So hier Kapitel 2. Viel Spaß!
Kapitel 2. Unverhofft kommt oft!
Zur selben Zeit mühte sich ein fast sechzehnjähriger Junge, mit verstrubbelten schwarzen Haaren, schweißgebadet im Garten des Ligusterweges Nummer 4 bis auf die Knochen mit Unkraut jähten ab. Und das bei praller Sonne und 30 Grad Celsius.
Harry Potter allerdings dachte garnicht daran sich zu beschweren, die Arbeit tat ihm gut, so konnte er sich ablenken und musste sich nicht mit seinem faulen Cousin herumplagen, welcher ihm pausenlos Gründe gab, die Selbstbeherrschung nicht den Zauberstab zu ziehen, zu trainieren.
Seit knapp zwei Stunden hockte er nun im Garten der Dursleys, zupfte das Unkraut und dachte, leider allzuoft, an den Fuchsbau und seine besten Freunde Ron Weasley und Hermine Granger.
Sein Magen knurrte in diesem Moment allerdings so laut, dass er diesen Gedanken sofort wieder vergaß, sich aufsetzte und in Richtung Küche schleppte. Dort stand auf dem Tisch ein Teller mit einem klitzekleinen Schnitzel, einem Löffelchen Gemüse und einem Klecks Soße – alles schon kalt.
Trotzdem aber froh darüber überhaupt etwas zu haben, verschlang er seine Mahlzeit innerhalb von zehn Minuten. Die ein Liter Kolaflasche war inzwischen auch leer und ein Harry Potter wenigstens nicht mehr durstig, trotz des vielen Zuckers.
Den letzten Bissen gerade kauend, klingelte es an der Haustür und mit einem lauten „Freak, mach auf!" ging er mit genervtem Gesicht der, durch die Glasscheibe der Tür, verzerrten Gestalt entgegen.
Die Türe öffnend, blickte er seinem Gegenüber mit ungläubigem Gesicht entgegen.
„Professor!"
„Guten Tag, Harry. Schön dich zu sehen. Darf ich reinkommen?"
„ Gu- Guten Tag. Na-Natürlich."
Schmunzelnd folgte Albus Dumbledore dem mehr als überraschten Harry über die Türschwelle in die angenehm kühle Küche. Von dort kam sofort ein „Und wer war es, Freak?" von seiner Tante Petunia, welche aber sofort nach diesem Satz ein unbehagliches „Oh!" ausstieß.
Immer noch schmunzelnd begrüßte Dumbledore Petunia mit einer leichten Verbeugung und einem angedeuteten Handkuss. Diese war so perplex über das Erscheinen, dass sie sogar vergaß einen abfälligen Gesichtsausdruck aufzulegen, sondern einfach nur mit leicht rosa Wangen ihren Neffen ansah und ihm damit bedeuten wollte „mach was!".
Dumbledore, den dieses Verhalten sehr amüsierte fragte frei heraus: „Harry könntest du mir ein Glas Wasser bringen?"
„Ja klar!"
„Mit viel Eis bitte"
Harry ging grinsend zum Kühlschrank, nahm ein paar Eiswürfel aus dem Gefrierfach und ließ diese klirrend ins Glas mit Mineralwasser springen. Dann gab er das Glas seinem Schulleiter, welcher es mit einem zufriedenen Blick entgegenahm.
Tante Petunia hatte währenddessen die Küche wieder verlassen, aber nicht ohne den Kopf zu schütteln und „Freak! vor sich hinzumurmeln."
Nach einer Minute des Schweigens und lauten Schluckgeräuschen brach Harry schließlich das Schweigen.
„Ähm... Professor, ich will ja nicht unhöflich sein, aber gibt es einen bestimmten Grund, warum sie mich... ähm... besuchen? Es sind doch erst zwei Wochen der Ferien vorbei-"
„Tja, Harry... Es gibt tatsächlich einen bestimmten Grund, warum ich dich besuche."
Dumbledore legte eine Kunstpause ein, trank einen weiteren Schluck und setzte sich, es Harry gleichbedeutend, an den Küchentisch.
Harry sah ihn erwartungsvoll an und Dumbledore fuhr fort: „Also um ehrlich zu sein, habe ich es in Hogwarts alleine nicht mehr ausgehalten. Mir war so schrecklich langweilig, dass ich mir dachte (zugegeben nach langem Rätselraten was ich machen könnte)", seine blauen Augen funkelten, „das du sicherlich auch jemand bist, der ein bisschen Gesellschaft gebrauchen könnte."
Harry musste unwillkürlich grinsen. Der größte Zauberer allerzeiten, nach Merlin, langweilte sich und kam deswegen zu ihm. Dumbledore fuhr indessen weiter fort.
„So, Harry, und nun bin ich also hier und warte auf einen Vorschlag deinerseits, was man hier so anfangen kann."
„Ähm... Naja ... Also Unkraut zupfen fällt weg, oder?" Dumbledore nickte grinsend.
„Hmm...-" setzte Harry weiter an wurde aber unterbrochen.
„Eigentlich war das ein Scherz, Harry, ich habe schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was wir diesen Sommer unternehmen könnten."
„Diesen Sommer, Sie meinen den ganzen Sommer?" Harry konnte seine Glücksgefühle garnicht zurückhalten. Nach dem trostlosen bisherigen Dasein im Ligusterweg sollte er einen ganzen Sommer zusammen mit dem Schulleiter verbringen?
„Ja, Harry, den ganzen Sommer, allerdings müssen wir noch eine Woche hier verbringen, du weißt ja, der Schutzzauber."
„Oh. Ja natürlich..." Aber das Glücksgefühl von Harry wollte deswegen nicht gleich wieder verschwinden.
„Und Sir, darf ich ihr Geheimnis teilen, zu wissen, was Sie geplant haben?", fragte Harry wissbegierig. Dumbledore gluckste.
„Hmm... Ja, ich denke schon. Warst du schon mal auf den Kanaren, Harry? Mein Bruder Aberforth meinte, es wäre ein schönes Fleckchen Erde zum Urlaub machen..."
„Kanaren? Nein... Ich war noch nie im Urlaub", antwortete Harry und das Lächeln auf seinem Gesicht fiel ein bisschen ein.
„Na dann würde ich mal meinen, wäre es Zeit, das nachzuholen!"
„Sie meinen... Sie wollen mit mir auf den Kanaren Urlaub machen?" Diese Frage strotzte nur so von Ungläubigkeit.
„Nein Harry", Harrys Gesicht hatte nun kein Lächeln mehr, aber Dumbledore fuhr grinsend fort, „Nein Harry, wir zwei allein wäre doch ziemlich öde. Ich denke da an eine Familie mit ziemlich vielen Rotschöpfen und an eine Zahnarztfamilie."
„Die Weasleys und die Grangers?" sofort war Harrys Grinsen wieder da.
„Ja, tatsächlich an die beiden Familien hatte ich gedacht Harry!", kam die fröhliche Antwort Dumbledores.
„Aber wer soll das bezahlen, wie kommen wir da hin und wissen die Weasleys und die Grangers schon davon?", fragte Harry ohne Luft zu holen. Dumbledore´s Grinsen wurde breiter.
„Du bist der erste, dem ich diesen Vorschlag gemacht habe und um das Bezahlen, da kümmer´ ich mich schon drum. Du glaubst garnicht wie viel Spaß das Lottospielen der Muggel macht... Und hinkommen... Da dachte ich wäre es doch bestimmt nicht nur für Arthur Weasley ein Spaß mit dem Flugzeug zu fliegen!"
Harry war baff. Dumbledore aber genoss den Anblick des völlig überraschten Harrys sichtlich.
„Und was denkst du, hast du Lust mit einem alten Mann wie mir, den Weasleys und Grangers in den Urlaub zu fliegen?"
„JA!" war alles was Harry dazu sagen konnte. Er konnte es einfach nicht glauben, zwickte sich selber („autsch!") und kam dann zu dem Entschluss, dass es kein Traum sein könnte.
„Sehr gut! Dann werd ich mich jetzt mal auf die Socken machen, die Weasleys fragen und danach mal bei den Grangers vorbeischauen. Ich werde dir per Eule dann mitteilen wo wir dich abholen und vorallem wann. Ich denke die eine Woche wirst du schon allein ganz gut verbringen."
„Achso, bevor ich es vergesse, ich war für dich bei Gringotts und hab dir ein wenig Geld in Pfund wechseln lassen, so kannst du dich schon mal auf den Urlaub vorbereiten, du weißt schon, Sonnencremé, eine Badehose und so weiter. Hier dein Geld." Dumbledore schmiss Harry ein kleines Säckchen mit Pfundnoten und Münzen entgegen. Harry fing es geschickt auf und war schon in Gedanken dabei, sich auszumahlen, wie der kommende, sein erster Urlaub, mit allen Menschen die ihm etwas bedeuten, wohl werden würde.
Dumbledore streckte ihm die Hand entgegen, nachdem ihn Harry zur Haustür begleitet hatte, und Harry schüttelte sie.
„Also bis in einer Woche, Harry. Und tue nichts, was ich nicht auch tun würde." Mit funkelnen blauen Augen und grinsendem Gesicht verabschiedete sich der Schulleiter von Harry.
Dieser bracht noch ein „Genau bis dann und danke... Für den Urlaub... Also die Einladung mein ich" zustande, dann war Dumbledore mit einem lautlosen Umhangflattern schon verschwunden und ließ einen völlig glücklichen Harry im Ligusterweg Nummer 4 zurück.
So das war Kapitel 2! Und jetzt noch das kleine GO Knöpfchen drücken dann kommt ihr in den Himmel;-)
