Disclaimer: Weder die Figuren, noch die darauf
basierende Handlung meiner Fanfiction, gehören mir - sonst
einzig und alleine nur der Plot und die Gedichtzeilen am Anfang eines
jeden Kapitels. Die Rechte an Harry Potter liegen ganz alleine bei
Joanne K. Rowling. Ich verdiene hiermit kein Geld, sondern schreibe
dies zum reinen Zeitvertreib.
A/N: Dank geht an
aleksandramalfoy, D.V.G.M.1 und dramine.
hegdl,
eure Tanya :)
Überarbeitete Version. Keine Änderungen, die den Handlungsablauf verändern - jedoch Verbesserungen in Formatierung und Wiedergabe des Textes (Dezember 2006).
Without Existence - Suche dich, dann findest du mich - Truth
„Furcht gab es für mich noch nie,
trotz allem gab es
immer etwas in mir, das schrie.
Ich wusste nicht wonach und auch
nicht warum,
jetzt weiß ich aber, es war einfach darum..."
Voldemort war zusammengesackt und in der Form eines kleinen Häufchen Elends schrie er wie am Spieß vor lauter Schmerz. Wie auf Kommando stürzten Hermione und Ginny gleichzeitig zu ihrem Meister, es lag aber nicht ihrer Macht ihm zu helfen.
Harry sah die Chance gekommen. Die größte, die er bis jetzt jemals hatte. Es war nicht ehrenwert die Situation auszunutzen, doch in diesem Falle spielte Ehre keine Rolle mehr. In all den Jahren hatte er genug Hass in seinem Inneren gesammelt um das zu tun, was nur mit Hass möglich ist.
„Avada Kedavra!"
Der Lichtstrahl schoss auf Voldemort zu. Hell und gleißend wie ein Blitz. Die beiden Frauen konnten nicht schnell genug reagieren, so wurde Voldemort in voller Stärke getroffen. Sein Schrei wurde lauter und schmerzvoller. Eine unerträgliche Hitze hatte sich in den Raum ausgebreitet und Harry meinte, dass Dracos Körper jeden Augenblick verbrennen würde. Dem war aber nicht so. Plötzlich verlosch es und der Körper von Voldemort fiel regungslos zu Boden. Harry wusste, er war tot.
Ein seltsames Gefühl breitete sich in seinem Innerem aus. Bis
jetzt hatte er noch nie daran gedacht, wie er sie wohl fühlen
würde, wenn er endlich Voldemort erledigt hatte – aber jetzt
wo es geschehen war, wusste er es immer noch nicht. Sollte er nun
Erleichterung empfinden? Oder vielleicht Freunde? Glück?
Es
gab vieles, was man jetzt empfinden konnte, trotzdem war da aber noch
etwas, das sagte, die Menschen die deswegen ihr Leben verloren
hatten, würden dennoch nicht mehr wiederkehren.
Es war schließlich etwas ihn ihm, womit er nicht gerechnet
hatte. Trauer. Seine Eltern hatten den Kampf nicht überlebt,
Cedric Diggory, Sirius und noch viele viele andere, wie wegen ihm
schreckliche Qualen erlitten hatten.
Harry dachte an die Bilder,
die in der Großen Halle hingen und ging einige davon durch, die
er selbst gekannt und sehr ins Herz geschlossen hatte. Was mochten
eigentlich die Toten nun empfinden? Waren sie froh, dass es ihm
endlich jemand heimzahlen konnte? Oder war es ihnen mittlerweile
vielleicht sogar egal, weil sie an einem viel besseren Ort sein
mochten?
Als Hermione sich langsam erhob, wurde Harry aus seinen Gedanken
gerissen. Ihr Blick war starr, ihr Körper zitterte. Er wusste
aber, dass es nicht Trauer oder ein plötzlicher Ausbruch von
Tränen wie es bei Ginny der Fall war. Diese hatte auf einmal
begonnen vor sich hinzuschluchzen, auch wenn Harry nicht verstehen
konnte warum. Nein, dass was Hermione nun fühlte, konnte er
regelrecht spüren, denn dieses Gefühl richtete sich alleine
gegen ihn. Unbeschreiblicher Zorn.
Mit hasserfülltem Blick
sah sie ihn an, den Zauberstab erhoben, trat sie langsam Schritt für
Schritt auf ihn zu.
Harry musste schlucken und ging vorsichtig rückwärts. Er
würde sich nicht gegen Hermione wehren können und er
erkannte, das letzte was sie tat, war zögern.
„Warum?",
fragte Harry schließlich, wenigstens wollte er verstehen, wieso
er durch ihre Hand sterben musste. „Was ist geschehen?"
„Du
hast mich betrogen", erwiderte Hermione kalt.
„Aber... wir...
wir haben darüber geredet, Hermione. Du hast mir verziehen,
wir..." „Nein!", unterbrach sie ihn wütend. „Ich habe es
dir nicht verziehen. Sie hat es getan, aber nicht ich!"
„Wer
ist sie?"
„Die schwache Hermione. Die Hermione, die keinen Stolz hatte und
die, die das verraten hatte."
Bei dem „das" griff sie sich
plötzlich auf dem Oberarm ihrer Zauberstabhand. Harry
betrachtete es genauer und erst jetzt fiel ihm auf, was da auf ihrem
Oberarm prangte.
„Das Dunkle Mal...", murmelte Harry entsetzt
und seine Augen weiterten sich. „Du bist eine Todesserin."
Hermione
grinste schief. „Mein Kompliment, ist hast du wirklich ziemlich
spät bemerkt, Harry. Selbst als wir miteinander geschlafen
hatten, ist es dir nicht aufgefallen."
„Ich... ich habe darauf nicht geachtete, es ist mir nicht
aufgefallen..." Aus Harry Mund klang es fast wie ein Vorwurf, den
er sich selbst machte. „Aber... wieso? Ich versteh das nicht! Warum
bist du eine Todesserin?"
„Du verstehst das nicht?", rief
Hermione spitz. „Natürlich verstehst du das nicht! Ich habe
dich nicht betrogen, sondern du mich! Der einzige Grund, wieso ich
dieses Schloss wieder betreten hatte, warst du, Potter. Ich wollte
dich Voldemort ausliefern, dich leiden sehen und am liebsten gleich
selbst erledigen! In diesen Genuss werde ich jetzt ja gleich kommen,
aber zuvor werde ich dir noch einiges erzählen. Weißt du
denn wieso ich gestern mit dir geschlafen habe? Es war alles Teil des
Plans. Der Plan von Malfoy und mir. Du hast mir gestern gesagt, dass
er dich gewarnt hat und weißt du was? Unser netter Malfoy hatte
das getan um dich zu schützen – denn er hatte recht.
Vollkommen recht. In jeder Sekunde in der ich in deiner Nähe
war, habe ich nur auf eins gesinnt... Rache. Und am liebsten hätte
ich dich selbst erledigt, wenn ich nicht das Ziel verfolgt hätte
dich leiden zu lassen."
Mit starrem Blick blickte er Hermione an. Die Worte hallten wie
ein Echo durch seinen Kopf. Betrug, Verrat, Recht, Rache... Nichts
was Hermione gestern getan oder gesagt hatte, hatte der Wahrheit
entsprochen. Alles war eine Lüge gewesen und sie wollte ihn
eigentlich die ganze Zeit nur erledigen? Zudem war sie eine
Todesserin und stand auf Seiten Voldemorts? Hatte ihn verraten, weil
er sie betrogen hatte...?
Also hatte Malfoy wirklich Recht gehabt.
Er hatte ihn gewarnt und gesagt, Hermione sei nicht mehr die, die sie
einmal war. Wie dumm von ihm, diese Warnung einfach in den Wind zu
schießen und zu glauben, dass sie ihm so schnell vergeben
würde.
„Ich wusste nicht, dass ich dich so verletzt hatte", murmelte
Harry benommen. „Ich wollte dich auch gar nicht betrügen. Ich
habe dich geliebt und tu es noch immer. Es ist einfach geschehen...
Ich habe dir schon einmal gesagt, dass ich jetzt selbst nicht mehr
verstehe, wieso ich nur so dumm sein konnte."
Harry konnte
keinen weiteren Schritt mehr zurücktreten, denn er war an der
Wand angelangt. Kraftlos rutschte er an dieser herunter. Hermione
hatte immer noch den Zauberstab erhoben auf sein Gesicht gerichtet.
Im war das jetzt jedoch alles egal. Seine große Liebe hasste
ihn, hatte Verrat begangen und wollte ihn umbringen. Es gab nichts
mehr, was ihm ohne Hermione noch blieb. Für ihn konnte der Tod
kommen.
„Deswegen Potter, wirst du nun Abschied nehmen müssen.
Wirklich bedauerlich das du von mir getötet wirst, nicht wahr?
Immerhin liebst du mich. Ich liebe dich auch... doch meine Liebe
reicht nicht aus um meinen Hass zu übertreffen." Sie erzählte
es leicht. Wie eine kleine Geschichte, doch trotzdem konnte er den
Zorn und die Verbitterung in ihrer Stimme hören. Genauso wie den
Schmerz, der von Sekunde zu Sekunde zu wachsen schien.
„Das
glaube ich nicht", erwiderte Harry träge. „Deine Liebe
reicht schon aus, du versuchst es einfach nur nicht – geschweige
denn, dass du es überhaupt wahrhaben willst."
„Halt's
Maul, Potter", raunzte Hermione. „Goodbye, Darling. Avada
Kedav-"
Urplötzlich schoss jedoch Dracos Körper aus
dem Nichts hervor, packte Hermione und flog zusammen mit ihr in die
Ecke. Unsanft landeten die beiden zwischen den Bücher und Kissen
der Sessel.
Harrys Magen verkrampfte sich. Voldemort?, war das einzige
was seine Gedanken zustande brachten.
Auch Hermione schien so zu
denken. Nachdem sie den ersten Schock überwunden hatte, sah sie
überrascht in das Gesicht Dracos, dessen Seele Voldemort zuvor
bewohnt hatte. „Mylord?", fragte sie irritiert und doch zugleich
hoffnungsvoll.
„Nein, ganz bestimmt nicht", entgegnete Draco.
„Immerhin ist das mein Körper!"
Sofort stieß sie
Draco von sich und blitzte ihm wütend entgegen. „Du hattest
kein Recht dich da einzumischen!"
„Hermione, du hast es schon einmal geschafft", meinte Draco
aber nur. „Du schaffst es auch wieder. Besieg den Fluch in dir, ich
weiß, du kannst es."
„Nein! Ich trage keinen Fluch in
mir! Es ist mein freier Wille. Ich will Potter töten und du bist
auch gleich dran. Mylord und ich bekommen unsere Rache."
Plötzlich
ertönte ein schiefes, hohles Lachen. Verwundert wandten die drei
ihren Blick zu Ginny, welche in der Ecke saß, wo eben noch
Dracos Körper regungslos verweilt hatte.
„Ginny?", keuchte Harry verwundert.
„Oh ja Harry, Ginny."
Langsam erhob sie sich vom Boden und sah auf die drei herab. „Die
dumme kleine Schwester von Ronald Weasley, dem besten Freund des
berühmtesten Jungen der Welt und der klügsten Hexe, die die
Welt je gesehen hatte. Ein größerer Schatten als der ihres
Bruders. Ich, diejenige die nie richtig ernst genommen wird und nie
ins Licht treten kann."
„Aber Ginny, dass-„
„Was?" unterbrach sie ihn. „Entspricht etwas nicht der Wahrheit? Ich wurde Vertrauensschülerin, dass war aber nichts besonders mehr, weil es so viele meiner Geschwister schon vor mir waren, genauso wie Quidditch-Spielerin und Schulsprecherin. Es gab nur eines, was nur ich für mich alleine hatte. Die Freundin Harry Potters zu sein. Aber plötzlich, auf einmal, musste ich erfahren, dass er meine beste Freundin liebte. Hermione Granger, stellte mich wieder einmal in den Schatten."
Aufmerksam betrachtete Hermione Ginny und konnte nicht glauben was
diese eben von sich gab. „Ja und? Du bist keine echte Todesserin,
wenn man mit solchen Problemen nicht fertig werden kann. Wie
primitiv."
Mit einem zornigen Blick starrte Ginny Hermione an.
Plötzlich aber verzog sie das Gesicht zu einem fiesen Lächeln.
„Wenn du wüsstest", erwiderte sie mit kalter Stimme. „Ich
war es. Nicht der Dunkle Lord und auch nicht du Hermione, obwohl du
doch so Stolz darauf bist. Ich bin für das alles verantwortlich,
denn es ist mein Verdienst, dass eure Leben nun zerstört sind.
Das deine, Granger, Potters und auch das von Malfoy. Alles mein
Werk."
„Was soll das bedeuten?", wollte Draco wissen und funkelte Ginny finster an. „Das bedeutet etwas, was ich euch später erzählen werde. Zunächst aber ist meine geliebte Freundin an der Reihe. Hermione, ich will endlich das, wonach ich mich schon so lange verzehre. Du glaubst, die ganze Zeit nach deiner Rache zu sinnen, dabei verfolgst du die ganze Zeit meinen Plan. Du warst nur eine Spielfigur auf meinem Schachbrett. Voldemort dachte er wäre in diesem Spiel der König, aber ein Irrtum. Es gibt keinen König, sondern nur eine Königin und diese bin ich. Fast hätte ich geglaubt mein Plan wäre zerstört, als Voldemort plötzlich den Löffel abgegeben hatte, doch dann ist mir das alles eben erspart geblieben. Ich habe sowieso schon vermutet, dass seine Kräfte nicht lange ausreichen würden um Dracos Seele im Zaun zu halten."
„Du bist ja vollkommen verrückt", rief Harry
kopfschüttelnd. „Nicht zu fassen, was aus dir geworden
ist."
„Tja, Schicksal. Ich habe mich mit allem abgefunden. Du
solltest es auch Harry, denn dein Leben werde ich verschonen. Es
bringt mir nichts dich zu töten, denn du sollst wissen wie ich
gelitten hatte und dann merkst du am besten, wenn ich deine kleine
Freundin vor deinen Augen erledige."
Hermione erhob sich langsam und starrte Ginny überlegen an.
„Du glaubst wirklich du könntest mich besiegen? Ein Todesser
mit keinerlei Erfahrung will mir das Wasser reichen?"
„Wohl
Stolz auf das was du bist, wie Granger?", spöttelte Ginny.
„Aber du vergisst da etwas, du bist nämlich nur das, was ich
aus dir gemacht habe. Mir bereitet es keine Mühe dich wieder zu
zerstören und das habe ich auch vor, denn ich will dich richtig
leiden sehen. Der Mensch in dir soll leiden. Dieses Spiel wird nun
nach meinen Regeln gespielt."
TBC
