Eine Woche ist vergangen und hier ist das versprochene Update.Für Warnungen, Hinweise, Disclaimer und Ähnliches, seht bitte bei Kapitel 1 nach. Ich danke meinen reviewern, ich habe mich sehr über eure Kommentare gefreut.

Potio felis

Kapitel 2 – Katz und Maus

Meow?"

Alle Blicke wanden sich Harry zu, der im Schneidersitz auf dem Boden saß und die Hand vor den Mund geklappt hielt.

Snapes Augenbrauen zogen sich bedrohlich zusammen.

„Was war das, Mr. Potter?"

Grüne Augen sahen ihn verwirrt an. „Äh. Nichts?"

„Nichts, in der Tat. Für mich klang es, als hätten Sie miaut, was ich, wie Sie sicher nachvollziehen können, sehr befremdlich finde."

Harry lachte, aber selbst in seinen Ohren klang es eher hysterisch als belustigt. „Miaut? Ich? Warum sollte ich meow?"

Hermione, die Krummbein in den Armen hielt, sah von Harry zu ihrem Kater und dann zu der Stelle, wo ein Großteil des Trankes gelandet war.

„Professor, ich denke…"

„Das bezweifle ich, Miss Granger. Die Klasse ist entlassen, gehen Sie in Ihre Gemeinschaftsräume oder wohin auch immer Sie gehen, wenn Sie nicht hier sind, mir egal. Miss Granger, Sie füllen den Rest von Mr. Potters Trank ab und stellen ihn auf meinen Tisch, dann verschwinden Sie auch. Mr. Potter, Sie begleiten mich zum Headmaster." Mit trockener Stimme fügte er hinzu: „Zweifellos möchte er sich auch amüsieren."

Bevor die Klasse den Raum verlassen konnte, erklang Snape Stimme erneut.

„Außerdem bekomme ich bis zum nächsten Mal von jedem von Ihnen ein sechs-Zoll-Pergament über das Thema, warum es so wichtig ist, im Umgang mit Tränken vorsichtig zu sein."

Unter unwilligem Stöhnen leerte sich das Klassenzimmer und Snape und Harry machten sich auf den Weg zu Dumbledore. Beim Wasserspeier angekommen hielt Snape einen Augenblick inne und seufzte angewidert.

„Karamel-Sahne-Bonbons." Der Wasserspeier sprang zur Seite und sie stiegen auf die Treppe, die sie nach oben zu Dumbledores Büro brachte. Snape klopfte an und sie betraten das Büro, wo Harry sich selbst überraschte, als er Fawkes anknurrte. Dumbledore sah von seinem Schreibtisch auf und musterte die beiden.

„Severus, Harry, was gibt es? Ist es schon wieder Zeit für die 'Harry muss von der Schule verwiesen werden' -Ansprache?"

„Sarkasmus, Albus? Wie du weißt, ist das mein Territorium, das du da betrittst, also sei jetzt besser sehr vorsichtig."

„Schon gut. Also?"

Snape beschrieb, was vorgefallen war. Dumbledore hörte zu und nickte an den richtigen Stellen, während Harry auf seinem Stuhl saß und unkonzentriert hin- und her wippte. Irgendetwas stimmte nicht, abgesehen von der Tatsache, dass er miaut hatte. Etwas fühlte sich komisch an. Er wippte noch einmal und stellte einen Widerstand an seinem verlängerten Rücken fest, der da vorher nicht gewesen war und auch definitiv nicht dorthin gehörte. Seine rechte Hand kroch wie von selbst zu seiner Rückseite und tastete.

Sein eher würdeloses Quieken unterbrach die Vermutungen und Theorien, die die zwei Männer ihm gegenüber gerade ausheckten.

„Mr. Potter, was…"

„Ich habe einen Schwanz!"

So viele Jahre der passenden Kommentare und perfektionierten subtilen Beleidigungen und trotz allem fiel Snape auf diese Äußerung keine Antwort ein. Sein blanker Gesichtsausdruck trieb Harry die Schamesröte ins Gesicht.

„Ich meine… auf dem Rücken, also… etwas tiefer… oh Merlin…"

Ihre Gesichter mussten äußerst witzig sein, denn der Headmaster fing an, leise zu lachen, bevor er sich wieder fing.

„Das ist eine faszinierende Entwicklung. Nun, nicht unbedingt für dich, Harry, aber soweit ich weiß, gibt es keinen Zauber und keinen Trank, der einen in ein Tier verwandeln kann, von den Animagi mal abgesehen. Was auch immer der junge Mr. Longbottom da zusammengebraut hat, wird die Forschung revolutionieren. Vorausgesetzt, wir finden heraus, was genau er getan hat. Aber ich denke, das wirst du schon schaffen, Severus, vor allem mit der Unterstützung von Harry."

Snape schien etwas im Hals zu haben, denn würgende Geräusche wurden hörbar.

„Ich denke, es ist das Beste", fuhr Dumbledore unbeirrt fort, „wenn Harry fürs Erste bei dir unterkommt, Severus. Wir können ihn in dem Zustand ja nicht zurück in seinen Gemeinschaftsraum schicken."

Snapes Halsprobleme schienen sich proportional zu der Länge von Dumbledores Rede zu verstärken.

„Zitronenbonbon, Severus?"

„Kann Mr. Potter nicht in der Krankenstation unterkommen? Ich dachte, für so etwas hätten wir diesen Ort? Oder St. Mungo? Hauptsache weit weg."

„Aber nein, Severus", tadelte Dumbledore, nicht ohne einen gewissen sadistischen Unterton, „du bist die führende Koryphäe was Zaubertränke angeht. Wenn jemand in der Lage ist, diese Situation unter Kontrolle zu halten, dann du. Haltet mich über Neuigkeiten auf dem Laufenden. Ta ta!"

Harry hatte die Unterhaltung mit einem Minimum an geistiger Anwesenheit verfolgt, klinkte sich aber an der Stelle ein, an der Dumbledore ihn an Snape abschob. Dazu hatte er Einiges zu sagen. Die Auswahl an Schimpfwörtern aus seiner Richtung war wirklich erstaunlich, auch wenn Snape einige der muggelstämmigen Ausdrücke nicht ganz verstand. Besonders die über eine gewisse jungfräuliche Mutter irgendeines Gottes. Snape war milde beeindruckt.

Bevor die zwei es sich versahen, standen sie außerhalb von Dumbledores Büro und sahen sich verdutzt an.

„Wie macht er das nur immer?", murmelte Harry, nicht wirklich in der Annahme, eine Antwort zu erhalten und war daher umso erstaunter, als eine kam.

„Ich habe nicht die geringste Ahnung, aber wenn er diesen Trick bei mir noch einmal mehr anwendet, kann ich für nichts mehr garantieren." Snape schien wieder zu sich zu kommen und zu erkennen, mit wem er da sprach, denn sein Gesicht nahm wieder den üblichen säuerlichen Ausdruck an. „Scheint, als wären wir gezwungen, dieses Wochenende miteinander zu verbringen, und glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass ich nie erwartet hätte, diese Worte an Sie zu richten. Aber der Headmaster in seiner unergründlichen Weisheit, mit Betonung auf unergründlich, wird eine Missachtung seiner Anweisungen nicht akzeptieren. Also schön, dann kommen Sie eben mit."

Snapes Quartiere befanden sich unweit seines Klassenzimmers. Er ließ Harry ein paar Schritte zurücktreten und murmelte das Passwort, welches das Portrait eines grimmigen Zauberers aufschwingen ließ. Harry hatte eine Art Kerkerraum erwartet, Steinwände und spartanisches Mobiliar, alle schwarz in schwarz mit grün und silbernen Slytherinsymbolen, doch die Wirklichkeit sah anders aus.

Erdtöne waren vorherrschend. Ein dunkelbrauner weicher Teppich bedeckte den Boden, die bequem wirkende Couch in der Mitte des Raumes, vor der ein niedriger Tisch stand, und die beiden Sessel vor dem Kamin waren aus dunklem Kirschholz und mit üppigem grünen Polsterungen bedeckt, Schränke aus dem gleichen Holz standen an den Wänden und waren über und über mit Büchern gefüllt. An der Front des Raumes stand Snapes Schreibtisch, der sich ebenso wie die Schränke unter der Last von Büchern, Journalen und Pergamentrollen bog. An den Wänden hingen alte Gobelins mit Szenen aus der Geschichte der Zaubererwelt und in einem Glaskabinett standen hunderte kleiner Phiolen, die mit Tränken gefüllt und säuberlich beschriftet waren. Insgesamt war der Raum einladend, gemütlich und durch und durch maskulin.

Drei Aspekte, die Harry bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich mit Snape in Verbindung gebracht hätte. Natürlich war ihm klar gewesen, dass Snape ein Mann war, aber das war mehr so, wie man wusste, dass ein Schlag ins Gesicht wehtat. Es war einem klar, man hatte aber nicht das Bedürfnis, die Erfahrung selbst zu machen. Dieses Wohnzimmer, in dem er mit einem Mal stand, verrückte seine Wahrnehmung von Snape und er wusste nicht so ganz, was er davon halten sollte.

„Sie schlafen auf der Couch", schnappte Snape, „ich werde wegen der Unfähigkeit Ihrer Hausgenossen bestimmt nicht mein Bett räumen und um eines zu transfigurieren, müsste ich eines meiner Möbelstücke aufgeben und auch dazu bin ich nicht gewillt. Verstanden?"

Harry nickte missmutig. Soviel zum Thema veränderte Wahrnehmung von Snape.

Nein, immer noch ein Bastard.

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Später am Nachmittag wälzte sich Harry auf der ihm zugewiesenen Couch herum. Er wollte, aus Ermangelung anderer Beschäftigungen, seine Hausaufgaben erledigen, konnte aber nicht so richtig sitzen, irgendetwas, und damit war ganz besonders ein neues Körperteil an seiner Rückseite gemeint, machte es ihm unmöglich, eine einigermaßen gemütliche Position zu finden. Er hatte ein kleines Loch hinten in die Hose gerissen, damit das etwa zehn Zentimeter lange Ding etwas Freiraum hatte. Schließlich, da er es nicht mehr aushielt, legte er sich auf den Bauch.

Der Raum war vom Kamin hinter ihm beschienen und auch auf Snapes Schreibtisch brannten Kerzen, da der Meister der Tränke dort an der Arbeit saß, indem er das Pergament studierte, auf dem ein zu Tode eingeschüchterter Neville Longbottom die Zutaten aufgelistet hatte, an die er sich noch erinnern konnte, sie auf seinem Tisch gehabt zu haben. Snape schüttelte den Kopf, als er einige der Pflanzennamen las. Wie um Himmels willen, war der Junge nur darauf gekommen Sturmhut, Hahnenfuss, Nieswurz und Wolfskraut zu bunkern? Die hatten doch nun nicht das Geringste mit dem zu tun gehabt, was ihre Aufgabe gewesen war.

Er gab ein gereiztes Schnauben von sich, welches seinen unfreiwilligen Mitbewohner aufschreckte. Das nächste, dessen Harry sich bewusst war, war, dass sein neu erworbener Schwanz wie verrückt hin und her wedelte. Er drehte den Kopf und stellte fest, dass das pelzige Ding um das etwa Dreifache gewachsen war. Sein erschrockenes Keuchen entging auch Snape nicht, der um die Couch herumkam und auf ihn herab sah.

Als er vor dem jungen Mann stand, der vor ihm lag, verengten sich Snapes Augen und er streckte die Hand nach Harry aus. Harry dachte, dass Snape das Wedeln stoppen wollte, welches sich rapide verschnellerte, doch Snapes Hand griff nach Harrys Kopf.

„Was…?", begann Harry, doch der Berührung von Snapes Hand an seinem Kopf folgte ein Gefühl von so absoluten und durchdringenden Wohlbehagens, dass er zu keinem weiteren Wort mehr fähig war. So schnell das Gefühl gekommen war, verschwand es auch wieder und Harry protestierte mit einem kleinen wimmernden Geräusch.

„Mr. Potter, ich sollte Sie darauf hinweisen, dass es neue Entwicklungen gibt", ertönte Snapes Stimme und Himmel – hatte er je zuvor gemerkt, was für eine absolut anbetungswürdige Stimme sein Professor hatte? Sie war in mindestens sechs verschiedenen Schattierungen sexy – und genau das war der Gedanke, der Harry wieder zu sich kommen ließ. Sexy? Snape? Hier stimmte was nicht.

„Was meinen Sie?", murmelte Harry sobald er seine Stimme wieder gefunden hatte.

„Ihre Ohren", erklärte Snape und Harrys Hand schoss wie von selbst an die rechte Seite seines Kopfes. Das Erste, was er bemerkte war, dass sein Ohr nach oben hin länger geworden zu sein schien. Dann stellte er fest, dass die Spitzen pelzig waren. Er kratzte an ihnen, was, wie er vermutete, genau das war, was Snape getan hatte, doch das Gefühl von vorher stellte sich nicht erneut ein. Enttäuscht ließ er die Hand sinken.

„Beeindruckend", erklärte Snape. „Darf ich?" Er hob die Hand und Harry nickte eifrig, ohne auf die Stimme der Vernunft zu hören, die ihn aus den hinteren Teilen seines Hirns entsetzt anschrie.

Kaum hatte Snape seine Ohren berührt, schaltete sich so ziemlich alles, was in Harrys Kopf unter Verstand ablief, denn das Wohlbehagen kehrte mit der Wucht eines Vorschlaghammers zurück.

Snape beobachtete fasziniert, wie die Augen des jungen Mannes zufielen und er anfing, zu schnurren. Er setzte sich neben Harry auf die Couch und begann, ihn hinter den Ohren zu kraulen. Der eben noch nervös zuckende Schwanz fiel regelrecht ins Koma, während Harrys rechter Fuß ekstatisch zu zucken begann.

Snape hatte schon immer ein Faible für Katzen gehabt, auch wenn er dies geheim gehalten hatte, nicht zuletzt wegen all der Witze, die seine Kollegen auf seine und sicherlich auch auf Minervas Kosten gerissen hätten. Seine Autorität war ihm wichtig und er war nicht bereit, sie in irgendeiner Form aufs Spiel zu setzen. Und doch hatte er sich über Krummbeins und gelegentlich auch über Mrs. Norris Besuch gefreut. Die Katze vom alten Filch war gar nicht so übel, wenn man erstmal über ihr wenig vorteilhaftes Aussehen hinweg war. Nicht zuletzt deswegen hatte er sich ihr immer ein wenig verbunden gefühlt.

Aber das hier war in der Tat eine betörende Kombination. Harry Potter war auf dem besten Weg, ein Zwischenstück zwischen Mensch und Katze zu werden und die Reaktionen, die er mit einfachen Berührungen bei ihm auslösen konnte, liessen Snape nicht unbewegt. Er hatte auf Dumbledores Wunsch hin, Harry in seinem sechsten Jahr für den Kampf gegen Voldemort zu trainieren begonnen und obwohl der Gryffindor in seiner Sturheit und seinem Unwillen, Anweisungen zu beachten, ihn oftmals in den einen oder anderen Wutanfall getrieben hatte, hatte sich seine Meinung in Bezug auf ihn doch etwas geändert.

Der Anfang von allem war der Occlumens-Unterricht gewesen. Zu Beginn hatte sich Snape noch über die so schlecht versteckten Erinnerungen von Harry bei seiner Familie amüsiert. Erinnerungen an einen Hund, der ihn einen Baum hochgejagt hatte, Erinnerungen an eine Gruppe Jungen, angeführt von einem Klops auf Beinen, die ihn terrorisiert hatten und anderes. Doch je weiter er in die Gedanken Potters eingedrungen war, desto mehr war ihm das Lachen vergangen. Selbst Snape hatte kein so hartes Herz, dass ihn der Anblick von einem zweijährigen Kind, das weinend nach Trost verlangte und auf das von einer pferdegesichtigen Frau nur verächtlich herabgeblickt wurde, kalt gelassen hätte. Er wurde Zeuge davon, wie man den kleinen schwarzhaarigen Jungen hungern ließ, ihn in einer kleinen Kammer einsperrte und ihn immer wieder einen Freak nannte.

Er selbst hatte keine fröhliche Kindheit gehabt, aber zumindest hatte er eine Mutter gehabt, die ihn geliebt hatte. Sein Zorn auf Harrys Ersatzfamilie war mit jeder Occlumens-Sitzung gewachsen, bis sie irgendwann ihren Höhepunkt gefunden und er den Dursleys eine als Weihnachtsgeschenk verpackte Überraschung geschickt hatte. Natürlich war dies eigentlich verboten, aber er hatte seine Pfade gut verwischt und war sich sicher, dass niemand etwas zu ihm zurückverfolgen konnte. Er hatte den Verdacht, dass Dumbledore etwas gemerkt hatte, glaubte aber, dass dieser seine Entscheidung nicht übermäßig verurteilte, da er Snape ein paar Tage später statt der üblichen Weihnachtssocken eine Flasche teuren Whiskeys geschenkt hatte.

Das Harry trotz seiner traurigen Kindheit und der auf ihm lastenden Prophezeiung zu dem jungen Mann geworden war, den Snape in diesem sechsten Schuljahr zum ersten Mal wirklich kennen lernte und der, wie er bald feststellte, so gar nicht wie sein Vater James war, fesselte und reizte Snape gleichermaßen. Nicht lange darauf stellte er fest, dass es nicht nur Harrys Wesen war, das ihn faszinierte. Bei ihren Duellstunden, die mit fortschreitender Zeit, Anstrengung und Raumerwärmung auch immer weniger Kleidung einschloss, bis sie schließlich nur noch in Hemd und Hose dastanden, hatten bei Snape schon bald zu, den Stunden anschließenden, hitzigen Selbstbeschäftigungen geführt.

Trotz all dem war ihm immer klar gewesen, dass die Leidenschaft, die er für Harry zu entwickeln begann, unerfüllt bleiben würde. Er war der Lehrer des jungen Mannes und hatte schon allein deswegen kein Recht, sich ihm zu nähern. Doch vor allen Dingen war es die Tatsache, dass Harry ihn niemals in dieser Art ansah oder es jemals tun würde. Er war jung und gut aussehend und nicht zuletzt war er der verdammte „Junge der lebt". Die halbe Zaubererwelt war bereit zu töten, um in sein Bett zu kommen und selbst diejenigen, die nicht auf Männer standen – lesbische Hexen oder heterosexuelle Zauberer – waren bereit, in seinem Fall eine Ausnahme zu machen. Und die Zaubererwelt im Ganzen würde ihn, Snape, in der Luft zerreißen, wenn er eine Hand an ihren Retter legen würde.

Es war nicht fair, aber so war das Leben und er hatte sich daran gewöhnt.

Doch nun hatte das Leben ihm ein Geschenk gemacht. Es war nicht groß, aber er war bereit zu nehmen, was sich ihm bot. Und im Augenblick bot sich ihm der Anblick von Harry, der sich auf den Rücken gedreht hatte, schnurrend unter seinen Händen lag und nichts von dem mitbekam, was sich um ihn herum tat. Snapes Augen glitzerten und es war ein Glitzern, welches zu gleichen Teilen aus Lust und düsterem Humor bestand. Nach der Liste zu urteilen und angesichts der Tatsache, dass er mehr als genug von dem Trank übrig hatte, der Harry zu dem gemacht hatte, was er nun war, hatte er die Schlussfolgerung gezogen, dass es nicht besonders schwer war, ihn zu kurieren. Vermutlich war nicht viel mehr nötig, als ein Gegentrank aus Alraunen, was ein universelles „Finite Incantatem" in flüssiger Form war und den er noch an diesem Tag hätte herstellen können, wenn er sofort begann. Doch wenn einem das Schicksal ein Angebot wie dieses machte, dann war es doch mehr als dumm, wenn man es ausschlug, nicht wahr? Und wenn Snape eines nicht war, dann dumm.

Seine Oberlippe kräuselte sich in einem entschlossenen Lächeln. Er hatte sich entschieden. Er würde Harry nicht sofort kurieren, sondern ihn stattdessen dieses Wochenende über hier bei sich behalten. Er würde die Zutaten für den Trank erst am nächsten Tag holen und den Trank am Sonntag zubereiten. Wenn die Reaktionen, die der junge Mann bei einem einfachen Ohrenkraulen hatte, ein Anlass zu Spekulationen war und sich noch mehr Merkmale der Verwandlungen manifestierten, dann dürften die folgenden zwei Tage äußerst interessant werden.

Er verstärkte das Kraulen seiner rechten Hand, während er mit der linken Hand Harrys Hemd aufzuknöpfen begann. Er war sich durchaus bewusst, dass das, was er tat, moralisch unvertretbar war, aber was war dies hier schon gegen das, was er als Deatheater getan hatte? Ein weiterer Minuspunkt auf seiner Karmaliste konnte sowohl ihm, als auch den himmlischen Mächten, von Herzen egal sein. Und nach all dem, was er in seinem Leben hatte durchmachen müssen, war ihm ja wohl ein wenig Ausgleich vergönnt.

Das Hemd fiel zu beiden Seiten auseinander und Snape war zum ersten Mal ein ungehinderter Blick auf Harrys Oberkörper vergönnt. Manchmal, nach Quidditchturnieren, hatten sich die Spieler schon auf dem Weg in die Umkleidekabinen die Uniformen über den Kopf gezogen, doch in der Menge und umgeben von Lehrern und Schüler hatte Snape es nie gewagt, länger als ein paar Sekunden hinzusehen. Nun jedoch hatte er uneingeschränkte Freiheit, so lange und so intensiv auf Harrys goldene Haut zu starren, wie er nur wollte. Seine linke, unbeschäftigte Hand näherte sich Harrys Oberkörper und die Fingerspitzen glitten langsam, fast zaghaft, über die Haut, bevor sie sich ganz auf die dargebotene Brust legten. Snape schloss für einen Moment die Augen und gab sich ganz dem Gefühl der Wärme hin, welche seine Handfläche umfing. Er spreizte die Finger und ließ seine Hand über die junge warme Haut gleiten. Ein Stöhnen entrang sich, fast unfreiwillig, seiner Kehle und wurde gleich darauf von einem Echo wiederholt. Snapes Augen flogen auf und er sah auf Harry hinab, dessen Lippen geöffnet, das zweite Stöhnen von sich gegeben hatten.

Snape atmete tief ein, als ein Hitzestrom sich seinen Weg von seiner Kehle bis in seinen Unterleib bahnte. Ohne weiter über die Konsequenzen nachzudenken, senkte er seinen Kopf zu Harrys Gesicht hinab. Seine rechte Hand, die bis dahin das Ohr des Gryffindors gekrault hatte, krallte sich in das weiche schwarze Haar und zog Harrys Kopf nach hinten, bis sich dessen Kehle und Mund Snape einladend präsentierten. Snape vergrub sein Gesicht an dem warmen Hals und leckte sich eine Bahn über das Kinn bis zu dem weichen Mund und presste seine Lippen gegen die Harrys. Feuer entzündeten sich überall in seinem Leib. Seine Zunge schlängelte sich zwischen Harrys Lippen und dessen Mund öffnete sich, um sie einzulassen. Ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden, stieß Snape sie in die heißen Tiefen und nahm sich, wovon er so lange geträumt hatte.

Scheinbar endlose Zeit verharrte er so, nur Lippen und Zunge bewegten sich und seine linke Hand, die über Harrys Körper strich und langsam immer tiefer fuhr. Als er den Bund der Hose erreichte und seine Fingerspitzen unter diesen fuhren, atmete Harry plötzlich tief ein, sein Rücken drückten sich nach oben durch und er stöhnte in Snapes Mund.

Wie vom Blitz getroffen schnellte Snape auf die Beine und stolperte ein paar Schritte zurück. Ungläubig sah er zu dem jungen Mann auf der Couch und seine Hand legte sich wie von selbst über seine Lippen, bevor er sie zurückzog und auf sie starrte. Harry seufzte und begann sich zu regen und Snape sprang förmlich von ihm fort zu seinem Schreibtisch und ließ sich dort auf seinen Stuhl fallen. Er ordnete hektisch sein Haar und griff blindlings nach einem Stapel Aufsätze und seiner Feder. Er starre auf das oberste Blatt, aber er sah nichts. Alles, was er fühlte, waren die Wärme und das Begehren, welche durch seinen Körper flossen.

Eines war klar – dies würden zwei Tage werden, die seine Welt für immer ändern würden.

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Und erneut für jene, die gern ein review hinterlassen würden, aber immer nicht wissen, was sie reinschreiben sollen und es daher meistens lassen, wieder eine kleine Hilfe:

:-) - Ja, geil, klasse, vergiß den Altar, ich bau dir 'nen TEMPEL! Blutopfer, richtig? Passt schon. Drittes Kapitel, los, los, hopp, hopp.

:-/ - Höhm?

:-( - Hölle, hätte ich die Zeit doch lieber in was Wichtiges investiert. Haare waschen oder gegen die Wand starren, zum Beispiel.