Hallo ihr Lieben
Das wäre eigentlich ein deutlich längerer Teil geworden. Aber da ich euch eh schon so lange hab warten lassen, hab ich beschlossen, den Teil schon an dieser Stelle enden zu lassen. Er ist viel kürzer als die meisten meiner Teile, aber der nächste wird dafür wieder sehr lange. Ich hoffe er gefällt euch.
Freu mich über jedes Feedback!
Bussi
27. Teil
Erst
als der Tag der Nacht endgültig wich, war ich wieder fähig
mich zu bewegen. Mums Worte, Jennys, vor allem aber Carols, hatten
mich nicht nur aufgewühlt, sondern mir auch auf eine gewisse Art
und Weise Mut gegeben. Die Konfrontation mit der Vergangenheit ist
niemals schmerzlos, aber wenn man richtig damit um zu gehen weiß,
kann sie mehr als positiv für die Zukunft sein. Du kannst nur
im Hier und Jetzt leben, niemals im Gestern, niemals im Morgen.
Jedoch kannst du auch nur im Hier und Jetzt leben, wenn du deine
Vergangenheit verstehst und Acht vor deiner Zukunft hast. Hatte
Jenny als elfjähriges Mädchen geschrieben und war von ihrem
Vater belächelt geworden. „Konzentriere dich besser auf die
Mathematik." Hatte er gesagt. Nur wer die Vergangenheit kennt,
hat eine Zukunft. Hatte Wilhelm von Humboldt zu einer ganz
anderen Zeit, an einem ganz anderen Ort gesagt.
Meine
Töchter und meine Enkeltochter waren schon lange zu Bett
gegangen, als ich noch immer am Treppengelände lehnte, starr
gefangen in schmerzhaften Erinnerungen. Und als der Tag der Nacht
schließlich endgültig wich, ein starker Schneesturm zu
wehen begann und die Jalousien hart an die Fenster schlugen, begann
ich zu verstehen. Ich begann das kleine Mädchen zu verstehen,
das zu seiner Mutter gelaufen war, weil es sich verletzt hatte. Ich
verstand die ehrgeizige Schülerin, die eine zwei wie ein Schlag
ins Gesicht traf. Ich verstand die junge Studentin, die einen Traum
hatte. Ich verstand auch deren anderes Selbst, das unsichere Mädchen
auf der Suche nach Liebe. Der Liebe, die es einst gefühlt hatte,
aber nie wieder fühlen sollte. Mein restliches Leben war
markiert von Fehlern, Fehler die ich teilweise nie wieder, teilweise
wahrscheinlich immer wieder begehen würde. Eine einzelne Träne
tropfte auf den dunklen Teppich. Ich wusste, dass ich ihnen, dass ich
aber vor allem mir, eine Chance geben musste. Das Ergebnis war
weniger von Bedeutung, als die Tat, die ich so fürchtete.
Ehrlichkeit. Die Mauer, die meine Familie umgab, musste endlich
durchbrochen werden. Nur so hatten wir eine Chance, hatte ich eine
Chance. Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man
nie beginnen wird, zu leben. Hatte ein gewisser Marcus Aurelius
vor unzähligen Jahren gesagt.
Meine
Glieder zitterten, als ich die Treppe leise hinab stieg. Der Geruch
heißen Kaffees ließ mich meine Augen schließen. Für
einen kurzen Moment war ich wieder dort, in einer anderen Zeit, als
die Welt noch in Ordnung war. Als es noch Essorgien und Videoabende
gab. Als es noch Mum und mich als Freundinnen, die füreinander
da waren, gab. Meine Finger zitterten als ich die Tränen von
meinen Wangen wischte. Ich wusch mir das Gesicht mit kaltem Wasser,
bevor ich die Küche betrat.
Luke
saß nachdenklich über eine Zeitung gebeugt und schüttelte
in regelmäßigen Abständen den Kopf, während
Ramón sich und Matt Kaffee nachschenkte.
„Ich
hoffe, ihr seid euch euren zukünftigen Gesundheitsschäden
bewusst?" Luke sah nur kurz hoch.
Matt
warf Ramón einen viel sagenden Blick zu, bevor er mich
schließlich wahrnahm. „Hi Mum." Er erhob sich und holte
eine weitere Tasse aus dem kleinen Schrank, was Luke argwöhnisch
beobachtete. Matt schenkte mir heißen Kaffee ein und wir
setzten uns schließlich beide.
„Rory,
du auch noch…um diese Uhrzeit…" Luke schüttelte den Kopf.
„Wieso schläfst du noch nicht? Wie geht es Lorelai?" Er
runzelte besorgt die Stirn.
Ich
nippte an der Tasse. „Es geht ihr gut, sie war nur schon sehr
müde…"
Luke
nickte und ergriff meine Hand. „Und wie geht es dir?"
Ich
versuchte die plötzlich aufkeimenden Tränen zu
unterdrücken. „Es war schon besser."
„Mum,
du weißt, ich bin nicht der, der unbedingt Reden schwingt. Aber
dafür bin ich ein umso besserer Zuhörer. Wenn du also
jemanden zum Zuhören brauchst…"
Ich
umarmte ihn. „Ich weiß, du hasst es umarmt zu werden, aber
nun musste es sein…"
Er
grinste. „Kein Problem. Ich bin in einem Alter, wo ich trotz
mütterlichen Umarmungen cool bin."
Ich
lachte. „Weißt du was, ich hab drei wundervolle,
außergewöhnliche Kinder."
„Von
einem wusste ich." Matt grinste.
„Ich
wusste sogar von zweien. Mit einer bin ich verheiratet, die andere
schläft schon lange."
„Sehr
witzig." Matt warf Ramón einen gespielt strafenden Blick
zu.
Dieser
stand schließlich auf und stellte seine Tasse in den
Geschirrspüler, bevor er sich verabschiedete. „Ich werde jetzt
auch schlafen gehen. Gute Nacht, Rory,…" Er lächelte mir
kurz zu, bevor er sich an die anderen wandte. „Luke, James Dean."
„Er
findet das auch noch ungeheuer witzig…" Meinte Matt, als sein
Schwager den Raum verlassen hatte.
Luke
lachte. „Ich finde es sehr beeindruckend, dass ihr beide überhaupt
wisst, wer James Dean war…"
Matt
zuckte mit den Schultern. „Unsere Generationen sind eben doch noch
nicht ganz hoffnungslos..."
„Carmen
erschreckte mich heute ganz schön, als sie bei einem alten
Sinatra Lied fragte, ob das dieser neue Sänger von der letzten
MTV-Hot-and-New-Show wäre…" Er schüttelte den
Kopf.
Matt
und ich lachten. „Sie ist zwölf Jahre alt, in den vierziger
Jahren des 21. Jahrhunderts. Was erwartest du? Eine Elvisimitatorin?"
Scherzte Matt.
„Ich
habe Carol immer für nostalgischer gehalten."
„Carol
ist auch nicht mit Sinatra aufgewachsen. Ich übrigens genauso
wenig." Verteidigte ich meine Tochter und Enkeltochter. „Seit
wann bist du so ein großer Fan von ihm?"
„Es
geht ums Prinzip. Er ist Musikkultur, im Gegensatz zu diesen
quietschenden Hühnern, welche Carmen auf einer der alten MP3s
ihrer Mutter entdeckt hat."
Ich
lachte. „The Pink Chicks. Carol liebte sie als kleines
Kind."
Matt
schüttelte verständnislos den Kopf. „Ich hätte sie
für…" Er suchte nach dem richtigen Wort. „…anspruchsvoller
gehalten…"
„Die
Musikkultur geht den Bach runter…"
„Das
geht sie schon lange. Aber lass und die Hoffnung nicht aufgeben."
Matt erhob sich gähnend. „Ich werde euch nun ebenfalls
verlassen. Gute Nacht Mum, gute Nacht, Grandpa."
„Er
hat teilweise auch charakterlich große Ähnlichkeit mit
seinem Vater…" Meinte Luke nachdenklich, einige Minuten nachdem
Matt den Raum verlassen hatte. „Und das obwohl sie sich niemals
kennen gelernt haben."
Ich
wich seinem Blick aus und kaute unruhig auf meiner Unterlippe. Auch
er wusste es also. Der Druck auf meinem Herzen wurde stärker.
„Ich weiß nicht, wie ich es ihm sagen soll…" Begann ich
leise.
Luke
nickte. „Du musst es beiden sagen, das bist du ihnen schuldig. Die
Art und Weise wie du es ihnen sagen wirst, ist dabei
nebensächlich…"
Ein
Seufzen entwich mir. Ich nickte leicht. „Ich will aber nicht auch
noch meinen Sohn verlieren…"
„Rory.
Du hattest Gründe dafür. Natürlich wird Matt verletzt
sein, aber noch mehr wäre er es, würdest du es ihm ewig
verschweigen und er erführe es eines Tages durch Zufall."
Ich
nickte. „Ich werde morgen versuchen mit ihm zu reden."
Der
Mann, der mir stets mehr Vater gewesen war, als jeder anderen,
drückte meine Hand. „Du schaffst das." Er erhob sich
langsam. „Ich werde nochmals nach Lorelai sehen und dann versuchen
zu schlafen." Er musterte mich, als würde er meinen Segen
dafür brauchen.
„Okay."
Ich umarmte ihn kurz. „Gute Nacht, Luke…und danke…danke, dass
du es ihnen niemals erzählt hast…" Flüsterte ich leise.
Luke
seufzte. „Das ist nicht meine Aufgabe…Gute Nacht, Rory." Er
warf mir noch ein aufmunterndes Lächeln zu, bevor er mich
alleine zurück ließ. Als er gegangen war, begann ich zu
frösteln. Wie kalt es doch ohne die geliebten Menschen war.
Würde es je wieder warm sein, wenn Mum gegangen war?
---------- Flashback ---------
Ich
lutschte die salzigen Reste des Popcorns von den Fingern und
beobachtete Mum, welche sich köstlich über eine alte Folge
der Donna Reed Show amüsierte, grinsend.
„Ist
das nicht die Folge, in der ihr Mann später von der Arbeit
nachhause kommt und dann rein gar nichts passiert?" Sie griff
lachend nach dem letzten Achtel der Pizza.
Ich
nahm einen weiteren Schluck Cola. „Nein, das ist die
Wochenendfolge, in der der älteste Sohn vom College nachhause
kommt und rein gar nichts passiert." Berichtigte ich gespielt
empört über diese Verwechslung.
„Richtig.
Wie konnte das nur passieren?"
„Das
liegt wohl daran, dass unsere Texte viel besser sind und bei uns
immer etwas passiert."
Mum
legte den Arm um mich. „Ja. Ich habe den falschen Beruf
gewählt."
Ich
lehnte mich an ihre Schulter, glücklich über unsere
besondere Beziehung, welche immer so bleiben sollte.
---------- Flashback Ende ---------
Ich sank zitternd auf den kalten Stuhl und stützte den Kopf zwischen meine Hände auf. Heiße Tränen tropften auf meine Arme.
--------- Flashback --------
Das
schrille Läuten bereits nach dem Aussteigen gehört, beeilte
ich mich zur Wohnungstür. Wahrscheinlich war es meine Kollegin
Lillian, welche mir bezüglich der Reportage bescheid sagen
wollte. Ich ließ die Tür in meiner Eile offen und lief ins
Wohnzimmer, in welchem das Telefon stand. Keuchend sank ich auf die
Ledercouch und wollte schon nach dem Hörer greifen, als ich die
Nummer auf dem Display erkannte. Meine Stirn legte sich in
Falten.
Das
Klingeln hörte auf. Wie viermal pro Woche seit den letzten
beiden Monaten.
Rory?
Ich weiß, dass du hier bist. Hebe ab. Bitte hebe endlich ab.
Rory? Hör mal, solltest du wirklich nicht da gewesen sein, rufe
bitte zurück. Ich hasse es, wenn wir streiten…und ich habe das
Gefühl, dass wir dringend reden sollten. Wir haben schon oft
gestritten, aber niemals auf diese Weise. Rory, wir haben beide
überreagiert. Aber du musst mich verstehen. Ich will dir doch
nur helfen…Ich vernahm ein leises Schluchzen. Rory. Das
Leben von und allen ist gerade nicht leicht. Mach es uns doch nicht
noch schwerer. Ruf mich zurück. Bitte.
Ich
biss mir wütend auf die Unterlippe. Hilfe? Ich war damals meiner
Meinung nach die Letzte, welche Hilfe gebrauchte. Sie hatte mich
verletzte. So sehr mein Herz gelernt hatte nicht mehr zu schmerzen,
sie hatte es mit ihren Worten, scharf wie ein Messer, geschafft. Und
nun erwartete sie, dass ich nach weiteren Vorwürfen einfach
zurück rief?
Wut
macht uns oft blind. Wir sehen nur das, was uns im Moment als das uns
selbst am meisten bestätigende erscheint. Der Verstand,
vielleicht sogar das Herz, verschließt sich davor eine andere
Seite zu verstehen. Als meine Augen endlich geöffnet wurden, war
es zu spät zurück zu rufen.
--------- Flashback Ende ---------
Ich wischte mir die letzte Träne von der Wange und nippte zaghaft an meinem Kaffee, welcher nur noch kalt und bitter schmeckte.
--------- Flashback ---------
„Mum?"
Ich
lehnte mich zurück an das weiche Leder der Couch und nippte an
meinem Martini. „Carol? Hi." Ich hörte sie fest
einatmen.
„Mum,
Carmen hat heute ihre ersten Schritte gemacht!" Erzählte sie
fröhlich. Ich ahnte, dass ihre Augen gerade vor Freude tränten.
„Wo
denn?"
„Im
Vorgarten. Sie ist geradewegs auf den kleinen Ball zugegangen!"
„Den
furchtbaren neonorangen von María?"
„Genau
den. Sie scheint ihn zu mögen."
„Sie
ist doch noch so klein. Das ist unglaublich. Wirklich." Meine
kleine, über alles geliebte, erste Enkeltochter hatte ihre
ersten Schritte gemacht. Es war großartig. Dennoch überzog
ein dunkler Schatten mein Herz. Ich hatte nicht gefühlt, wie ich
hätte fühlen sollen. Hatten die letzten Jahre mein Herz
tatsächlich gefrieren lassen?
--------- Flashback Ende ---------
Ich zwang mich den Kaffee trotz des Geschmackes auszutrinken und erhob mich schließlich langsam um die Tasse in den Geschirrspüler zu stellen. Mein ganzer Körper zitterte, als ich die Tür dessen schloss.
---------- Flashback --------
Meine
Augen wanderten stolz durch das geräumige Wohnzimmer. Mein
kleiner Junge, welcher nun keiner mehr war, hatte seine erste eigene
Wohnung. Matt war vor wenigen Tagen mit drei älteren Freunden,
welche bereits das College besuchten, zusammen gezogen. Als diese
nachmittags Vorlesung hatten, hatte er mich zum Essen eingeladen.
„Das habt ihr toll gemacht." Lobte ich anerkennend und sank auf
die gemütliche Couch.
Matt
nahm am Lehnstuhl gegenüber Platz. „Die richtige Wohnung für
drei brave Studenten und einen strebsamen Abschlussschüler."
Ich
lachte. „Ich wette, die erste Party steigt noch vor dem
Wochenende."
Mein
Sohn grinste. „Diese Wette gewinnst du."
„Aber
trink nicht zu viel…"
Er
lachte. „Keine Angst, Mum. Wenn die Bar leer ist, werde ich keine
der gut aussehenden, ebenfalls studierenden Nachbarinnen, um etwas
mehr Bier bitten."
„Dessen
bin ich mir sicher." Meinte ich zwinkernd. „ Du wirst mir so
fehlen!" Ich strich ihm über die Wange. „Lässt du dir
nun einen Vollbart wachsen?"
„Mum!"
Matt rollte mit den Augen. „Ich muss mir einen neuen Rasierer
kaufen. Außerdem stehen viele Frauen auf Kerle mit
Drei-Tage-Bart." Er lachte.
Ich
schenkte mir lächelnd Kaffee nach und betrachtete ihn voller
Stolz. „Du weißt, du kannst jederzeit zurückkommen."
Er
seufzte. „Hör mal, Mum. Du weißt, es ist nichts
Persönliches gegen dich. Ich bin vor allem wegen meines werten
Erzeugers so früh ausgezogen…"
Ich
biss mir auf die Unterlippe und nickte. Logan hatte meinen Sohn
vertrieben, nur weil er nicht seinem Idealbild eines jungen Mannes
der High Society entsprach. Seitdem war meine Wut noch mehr
gestiegen. „Du willst mir wirklich nicht sagen, worum es in eurem
letzten Streit ging?"
Matt
winkte ab. „Nicht der letzte Streit war ausschlaggebend…nein,
mein ganzes Leben mit ihm. Er hat mich nie gemocht. Niemals war ich
ihm gut genug. Niemals konnte ich es ihm wirklich Recht machen. Ich
war der männliche Nachfolger, der sein Erbe vertreten sollte und
habe dabei täglich versagt…"
Ich
ergriff seine Hand uns blickte ihn streng an. „Matt, in meinen
Augen bist du der beste Sohn, den sich eine Mutter wünschen
kann, und hast niemals versagt!"
Matt
lachte. „Jen hat schon recht damit, wenn sie sagt, ich könnte
wer weiß was anstellen und du würdest auch noch
applaudieren…"
„Jenny
hat das gesagt?"
„Unglaublich
nicht? Der kleine Unschuldsengel ist ein mit Puppen und Autos
spielender Teufelsbraten ohne jegliche Reue."
„Nun,
bald wird sie in die Pubertät kommen. Das ist ganz
normal."
„Tja,
dann viel Spaß…" Matt zwinkerte. Plötzlich wurde er
wieder ernst. „Wie geht es ihr?"
„Sie
steckt die Scheidung anscheinend sehr gut weg. Das Mädchen ist
unglaublich stark…"
Matt
blickte auf seine Zehenspitzen und wechselte schnell das Thema.
„Weißt du, was ich mir als Kind oft vorgestellt habe?"
Ich
stellte die Tasse ab und blickte ihn erwartungsvoll an.
„Das
ein cooler Typ, der sich als unser leiblicher Vater erweist, in einem
Thunderbird vor unserer Einfahrt hält und dich, Carol, Jen und
mich mit sich in ein besseres Leben nimmt.." Matt lachte.
„Normalerweise träumen doch nur Mädchen von so
bescheuerten Dingen."
Diese
Aussage hatte mich wie ein Blitz getroffen. Ich war einige Sekunden
lang nicht fähig gewesen, mich zu bewegen. Und kurz bevor ich es
vielleicht geschafft hätte, ihm von Jess zu erzählen, wurde
die Tür aufgerissen und seine Freunde stürmten mit einer
Kiste Bier herein.
--------- Flashback Ende --------
Ich spürte es kaum, als meine Beine nachließen und auf den kalten Boden sanken. Den Tränen erneut freien Lauf lassend, vergrub ich mein Gesicht in den Händen.
Und es schien wie der reinste Hohn, die furchtbarste Art Ironie, dass die Haustür ausgerechnet von jener Person leise aufgesperrt wurde, dass ausgerechnet jene Person mir besorgt die Hand auf die Schulter legte, die ich am wenigsten zu Sehen erwartet sowie erhofft hatte.
„Rory, bist du das?"
Ich hob den Kopf kaum. Mein Herz hatte ihn erkannt. „Jess?" Mir wurde schwarz vor die Augen, bevor ich in eine Art Ohnmacht fiel.
