„Ring, ring, ring!!" Melitta wurde durch das Klingeln des Telefons aus dem Schlaf geschreckt. Verwirrt griff sie nach ihrer Brille und blickte auf die Leuchtziffern des Weckers, die ihr mitteilten, dass es kurz vor 5 Uhr war. Wer ruft den um diese unchristliche Zeit an? Langsam stieg sie aus dem Bett und griff nach ihrem Morgenmantel, während das Telefon im Flur eindringlich weiterklingelte. „Ja, bitte?" Melitta hatte den Apparat erreicht und abgehoben. „Hallo, Oma! Entschuldige bitte die frühe Störung, aber…!" Melitta unterbrach Rokko aufgeregt. „Rokko, oh mein Gott! Ist irgendwas passiert? Ist was mit Lisa oder Lukas?" „Nein, Oma. Alles in Ordnung. Aber passiert ist schon was!" Melitta konnte ihren Enkel durch das Telefon lächeln hören. „Du bist heute Nacht wieder Ur-Oma geworden! Herzlichen Glückwunsch!" Melitta ließ sich auf den Stuhl fallen, der neben dem Telefontischchen stand. „Ach, Rokko, das sind ja wundervolle Nachrichten. Geht es Lisa gut und was ist es überhaupt?" „Ja, den beiden geht es gut. Lisa ist gerade eingeschlafen und die Kleine ist putzmunter. Es ist ein Mädchen…Romy. Ich wollte, dass Du gleich Bescheid weißt. Du bist mir doch nicht böse, dass ich Dich geweckt habe?" Melitta lächelte. „Nein, überhaupt nicht. Mit so schönen Neuigkeiten darfst Du mich immer wecken. Ich freu mich!" Sie hörte wie Rokko am anderen Ende der Leitung erleichtert ausatmete. „Danke, Oma. Für alles. Ohne Dich wäre das alles nicht passiert. Lisa und ich sind Dir sehr dankbar!" Melitta hatte Rokko gerührt zugehört und suchte nach einem Taschentuch in den Taschen ihres Morgenrockes. „Blödsinn, ich hab doch nur versucht ein bisschen nachzuhelfen. Dass ihr zusammengehört habt ihr ganz alleine begriffen und die 2. Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen." Rokko war einen Moment lang still. „Dann eben Danke dafür, dass Du mir die Augen für die 2. Chance geöffnet hast. Ich hab Dich lieb, Oma!" „Ich Dich auch mein Junge. Und jetzt lass mich wieder zurück ins Bett. Grüß mir Lisa und die kleine Romy und gib Lukas einen Kuss von mir!" Rokko lachte. „Mach ich, Oma. Schlaf gut!"

Nachdem Rokko aufgelegt hatte, saß Melitta noch ein Weilchen im Flur. Durch die Glasscheibe der Haustür kroch das erste Tageslicht. Lächelnd erhob sie sich und ging hinüber ins Wohnzimmer. Vor dem Sideboard blieb sie stehen und betrachtete die gerahmten Photos, die dort standen. In den drei Jahren, in denen Lisa und Rokko jetzt zusammen waren, waren etliche hinzugekommen. Viele zeigten den kleinen Lukas, der vor kurzem zwei Jahre alt geworden war und mit seinen schwarzen Locken ganz nach seinem Vater kam. Nur die blauen Augen hatte er von Lisa. Langsam ging Melitta zur Tür. Bevor sie das Licht löschte, wandte sie sich noch einmal lächelnd den Photos zu und freute sich darauf, dass dort auch bald das erste Bild der kleinen Romy stehen würde.

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Hiermit sind wir am Ende der Geschichte angekommen und ich muss mich von Lisa, Rokko und Melitta verabschieden. Es hat mir unheimlich viel Freude gemacht diese Geschichte zu schreiben und ich sage mit einem weinenden und einem lachenden Auge „Goodbye". Weinend, weil es zu Ende ist und mir vor allem Melitta ans Herz gewachsen ist (Rokko und Lisa ja sowieso ;o)) und lachend, weil ich es endlich geschafft habe den letzten Punkt zu setzen. ;o)

Mit dem Ende ist es auch Zeit DANKE zu sagen: Allen voran Anne: Ohne Dich wäre diese Geschichte nie zustande gekommen. Danke für Deine Unterstützung, Deine Hilfe, Deine Geduld ;o) und Dein Feedback, ohne das ich bestimmt schon relativ am Anfang aufgegeben hätte.

Ein ganz liebes Danke auch an Steffi für Deine lieben Kommentare und die Unterstützung, gerade zum Ende hin!

Danke auch an Astrid, Eva und Bettina: Euer Feedback bedeutet mir sehr viel:o)

And last but not least: Danke an alle Leser in den diversen Foren! Euer Feedback hat mich immer sehr gefreut und angespornt Weiterzuschreiben!!