Kapitel 12 Superman (It's Not Easy)
Das konnte nicht passieren. Es schien nicht real. Nur wenigen Minuten zuvor hatten wir unter den Sternen getanzt. Wir hatten uns geküsste. Alles war ruhig, alles war friedlich. Innerhalb von Sekunden, wandelte sich alles in ein Chaos.
Ich wartete darauf aufzuwachen und das dies alles nur ein schlechter Traum gewesen war. Doch es war real, sehr real. Es kümmerte mich nicht, dass ich meine Verbindung zurück an Hogwarts verpasst hatte. Es kümmerte mich nicht, dass ich wahrscheinlich rausgeworfen wurde für das, was ich getan hatte. Nichts davon bedeutete jetzt etwas. Was jetzt von Bedeutung war, war das Hermine verletzt war und es nichts gab, was ich tun konnte.
In der einen Hand hielt ich die Kette, der sie hinterher gelaufen war. In der anderen, hielt ich ihre Hand. Sie war kalt und schlaff. Sie war nicht bei Bewusstsein. Ihr Gesicht war vom Pflaster zerschrammt und zerkratzt. Ihr Gesicht war bleich und ihre Hände waren so kalt. Der Rettungssanitäter der sich über sie neigte, sagte dass ihr Blutdruck niedrig war. Ich wusste nicht, was das bedeutete, aber ich wusste, dass es nicht gut sein konnte.
Ich fühlte mich benommen. Ich konnte noch das Geräusch hören, als das Auto sie traf. Ich konnte noch sehen, wie sie zu Boden fiel. Ich sah mich selbst, wie ich zu ihr rannte, sie in meine Arme zog und um Hilfe schrie. Ich erinnerte mich daran, wie es vor wenigen Monaten gewesen war, als ich glaubte sie wäre in der Mysteriumsabteilung umgekommen. Ich erinnerte mich, wie sie während unseres zweiten Jahres versteinert gewesen war. Sie war beides mal durchgekommen. Gewiss würde sie jetzt auch durchkommen. Sie musste.
„Kennen sie ihre Eltern?", fragte mich der Sanitäter.
„Hmmmm", sagte ich, nicht wirklich konzentriert aus das, was er mich fragte.
„Ich fragte, ob sie ihre Eltern kennen?", fragte er wieder. „Wir können per Funk dem Krankenhaus bescheid geben und sie können sie benachrichtigen."
„Um, sie sind Zahnärzte", sagte ich ruhig. „Dr. Robert Granger und Dr. Karen Granger."
Er nickte und sagte dem Fahrer er solle per Funk dem Krankenhaus melden, dass die Tochter von Robert und Karen Granger in die Notaufnahme des Atlanta Medical Centers gebracht würde.
Neue Tränen traten in meine Augen, als ich sie ansah, ihre Hand fest drückte und flehte, dass sie meine Hand zurück drückte. Ich flehte, dass sie aufwachte, mich mit ihren braunen glänzenden Augen ansah und sagte, dass alles in Ordnung kommen würde. Sie tat es nicht. Sie konnte es nicht. Nie zuvor hatte ich mich je so hilflos gefühlt.
„Sie wird in Ordnung kommen, oder?", fragte ich kraftlos den Sanitäter.
Er blickte mich mit einem Gesichtsausdruck an, der eine Mischung aus Mitleid und Traurigkeit war. „Ich weiß es nicht. Im Krankenhaus tun sie alles was sie können für sie. Es ist eines der besten im Land. Sie wird in guten Händen sein."
„Wie schlimm ist es?", fragte ich meine Augen bettelten darum, dass er mir die Wahrheit sagte.
„Wir werden mehr wissen, wenn wir sie ins Krankenhaus gebracht haben", sagte er und wich meinen Augen aus. „Wir sind fast da."
Ich nickte, aber durch den Ausdruck auf seinem Gesicht wusste ich, dass die Dinge nicht gut standen. Sie waren so weit von Gut entfernt wie sie nur sein konnten.
Wir erreichten schließlich das Krankenhaus und der Sanitäter sagte mir ich solle zuerst aussteigen. Schnell stieg ich aus dem Ambulanz Wagen und beobachtete, wie sie Hermine ausluden. Ein paar Krankenschwestern kamen herausgeeilt und ich hörte zu, wie der Sanitäter medizinische Fachwörter heraus spie, die ich nicht verstand.
„Weiße Frau", sagte der Sanitäter. "Sechzehn Jahre alt, von einem Auto erfasst worden. Puls 80, tastbar und beständig."
„Hab ich", sagte die Krankenschwester. „Lasst sie uns in Notaufnahme 2 bringen."
Ich beobachtete, wie sie begannen Hermine in die Notaufnahme zu bringen. Ich begann ihnen zu folgen, doch die Krankenschwester stoppte mich.
„Hey", sagte sie und legte eine Hand auf meinen Arm. „Du kannst da nicht mit rein."
„Sie braucht mich", sagte ich und machte einen Schritt um ihnen zu folgen. „Ich muss bei ihr sein!"
"Sie muss jetzt vom Doktor untersucht werden", sagte die Schwester ernst. „Du wirst ihr keine Hilfe sein, wenn du im Weg stehst."
„Sie verstehen nicht", sagte ich flehend zu ihr. „Ich muss bei ihr sein! Sie muss in Ordnung kommen."
„Sie tun alles, was sie können", sagte sie. „Das kann ich dir versprechen."
„Bitte lassen sie ihr nichts geschehen", sagte ich. „Bitte."
Missmutig ließ ich mich von der Schwester in den Wartetraum führen. Er war überfüllt mit Leuten unterschiedlicher Formen, Größen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten die auf den vielen Sofas und Stühlen saßen. Ich nahm auf einem leeren Platz neben einer älteren Frau platz, die ihren Arm hielt der scheinbar gebrochen oder verstaucht war. Sie murmelte leise darüber, wie lange sie schon wartete. Auf der anderen Seite neben mir, war ein Mann auf seinem Stuhl eingeschlafen. Ich konnte ihn leise schnarchen hören. Hin und wieder würde er so laut, dass er selber aufwachte, doch er viel immer wieder sofort zurück in den Schlaf.
Ich saß nur wenige Minuten dort, als ich aufsah und Hermines Eltern in die Notaufnahme geeilt kommen sah. Sie stoppten an der Rezeption, wo ihnen die Aufseherin etwas sagte. Ich beobachtete, wie ihre Gesichtsausdrücke von Angst zu Schock und zu kummervoll wechselten. Mein Herz sank, als sie ihren Blick mir zuwandten. Die Aufseherin zeigte auf mich und ich sah, wie sie vorsichtig auf mich zuschritten. In all den Jahren, die ich Hermine kannte, hatte ich nie wirklich viel mit ihren Eltern gesprochen. Das meiste was wir miteinander zu tun gehabt hatten bestand aus einem schnellen Hallo oder Auf Wiedersehen, am Bahnhof auf dem Weg zurück nachhause oder zurück zur Schule. Als ich sie jetzt ansah, wusste ich, dass dieses Gespräch sehr viel mehr bedeuteten würde und ein längeres Gespräch werden würde, als wir drei je gehabt hatten.
Ich stand eilig von meinem Stuhl auf und trat ihnen entgegen. Wir starrten und einige Minuten an, bevor Mrs. Granger sprach.
„Hallo, Harry", sagte sie, Tränen begannen ihr Gesicht herunter zu rollen.
„Hallo", sagte ich schwach.
„Was ist passiert?", fragte sich mich. Bevor ich ihr antworten konnte warf ich Dad etwas zornig ein.
„Die bessere Frage wäre zunächst, warum er hier ist?", sagte er ärgerlich.
„Ich habe Hermine vermisst", sagte ich leise. „Ich wollte sie sehen."
"Erzähl uns, was passiert ist, Harry", sagte ihre Mutter. „Ich muss wissen, was mit meinem Baby passiert ist."
Ich nickte. „Ich..ähm...bin unerwartet aufgetaucht. Sie hat nicht gewusst, dass ich komme. Sie wollte mir die Innenstadt von Atlanta zeigen. Wir sind...äh...wir sind etwas essen gegangen und dann zum Planetarium. Wir hatten eine wirklich schöne Zeit zusammen und auf dem Rückweg überquerten wir die Straße zur Bushaltestelle, als sie ihre Kette verlor. Sie lief zurück um sie zu holen und dann kam dieses Auto aus dem Nichts und..."
Ich konnte nicht weiter sprechen. Der Klang dieses schrecklichen Ereignissen kam wieder und wieder in meinen Kopf. Ich spürte, wie Tränen mein Gesicht benetzten.
"Es tut mir so leid", sagte ich, ich wusste nicht was ich sonst noch sagen sollte. „Es tut mir so leid."
Mrs. Grangers Schluchzen wurde deutlicher. Ihr Vater auf der anderen Seite, sah mich einfach an. Ich konnte ihm nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was er dachte, weil ich es ebenfalls dachte. Wenn ich nicht gewesen wäre, wäre seine Tochter nicht in einem Krankenhaus und würde um ihr Leben kämpfen.
Er sah aus, als ob er etwas sagen wollte, aber er tat es nicht. Er legte tröstend einen Arm um seine Frau.
„Lass uns sehen, ob wir etwas
herausfinden können", sagte er.
Ich Mutter nickte und
folgte ihrem Ehemann. Ich konnte nur hilflos hinter her sehen.
Sekunden wurden zu Minuten und Minuten gingen in Stunden über, als ich hier im Warteraum saß. Leute kamen und gingen, doch ich saß da. Ihr Eltern kamen nicht zurück und niemand kam, um mir irgendwelche Neuigkeiten zu erzählen. Hin und wieder ging ich zur Rezeption und fragte, ob sie mir irgendwas sagen könnten und jedes mal, sagten sie, dass es nichts neues zu berichten gebe.
Ich hatte bereits die meisten Zeitschriften die auf den Tischen lagen durchgeblättert. Es gab nichts zu tun, außer zu warten. Ich war nie jemand gewesen, der warten konnte.
„Entschuldige, Sohn", ein älterer Mann nahm neben mir Platz. Er trug ein graues Sweatshirt auf dem in purpurner Schrift geschrieben stand „Frag mich nach meinen Enkelkindern". Er trug braune Hosen und ein paar braune Slipper. „Weißt du wie spät es ist?"
Ungeduldig blickte ich auf meine Uhr. „Es ist gerade kurz nach 2 Uhr Morgens."
„Danke", sagte er. Ich blätterte durch eine weitere Zeitschrift, doch aus dem Augenwinkel spürte ich, dass er mich noch beobachtete. Unter normalen Umständen, würde mir das nichts ausmachen, aber so wie jetzt, war ich gereizt.
"Was?!?", schnauzte ich ihn an.
Er blickte etwas brüskiert drein, aber er lächelte mich weiterhin an.
„Es tut mir leid", sagte ich nahm meine Brille ab und rieb mir die Augen. Ich setzte meine Brille wieder auf und fuhr fort mich zu entschuldigen. „Es ist nur, ich bin wirklich besorgt über meine...Freundin... und ich habe bisher noch nichts gehört. Ich sollte nicht wütend auf sie sein. Sie wissen nicht was los ist. Es tut mir leid."
Er gluckste. „Es ist in Ordnung. Du machst dir Sorgen um das Mädchen, das du liebst. Es ist nur normal verwirrt zu sein."
Ich nickte.
„Liebe bringt einen dazu, verrückte Dinge zu tun", sagte er. „Zum Beispiel, bringt sie dich dazu, dich aus der Schule zu schleichen um sie zu besuchen mit einer ungenehmigten Flohnetzwerkverbindung."
Ich blickte zu ihm auf, als er diese Worte sagte verblüfft von dem was er gesagt hatte.
„Moment", sagte ich und starrte ihn an. Da war ein bekanntes zwinkern in seinen Augen. „Dumbledore?"
Er grinste. "Du denkst nicht, dass das zuviel ist, oder? Professor McGongall sagte ich solle mich integrieren und gut."
Es war erstaunlich. Das bekannte weiße lange Haar und der lange weiße Bart war weg. An dessen stelle war ein sauber rasiertes Gesicht und kurze Haare. Er bemerkte, dass ich ihn ansah und seine Verwandlung begutachtete.
„Mach dir keine Sorgen", sagte er. "Es ist nicht dauerhaft. Sobald ich zum Schloss zurückkehre, bin ich wieder der Alte. Ich muss sagen, es war auch für mich ein bisschen ein Schock. Ich hab mein Haar seit Jahren nicht geschnitten."
„Woher wissen sie?", fragte ich. „Das ich hier bin?"
„Nun, nachdem du nicht zurück gekommen bist, kam Remus zu mir und erzählte mir, was passiert war."
„Es war nicht seine Idee", sagte ich schnell. „Ich hab ihn gebeten mir einen Gefallen zu tun."
„Es ist in Ordnung, Harry", sagte Dumbledore. „Ich verstehe warum du getan hast, was du getan hast. Und ich muss sagen, es wurde Zeit. Ich hatte so ein Gefühl bei dir und Miss Granger."
Ich sank tiefer in meinen Stuhl. „Wenn ich nicht hergekommen wäre, wäre sie nicht hier."
"Es ist nicht deine Schuld, was mit ihr passiert ist, Harry", sagte er zu mir.
„Wie können sie das sagen?", fragte ich ihn wütend. „Es ist vollkommen meine Schuld. Sie wäre wohlbehalten zuhause geblieben, doch nein, ich musste sie sehen. Es ist alles wegen mir, richtig? Ich hab nicht darüber nachgedacht, was mit ihr passieren könnte."
"Du dachtest, dass du sie sehen willst", sagte Dumbledore. „Du liebst sie und du vermisst sie und du wolltest sie sehen. Ich nehmen an, wenn die Situation anders herum wäre, hätte Miss Granger das gleiche für dich getan."
"Das spielt jetzt keine Rolle, oder? Ich meine, sie ist dort hinten und kämpft um ihr Leben. Ich hab keine Ahnung, was vor sich geht und ich kann ihr nicht helfen. Ich hasse das!"
"Das ist das Leben, Harry. Du hast keine Kontrolle über das was geschehen wird. Du kannst deine eigenen Entscheidungen treffen und deine eigene Auswahl wohlgemerkt, aber du weißt nie wie das Blatt sich wendet. Du konntest keineswegs wissen, dass das passieren würde", sagte Dumbledore.
"Das ist nur eine Ausrede, eine Ausrede die sehr alt ist, denken sie nicht?", fragte ich, stand von meinem Stuhl auf und lief im Warteraum auf und ab. „Soll ich das ihren Eltern erzählen? Ihr Dad hat ausgesehen, als ob er mich auf der Stelle umbringen wolle, als er herkam und mich hier wartend vor fand. Ich vermute ich hätte ihm sagen sollen Tut mir leid, Dr. Granger. Ich wusste nicht, dass das passieren würde." Sagte ich und fuhr mit meinen Fingern durch mein Haar. „Sie würden das so wenig glauben, wie ich."
„Ihre Eltern sind besorgt um ihre Tochter", sagte er.
„Und aus gutem Grund, richtig? Ich meine, sie hatten recht ihre Tochter von mir wegzuschicken. Sehen sie sich meine Erfolgsgeschichte an. Jeder den ich liebte, ist gestorben. Meine Eltern, Sirius... es ist nur eine Frage der Zeit, bis Hermine in dieser Liste folgt."
„Das glaubst du nicht, Harry", sagte er. „Du bist müde, besorgt und durcheinander und du hast keine Ahnung was du sagst. Du hast deine Eltern nicht umgebracht, und du hast Sirius nicht umgebracht, Voldemort hat das getan."
„Nun, Voldemort hat das nicht Hermine angetan, ich tat es", sagte ich und spürte wie Tränen wieder auf meinen Wangen stachen.
„Du bedauerst dich selber und du strafst dich selbst für etwas, das du nicht getan hast, Harry", sagte er ernst. „Diese Art von Verhalten wird deiner Hermine nicht helfen. Sie braucht dich stark, Harry. Sie braucht dich, dass du an dich selber glaubst so wie sie an dich glaubt."
„Wie wissen sie das?", fragte ich etwas mürrisch. Ich wusste, dass er recht hatte, aber ich fühlte mich immer noch schuldig. Gleich was er sagte, ich würde mir immer die Schuld geben, für das was geschehen war.
"Nun", sagte er, das zwinkern trat zurück in seine Augen. „Ich hab seit Jahren Schüler im mich herum. Man bemerkt Dinge, um die Leute zu kennen. Du kannst fühlen, wie sie für gewisse Dinge und gewisse Leute empfinden, selbst wenn sie nicht immer damit rauskommen und es sagen."
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Er machte weiter.
„Du wirst für das was passiert ist
nicht bestraft", sagte er. „Wir behalten das Wissen, was
geschehen ist unter uns drei... dich, Lupin und mich."
Obwohl
es die weit entfernteste Sache in meinem Kopf war, war ich überrascht
das zu hören.
„Danke, Sir", sagte ich.
„Wir sollten wahrscheinlich zurück zum Schloss", sagte er und stand von seinem Stuhl auf. Ich stand nicht auf.
„Ich kann nicht
gehen, Sir", sagte ich. „Nicht bis ich weiß, was
geschieht."
Ich erwartete, dass er mit mir darüber stritt,
mich möglicherweise zurück befahl, mir tausend Gründe
nannte, warum ich mit ihm zurück sollte. Zu meiner Überraschung
nickte er und sagte: „Ich hatte nichts anderes von dir erwartete."
„Danke", sagte ich leise.
„Ich schicke gleich Lupin vorbei, um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist", sagte er, bevor er auf dem Absatz kehrt machte und zum Ausgang lief. Ehe er die Tür erreichte drehte er sich um und lächelte. „Vertrau dir selbst, Harry. Vertrau Hermine."
Ich wusste nicht, wann ich eingeschlafen war oder wie lange ich geschlafen hatte, aber ich erwachte durch den Klang einer Frauenstimme, die meinen Namen sagte. Ich spürte, wie sie meine Schulter berührte. Schwach öffnete ich meine Augen und sah Hermines Mom über mir.
„Dr. Granger", sagte ich und setzte mich in meinem Stuhl auf. „Wie geht es Hermine?"
„Sie ist gerade aus dem Operationssaal gekommen", sagte sie. „Sie haben sie in ein Einzelzimmer gebracht. Sie hatte einige innere Blutungen. Der Doktor hat es geschafft sie zu stoppen, aber die nächsten 48 Stunden werden kritisch. Sie hat das Bewusstsein noch nicht wiedererlangt."
„Danke, dass sie mir das gesagt haben", sagte ich.
Sie
lächelte halbherzig. „Du hattest ein Recht es zu wissen."
Ich blickte sie nur dankbar an, dass sie es mich hatte wissen
lassen. Ich hatte gedacht, ich wäre die letzte Person von der
sie wollte, dass sie es weiß.
„Hermine sorgt sich sehr um dich, Harry", sagte sie. „Ich wollte mich für meinen Mann entschuldigen. Er macht sich nur Sorgen um Hermine, Harry. Das ist der Grund, warum er dies tun wollte...ein neues Leben beginnen. Sie war nicht glücklich hier. Wir beide wussten es. Wir wollten das Risiko nicht eingehen, sie zurück zuschicken. Es war ein Fehler. Ich wünschte nur, wie hätten das ein bisschen früher zugegeben. Wir wären wahrscheinlich nicht hier."
"Ich liebe ihre Tochter, Dr. Granger", sagte ich. „Ich würde nie etwas tun, um sie zu verletzten. Sie ist die wichtigste Person in meinem Leben."
„Ich weiß das, Harry", sagte sie, Tränen schimmerten in ihren Augen.
„Kann ich sie sehen?", fragte ich hoffnungsvoll.
"Besuch ist ihr nicht gestattet, außer die direkte Familie, während sie auf der Intensivstation ist", sagte sie. „Ich sollte wieder hochgehen."
„Ich verstehe", sagte ich.
Sie nickte. „Wenn sie aufwacht, kannst du sie sehen, Harry."
„Danke", sagte ich.
Wenige Momente später war ich überrascht Lupin in die Notaufnahme laufen zu sehen. Auch er trug Muggelkleidung, doch seine war mehr zeitgemäß und stilvoll, als Dumbledores gewesen war. Er trug einen dreiteiligen grauen Anzug mit einer dunkelblauen Krawatte. Ich studierte Lupin nicht zu sehr, als meine Augen auf eine Gestalt fielen, die ihn begleitete. Es war Ron.
Als ich zu ihnen lief, hatte ich keine Ahnung was ich Ron sagen würde oder was Ron mir sagen würde. Unnötig zu sagen, dass mein Handeln in der Nacht zuvor eine Kette der Ereignisse losgelöst hatte, die garantierte dass keiner von uns je wieder der selbe sein würde.
