Hallöchen!:-) Da beschwert man sich über das schlechte Wetter und bekommt eine Woche voller Sonnenschein! Einfach cool!
Vielen lieben Dank nochmal für die Reviews goldentree und UniLuna !!!!! Das Kap ist bissl länger geworden als geplant... Hoffe es gefällt!
und jetzt viel Spaß!;-)
Kapitel 8. Ein Geburtstag unter Palmen
Der nächste Tag war angebrochen. Die Sonne schien schon wieder, als hätte sie nie aufgehört und bei Dumbledore´s Terrasse herrschte schon reges Treiben. Alle saßen am Frühstückstisch und aßen, redeten, oder in Fred und Georges Fall, ließen bei Ron und Bill heimlich eine rot-leuchtende Flüssigkeit in die Milch tropfen.
Als dann beide nacheinander höllisch rot glühten und ihnen Dampf aus den Ohren zischte, gab es lange Zeit Gelächter und viele, viele halbzerkaute Essensstückchen fanden den Weg auf die Tischplatte. Bis zum Mittag verbrachten alle gemeinsam den Tag am Strand und hatten ihren Spaß. Ron und Bill hatten beide den ganzen Vormittag ein paar rote Hörner über der Stirn und mussten sich einige schiefe Blicke gefallen lassen.
Der Rest des Tages verging dann ohne weitere Vorkommnisse.
Gegen siebzehn Uhr machte Dumbledore sich auf den Weg. Er verzichtete auf einen Zaubererhut. Treffpunkt war die zehnte Palme links, vor der Rezeption. Da es für Albus sozusagen ein Blind-date war, denn schließlich hatte Bill die Verabredung arrangiert, sollte er als Erkennungszeichen den Zauberstab in der rechten Hand halten.
Als er bei der Rezeption ankam, zählte er die Palmen, ging zur zehnten und wartete. Eine Minute später kam eine Frau in einem sommerlichen Abendkleid auf Albus zu, schüchtern lächelnd und ihren Zauberstab gerade wieder verstauend.
„Guten Abend." Dumbledore gab der Dame einen Handkuss.
„Ebenfalls, ich bin Sophie Kilton. Sie müssen also der große Albus Dumbledore sein."
„Einfach nur Albus reicht mir schon."
Dumbledore war doch etwas überrascht, Bill hatte zwar vom Äußeren genau den Geschmack getroffen, allerdings schätzte er das Alter seiner Verabredung um einiges jünger als das Seinige. (Umso besser...)
„Wollen wir?", fragte er schließlich und bot Sophie den Arm an.
„Wo führen Sie mich denn hin?"
„Etwa einhundert Meter weiter ist ein nettes kleines Restaurant, ich hoffe sie mögen Rotwein und Italienisches Essen?"
„Wir sind zwar in Spanien, aber zu guten Nudeln kann ich nicht nein sagen."
„Dann auf!"
Dumbledore führte Sophie in das kleine Restaurant, dort war schon ein Tisch reserviert, beide setzten sich. Der Kellner kam und fragte nach der Bestellung. („Ein Flasche Ihres besten Rotweins!") Beide saßen kurz stillschweigend am Tisch, bis der Rotwein da war. Sophie und Albus stießen miteinander an.
„Darf ich Ihnen das Du anbieten?"
„Aber selbstverständlich, ich bin Sophie."
„Dann auf einen schönen Abend, Sophie."
Sophie nahm einen kräftigen Schluck und wenige Minuten später hatte sie schon ihr zweites Glas weg.
Man unterhielt sich bis zum Essen einigermaßen interessant. Dann wurden genüsslich die Spaghetti verspeist.
„Sag mal Sophie, was machst du eigentlich beruflich?"
„Komisch das du fragst, ich war bis zu diesem Urlaub Lehrerin in Frankreich an einer Privatschule."
„So, so..."
„Du willst nicht wissen, welches Fach?"
„Ich kann es mir denken." Dumbledores Augen funkelten.
„So, so...", kam es diesmal von Sophie lachend.
„Da dies aber mein letzter Abend auf dieser schönen Insel ist, werde ich es dir einfach sagen."
„Du verbringst deinen letzten Abend mit einem alten Mann, noch dazu jemanden, den du nicht kennst? Ich bin überrascht!"
„Mister Weasley kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus, also musste ich doch testen, ob er die Wahrheit sagte."
„Dann hoffe ich doch, er hat nur Gutes verlauten lassen."
„Zumindest habe ich heute die Bestätigung bekommen, für die Großzügigkeit deiner Person."
„Du gehst davon aus, dass ich die Rechnung zahlen werde?", fragte Albus schmunzelnd.
„Das auch!" Sophie grinste – es machte sie nochmal um Jahre jünger.
„Nun, ich würde vorschlagen, du erzählst mir mal etwas mehr über die Privatschule."
Sophies Grinsen wurde breiter und dann erzählte sie über eine Viertelstunde lang, von ihren Unterrichtsmethoden, den Schülern die sie unterrichtete und ihren Ansichten eines guten Lehrplanes. Dumbledore hörte sehr interessiert zu – er hatte auch allen Grund dazu...
Der Abend nahm seinen Lauf, inzwischen waren beide bei der zweiten Rotweinflasche. Dumbledore bezahlte schließlich und Sophie und Albus gingen noch ein wenig spazieren.
„Also Sophie..."
„Ja?"
„Nach langem Überlegen, und glaube mir ich habe gut überlegt, möchte ich dich fragen-"
„Ja?"
„Würdest du?"
Sophie machte spielerisch ein grüblerisches Gesicht, dann sagte sie: „Ich weiß nicht wovon du sprichst, Albus!"
„Das Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste würde ich dir anbieten. Du müsstest deine Stelle allerdings mit Severus Snape teilen, du wärst für die unteren Jahrgänge verantwortlich, was sagst du?"
„Na endlich, ich dachte du fragst mich nicht mehr. Natürlich nehme ich dieses Angebot an!"
„Wunderbar! Wäre das heute nicht dein letzter Abend hier, würde ich dir noch ein paar Schüler von Hogwarts vorstellen, aber ich glaube, dann wäre die Überraschung am ersten Schultag kaputt."
„Wie du meinst. Sobald wir beide wieder in England sind, hoffe ich, du setzt dich mit mir in Kontakt, schließlich möchte ich wissen, was ich bei euch in Hogwarts an Geld verdiene."
Dumbledore war vollauf zufrieden mit seiner Entscheidung und machte sich eine Gedankliche Notiz, Bill demnächst mal auf einen kräftigen Feuerwhiskey einzuladen. Wenige Augenblicke später waren er und Sophie bei ihrem Häusschen angelangt.
„Nun heißt es Abschied nehmen und den Abend zu beenden", sagte Sophie.
„Ich hoffe doch, dass der Abend kein Reinfall war, ich habe ihn genossen."
„Ich ebenso."
Sophie öffnete die Tür, gab Albus einen Wangenkuss, winkte und dann sagte sie noch: „Und wehe du meldest dich nicht!" Sie lachte.
„Wie könnte ich nicht... Bis bald." Die Tür ging zu und Dumbledore machte sich fröhlich gestimmt auf zu seiner Finka.
Dort angekommen, nahm er sich eine weitere Flasche Rotwein (diese war allerdings nur noch halbvoll) und trank genüsslich noch ein Gläschen auf der Terrasse. Und ein Weiteres.
Nachdem die Flasche leer war, dachte er sich, er könne ja nochmal bei der Jugend vorbeischauen. Da er mittlerweile auch nicht mehr vollkommen nüchtern war (aber trotzdem beherrscht und sich seiner Umwelt bewusst), dachte er sich, Fred und George wären jetzt genau die richtige Gesellschaft.
Er machte sich auf den Weg zu den beiden und klopfte dann sachte an die Tür.
„Professor!" Fred lugte durch die Tür und machte ein grinsendes, aber überraschtes Gesicht.
„Na, den Professor sollt ihr euch doch abgewöhnen."
„Jaaah...Was können wir denn-"
„-für dich tun?" vollendete George, soeben dazugekommen.
„Ich suche einfach nach ein bisschen guter Unterhaltung, um den schönen Abend noch mit etwas Spaßigem abzuschließen!"
„Ah, verstehe. Na dann kommen Sie mal rein in unser gutes Stübchen." sagte Fred und ließ Dumbledore hinein und schloss dann die Tür.
„Also, Albus, wie wäre es mit einem schönen Feuerwerk?", fragte George.
„Nein, wir haben ja nichts zum Feiern. Ich dachte da mehr an etwas Lustigeres."
Und schon funkelten Dumbledores Augen wieder altbekannt.
„Sie meinen so etwas in der Art eines schönen Streiches? Ich hätte nie gedacht mit meinem (ehemaligen) Schulleiter einen Streich machen zu dürfen." Fred grinste und George dachte schon angestrengt darüber nach.
„In der Tat, Mr. Weasley an so etwas hatte ich gedacht."
„Wie war das vorhin mit duzen?"
„Erst einmal brauchen wir ein Ziel, oder?", fragte George.
„Ich würde nicht unbedingt unsere Eltern vorschlagen, oder Fred? Gut Dad macht vielleicht bei sowas auch noch mit, aber den Lärm nachher von unserer geliebten Mutter... Nee, das muss nich sein."
„In der Tat", kam es wieder von Dumbledore.
„Na dann bleibt ja nur noch: entweder die Mädels oder Harry und Ron?"
„Chrm, chrm... George wo bitte ist da der Unterschied?"
Beide lachten und Dumbledore gluckste. Allerdings saßen die sonst so einfallsreichen Zwillinge und Albus zwanzig Minuten später immer noch ohne einer guten Idee in ihrem jeweiligen Sessel.
„Da wir jetzt nicht weiter kommen, würde ich euch zwei gerne noch auf einen, nennen wir es ´Gute-Nacht-Drink´ einladen. Vorne am Meer gibt es eine sehr gemütliche Strandbar, den Streich holen wir nach."
„Ja, das klingt-", fing George an. „-auch gut!", vollendete diesmal Fred.
„Na dann, auf Jungs!"
Und so kam das Trio bei der Bar an und der Abend wurde unterhaltsam für Dumbledore abgeschlossen, auch wenn er sich im Bett wünschte, das es bei dem einen Gute Nacht Drink geblieben wäre.
Fred und George dagegen schliefen beide seelenruhig vor Dumbledores Häusschen auf einer Liege, die Albus noch schnell herbeizauberte. Das Schnarchen dröhnte durch die ganze Hotelanlage. Während die drei gefeiert hatten, kam ihnen dann doch noch ein Einfall für einen, zugegeben kleinen, altmodischen, aber feinen Streich.
Denn als Ron am nächsten Morgen langsam erwachte, musste er feststellen, dass seine Hand in einer Schüssel mit lauwarmen Wasser lag.
Diese war von Fred so verzaubert worden, dass das Wasser nicht kalt werden konnte über Nacht.
Allerdings war das nicht das Einzige, was Ron bemerkte. Denn außerdem war sein Bettlaken etwas feucht und es roch nicht wirklich angenehm.
„IIIIH!!!! VERDAMMTE SCHEIßE!!!"
„Na warte Harry!" Mit einem Satz stand Ron auf, machte sein Bett trocken und zog sich frische Kleidung an (die andere schmiss er sofort weg - die restlichen Spuren vernichtete er auch). Für Ron war klar, dass er niemandem erzählen würde, das er mit sechzehn nochmal unter die Bettnässer gegangen war.
Er stürzte zu Harry ins Zimmer, in der Hand seinen Zauberstab und schrie „Levicorpus!".
Harry war sofort wach - logisch, er hing kopfüber in der Luft.
„RON! WAS SOLL DAS, LASS MICH RUNTER!!!", schrie Harry.
„WAS DAS SOLL?! DAS KÖNNTE ICH DICH FRAGEN! WER LEGT DENN MEINE HAND IN EINE SCHÜSSEL WARMES WASSER UND LÄSST MICH UNTER DIE BETTNÄSSER GEHEN, HÄ?!?", brüllte Ron zurück.
Als Harry das Gebrüllte verabeitete, lachte er laut auf, bis ihm die Tränen kamen. Wenige Sekunden später hatte er allerdings einen richtigen Grund für Tränen, denn Ron hob den Zauber auf und Harry landete hart auf dem Fußboden.
„Findest das lustig was?! Damit du´s weißt, ICH NICHT!", sagte Ron wutentbrannt und am Schluss wieder lauter werdend.
„Ähm... Sorry, Ron, wirklich! Aber mit der Schüssel Wasser hab ich echt nichts zutun! Das schwör ich, ehrlich man!", antwortete Harry nun nicht mehr lachend vollkommen ernst.
„Wirklich? Dann waren das wohl meine geliebten Brüder..."
„Ja das passt wohl eher."
„Sorry, tut mir leid für dich"
„Ja, ja schon gut, Harry. Aber bitte, das bleibt unter uns, ja?"
„Natürlich, versprochen! Darf ich jetzt trotzdem lachen?", fragte Harry erst todernst und dann grinsend.
Als Antwort bekam er sein Kissen ins Gesicht.
Nach diesem Vorfall verging der restliche Tag dann normal. Der Strand wurde ein drittes Mal in Beschlag genommen. Den Abend verbrachten dann alle gemeinsam, schließlich wollten alle für den nächsten Tag fertig sein - den 31. Juli.
„Aufhörn... Lass das... Hmmm...", nuschelte Harry am nächsten Morgen, denn Ginny kitzelte ihn mit einer ihrer Haarsträhnen. Während er tief und fest schlief, saßen Hermine, Ron und Ginny an seinem Bett und versuchten ihn (heute mal sanft) zu wecken und ihm zu seinem sechzehnten Geburtstag zu gratulieren.
„Komm schon, Harry, aufstehen", sagte Ginny zuckersüß und langsam öffnete Harry seine Augen.
Allerdings erschrak Harry so dermaßen über die plötzliche Nähe von Ginnys Gesicht, das er wie vom Blitz getroffen mit dem Kopf nach oben fuhr und mit voller Wucht gegen Ginnys Kopf knallte.
„Auuutsch! Oh entschuldige Ginny", versuchte Harry sich gleich zu entschuldigen.
„Macht nichts, geht schon... Bist ein ganz schöner Dickkopf, muss ich schon sagen", antwortete sie lächelnd und sich die Schläfe massierend. Von Ron und Hermine kam nun schallendes Gelächter.
„Also Harry: ALLES GUTE ZUM SECHZEHNTEN!", dröhnte es dann zugleich von Hermine, Ron und Ginny. Und schon wurde Harry in eine Gruppenumarmung gezwengt.
Danach ließen sie ihn kurz allein, damit er sich umziehen konnte. Als er dann aus der Tür seines Zimmers kam und sich in das Wohnzimmer ihrer Ferienbehausung begab, sah er schon die anderen Urlaubsbegleitungen. Daneben ein kleiner Haufen Geschenke. Harry wurde von allen beglückwünscht und kam von seinem Dauergrinsen nicht mehr weg - er war einfach unglaublich glücklich!
Nun drängten ihn alle, seine Geschenke zu öffnen.
Er nahm sich das allergrößte zuerst vor und durfte, geschenkt von den Weasleys, ein neues Besenpflegeset, hunderte von witzigen Scherzartikeln, neue sommerliche T-shirts (mehr als fünf Stück), Pullover, Hosen und eine Unmenge an Süßigkeiten sein Eigen nennen. Fröhlich umarmte er die Weasleys nacheinander.
Dudley abgetragene Sachen waren passé.
Von Hermine bekam er, nicht wie erwartet ein Buch, sondern ein schönes magisches Foto das von einem wunderschön glänzenden Rahmen umgeben war (es sah nach echtem Gold aus), mit allen im Moment Anwesenden, die ihm fröhich zuwinkten, im Hintergrund Palmen und Sandstrand.
Dazu natürlich wieder etwas sehr Leckeres aus dem Honigtopf.
„Wow. Hermine, das ist echt schön!"
„Ja, ich dachte, so hast du uns alle immer auf einem Bild zusammen und kannst sehen mit was für einem Haufen du dich so rumgetrieben hast", sagte Hermine grinsend.
„Aber ein toller Haufen!", antwortete ihr Harry lachend.
„Der Rahmen ist Koboldgearbeitet, Hagrid hat mir bei der Bestellung geholfen, ich soll dich grüßen."
„Wirklich? Wow... Vielen Dank."
Harry nahm sich das nächste Paket, es war von Dumbledore. Harry war nun wirklich gespannt, immerhin bekam man nicht oft etwas von seinem Schulleiter. Während Harry am Papier rumnestelte, grinste Dumbledore unentwegt. Harry bekam allerdings das Papier nicht ab und sah dann fragend zu Albus auf.
„Ähm...Chrm... Albus...", es war ihm immer noch unangenehm Dumbledore zu duzen, „Warum bekomme ich es nicht auf ?"
„Tja, Harry, entweder liegt das daran, das du zu wenig Geschick und Kraft besitzt, was ich aber nicht glaube, oder es sind einfach zu viele Augenpaare anwesend, für die das Geschenk (noch) nicht gedacht ist", flüsterte Dumbledore verschwörerisch lächelnd.
„Aha... Das heißt ich kann es erst später, allein öffnen?"
„Ja und nein. Du musst es später öffnen, allerdings nicht allein, ich denke Rons, Hermines und auch Ginny´s Neugier kannst du dann ruhig stillen."
„Okay. Dann bin ich mal gespannt. Ich mach es heute Abend auf."
„Gut, Harry, und nun entschuldige mich, aber der Geburtstagskuchen ruft mich", sagte Dumbledore verschmitzt.
Harry legte das quadratische, noch eingepackte Geschenk weg und blickte sich nun um und bemerkte jetzt erst, dass nur noch Ginny ihn erwartungsvoll ansah, alle anderen hatten sich zum Kuchen in der Küche (heute sollte bei Harry gefrühstückt werden) gesellt oder aßen Toast, Croissants, Brötchen - halt alles was zu einem guten Frühstück dazu gehört.
„Tja... Ähm, Harry... Also, ich hab auch noch was für dich", fing eine sonst weniger schüchterne Ginny leise an.
Sie hielt Harry eine kleine rote Schachtel hin. Harry öffnete sie und darin waren zwei Armbänder. Eins in weiß, das andere in einem blassen Rosa.
„Das sind Stimmungsbänder, Harry, eins für dich, ich denke mal das weiße, und das Andere für, naja, mich. So können wir immer sehen wie es dem Anderen jeweils geht. Dazu ist noch ein Zettel wo alle möglichen Farben und deren Bedeutung erklärt sind."
„Dankeschön Ginny, das ist wirklich süß von dir!" Und Harry tat spontan etwas, für was er wohl sonst gerne lieber ein Duell mit einem Todesser angenommen hätte, als das zu wagen (er wäre viel zu schüchtern). Er küsste Ginny! Zwar plante er die Wange anzupeilen, traf aber ihre weichen, roten Lippen.
Sofort färbten sich beide Bänder tiefrot, wovon allerdings beide nichts mitbekamen.
Ginny vertiefte den Kuss und beide versanken in diesem bis ihnen die Luft ausging.
Sie schauten sich tief in die Augen. Harry verlor sich in ihnen, ebenso Ginny. Fast wie in Trance stand Harry auf (während des Kusses hatten sich beide auf das Sofa gesetzt) und hielt ihr die Hand hin. Beide gingen ihren Gedanken nach, dabei allerdings glücklich.
Als sie in der Küche eintrafen, begegnete ihnen sofort ein ziemlich seltsamer Blick von Ron, sie wunderten sich kurz - sehr kurz - denn beide kamen Hand in Hand in die Küche. Ginny ließ Harrys Hand blitzschnell los. Ron schaute immer noch komisch, alle anderen hatten davon aber nichts mitbekommen, einzig Hermine saß zufrieden grinsend am Tisch und zwinkerte Harry zu.
Harry fühlte sich sofort durchleuchtet und wusste, das Hermine wusste, was er wusste, was Ginny wusste, aber Ron seiner Meinung nach nicht unbedingt sofort wissen musste. (A/N: Ich wollte schon immer mal so einen Satz schreiben;-)! )
Das Frühstück brachten sowohl Harry als auch Ginny schweigend, aber glücklich zuende.
Später wollten alle zusammen einen Ausflug machen, schließlich wäre ein vierter Tag in Folge am Strand doch langweilig gewesen. So meldeten sich alle für eine magische Rundfahrt um die Insel an - Harry wurde eingeladen und durfte nicht einen Sickel selbst bezahlen.
(„Du hast Geburtstag mein Junge!" , „Aber Mrs.Weasley das ist doch nicht nötig!" , „Nichts da! Und jetzt steig ein." , „Jaaaah Mum." , „Wie bitte?" , „Nix.")
Alle waren überrascht über die tägliche, immerwährende Hitze und das schöne Wetter auf dieser Insel. Harry saß in dem unsichtbaren Reisebus neben Ginny am Fenster und schaute träumend aufs Meer hinaus. (Der Bus war dem des Fahrenden Ritters nicht unähnlich, allerdings deutlich langsamer, hellblau, für Muggel nicht sichtbar und gemütlicher.)
Nach der Rundfahrt stiegen die zehn aus dem kühlen Bus aus und teilten sich in Grüppchen auf um sich noch ein wenig umzusehen, bevor alle Harrys Geburtstag in einem Lokal feierlich abschließen würden.
Während Dumbledore wie üblich mit Bill losstreifte, die Zwillinge versuchten neue Kontakte zu knüpfen (auch in Sachen Scherzartikelverkauf) und die Weasleyeltern Richtung Einkaufszentrum der Muggel schlenderten, gingen die restlichen Vier in eine völlig andere Richtung, auf der Suche nach einem Eiscafé.
In einem solchen dann angekommen bestellte Ron sich den größten Eisbecher auf der Karte.
Die Stühle waren sehr gemütlich und das Café nicht überfüllt aber auch nicht leer. Harry saß Ginny gegenüber und sah ihr träumend beim Eisessen zu.
Einen so glücklichen Geburtstag hatte er sehr selten erlebt. Mit all seinen Freunden und wohl auch seiner nun zweiten festen Freundin. Als Ginny seinen Blick bemerkte, lächelte Harry ihr zu und Ginny schob sich den Löffel mit kaltem Erdbeereis genussvoll in den Mund. Hermine musste kichern, sie hatte die beiden bisher beobachtet, nur Ron war zu beschäftigt um überhaupt mitzubekommen, dass da zwischen seiner Schwester und Harry einiges an glücklichen, verliebten Blicken ausgetauscht wurde.
„Sag mal Ron, ist dir nicht langsam schlecht?"
„Hmmm? Nö, isch doch lecker!"
Hermine schüttelte den Kopf und blickte in eine andere Richtung, wo ihr ein hübscher Spanier ins Auge fiel. Dieser erwiderte ihren Blick und zwinkerte ihr zu. Sie wurde rot und wandte sich wieder ab.
Der Tag plätscherte so dahin; alle waren glücklich, nagut fasst alle, Ron war nämlich nun wirklich speiübel und als die Vier wieder auf dem Weg zum Treffpunkt waren, erbrach er sich neben einem zirka fünfjährigen Jungen.
Dieser sprang angeekelt zur Seite und fing an wie am Spieß zu schreien. Danach durfte sich Ron sowohl von seiner, als auch von der Mutter des Kleinen eine lange Rede anhören, wann Schluss sein sollte mit der Nahrungsaufnahme und das man, wenn man sich schon übergeben müsste, dass nicht so laut und effektvoll inszenieren müsse.
Ron hatte nämlich quer über die Straße angekündigt, was gleich passieren würde.
(„SCHEIßE! ICH MUUUUSS... KOOOOTZEN!!!")
Danach verzog sich die Gruppe schnellstmöglich von diesem Ort der Insel und fuhr zurück zum Hotel.
Der Abend verlief dann einfach wunderbar für Harry. Er traf noch Laura aus dem Flugzeug, diese gratulierte ihm natürlich auch, bekam von den Kellnern ein Ständchen gesungen und dann jagte ein Butterbier, Feuerwhiskey und Cocktail den nächsten.
Ron aß an diesem Abend nur sehr wenig und verlor nur langsam seine blasse Gesichtsfarbe. Er wurde den restlichen Abend von seinen Brüdern versucht ihn aufzumuntern, denn wie es aussah hatte Ron sich wohl eine Magenverstimmung zugezogen, weswegen er dann auch als erster ins Bett ging.
Zum Schluss stießen Harry und Dumbledore noch einmal an und dann war eine sehr unterhaltsame Geburtstagsfeier langsam zuende.
Hermine hatte Ron begleitet, denn er sah wirklich sehr kränklich aus. Und so kam es dann auch, dass Harry und Ginny gemeinsam den Weg zum Hotel antraten. Während sie gingen fiel kaum ein Wort, bis Harry endlich sich durchringen konnte die Frage zu stellen die ihm seit morgens auf der Zunge lag.
„Ähm... Ginny?"
„Jaaah, Harry?"
„Also... Ähm, also der Kuss heute war su-super schön und na-naja... öhm... Also..."
„Du willst fragen ob wir zwei jetzt zusammen sind?", unterbrach Ginny Harrys Gebrabbel.
„Jaaah, genau das."
„Sind wir?", fügte Harry noch an.
Ginny gab Harry einen tiefen, innigen Kuss, was wohl Antwort genug war. Als sie sich lösten hatte Harry wieder ein Dauergrinsen im Gesicht und wäre am liebsten durch die ganze Anlage gehüpft vor Freude.
„Schlaf schön, Harry!"
„Du auch, träum süß!"
Als Harry dann in seinem Zimmer angekommen war, sprach er einen Lautloszauber und schrie dann erstmal ein glückliches „JUHU!" heraus. Dann setzte er sich, mit den Gedanken immer noch bei Ginnys Lippen, auf sein Bett und ihm fiel wieder das Geschenk von Dumbledore ein.
Seine Geschenke lagen nun bei ihm im Zimmer, er griff sich das Päckchen und dachte erst daran, das Päckchen erst morgen zusammen mit Ginny, Hermine und Ron zu öffnen.
Aber die Neugier siegte und so versuchte Harry erneut das Geschenk auszupacken
Diesmal löste sich das Papier langsam, er ließ es mit einem Zauberstabschlenkern verschwinden und dann fielen ihm beinahe die Augen aus. Was er da in den Händen hielt, ließ sein Laune, soweit das möglich war, noch zehntausendmal höher schießen.
Zählt das jetzt als Cliff?..;-)..
Liebe Schwarzleser, warum seid ihr so viele? Nur ein kleines Reviewchen, büdde!!! Ich antworte auch!
Wie kann man euch bekehren, mit Keksen?;-)
Einfach GO drücken und in die Tasten hauen! (und absenden...)
