- Arthus, da du soviel Spaß an der Geschichte zu haben scheinst und ich die Geschichte ja schon fertig übersetzt habe, kriegst du noch ein Weihnachtsgeschenk: das nächste Kapitel.

Kapitel 6 King of Pain

(Harry)

Wie konnte es sein, dass die Dinge so kurz vor dem auseinander fallen zu sein schienen, aber dennoch auch fast normal waren? Zum einen gab es keinen Hinweis über den Verbleib von Voldemort. Viele Leute nahmen sich die Einstellung „keine Nachrichten sind gute Nachrichten" zu Herzen und lebten ihr Leben so normal wie möglich, aber nicht ich. Ich persönlich empfand es so, als ob er uns in ein falsches Gefühl der Sicherheit einlullte. Dann würde er angreifen und wir wären nicht vorbereitet.

Manchmal fragte ich mich, warum dies alles auf mich fiel. Ich war erst 16 Jahre alt, um Merlins Willen. Die meisten Jungs, die 16 sind, sorgten sich nicht darum, die Welt vor dem Dunklen Lord zu retten. Den meisten Jungen war nicht von Albus Dumledore gesagt worden, dass am Ende einer von uns leben würde, währen der andere sterben musste. Es würde keinen anderen Weg geben. Ich weiß, dass ich weiter machen musste, aber es ist schwer dem zu entkommen. Das Wissen um diese Prophezeiung hatte mich vom ersten Moment, als ich sie hörte, verfolgt. Manchmal, fühlte ich, dass es ein bisschen viel war. In diesen Augenblicken versuchte ich mich daran zu erinnern, wie Hermine mein „Menschenrettungsding" erwähnt hatte. Ich vermute ich habe es. Sie kann in mir lesen, wie in einem Buch.

Es war schmerzhaft an Hermine zu denken. Es schien nicht richtig zu sein, ohne sie hier zu sein. Sie war genauso viel ein Teil von Hogwarts für mich, wie alles andere. Sie und Ron waren meine Familie. Sie bedeuteten mir so viel. Ihre Freundschaft ließ mich weitermachen. Es war wie Dumbledore mir gesagt hatte, das Band zwischen uns, war ein besonderes. Ich musste tun, was ich konnte um daran festzuhalten.

Ron war uncharakteristisch wortkarg, was Hermine betraf. Er hatte sie seit einigen Tagen nicht erwähnt und ich wusste wirklich nicht, wie ich damit umgehen sollte. Ich wusste er vermisste sie so sehr, wie ich, vielleicht sagte er deshalb nichts. Er war nie jemand gewesen, der offen über seine Gefühle sprach, besonders gegenüber Hermine. Ich persönlich glaube, dass sich seine Gefühle ihr gegenüber in unserem 4. Jahr geändert hatten. Er konnte sagen, was er wollte, aber ich glaube er hat schlussendlich am Abend des Weihnachtsballs gemerkt, dass unsere beste Freundin ein Mädchen ist. Um die Wahrheit zu sagen, glaube ich dass es das erste mal war, an dem auch ich es bemerkte. Ich konnte sie sehen wie sie am Arm von Viktor Krum in die Große Halle lief, selbstsicher aber nervös. Sie sah hübsch aus an diesem Abend, da gab es nichts zu leugnen.

Dennoch hatten Ron und ich nie darüber gesprochen, Hermine in einem anderen Licht zu sehen, als wir sie sonst sahen. Sie war unsere Freundin - es war gleich, dass sie ein Mädchen war. Sie war einfach Hermine.
Anders als Cho Chang, war sie so verschieden wie Tag und Nacht. Jetzt, zurückblickend, glaube ich dass Cho eine Art Ideal war, die ich in meinem Kopf festgesetzt hatte. Ich hatte nie wirklich ihr wahres Ich gekannt. Ich hab sie nur als das hübsche, beliebte Mädchen gesehen, dass sie war. Ich weiß, dass war ihr gegenüber unfair gewesen. Jetzt, nachträglich, wusste ich, dass es zwischen ihr und mir nie funktioniert hätte. Zum einen war sie noch dabei über Cedric hinwegzukommen. Zum anderen hatte sie diese verrückte Idee, dass Hermine und ich mehr als Freunde waren.

Wenn ich so daran denke, war Cho nicht die Einzige, die diese Idee hatte. Im vierten Jahr hatten alle Leute wegen Rita Kimmkorns Artikel über diesen „meine gefundene Liebe in Hogwarts"-Mist, geglaubt, dass Hermine und ich auf gewisse Weise ein Paar seien. Colin Creevy war bei dieser Story interviewt worden und er hatte gesagt, dass er nie den einen ohne die Begleitung des anderen sah. Dann hatte Viktor Krum mich angesprochen und mir erzählt, wie oft Hermine über mich sprach und dass er glaubte, dass zwischen uns etwas sei. Und nicht zu vergessen, wie Cho übergeschnappt ist wegen meines Wunsches, unser Date kurz zu unterbrechen und Hermine zu treffen wegen einer wichtigen Sache. Um Merlins Willen, ich versuchte die Leute wissen zu lassen, dass Voldemort zurück ist. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Tagesprophet das Bild des, um Aufmerksamkeit suchenden, tragischen Helden der Geschichten erfand um seinen Ruhm zu füttern, von mir gemalt.

Es war Hermines Idee gewesen, diese furchtbare Kimmkorn Frau zu benutzen, um die Worte nach draußen zu bringen. Ich kann mich erinnern, wie beeindruckt ich an diesem Tag von ihr gewesen bin. Wieder und wieder verblüffte sie mich damit, wie clever sie war. Wir hatten ihr eine schwere Zeit bereitet, aber ich denke nicht, dass ihr Ron oder mich dazu bringt zuzugeben, dass wir ohne sie nur Unsinn gemacht hätten.

Wie ich schon sagte, die Dinge waren in den vergangenen paar Wochen zu dem zurückgekehrt, was den Anschein von Normalität hatte. Ich hätte weiterhin die D.A. Trainingsstunden geleitet, aber es nicht wirklich ein Grund weiterzumachen, da wir endlich einen Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste hatten, der uns tatsächlich unterrichten konnte, wie wir uns unter Umständen selbst verteidigen konnten. Dumbledore hatte die Erlaubnis erhalten Remus Lupin wieder einzustellen. Einige Eltern hatten ihre Sorge darüber geäußert, dass ein Werwolf ihre Kinder unterrichten sollte, doch Dumbledore hatte ihre Ängste erleichtert in dem er ihnen beteuerte, dass Lupin jede mögliche Vorkehrung traf und nie einen Schüler verletzen würde.

Angelina versuchte eifrig einen Trainingsplan für Quidditch zusammen zu stellen. Mein lebenslanges Spielverbot (verhängt von Umbridge) war aufgehoben worden und zusammen mit Angelina, Katie, Alicia, Ron und Ginny würden wir bald ein Probetraining für einen Treiber abhalten. Das Leben ging weiter, aber ich konnte die Tatsache nicht abschütteln, dass etwas fehlte.

Wie ich schon sagte, war Hermine immer für mich da gewesen. Sie brauchte mich um das durch zu stehen. Es war das mindeste was ich für sie tun konnte, nach allem, was sie für mich getan hatte. Deshalb hatte ich wenige Nächte zuvor diesen dringenden Brief abgeschickt. Ich wusste, es war ein Risiko das zu tun, nicht nur für mich, auch für den Empfänger des Briefes. Ich wusste aber auch, dass man nichts im Leben erreicht, wenn man die Dinge laufen ließ und auf das Beste hoffte. Manchmal muss man handeln um eine Chance zu bekommen. Das war es, was ich getan hatte.

Glücklicherweise musste ich mir nicht zu große Sorgen über das arrangieren eines Treffens machen. Obwohl, ich es nicht mochte, zu warten, gab es keine andere Alternative als es für das erste Wochenende im Oktober festzulegen – unser erstes Wochenende, an dem wir Hogsmead besuchen durften.

Als dieser Samstag endlich näher kam, war ich so beunruhigt über mein heimliches Treffen, dass ich kaum fähig war zu frühstücken. Ron fragte mich, was mein Problem sei, aber ich sagte ihm nur, dass ich nicht sehr hungrig sei. Nach dem Frühstück machten wir uns mit Neville, Dean, Seamus und Ginny auf den Weg nach Hogsmead.

Es war schwierig von Ron wegzukommen. Ich verließ ihn draußen vor dem Honigtopf, ich sagte ihm, dass ich zum Postamt müsste, um etwas nachzusehen. Glücklicherweise fragte er mich nichts und ich sagte ihm ich träfe ihn wieder, wenn ich fertig sei.

Ja, ich fühlte mich schuldig, dass ich Ron nichts davon mitteilte. Ich versuchte mich besser zu fühlen, indem ich mir sagte, dass wenn ich nichts davon sagte, könnte es am Ende tatsächlich gut laufen. Es wäre eine Schande Rons Hoffnungen zu beflügeln und sie dann wieder schnell zu Nichte machen müssen. Das war es, was ich mir sagte, aber nicht eine Minute glaubte ich ein Wort davon.

Also machte ich mich auf den Weg hinunter zum Eberkopf. Als ich durch die Tür in den Pub lief, sah ich dass dieser Ort sich nicht sehr verändert hatte, seit dem Jahr da ich das letzte mal hier gewesen war. Er war immer noch klein und schäbig und ein ziegenartiger Geruch war darin. Da es noch früh am Tag war, waren nicht sehr viele Leute da. Nur wenige Leute waren zwischen der Bar verstreut. Der Mann hinter der Bar beobachtete mich vorsichtig als ich zur Theke schritt.

„Was willst du?", fragte er mich ernst.

„Ein Butterbier, bitte", sagte ich.

Er sagte kein Wort, als er unter die Bar griff, eine Flasche hervorzog und sie auf die Theke stellte.

„Zwei Sickel", sagte er und hielt die Hand auf. Ich griff in meine Tasche und holte mein Geld hervor. Nach dem zahlen nahm ich die Flasche und lief zu einem der leeren Tische im Hintergrund der Bar.

Ich warf einen erneuten Blick auf meine Uhr. Wir hatten vorgesehen uns nach 11 Uhr zu treffen. Es war jetzt gerade nach 11. Ich hoffte, dass Tonks nicht sehr viel länger brauchen würde.

Glücklicherweise war das Schicksal auf meiner Seite. Wenige Momente später kam sie durch die Tür geschritten. Sie hatte gesagt, sie würde sich unauffällig kleiden. Wenn das ihre Vorstellung von unauffällig war würde ich sie nicht sehen wollen, was sie tat wenn sie tatsächlich auffallen wollte. Sie trug ein paar rosarote verwaschene Jens mit einem neongrünen T-Shirt das mit der Aufschrift „Charming" bestickt war. Dieses Aussehen toppte sie mit einem paar hohen grünen Turnschuhen. Ihr Haar war in einem hellblond eingefärbt und war in Locken frisiert. Sie lächelte breit, als sie mich erblickte.

„Hi, Harry!", rief sie und nahm mir gegenüber platz.

„Hi, Tonks", sagte ich freundlich. „Danke, dass du einem Treffen mit mir zugestimmt hast."

„Kein Problem", sagte sie. Der Man hinter der Theke gab ihr ein Zeichen, um zu sehen, ob sie eine Bestellung aufgeben wollte. „Nichts für mich, danke."

„Also", sagte ich. „Kannst du… ich meine, ist es möglich...?"

„Eine Flohpulverbindung zu bekommen?", fragte sie leise.

Ich nickte.

"Du kannst deinen süßen Arsch verwetten, ich bekomme eine Flohpulverbindung", sagte Tonks stolz. „Mach dir keine Sorgen. Es ist ein geheimer Kontakt, vollkommen unaufspürbar. Ich hab eine Kameradin, die in der Verbindungsabteilung arbeitet. Sie ist mir einen Gefallen schuldig. Ich hab sie vor einigen Wochen hinter die Bühne gebracht, damit sie die Schwestern des Schicksals sehen konnte und sie sagte sie schulde mir was, also ist das ihre Art es mir zurückzuzahlen. Es ist eine vierstunden Blockierung. Du musst sicherstellen, dass du nicht entdeckt wirst, du könntest auf Hermines Seite stecken bleiben und das wäre nicht gut."

Ich nickte. "Für wann ist die Verbindung vorgesehen?"

Sie blickte mich schüchtern an. „Das ist verzwickt, Harry. Es ist am Montag, den 6. Oktober", sagte sie.

"Was ist falsch daran?", fragte ich verwirrt.

„Nun, es ist nicht das Datum, aber die Zeit der Verbindung", sagte sie. „Die einzige Zeit die ich klar machen konnte, ist um 6.00 Uhr morgens, unserer Zeit.

Sie hatte recht, das war keine gute Sache. Der Unterricht begann jeden Morgen um 8.00 Uhr. Meine Abwesenheit würde bemerkt werden, da gab es keinen Zweifel.

"Es wird sogar noch komplizierter, Harry. Weißt du mit dem
Zeitunterschied und alledem, es wird 6.00 Uhr morgens unserer Zeit sein, aber bei Hermine wird es 1.00 Uhr morgens sein. Du musst sicher stellen, dass du nicht bemerkt wirst. Ich weiß, mit Flohpulver ist es ein bisschen schwierig unauffällig zu sein, aber du musst es versuchen. Wenn ihre Eltern dich finden, könnte es ein Disaster sein."

Ich nickte entschlossen. „Nun, es mag nicht die passendste Zeit sein, aber ich werde es schaffen. Ich meine es muss funktionieren. Das gute ist, ich weiß, dass niemand so früh im Gemeinschaftsraum sein wird. Es sollte gut möglich sein zu gehen, aber die ganze Sache mit Hermines Kamin ist eine andere Geschichte.

Tonks nickte. "Ich weiß. Stell dir vor, Hermines Mum und Dad schlafen gut und das nächste was sie sehen, ist das du durch ihren Kamin geschlittert kommst. Du musst wissen, dass ist mir einmal passiert. Ich hab gut geschlafen und dieser Ex-Freund von mir erschien einfach unangekündigt. Hat mich fast zu Tode erschrocken, aber ich hab was gutes gemacht. Ich hab ihn verhext und jedes Mal wenn er seinen Mund zum sprechen aufmachen wollte, quiekte er wie ein Schwein. Das war ein Anblick, kann ich dir sagen."

"Tonks", sagte ich und wollte sie wieder zurück auf das Thema bringen. „Bist du sicher, dass das in Ordnung ist? Ich meine, ich weiß du riskierte viel, wenn du das für mich tust."

„Nicht nur für dich, Harry", sagte sie und lächelte mich an. „Es ist auch für Hermine. Du weißt, ich hab sie wirklich gut kennen gelernt letzten Sommer wo sie am Grimmauld Platz 12 war. Sie ist ein großartiges Mädchen. Ich kann mir vorstellen, dass sie dich gerade jetzt heftig vermisst."

„Nun, wir vermissen sie auch", sagte ich. „Ron und ich, vermissen sie sehr."

Tonks zwinkerte. "Nun, du wirst sie bald sehen. Denk einfach daran."

„Danke, das werde ich", sagte ich und lächelte sie an. „Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll, um dir zu danken."

"Sag Hermine sie soll durchhalten", sagte sie und stand vom Stuhl auf. „Sag ihr Grüße von mir."

„Das werde ich", sagte ich. „Danke."

„Das hast du bereits gesagt", sagte sie.

„Ich glaube es verdient wiederholt zu werden", sagte ich.

„Viel Glück, Harry", sagte sie, machte auf dem Absatz kehrt und lief aus der Bar.

Ich folgte angemessen wenige Sekunden später und machte mich auf den Weg zurück zum Honigtopf um mich mit Ron zu treffen. Auf dem Weg zurück kam ich an einem Laden vorbei und der Anblick im Schaufenster veranlasste mich stehen zu bleiben. Nachdem ich den Gegenstand hinter dem Glas angestarrt hatte, lief ich in den Laden.

Der Sonntag ging verschwommen vorbei. Ich versuchte meine Hausaufgaben aufzuholen, die jeden Tag an Länge zunahmen. Ron versuchte ebenfalls aufzuholen, aber er gab auf, als Dean ihn zu einem Schachspiel herausforderte. Als die Nacht schließlich hereinbrach, war ich froh meine sinnlosen Bemühungen mit den Hausaufgaben aufgeben zu können. Wenn Hermine mich jetzt sehen könnte, würde sie mir sagen, dass ich mich mehr auf meine Studien konzentrieren müsse. Ich konnte nicht anders und musste Lachen. Sie würde mir das in Kürze persönlich sagen können.

Ich stellte meinen Wecker auf kurz nach 5. 30 Uhr. Als er läutete, erwachte ich mit einem Aufschrei. Glücklicherweise hatte es keiner meiner Zimmergenossen gehört. Ich setzte rasch meine Brille auf und blickte prüfend im Zimmer umher. Das einzige Licht kam von einer kegelförmigen Kerze, die in der Mitte des Raums auf einem Tisch stand.

Im Zimmer war es stille, bis auf Nevilles schnarchen. Ich nahm meinen Zauberstab und murmelte "Lumos" und beobachtete wie die Spitze meines Zauberstabs leuchtete. Ich legte ihn auf meinen Nachttisch und zog rasch ein paar Jeans, einen dunkel blauen Pulli und Turnschuhe an. Als ich fertig angezogen war, nahm ich meinen Zauberstab und zog das Päckchen Flohpulver hervor, dass ich aus Professor McGongalls Klassenzimmer geklaut hatte.

Ich blickte mich ein letztes mal im Zimmer um, ehe ich hinaus lief. Schnell lief ich die Treppen hinunter in den Gemeinschaftsraum. Ich war dankbar, dass er verlassen war, so wie ich es gedacht hatte. Ich war nervös. Nach allem was ich durchgemacht hatte, machte mich das nervös? Es war ein bisschen schwer zu glauben, aber es war so.

„Bitte, lass es funktionieren", sagte ich, als ich mich auf den Weg zum Kamin machte. „Bitte, lass es funktionieren."

Ich nahm eine Prise Flohpulver und trat zum Kamin und warf das Pulver in die Flammen. Die Flammen wurden samaragd grün, ich trat hinein und rief rasch. „124 Whispering Pines Road, Atlanta, Georgia!"

Flohpulver war nie meine Lieblingsart zu reisen gewesen. Ich fühlte das bekannte Gefühl, als würde ich einen Abfluss hinunter gezogen. Der Lärm machte fast taub. Dies dauerte länger, als ich mich erinnern konnte, wahrscheinlich weil ich eine längere Distanz zu reisen hatte. Ich hielt meine Augen geschlossen und versuchte den lauten Lärm auszuschließen, der wie ein Güterzug klang. Schließlich hörte ich einen „wusch" Klang, als ich herunter kommen zu schien. Innerhalb von Sekunden spürte ich kalten Stein auf meiner Haut.

Schließlich öffnete ich meine Augen und stellte mich behutsam auf die Füße. Ich war mit Ruß bedeckt, ebenso der Fußboden von dem ich hoffte, dass er der Boden des neuen Wohnzimmers der Grangers war. Es war dunkel, doch das Licht des Mondes beleuchtete das Zimmer. Ich blickte mich im Zimmer um, ich war erleichtert nicht den Klang von Schritten zu hören. Offenbar hatten die Grangers meine Ankunft nicht gehört. Gewiss wären sie in Sekunden die Treppen heruntergekommen, wenn sie es gehört hätten.

Ich blickte auf das Durcheinander von Ruß und Asche auf dem Boden, ich holte meinen Zauberstab hervor und murmelte „Scourgify!". Innerhalb von Sekunden war der Boden fleckenlos.

"Lumos", flüsterte ich und die Spitze meines Zauberstabs leuchtete auf. Zum ersten mal konnte ich ihr Haus sehen. Es war sehr hübsch und groß. Zu meiner großen Erleichterung erhaschte ich auf dem Kaminsims den Blick auf ein Foto, dass Hermine mit ihren Eltern zeigte. Dies war definitiv das Haus!

Ich konnte kaum meine Erleichterung und meine Aufregung, dass ich hier war im Zaum halten, rasch machte ich mich auf den Weg zur Treppe und stieg in den zweiten Stock des Hauses hinauf. Die erste Tür, die ich versuchte war ein Badezimmer. Die zweite war ein Gästezimmer. Am Ende des Flurs waren zwei weitere Türen.

„Großartig", flüsterte ich.

Ich nahm die Gelegenheit und entschied mich, die linke Tür zu wählen. Meine Hand zitterte, als ich sie auf den Türknopf legte und ihn vorsichtig drehte.

Zu meiner Freude und Erleichterung, war dies Hermines Zimmer. Sie schlief fest in ihrem Doppelbett. Ich sah mich in ihrem Zimmer um und entdeckte, dass es irgendwie durcheinander war. Obwohl ich nie zuvor in ihrem Schlafzimmer war, nicht mal in ihrem alten Zuhause, hätte ich mir nie vorgestellt, dass es durcheinander war. Sie hatte auf mich immer den Eindruck gemacht wie jemand dessen Zimmer wie aus einem Ei gepellt war, aber dies waren keine normalen Umstände. Das meiste ihres Eigentums war noch unausgepackt in den Schachteln.

Ich holte tief Luft und trat näher an ihr Bett. Mein Herz sprang, als ich sie ansah. Ich führte das darauf zurück, dass ich sie so lange nicht gesehen hatte, aber irgendetwas in mir konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass das etwas anderes war. Ich versuchte die Idee aus meinen Kopf zu bekommen, tastend streckte ich meine Hand aus, um sie zu wecken.

Sie rührte sich etwas, aber schien gleich wieder einzuschlafen. Ich schüttelte sie wieder und sie öffnete die Augen.

„Hi, Harry", sagte sie verschlafen. „Du weißt du solltest nicht hier im Mädchenschlafsaal sein, weil..."

Sie hatte sie umgedreht, aber sie erstarrte, als sie bemerkte, was sie gerade gesehen hatte. Ich konnte nicht anders, als zu lachen.

„H..h..arry?", fragte sie und öffnete ihre Augen ganz.

„Das letzte mal war ich's noch", sagte ich strahlend zu ihr.

"Träume ich?", sagte sie und setzte sich im Bett auf. Ich hatte auf der rechten Seite ihres Betts platz genommen. „Bist du real?"

» Ich denke schon », sagte ich.

„Was machst du hier?", flüsterte sie, Tränen traten in ihre Augen.

„Nun, ich war in der Nachbarschaft", sagte ich und versuchte einen Witz zu machen. Sie starrte mich an und schien sich selbst überzeugen zu versuchen, dass ich wirklich hier war und das nicht nur ein Traum war.

„Willst du mich weiter anstarren oder schenkst du mir eine Umarmung?", sagte ich und streckte meine Arme nach ihr aus. Innerhalb von Sekunden schob sie ihre Bettdecke fort und wir umarmten uns in einer großen Umarmung.

„Ich hab dich so vermisst!", sagte sie.

„Ich hab dich auch vermisst, Hermine", sagte ich. „Du hast keine Vorstellung, wie sehr."