TITEL: Wechselbälger
ORIGINAL-FANFIC: http://canadian-haruka. livejournal. com / tag / changechildren
AUTHOR: Haruka (haruka (at) eastlink.ca)
KATEGORIE: AU, Humor, Crack
RATING: T bis R
DISCLAIMER: Prince of Tennis gehört Konomi Takeshi.
AUTORNOTIZEN: Alternatives Universum, indem die Autorin schamlos Ideen aus verschiedenen Medienquellen geliehen/abgewandelt hat, und sogar die eine oder andere eigene dazwischen geworfen hat. Falls hier irgend etwas Canon sein sollte, ist das wahrscheinlich ein Versehen. In späteren Kapiteln wird Prügelstrafe vorkommen. Yaoi-Warnung.
ARCHIV: ffnet
Diese fanfic steht nicht für andere Archive zur Verfügung!
Mit freundlicher Genehmigung von Haruka übersetzt von: MilenaLupin
- Teil 9 -
Die Wechselbälger aus Hyouteis Team befanden sich gemeinsam in Atobes Limousine auf ihrem Weg nach Hause. Das war an und für sich nichts Ungewöhnliches, aber sie hatten außerdem noch zwei Passagiere mehr an Bord als ursprünglich geplant, und darüber wunderte sich Atobe immer noch.
„Wie kommt es noch mal, dass ich zugestimmt habe?", erkundigte er sich bei dem Zwölfjährigen, der ihm gegenüber saß und eine schnurrende Katze auf dem Schoß hatte.
„Ich hab dich gefragt, und du hast ja gesagt", erwiderte Ryoma.
„Nein, ich meine, wie hast du mich überzeugt, meinen Eltern nicht zu gehorchen, und dir zu erlauben, diese Katze mit zum Landsitz zu nehmen, wenn ich nicht mal meinen eigenen Hund mitgebracht habe?"
„Ist wohl auch besser so. Karupin hätte den Hund nicht gemocht."
Atobe schüttelte nur den Kopf. „Ich geb's auf", sagte er und schaute aus dem Fenster auf die vorbeiziehende Landschaft.
„Er ist so schön, Ryoma-kun!" Choutarou lehnte sich vor, um hinter Karupins Ohren zu kratzen. „Er kann unser Wechselbälger-Maskottchen sein!"
„Und wieso muss ich nun wieder das Katzenklo halten?!", beklagte sich Gakuto und verzog das Gesicht.
„Was ist mit deinem Vater, Ryoma-kun?", fragte Yuushi. „Hatte er dazu nicht schon ‚Nein' gesagt?"
„Das war aber bevor Karupin Kaidoh-senpai gesagt hat, dass es ihm nichts ausmachen würde, eine Bande Teenager um sich herum zu haben, solange ich auch da bin", antwortete Ryoma.
„Wird das die Meinung deines Vaters ändern?", erkundigte sich Shishido.
„Vielleicht nicht, aber es hat MEINE Meinung entschieden", erklärte Ryoma bestimmt.
„Und was wirst du MEINEN Eltern sagen, wenn die's rausfinden?", musste Atobe noch fragen.
Ryoma schenkte ihm ein Lächeln, das sowohl teuflisch als auch engelhaft sein könnte.
„Mach dir keine Sorgen. Mit Erwachsenen habe ich so eine Art."
Atobe und seine Freunde tauschen trockene Blicke. Sie waren sich ziemlich sicher, dass Ryomas ‚Art' die meisten Erwachsenen dazu brachte, ihn spätestens 5 Minuten, nachdem sie ihn kennen gelernt hatten, übers Knie legen zu wollen.
Aoi versuchte, ihre Sorge zu verbergen, während sie ihre Jyousei-Meisterstücke beim Training beobachtete. Sie wusste, dass weder Takahisa, noch die Tanaka-Zwillinge es mit Absicht taten, aber sie war sich ziemlich sicher, dass deren Kräfte durchsickerten. Bei Youhei und Kouhei war das schwerer festzustellen, weil deren Seh- und Hörvermögen schon überentwickelt gewesen waren, bevor sie Wechselbälger wurden, aber dennoch bemerkte sie kleine Unterschiede, die vorher nicht da gewesen waren.
Was Takahisa betraf, konnte das unterschwellige Beben, das sie bei jedem seiner Aufschläge spürte, gar nichts anderes sein als die Aktivierung seiner Kraft. Schließlich rief sie, die Trainingsmatche zu beenden.
„Kommt einmal herüber, Kajimoto-kun, und meine Unit", sie winkte die drei heran. „Ich muss mit euch dreien allein sprechen. Der Rest von euch geht bitte auf den hinteren Platz, solange wir uns unterhalten."
Das Team teilte sich, und die drei Jungen, die Aoi gerufen hat, näherten sich ihr neugierig. „Stimmt was nicht, Sensei?", fragte Kouhei. „Haben wir nicht gut genug gespielt?"
„Doch, Kouhei-kun, vielleicht sogar ein bisschen zu gut." Sie musterte die drei. „Ich glaube, dass keiner von euch eure Kräfte während des Spiels absichtlich eingesetzt hat, aber ich weiß mit Sicherheit, dass zumindest einer von euch sie auch nicht vollständig im Griff behalten hat."
Die Zwillinge wandten sich unison Takahisa zu, der sich vor der Trainerin verneigte. „Ich bitte um Verzeihung, Sensei. Ich habe es versucht, wirklich, aber ich habe festgestellt, dass es schwer ist, sich gleichermaßen intensiv auf die Kontrolle meiner Kraft und auf ein rückhaltsloses Spielen zu konzentrieren – vor allem beim Aufschlag."
„Das ist, weil Buchou so einen Killer-Aufschlag hat", nickte Youhei anerkennend.
„Die anderen Jungen haben die Beben bemerkt", erklärte Aoi ihnen. „Sie wissen bisher die Ursache nicht, aber ich denke, wir sollten ihnen erklären, was hier vor sich geht. Es sind natürlich EURE Kräfte, also werde ich das nicht ohne Einverständnis von euch dreien tun."
Takahisa und die Zwillinge tauschten Blicke aus und nickten dann. „Das sind unsere Teamkameraden und unsere Freunde", erklärte Takahisa. „Es gibt keinen Grund, weshalb sie es nicht erfahren sollten."
„Wakato wird das LIEBEN." Kouhei kicherte.
Er behielt Recht.
Mizuki verließ St.-Rudolph in dem Wissen, dass Yuuta draußen vor dem Tor auf ihn wartete. Er ging die Stufen hinab, entdeckte seinen Spieler, und wollte schon zu ihm hinüber rufen, dass er kam.
Allerdings kam ihm da einen andere Stimme zuvor.
„Yuuta, hey!"
Mizuki blieb mitten auf dem Fußpfad zur Schule stehen, was die anderen Schüler zwang, um ihn herum zu laufen. Er beobachtete, wie Fuji Syuusuke sich seinem kleinen Bruder lächeln näherte. Mit ein paar schnellen Schritten über den Rasen huschte er um eine Ecke des Schulgebäudes. Auf dieser Seite war niemand in Sicht, da die Schüler alle das Schulgebäude verlassen wollten, also konnte Mizuki in aller Ruhe seine Unsichtbarkeit aktivieren. Rasch schoss er über den Rasen zurück, wobei er geschickt jeglicher Berührung anderer Leute auswich, bis er Yuuta und Syuusuke erreicht hatte.
„Wir fahren doch sowieso alle wieder zu der gleichen Adresse zurück", meinte Yuuta verschnupft. „Wieso können wir dann nicht einfach alle drei zusammen fahren?"
Syuusuke sah enttäuscht aus. „Weil ich gern ein bisschen Zeit mit dir allein verbringen wollte. Mizuki macht das im Landsitz unmöglich."
Yuuta wich dem Blick seines Bruders aus. „Er ist mein Teamkamerad und unser Manager. Wir haben viel zu besprechen."
„Ich weiß das, aber ihr wohnt schon im selben Zimmer und geht in dieselbe Schule." Syuusuke kam näher und legte einen Arm um den jüngeren Jungen. „Darf ich denn gar nichts von deiner Zeit abhaben, Yuuta?"
Mizuki wollte nicht das Risiko eingehen, dass Yuuta nachgab – und es sah so aus, als würde das jeden Moment passieren. Folglich zwickte er seinem Teamkamerad verstohlen in die Kehrseite.
Yuuta sprang mit einem Quietschen davon und fuhr herum, Angesicht zu Angesicht mit einem perplexen Syuusuke. „Aniki, wie kannst du bloß? Immer machst du solche Sachen, und du WEISST, dass ich das nicht ausstehen kann!"
„Y-Yuuta, ich weiß nicht, was du meinst, ich…"
„Oh, bitte! Ich erkenne ein Kneifen, wenn ich es spüre!" Yuutas Gesicht war rot vor Zorn und Verlegenheit. „Ich bin nur froh, dass meine Fähigkeit schon dabei ist, das eklige Gefühl von deiner Hand auf meinem Hintern auszulöschen, sonst müsste ich dir echt eine runterhauen!"
So gern Mizuki auch geblieben wäre und noch ein bisschen von der Show genossen hätte, musste er doch kurzzeitig davon flitzen, um wieder zu rematerialisieren und seinen Auftritt vor den Fuji-Brüdern machen zu können. „Ach, Yuuta-kun, da bist du! Und Fuji Syuusuke auch – was führt dich hier her?"
Syuusuke schoss ihm einen hasserfüllten Blick zu, bevor er Yuuta bittend ansah. „Es tut mir Leid, dass du mir nicht glaubst, dass ich nichts getan habe, aber es ist die Wahrheit. Ich sehe dich später zu Hause."
Mizuki winkte ihm eine fröhliches Auf-Wiedersehen nach, bevor er sich seinem Teamgefährten zuwandte. „Wollen wir los?"
„Ja, lass uns", grummelte Yuuta, der noch immer dem Rücken seinen Bruders böse Blicke nachschickte. Mizuki musste sein Lächeln hinter einer Hand verbergen.
„Was ist DAS?"
Ryoma sah Shinji an, als der blöd, was er wohl wirklich sein musste, wenn er die Kreatur in seinen Armen nicht als Katze identifizieren konnte. „Das ist meine Katze. Sein Name ist Karupin."
Shinji sah zu, wie Ryoma den Himalaya-Kater auf das Bett setzte. Er sah von der Katze zum Katzenklo auf dem Fußboden und wieder zurück. „Du hast doch wohl nicht vor, ihn hier zu halten, oder?"
Ryoma warf Fudomines Tensai einen weiteren Blick zu. „Wo sollte ich wohl sonst meine eigene Katze halten?" Er folgte Shinjis Blick zum Katzenklo. „Falls das Ding irgendwas über seine Geschichte zu erzählen hat … ich will's nicht wissen", stellte er klar.
„Ich will nur wissen, wann du vorhattest, mich zu fragen, ob ich was gegen eine Katze hier habe – das ist alles", bemerkte Shinji, zuckte dann die Schultern und sah weg. „Schließlich ist das auch mein Zimmer, und ich denke nicht, dass es fair ist, wenn ein Bewohner hingeht und etwas einfach tut, ohne seinen Mitbewohner zu fragen, besonders wenn es beide Leute im Zimmer betrifft – "
Ryoma fragte sich, ob er endlich jemanden auf diesem Planeten getroffen hätte, der noch nerviger war als sein Vater.
„Hey, Shônen!" Nanjiroh steckte seinen Kopf ins Zimmer. „Wegen des Sieben-Uhr-Meetings wirst du heute wohl ein bisschen länger warten müssen, bevor ich dir auf dem Court den Arsch versohle!"
Nein, dachte Ryoma ausdruckslos. Hatte er nicht.
Nanjiroh nickte Shinji zu, dann bemerkte er die Katze. „Oh, hey, Karupin. Na, ich seh' euch Jungs beim Essen." Er verließ den Raum, war aber einen Moment später wieder zurück.
„Was tut ER denn hier?"
Ryoma warf einen Blick zu Shinji hinüber und zuckte die Achseln. „Er wohnt hier mit mir."
„Nicht er!" Nanjiroh zeigte mit dem Finger auf Karupin. „ER! Hab ich dir nicht gesagt, Haustiere seien hier nicht erlaubt?"
„Atobe ist einverstanden. Er hat uns in der Limo hierher gefahren."
„Niemand hat mich gefragt, ob ich einverstanden sein", murmelte Shinji.
„Darum geht's doch hier nicht, Ryoma", Nanjiroh versuchte es im Guten. „Es sind Atobes Eltern, die ‚nein' gesagt haben –"
„Also bricht Kaidoh-senpai wohl auch die Regeln, wenn er sich im Haus in ein Tier verwandelt?" Ryoma sammelte das Katzenklo auf. „Das kommt ins Badezimmer."
„Hörst du mir überhaupt zu?", fragte Nanjiroh mit Nachdruck.
„Tu ich das je?", entgegnete Ryoma und wanderte mit der Kiste zur Tür hinaus. Karupin sprang vom Bett und folgte ihm.
„HA!", brüllte Nanjiroh seinem Sohn hinterher. „Wenn du nicht zugehört hast, wieso hast du dann geantwortet? Huh? HUH?!" Er lächelt Shinji selbstgefällig an. „Der hält sich für so klug, heh."
Shinji schaute Nanjiroh nach, als der ging, und seufzte. „Das heißt dann wohl, dass die Katze bleibt? Ich schätze, ich sollte froh sein, dass er das Katzenklo rausgebracht hat, weil ich das hier wirklich nicht drin haben wollte. Ich weiß ja nur, dass die Katze besser nicht mit den Krallen durch meine Kleider gehen sollte, oder an meinem Tennisschläger rumkauen, oder auf meinem Gesicht schlafen…"
Um sieben Uhr befanden sich die Jungen alle im Salon des Landsitzes. Karupin war ebenfalls da, zog eine Runde durch die Zimmer und machte sich bei den Bewohnern auf seine eigene Weise bekannt. Die Erwachsenen konferierten mit gesenkter Stimme in der Nähe des Eingangs, und nur die Tanaka-Zwillinge hätten sie vielleicht hören können, wenn sie nicht mehr daran interessiert gewesen wären, Karupin hinter einem Tennisball hinterher jagen zu lassen, den sie einander über den Fußboden zurollten. Mizuki saß in Yuutas Nähe und warf Syuusuke eben oft genug selbstzufriedene Blicke zu, um sich selbst einen Bösen-Blick-des-Verderbens zu verdienen. Syuusuke entspannte sich ein wenig, als Kawamura seine Hand berührte und ihm ein freundliches Lächeln schenkte.
„In Ordnung, Jungs, ich bitte um Aufmerksamkeit!", rief Sumire über das Getöse. Die Teenager ließen sich nieder und sie nickte. „Danke. Lasst uns das hier schnell zu Ende bringen, weil ich weiß, dass einige von euch wahrscheinlich noch Hausaufgaben zu erledigen haben. Sie beäugte ihre eigenen Schüler, was Eiji sich sichtlich winden ließ.
„Wie einige von euch vielleicht wissen oder auch nicht", fuhr sie fort, „wurden wir heute von Tezuka und Tachibana auf ein Problem aufmerksam gemacht. Dieses Problem hängt mit dem Experiment zusammen, dass wir mit Oishi und Atobe durchgeführt haben."
„Das Experiment, das mich beinahe meine Kraft gekostet hat, meinen Sie", bemerkte Atobe bedeutungsschwer.
„Es tut uns Leid, dass du dir Sorgen gemacht hast", erklärte Sumire ihm. „Allerdings fanden wir es wichtig festzustellen, ob Oishis Fähigkeit ihn in die Lage versetzt, die von anderen länger außer Kraft zu setzen, als sie das bei Kaidoh beim ersten Mal getan hat. Offensichtlich wissen wir jetzt, dass er das kann, und das ist auch gut so."
„Wieso das?", fragte Takahisa.
„Das Problem, das Tezuka und Tachibana angeschnitten haben, betrifft eure Fähigkeiten und das Fair-Play auf dem Tennisplatz", erklärte Aoi ihm. „Es hat ihnen Sorgen gemacht, dass nicht jeder mit einer Fähigkeit sich bemühen könnte, die in einem Match im Griff zu behalten – oder vielleicht gar nicht in der Lage dazu wäre. Ihre Sorge hat sich heute während unseres Trainings als berechtigt herausgestellt – du wolltest zurückhalten, aber es ist etwas durchgesickert."
„Das ist nicht deine Schuld, Kleiner", versicherte ihm Nanjiroh. „Niemand von euch ist jetzt schon so erfahren mit diesen Fähigkeiten, also wird es naturgemäß immer wieder Momente geben, wo sie unerwartet auftreten. Vielleicht sogar mehr, wenn ihr euch auf etwas anderes konzentriert, zum Beispiel ein Tennismatch."
„Oder wenn ihr gerade extreme Gefühle durchmacht", fügte Tarou hinzu. „Der Himmel weiß, dass die Pubertät eine Brutstätte dafür ist."
Inui schob seine Brille den Nasenrücken hoch. „Das klingt bei Ihnen allen jetzt so, als sei die Situation hoffnungslos."
„Ganz im Gegenteil." Sumire lächelte. „Wir können nun eine Zweiwege-Strategie dagegen angehen. Der erste Schritt ist, dass ihr eure Kräfte regelmäßig trainiert. Wir werden konkrete Zeiten für euch ausarbeiten, in denen ihr alle unter Aufsicht von einem von uns trainiert, weil wir nicht wollen, dass ihr das unbeaufsichtigt tut. Wir glauben, je mehr ihr trainiert, eure Kräfte zu benutzen, desto besser solltet ihr in der Lage sein, sie unter Kontrolle zu halten, wenn ihr das wollt. Weil es gefährlich und unpraktisch wäre, irgendwo anders zu trainieren als hier, werdet ihr es hier tun und NUR während dieser Trainingsessions, solange ihr nicht einen anders lautenden Auftrag von einem von uns erhaltet. Verstanden?" Als sie sich im Raum umschaute, nickten die meisten Köpfe ernst und zustimmend.
„Der andere Teil unserer Abwehrstrategie ist, Oishis Kraft zu nutzen, wann immer wir ganz sicher gehen wollen", erklärte Tarou ihnen. „Es ist nicht so wichtig während unseres eigenen Schultrainings, und außerdem sollten diese Trainings, wenn ihr erst einmal anfangt, eure Kräfte hier mehr und mehr zu nutzen und lernt, wie ihr sie notfalls unterdrücken könnt, kein großes Problem darstellen. Was allerdings wichtige Matches gegen andere Schulen oder zwischen den hier vertretenen Schulen betrifft, so könnten wir Oishi darum bitten, die Fähigkeiten derer von euch, die darin spielen, zu annullieren."
Oishi schluckte schwer. „Ich glaube wirklich nicht, dass ich das noch einmal durchmachen müsste, was ich bei Atobe durchgemacht habe."
„Da sind wir dann schon zwei!", betonte Hyouteis Kapitän.
„Alles, was wir derzeit wissen, ist dass Oishi-kun Fähigkeiten für eine Stunde annullieren kann, was zu kurz ist, oder vierundzwanzig Stunden, was zu lang ist – aber immer noch besser als die Alternative", erklärte Aoi. „Genau darum ist es so wichtig, dass ihr an den Power-Practice-Stunden teilnehmt und hart dafür arbeitet, dass ihr eure Fähigkeiten alle unter Kontrolle bekommt. Wenn ihr das schafft, und wir die Ergebnisse sehen können, müssen wir nicht darüber nachdenken, ob wir Oishi vor einem Match irgendeine Fähigkeit deaktivieren lassen müssen."
„Und wenn wir uns selbst unsicher sind, ob wir unter diesen Umständen unsere Fähigkeit kontrollieren können, nehme ich an, dürfen wir Oishi auch fragen, ob er uns den Gefallen tut, uns zeitweise zu annullieren?" Tachibana sah zu Seigakus Vizekapitän hinüber.
„Ähm, na ja, ich denke schon", antwortete Oishi. „Ich will ja wohl helfen – ich will nur nicht, dass irgendjemand wütend auf mich wird, weil ich vielleicht nicht in der Lage bin, mit den Fingern zu schnippen und ihnen ihre Kräfte auf der Stelle zurück zu bringen, nachdem sie annulliert worden sind."
„Das verstehen wir", versicherte ihm Sumire. „Aber auch du wirst deine Fähigkeit bei unseren privaten Sitzungen trainieren, und hoffentlich stellen wir fest, dass mit der Kontrolle auch die Fähigkeit kommt, für deine Annullierungen feste Zeitvorgaben zu setzen."
Oishi nickte. „Das hoffe ich auch", sagte er ernst.
„Das war es dann erst einmal für heute", sagte Sumire an alle gerichtet. „Wir werden an diesen Zeitplänen heute Abend arbeiten und sie in der Eingangshalle aushängen, so dass sich jeder daran orientieren und herausfinden kann, wann eure ersten Power-Practice-Stunden sind und mit wem als Aufsicht. Ihr könnt dann jetzt gehen."
Während die Jungs das Zimmer verließen, sah Momoshiro zu Ryoma hinunter. „Und was wirst du tun, während der Rest von uns diese Power-Practice-Sachen macht?"
„Ich werd' zuschauen", erwiderte Ryoma und lächelte wissend zu Momo hoch. „Beim Tennis hilft mir das auch immer."
Ende Teil 9
(2006)
