einen Satz vor Freude. Noch nie hatte jemand solch großen Aufwand, nur wegen ihr, gemacht. Als das Boot endlich zum Stillstand kam, griff sie nach der Hand, die er ihr anbot. „Da bist du ja!", flüsterte er lächelnd und zog sie an sich heran. „Ich dachte schon, ich muss hier den Abend alleine verbringen." Severus küsste sie sanft, ehe er sie wieder los ließ. Hermine musste sich erst einmal umblicken. Auf der einen Seite, der kleinen, schwimmenden Insel, stand ein, für zwei Personen, gedeckter Tisch. Eine leise, klassische Musik, spielte, doch Hermine konnte nicht erkennen, von wo sie kam. Auf der anderen Seite stand eine große Sitzgelegenheit, auf der sie später sitzen konnten, um in die Sterne zu Blicken.
„Darf ich die Dame zum Tisch geleiten? Das Essen wird jeden Augenblick serviert!" Er bot ihr seinen Arm an und führte sie die wenigen Meter an den Tisch, rückte ihr den Stuhl zurecht und setzte sich dann auf seinen eigenen Stuhl. „Das ist fantastisch Severus… Ich.. ich habe so was noch nie erlebt." – „Ich weiß!", lächelte Severus sie an. „Aber ich möchte, dass dieser Abend etwas Besonderes wird! Aber eigentlich ist jeder Abend mit dir etwas Besonderes. Allerdings ist dies unser erster gemeinsamer Abend, an dem wir wirklich tun und lassen können, was wir wollen und vor allem ist dies unser erster gemeinsamer Abend, seit du wieder hier bist." – „Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du total süß bist?" Er schüttelte den Kopf. „Nein, nein, nein… ich bin nicht süß… Ich bin alles Mögliche… aber nicht süß!" Noch bevor Hermine etwas darauf sagen konnte, war mit einem leisen Plopp das Essen vor ihr aufgetaucht. Severus kam dies gerade recht.
Es war ein wunderschönes Abendessen. Hier und da fütterte Severus seine Hermine und hier und da klaute sich Hermine etwas von seinem Teller. Die Gespräche, mit welchen sie ihre Zeit versüßten, waren die schönsten Gespräche, die Hermine je geführt hatte. Doch auch irgendwann war dieses Abendessen vorbei. Hermine war ein wenig enttäuscht. Und jetzt? Würden sie noch hier sitzen und reden und dann zurück fahren? Ihr blick ging zu der Liegewiese. „Hast du ein wenig Lust dich mit mir da drüben hinzulegen und die Sterne zu beobachten. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass sie mir so nah waren. Es ist, als könnte ich sie berühren, wenn ich den Arm ausstrecken würde."
Severus nickte und stand auf. Er führte sie wie ein Gentleman hinüber und legte sich neben sie. „Das Kleid steht dir ausgezeichnet!", flüsterte er in ihr Ohr. „Du hast es ausgesucht…", flüsterte sie zurück und legte sich auf die Seite. Ihrer Meinung nach hatte sie schon lange genug die Sterne angeschaut. Wenn es auch nur ein paar gewesen Minuten waren. Jetzt wollte sie lieber Severus anblicken. Und auch ihm schien es ähnlich zu gehen. „Severus…", fing sie leise an und sprach nach einem leisen brummen seinerseits weiter. „Ich denke, ich bin bereit." – „Bereit wofür?", fragte er ein wenig lauernd. Sie griff nach seiner Hand, führte sie an ihre Lippen und küsste sie liebevoll. Severus verstand sofort, was Hermine meinte. „Denkst du nur oder bist du dir sicher?" Hermine schwieg einen Augenblick. „Ich bin sicher!", sprach sie leise.
Sicher, es würde immer noch eine kleine Überwindung sein, denn sie schämte sich immer noch, wer etwas anderes erwarten würde, wäre töricht. Doch mit Severus Hilfe konnte sie diesen Schritt gehen und er würde ihr beistehen. Sie setzte sich auf, öffnete langsam ihr Kleid und ließ es, über ihre Schultern hinab gleiten. Severus jedoch war auf der Seite liegen geblieben und musterte sie. Sofort fühlte Hermine sich etwas unwohl. Machte sie etwas falsch? Ging sie zu schnell an die Sache ran? „Du bist wunderschön!", flüsterte Severus, als er die Hand ausstreckte und zärtlich mit den Fingerspitzen über ihre Brüste streichelte. Ein angenehmer Schauer lief durch Hermines Rückgrat. Spätestens jetzt war sie sich sicher, sie wollte es vermutlich genauso sehr, wie er.
Mit zittrigen Fingern begann sie die Knöpfe seiner schwarzen Seidenbluse aufzuknöpfen. Einerseits war sie froh, dass er weder Robe noch Gehrock anhatte. Schon als sie die ersten Knöpfe seines Oberteil geöffnet hatte, kam seine Haut darunter zum Vorschein. Severus half ihr ein wenig, in dem er das Hemd aus der Hose zog, von den Armen gleiten lies und es unachtsam neben sich fallen ließ. Sofort waren Hermines Finger auf seiner Brust und strichen über das feine Haar, welches sich auf seiner Brust abzeichnete. Sie kitzelte sanft mit den Fingern zu seinem Bauchnabel und folgte der feinen Spur aus Haaren hinab, bis sie an seinem Hosenbund ankam. Severus stand kurz darauf auf und beschloss, es Hermine doch ein wenig leichter zu machen. Er öffnete den Gürtel, zog sich bis auf seine Unterhose aus und legte sich wieder hin. Es war schon faszinierend mit anzusehen, wie Hermine seinen Körper studierte. Vermutlich war es das erste Mal, dass sie sich wirklich selbst für einen anderen Körper interessierte. Hermine rutschte nahe an ihn heran, legte ihren Kopf auf seine Brust und lauschte seinem Herzschlag. Kurze Zeit später rutschte sie etwas von ihm weg, griff nach seiner Hand und legte diese auf eine ihrer Brüste. Sie kam sich irgendwie so unbeholfen vor, wusste nicht richtig wie sie es angehen sollte und blickte Hilfe suchend zu Severus auf.
Severus sah dies als Zeichen, die Führung zu übernehmen und sie ein wenig zu verwöhnen. Er beugte sich über sie und liebkoste ihre Haut. Schon bald war Hermine von ihren Gefühlen so gefangen, dass sie sich fallen lassen und die schreckliche Vergangenheit hinter sich lassen konnte. Während sich Severus und Hermine im Mondlicht liebten, brach für Hermine endgültig eine neue Zeit an. Mit ihrer Vergangenheit hatte sie abgeschlossen, für sie zählte nur noch das jetzt und die Zukunft.
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Ok... das allerletzte war es doch nicht ganz +grins+
Einen hab ich noch… einen hab ich noch ;-)
