- Martina86, mal gespannt, wie du dieses Kapitel findest. Ich persönlich finde es supersüß.
Kapitel 7 "Something to Sleep To"
(Hermione)
"Harry, bist du es wirklich?", fragte ich und drückte ihn noch fester. Ich wagte es nicht ihn loszulassen, aus Angst ich würde aufwachen und erkennen, dass alles ein Traum war.
„Ich
bins", sagte er. „Hermine du schneidest meine Sauerstoffzufuhr
ab."
Erst dann ließ ich ihn los.
"Entschuldige", sagte ich und wischte eine Träne von meiner Wange.
Wir saßen hier auf meinem Bett und sahen einander an. Ich blickte auf meinen Arm hinunter und zwickte mich schnell. Ich zuckte zusammen.
"Warum hast du das gemacht?", fragte Harry irritiert.
"Ich wollte sicher gehen, dass ich nicht träume", sagte ich. „Harry! Wie um alles auf der Welt bist du hier her gekommen?"
„Nun, ich war in der Nachbarschaft", flüsterte er.
„Harry!", sagte ich. „Im ernst, wie bist du hier her gekommen?"
„Nun, du hast mich nicht ausreden lassen", sagt er, seine Stimme war kaum über einem Flüstern. „Es hat mich eine schmerzhafte Reise durch das Flohnetzwerk gekostet um in die Nachbarschaft zu kommen, aber ich bin hier."
„Das Flohnetzwerk", sagte ich. „Aber wie?"
„Tonks", sagt er. „Sie hat mir dabei geholfen. Sie hat mir auch mit dem Telefonanruf geholfen."
Tonks! Ich hätte es wissen sollen. Plötzlich erinnerte ich mich an das Gespräch, dass sie, Ginny und ich letzten Sommer im Grimmauld Platz 12 geführt hatten, bevor Harry angekommen war. Tonks hatte die Tatsache erfasste, dass meine Gefühle für Harry ein bisschen tiefer gingen, als Freundschaft. Ich versuchte es zu verleugnen, aber sie hat mich durchschaut. Sie hat mich direkt vor Ginny, der ich hauptsächlich nie etwas erzählt hatte wegen Ginnys eigener unerwiderter Liebe zu Harry, danach gefragt. Aber Ginny hatte mich einfach nur wissend angelächelt. Dieses Gespräch war gelinde gesagt interessant gewesen.
Eines späten Abends nach einem Ordenstreffen, hatten wir drei uns in der Küche unterhalten. Wir saßen da, tranken Tee und aßen Kekse, als Tonks mich fragte.
„Also, was hab ich da gehört über einen Bulgarischen Quidditchspieler und dir?", fragte Tonks mich.
„Nichts", hatte ich geantwortet. „Viktor und ich sind nur Freunde. Wir schreiben uns."
Tonks nickte mir zu. „Also wenn es nicht Viktor ist, wer kann es dann sein?"
„Niemand", sagte ich und hoffte sie würde dieses Thema lassen.
„Das glaub ich keine Sekunde", hatte Tonks gesagt. „Ein Mädchen hat immer jemanden im Auge. Wer ist es Hermine?"
„Nun, da gibt es jemanden", sagte ich und blickte zu Boden.
„Ich habs gewusst", sagte Tonks stolz. Sie blickte zu Ginny. „Wer ist es?"
„Das kann ich wirklich nicht sagen", hatte ich gesagt und errötete. Ich warf Ginny einen besorgten Blick zu.
Tonks hatte es gesehen. „Also, Miss Ginny hier, weiß wer es ist?"
„Überhaupt niemand weiß es", sagte ich. „Ich hab es nie jemanden erzählt."
„Nicht mal Harry oder Ron?", hatte Tonks gesagt. „Die beiden, die deine besten Kumpels sind, ich kann nicht verstehen, warum du es nicht zumindest ihnen erzählt hast."
Ich antwortete nicht.
„Es sei denn, es ist einer von ihnen", sagte Tonks und warf Ginny einen verschwörerischen Blick zu. „A-ha! Es ist einer von ihnen."
„Ist es nicht", log ich.
„Doch ist es", sagte Tonks. „Wenn ich wetten würde, würde ich sagen, dass es Harry ist."
"Was?", fragte ich überrascht, dass sie sofort das dachte. Ich warf der schweigenden Ginny einen Blick zu, die an jedem Wort von Tonks hing. Ja, Ginny hatte mir erzählt, dass sie sich nicht länger einbildete Harry so zu mögen, aber dennoch. Ginny hatte mir dieses wissende Lächeln geschenkt.
„Warum würdest du sagen, dass es Harry ist?", fragte ich.
"Nun, ich hab Harry noch nie getroffen, aber mir kommt es so vor, als wenn ich ihn kennen würde, weil jeder über ihn redet, und im Gegensatz zu all den anderen bekommst du diesen Glanz in deinen Augen, wenn du von ihm redest. Es ist eigentlich ziemlich süß. Ich hab die Art beim ersten mal gemerkt, als du von ihm sprachst."
„Ich bekomme keinen Glanz in meinen Augen, wenn ich über Harry rede!"
„Hermine, du tust es", sagte Ginny und lächelte mich an. „Du fängst an wie ein Glühwürmchen zu leuchten, wann immer du seinen Namen hörst oder wenn du über ihn sprichst."
„Tu ich das?", hatte ich besorgt gefragt. „Du denkst nicht, dass er..."
„Nein", sagte Tonks und tätschelte meinen Arm. „Er ist ein Junge, oder? Sie sind gewöhnlich ahnunglos bei solchen Sachen. Du musst sie damit schon auf den Kopf schlagen, damit sie es merken."
„Seit wann weißt du es?", fragte Ginny.
„Nun, ich kann mich wirklich an keinen Zeitpunkt erinnern, an dem ich ihn nicht mochte", sagte ich. „Ich glaube es war mehr der Zeitpunkt, als ich es endlich vor mir selber zugab."
Jetzt da ich auf die Unterhaltung zurückblickte, macht ich mir eine Notiz im Kopf, dass wenn ich je die Gelegenheit bekommen sollte Tonks wiederzusehen, ich ihr riesig dafür danken würde. Es war ein Geschenk.
„Harry", sagte ich. „Du hättest nicht kommen sollen. Du bist ein großes Risiko eingegangen indem du das getan hast. Was wenn sie dich erwischen? Das könnte sehr schlecht sein."
Er lächelte mich an, einfach wie er mich immer anlächelte wann immer ich versuchte Ron und ihn zu tadeln, wenn sie etwas taten von dem sie beide wussten, dass sie es nicht hätten tun sollen.
„Nun, wenn du willst das ich gehe", sagte er und stand vom Bett auf. „Werde ich gehen."
„Wage es nicht!", sagte ich und griff nach seinem Arm. Ich umarmte ihn wieder. Es fühlte sich so richtig an. Wenn das ein Traum war, wollte ich nicht daraus erwachen.
„Also, wie ist es dir ergangen?", sagte ich, als ich ihn schließlich los ließ.
"Mir gehts gut", sagte er, ein stoischer Ausdruck lag auf seinem Gesicht.
„Harry", sagte ich. „Sei ehrlich zu mir. Ich war krank vor Sorge um dich. Das schwerste an dieser ganzen Sache ist, dass es mir nicht möglich ist für dich da zu sein. Ich hab Angst, dass ich dir kein großer Freund bin, wenn du wirklich einen brauchst."
Ich blickte hinunter auf mein Bett, um seinen stechend grünen Augen zu entgehen.
"Bist du verrückt?", fragte er mich. Er nahm meine Hand. „Hermine, du bist der beste Freund den ich je haben könnte! Komm schon, du weißt dass das wahr ist. Du bist die einzige Person die mich nie im Stich gelassen hat, nicht einmal. Du warst immer für mich da, und ich glaube ich hab dir nie dafür gedankt. Ich wüsste nicht einmal wo ich anfangen sollte dir dafür zu danken."
Die Tränen traten mir bei seinen Worten wieder in die Augen.
"Nun, dafür ist ein Freund da", sagte ich schüchtern. „Du tust dasselbe für mich! Nicht viele Leute würden das heute nacht für mich tun."
Er lächelte mich an und wir sahen einander in die Augen. Ich könnte mich in diesen Augen verlieren.
"Also, ähm, wie geht es Ron?", fragte ich. „Ist er in Ordnung?"
„Ihm geht's gut", sagte Harry. „Wir beide vermissen dich wie verrückt."
"Irgendwas mit V-voldemort?", fragte ich.
„Nein", antwortete er. „Obwohl mir das Sorgen macht."
Ich nickte. „Mir auch. Ich meine, man kann sich vorstellen, dass er etwas ausheckt. Weißt du was ich denke, er versucht uns alle in einem falschen Gefühl der Sicherheit einzulullen, bevor er zuschlägt."
Er strahlte mich an. „Siehst du! Das ist genau, was ich denke."
Ich spürte, wie meine Wangen rot wurden.
„Du und ich scheinen immer auf der gleichen Wellenlänge bei solchen Sachen zu sein", sagte er. Er blickte hinunter und sah, dass unsere Hände sich noch berührten. Aus irgendeinem Grund trat ein schmerzhafter Ausdruck auf sein Gesicht. Er nahm seine Hand von meiner weg. Ich versuchte meine Enttäuschung zu verstecken.
„Was geht sonst noch so vor sich?", fragte ich.
"Nun, Dumbledroe hat wieder Lupin für Verteidigung gegen die dunklen Künste eingestellt", sagte er. „Die wenigen Stunden die wir hatten, waren toll. Oh und Hagrid geht's gut. Er versucht sich immer noch um Gwarp zu kümmern."
Ich musste lachen. „Hat Gwarp gefragt, wo Hermy ist?"
Auch Harry lachte. „Du hättest deinen Gesichtsausdruck sehen sollen, als Hagrid fragte ob es in Ordnung ist, dass er dich so nennt. Es war unbezahlbar."
„Nun, die einzige Person die mich je außer Gwarp Hermy genannt hat, war mein Cousine Jeffrey und ich hab Tee über ihn geschüttet, wann immer er es tat."
Harry lachte wieder. „Ich werde mich daran erinnern, dich nie so zu nennen."
„Gute Idee", sagte ich.
Wir schwiegen wieder.
"Harry, du weißt, wenn du mit mir über Sirius sprechen willst, werde ich zuhören. Ich meine, ich kann nicht sagen, dass ich weiß was du durchmachst. Es ist noch nie jemand gestorben, der mir wirklich nahe stand, außer meine Großeltern und das geschah, als ich noch klein war, deshalb erinnere ich mich nicht, aber ich werde zuhören", sagte ich ernst.
"Nun, da gibt es wirklich etwas, dass ich herausgefunden habe, aber ich habe noch mit niemanden darüber geredet", sagt er. „Ich habe es nicht mal Ron erzählt."
Ich nickte ihm zu, damit er weiter sprach.
"Es war in der Nacht, als Sirius starb", fuhr er fort. „Ich war so wütend, weißt du? Dumbledore hat mich in sein Büro gebracht und sagte, dass er mit etwas sagen müsse. Er sagte es war etwas, dass er mir schon vor Jahren hätte sagen sollen, aber er spüre, dass ich es jetzt hören sollte."
"Was war es?", fragte ich ihn.
"Es schließt Trelawney ein", sagte er.
Ich kämpfte gegen den Drang mit den Augen zu rollen, bei der Erwähnung dieser alten Schwindlerin.
„Was hat sie damit zu tun?"
„Nun, Dumbledore erzählt mir, wie er vor 16 Jahren nach einer neuen Wahrsagerlehrerin suchte. Er hat ein Vorstellungsgespräch mit ihr geführt und sagte, dass er nicht sehr beeindruckt von ihr war. Offenbar, hatte er Wahrsagen nie besonderen Glauben geschenkt, aber sie sagte etwas dass seine Meinung änderte. Sie gab ihm eine Prophezeiung."
"Was hat sie gesagt?", fragte ich, immer noch skeptisch bei allem was Trelawney sagte.
Dann wiederholte Harry für mich, was die Prophezeiung besagte.
"DER EINE MIT DER MACHT, DEN DUNKLEN LORD ZU BESIEGEN, NAHT HERAN... JENEN GEBOREN; DIE IHM DREI MAL DIE STIRN GEBOTEN HABEN; GEBOREN; WENN DER SIEBTE MONAT STIRBT...UND DER DUNKLE LORD WIRD IHN ALS SICH EBENBÜRTIG KENNZEICHNEN; ABER ER WIRD EINE MACHT BESITZEN; DIE DER DUNKLE LORD NICHT KENNT...UND DER EINE MUSS VON DER HAND DES ANDEREN STERBEN; DENN KEINER KANN LEBEN; WÄHREND DER ANDERE ÜBERLEBT...DER EINE MIT DER MACHT; DEN DUNLEN LORD ZU BESIEGEN; WIRD GEBOREN WERDEN; WENN DER SIEBTE MONAT STIRBT..."
Als er endete, legte ich meine Hand über meinen Mund.
„Harry", flüsterte ich. „Das bist du."
„Nun, ja und nein", sagte er.
„Was meinst du?", fragte ich vollkommen verwirrt. „Du bist Ende Juli geboren, Eltern die dreimal V-voldemort entkommen sind."
„Ich war nicht der einzige Zauberer, der Ende Juli geboren ist und dessen Eltern Voldemort entkommen sind."
„Wer könnte es noch sein?"
„Neville", sagte er einfach.
„Neville?", fragte ich. „Das stimmt! Auch seine Eltern waren im Orden! Ich hab das ganz vergessen!"
„Doch Dumbledore glaubt, dass ich es bin. Er sagte er habe keinen Zweifel, dass ich es bin."
„Natürlich", sagte ich. „Der Teil davon der sagt, dass er ihn als ebenbürtig kennzeichnen würde...deine Narbe."
Harry nickte und wandte sich von mir ab.
"Also bedeutet dass, das entweder du oder Voldemort sterben muss", flüsterte ich. „Oh, Harry! Wie konntest du das alles so lange für dich behalten?"
"Nun, du warst nicht da, um es dir zu erzählen", sagte er und drehte sich um, um mich anzusehen.
„Es tut mir leid", sagte ich.
"Nein, das muss es nicht", sagte er rasch. „Es ist nicht deine Schuld, Hermine."
"Ich kann noch nicht glauben, dass das passiert", sagte ich. „Ich kann nicht glauben, dass ich hier bin, wenn ich dort bei dir sein sollte. Ich gehöre nicht hier her."
"Ist es so schlimm?", fragte er.
"Ja", sagte ich. „Erzähl es Ron nicht, aber ich hasse diese Schule. Ich verbringe den ganzen Tag damit über andere Dinge nachzudenken und zolle dem Unterricht keine Aufmerksamkeit."
„Wow", sagte Harry. „Wer bist du und was hast du mit meiner besten Freundin gemacht?"
"Ich weiß", sagte ich schwach. „Meine Eltern helfen mir auch nicht sehr. Sie erzählen mir, dass ich eines Tages erkennen werde, dass dies alles das Beste für mich war und das sie versucht haben mich zu beschützen. Ich kenn diese Rede auswendig."
"Es ist meine Schuld, dass du hier bist", sagte er. „Wenn du nicht meine Freundin wärst, wärst du noch in Hogwarst, glücklich vertieft in einem Buch."
"Und immer noch jämmerlich", sagte ich. „Harry, wenn ich alles noch mal tun könnte, würde ich nichts ändern. Kannst du dich erinnern, was ich dir im ersten Jahr sagte, als wir versuchten den Stein der Weisen zu bekommen? Ich sagte dir, dass es wichtiger Dinge gäbe als Bücher und Klugheit. Du hast mir das beigebracht. Ich möchte nicht wissen, wie das Leben gewesen wäre, wenn ich nicht deine Freundin gewesen wäre."
"Danke", sagte er. Er starrte wieder in meine Augen und ich fühlte mich als würde ich auf der Stelle schmelzen.
"Oh, ich hab es fast vergessen", sagte er. „Ich weiß, das kommt ein bisschen spät, aber lieber später als nie, richtig?"
"Was?", fragte ich und sah zu, wie er eine Schachtel aus der Tasche zog.
"Nachträglich alles gute zum Geburtstag, Hermine", sagte er und reichte mir die Schachtel.
"Oh, Harry", sagte ich.
Ich öffnete die Schachtel und keuchte, als ich sah, was drin war. Es war eine exquisite silberne Kette mit silbernen Herz Anhänger.
"Ich weiß, es ist kein Buch, aber in dem Augenblick als ich es in Hogsmead sah, dachte ich du solltest es haben."
"Es ist wunderschön", sagte ich leise. „Das ist das beste Geschenk, dass ich je erhalten habe. Danke."
"Bitteschön", sagte er freundlich. Ich wusste nicht was ich noch sagen sollte und schenkte ihm eine weitere Umarmung. Als ich ihn los lies, waren unsere Gesichter nur Zentimeter voneinander entfernt. Die Fähigkeit klar zu denken verließ das Zimmer und instinktiv lehnte ich mich vor und küsste ihn rasch auf die Lippen.
Ich könnte nicht sagen, wer mehr überrascht war durch das was ich getan hatte, er oder ich. Er schenkte mir ein leichtes Lächeln und blickte unbehaglich auf seine Uhr.
„Ich, ähm, geh besser zurück", sagte er. „Der Unterricht wird bald anfangen."
Ich nickte. „Ich bring dich runter."
"Okay."
Wir standen vom Bett auf, ich öffnete meine Tür behutsam und blickte hinaus in den Flur um sicher zu gehen, dass meine Eltern nicht aufgewacht waren. Als ich sagen konnte, dass die Luft rein war, drehte ich mich um und nickte Harry zu. Wir stiegen schnell die Treppe hinab ins Wohnzimmer.
"Harry", sagte ich. „Danke. Ich rede nicht nur von der Kette, ich danke dir für heute Nacht. Du weißt nicht wie sehr ich es nötig hatte ein freundliches Gesicht zu sehen."
"Du weißt nicht, wie dringend ich dein Gesicht sehen musste", sagte er. Er nahm meine Hand und lächelte mich an. „Wir werden einen Weg finden, dich hier raus zu holen, ich verspreche es."
"Lebwohl", sagte ich.
"Nicht lebwohl", sagte er. „Einfach Gute Nacht."
"Richtig", sagte ich. „Gute Nacht. Und Harry?"
Er stoppte bevor er in den Kamin trat. "Ja?"
"Sei vorsichtig", flüsterte ich.
"Immer", sagte er mit einem Grinsen.
Ich beobachtete, wie er in den Flammen verschwand.
„Gute Nacht, Harry", flüsterte ich. Zum ersten mal seit langer Zeit, fühlte ich mich glücklich. „Danke."
