Die Nummer 13 kommt jetzt!;-) ist ganz schön lang geworden...Vielen Dank für die Reviews, Hac.potter: ich hoffe die Wartezeit war nicht qualvoll;-), Dragonsoldier, goldentree und UniLuna ! Ihr seid meine Motivation! Und nun viel Spaß!
Kapitel 13. Minigolf und Kupplungsversuche
Vivi führte die elf Mann starke Gruppe in Richtung Minigolfanlage. Dort angekommen leuchtete ein riesiges Schild mit der Aufschrift „Miniature Golf". Da sonst alles in spanisch geschrieben stand, staunte Harry diesmal, das es fast alles an Schrift auch in Englisch, Deutsch, Französisch und auch in Italienisch gab.
„Guten Abend Vivi, gehören die alle zu dir?" Ein um die dreißig Jahre alter Mann mit Vollbart stand am Eingang, oder besser gesagt vor einem kleinen Kassenhäuschen und begrüßte sie mit spanischem Akzent.
„Hi Victor! Ja, alle, was kostet das dann?", antwortete Vivi freundlich, anscheinend kannte sie hier jeden Laden, jedes Café und auch deren Besitzer.
„Ihr seid insgesamt zwölf Leute?"
„Ähm... Ich glaub dreizehn."
„Lass mich das machen Vivi, ich übernehm das." Molly kam näher und kümmerte sich um das Bezahlen für die gemieteten Golfschläger und den Eintritt.
Die Gruppe machte sich schließlich, jeder mit einem Minigolfschläger bewaffnet, auf den Weg in die Anlage. Dort herrschte reges Treiben, an vielen verschiedenen Bahnen standen Hexen und Zauberer, meist Eltern mit ihren Kindern, oder einfach nur Jugendliche.
Mit einem Blick konnte man aber nur ein viertel der gesamten Anlage einsehen. Verschiedene kleine Wege führten zu den Bahnen „1-25" , „25-35" , „35-50" und den schwersten, „50-66".Die Sechsundsechzigste war dann wohl die fordernste. So weit sollte an diesem Abend aber keiner kommen.
„Und wo fangen wir jetzt an?"
„Wie ist das jetzt, Vivi du wolltest doch Teams einteilen!"
„Gibt´s hier auch einen Imbiss? Oder eine Gaststätte?"
„STOPP! Einer nach dem Anderen, nicht alle auf einmal", rief Vivi.
„Das mit den Teams läuft folgendermaßen: Der Esel nennt sich immer zuerst, also fang ich mit mir an. Ich spiele im Team mit Mr. Weasley, ich hoffe das ist okay?!"
„Aber natürlich, für dich bin ich aber Arthur, das klingt sonst so förmlich."
Vivi lächelte und fuhr dann fort.
„Das zweite Team bilden Hermine und Albus."
„Ah ja, dann hoffe ich auf gute Zusammenarbeit Miss Granger." Dumbledore zwinkerte ihr fröhlich zu.
„Das dritte Team bilden Ginny und Fred."
„Muss das sein?"
„Tss, wirklich nett Schwesterherz..."
Mit dem dritten Team hatte Vivi wohl eine Fehlentscheidung getroffen.
„Dann spielen zusammen Harry und Laura." Beide sahen Vivi mit einem komischen Blick an.
„Team Nummer Fünf bilden George und Ron."
„Juhu!", kam es von George, seine Stimme ließ eine Welle Sarkasmus über die Gruppe schwappen, Vivi hob die rechte Augenbraue.
„Sechstes Team bilden Molly und Fleur."
„Sehr güt, den seigen wir es Molly!"
„Ja den seigen wir es!," erwiderte Molly lachend mit französischem Akzent.
„Bevor du mich fragst Bill, du darfst dir dein Team aussuchen, ausgeschlossen ist aber Team Sechs – keine Pärchen in einem Team", sagte Vivi grinsend.
„Ähm... Dann nehm ich..." Bills Blick wanderte umher, Rons flehender Gesichtsausdruck ließ seine Entscheidung dann fallen.
„Ich nehm Team Fünf."
Rons Miene erhellte sich.
„Ach und noch etwas. Die Schläger, der Ball und die Bahnen sind gegen Magie geschützt, also braucht niemand darüber nachzudenken, zu schummeln."
„Sehr schön, da wir jetzt alles geklärt haben, auf zu Bahn „1"."
Dort angekommen mussten alle aber ersteinmal warten, denn ein älteres Ehepaar war gerade dabei das Spiel zu beginnen und somit war die letzte freie Bahn weg. (Es gab Bahn „1" bis „66" jeweils fünf mal, damit genug Leute spielen konnten.)
Nach geringer Wartezeit ging es dann endlich los. Die ersten sieben Bahnen vergingen recht zügig. Es führten Hermine und Dumbledore vor Team Fünf (Molly und Fleur). Ganz hinten lagen Harry und Laura.
„Harry konzentrier dich doch mal, wir sind die Schlechtesten, sogar noch hinter Ron, George und Bill!"
„Ich versuchs doch! Kannst du jetzt bitte meinen Schläger loslassen?"
Bei beiden war es das gleiche – sie konnten sich absolut nicht konzentrieren, weil der jeweils Andere daneben stand. Harry gab dem kleinen Golfball einen kräftigen Schlag, um ihn durch das Looping bugsieren zu können; es klappte! Der Ball rollte mit einem Schlag ins Loch.
„JA! Geht doch!" Harry freute sich und Laura umarmte ihn fröhlich. Ginny sah das und ihr Gesichtsaudruck wechselte von unbekümmert in undefinierbar.
Nach zehn weiteren Bahnen (sie waren bei Bahn „17" angelangt) sah der Punktestand an der Spitze unverändert aus, Albus und Hermine waren ein super Team und auch gute Spieler. Zweiter waren nun Vivi und Arthur. Arthur freute sich jedes Mal wie ein Kleinkind, wenn er oder Vivi trafen.
Harry und Laura waren nicht mehr letzter, jetzt schon vierter. Bill dagegen amüsierte sich köstlich über seine Mitspieler, denn George und Ron stellten sich an wie Hühner auf Schlittschuhen. Ein Streit brach aber nicht aus (Bill war schuld und zwar immer!).
„Jetzt müssen Sie mit Bande spielen, Professor. Am besten nehmen Sie die Linke zuerst."
Hermine gab Albus Anweisungen und dieser setzte sie grandios um.
„SUPER!"
„Aber hallo!"
Man merkte wiedereinmal wie jung sich der Schulleiter noch fühlte und sich auch so gab.
„Molly wir sin' dran."
„Oh, äh ja, komme sofort."
Nach dem dritten Versuch schaffte Molly es, den Ball schon mal in den unmittelbaren Umkreis des Lochs zu befördern. Fleur und sie nahmen das Spiel zwar überhaupt nicht ernst, lag wohl auch an der Tatsache, das beide eifrig Rotwein dabei tranken, aber hatten ziemliches Spielerglück.
„Jetzt mach ja gescheit George!" Ginnys Laune sank nach dem zehnten Loch erheblich, alles was sie rausholte, zerstörte George wieder mit der selben Ungeschicklichkeit seiner Brüder.
„Oh!"
„Das gibt's doch nicht, du musst doch bloß den Ball noch etwas anstupsen! Ich will einen anderen Spielpartner, bitte Vivi", Ginny bettelte nun schon zum vierten Mal, wurde aber ignoriert. Harry nahm sie kurz in die Arme und küsste sie.
„Hey nimms locker, schlechter als Ron und Fred werdet ihr eh nicht." Er grinste.
Sie streckte ihm die Zunge raus und nahm George ruckartig den Schläger aus der Hand.
Das Spiel nahm weiter seinen Lauf. Nach Bahn „29" schlugen Vivi und auch Dumbledore eine kleine Pause vor und so setzte man sich in eines der vielen kleinen Lokale.
„Findest du nicht, es wäre Zeit mal langsam für Hermine ausschau zu halten?", fragte Harry nach einiger Zeit grinsend und flüsternd Ron, der neben ihm saß.
„Ja Zeit schon, aber ich weiß nicht auf was wir achten sollen, auf was steht Hermine eigentlich? Siehst du hier vielleicht jemanden mit nem Buch?"
Harry und Ron lachten laut, wurden aber nicht weiter beachtet, die Gespräche am Tisch forderten jeden, keiner war unbeschäftigt.
„Frag doch mal Ginny", schlug Ron vor.
Harry drehte sich nach rechts (Ginny saß rechts neben ihm, also demnach Ron links) und kitzelte sie leicht. Sie unterbrach lachend ihr Gespräch mit Vivi.
„Was gibt's Harry?"
„Ähm also... Auf was für Typen steht Hermine?"
Ginny wunderte sich kurz, begriff dann worum es ging, und antwortete: „Also Aussehen spielt bei ihr keine große Rolle, er sollte schon schlank beziehungsweise sportlich gebaut sein."
„Aha, Ron hast du das mitbekommen?"
„Ja hab ich, soll ich´s aufschreiben?"
„Besser."
„NICHT!", setzte Ginny noch hinzu.
„Das wäre doch voll bescheuert. Wisst ihr was, ich helfe euch, sonst versucht ihr Hermine noch mit einem Troll zu verkuppeln..."
„Du könntest uns ruhig mehr zutrauen!"
„Genau, sowas nennt sich Schwester, kein Vertrauen zum Bruder..."
Ginny zeigte Ron kurz den Vogel, Harry grinste.
„Ich frag einfach mal den da."
Und schon war Harry aufgestanden und folgte einem Jungen in seinem Alter. Er war ungefähr einen Meter achtzig groß, sah sportlich aus und hatte gegelte kurze blonde Haare. Als Harry näher kam, dachte er kurz daran einen kurhaarigen Malfoyverschnitt vor sich zu haben.
Aber da der Junge vor ihm ihn mit einer freundlichen, neugierigen Miene entgegenblickte, war dieser Vergleich vorerst vom Tisch.
„Hi."
„Hi, kann ich dich helfen?"
´Mist, kein Brite´, dachte Harry.
„Darf ich fragen woher du kommst?", fragte er dann laut.
„Klar, dürfst du, ich bin Enrico und komme aus Barcelona."
„Ich bin Harry Potter."
„Cool, ich kennen dich aus der Zeitung."
´Nee, der ist nix für Hermine´
„Ja?... Naja..." Harry suchte nach einem Weg, dem Jungen wieder tschüss zu sagen.
Doch Harry nahte Hilfe, denn im selben Moment kam ein schwarzhaariges Mädchen, etwa so groß wie Ginny zu den zweien und küsste Enrico.
„Que el es ?" fragte sie ihn auf Spanisch.
(A/N: ich weiß nicht ob das grammatikalisch stimmt, hab Spanisch erst seit kurzem)
„Das ist Harry. Harry Potter", antwortete er freundlicherweise auf Englisch.
„Oh, freut mich sehr. Ich bin Maria." Sie hielt ihm die Hand hin und dann gab es die typische Küsschenbegrüßung (Harry war das aber eher unangenehm).
„Wir müssen jetzt gehen Enrico, die anderen wollen weiterspielen."
„Okay, hat mich gefreut dich kennenzulernen Harry, tschau!", sagte er und dann verschwanden beide Händchen haltend.
Harry kehrte wieder an den Tisch zurück und setzte sich.
„Der war nix! Und vergeben..."
„Ich wusste garnicht, dass du so spontan sein kannst", sagte Ginny überrascht.
„Du weißt vieles noch nicht", erwiderte Harry grinsend.
„Jetzt bist du dran Ron, such jemanden. Wenn möglich, jemanden der die selbe Sprache spricht!"
„Och nööö..."
Ginny und Harry taxierten ihn mit einem Blick, der Ron dann doch zum Aufstehen brachte. Miesepetrig stapfte Ron davon.
„Dann heißt es jetzt wohl warten."
„Ich glaub nicht daran, das Ron jemanden findet. Bestimmt hat er sich draußen irgendwohin gesetzt und kommt dann nach einer halben Stunde wieder und sagt, er hat niemanden gefunden.." sagte Ginny.
„Ach das wird schon, siehst du hier noch jemanden?"
„Nee... obwohl... Was ist mit dem dort hinten, der sitzt gelangweilt am Tisch mit seinen Eltern."
Ginny stand auf und zog Harry mit sich. Sie steuerte zielstrebig den Tisch an, an dem vier plappernde Erwachsene saßen und ein gelangweilt aussehender Junge.
„Entschuldigung, dürfen wir uns kurz zu dir setzen?"
Keine Reaktion.
Dann: „Was? Oh, äh ja..." Der Junge hatte vor sich hingestarrt und die beiden erst nicht bemerkt.
„Ich bin Ginny, das ist mein Freund Harry, und du bist?"
„Ethan. Ethan Canning, meine Freunde nennen mich aber Ed, warum weiß ich nicht..."
„Du fragst dich bestimmt, warum wir uns zu dir an den Tisch gesetzt haben."
„Ja, das stimmt." Das erste Lächeln kam über seine Lippen.
„Also du sahst so gelangweilt aus und da wir bei uns am Tisch auch nicht viel zu den Themen beisteuern konnten, dachten wir uns, wir retten dich jetzt." Ginny erwiderte sein Lächeln.
Harry saß stillschweigend da, nickte aber.
„Wie alt seid ihr denn? Ich bin siebzehn."
„Also ich bin fünfzehn und Harry ist sechzehn."
„Ihr geht nach Hogwarts, oder?" Die Frage klang eher nach einer Feststellung.
„Ja gehen wir", Ginny antwortete für Harry einfach mit.
„Und du?"
„Ich geh in Amerika zur Schule, Salem: Akademie für Hexen Zauberer,dort lebt mein Vater und seine Familie, meine Mutter lebt in England, sie ist Muggelärztin."
„Cool, Amerika!"
„Ja, ist schon lustig dort, aber ich wäre lieber in Hogwarts, ich stell mir das in einem Schloss so richtig gemütlich vor. Außerdem die ganze Geschichte fasziniert mich, ich habe alles darüber gelesen, aber mein Vater ist dagegen."
´Der ist was für Hermine!´, ging es Harry und Ginny sofort durch den Kopf.
„Hast du Lust, mit ein paar anderen Hogwartsschülern und sogar dem Schulleiter, den Rest des Abends zu verbringen? Ich glaube hier vermisst dich keiner, oder?"
„Albus Dumbledore ist hier?"
„Ja, schau mal dort, der ältere Herr der gerade dem Mädchen mit den braunen, etwas buschigen Haaren was zuflüstert."
„Mum, Dad, ich bin mit Ginny und Harry den Rest des Abends unterwegs, tschau!"
Und schon war Ethan aufgesprungen und schnappte sich einen Stuhl. Ginny grinste, und dann zogen die drei an den Tisch mit den vielen Weasleys.
„Chrm, chrm, Leute, darf ich euch jemanden vorstellen?", fragte Ginny in die Runde, bekam aber nur die Aufmerksamkeit von Hermine, Vivi und Laura.
„Das ist Ethan. Ethan das sind Vivi die Freundin meines Bruders, der gerade irgendwo draußen herum wandert, Laura und Hermine, noch Single."
Laura fing an zu grinsen, und Harry amüsierte der Gesichtsausdruck von Hermine. Ginny schob den Stuhl, den Ethan gerade abgestellt hatte mit einigem Krach neben Hermine. Harry setzte sich wieder, hatte nun aber Laura links neben sich und Ginny setzte sich auf ihren alten Platz. Sofort waren Ethan und Hermine in ein Gespräch verwickelt, Ginny nahm das mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck zur Kenntnis.
„Sag mal Ginny, wo ist eigentlich Ron?", fragte Vivi dann.
„Der sucht, immer noch, nach einem passenden Typen für Hermine. Aber-"
„Das kann er sich jetzt eigentlich sparen, denn Ginny hat schon den Richtigen gefunden", setzte Harry grinsend den Satz von Ginny fort.
Genau in diesem Moment kam Ron, allein, wieder ins Lokal und wunderte sich kurz über den ´Neuen´ am Tisch. Dann nahm er sich einen neuen Stuhl und setzte sich zu Vivi.
„Da hätte ich mir das ja auch sparen können, wisst ihr, wie viele Typen ich angequatscht habe? Ich glaube die meisten dachten ich will flirten..."
„Sorry Ron, aber ich wusste nicht, das deine Schwester ein Talent für Verkupplungen hat."
„Ich auch nicht." Danach wandte Ron sich wieder Vivi zu und beide waren damit beschäftigt, sich anzustarren und ab und zu ein Wort auszutauschen.
„Und was habt ihr so rausgefunden, warum gerade der?", fragte Laura Ginny und Harry neugierig flüsternd (allerdings mehr Ginny).
„Er geht in Amerika zur Schule, seine Mutter ist Muggelärztin und er hat alles über Hogwarts gelesen", antwortete Ginny ihr.
„Cool, Amerika!"
„Ja find ich auch."
´Och nö...´ Dachte sich Harry, nun war seine Freundin wieder in ihrem Element, sie sprach wie ein Wasserfall mit Laura. Er fing an sich zu langweilen.
Er legte seinen Kopf, die Arme als Kissen, auf den Tisch und schloss die Augen. Hätte er Sirius´ Bild mitgenommen, dann hätte er jetzt ebenfalls einen Gesprächspartner. Doch anscheinend wollte sowohl Ginny als auch Laura Harry nicht den restlichen Abend seinem langweiligen Schicksal überlassen.
„Hey Harry, nicht einschlafen", sagte Ginny laut nah an seinem Ohr.
„Genau", dröhnte es an seinem anderen Ohr von Laura.
Harry saß nun wieder kerzengerade am Tisch.
„Na dann unterhaltet mich, denn Minigolf werden wir wohl heute nicht mehr spielen, oder?"
„Ich glaub auch nicht, wer hat denn nun eigentlich gewonnen?", den letzten Teil fragte Laura dann laut, sehr laut.
Am Tisch wurde es kurz still, dann übernahm Vivi das Wort.
„Da wir heute wohl den Golfschläger nicht mehr schwingen werden, geb ich mal den Sieger bekannt. Fangen wir mit dem letzten Platz an."
Kurz genoss sie die Aufmerksamkeit.
„Erster von hinten sind geworden: Team Vier, mit Bill, Ron und George." Vivi musste lachen. Der Rest am Tisch gab Applaus, nur Fred buhte und pfiff.
„Platz Fünf belegen Ginny und Fred."
Ginnys Gesicht nahm einen unzufriedenen säuerlichen Zug an. Trotzdem gab es Applaus und Harry gab ihr einen Kuss – ihr Gesicht war nun nur noch unzufrieden, Harry lachte daraufhin.
„Vierter ist Team Sechs geworden."
„Beim nächsten Mal schaffen wir mehr Molly, isch weiß es", sagte Fleur mit Inbrunst, Molly nickte ihr zu.
„Der dritte Platz geht an Laura und Harry."
„Zumindest haben wir gekämpft, oder Harry?"
„Jaaaah..." Harry hatte nicht wirklich zugehört, seine Konzentration richtete sich Lauras Augen.
Ginny stieß ihm in die Rippen. Laura konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
„Kommen wir nun zum zweiten und ersten Platz. Zweiter ist das Team Eins, also meine Wenigkeit und Arthur, einem super Teampartner! Und auf dem ersten Platz Team Zwei, Hermine und Albus, herzlichen Glückwunsch!"
Diesmal gab es richtigen Applaus, die anderen Gäste im Lokal wunderten sich nun wirklich, nicht nur weil es aller einer Minute laut Applaus gab, nein die Lautstärke die an Tisch Zwölf, Dreizehn und Vierzehn (die Tische wurden zusammengeschoben) herrschte, dröhnte nun bis weit nach draußen.
Vivi zog ihren Zauberstab und zeichnete irgendetwas in der Luft, nur Sekunden später hatte sie einen kleinen goldenen Pokal in der Hand, sie tippte darauf und er bekam einen Zwilling. (Ihr UTZ in Zauberkunst war wohlverdient)
Sie überreichte jeweils Hermine und Albus einen und dann standen aufeinmal dreizehn Sektgläser auf dem Tisch, diesmal wohl Dumbledores Werk.
Alle stießen feierlich an.
Als Außenstehender hätte man nie und nimmer daran gedacht, dass es sich hier bloß um ein klitze kleines Minigolfturnier handelte, man hätte meinen können hier bekam jemand einen Orden verliehen.
Ethan gratulierte Hermine fröhlich, die beiden verstanden sich auf Anhieb super. Die Lautstärke am Tisch nahm ein paar Minuten später wieder normale Verhältnisse an und die Gespräche wurden fortgesetzt. Dabei wurden die Tische aber so verrückt, dass die Jugend und die Erwachsenen etwas getrennt saßen.
„Na Ethan, dann erzähl uns doch mal allen noch etwas über dich, nicht nur Hermine", forderte Vivi.
„Okay, was wollt ihr denn wissen?"
„ALLES!", kam es zugleich von Laura, Ginny und Vivi.
„Nehmt es uns nicht übel, aber wir verschwinden hier, ist irgendwie öde. Tschau Ethan, wir sehn uns." Fred und George erhoben sich und gingen aus dem Lokal.
„Warum hat dein Vater etwas dagegen, dass du nach Hogwarts zur Schule gehst?"
„Er meint, die Ausbildung dort sei nicht so gut, wie in Amerika. Außerdem passieren ihm zu viele Dinge in einem Schuljahr." Dabei richtete er seinen Blick auf Harry.
„Hey ich kann nichts dafür. Der Ärger sucht immer mich, nicht umgekehrt."
Ein Schnauben kam von Hermine.
„Ist deine Mutter Muggelstämmig?", fragte Ginny.
„Nein, nur Muggelärztin."
„Hast du eine Freundin?", wollte Laura dann wissen.
„Ähm...Nein", antwortete Ethan mit einem leichten Rotschimmer im Gesicht.
„Sehr gut", flüsterte Ginny Harry zu.
„Spielst du Quidditch?", meldete sich nun auch mal Ron zu Wort.
„Ich liebe Quidditch! Ich bin bei uns in einer Schulmannschaft einer der Jäger. Und ihr?"
„Ich bin Hüter, Harry ist Sucher und Ginny auch Jäger. Wir sind alle in einem Team, der Hausmannschaft von Gryffindor", antwortete Ron begeistert.
„Seid ihr alle in Gryffindor?"
„Nur Harry, Hermine, Ron und ich", sagte Ginny.
„Ich hatte bisher Privatunterricht, komme aber nächstes Schuljahr auf Hogwarts", war Lauras Antwort.
„Ich geh nicht mehr zur Schule, war aber in Ravenclaw", erklärte Vivi.
„Meine Mutter ging nach Hogwarts, sie war auch in Ravenclaw. Dad meint immer, der sprechende Hut würde sich taubstumm stellen, wenn ich ihn aufsetzen würde, Mum sagt aber immer ich wäre bestimmt in Ravenclaw."
„Woher weißt du eigentlich so viel über Hogwarts, immerhin sind dir alle Häuser ein Begriff und du weißt auch von so manchen Vorkommnissen?," fragte Harry Ethan, nicht ohne Hintergedanken.
„Ich lese und zwar sehr, sehr viel. Vorallem von dem Buch Eine Geschichte von Hogwarts weiß ich das Meiste."
Diese Antwort wollte Harry hören. Er versuchte mit Hermine Augenkontakt aufzunehmen und dann zwinkerte er ihr zu, sie lächelte.
„Dann sind es ja jetzt schon zwei Leute hier am Tisch, ich glaube das ist der Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass es in unserem ganzen Jahrgang wohl nur eine gibt, die das gelesen hat", war Rons Kommentar. „Sei froh Hermine, der wäre ‚ne echte Konkurrenz für dich", fügte er noch schelmisch grinsend hinzu.
„Ich wäre dann aber wohl ein Jahr über euch. Ihr wisst garnicht wie oft ich schon gebettelt habe, wenigstens das letzte Jahr nach Hogwarts zu kommen."
„Umso besser ist es für dich, dass du uns getroffen hast", sagte Harry.
„Wie meinst du das?", fragte ihn Ethan.
„Weil wir uns jetzt alle zu deinen Eltern setzen und sie so lange mit Hogwarts bequatschen, dass dein Vater nur noch ja sagen kann."
„Das schafft ihr nie", lachte Ethan.
„Werden wir ja sehen, los Leute, Mission Ethan muss nach Hogwarts kann beginnen." Harry machte eine aufforderne Geste und alle folgten ihm in Richtung Tisch der Eltern von Ethan.
Ethan selbst schüttelte ungläubig den Kopf, folgte dann aber auch.
Harry setzte sich an den Tisch und nach einigem Stühlerücken saßen auch die Anderen.
„Können wir euch helfen?", fragte ein Mann, wohl Ethans Vater.
„Ich hoffe doch! Wenn ich uns kurz vorstellen dürfte?"
Der Vater nickte auffordernd.
„Mein Name ist Harry Potter, das ist meine Freundin Ginny Weasley, ihr Bruder Ron Weasley, Hermine Granger, Laura Hopkin und Vivien-", Vivies Nachnamen kannte er allerdings nicht und so kam er ins Stocken.
„Vivien Singers", half ihm Vivi auf die Sprünge.
„Wir haben Ihren Sohn kennengelernt und er hat uns erzählt, dass er in Amerika zur Schule geht, aber am liebsten nach Hogwarts gehen würde."
Ethans Vater lachte.
„Und jetzt wollt ihr mich umstimmen, das er darf, richtig?"
„GENAU", antworteten alle zugleich.
„Na dann fangt mal an." Ethans Vater lehnte sich grinsend zurück.
„Warum darf Ethan nicht?", fragte Ginny freundlich.
„Weil es nicht viel Sinn machen würde, Ethan geht seit dem ersten Schuljahr nach Salem, hat dort eine sehr gute Ausbildung und außerdem lauern dort nicht so viele Gefahren. Ich kann ihn immer im Auge behalten und habe somit auch die Möglichkeit für seine Sicherheit selbst zu sorgen."
„Mehr Gründe haben Sie nicht?", fragte Hermine ungläubig, Ethans Vater lächelte weiter.
„Natürlich hab ich noch mehr. Die Lehrer auf Salem sind alles nur spitzen Zauberer, es gibt auch keine Stelle, die jedes Jahr einen neuen Lehrer benötigt und das Ministerium ist auch nicht so manipulierbar wie euer britisches und mischt sich in die Schulführung massiv ein."
„Können wir das Ministerium rauslassen?", fragte Harry grinsend.
„Ja können wir."
„Haben Sie etwas gegen den Schulleiter?"
„Nein, ich schätze Albus Dumbledore sehr."
„Sehr schön, dann hoffe ich, ich kann meinen Schülern helfen, Ihre Meinung zu ändern." Dumbledore hatte dem Gespräch belustigt beigewohnt und nun wollte er seinen Schülern, welche ihn bis eben nicht bemerkt hatten unter die Arme greifen.
„Guten Abend Mr. Dumbledore, es ist mir eine Ehre." Ethans Vater stand auf und beide schüttelten sich die Hände zur Begrüßung.
„Ganz meinerseits", antwortete Dumbledore und setzte sich mit an den Tisch. Die Anderen waren wohl schon in ihre Bungalows zurückgekehrt, denn weder die Weasleyeltern, noch Fleur und Bill waren zu sehen.
„Jetzt stell dich schon mal auf Erfolg ein", Flüsterte Harry Ethan zu.
„Nun Mister Canning, es freut mich Sie endlich mal persönlich sprechen zu können, denn Ihre Frau Lydia kenne ich bereits."
„So?"
„Albus! Was verschlägt dich denn hier her?" Als Ethans Mutter ihren Namen hörte, blickte sie sich im Lokal um und bemerkte jetzt, dass sich ihr Tisch in ihrer Abwesenheit auf dem WC ganz schön gefüllt hatte.
„Lydia, sehr schön, noch jemand der auf unserer Seite steht", Dumbledore stand auf und begrüßte Ethans Mutter freundlich, dann setzten sich beide.
„Um was geht es denn? Mensch so viele Junge Leute, Ethan... Hast du die alle an einem Abend kennengelernt?"
„Mum, das sind Hermine Granger, Ginny und Ron Weasley, Laura, ähm, Hopkin, Vivien Singers und Harry Potter", stellte Ethan seine neuen Freunde nacheinander seiner Mutter vor.
„Freut mich." Sie nickte allen lächelnd zu. „Ich glaube ich weiß jetzt auch worum es geht."
„Hab ich eigentlich noch eine Chance?", fragte Ethans Dad gequält lächelnd.
„NÖ!", war die einstimmige Antwort.
„Dann erklären Sie mir doch mal die Unterrichtsmethoden und den Ablauf des Schuljahres Mr. Dumbledore, ich weiß ja nicht ob das alles stimmt, was mein Sohn mir so erzählt hat."
Und so erklärte Dumbledore, mit Hilfe seiner Schüler so gut wie alles, was man über Hogwarts´ Unterricht, die Lehrer und das Schuljahr wissen musste. Die Zeit verging dabei rasend.
„Darf ich jetzt nach Hogwarts, Dad? Mum ist doch auch dafür. BITTE!", fragte Ethan eine Stunde später.
„Wie ist das mit der Sicherheit? Ich trau dem Ganzen nicht, dieses Todesserpack und Voldemort...", erwiderte Ethans Vater und rief mit dem letzten Wort ein Zucken bei Ron, Vivien und Laura hervor.
„Die Sicherheitsvorkehrungen sind natürlich um ein Vielfaches verstärkt worden, die Schule wird wohl auch bewacht werden, von Auroren und in der Schule von Leuten des Phoenix Ordens, dieser dürfte Ihnen bekannt sein", antwortete Dumbledore ernst.
„Wie ist das mit den Schlafräumen?"
„Keine Sorge, die Geschlechter sind getrennt Dad", sagte Ethan genervt.
„Kann man mit dem Abschluss auch etwas außerhalb der britischen Inseln anfangen?"
„Der Abschluss, den Hogwarts bietet, wird in aller Welt anerkannt und ist auf einem hohen Niveau", kam es von Hermine stolz. Dumbledore lächelte.
„Hat mein Sohn die Möglichkeit die Fächer selbst zu wählen?"
„Natürlich, es gibt einige Pflichtfächer, unter anderem Verteidigung gegen die dunklen Künste und Verwandlung, hierfür werden allerdings ebenfalls bestimmte ZAG-Noten benötigt, wie ich Ihnen aber ja schon vorhin erklärt habe."
Ethans Vater überlegte stillschweigend und spannte somit nicht nur seinen Sohn auf die Folter.
„Nun sag schon ja Schatz, was spricht denn noch dagegen, seit drei Jahren gehen dir die Ausreden aus, lass ihn ziehen, er ist siebzehn!" forderte seine Frau.
„Also gut. Von mir aus, ich erwarte allerdings einen top Abschluss von dir!"
„JA! Danke Dad, und vorallem danke euch allen!" Ethan war außer sich vor Freude und umarmte erst seinen Vater, küsste seine Mutter auf die Wange und umarmte dann noch die überraschte Hermine.
„Mission erfüllt!", rief Harry lachend.
„Dann werd ich mal in mein Bett verschwinden, Ethan, wir sehn uns bestimmt noch einmal, Lydia, Vincent (so hieß Ethans Vater) wir besprechen am besten morgen die Formalitäten, treffen wir uns um dreizehn Uhr an der Rezeption?"
„Ja gerne, bis morgen Albus", antwortete Lydia freundlich, ihr Mann nickte nur.
„Euch seh ich ja morgen beim Frühstück. Gute Nacht", verabschiedete sich Dumbledore von Harry, Ginny und den Anderen.
„Ich finde es ist auch Zeit, oder was meinst du Vince?"
„Ja, ich muss hier weg, sonst erschlägt mich das Grinsen meines Sohnes." Dabei musste Ethans Vater aber grinsen.
Kurz darauf begaben sich auch die Jugendlichen aus dem Lokal, bezahlt hatten die Erwachsenen. Ginny und Harry gingen vorne weg und verabschiedeten sich schon mal von den Anderen, Laura ging mit Vivi einen anderen Weg, Ron schlenderte alleine den Weg zu seinem Bett und Hermine und Ethan gingen nebeneinander ein Stück.
„Dann wünsche ich dir eine gute Nacht, Hermine, danke nochmal, ihr wart Klasse!"
„Wünsch ich dir auch, ich freu mich, dass wir deinen Vater überreden konnten."
Danach kam es zu einer etwas unbeholfenen Abschiedsumarmung und Hermine beschleunigte ihren Schritt, bis sie Ron einholte.
„Nacht Hermine."
„Nacht Ron."
Beide gingen ins Bett, Hermine etwas glücklicher. Harry und Ginny waren schon längst in Harrys Zimmer verschwunden.
Das Licht war zwar schon aus, aber beide waren noch wach.
„Ginny?"
„Hmm?"
„Ich glaube du hast heute den Grundstein für eine glückliche Beziehung gelegt."
„Ich dachte wir sind schon glücklich?", fragte Ginny gespielt verwundert.
„Du weißt was ich meine. Noch ein wenig Hilfe von uns und Hermine kommt sich nie wieder alleine vor, oder?"
„Jaaah, es freut mich für sie."
„Hast du schon mal darüber nachgedacht eine Partnervermittlung aufzumachen, bei den Muggeln gibt es sowas.."
Ginny kicherte.
„Sowas brauchen die?"
„Ja. Stell dir vor, was ein Prachtkerl wie Dudley sonst machen sollte..."
Harry lachte selber über seinen Satz, bei der Vorstellung...
„Gute Nacht Harry."
„Du willst schon schlafen?"
„Nein ich liege zum Spaß im Dunkeln in einem schön warmen Bett. Im Ernst ich bin hundemüde."
„Na dann schlaf fein!" Harry gab ihr noch einen Kuss und dann ließ er Ginny in Ruhe.
Nach zwanzig Minuten hörte Harry ein gleichmäßiges Atmen.
„Sirius?", flüsterte er leise.
Keine Reaktion.
„Schnuffel? Faulpelz? Murmeltier? Tatze?", versuchte es Harry weiter, beim letzten kam ein Grunzen aus dem Bild.
„Was ist Harry, es ist doch schon spät..." Sirius ließ seine Augen geschlossen.
„Ich kann nicht schlafen!"
„Was ist mit Ginny?"
„Schäft..."
Kurze Stille, dann folgte ein leises Schnarchen. Sirius war wieder eingeschlafen.
„Toll!" Harry ließ sich in seine Kissen fallen und zählte Schäfchen.
„Eins... Zwei... Drei..."
Zehn Minuten später war er bei Schaf Nummer einhundertvierundsechzig angelangt, stand auf einer saftigen grünen Wiese und sammelte Butterblumen.
Harry war endlich eingeschlafen...
Ich bin kein oller Hut,
und dichten kann ich auch nicht gut.
Ein kleines Kommi das wär schön,
ob nett, ob kritisch oder obszön.
Ihr müsst einfach nur ein Knöpfchen drücken,
GO steht drauf, es wird euch entzücken!
Schreibt, was euch im Kopf rumschwirrt,
nur Mut, die Antwort kommt geschwind,
bisher hat sich noch kein Review verirrt.
Macht mich glücklich, macht mich froh,
drückt das Knöpfchen namens GO!
