Ahoi hoi:-) Erstmal vielen lieben Dank für die netten Reviews!!! Die Anzahl hat mich richtig gefreut (ich hoffe das ändert sich nicht mehr ;-) )
Danke: shinygrey, UniLuna, goldentree, Minerva McGonagall und Das Moen (niedlicher Nickname)
Das Kapitel hier ist kürzer. Länger konnte ich es nicht ziehen, weil ich dann für das nächste Kap keinen richtigen Einstieg gefunden hätte. Ich hoffe euch gefällt es! Die Ideen hatte ich schon am Anfang der Story und endlich kann ich die präsentieren :-)
So und jetzt hab ich genug gelabert...
Kapitel 9. Dumbledores Geschenk
Harrys Zauberstab fiel klappernd zu Boden, und von dem nun ausgepackten Päckchen glitt ein Blatt Pergament herunter.
Harry hob es auf und begann zu lesen.
Lieber Harry,
alles Gute zu deinem sechzehnten Geburtstag! Ich hoffe ich kann dir mit diesem Geschenk eine Freude machen. Du wunderst dich bestimmt warum ich es so verzaubert hatte, dass du es erst allein oder mit deinen engsten Freunden öffnen kannst.
Ich wollte dir einfach die lästigen Fragen und Blicke ersparen, denn diese wären bestimmt aufgekommen. Außerdem muss es ja nicht jeder wissen und die Überraschung ist noch größer. Gut ich geb´s zu, ich wollte dich ein bisschen ärgern...
Nun Harry, dieses Bild hier habe ich magisch verkleinert. Der Spruch mit dem du es auf Normalgröße zaubern kannst heißt
Intra verrere ortus, aber ich würde dir empfehlen, das nur zu tun, wenn du es an einen festen Platz hängen kannst.
Ich bin froh, dir dieses Geschenk jetzt schon geben zu können, denn der Maler der es gezeichnet hat, hat so gut wie nie Zeit für neue Aufträge, aber ich hatte noch etwas bei ihm gut... Mein Talent dafür ist nämlich nicht allzu ausgeprägt, schließlich ist für die Bilder in Hogwarts jemand anderes zuständig.
Viel Spaß damit und grüß ihn schön von mir!
Nun legte er das Pergament beiseite und richtete seinen Blick wieder dem Bild oder besser gesagt Porträt zu. In diesem Porträt schlief ein Mann, mit tiefschwarzen, längeren Haaren seelenruhig in einer Hängematte.
„Sirius!", flüsterte Harry leise und musste eine Glücksträne runterschlucken.
Der Bewohner des Bildes schüttelte sich kurz und dann starrten sich Pate und Patensohn an.
„Harry", sagte Sirius laut und glücklich.
„Ich kanns nicht glauben Sirius... Ich hab ein Bild von dir... Ich kann wieder mit dir sprechen."
Nun konnte Harry nicht mehr an sich halten, die Tränen kamen ihm - allerdings vor lauter Freude.
„Hey, nicht weinen! Wär ich jetzt nicht in diesem blöden Bild, würde ich dich fest umarmen, aber dieser Maler hat das irgendwie nicht drauf, dass man hier rausspazieren kann..."
Harry musste lachen und wischte sich immer noch völlig aufgelöst seine Tränen aus dem Gesicht.
„Das macht nichts! Ich kann wieder mit dir reden, mit dir lachen. Oh man... Das ist der glücklichste Geburtstag den ich je hatte!", sagte Harry fröhlich schniefend, es klang als hätte er einen üblen Schnupfen.
„Ich mach mir solche Vorwürfe Sirius, ich bin Schuld an allem, wäre ich nicht auf Voldemort reingefallen, wärst du jetzt nicht-nicht-nicht tot! Hätte ich richtig Okklumentik gelernt, ich hätte es verhindern können." Harry brach wieder in Tränen aus.
„Ich weiß zwar nicht was heute so alles passiert ist, Albus der Narr musste ja unbedingt so einen Zirkus daraus machen, aber bitte versprich mir jetzt, dass du dir nie wieder solche Gedanken machst. Der einzige der Schuld hat, ist Voldemort, niemand anderes!"
„Aber-"
„Nichts aber, Harry. Du hast aus Unwissenheit gehandelt, weil wir den Fehler gemacht haben, dir zu wenig zuzutrauen und dir keine Informationen gegeben haben. Ich hätte genauso gehandelt wie du. Bitte hör auf, dir die Schuld zu geben."
Harry zauberte sich ein paar Taschentücher herbei.
„Versprichst du´s mir jetzt, nie wieder so zu denken?"
„Harry?"
„Ja. Ja, ich verspreche es."
„Gut. Dann würde ich jetzt vorschlagen mein lieber Patensohn begibt sich jetzt in die Federn, du siehst nämlich hundemüde aus."
„Jaaah... Du hast recht. Wo möchtest du denn gerne hängen Sirius?", erwiderte Harry.
„Am besten so, dass ich alles im Auge behalten kann - dich und deine Besucher. Oder eher Besucherin", sagte Sirius, wieder in seiner Hängematte liegend, schelmisch grinsend.
„Aber du Schlafmütze bekommst doch eh nix mit, oder?", antwortete Harry frech.
„Nö! Ich hab nur dein Wohl im Auge."
„Nagut lassen wir das... Gute Nacht Sirius."
„Nacht Harry."
Harry machte sich bettfertig und Sirius hatte schon die Augen wieder geschlossen. Er löschte das Licht aus und ging noch einmal den schönen Tag durch. Er hatte sich endlich mit Sirius über alles unterhalten können; er war mit Ginny zusammen, er war einfach Glücklich!
Nach wenigen Minuten schlief er dann ein, mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht.
Als Ginny am nächsten Morgen erwachte, überkam sie wieder die Erinnerung an gestern. Sofort warf sie einen Blick auf ihr Armband, um zu wissen in welcher Stimmung Harry war.
Es hatte eine leuchtende, rote Farbe angenommen, Ginny tippte mit dem Zauberstab darauf und es bildeten sich Wörter:
Schläft. Glücklich. Verliebt.
Das hatte sie Harry noch nicht verraten, das man so nicht immer auf den Zettel schauen musste, um zu wissen was mit der jeweiligen Farbe gemeint war. Sie zog sich fröhlich an, ging Zähne putzen und machte sich dann auf den Weg zu Harry. Sie kam ohne Probleme dort auch an, Hermine schlief noch und ihr Armband zeigte weiterhin dieselben Wörter an. Mit einem weiteren Tippen verschwanden sie und Ginny öffnete Harrys Zimmertür und ging dann hinein.
Sofort fiel ihr das Bild von Sirius auf, was bei Harry am Bett stand. Ihre Augen weiteten sich und Sirius grinste sie an, legte den Finger auf die Lippen, zeigte auf sich und schloss die Augen.
Ginny wusste erst nicht was er von ihr wollte, aber dann begriff sie, dass er ihr und Harry etwas Privatsphäre geben wollte und den Beiden nicht beim Knutschen zugucken würde. Aber Ginny ging erstmal zum Porträt hin und musste testen, ob das wirklich ein Bild von einem sich bewegenden und sprechenden Sirius Black war.
„Ich bin´s wirklich Ginny, auch wenn ich dir leider nicht die Hand geben kann", flüsterte er.
„Hi. Ich bin... Überrascht. War das Dumbledores Geschenk an Harry?", fragte sie atemlos.
„Ja, das war es. Ich wäre zwar am liebsten aus einer lebensgroßen Torte gesprungen, aber leider unmöglich. Und nun weck ihn endlich, ich geh derweil mal in einen anderen Bilderrahmen."
Schon war Sirius weg und die Hängematte schaukelte noch eine Weile wie von Geisterhand.
Ginny kicherte, dann schlich sie zu Harry ans Bett und strich ihm zärtlich über die Wange. Diesmal erwachte Harry mit einem Lächeln im Gesicht und schon wurde er in einen hungrigen Kuss gezwungen. Er erwiderte ihn aber nur allzu gerne. Dann setzte er sich langsam auf und kam, nachdem er Luft holte, dazu, ihr einen guten Morgen zu wünschen.
„Ebenfalls."
„Das mit dem Porträt von Sirius find ich echt Klasse!"
„Du hast es schon gesehen?", fragte Harry und drehte sich dem, jetzt leeren, Bild zu.
„Wo ist er denn?"
„Er hat gesagt, er geht mal in einen anderen Rahmen, hat wohl schon Freunde gefunden."
„Na dann...", sagte Harry und küsste Ginny erneut, bis ein „chrm,chrm" die beiden wieder von Wolke Sieben auf den Erdboden holte.
Sirius hatte die zwei darauf aufmerksam machen wollen, dass sie nicht mehr unbeobachtet waren, dabei meinte er aber nicht nur, das er wieder da war. In Harrys Türrahmen stand Ron mit einem offenen Mund und einem Kiefer der wohl bald auf dem Boden aufkommen würde.
„Ihr-ihr beiden?", brachte er ungläubig hervor. Er sah immer noch sehr blass aus, aber schon besser als gestern.
„Ähm ja", antwortete Harry ertappt, aber nicht rotwerdend, Ginnys Armband färbte sich allerdings zartrosa.( Die Farbe zartrosa steht entweder für geschmeichelt sein oder leichte Scham.)
„Ui!... Naja... Ginny, ich freu mich, er ist der Richtige für dich", fing Ron an, dann wandte er sich wieder Harry zu.
„Harry, ich freu mich auch für dich. Behandel sie gut - ich tue es bei dir auch. Behandle sie schlecht - ich tue es bei dir auch", sagte Ron, dabei wechselte sein Gesichtsausdruck von freundlich zu mörderisch, wobei die Wirkung durch das kränkliche, blasse Gesicht verpuffte.
Ginny rollte mit den Augen und schüttelte den Kopf. Harrys Armband wurde grau-blau (Ginny war genervt, was diese Farbmischung laut Beschreibung darstellten sollte).
„Ich lass euch dann mal alleine, wir sehn uns beim Frühstück bei Dumbledore." Und schon verschwand Ron wieder, dabei hatte er es ziemlich eilig – leider war da noch die Tür im Weg.
„Also hopp, hopp Harry. Los zieh dich an!", forderte dann Ginny sofort.
Der Frühstückstisch bei Dumbledore war schon voll besetzt und mit Brötchen, Marmelade, Schinken, Käse, Kaffee und vielem mehr überladen. Ginny und Harry setzten sich nebeneinander, Hermine fing wieder an zu lächeln, Ron kaute lustlos an einem trockenen Brötchen. Fred und George waren nur körperlich anwesend, geistig aber noch in ihren Betten...
Dumbledore dagegen strahlte eine unglaubliche Fröhlichkeit aus und schaufelte fleißig Rührei mit Speck. Bill saß sehr unruhig zappelnd auf seinem Stuhl und hielt nervös seine Kaffeetasse in der Hand.
Harry dem das auffiel, fragte diesen daraufhin nach dem Grund.
„Sag mal Bill, warum bist du so hibbelig?"
„Hmm? Hat jemand was gesagt?"
„Ja ich Bill. Und zwar warum du so hibbelig bist?", wiederholte Harry.
„Ach nichts weiter..."
„Fleur kommt heute hier an, er kann´s kaum erwarten", kam es plötzlich von Fred und George gemeinsam, es folgten dramatisch inszenierte Knutschgeräusche und dann jeweils ein harter Klapps auf den Hinterkopf.
„Ihr anscheinend auch nicht", sagte Hermine, dabei war ihr Blick entweder herablassend oder belustigt- eine seltsame, nicht deutbare Mischung.
„Na dann, lasst uns langsam aufessen und dann apparieren wir zum Flughafen um ihr einen angenehmen Empfang zu bereiten", sagte Dumbledore schwungvoll, und riss ausladend Arthur die Zeitung aus der Hand (unabsichtlich natürlich). Arthur erschrak heftig und schlug daraufhin seiner Frau die Kaffeetasse aus der Hand. Auf dem Tisch breitete sich eine schwarzbraune, mit Schinken und Eiresten gepaarte Mischung aus. Um das Chaos perfekt zu machen, warf Ron noch seinen Becher mit Kürbissaft ungeschickt um und Hermine hatte einen völlig nassen Rock.
Harry und Ginny sprangen lachend auf und George und Fred schienen ob des Chaos wieder hellwach zu sein. Bevor beide aber eine Essenschlacht herbeiführen konnten, hatte Dumbledore schon den Tisch mit Hilfe seines Zauberstabs leer gezaubert.
Die Gesichter von Fred und George bekamen einen Stich von Enttäuschung.
Hermine begab sich dann erstmal wieder zurück zu ihrem Häusschen, um sich nochmal umzuziehen. Der Koffer war ja prall gefüllt, auch wenn sie heute einen ihrer Lieblingsröcke anhatte. Ron wurde mit tödlichen Blicken bedacht.
„Wir treffen uns in einer halben Stunde dann alle hier, okay?!", rief Dumbledore noch jedem zu, bevor sich alle in unterschiedliche Richtungen verteilten.
Harry wollte Sirius´ Porträt erst mitnehmen, ließ es aber dann doch bleiben und verabschiedete sich von ihm bis später. Die Verabschiedung zog sich allerdings ziemlich in die Länge (Harry stieß als letzter zur Gruppe).
Die halbe Stunde ging dann auch relativ schnell rum und so zauberte Albus einen Portschlüssel herbei und alle reisten zum Flughafen. Diesmal allerdings nicht um schon wieder abzudüsen. „Der französische Import" wie es die Zwillinge nannten, sollte ja schließlich nicht unter Koffern übernachten.
„Wenn du Fleur noch einmal so nennst, dann ist der nächste Wasserschaden in der Winkelgasse eurem Laden zugeteilt!", erwiderte Bill wütend. Was aber sehr komisch war, denn Bill war eigentlich immer ein lustiger, lockerer Typ, der meist über so etwas lachte.
„Die Liebe macht aus ihm einen völlig komischen Kauz", flüsterte George Harry zu, dieser musste grinsen. Wohl auch, weil die Zwillinge diese Drohung völlig ignorierten und Fleur andere 'schöne' Spitznamen gaben.
„Die zarteste Versuchung seit es Französinnen gibt" oder „Die schöne und das Biest - endlich vereint!" waren nur zwei der vielen Varianten. Für letztere bekam George aber dann doch einen saftigen Tritt gegen sein Bein von Bill und Molly blickte ihn drohend an.
Danach war Ruhe.
Harry wunderte sich woher die beiden das überhaupt kannten und musste sie dann doch fragen.
„Dad hatte mal 'nen Fernsteher, da kam das..."
„Fernseher Fred, nicht Steher", berichtete ihn George.
Gemeinsam kamen sie dann beim Flughafengebäude an und begaben sich in dieses hinein …
So das war´s. Und? Je mehr Reviews, umso schneller kommt das nächste :-)
