Kapitel 14 At Last

"Harry?"

Meine Hände erstarrten an dem Türknauf, als ich meinen Namen hörte. Ich hatte nicht gerade gehört, was ich glaubte gehört zu haben, oder? Hat Hermine wirklich meinen Namen gesagt? Wahrscheinlich bildete ich mir das nur ein, weil ich so sehr hören wollte.

„Harry?", fragte sie wieder, etwas heiser.

Innerhalb von zwei Sekunden hatte ich den Abstand zwischen der Tür und ihrem Bett durch schritten.

„Hermine", flüsterte ich, nahm ihre Hand in meine und beobachtete wie sie ihre Augen öffnete und die ungewohnte Umgebung wahrnahm. Sie versucht in ihrem Krankenbett sich aufzusetzen, doch sie zuckte vor Schmerz zusammen, als sie es tat.

„Versuch nicht, dich zu bewegen", sagte ich beruhigend zu ihr.

„Was ist passiert?", fragte sie mich. „Wo bin ich, Harry?"

„Du erinnerst dich nicht?", fragte ich sie und streichelte sanft ihre Hadn.

Sie öffnete den Mund um zu antworten, doch hielt inne, als wir hörten wie sich die Tür öffnete. Ihre Mutter spähte mit ihrem Kopf um die Tür.

„Ist alles in Ordnung, Harry?", fragte sie mich.

Ich wich von Hermines Bett zurück, so dass ihre Mutter ihre Tochter sehen konnte, wach und munter. Als sie sie sah, legte sie ihre Hand auf den Mund und seufzte laut vor Erleichterung. Zögernd lief sie ins Zimmer, beinah unsicher ob oder ob nicht es real war, was sie sah.

„Oh, Liebling", sagte sie und stand auf der anderen Seite von Hermines Bett. „Du bist wach!", sie nahm Hermines andere Hand und führte sie an ihre Gesicht.

„Mom, was ist passiert?", sagte Hermine und sah zwischen ihrer Mutter und mir hin und her. „Wie bin ich hier her gekommen?"

Ihre Mutter und ich tauschten einen Blick, nicht sicher, was wir ihr sagen sollten.

„Du, äh, du wurdest von einem Auto angefahren", sagte ihre Mutter, Tränen liefen ihr Gesicht herunter. „Erinnerst du dich nicht?"

Hermine schüttelte den Kopf.

„Nun, an was erinnerst du dich, was passiert ist, Süße?", fragte ihre Mutter, und liebkoste die Wange ihrer Tochter.

Hermine blickte einen Augenblick nachdenklich drein, als ob sie willens war sich an die Ereignisse der Nacht zuvor zu erinnern. Sie schloss ihre Augen für eine Sekunde und öffnete sie dann wieder und in ihren Augen schimmerten Tränen, als sie mich ansah.

„Ich erinnere mich Harry", sagte sie leise. „Er ist gekommen, um mich zu sehen. Ich war so froh in zu sehen. Wir hatten eine tolle Zeit, nicht?"

„Sicher hatten wir das", schaffte ich hervorzubringen.

Sie lächelte und fuhr fort. „Wir gingen zum Planetarium und tanzten unter den Sternen. Es war beinah magisch. Wir tanzten auch zu dem schönsten Song und wir küssten uns."

Ich wurde beinah von Gefühlen überwältigt, als ich zuhört wie sie sich wieder ins Gedächtnis rief, was passiert war, instinktiv lehnte ich mich über sie und platzierte einen Kuss auf ihre Stirn. Als ich das tat, hob sie ihre Hand zu meinem Gesicht und berührte meine Wange und ihre Hand verweilte einige Augenblicke auf meinem Gesicht. Es schien als ob alles andere dahinschwinden würde und nur noch sie und ich im Zimmer wären.

„Ich war seit langer Zeit nicht mehr so glücklich", flüsterte sie.

„Ich auch", sagte ich leise. Sie drückte meine Hand fester.

„Wir liefen zur Bushaltestelle, richtig?", fragte sie mich. Ich nickte. „Und meine Kette, ich hatte meine Kette verloren. Ich drehte mich um, um sie zu holen. Oh, Harry! Meine Kette."

"Shh", sagte ich griff in die Tasche meine Jeans und zog die silberne Kette hervor. Sie strahlte mich an, als ich sie ihr zurück gab. „So gut wie neu, siehst du?"

"Harry hat sie mir geschenkt, Mom", sagte sie zu ihrer Mutter gewandt. „Es tut mir leid, dass ich die angelogen habe. Wirklich. Ich wusste nur, wenn ich dir sage woher ich sie habe, würdest du sehr wütend werden. Es war nicht das erste mal, dass er mich besucht hat. Er kam vorher schon einmal. Du bist nicht böse, oder?"

Ihr Mutter gluckste, als sie auf die Kette blickte.

„Nein, natürlich nicht", sagte sie. „Nichts davon ist jetzt wichtig. Was wichtig ist, das du lebst und jetzt bei uns bist."

„Werde ich wieder in Ordnung kommen?", fragte Hermine.

„Du, ähm, hattest einige innere Blutungen", sagte ihre Mutter. „Sie haben dich operiert, um sie zu stoppen. Du hast einige Schnittwunden und Schürfungen, aber keine gebrochenen Knochen."

Hermine nahm dies alles ziemlich tapfer auf und ich staunte wie ruhig und stark sie war, als sie hörte, was mit ihr passiert war.

„Harry", sagte sie und sah mir wieder ins Gesicht. „Du bist okay, oder? Du wurdest nicht verletzt?"

„Nun, es geht mir jetzt sehr viel besser, wo du wach bist", sagte ich und lachte leise. „Wir haben uns alles sehr gesorgt, weiß du?"

Sie lächelte mich an und dann sah ich wie ihr Blick über meine Schulter ging. Ich drehte mich um und sah was sie sah, Ron stand in der Tür, zusammen mit Lupin.

Ich spürte wie sich mein Magen zusammen zog, als ich Rons Gesicht sah. Hatte er alles gehört, was Hermine gesagt hatte? Hatte er gehört, was wir getan hatten? Hatte er gehört, dass es nicht das erste mal gewesen war, dass ich sie besucht hatte? Der Ausdruck auf seinem Gesicht war fast unbeschreibbar...es schien eine Reihe von Emotionen zu zeigen alle auf einmal...er sah wütend aus, er sah traurig aus und er sah besorgt aus.

„Ron?", flüsterte Hermine, ein Lächeln umspielte ihre Lippen. „Was machst du hier?"

Vorsichtig trat er auf sie zu.

„Hi, Hermine", sagte er. „Du hast doch nicht geglaubt, dass ich nicht komme? Hast du? Ich meine, du und ich, wir wissen beide dass nicht Vertrauensschüler sein kann ohne das du mich die ganze Zeit anmeckerst."

"Oh, diese armen Erstklässler, du musst gnadenlos gewesen sein", sagte sie. „Du brauchst mich dort, um dich zu zügeln, weißt du?"

Ron lachte und fegte an mir vorbei. Wiederwillig ließ ich Hermines Hand los, als er mich beinah aus dem Weg schubste. Ich beobachtete, wie Hermines Hand in seine nahm.

"Hermine", sagte er. „Ich bin so froh, dass es dir gut geht."

„Ich auch", sagte sie. „Ich hab dich so vermisste. Ich hab dich und Harry so sehr vermisst."

Ron öffnete den Mund, um noch etwas zu sagen, doch ein Mann trat durch die Tür. Er trug einen weißen Kittel und trug ein Klemmbrett. Eine ernst blickende Schwester folgte ihm.

„Dr. Stevens", sagte Hermines Mutter. „Schauen sie wer wach ist."

„Ich sehe es", sagte Dr. Stevens. „Hermine, es ist schön sie richtig kenne zu lernen."

Ron trat zurück, so dass Dr. Stevens Hermines Hand schütteln konnte.

„Schön auch sie kennen zu lernen", sagte Hermine ihre Augen funkelten.

Er blickte auf die Menge von uns, die in Hermines kleines Krankenzimmer gestopft war. Die Schwester sprach lauter und sie erinnerte mich sehr an Madam Pomfrey, als sie uns mit Nachdruck aus dem Zimmer scheuchte, so dass der Doktor Hermine vollständig untersuchen konnte.

„Wir sind direkt vor der Tür, Hermine", sagte ich und zwinkerte ihr zu.

Sie lächelte mich an. „Das seid ihr besser."

Als wir nach draußen liefen, konnte ich sehen wie Ron mit den Augen rollte. Das bestätigte mir sehr, dass er alles gehört hatte. Wir standen einige Minuten draußen vor dem Zimmer. Dr. Granger war nach unten gegangen um ihren Mann zu suchen und ihn die guten Neuigkeiten wissen zu lassen.

Eine unangenehme Stille lag zwischen uns dreien. Ron und ich versuchten uns nicht anzusehen. Er stand am einen Ende des Flurs, die Arme gekreuzt und er blickte überall hin nur nicht in meine Richtung. Ich auf der anderen Seite, stand an der gegenüber liegenden Wand und blickte auf den Marmor gefliesten Boden. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass Lupin zwischen uns stand und zwischen uns hin und her sah. Keiner sagte ein Wort, bis Lupin sich räusperte.

„Nun, wir müssen bald zurück nach Hogwarts", sagte Lupin. „Unser Fenster schließt sich in einer Stunde."

„In Ordnung", sagte ich, dennoch wünschte ich mir ich könnte bei Hermine bleiben, doch ich
wusste, dass ich bereits meine zweite und dritte Chance genutzt hatte. Beide, Lupin und Dumbledore hatten sich für mich in eine prekäre Lage gebracht und ich konnte ihre Freundlichkeit nicht ausnutzen. Es wäre nicht fair.

Ron nickte einfach.

"Also, wann wolltest du es mir erzählen, Harry?", platzte er wenige Sekunden später heraus.

„Dir was erzählen, Ron?", fragte ich.

„Mir was erzählen?", fragte er. „Mir erzählen, dass du dich aus der Schule geschlichen hast um Hermine zu sehen. Dass du mich in Sorge um sie gelassen hast, wenn du schon lang gewusst hast, was sie macht? Du hast letzte Nacht den Abend mit ihr verbracht, tanzend und küssend unter den Sternen? Darf ich die fragen, wann du dich in Hermine verliebt hast? War es direkt nachdem ich dir erzählt habe, dass ich in sie verliebt bin?"

Ich öffnete meine Mund um seiner Triade zu antworten, doch Lupin hob seine Hand.

„Ich verstehe, dass ihr zwei darüber reden müsste, aber das ist nicht die richtige Zeit und der richtige Ort", sagte er mit Nachdruck. „Ihr müsst euch in Erinnerung rufen, wo ihr seid und denkt an das Mädchen in diesem Zimmer. Es hilft ihr und auch sonst niemanden, wenn ihr direkt vor ihrer Tür zu streiten anfangt."

Keiner von uns wollte zugeben, dass er recht hatte, also sagte keiner von uns etwas, wir gingen einfach zu unseren jeweiligen Beschäftigungen gegen die Wand zurück und taten so, als sei der andere nicht da.

„In Ordnung", sagte Lupin. „Das ist vortrefflich."

Eine weitere unangenehme Stille wurde unterbrochen, als die Grangers wieder erschienen.

„Dr. Granger", sagte Lupin. „Ich hatte bisher nie die Gelegenheit sie kennen zu lernen. Ich bin Remus Lupin. Ich hab Hermine während ihres dritten Jahres in Hogwarts unterrichtet. Sie ein sehr kluges Mädchen da drin. Sie ist wahrscheinlich die cleverste Hexe, die ich je gesehen habe."

Lupin hielt seine Hand hin um Dr. Grangers zu schütteln. Für eine Sekunde stand Dr. Granger da und blickte auf diesen Mann hinunter, der seine Tochter so genannt hatte, was er in den vergangen Monate zu verdrängen versucht hatte.

Zu meiner Überraschung und zur Erleichterung seiner Frau, schüttelte er Lupins Hand.

„Schön sie kennen zu lernen", sagte Dr. Granger. „Hermine hat uns auch eine Menge von ihnen erzählt."

"Ich bin froh, dass es ihr gut geht", sagte Lupin.

Dr. Granger nickte nur. Ich beobachtete aufgeregt wie er und Lupin weiter sprachen, wenn auch nur einfache Höflichkeiten, aber es war ein Anfang. Vielleicht, nur vielleicht, lenkte Dr. Granger ein.

Wenige Augenblicke später, kam Dr. Stevens aus dem Zimmer und sah uns an. Ich betete im Stillen, dass er gute Nachrichten für uns hatte.

„Ihre Lebenszeichen sind alle kräftig", sagte Dr. Stevens. „Sie ist noch ein bisschen müde und wund, aber das war nach dem Trauma zu erwarten, dass sie ausgehalten hat. Wir müssen sie einige Tage behalten, aber ich denke sie wird vollkommen genesen."

„Ich danke ihnen so sehr", sagte Dr. Karen Granger und umarmte den geschockten Doktor und küsste seine Wange. Eine Aura des Glücks umgab uns, selbst Ron und ich vergaßen unseren augenblicklichen Streit, als wir erleichtert die Neuigkeit hörten, dass Hermine in Ordnung kam. Zur Hölle, selbst ihr Dad schaffte es meine Hand zu schütteln. Das war ein Fortschritt, selbst wenn es noch ein langer Weg war.

„Können wir sie sehen?", fragte ich.

Dr. Stevens nickte. „Ja, aber nur kurz. Einer nach dem anderen. Sie braucht Ruhe."

Ihre Eltern gingen zuerst rein. Lupin wiederholte, dass Ron und ich nur wenige Minuten bleiben sollten, da wir gleich im Begriff waren nach Hogwarts zurück zu kehren. Wiederwillig stimmten wir zu. Ich war der letzte, der sie besuchte. Als ich zurück in ihr Zimmer lief, gähnte sie.

„Nun, dass ist eine Vertrauensfrage", sagte ich mein Herz schlug schneller bei ihrem Anblick.

„Entschuldige", sagte sie. „Es ist nicht wegen dir, ich versprechs."

„Ich verstehe", sagte sie und beobachte wie ich mich neben ihr Bett setzte. Ich nahm ihre Hand in meine.

„Wir müssen wirklich bald nach Hogwarts zurück", sagte ich.

Sie nickte. "Ich will nicht das du gehst", sagte sie. „Ich will dich nie wieder verlassen."

„Wenn du aus irgendeinem Grund nicht zurück in die Schule kommen kannst, Hermine", begann ich, meine Stimme brach als ich versuchte zu sagen, was ich sagen wollte. „Gib mich nicht auf, okay? Ich werde einen Weg finden, damit wir zusammen sein können. Wir haben zuviel durchgemacht um jetzt auseinander zu fallen."

„Harry", sagt sie. „Du musst dir keine Sorgen um mich machen, okay? Du hast genug andere Sorgen, als dir darüber Sorgen zu machen ob ich zurück nach Hogwarts komme, oder nicht, okay? Du musst dich für deine UTZ vorbereiten, du musst für V-voldemort bereit sein. Mach dir keine Sorgen um mich."

Sie begann wieder zu weinen und sah von mir weg.

„Das meinst du nicht ernst, oder?", fragte ich und drückte ihre Hand fester. „Nichts von allem dem bedeutet mir etwas. Wenn ich dich nicht hätte, würde ich mich um nichts davon kümmern."

„Harry...", flüsterte sie.

"Ich, ähm, ", stammelte ich. Ich wusste, was ich sagen wollte, aber ich wusste nicht, ob ich ihr alles übermitteln konnte, was ich ihr sagen wollte. Es waren drei kleine Worte, die so viel bedeuteten, aber sie schienen im Vergleich zu dem was ich wirklich für sie fühlte so wenig zu sein.

„Ja?", fragte sie leise.

"Das ist nicht leicht, für mich zu sagen", sagte ich. „Weil ich nie wirklich gewusst habe, was es ist, weißt du? Ich hab das nie wirklich vorher gehabt, aber ich glaube ich hab es in dir gefunden. Es ist nicht nur letzte Nacht passier. Es war die ganze Zeit da."

Sie blickte mich an, ihr Augen bittend das ich weiter machte.

„Was ich nicht so wortgewandt zu sagen versuche", begann ich „ist das ich dich liebe Hermine Granger."

„Harry", sagte sie, in ihren Augen schimmerten Tränen.

Es klopfte leise an der Tür und Lupin öffnete die Tür.

"Ich hasse es zu stören", sagte er. "Aber wir müssen jetzt zurück, Harry."

Ich drehte mich zu ihm um. „Ich bin gleich da."

Er nickte und schloss die Tür. Wir waren wieder allein. Sie weinte, ich weinte.

„Nun, du bist jetzt sprachlos", sagte und versuchte die Situation leichter zu machen.

Sie schüttelte den Kopf. „Nein, bin ich nicht. Ich liebe dich auch, Harry. Mehr als du je weißt."

Ich lehnte mich vor und küsste sie sanft und wollte nicht, dass dieser Augenblick endete.