Titel: Rauchzeichen
Autor: leslenne
Fandom: House M.D.
Charaktere: Stacey Warner, Gregory House
Word Count: 776
Warnings: unbeta-ed
Rating: R
Sünde: Luxuria / Wollust / Asmodeus' Sünde
Summary: Old Shatterhand genehmigt sich statt einer Zigarette einen „Kaffee danach"...
A/N: Rauchen ist ungesund! ;)

Gregory streicht ihr über die Wangen, das Kinn und fühlt den für Frauen typisch kleinen Adamsapfel nach innen schnellen, als sie schluckt um für ihr Stöhnen mehr Luft in die Kehle zu bekommen. Sie ist wunderschön, wie sie den Rücken durchdrückt. Ihr Lippenstift ist verschmiert und man kann dank des tiefen Rots gut sehen wie hell und glatt ihre Haut ist. Die Farbpigmente liegen flach auf und lassen sich nicht zu Krümeln zusammenrollen. Und er weiß das, er hat es schon probiert. Er legt einen seiner langen Finger auf ihre blasser werdenden, geschwollenen Lippen.

„Beiß mich aber nicht." Sie lächelt und tut es doch. Wenn auch nur ganz sanft. Er verzieht das Gesicht und zieht die Decke über ihre beiden Körper.

„Ich bin müde."

Gregorys Kopf sank auf ihre Brust. Hilflos musste sie zusehen, wie er einfach mittendrin einschlief. Das Lächeln war ihr inzwischen auch vergangen.

„House!" Sie drückte ihm den überlangen Fingernagel ihres rechten Zeigefingers in die Schulter. Keine Reaktion. Nicht dass sie etwas anderes erwartet hätte. Grummelnd lehnte sie sich zurück und beobachtete, wie sich, wenn sie einatmete, sein Kopf mit ihrem Körper anhob und beim Ausatmen wieder mit nach unten kam. Ein schwaches Lächeln trat auf ihr Gesicht. Sie küsste seine, wie so oft in Falten gelegte, Stirn. Vorsichtig schob sie seinen Körper von ihrem herunter, schnappte sich ihre Bluse, die über seinem Nachttischlampe hing, bückte sich nach ihrer Jeans und schloss leise die Schlafzimmertür hinter sich, als sie sich auf den Weg ins Bad machte. Sie konnte noch sehen, wie er das Kissen zerknautschte, bevor sie die Tür ganz geschlossen hatte. ‚Gut, dass das nicht ich bin', dachte sie.

Sie betrat das Badezimmer, ließ ihre Kleidung auf den Badewannenrand fallen und besah sich im Spiegel. Ihre Haare waren durcheinander und standen in alle Himmelsrichtungen ab. Gregory würde ihr bestimmt mitteilen, sie solle nicht mehr so viel Haarspray verwenden. Ihr Spiegelbild angrinsend wusch sie sich die Hände und spritzte sich von dem übrigen Wasser ins Gesicht. Durch das Milchglas des Fenster konnte sie kaum erkennen, ob es draußen schon wirklich hell war, oder nur eine Straßenlampe besonders nahe stand. Sie zog gerade den Reißverschluss ihrer Jeans hoch, als Gregory grummelnd das Bad betrat, sie einen Moment lang verständnislos ansah, „zu viel Haarspray" anmerkte, und dann wieder abzog. Dem zischenden Geräusch nach machte er sich in der Küche einen Kaffee. Sie knöpfte ihre Bluse zu und folgte ihm.

„Ich dachte du schläfst."

Sie küsste seinen Nacken, sodass er zusammenzuckte, bevor er antwortete. „Mhm, ich habe ja auch geschlafen. Mit dir."

„Auf mir trifft es eher." Sie setzte sich auf die Theke und genehmigte sich eine Traube aus dem metallenen Obstkorb.

„Auf, mit, bei – ist doch alles das Gleiche", sagte er, die Nase kraus ziehend, da er das Kaffeepulver statt in, neben die Tasse gelöffelt hatte.

„Greg..." Sie nahm ihm das Pulver, die Tasse und den Löffel ab. Schmollend wie ein kleiner Junge sah er ihr zu, wie sie ihm den Kaffee richtete. Obwohl, wäre er ein kleiner Junge gewesen, dann hätte sie ihm keinen Kaffee erlaubt. Sie nickte dem Tisch zu. „Setz dich, Greg."

Brav setzte er sich. Sie öffnete den Schrank direkt über ihrem Kopf, holte einen Untersetzer heraus, legte ihn vor Greg auf den Tisch und stellte die Tasse mit dem Kaffee darauf. Dann setzte sie sich neben ihn und betrachtete, wie er den Dampf ankeifte.

„Winnetou, was sagt uns das?"

Sie sprang darauf an. „Ich weiß es nicht, Old Shatterhand."

„Auf die Apachen kann man sich auch nicht mehr verlassen." Er nahm den ersten Schluck, und verbrannte sich natürlich gleich die Zunge. „Sollte wohl ‚heiß, nicht trinken!' bedeuten."

Sie lachte. „Werde ich gleich ins Wörterbuch einfließen lassen."

Er hob die Augenbrauen. „Apachen sind ja richtig fortschrittlich."

„Man muss eben mit der Zeit gehen."

Der Wasserkocher pfiff zum zweiten Mal. Sie stand auf, zog das Pulver und eine frische Tasse aus der Spüle zu sich und machte sich ebenfalls einen Kaffee.

Gregory beobachtete sie dabei. „Sind Apachen eigentlich nachtragend?"

„Nur weil jemand auf ihnen eingeschlafen ist, skalpieren sie denjenigen noch lange nicht." Sie setzte sich wieder. Intelligenter als er ließ sie sich Zeit mit dem ersten Schluck. „Weiße Blutsbrüder sind weitaus nachtragender."

Gregory grinste und nahm ebenfalls einen Schluck – dieses Mal verbrannte er sich auch nicht mehr.

„Das kann ich ja gar nicht glauben." Er nahm ihre Hand und zog sie an seine Lippen. Eine prickelnde Gänsehaut breitete sich auf ihrem Körper aus. „Aber, nackt wie Gott mich geschaffen hat, könnte ich mein Versagen ja bereinigen... wenn es dir nichts ausmacht, dich noch mal zu entkleiden." Er grinste sie süffisant an. Sie erwiderte das Grinsen.

„Das macht mir gar nichts aus."