Disclaimer: Weder die Figuren, noch die darauf
basierende Handlung meiner Fanfiction, gehören mir - sonst
einzig und alleine nur der Plot und die Gedichtzeilen am Anfang eines
jeden Kapitels. Die Rechte an Harry Potter liegen ganz alleine bei
Joanne K. Rowling. Ich verdiene hiermit kein Geld, sondern schreibe
dies zum reinen Zeitvertreib.
A/N: Dank geht an
aleksandramalfoy, D.V.G.M.1, dramine und
TryPepper.
hegdl, eure Tanya :)
Überarbeitete Version. Keine Änderungen, die den Handlungsablauf verändern - jedoch Verbesserungen in Formatierung und Wiedergabe des Textes (Dezember 2006).
Without Existence - Suche dich, dann findest du mich - Vengeance
„Letztendlich heißt es nur, sein oder nicht
sein,
trotzdem ist nicht jede Seele rein.
Alles wird
vergehn,
so kann wieder etwas neu entstehn."
Hermione erhob sich langsam und starrte Ginny überlegen an. „Du glaubst wirklich du könntest mich besiegen? Ein Todesser mit keinerlei Erfahrung will mir das Wasser reichen?"
„Wohl Stolz auf das was du bist, wie Granger?", spöttelte Ginny. „Aber du vergisst da etwas, du bist nämlich nur das, was ich aus dir gemacht habe. Mir bereitet es keine Mühe dich wieder zu zerstören und das habe ich auch vor, denn ich will dich richtig leiden sehen. Der Mensch in dir soll leiden. Dieses Spiel wird nun nach meinen Regeln gespielt."
Ginny erhob ihren Zauberstab und richtete ihn auf Draco und Harry. Für einen Augenblick glaubten die beiden schon, nun würde sie mit ihnen abrechnen. Stattdessen schlossen aber Fesseln aus ihrem Zauberstab und schlangen sich langsam um die beiden, genauso wie zuvor bei Ron.
„Ich kann niemanden gebrauchen, der mich behindert", meinte Ginny.
Den beiden blieb keine Chance sich zu wehren, die Fessel verfolgten geschickt ihr Ziel und saßen dann fest.
„Du Miststück!", brüllte Draco aufgebracht Ginny
entgegen. „Wenn du ihr irgendetwas antust, dann bist du fällig
das verspreche ich dir."
„Halt's Maul Malfoy", fauchte
Granger aber. „Ich brauche niemanden der mich beschützt, wann
merkst das endlich? Ich kann gut selbst auf mich aufpassen und du
brauchst auch niemandem Morddrohungen zu schicken, weil ganz sicher
ich es sein werde, die diesen Kampf gewinnen wird. Was dann aus
deinem Schicksal wird ist auch nicht wirklich gewiss, als Liebhaber
bist du nämlich eindeutig zu recht schaffend."
„Gut gebrüllt Löwe", lächelte Ginny bitter.
„Wir haben Zuschauer, also müssen wir ihnen auch etwas schönes
bieten können."
„Mir ist das vollkommen egal. Ich werde
dich vernichten und dann Harry umbringen. Das ist das einzige was ich
will."
Ginny lachte kalt auf. „Mal sehen ob du gleich auch
noch so denkst", meinte sie und richtete urplötzlich ihren
Zauberstab auf Hermione. „Finite incatatem."
Der Blitzstrahl traf Hermione hart in der Magengegend noch ehe sie
sich dagegen wehren konnte. Mit großem Schwung wurde sie auf
die andere Seite des Raumes geschleudert und blieb dort regungslos
liegen.
Dracos Herz zog sich zusammen und er hörte neben
sich, wie Harry ein verzweifeltes „Nein" ausstieß. Er war
der gleichen Meinung. Hermione konnte sich unmöglich schon von
einem „Finite incatatem" besiegen lassen. Das konnte doch
nicht sein!"
„Los steh auf, Granger!", schrie Ginny durch den Raum und
richtete abermals den Zauberstab auf. „Ich will dich leiden lassen
und kein leichtes Spiel haben."
Tatsächlich rührte
Hermione sich in diesem Augenblick wieder. Langsam richtete sie sich
auf und starrte Ginny mit einem entsetzten Gesicht an. „Nein...",
war das einzige was sie hervorbrachte. „Nein..."
„Was nein?", blaffte Ginny. „Wir wollen kämpfen,
schon vergessen?"
„Ich kann das nicht", murmelte Hermione
benommen.
Der Zauberstab glitt ihr aus der Hand und fiel achtlos
zu Boden. Schockiert sah Draco das Bild vor sich und erst in diesem
Augenblick wurde ihm klar, wer diese Hermione war. „Verdammt noch
mal Hermione!", schrie er sie zornig an. „Das ist jetzt nicht der
richtige Zeitpunkt für irgendwelche Skrupel! Wenn du Ginny nicht
tötest, dann wird sie dich töten und schließlich auch
Harry, mich und sogar Ron. Sie ist doch nicht mehr die, die du
kanntest! Diesen Satz kennst du doch. Selbst wenn sie aber die
gleiche wäre, hat sie dich betrogen, Hermione! Sie hat sich an
Harry herangemacht und schließlich mit ihm geschlafen! Dein
Vertrauen missbraucht! Solch einen Menschen muss man nicht vor
irgendetwas schützen!"
„Das hat doch keinen Zweck...", murmelte Harry neben ihm trüb.
„Was soll keinen Zweck haben?"
„Sie kommt nicht mehr
wieder. Die Hermione die ich liebe ist tot."
Erst jetzt fiel
Draco auf, wie aus Harry anscheinend alles Leben gewichen zu sein
schien. Er starrte nur noch traurig vor sich hin und wenn er es nicht
besser wusste, würde er meinen, dass es ihm ganz recht kam, wenn
ihn jetzt jemand töten würde.
„Potter, das ist
definitiv nicht der richtige Zeitpunkt um in Selbstmitleid zu
versinken. Hermione braucht uns! Die Hermione, die du liebst braucht
uns."
Verwundert hob Harry den Kopf und sah Hermione an. Tatsächlich,
die Kälte schien aus ihrem Gesicht verschwunden zu sein. Das
einzige was übrig war, war Trauer, Hilflosigkeit und
Verzweiflung.
„Hermione!", rief er auf einmal.
Hermione
schreckte auf und sah ihn an. „Ich bin bei dir, Hermione. Wenn das
vorbei ist, dann sind wir wieder zusammen. Wir beide."
Draco
konnte nicht beschreiben wie sehr sich bei Harrys Worten ihm der
Magen umdrehte. Für ihn schien es klare Sache zu sein, er liebte
sie und sie ihn auch. Es gab niemand anderen und auch nicht einen
Draco Malfoy... Vielleicht hatte er sogar Recht.
„Das ist ja alles nett was ihr da von euch gebt, aber bringt ihr letztendlich auch nichts", meinte Ginny dann. „Ich gebe ihr vielleicht zwei Minuten, dann könnt ihr in ihre leeren Augen blicken. Das Gefühl, was sie unter dem Zauber nicht hat, wird ihr schließlich selbst zum Verhängnis. Schuldgefühle sind keine schönen Empfindungen, Hermione. Sie nagen sich durch dein Bewusstsein, durch deine Gedanken und in dein Herz. Du hast Leben genommen. Viele Leben. Was würden diese Menschen nun sagen, wenn du ihnen in die Augen sehen könntest, Hermione?"
Die Tränen rannten wieder über Hermiones Wangen. Sie
schüttelte leicht den Kopf hin und her, sodass ihre Locken sanft
mitwogen. „Nein... nein... nein..."
Langsam kam Ginny näher
auf die starr stehende Hermione zu.
„Oh doch, Hermione. All das
ist dein Werk gewesen. Sie haben gebettelt und gefleht-"
„Hör
nicht auf sie, Hermione!", schrie Draco.
„-haben gehofft du
würdest ihr Leben verschonen."
„Hermione, sie will dich
nur schwächen. Lass das nicht zu. Wir brauchen dich!"
„Doch
dein Herz war kalt, du hast sie alle getötet. Einen nach den
anderen."
„Wenn du das mit dir machen lässt, dann werden
wir alle sterben!", brüllte Draco wütend auf.
Hermione allerdings reagierte nicht auf ihre Worte. Sie stand da,
mit leerem Blick und vollkommen mutlos. Nichts außer die Worte
Ginnys schienen sie zu erreichen. Plötzlich stand diese auch
direkt vor ihr und hielt den Zauberstab auf ihre Brust gerichtet. „Du
bist ein schlechter Mensch, Hermione", wisperte sie in ihr Ohr.
„Avada Kedavra!"
Der helle grüngleißende
Lichtstrahl erfüllt, zusammen mit Schmerzensschreien, den Raum.
Draco und Harry waren wie geblendet von dem Schein, sie konnten nicht
genau erkennen was geschah, doch wussten so viel, dass Hermiones
Leben in diesem Augenblick verlosch.
Der Licht erlosch wieder. Träge und leblos fiel ihr Körper
zu Boden. Wie ein Engel lag sie da. Schön, anmutig und
friedlich. Zum ersten Mal in seinem Leben spürte Draco, wie
Tränen sich in seinen Augen bildeten, gleichzeitig war da auch
etwas, was ihn zum Kochen und Brodeln brachte. Rache! Er wollte
Rache!
Harry neben ihm war still. Ungläubig starrte er auf
Hermiones Körper. Entsetzt. Er schien nicht begreifen zu wollen,
dass sie tot war.
„Hermione?", murmelte er. „Wach auf,
Hermione. Komm schon... hilf uns...", murmelte er schwach.
Wieder ertönte dieses Lachen den Raum. Das Lachen, von dem
Draco entschied, dass er es von nun an mehr hasste, als alles andere
auf der Welt.
„Deine Hermione wird nicht mehr aufwachen,
Potter!", triumphierte Ginny grinsend. „Sie ist tot."
Langsam
kam sie auf Harry zu und beugte sich zu ihm herab. „Tot, verstehst
du Harry?", fragte sie ihn. „Sie kommt nicht mehr wieder. Genauso
wie damals, vor einem Jahr. Da ist sie auch nicht mehr
wiedergekehrt."
Ginny wandte sich von Harry ab und ging langsam durch den Raum. „Wegen mir ist sie nicht wiedergekehrt. Ich wollte Rache, also habe ich Hermione bei dem Anschlag damals dem Dunklen Lord ausgeliefert. Wir hatten herausgefunden, dass der Imperius-Fluch angewendet von einer Person, die Kontrolle über einen Menschen zu ließ, geschah die Anwendung jedoch durch zwei Menschen, konnte man unheimliche Dinge damit anstellen. Wir ließen Hermione vergessen. Schöne Empfindungen raubten wir ihr und nährten ihren Hass, der sie das ganze letzte Jahr immer weiter vorantrieb. So haben wir es geschafft, dass sie schließlich vollkommen Willenlos wurde. Zu einer Marionette ihrer selbst, kann man schon fast sagen. Wirklich ein Jammer."
„Du bist krank!", brülle Draco. „Einfach nur
krank!"
Wütend zerrte er an den Fessel, doch es gelang ihm
nicht sich davon loszumachen.
Ginny aber ignorierte ihn. Ihre
ganze Aufmerksamkeit hatte sie immer noch auf Harry gerichtet. „Weißt
du eigentlich wie es dazu kam, dass wir miteinander geschlafen
hatten, Harry?", fragte sie mit unschuldiger Stimme.
Wütend
zerrte er an den Fessel, doch es gelang ihm nicht sich davon
loszumachen.
Ginny aber ignorierte ihn. Ihre ganze Aufmerksamkeit hatte sie
immer noch auf Harry gerichtet. „Weißt du eigentlich wie es
dazu kam, dass wir miteinander geschlafen hatten, Harry?", fragte
sie mit unschuldiger Stimme.
Entsetzt starrte Harry sie an. „Du
warst das."
Ein Lächeln zog sich auf ihr Gesicht.
„Natürlich war ich es. Ich war es doch alles von Anfang an,
mein Lieber. Ohne den Imperius-Fluch wäre es mir doch niemals
gelungen dich ins Bett zu bekommen. Mein Plan war bis aufs kleinste
Detail durchdacht. Jede Sekunde war genau errechnet, womit ich aber
nicht rechnen konnte, warst du Malfoy."
Nun sah sie Draco an, der immer noch wie ein wildgewordenes Tier versuchte sich von den Fesseln zu lösen. „Ein Auftreten in der ganzen Geschichte war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Niemals hätte es zu einer Begegnung der beiden kommen sollen, denn ich wusste genau, dass Hermione sich wieder erinnern würde. Damit lag ich allerdings falsch. Sie hat sich nicht durch die Begegnung mit Harry wieder an die Liebe erinnert, sondern durch dich. Ich wusste nicht wirklich wie meine Geschichte enden sollte, aber das einzige was mir klar war, war das sich die beiden nie wieder zu Gesicht bekommen würden und dafür, dass du all meine Pläne durchkreuzt hast, hasste ich dich."
Finster starrte ihn Ginny an, kam dann aber wieder näher.
Dieses Mal setzte sie sich vor Draco und beugte sich so weit vor,
sodass ihre Gesichter nur noch ein paar Zentimeter trennten.
„Gleichzeitig liebe ich dich aber auch dafür, Draco...",
wisperte sie.
Draco hatte ihr am liebsten ins hübsche Gesicht
geschlagen. Seine Hände waren aber einfach nicht stark genug um
sich zu befreien.
„Denn nur durch dich ist es mir gelungen,",
fuhr Ginny fort, „so ein wunderbares Ende für die Geschichte
von Hermione Jane Granger und Harry James Potter zu finden. Deine Art
ist mir sympathisch. Wir sind uns nämlich sehr ähnlich,
weißt du? Wir beide geben immer unsere Skrupel auf, wenn es
darum geht, gewinnen zu wollen. Du wollest von Anfang an gewinnen,
deswegen hast du sie auch nach Hogwarts gebracht. Das einzige was du
vor Augen hattest, war dein Deal mit Voldemort. Die Freiheit. Welch
ein Jammer aber auch, dass du sie nun verlieren wirst. Ich werde das
Gleiche mit dir machen, wie ich schon mit Hermione gemacht habe. Auch
wenn ich dieses Mal alleine bin, habe ich trotzdem so viel Macht um
dich zu meinem kleinen Sklaven zu machen. Das ist sowieso das einzige
was ich von dir will. Wenn Hermione Spaß mit dir hatte, werde
ich es auch mit dir haben und dann gibt es auch etwas, was ich ihr
wegnehmen konnte."
„Du glaubst wohl nicht im Ernst, dass ich mich mit solch einem
Abschaum wie dir einlasse, oder?", zischte Draco wütend.
Von
Sekunde zu Sekunde bebte die Wut in seinem Körper immer mehr und
es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ausbrach.
„Du wirst
wohl keine andere Wahl haben", lächelte Ginny.
„Ich hasse
Wiesel, daran gibt's nicht zu rütteln", schrie er und
plötzlich fügte er hinzu. „Finite incatatem!"
Urplötzlich verschwanden die Fesseln um sein Handgelenk. Er
nutzte den Zeitpunkt der Überraschung bei Ginny, um sie an den
Schultern zu packen und rücklings auf den Boden zu drücken.
Wie eine kleine Furie wehrte sie sich gegen seinen Griff, schaffte
es aber nicht gegen Draco anzukommen, auch wenn sie tat was ihr in
der Macht stand. Ihr Zauberstab war ihr, während Dracos
Übernahme, auf den Boden gefallen und wurde auch sogleich von
ihm in Besitz genommen.
„Lass mich los!", keuchte sie wütend.
„Ich will das du mich loslässt."
„Ganz bestimmt nicht",
wisperte er kühl. „Jetzt werde ich dir das antun, was du
Hermione angetan hast."
Er richtete seinen Zauberstab auf Ginny und schrie: „Avada
Kedavra!"
Zum dritten Mal an diesem Tag erstrahle das grüne
gleißende Licht des Todes im Ravenclaw-Gemeinschaftsraum. Ginny
schrie unter dem Schmerz. Ein paar Sekunden später erlosch es
auch schon und ihr Körper lag leblos am Boden.
Draco fiel
zurück. Müde und erschöpft. So gerne wäre hätte
er nun die Arme um Hermione geschlossen, ihre Lippen berührt
oder einfach nur gewusst, dass sie noch am Leben war. Doch all das
wirkte mit ihrem Tod so nah und doch so fern.
Langsam richtete er sich wieder auf, schleppte sich hinüber
zu Hermiones leblosen Körper und ließ sich vor ihm fallen.
Vorsichtig berührte er mit seiner Hand ihre Wangen. Noch immer
fühlten sie sich warm an. So lebendig. Das einzige was ihm sagte
was sie wirklich nicht schlief, war das Bewusstsein, dass sie die
Augen nicht mehr aufmachen würde und der Gedanke daran tat weh,
unheimlich weh.
Er beugte sich zu ihr hinab und bedeckte ihre
Lippen mit einem letzen Kuss, dann wurde es plötzlich schwarz
vor seinen Augen.
Draco blinzelte. Er spürte wie etwas warmes sein Gesichts berührte. Hermione, dachte er hoffnungsvoll. Langsam öffnete er die Augen und erkannte nach ein paar Sekunden enttäuscht, dass es sich um Sonnenstrahlen handelten. Sie war nicht da.
„Du bist wach", stellte eine Stimme fest. Harry Potters Stimme, wie Draco erkannte. Schläfrig nickte er und richtete sich vorsichtig auf. Er erkannte, dass er sich im Krankenflügel von Hogwarts befand.
„Wie lange habe ich geschlafen?", wollte Draco wissen.
„Einen
Tag", erwiderte Harry.
Er saß auf dem Stuhl an seinem Bett
und betrachtete ihn aufmerksam. Es war ein ungewohntes Bild. Draco
kam sich in dieser Situation irgendwie unwohl vor und er fragte sich,
dass Potter wohl im Sinn hatte. Draco bezweifelte, dass er dies alles
aus Schuldgefühlen tat, weil sie ein gemeinsames Schicksal
teilten. Nicht einen Verlust eines geliebten Menschen, sondern den
Verlust des geliebten Menschen.
„Wieso bist du hier?", fragte er also offen.
Harry zuckte
aber nur mit den Schultern, was Draco überraschte. Sowieso war
seine ganze Haltung nicht die, die sie einmal war. Sein Stolz schien
verloren gegangen zu sein, Selbstvertrauen keines mehr übrig zu
und das in ihm Leben verblasst. Harry Potter schien wie eine Hülle,
die aber handelte, sprach und dachte.
„Ich bin gegangen. Durch
das Schloss. Immer und immer wieder. Und immer und immer wieder wenn
ich losgegangen bin, bin ich hier angekommen."
„Du bist nicht Schuld", meinte Draco. „Das ist es was du wissen willst. Potter, ich bin der letzte der Mitleid für dich empfindet, doch ich kann dir sagen, dass du nicht daran Schuld bist. Zumindest nicht alleine. Hermione sieht das genauso, dass weiß ich. Wir tragen sie alle. Das was geschehen war, war wie ein Puzzle. Nur durch einzelne Teile kann es entstehen und wenn eines von ihnen nicht existiert, würde das ganze Puzzle nicht mehr fertig zu bekommen sein. Wir tragen sie also letztendlich alle. Ginny, Voldemort, ich, Hermione und du."
„Das kann ich aber nicht glauben", meinte Harry trüb.
„Musst
du aber. Wenn ich nicht gewesen wäre, dann wäre sie nie
nach Hogwarts gekommen und ihr wärt euch nie begegnet. Es wäre
alles anders geschehen und das Puzzle hätte sich nicht vollenden
können."
„Dann hätte es sich anders vollendet.
Irgendwann wäre es doch geschehen."
„Irgendwann,
irgendwann", wiederholte Draco und versuchte es Harry begreiflich
zu machen. „Das ist alles nicht von Belang. Wir können nicht
wissen, was irgendwann geschehen wäre, deswegen können wir
uns auch kein Urteil darüber erlauben."
„Nein?", fragte Harry.
„Nein. Urteile und Entscheidungen
zu treffen liegt nicht in unserer Macht. Nur das Schicksal, Gottes
Hand, bestimmt wann Leben enden soll und wann es weitergehen kann.
Wir sind noch hier, es muss einen Grund dafür geben und um den
herauszufinden, müssen wir weiterleben. Jedes Leben hat einen
Grund."
TBC
