Disclaimer: Weder die Figuren, noch die darauf
basierende Handlung meiner Fanfiction, gehören mir - sonst
einzig und alleine nur der Plot und die Gedichtzeilen am Anfang eines
jeden Kapitels. Die Rechte an Harry Potter liegen ganz alleine bei
Joanne K. Rowling. Ich verdiene hiermit kein Geld, sondern schreibe
dies zum reinen Zeitvertreib.
A/N: Dank geht an
aleksandramalfoy, dramine und TryPepper.
hegdl,
eure Tanya :)
Überarbeitete Version. Keine Änderungen, die den Handlungsablauf verändern - jedoch Verbesserungen in Formatierung und Wiedergabe des Textes (Dezember 2006).
Without Existence - Suche dich, dann findest du mich - Obsession
„Es gibt nur ein Gefühl, welches mich treibt,
ich
weiß allerdings nicht wie man es beschreibt..
Weißt du
was ich mein?
Ich bin einfach nicht mehr dein..."
Gemeinsam mit Ron rannte Harry die Treppen zum Ravenclaw-Turm empor. Seine Seite stach schmerzhaft, allerdings versuchte er sich zusammen zu reißen und einfach weiterzurennen. Er wusste, dass Hermione ihm es niemals verzeihen würde, wenn Malfoy etwas passierte, was er hätte verhindern können. Spätestens seit ihrer Ohrfeige hatte er es kapiert. Sie war nicht ganz unbegründet gewesen. Er hatte tatsächlich nicht recht viel Mitleid mit Malfoy gehabt, als Hermione davon erzählt hatte. Insgeheim hatte er sogar gehofft, Malfoy würde draufgehen. Nun erschrak er selbst über seinen Wunsch, aber es gab etwas in ihm, was unheimlich eifersüchtig auf ihn war.
Es kam ihm fast so vor, als wäre Malfoy ein Teil von
Hermione. Die beiden standen in einer Verbindung zueinander die
unheimlich intensiv war, dies war schon zu spüren, wenn die
beiden sich in einem Raum befanden. Dazu mussten sie sich weder
ansehen, noch miteinander sprechen.
Anfangs hatte Harry dieses
Band nicht wahrhaben wollen, viel zu sehr hatte er sich darin
hineingesteigert, dass sich Hermione und Draco nicht wirklich so nah
sein konnten, wie sie es gezeigt hatten. Nachdem sie jedoch um ihn
geweint hatte, hatte er die bittere Pille der Erkenntnis schlucken
müssen.
„Kennst du das Passwort?", keuchte plötzlich Ron hinter
ihm.
Harry schreckte aus seinen Gedanken auf und erkannte, dass
sie direkt vor dem Portal vom Ravenclaw-Gemeinschaftsraum
standen.
„Lurchzungen", rief Harry der Fetten Dame zu.
Die Fette Dame schwang gehorsam zur Seite und gewährte Harry und Ron einlass. Sofort stiegen die beiden durch das Portal und als Harry die Szene sah, die sich im Inneren des Gemeinschaftsraumes abspielte, wäre ihm fast das Herz stehen geblieben.
Da stand er. Derjenige, von dem Harry bis eben noch gedacht hatte,
dass er mit Hermione auf besondere Art und Weise verbunden wäre.
Derjenige, auf den Harry bis jetzt noch eifersüchtig gewesen
war.
Die Eifersucht war jedoch verschwunden und hinterließ
einfach nur noch Zorn und Wut. Malfoy hielt seine Hermione an die
Wand gepresst und hielt ihr den Zauberstab an die Kehle.
Deutlich konnte man sehen, dass in dem Raum ein Kampf stattgefunden hatte. Die Bücherregale waren umgestürzt, teils sogar zerstört. Überall lagen Bücher und deren ziemlich angekokelte Seiten verstreut, genauso wie der Teppich, die Sessel, die Vorhänge und Tisch.
„Verdammt noch mal was soll das?", donnerte Harry wütend.
Er griff in seine Tasche und holte seinen Zauberstab hervor. Neben
ihm tat Ron das gleich.
Draco sah auf und grinste als er Harry
erblickte; Ließ jedoch nicht von Hermione ab. Die hatte Mühe
ihren Kopf zu drehen, als sie Harry aber erkannte, keuchte sie
entsetzt seinen Namen hervor.
„Potter, na sieh mal einer an.
Hätte nicht gedacht dich so schnell wieder zu sehnen. Obwohl es
ist ja auch einige Zeit her", meinte Draco lächelnd.
Harry achtete nicht auf seine Worte. Er hob seinen Zauberstab und
wollte einen Fluch auf ihn losschleudern, allerdings hielt ihn
Hermione im letzen Augenblick davon ab.
„Nein! Hör auf
damit!"
„Wie?", fragte er sie verwirrt.
„Das ist nicht
so wie du denkst. Greif ihn bitte nicht an!"
„Hermione das ist
doch Wahnsinn!", schrie Ron sie an. „Der Typ will dich umbringen
und du sagst, dass es nicht so ist, wie es aussieht."
„Genau Hermione", meinte Voldemort tadelnd und grinste. „Wie
soll es dann sonst aussehen?"
Hermione sah ihm kühl
entgegen. „Halt's Maul. Mich magst du vielleicht umbringen oder
als eine deiner Marionetten benutzen, doch ich weiß, dass du
irgendwann bezwungen werden wirst. Es mag vielleicht noch dauern,
doch wenn es geschieht, werde ich gerecht sein.
„Wohl jetzt mit
deiner Rolle abgefunden, was Schätzchen?", grinste Voldemort.
„Expelliarmus", riefen Harry und Ron gleichzeitig.
Ihre
Flüche schossen auf Draco zu, doch er schaffte es noch im
letzten Augenblick ihnen auszuweichen.
„Du bist in ihm, doch ich
habe bereits erkannt, dass deine Macht dadurch nicht so stark ist als
sonst.", schrie Hermione weiter. „Draco ist nicht so stark wie du
und ich bin in meinem ‚alten Ich' auch nicht in der Lage Draco
das Wasser zu reichen, aber Harry und Ron werden es schaffen, das
verspreche ich dir."
Urplötzlich schoss Dracos Hand hervor und Voldemort schlug
Hermione damit ins Gesicht. Ein Teil ihres Gesichtes schien wie
betäubt und brannte schrecklich. Hermione hatte sich dabei auf
die Lippe gebissen, sodass nun die rote Flüssigkeit des Blutes
über sie rannte.
„Verdammter Dreckskerl!", schrie
Harry.
Er überlegte nicht lange und stürzte sofort auf
Draco zu, ohne an seinen Zauberstab zu denken. Die beiden landeten
hart auf den Boden und sofort begannen sie auch schon, wie wilde
entfesselte Bestien, mit den Fäusten aufeinander einzuschlagen.
Hermione sah dabei entsetzt zu. Es gab eigentlich keine
Möglichkeit die beiden zu trennen, denn wenn sie einen Fluch auf
die beiden schoss, wusste sie am Ende nicht wen es treffen würde.
Bis jetzt hatte sie Harry auch noch nie so die Nerven verlieren
sehen, eigentlich war Ron immer der Temperamentvolle gewesen. Der
jedoch hatte sich über sie gebeugt, da sie erschöpft an der
Wand heruntergesackt war.
„Alles in Ordnung mit dir?"
„Er
muss aufhören", meinte Hermione mit erstickter Stimme. „Er
muss aufhören, bitte."
Vorsichtig krabbelte sie an Ron vorbei auf die beiden zu. Sie konnte nicht stehen, denn ein Gefühl sagte ihr, dass sie sich nicht halten können würde. „Hört auf!", schrie sie. „Hört auf! Es ist alles meine Schuld! Harry, hör auf damit!"
Harry brauchte allerdings nicht wirklich damit aufzuhören,
denn Dracos Stärke war Harrys eindeutig überlegen. Er
mochte vielleicht der bessere Duellant sein, aber nicht, wenn es
darum ging einen Kampf mit den Fäusten zu gewinnen und dieser
Vorteil lag nun bei Voldemort.
Er schaffte es Harry gegen eines
der Bücherregal zu schleudern. Von dem Aufprall ziemlich
mitgenommen blieb er an dem Regal regungslos liegen. Sofort stürzte
Hermione auf und wollte zu Harry, wurde jedoch plötzlich von
Voldemort gepackt und festgehalten.
„Wie schon einmal gesagt, du gehörst mir."
Ron wollte einen Fluch aussprechen, Voldemort war aber derjenige von beiden, welcher schneller reagierte. Noch bevor er auch nur irgendetwas sagen konnte, entwaffnete er und fesselte ihn so fest, dass er sich nicht von den Stricken befreien konnte.
„Verdammter Dreckskerl, mach mich sofort los. Du bist wohl zu
feige um dich zu duellieren!", schrie Ron wütend.
Voldemort
aber ignorierte ihn. „Deine Freunde zu töten ist dann deine
Aufgabe. Je mehr, desto besser", lächelte er stattdessen
Hermione bitter zu.
Sie konnte nichts mehr darauf erwidern. Ein
elendes Gefühl der Leere machte sich in ihrem Körper breit
und das Bewusstsein, dass sie Schuld an allem war. Schuld an Harrys
und an Rons Tod. Selbst Dracos Tod war ihre Schuld, sein Schicksal
hatte sie bereits vor einem Jahr besiegelt.
Plötzlich öffnete sich das Portal zum Gemeinschaftsraum
ein weiteres Mal und hereinkam jemand, mit dem sie nicht gerechnet
hatte. Ginny. Hermione wusste nicht, ob sie vielleicht Erleichterung
oder Unmut empfinden sollte, denn noch immer war ihr nicht klar, auf
welcher Seite sie stand – oder sie wollte es einfach nicht
wahrhaben.
Ron allerdings hatte sich klar für Erleichterung
entschieden.
„Ginny!", rief er glücklich seiner jüngeren
Schwester zu. „Komm schnell, befrei mich!"
Mit einem kurzen Blick analysierte sie die Lage, auch Ron schenkte
sie nur kurze Beachtung. Ihr Augenmerk blieb mehr an Draco hängen,
ganz so, als würde sie überlegen müssen, auf welcher
Seite er stand.
Hermione merkte wie Voldemort neben ihr nickte und
sie plötzlich hart zu Boden warf. Ginny lächelte.
Verräterin, schoss es Hermione durch den Kopf, schon
wieder.
Jetzt stellte sich also heraus, dass Ginny nicht nur
als beste Freundin eine einzige Enttäuschung war, sondern auch
als Mensch.
„Ginny!", versuchte Ron erneut ihre Aufmerksamkeit zu
gewinnen. „Los komm scho-" „Lass es, Ron", unterbrach
Hermione ihn.
„Wie?", fragte der verwundert.
„Das ist
nicht mehr die Ginny, die du kennst", antwortete sie ihm, während
sie das Mädchen mit den rotem Haar nicht aus den Augen
ließ.
„Was meinst du denn damit?", fragte Ron verärgert.
Es schien im langsam zu missfallen, dass alle Welt ihn für schwer von Begriff hielt, weil jeder Andeutungen in den Raum warf, jedoch niemand sich wirklich die Mühe machte, ihn auch aufzuklären. Hermione befand jedoch, dass es die Mühe nicht wert war. Ron würde es nicht verstehen und auch nicht verstehen wollte. Er müsse es sehen, um zu begreifen.
So langsam begann Hermione sich zu erinnern. Es war eine Tatsache, die sie lange vergessen hatte, auch weil sie sich nicht an Ginny erinnern wollte und jeden Moment der mit ihr in Verbindung stand, aus ihrem Herzen gestrichen hat. Einzig der Betrug von Harry mit Ginny an ihr hatte existiert, weil es etwas gab, an das sie nähren musste. Ginny aber war ausschlaggebend dafür, dass sie in Voldemorts Gefangenschaft geriet und schließlich ihr selbst verloren hatte. Es war Ginnys Rache gewesen...
„Ich bin bereit", meinte Hermione und stand langsam auf. Es
bereitete ihr Mühe einen sicheren Stand zu bekommen, der Kampf
mit Voldemort hatte sie schon sehr mitgenommen.
Draco hob die
Braue. „Bereit dazu, wieder das zu tun, auf das du dich eingelassen
hast, als du dein Versprechen gabst und den Vertrag
unterzeichnetest?"
„Nein", erwiderte Hermione kalt. „Ron
soll sehen was Sache ist."
Hermione griff nach ihrer Bluse und stülpte sie empor, so
dass Ron freie Sicht auf ihren Unterarm hatte.
Als dieser das
Dunkle Mal erkannte, weiteten sich seine Augen vor Entsetzten und
Unglauben. „Hermione?", stieß er verzweifelt hervor. „Nein,
dass kann doch nicht sein?"
„Doch Ron", entgegnete Hermione
entschuldigend. „Es ist so. Es ist meine freie Entscheidung
gewesen, niemand hat mich dazu gezwungen. Ganz alleine ich habe das
alles zu verantworten. Bitte aber glaub mir, dass das was jetzt
gleich geschieht niemals mein Wille ist. Sag das auch Harry und
Draco. Bitte... ich wollte das-"
Hermione übermannten wieder die Tränen. Sie spürte
den Kloß in ihrem Hals und schaffte es nicht mehr ein Wort
hervor zu bekommen.
„Wie rührend", meinte Voldemort kalt.
„Aber nett das du dich gleich so bereit erklärst. Also, Ginny.
Machen wir unsere Hermione wieder zu der Hermione, die wir
lieben."
Verwundert warf Ron wieder einen Blick auf seine
Schwester. So langsam war ihm anzusehen, wie überfordert er mit
der neuen Situation war. Ginny holte ihren Zauberstab hervor und
richtete ihn auf Hermione, genauso wie auch Voldemort.
Diese presste die Augen und biss fest ihre Zähne zusammen.
Schreien würde sie dieses Mal nicht. Nein, keine Erniedrigung.
Nur Stolz. Sie war eine Gryffindor.
„Imperio!",
dröhnten sogleich die Stimmen von Ginny und Draco durch den
Gemeinschaftsraum.
Die beiden Imperiums-Zauber trafen Hermione. Sogleich verlor sie den Halt und fiel zu Boden, während die beiden Lichtstrahle noch immer auf sie einströmten. Es waren unheimliche Schmerzen. Bilder rannten durch ihren Kopf und Dinge schienen im Inneren ihres Körpers zu geschehen, für das sie keinen Namen hatte. Plötzlich aber war alles weg. Leer.
„Ginny!", schrie Ron seine kleine Schwester an. „Verdammt noch mal hör auf damit! Was machst du da?"
Ein letzter verzweifelter Versuch, aber er hatte damit gerechnet, dass es nutzlos war. Wie entgeistert starrte Ron auf, die am Boden kauende, Hermione. Sie schrie nicht, er konnte aber an ihrem Gesichtsausdruck erkennen, dass sie Schmerzen hatte. Etwas schien mit ihr zu geschehen, was sie nicht wollte. Viel schlimmer für ihn aber war die Tatsache, dass Ginny an der Sache beteiligt war und der Schock, Hermione eine Todesser nennen zu müssen. Für diese beiden hätte er die Hands ins Feuer gelegt, wenn es jemanden Loyalität zur guten Seite überzeugen musste. Plötzlich aber schien es niemanden mehr zu geben, dem er wirklich vertrauen konnte.
Das Licht um Hermione verlosch. Aufmerksam beobachtete Ron, wie
sie sich vorsichtig regte und schließlich, fast wie in Trance,
erhob. Nachdenklich warf sie einen Blick durch den Raum und versuchte
sich ein Bild von der Situation zu machen.
„Willkommen zurück,
meine Schöne", rief Draco mit einem Lächeln auf den
Lippen. „Wir haben dich vermisst."
Zu Rons größten
Verwunderung aber fiel Hermione plötzlich vor Draco auf die
Knie. „Mylord, ich danke Ihnen", meinte sie. „Sie haben mir
wieder die Ehre geschenkt, die ich für kurze Zeit verloren
hatte. Unglaublich was Malfoy und Potter mit mir gemacht hatten."
„Wahrlich, unglaublich", meinte Voldemort spitz. „Nun,
kannst du dich ja angemessen bei den beiden revanchieren. Sie warten
sicher schon darauf, von dir ins Jenseits befördert zu
werden."
„Wieso Mylord?", fragte Ron Voldemort plötzlich
wütend. „Du bist Malfoy!"
„Oh nein", lächelte
Voldemort süffisant. „Ich mag vielleicht so aussehen wie
Malfoy, doch in meinem Geist steckt wahrhaft eine ehrenwertere Seele.
Malfoy habe ich nur außer Gefecht gesetzt. Ich bin Lord
Voldemort."
Rons Augen weiteten sich vor entsetzten. Abermals wurde er mit einer Tatsache konfrontiert, die ihn an seinen Verstand zweifeln ließ. So langsam allerdings begann er zu begreifen. Deswegen hatte Hermione auch nicht gewollt, dass sie ihm etwas antaten, denn es war nicht wirklich Malfoy der dafür verantwortlich war.
Auf einmal war ein gequältes Geräusch zu hören. Ron
wusste sofort von wem es kam.
„Harry!", stieß er
erleichtert aus.
Dieser rappelte sich ziemlich angeschlagen mit
einem etwas geschwollenen Auge und aufgerissener Lippe auf. Seine
Haare waren wirkten durch den kleinen Kampf mit Voldemort noch
schlimmer zerzaust als jemals zuvor.
Harry sah sich im Raum um und
als er Hermione entdeckte, die wohl auf zu sein schien, machte sich
auf seinem Gesicht Erleichterung breit. Schnell versuchte er auf die
Beine zu kommen, musste sich aber an einem der Regale abstützen,
damit er den Halt nicht verlor und sofort wieder auf dem Boden
landete.
„Harry pass auf!", schrie Ron sofort. „Malfoy ist Voldemort
und hat irgendetwas mit Hermione gemacht. Ich glaube sie ist nicht
mehr die alte Hermione."
„Wie?" Irritiert zog Harry die
Brauen zusammen. Er warf seinen Blick in Richtung Malfoy und dann auf
Hermione. Ginnys Anwesenheit schien er noch gar nicht richtig
wahrgenommen zu haben. „Wovon redest du da?"
„Voldemort hat
Kontrolle über Malfoys Körper bekommen und Hermione
verhext."
„Er hat mich nicht verhext!", schrie Hermione Ron
wütend entgegen.
Aus ihren Augen entsprang Hass. Purer Hass, den Ron noch nie zuvor
bei ihr entdeckt hatte. Harry wagte es langsam die Regal loszulassen,
kam auf Hermione zu und wollte nach ihrer Hand greifen, wurde
allerdings von ihr weggestoßen. Im Fall schaffte er es gerade
noch sich zu fangen und den Stand nicht zu verlieren. Mit Bestürzung
im Gesicht blickte er sie an.
„Hermione? Was ist los mit
dir?"
„Was los ist?", fauchte sie wütend. „Potter,
ich will Rache, das ist los!"
„Wie... Wieso? Was hab ich dir
getan. Gerade eben – wir waren doch so glücklich!"
Das
bittere Lachen Hermiones hallte durch den Gemeinschaftsraum. „Wir
waren glücklich? Natürlich. Sie war glücklich! Sie,
die Verrat begangen hatte. Sie, über die ich die Kontrolle
verloren hatte. Stell dich mir zum Kampf, Potter! Jetzt bist du
fällig!"
Harry konnte gar nicht so schnell sein Entsetzen überwinden.
Urplötzlich hatte Hermione ihren Zauberstab gezuckt und einen
Fluch in seine Richtung geschossen. Gerade noch war es ihm gelungen
ihrem Fluch auszuweichen. Er traf einen der Vorhänge und setzte
diesen in Brand.
„Harry!", rief Ron setzte auf. Am liebten
wäre er seinem besten Freund beigestanden, doch die Fessel
ließen es einfach nicht zu, dass er sich befreien konnte. Egal
wie sehr er sich in ihren wand, Voldemorts Zauber hatte ganze Arbeit
geleistet.
Harry wusste nicht was er tun sollte und gleich gar nicht wollte
er diese Situation, in die er geraten war, verstehen, doch er musste
handeln. Hermione war anscheinend wirklich nicht mehr die, die sie
einmal war, aber wenn er es schaffen könnte sie außer
Gefecht zu setzten, dann würde er sie vielleicht wieder
zurückholen können.
„Expelliarmus!", schrie
er.
Er wusste nicht genau ob sie der Fluch treffen würde oder
nicht. Das einzige was ihn jetzt interessierte, war, dass er sie
ablenken konnte, denn Ron musste befreit werden. So schnell er konnte
stürzte er auf ihn zu und beugte sich zu ihm hinab.
Eilig beschwor er ein Schutzschild hervor, der gerade im rechten
Augenblick kam, denn Hermione hatte sich wieder erneut zum Angriff
bereit gemacht. Hastig brannte er mit Hilfe eines Zaubers seine
Fesseln auf.
„Au!", rief Ron aus, als ein paar Funken sich in
das Fleisch seiner Handgelenke brannten. Harry ignorierte es aber.
„Komm schnell, ich brauche deine Hilfe."
Im gleichen Augenblick, indem Ron aufgesprungen war und nach
seinem Zauberstab griff, um Harry zu unterstützen, war der
Schutzschild wieder verschwunden.
„Was Harry?", spöttelte
Hermione. „Denkst du etwa, du kommst nicht alleine gegen mich
an?"
„Hermione, das bist nicht du!", rief Harry.
Schon
musste er aber erneut gegen einen Fluch ausweichen. Wieder und wieder
beschwor sie neue Flüche herauf und griff damit die beiden an.
Einige verfehlten Harry um haaresbreite, andere trafen allerdings
auch. Jedoch nicht so genau, um stark zu wirken.
Harry und Ron schafften es aber auch nicht Hermione anzugreifen. Der Wille war da, das Herz konnte ihrer doch Freundin kein Leid zufügen. Dann aber traf einer ihrer Flüche doch ins Schwarze. Ron wurde von einem starken grünen Lichtblitz getroffen, stürzte gegen die Wand und fiel regungslos zu Boden.
„Ron!", keuchte Harry.
Er musste sich aber abermals ducken und konnte ihm nicht zur Hilfe eilen, denn die Situation wurde von Sekunde zu Sekunde, von Fluch zu Fluch gefährlicher. Auf einmal jedoch stieß Voldemort einen Schrei aus. Verwundert schenkte Hermione ihre Aufmerksamkeit Voldemort, genauso wie Harry.
Voldemort war zusammengesackt und in der Form eines kleinen
Häufchen Elends schrie er wie am Spieß vor lauter Schmerz.
Wie auf Kommando stürzten Hermione und Ginny gleichzeitig zu
ihrem Meister, es lag aber nicht ihrer Macht ihm zu helfen.
Harry
sah die Chance gekommen. Die größte, die er bis jetzt
jemals hatte. Es war nicht ehrenwert die Situation auszunutzen, doch
in diesem Falle spielte Ehre keine Rolle mehr. In all den Jahren
hatte er genug Hass in seinem Inneren gesammelt um das zu tun, was
nur mit Hass möglich ist.
„Avada Kedavra!"
TBC
