TITEL: Wechselbälger

ORIGINAL-FANFIC: http / canadian-haruka . livejournal . com / tag / changechildren
AUTHOR:
Haruka (mailto:harukaeastlink.ca)

KATEGORIE: AU, Humor, Crack
RATING: T bis M
DISCLAIMER: Prince of Tennis gehört Konomi Takeshi.
AUTORNOTIZEN: Alternatives Universum, in dem die Autorin schamlos Ideen aus verschiedenen Medienquellen geliehen/abgewandelt hat, und sogar die eine oder andere eigene dazwischen geworfen hat. Falls hier irgend etwas Canon sein sollte, ist das wahrscheinlich ein Versehen. In späteren Kapiteln wird Prügelstrafe vorkommen. Yaoi-Warnung.

ARCHIV: ffnet
Diese fanfic steht auf Wunsch der Autorin nicht für andere Archive zur Verfügung!

Mit freundlicher Genehmigung von Haruka übersetzt von: MilenaLupin

- Teil 5 -

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Tezuka sah schweigend zu, wie Atobe auspackte. Ihr Zimmer war riesig – das waren alle Schlafräume – aber das änderte nichts an der Frage, die ihn grübeln ließ. Am Ende musste er doch fragen.

„Wieso bist du hier?"

Atobe hing ein weiteres, teuer aussehendes Hemd auf einen Bügel und runzelte die Stirn. „Ich wünschte, wir hätten schon Personal für dieses Haus. Ich bin nicht daran gewöhnt, mit meinen Kleidern irgendwas anderes zu machen als sie anzuziehen."

„Atobe, wieso bist du hier, mit mir in diesem Zimmer?", wiederholte Tezuka seine Frage. „Es gibt reichlich freie Zimmer, und ich bin mir sicher, dass du genauso wenig ans Teilen gewöhnt bist."

„So wahr das wohl ist, ich hielt's für das Beste", erwiderte Atobe. „Sakaki-sensei sagt, dass die Erwachsenen es vorziehen, wenn wir uns fürs Erste zu zweit einrichten, und ich schätze, es wäre wohl nicht wirklich fair, wenn ich der Einzige wäre, der sein Zimmer für sich hat."

Ein Halblächeln verzog Tezukas Mundwinkel. „Und seit wann stört dich so etwas?"

„Würde es normalerweise nicht, aber das hier sind keine normalen Umstände." Atobe warf ihm einen vielsagenden Blick zu. „Außerdem wähle ich mir lieber jetzt meinen Zimmergenossen selbst aus, als dass sie mir später eine x-beliebige Person ins Zimmer stecken, wenn wir noch mehr Leute aufnehmen." Er näherte sich Tezukas Bett und glitt darauf, wobei er sich bewegte wie eine Katze, die sich an ihre Beute anschlich. „Ich sehe aber auch nicht, dass du lautstark gegen dieses Arrangement protestierst, Tezuka..." Er presste seine Lippen gegen die des rivalisierenden Kapitäns. Tezuka schubste ihn nicht weg.

„Sie werden es rausfinden."

„Nicht wenn wir vorsichtig sind", entgegnete Atobe mit einem ungezogenen Grinsen.

„DAS ist aber nicht vorsichtig. Die Tür ist nicht ganz zu."

Atobe seufzte und glitt vom Bett. „Du hast keinen Sinne für Abenteuer, Tezuka."

„Ich hab mich mit dir eingelassen. Das ist Abenteuer genug."

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„Danke, dass du mich bei dir wohnen lässt, Eiji", meinte Fuji, während er seine Bücher wegstellte.

„Ich bin froh, dich hier zu haben, Fujiko-chan", erklärte Eiji und verkniff sich taktvoll die Ergänzung, dass er zwar lieber Oishi als Zimmergenossen gehabt hätte, aber Ryuzaki-sensei diese Möglichkeit glattweg unterbunden hatte. Außerdem wusste er, dass Fuji lieber mit seinen jüngeren Bruder zusammen wohnen würde, aber Yuuta sich geweigert hatte. „Ich hoffe, mein Rein- und Raushoien macht dich nicht verrückt."

Fuji sah auf. „Hoien?"

Eiji blinzelte, als er ein paar latente Nachwirkungen von Fujis Kraft spürte. Er schaute beiseite, bevor ihm noch in den Sinn kam, sich seinem Teamgefährten zu Füßen zu werfen. „Ja, so nenne ich dieses Teleportieren-Zeugs – ‚hoien'!"

„Verstehe. Klingt ganz nach dir, Eiji." Fuji hielt kurz inne, dann fügte er leise hinzu: "Du musst meinem Blick nicht ausweichen, Eiji. Ich werde nicht versuchen, dich zu becircen."

„Oh, das weiß ich!", sagte Eiji entschuldigend und kam herüber gehüpft, um einen tröstenden Arm um seinen Mitbewohner zu legen. „Es tut mir Leid. Ich dachte, ich spür was, und ich schätze, da hat so ein Selbstschutzmechanismus eingesetzt. Ich wollte deine Gefühle nicht verletzen."

Fuji schüttelte fest den Kopf. „Hast du nicht. Ich verstehe schon, wirklich – ich denke, da wabert immer noch so ein bisschen über die Kanten, auch wenn ich mich bemühe, es zu unterdrücken. Ich müsste mich für meinen Mangel an Selbstkontrolle entschuldigen."

Das beantwortete Eiji, indem er Fuji an die Schultern fasste und ihn so drehte, dass er ihm direkt in die Augen sehen konnte. „Wag es ja nicht, dir die Schuld zu geben, Fujiko-chan! Wir lernen ALLE erst, wie wir mit diesen Kräften umgehen sollen, und du kannst doch nichts dafür, dass du von Natur aus so anziehend bist, und sich das durch deine auch noch verstärkt! Du wirst bald totale Kontrolle darüber haben; ich weiß, dass du das schaffst!"

Fuji lächelte dankbar. „Danke, Eiji."

„Null Problem, nya!", grinste der Rotschopf fröhlich. „Jetzt komm schon! Ich hoi' uns in die Küche runter, und wir klauen uns einen Snack!" Immer noch die Hände fest an Fujis Schultern verschwanden die beiden.

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Momoshiro pfiff vor sich hin, als er in sein Zimmer trat. Dann blieb er wie erstarrt stehen und gaffte. „Was suchst DU denn hier!"

„IchbinschoneingezogenShinjiundichdurftennichtzusammenwohnenweilwirboyfriendssindalsohatSakaka-senseiunsgetauschtundjetztwohnichbeidir."

Momo rieb sich die Augen. „Kamio, könntest du BITTE versuchen, dich zu entspannen, bevor du redest, damit ich dich verstehen kann?"

Kamio nickte und sammelte sich einen Moment, um seine Geschwindigkeit in den Griff zu bekommen. „Ich steck hier fest, weil Shinji und ich nicht zusammen wohnen dürfen." Er warf Momoshiro einen bösen Blick zu. „Ich freu mich auch nicht gerade drüber, weißt du."

Momoshiro kam heran und lehnte sich mit einem Seufzer an Kamios Bettpfosten. „Na ja, ich schätze, wir sind schon früher miteinander ausgekommen, wenn wir keine Wahl hatten."

„Schätze schon", meinte Kamio wachsam. „Aber mach ja nicht wieder was von meinen Sachen kaputt."

„Hackst du IMMER NOCH auf diesem Fahrrad da herum? Das war ein Unfall, weißt du, ein Unfall!"

„Du hast es trotzdem kaputt gemacht!"

„Es tut mir Leid, okay! Tut mir Leid, tut mir Leid, tut mir LEID!" Momo knallte seine Hand flach auf den Bettpfosten. Der Rahmen splitterte, und das Bett brach unter Kamio zusammen.

Der Rotschopf starrte zu ihm hoch. „Siehste! Ich bin mal gerade fünf Minuten hier, und schon machst du mein Zeugs kaputt!"

"Uups", sagte Momo verlegen.

Kamio peste wie der Blitz durch die Tür. „Wir brauchen neue Wohnarrangements! Das ist die beschissenste Wohngemeinschaft, auf die überhaupt jemand kommen konnte!" Im Flur blieb er so plötzlich stehen, dass Momo sich herauswagte, um auch zu sehen, was seine Aufmerksamkeit so gefangen hatte. Dann pfiff er leise.

„Mit Ausnahme von DER da", murmelte er.

Im Schlafraum auf der gegenüberliegenden Flurseite starrten Shinji und Ryoma einander gegenseitig in Grund und Boden.

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Yuushi sah zu seinem Mitbewohner Choutarou hoch und stieß einen erschöpften Seufzer aus. „Choutarou-kun, du rennst schon wieder."

Der hochgewachsenen Zweitklässler erstarrte. „Tu ich das? Tut mir Leid, Yuushi-senpai. Ich bin wohl ein bisschen nervös." Er warf einen Blick zur Tür.

„Ach ja, ich weiß genau, was du meinst", erwiderte Yuushi und rückte seine Brille zurecht, während er sich mit einem Buch aufs Bett legte. „Aber es hat keinen Sinn, sich verrückt zu machen wegen etwas, dass du nicht kontrollieren kannst. Und schließlich SIND sie Teamkameraden."

„Ja, aber sie sind Teamkameraden, deren Temperament sich einfach zu ähnlich ist." Choutarou wrang die Hände. „Oh, das wäre so viel einfacher gewesen, wenn die Erwachsenen nicht so blöd wären und darauf bestehen würden, uns zu trennen!"

Yuushi schaute auf. „Da kommt was", warnte er.

Choutarou fuhr herum, und sein ganzer Körper wurde durchscheinend. Ein fliegender Schuh, der ihn gerade treffen wollte, flog geradewegs hindurch und traf stattdessen Yuushis Bein.

„Autsch", murmelte der Tensai und kickte den Schuh beiseite. Dann bemerkte er die winzige Schuhgröße. „Gakuto! Dein Schuh ist hier!"

Der zierliche Teenager kam herein und las seinen Schuh auf. „Tschuldigung, Jungs. Ich hatte auf Shishido gezielt, aber ich glaube, er hat sich sein Glück aktiviert, so dass er ihn verfehlt hat." Er rieb sich die Fingerknöchel. „Und mir hat er PECH gewünscht, so dass ich mit der Hand gegen den Bettpfosten gehauen bin, als ich ihn warf!"

„Lass dich nicht auf einen Machtkampf ein, Gaku", warnte Yuushi. „Ihr könntet euch gegenseitig schwer schaden, und weder Sakaki-sensei noch Atobe werden einen Kampf innerhalb des Teams billigen." Er rieb sich das Bein, wo ihn der Schuh getroffen hatte. „Außerdem könnte der Rest von uns ins Kreuzfeuer geraten."

Gakutos Augen weiteten sich. „Hat der dich getroffen! Das tut mir so Leid, Yuushi!" Er warf Choutarou einen misstrauischen Blick zu. „Du standest doch in der Schusslinie -- wie kommt es, dass er nicht dich getroffen hat?"

„Ich... ich bin gephast", gab Choutarou zu.

„Ach nee, wie nett!", fauchte Gakuto. „Hättste nicht stattdessen fest werden können, damit er einfach abprallt?" Er ging hinüber, um Choutarou gegen den Arm zu boxen, aber als seinen Fingerknöchel dessen Fleisch berührten, fühlte sich das eher wie einen Ziegelwand an. „AUUUU!", heulte er auf und rieb sich sein sowieso schon schmerzende Hand.

„Meinst du so?", tat Choutarou unschuldig.

Yuushi gluckste verstohlen. Manchmal musste Gakuto so was einfach auf die harte Tour lernen.

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Yuuta betrat mit einer Ponta und einem Sandwich in der Hand sein Zimmer, und fand dort Mizuki auf seinem Bett hockend vor, neben sich auf dem Boden einen Koffer.

„Überraschung, Yuuta-kun! Ich zieh bei dir ein."

„M-Mizuki-sempai!", stammelte Yuuta. „Ich hatte dich nicht erwartet! Ich meine, das heißt --- ich komme gerade von unten, und ich hab gar nicht gehört, dass der Summer ging, oder sie dich unten reingelassen hatten..."

„Darum nennt sich's ja auch Überraschung." Mizuki lächelte. „Du hattest doch noch keinen Zimmergenossen, richtig? Na, jetzt hast du einen." Er sammelte seine Tasche auf und öffnete sie. Yuuta sah einen Moment lang zu, wie sein Teamkamerad auszupacken begann.

„Ähm, Mizuki-sempai?"

„Ja, Yuuta-kun?"

„Die Jungs, die hier wohnen, sind alle, was man Wechselbälger nennt. Sie haben Kräfte – du weißt schon, wie die, von denen ich dir neulich erzählt hatte?"

„Ja, ich weiß."

„Na ja, ähm...", Yuuta schuffelte mit dem Fuß auf dem Teppich. „Ich wusste nicht, dass du irgendwelche Kräfte hast. Du hast nie was gesagt."

Mizuki hielt einen Augenblick lang beim Aufhängen eines großgeblümten grell-lilafarbenen Hemdes inne, um dem jüngeren Jungen einen Blick zuzuwerfen. „Ich hatte keinen Grund, es zu erwähnen." Er wandte sich wieder dem Schrank zu.

Yuuta wollte seinen Sempai fragen, was GENAU denn seine Fähigkeit sei, aber wie es schien hatte Mizuki nicht vor, mit dieser Information freiwillig herauszurücken, und er fühlte sich nicht wohl bei dem Gedanken, es aus ihm herausquetschen zu müssen.

„Aniki wollte mit mir zusammen wohnen, aber ich hab nein gesagt", enthüllte er, dann wünschte er, er hätte es nicht getan. Seinen Bruder in Mizukis Gesellschaft zu erwähnen war nie ein kluger Zug.

Zu seiner Überraschung wurde St.-Rudolphs Manager aber nicht wütend. Er lachte stattdessen geringschätzig.

„Keine Sorge, Yuuta-kun, du warst nicht seine erste Wahl. Da bin ich mir sicher. Er hätte wahrscheinlich viel lieber mit Kawamura Takashi zusammengewohnt."

Yuuta neigte den Kopf zur Seite. „Woher weißt du das?"

„Du meinst, du wusstest es nicht?", gluckste Mizuki. „Dein Bruder ist heftigst in Kawamura-san verknallt. Er redet ständig von ihm."

„Das habe ich aber nie gehört – jedenfalls nicht mehr, als er von seinen anderen Teamkameraden spricht."

„Vielleicht tut er's nicht laut. Ich dachte auch mehr in Richtung – auf dem Papier." Mizuki schloss die Schranktür und ignorierte Yuutas verwirrten Gesichtsausdruck. „Das genügt für heute – ich muss die Erwachsenen suchen gehen."

„Die sind in einer Besprechung, glaube ich", sagte ihm Yuuta. „In was Atobe das ‚Kollegium' nannte – das ist unten, auf der linken Seite."

„Danke. Ich seh dich später." Mizuki spazierte hinaus. Yuuta beschloss ihm nachzugehen und ihn zu fragen, was er den Erwachsenen über seine Fähigkeit erzählen wollte. Leider musste er feststellen, dass der Flur bereits leer war.

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Sumire schaute in der Runde der drei anderen Erwachsenen am Tisch des Kollegiums herum. „Ich halte es für eine gute Idee, wenn wir uns jetzt erst einmal mit den Grundlagen befassen, während sich die Kids häuslich niederlassen. Irgendwelche unmittelbaren Probleme, die wir angehen müssten?"

„Meine Meisterstücke kommen prima zurecht", bemerkte Aoi. „Meine Einheit wohnt zusammen, und das gefällt ihnen auch gut so. Takahisa-kun teilt sich das Zimmer mit Tachibana-kun, und ich denke, die beiden werden gut miteinander auskommen. Sie sind beides Teamkapitäne, und ihre Persönlichkeiten sind sich nicht völlig unähnlich."

„Wo wir gerade von Teamkapitänen sprechen –", setzte Tarou an, als ihn ein Rums an der Tür unterbrach. Er warf den anderen ein Stirnrunzeln zu, ging dann zur Tür und öffnete sie, um hinaus zu schauen. „Niemand da", sagte er und schloss sie wieder, um zu seinem Platz zurückzukehren. „ich dachte, die Kids hätten versucht zu lauschen."

„Ich schätze, Youhei und Kouhei könnten das von oben aus tun, wenn sie wollten", meinte Aoi nachdenklich. „Aber ich bin mir nicht sicher, ob sie sich jetzt schon perfekt unter Ausschluss aller anderen auf genau einen Raum konzentrieren können."

„Wir werden Probleme kriegen, wenn sie's erst mal können", gluckste Nanjiroh. „Genau genommen werden wir in jeder Hinsicht Probleme kriegen! Diese Kids haben alle Fähigkeiten, und wir haben nada."

„Wir haben die Macht, sie aus unseren Tennisteams rauszuwerfen", sagte Sumire trocken. „Das sollte genügen, um eine Revolution zu unterbinden. Also dann, Tarou, du wolltest etwas über Teamkapitäne sagen?"

„Ja, ich dachte speziell an Atobe und Tezuka", antwortete er. „Es hat mich ein wenig überrascht, als Atobe darum bat, mit deinem Kapitän zusammen zu wohnen. Als ich ihn danach befragte, kam er nur mit diesem alten Sprichwort, man sollte sich seinen Freunden nah halten, und seinen Feinden noch näher. Ich bin mir nicht sicher, ob da Unheil droht oder nicht, aber wir sollten besser ein Auge auf Ärger zwischen den beiden halten."

„Sie sind beide reif für ihr Alter – es würde mich überraschen, wenn da Streit ausbrechen sollte", kommentierte Sumire. „Andererseits haben schon wir schon die eine oder andere Rangelei gehabt."

„Das ist nicht anders zu erwarten, wenn man einen solchen Haufen männlicher Teenager in einem Haus zusammenwirft", meinte Aoi.

„Ja, aber mit unserer Zimmerverteilung haben wir zusätzlichen Ärger heraufbeschworen", erwiderte Sumire. „Ich hatte mir gedacht, wenn wir ein paar der unwahrscheinlicheren Paare zusammenstellen, zwingt sie das, deutlich schneller Selbstkontrolle zu lernen." Sie zuckte die Schultern. „Vielleicht schafft es sogar Freundschaften, die es vorher nicht gab."

„Ich würd mich nicht darauf verlassen, dass Ryoma eine besondere Freundschaft zu diesem Shinji-Jungen aufbaut, nachdem der ihm das Auge aufgeschlitzt hat", spekulierte Nanjiroh. „Aber bei ein paar anderen Paaren könntest du Recht haben, und sie enden als Freunde." Er zwinkerte. „Oder mehr."

Tarou verzog das Gesicht. „Aber DAS ist das Letzte, was wir wollen. Vielleicht möchtest du uns deinen Verdacht mitteilen?"

„Nein", entgegnete Nanjiroh grinsend. „Ich lehn mich lieber zurück und schau mir den Spaß an!"

Tarou sah Sumire an. „WARUM genau hast du diesen Kerl noch mal mitgenommen?"

„Wir werden jemanden brauchen, der den Rest Kinder hier beaufsichtigt, während wir mit unseren Teammitgliedern beim Tennistraining sind", antwortete sie. „Außerdem warst du selbst da und hast es gehört. Er hat sich Ryomas wegen freiwillig gemeldet."

„Der noch keinerlei Fähigkeiten gezeigt hat und daher gar nicht hier sein sollte", betonte Tarou.

„Oh, aber das würde uns doch seiner charmanten Gegenwart berauben", kicherte Aoi – und eingedenk ihrer Vergangenheit mit Ryoma waren sich die anderen nicht sicher, ob sie das ernst meinte oder sarkastisch.

„Ich bin gerne bereit, ein Auge auf die anderen zu halten."

Die vier Erwachsenen sprangen beinahe von ihren Stühlen, als sie Mizuki Hajime bei ihnen im Raum vorfanden.

„Mizuki-kun!", keuchte Aoi. „Was tust du denn hier!"

„Ich bin schon eingezogen", verkündete er. „Und da das hier ein Treffen der Teamcoachs ist, und ich für St.-Rudolph gleichermaßen Manager und Coach bin, hielt ich es gleichermaßen für meine Pflicht und mein Recht teilzunehmen."

„Ist das nicht der Kurze, den Fuji Syuusuke vor einer Weile auf dem Court abgeschlachtet hat?", erkundigte sich Nanjiroh bei den anderen, ohne Mizukis mörderischen Blick auch nur zur Kenntnis zu nehmen.

Sumire stand auf und schritt zu Mizuki hinüber, nahm ihn am Arm und führte ihn mit fester Hand zur Tür.

„Soll ich das als Ablehnung meines Hilfsangebotes betrachten?"

„Das darfst du, jawohl." Sie öffnete die Tür und schob ihn hinaus. „Wenn du Fähigkeiten entwickelt hast, Mizuki-kun, bist du uns hier willkommen. Diese Besprechung allerdings ist nicht für Coachs – sie ist für ERWACHSENE." Damit machte sie ihm die Tür vor die Nase zu.

Mizuki zog eine Grimasse. Sie hatte ihm nicht einmal die Gelegenheit gelassen, die eine oder andere saftige Information loszuwerden, die er schon in der kurzen Zeit, die er hier war, gewonnen hatte. Er schnaubte. Nun, das wäre doch wohl ihr Verlust! Er würde halt seine Geheimnisse zunächst für sich behalten und abwarten, ob sich nicht eine bessere Gelegenheit ergab, um daraus seinen Nutzen zu ziehen.

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Ende Teil 5.