Da ich ja jetzt Ferien habe, heißt das, ich habe viiiieeel Zeit;-) Also gibt´s das Kapitel heute schon! Viel Spaß!;-)
Kapitel 5. Der Hinflug
Das Flugzeug war ein mittelgroßer Jumbo-jet. Insgesamt hatte dieser auf jeder Seite vier Sitzplätze. An der rechten Fensterseite saß ein immer noch zappelnder Arthur, neben ihm seine Frau (die Tüte hatte noch keinen Inhalt), neben ihr ein grinsender Bill und am Gang saß ein interessiert schauender Albus.
An der linken Fensterseite dagegen saß eine fröhliche Ginny, (sie hatte noch kurz bevor sie die Tickets bekamen mit Hermine ausgemacht,dass sie zwei Stunden am Fenster sitzen würde und den Rest Hermine am Fenster sitzen sollte) neben ihr saß Fred, der mit George schon gespannt darauf wartete, dass es endlich losgehen würde. Neben den zweien saß Hermine, welche schon das ungute Gefühl hatte, das dieser Flug neben diesen beiden wohl nicht nur spaßig ablaufen würde.
Ron und Harry dagegen saßen in der Reihe vor Ginny, Fred, George und Hermine. Am Fenster saß ein blondes, um die siebzehn Jahre altes Mädchen, welches interessiert Harry musterte. Neben ihr saß wohl ihre Mutter, denn diese hatte ebenfalls blonde Haare und hatte ähnliche, hübsche Gesichtszüge.
Neben dem Mädchen saß Harry und am Gang saß Ron, welcher das blonde Mädchen noch nicht einmal bemerkt hatte, da er voll damit beschäftigt war Hermine, die hinter ihm saß, zu ärgern oder vielmehr zu nerven.
Harry musterte das Mädchen allerdings nicht nur einmal. Als sich die Blicke dann kurz trafen, sahen beide schnell weg und wurden rot. Die Mutter des Mädchens beobachtete diese Szene mit einem Schmunzeln in Richtung ihrer Tochter, welche daraufhin noch röter wurde.
So saßen die zehn ganze zwanzig Minuten im Flugzeug, bis sich endlich der Pilot meldete und alle an Bord begrüßte. Die Lämpchen für die Sitzgurte leuchteten auf und alle befolgten die Aufforderung zum Angurten. Dann klappten bei jeder dritten Sitzreihe kleine Flachbildschirme herunter und der Pilot kündigte an, das nun ein kleiner Film folgen würde, welcher das Verhalten bei einem Notfall und während des Fluges erklären sollte.
Arthur war nun völlig begeistert und schaute aufmerksam auf den Bildschirm. Hermine saß gelangweilt in ihrem Sitz und wartete darauf, dass sich das Flugeug endlich in Bewegung setzen würde.
Und so geschah es dann auch, dass Flugzeug rollte langsam auf die Startbahn und dann ging es richtig los. Molly drückte sich angstvoll in ihren Sitz und nahm sich zur Sicherheit gleich noch Arthurs Spucktüte.
Die Anderen gingen dagegen ihren ersten Flug gelassener an. So vergingen die ersten zwanzig Minuten und das Flugzeug erreichte endlich die gewünschte Flughöhe und die Anschnalllämpchen erloschen. Mit einem zufriedenen Stöhnen löste Ron seinen Gurt und fragte Hermine mit dem Kopf nach hinten gedreht, wann es denn Essen geben würde.
Ginny war schon am Fenster eingeschlafen, ebenso Fred und George, jeweils bei dem anderen an den Kopf gelehnt und leicht sabbernd. Hermine nahm sich etwas zu lesen und Molly beruhigte sich auch langsam.
Arthur schaute gut gelaunt aus dem Fenster und Bill unterhielt sich mit Albus über das Hotel in dem sie wohnen würden. Bill erklärte außerdem dem fragenden Albus wo denn die gute Fleur sei: „ Sie kommt später nach, Albus. Allerdings auf dem normalen Weg (also apparierend)."
Ron und Harry fingen nach einer guten Stunde an, sich zu langweilen und Harry schlug ihm vor, die Augen zu schließen, so würde das Essen schneller näherrücken. Ron nahm diesen Vorschlag dann auch grinsend an und schlief kurze Zeit später tatsächlich ein und unterhielt die Leute mit einem Wettschnarchen zwischen ihm, Fred und George.
Alle waren beschäftigt, nur Harry nicht. Er hatte nun wirkliche Langeweile. So nahm er all seinen Mut zusammen und fragte die beiden Frauen neben ihm, wo diese denn her seien.
Die Mutter stellte sich daraufhin als Judith Hopkin vor und ihre Tochte als Laura Hopkin.
Als Harry sich dann als Harry Potter vorstellte, bekamen die beiden auf einmal tellergroße Augen. (Der Blick suchte und fand die Narbe...)
„Harry Potter?", fragten beide gleichzeitig im Chor.
„Ähm, ja..." Harry ahnte ungutes.
„WOW! Freut uns wirklich sehr", antworteten beide wieder synchron.
So fragte Harry einfach mal das Offensichtlichste: „Sind Sie... Ich meine... Sie sind Zauberer?"
„Ja!", beide kicherten
„Aber Zwillinge sind Sie nicht oder?", fragte Harry grinsend, der die zwei nicht einmal etwas einzeln sagen hörte, außer dem Namen.
„Nein, sind wir nicht." Abermals Gekicher.
„Und wie kommt es, dass Sie mit dem Flugzeug fliegen, statt zu apparieren?"
„Weil mein Mann ein Muggel ist und uns beiden diese Reise auf die Kanaren zu Weihnachten geschenkt hat."
„Ahhh..."
„Auf welche Schule gehst du denn... Ähm... Laura? Auf Hogwarts hab ich dich noch nie gesehen."
„Oh... Ich war bisher auf einer Privatschule. Oder besser gesagt, ich hab Privatunterricht bekommen. Aber ab dem nächsten Schuljahr geh ich auch auf Hogwarts. Du bist in Gryffindor, richtig?"
„Jepp. Eigentlich sind hier alle aus Gryffindor. Also mein Freund hier Ron", er zeigte auf Ron, dieser lies in diesem Moment einen besonders lauten Schnarcher ertönen. Beide mussten grinsen, „Also mein Freund hier, Ron, die zwei Mädels hinter mir und die zwei anderen Schnarchnasen."
„Das sind doch Weasleys, oder? Alles Rotschöpfe", fragte sie immer noch grinsend.
„Ja, dass sind die Weasleys. Dort sitzt übrigens Bill, einer der Älteren und ihre Eltern, daneben Albus Dumbledore", antwortete Harry ihr und zeigte mit einer verwinkelten Geste nach hinten.
Bei der Erwähnung von Bill warf Laura ihm einen Interessierten Blick zu, aber bei Albus Dumbledore bekam sie wieder große Augen.
„Mit dem Schulleiter von Hogwarts fahrt ihr in den Urlaub? Wow..."
„Ja, wow, find ich auch", gab Harry zu.
Kurz schauten die beiden sich wieder in die Augen. Smaragdgrüne trafen auf funkelnd blaue. Die Mutter räusperte sich und beide kamen wieder zur Besinnung.
Rot geworden wandte sich Laura wieder dem Fenster zu und Harry schüttelte kurz seinen wie mit Wasser gefüllten Kopf. Dann piekte er Ron in die Seite, welcher mit einem ohrenbeteubenden „AU!"-Schrei alle schlagartig wach werden ließ. Harry prustete los und auch vom Fenster kam ein leises Kichern.
„Sorry, Ron. Ähm, da kommt die Stewardess, jetzt gibt's Essen."
„Ja, Ja, schon gut. Beim nächsten Mal weckst du mich bitte sanfter. Muss ja kein "Guten Morgen Küsschen" sein." Daraufhin zog Harry eine Grimasse.
„Nee lass mal... Dann piek ich dich lieber."
„Mal sehn was es gibt. Meinst du das ist überhaupt genießbar?"
„´Türlich Ron!"
„Wehe nicht...", murmelte Ron noch, bevor er einen gierigen Blick in Richtung Essenwagen warf.
So bekam jeder sein Essen und ein Getränk (Es gab Geschnetzeltes mit Bandnudeln, dazu ein kleines Brötchen, Butter, Salz, Pfeffer und zum Nachtisch einen Fruchtjoghurt).
Ron schmatzte schon fleißig vor sich hin, während die zwei Damen neben Harry es etwas ruhiger angehen ließen - also ohne Schmatzen und Batschen.
Die Zeit verging buchstäblich wie im Fluge. Nach dem Essen verfielen die meisten der Passagiere wieder in einen angenehmen Schlaf. Allerdings waren nun zwei der Fluggäste putzmunter: Fred und George.
„Ähm, Ginny? Wechseln wir jetzt die Plätze, Gang wird jetzt echt öde."
„Jaaah, okay Hermine, hab´s ja versprochen", murrte Ginny.
So musste die ganze Reihe erst einmal aufstehen. Und da Fred und George nun schon einmal standen, gingen beide in verschiedene Richtungen des Flugzeugs - der eine vor, der andere hinter.
Nur fünf Minuten später kam ein hochroter Fred gefolgt von einer wütend aussehenden Stewardess wieder an seinen Sitzplatz.
„Die Flugzeugtoilette ist kein Ort für Wasserspielchen!"
„Ja Ma´am", erwiderte ein kleinlauter Fred.
„Volljährig, aber das Benehmen von einem Kleinkind! Die armen Eltern...", hörte man die Stewardess noch vor sich hin murmeln, während sie sich wieder in den hinteren Teil des Flugzeuges begab.
Kurz darauf war auch George wieder da und beschwerte sich darüber, dass die Stewardessen vorne ihn nicht zum Piloten vorlassen wollten, wie die anderen Kinder.
„Du bist nicht mehr sieben, oder?", fragte Hermine grinsend.
„Deswegen können die mich doch mal gucken lassen, wem ich mein Leben anvertrau. Ich stell schon nichts an..."
„Nein, natürlich nicht!"
„Und Fred, was gibt's da hinten so zu finden?"
„Eine nicht hässliche aber dafür viel zu eingebildete hübsche Braunhaarige und eine Stewardess, deren Stimme unsrer Mum sehr nahe kommt. Also mehr vom Volumen her...", antwortete George.
Von Ginny kam ein Kichern und Hermine rollte genervt mit den Augen.
„Und diese Toiletten! Diese Spülung ist der Hammer, da denkst du, wenn du draufsitzt...Wie ein schwarzes Loch ist das. Ich fange an, die Muggel zu bewundern!"
„Na da wird sich Dad aber freuen", lachte Ginny.
„Was machen wir jetzt Fred?"
„Ich wäre dafür, dass wir unserm Ronnielein mal zeigen, wer hier eigentlich noch alles mitfliegt." Das Grinsen von George wurde immer teuflischer.
„Na dann...", sagte Fred noch, steckte kurz beide Zeigefinger in den Mund und steckte diese dann in Rons linkes beziehungsweise rechtes Ohr.
Ron zuckte zu Tode erschrocken zusammen und schrie dann zum zweiten Mal das ganze Flugzeug zusammen.
„IIIIIH! DAS IST SO EKLIG!"
Von der Reihe hinter Ron kam lautes Lachen. Doch es ging gleich weiter, kurz darauf hatte George schon mit beiden Handflächen Rons Ohren bearbeitet. Allerdings hielt das Ganze nicht lang an, denn die Stewardessen kamen wutentbrannt zu den Streithähnen.
„Wenn jetzt hier nicht sofort Ruhe ist, bekommt der Notausgang eine völlig neue Funktion!" Sie sagte das keineswegs laut, allerdings so gefährlich leise, aber doch klar und deutlich, das selbst Harry aufhörte mit lachen.
Die restliche Zeit war es dann so ruhig im Flugzeug, dass man hätte annehmen können, die Stewardess hätte ihre Drohung wahrgemacht.
Langsam aber sicher ging der Flug dann auf´s Ende zu. Als die Gurtlämpchen wieder aufleuchteten, bestückte sich Molly wieder mit zwei Spucktüten und dann ging es auch schon langsam in den Sinkflug.
Als es noch ungefähr sieben Minuten bis zur Landung waren, war es dann (endlich) so weit: Molly Weasley konnte ihre zwei Spucktüten mit einem schallenden Würgen benutzen, denn das Flugzeug fing durch starken Wind an zu hüpfen und zu wackeln.
Ihr Mann streichelte ihr sanft über den Rücken und flüsterte ihr einfühlsam zu, dass sie es gleich überstanden hätte. Kurz darauf kam das Flugzeug auf der Landebahn auf und rollte langsam aus. Die Passagiere applaudierten („ Was geht´n jetzt ab Harry?") und dann wurde es hektisch im Flugzeug - jeder wollte als erster raus, allen voran Molly.
Danke nochmal an die zwei Reviewer, goldentree & UniLuna ! Hoffe es werden noch mehr!;-)
