TITEL: Wechselbälger
ORIGINAL-FANFIC: http / canadian-haruka . livejournal . com / tag / changechildren
AUTOR: Haruka (mailto:harukaeastlink.ca)
KATEGORIE: AU, Humor, Crack
RATING: T bis R
DISCLAIMER: Prince of Tennis gehört Konomi Takeshi.
AUTORNOTIZEN: Alternatives Universum, indem die Autorin schamlos Ideen aus verschiedenen Medienquellen geliehen/abgewandelt hat, und sogar die eine oder andere eigene dazwischen geworfen hat. Falls hier irgend etwas Canon sein sollte, ist das wahrscheinlich ein Versehen. In späteren Kapiteln wird Prügelstrafe vorkommen. Yaoi-Warnung.
ÜBERSETZER: MilenaLupin
ÜBERSETZERNOTIZEN: Autorisierte Übersetzung von Harukas (grandioser) fanfiction „changechildren". Geht und lest das Original!
ARCHIV: ffnet
Diese fanfic steht auf Harukas Wunsch nicht für andere Archive zur Verfügung!
- Teil 8 -
Während die Wechselbälger versuchen, sich mit ihren Fähigkeiten im Schulalltag zu arrangieren, haben Oishi und Atobe mit dem Verlust einer solchen zu kämpfen.
In Sumires Büro in Seigaku nickte die Lehrerin, während sie Tezuka zuhörte. Als er fertig war, schaute sie ihn ernst an. „Glaub mir, Tezuka, wir machen uns ganz genau so viele Sorgen über den potentiellen Gebrauch eurer Fähigkeiten auf dem Spielfeld wie du und Tachibana, und wir leiten Maßnahmen ein, um so etwas zu verhindern."
Der Drittklässler wirkte erleichtert. „Keiner von uns würde deswegen nun Tennis aufgeben wollen, Sensei, und ich bin mir sicher, die anderen Spieler denken wohl ebenso."
Sumire warf ihm einen trockenen Blick zu. „Ein paar von ihnen würden nicht mal dran denken Tennis aufzugeben, selbst wenn sie einen unfairen Vorteil hätten." Sie schüttelte den Kopf. „Aber mach dir keine Sorgen – zumindest noch nicht. Wir halten heute Abend zu Hause eine Besprechung ab und diskutieren die Sache – und hoffentlich wissen wir bis dahin auch schon mehr."
Drüben in Jyousei Shounen hatten Youhei und Kouhei entdeckt, dass zumindest eine ihrer Fähigkeiten das Schreiben und heimliche Rüberschieben von Zettelchen überflüssig machte.
„Wir haben nach der Schule Tennistraining auf dem Plan", erinnerte Youhei seinen Bruder telepathisch mitten während ihrer Geschichtsstunde. „Glaubst du, das findet immer noch statt?"
„Hanamura-sensei hat nichts anderes gesagt, also schätze ich schon," erwiderte Kouhei. „Ich frag' mich, ob wir und Takahisa-buchou den anderen wohl von unseren Fähigkeiten erzählen werden, oder nicht?"
„Ich denke, wir sollten einfach abwarten, was Hanamura-sensei will."
„Youhei-kun!"
Der magenta-haarige Junge erkannte seinen Namen, was ihm peinlich war. Hier war er mit seinem Supergehör, und wie es klang, hatte sein Lehrer ihn schon eine ganze Weile gerufen. „Entschuldigung, Sensei – wie war die Frage?"
Kamio knirschte mit den Zähnen und zwang sich wieder einmal selbst langsamer zu werden. Er kam inzwischen schon so viel besser mit der Kontrolle seines Highspeed-Sprechens zurecht – was nur gut war, schließlich hatte er in Fudomine an diesem Morgen im Unterricht schon Fragen beantworten müssen. Allerdings liefen auch seine Gedankenprozesse schneller ab, und er musste feststellen, dass es ihm beinahe unmöglich war, seine Mitschriften nicht in einem Tempo zu schreiben, die seinen Bleistift zum Rauchen brachte. Mit einem Blick auf Shinji am Nachbartisch wusste er, dass er mit diesen Problemen nicht allein war. Er hatte schon gehört, wie sein Freund seinem Schreibtisch mitteilte, dieser möge bitte aufhören, ihm die Geschichte jeden Schülers zu erzählen, der dort je gesessen hatte, weil ihn das ablenken würde. Glücklicherweise schien niemand anders ihn gehört zu haben.
Verflixt, er schrieb schon wieder zu schnell! Er brauchte einen Weg, wie er das regulieren konnte, sein Tempo drosseln konnte…
Hey, dachte er fröhlich. Vielleicht war DAS ja die Lösung! Kamio grub in seiner Tasche herum und fand seinen MP3-Player. Er wusste, dass er den während des Unterrichtes nicht tragen durfte, aber wenn er wenigstens ein paar Takte hören konnte…
Er hielt den Ohrstöpsel zwischen den Fingern und beugte sich tief über den Tisch, um so viel von dem Kabel zu verbergen wie nur möglich. Dann schaltete er den Player ein und hielt sich den Knopf ans Ohr.
Beinahe auf der Stelle spürte er ein Gefühl von Frieden über sich kommen. Er hätte es sich gleich denken können – selbst mit Superpowers war er immer noch Kamio Akira, und bei ihm ging alles immer nur um den richtigen Rhythmus. Die Musik floss durch ihn hindurch und besänftigte ihn. Er hatte nicht länger den Drang, bei allem was er tat das Tempo hochzuziehen. Mit der Musik konnte er sich regulieren.
Er steckte den MP3-Player weg, behielt aber den Beat des Songs bei, indem er sanft mit den Fingern gegen seinen Oberschenkel tippte. Mit der anderen Hand nahm er seine Notizen wieder auf, aber dieses Mal flossen die Zeilen gleichmäßig und der Stift raste nicht länger über die Seite. Er war wieder im Rhythmus.
Atobe war angespannt.
Er hatte seine Fähigkeit noch immer nicht zurück, und der Typ, der sie ihm genommen hatte, war drüben in Seigaku, sodass er ihn noch nicht einmal anbrüllen konnte. Er konnte sich allerdings bei einem der Leute beschweren, die auf diesem Experiment bestanden hatten.
„Sensei, wir müssen reden", sagte Atobe fest, als er in Tarous Büro in Hyoutei gestürmt kam.
„Das sollte jetzt besser wichtig sein, Atobe-kun, wenn du hier ohne Termin so herein geplatzt kommst."
„Meine Fähigkeit ist immer noch nicht zurückgekommen!", explodierte der Teenager. „Wie lange soll das noch so weitergehen!"
Tarou warf ihm einen strengen Blick zu. „Du möchtest vielleicht besser davon absehen, deine Situation der ganzen Schule zu verkünden. Mach die Tür zu."
Es war nicht Atobes Art, rot zu werden, jetzt aber tat er es. Der Lehrer hatte Recht. Selbst wenn in den Nachrichten jüngst von Wechselbälgern zu lesen gewesen war, war es wahrscheinlich keine so gute Idee, ‚Fähigkeiten' so herumzuposaunen. Er schloss die Tür.
„Also dann", meinte Tarou ruhig, „versuch, ein bisschen mehr Geduld zu haben. Ich sehe ja ein, dass das nicht leicht ist –"
„Wie das?", wollte Atobe wissen. „Wie können Sie das verstehen? Diese Fähigkeiten sind nicht einfach nur ein Jux – sie sind ein lebender, atmender Teil von uns selbst. Ich hätte ja damit fertigwerden können, ein paar Stunden ohne zu sein, aber jetzt dauert das schon beinahe einen ganzen TAG. Ganz ehrlich, Sensei, ich fühl mich wie ein Kettenraucher auf kaltem Entzug!" Er stockte. „Und das sollte jetzt keine Anspielung sein."
„Es ist wahr, dass ich nicht wirklich nachvollziehen kann, wie du dich jetzt fühlst, aber ich bemühe mich schon", erklärte ihm Tarou. „Du brauchst eine Ablenkung, und du hast noch ein bisschen Zeit von deiner Mittagspause über. Geh und schlag ein paar Bälle über den Court, bis der Unterricht wieder anfängt."
Atobe wollte noch mehr sagen, aber ihm fiel nichts weiter ein, dass in seiner Situation helfen würde, statt es noch schlimmer zu machen. „Schön", erwiderte er und stolzierte aus dem Büro. Tarou hatte Mitleid mit wem auch immer, den Atobe sich als Gegner aussuchen würden.
Während er draußen vor der Schule auf einer Bank saß, hielt sich Inui mit Lesen in seinen Schulbüchern, Schreiben in seinem Notizbuch und gleichzeitigen Beinlifts beschäftigt. Er hatte Gewichte mit Klettband an seinen Fußgelenken befestigt, und auch während er sich mit den anderen Aktivitäten befasste, verlor er nicht die aktuelle Zahl der Wiederholungen seiner Beinlifts oder der Zeiten, wie lange er das Bein hochhielt, aus dem Gedächtnis.
Zwischendurch warf er gelegentlich einen Blick auf Kaidoh. Der Zweitklässler war kurz nach ihm nach draußen gekommen und machte unter einem Baum in der Nähe leichte Stretchübungen. Ab und an hielt er inne und schaute in dessen Geäst hoch. Inui fragte sich, welche Botschaften er wohl von den Vögeln und Eichhörnchen dort oben bekam.
Irgendwann bemerkte er bei einem dieser Seitenblicke, dass Ryoma jetzt dort bei ihm war. Der Erstklässler sagte irgendwas, das Inui nicht hören konnte. Was immer es war, veranlasste Kaidoh, den Zwölfjährigen scharf anzusehen und etwas zu antworten, das entweder: „Nicht so laut!" oder „Nicht erlaubt!" heißen konnte. Insgeheim wünschte Inui sich das Supergehör der Tanaka-Zwillinge – seine innere Klatschbase fand diese Vorstellung unwiderstehlich, besonders wenn es um seine Teamkameraden ging.
Streichen wir das. Besonders, wenn es um … Kaidoh… ging.
Ryoma schien auf Kaidohs Tadel nicht zu reagieren, aber das war nicht sonderlich überraschend, da der Junge gewöhnlich auch sonst äußerlich nicht viel Reaktion zeigte. Er redete weiter, und Kaidoh runzelte die Stirn, nickte Ryoma dann kurz zu und wanderte einmal hinter den Baum, wo Inui ihn nicht mehr sehen konnte. Er kam nicht wieder ins Sichtfeld, aber als ein kleiner Vogel vom Wurzelwerk des Baums aus hochflog, sah Ryoma ihm nach, bis er außer Sicht verschwand. Dann verzog er sich wieder in Richtung Schule und grüßte Inui, den er nun erst wahrnahm, im Vorbeigehen mit einem Tippen an den Schirm seiner Kappe.
Inui war sich nicht sicher, ob er sich mehr Sorgen darüber machen sollte, was Ryoma im Schilde führte, oder darüber, ob Kaidoh seinen ersten Solo-Flug wohl überleben würde.
Oishi ging deprimiert den Gang entlang. Er hatte gerade versucht, während der zweiten Hälfte der Mittagspause ein kurzes Meeting des Studentenbeirats abzuhalten, das aber dann selbst abbrechen müssen, weil er sich nicht konzentrieren konnte. Da Atobe drüben in Hyoutei war, wurde er wenigstens nicht direkt angegriffen, aber es machte ihn mehr als nur ein wenig nervös, dass er einfach nicht wusste, ob die Kräfte des anderen Jungen zurückgekommen waren oder nicht. Er überlegte, dass Ryuzaki-sensei das wissen könnte, aber als er hinkam, war sie nicht da.
„Oishi!"
„Iaaach!" Er fuhr zusammen. „Eiji!", keuchte er und senkte dann die Stimme. „Du bist doch nicht… du weißt schon… hier einfach reingehüpft, oder?"
Eiji sah beleidigt aus. „Nein, natürlich bin ich das nicht! Hier sind doch überall Leute – ich würd' nie einfach irgendwo in der Öffentlichkeit rumhoien!"
Oishi brauchte einen Moment, um zu begreifen, was sein Partner meinte, aber dann gab er nach. „Es tut mir Leid", seufzte er. „Ich bin einfach nervös."
Eiji legte ihm die Hand auf die Schulter. „Machst du dir immer noch Sorgen wegen Atobe?"
„Was wenn seine Kraft nicht zurückkommt?", wibbelte Oishi. „Ich hätte nie da mitmachen sollen und sie abschalten!"
„Nun", Eiji lehnte sich gegen die Spinde, „jemand musste es doch testen, und in der Sache stecken wir nun mal alle zusammen mit drin, oder?"
Oishi seufzte. „Erzähl das Atobe, wenn sie immer noch nie zurück ist, wenn wir in den Landsitz zurückkommen."
„WOW, Buchou, das war ein umwerfender Aufschlag!" Atobes Teamkamerad Akutagawa Jirou war tatsächlich wach geworden und schaute dem Trainingsmatch seines Kapitäns gegen Kabaji zu. Atobe kannte keine Gnade; es war nur gut, dass Kabaji, wenn er schon nicht zu jedem Schlag einen Return schaffte, zumindest kraftvoll genug war, um nicht von den Bällen verletzt zu werden.
Atobe antwortete nicht. Seinen Stress auf dem Tennisplatz abzubauen war keine üble Idee, aber löste sein Problem nicht. Er feuerte einen weiteren Aufschlag über das Netz.
„Atobe steht heut echt unter Feuer", bemerkte Wakashi Hiroshi, ein anderer Teamkamerad.
Gakuto, der stehengeblieben war, um zuzusehen, schnaubte nur. „Yeah, und gegenwärtig hat er nicht mal die Möglichkeit, sich runterzukühlen!"
Jiroh rieb sich die Augen und lehnte sich zu Gakuto hinüber. „Wovon redest du?"
Der Akrobat zögerte erst, überlegte es sich dann aber anders. Es handelte sich hier schließlich um ihre Teamkameraden, und außerdem, hatte Inui nicht bei ihrem ersten Treffen gesagt, auch wenn die Existenz von Kräften noch nicht allgemein bekannt war, waren sie auch wieder kein Geheimnis?
„Nun", sagte er mit einem frechen Grinsen, „die Sache ist so…"
Kaidoh hatte sich erst gefürchtet – er hatte es noch nie mit dem Fliegen probiert. Als er sich allerdings erst einmal in Vogelform in die Lüfte erhoben hatte, war es die natürlichste Sache der Welt für ihn.
Was ein Weilchen dauerte, war Echizens Haus von oben zu finden. Er war es nicht gewohnt, die Stadt aus der Vogelperspektive zu sehen.
Als er es endlich gefunden hatte, fürchtete er, zu spät zurück zum Unterricht zukommen. Er fegte auf das Tor am Ende der Auffahrt zu, flatterte auf das Pflaster nieder, wo er seine menschliche Gestalt wieder annahm, und zischte vor Erleichterung. Er hatte es geschafft, in einem Stück – wie erstaunlich.
„Miauuuuu?"
Er sah Karupin auf der Türschwelle sitzen und hockte sich in dessen Höhe nieder. „Komm mal her", drängte er ihn sanft.
Ohne zu zögern, tapste der Himalaya-Kater die Schwelle hinunter und wanderte zu Kaidoh hinüber, rieb sich gegen sein Bein und erlaubte es dem Jungen, ihm das Fell zu streicheln.
„Ich hab nicht viel Zeit", erklärte Kaidoh ihm. „Aber ich muss mit dir reden…"
Atobe hatte schon so ziemlich jegliche Hoffnung aufgegeben. Es war die letzte Stunde dieses Schultages, und noch immer gab es keinerlei Anzeichen, dass seine Kraft zurückgekommen wäre. Er versuchte, sich selbst einzureden, dass er die Eisfähigkeiten ja gar nicht lang genug gehabt hatte, als dass sie so ans Herz wachsen könnte, aber er schaffte es nicht lange, sich selbst zu belügen. Außerdem, dachte er schmollend, war er es schließlich gewesen, der vorgeschlagen hatte, diese ganzen Teenager während der Anpassungsphase in seine Familienimmobilie einziehen zu lassen – was sollte er jetzt tun? Dort bleiben, selbst wenn er keine Kraft mehr hatte? Alle einfach rausschmeißen? Das zu würde ihm nicht so viel ausmachen, wenn es nicht auch Tezuka treffen würde, aber wiederum -
„Ist es hier drin irgendwie kalt geworden, oder liegt das nur an mir?", meinte der Lehrer beiläufig.
Atobes Kopf flog hoch. Hatte da gerade jemand ‚kalt' gesagt?
Seine Teamgefährten versuchten, nicht zu offensichtlich zu zeigen, dass sie einen Verdacht bezüglich des plötzlichen Temperaturabfalls hatten, warfen aber trotzdem hoffnungsvolle Blicke in seine Richtung. Atobe tippte mit einer Fingerspitze auf seine Pultoberfläche und konzentrierte sich. Er konnte sehen, wie sich langsam ein feiner Überzug aus Eis von diesem Punkt aus ausbreitete.
„Ja!", murmelte er hochzufrieden. Es war wieder da!
Shishido zitterte. „Atobe!", zischte er. „Jetzt wo es wieder da ist, kannst du's nicht abschalten? Wir erfrieren hier noch!"
„Aber sicher", erwiderte er glatt und konzentrierte sich darauf, die Fähigkeit wieder zurück zu ziehen. Diese reagierte so leicht darauf, als seien sie nie getrennt gewesen.
„Ich glaube, es wird langsam wieder besser, Sensei", erklärte Yuushi. „Vielleicht nur eine Störung in der Heizanlage."
Der Lehrer warf stirnrunzelnd einen Blick aus dem Fenster. „Aber es ist draußen doch überhaupt nicht kalt, also …" Er zuckte die Schultern. „Ach, ist schon gut, denn mal zurück zu unserer Lektion, nicht wahr? Atobe-kun, würdest du bitte den nächsten Absatz vorlesen?"
„Sicher doch, Sensei", antwortete Atobe mit einem selbstzufriedenen Lächeln, während er sich zum Vorlesen erhob. Der Ice Emperor war zurück, und er würde nie wieder jemanden an seiner Fähigkeit herumpfuschen lassen.
„Was ist mit dir bloß PASSIERT, Mamushi?" Momoshiro piekste Kaidoh mit dem Finger, während er ihm aus dem Schulgebäude folgte. „Seit wann tauchst du so spät zum Unterricht auf, dass du dir eigentlich gar nicht mehr die Mühe hättest machen müssen?"
„So spät war es nicht", murmelte Kaidoh. „Ich hab nur zwanzig Minuten verpasst."
Momo schnaubte. „Hat gereicht, dass sie dich zum Schulleiter geschickt haben! Wenn das noch mal passiert, könnte das deinen Platz in den Regulars gefährden, weißt du!"
„Ich hatte was zu erledigen."
„Ach, was denn?"
Kaidoh drehte sich zu ihm um und blaffte: „Geht dich gar nichts an! Jetzt halt die Klappe und lass mich in Ruhe, bevor ich mich in eine ECHTE Viper verwandele und dir einen Giftbiss verpasse!"
Momoshiro starrte ihm völlig erstarrt nach und sah zu, wie Kaidoh weiterging, um Ryoma anzusprechen. Nachdem sie ein paar Worte gewechselt hatten, lächelte Ryoma, was Momos Neugier nur noch mehr anheizte. Kaum war Kaidoh um die Ecke, raste er zu dem Zwölfjährigen hinüber.
„Echizen, was wollte Kaidoh?", fragte er eilends.
„Das würde ich auch gerne wissen", unterbrach sie Inui, der sich zu ihnen gesellt hatte. „Vermute ich richtig, dass Kaidoh heute Nachmittag zu spät in seine Klasse zurückkam, Momoshiro?"
„Jau, so was bei etwa zwanzig Minuten zu spät!" Er wandte sich wieder Ryoma zu. „Also, was ist los?"
„Er hat mir bei etwas geholfen", gab Ryoma zu. „Ich zeig's dir heute Abend."
„Hoi, Jungs!" Eiji kam heraus gerannt und sprang Inui praktisch auf den Rücken. „Großartige Neuigkeiten von Oishi! Er hat grad einen Anruf von Atobe gekriegt – seine Kraft ist wieder da! Ist wohl erst mitten in seiner letzten Stunde passiert, aber sie ist wieder da! Oishi ist fast in Ohnmacht gefallen, so erleichtert war er!"
„Er ist nicht der Einzige, der darüber erleichtert ist", bemerkte Sumire, die hinter ihnen angelangt war. „Da wir heute keine Training angesetzt haben, könnt ihr bis heute Abend um Sieben tun und lassen, was ihr wollt, aber dann haben alle zu Hause zu sein und an einer schulübergreifenden Hausversammlung teilzunehmen. Wir haben ein paar Dinge zu besprechen."
Ende Teil 8
(2006)
