Ich hab´s geschafft, ein neues Kapitel! Dieses hier widme ich meinem treuen Reviewer goldentree!Hast ja auch die idee dazu geliefert;-)
Als allererstes mein Dank an die, die Reviewt haben!Dragonsoldier, NegativeLight und goldentree
Mit diesem Kapitel hatte ich so meine Schwierigkeiten...Aber ich würde mir sehnlichst wünschen, wenn ich mehr Reviews bekomme. Ich würd doch so gerne die 40´iger-Grenze knacken!
Viel Spaß jetzt!
Kapitel 15. Aufklärung und Gefühlschaos
Am nächsten Morgen herrschte vor dem Zelt, in dem Ginny und Harry noch seelenruhig schliefen, schon hiesiger Trubel. Dieser wurde von Arthur veranstaltet, denn er wollte sein Zelt unbedingt auf Muggelart wieder aufräumen. So musste seine Frau auch schon um neun Uhr aufstehen. Alle anderen schliefen noch. Doch nachdem Arthur dermaßen Lärm mit den Zeltstangen machte, änderte sich das und sowohl Bill und Fleur, als auch Hermine und Laura kamen verschlafen aus ihren Zelten.
„Dad was machst du da?", fragte Bill leicht genervt.
„Ich räume auf!"
„Dein Verrückter wird immer vater...", murmelte Molly zerstreut, während sie in die Hütte ging und alles zusammenräumte.
Bill schwang den Zauberstab und schon räumte das Zelt sich von alleine auf. Ohne das die Zeltstangen dauernd aneinander kamen und ein metallisches Klingen von sich gaben.
„Du bist ein Spielverderber!", kam es enttäuscht von Arthur.
„Und du raubst allen anderen den Schlaf, Dad."
Während Bill und Arthur nun gemeinsam, magisch, auch Bills und Lauras und Hermines Zelt aufräumten, gingen die drei jungen Frauen zu Molly in die Hütte. Molly kam allerdings gerade eben wieder aus dieser heraus. Und mit ihrem messerscharfen Verstand und einem kurzen Blick zu ihrem Ehemann, nahm sie sich Hermine vor.
„Hermine Schatz, wo ist Ginny?"
„OH!... Äh, Spazieren?", antwortete Hermine mit hochrotem Kopf, mehr fragend.
„In welchem Zelt?", fragte Molly, weder freundlich, noch gereizt.
„In dem da." Und Hermine zeigte auf das Zelt von Ginny und Harry.
Molly ging schnurstracks auf das Zelt zu. Sie zog den Reisverschluss am Eingang auf und dann sprach sie in normaler Lautstärke: „Aufstehen ihr zwei, Ich möchte mit euch reden."
„Was is´n los? Ich dachte wir können ausschl- MUM?!", nuschelte Ginny erst verschlafen, dann erschrocken.
„Zieh dir was an, weck' Harry und dann komm zu mir und schick Harry zu deinem Vater", forderte sie ohne Widerspruch. Ginnys Anblick – nur in Unterwäsche neben Harry liegend – tat sein übriges.
„Ja, ja okay", erwiderte Ginny kleinlaut.
„Hey Harry, aufwachen! Jetzt gibt´s wohl Ärger..." Ginny rüttelte Harry unsanft und dann erwachte er.
Er öffnete die Augen und schmunzelte bei dem Ausblick der sich ihm bot. Doch Ginny blickte ihn alles andere als verführerisch an, dann zog sie sich an und bedeutete es Harry ihr gleichzutun.
„Was ist denn passiert?", fragte Harry, ohne sich die Mühe zu machen, Ginnys Bitte nachzukommen.
„Mum kam gerade in unser Zelt, drei mal darfst du raten, was passiert ist!"
„Sie hat uns sanft geweckt? Gesagt es gibt Frühstück oder-"
„Harry das ist nicht witzig, ich mein es ernst! Jetzt dürfen wir uns eine ewig lange Aufklärungstirade anhören. Du sollst zu meinem Vater, ich muss zu Mum."
„OH!" Jetzt war Harry wach. Er zog sich so schnell wie möglich an und quälte sich dann aus dem Zelt. Draußen stand schon Arthur, mit einer undeutbaren Miene.
„Komm mal mit Harry, gehen wir da lang..."
Hermine warf Harry einen entschuldigenden Blick zu. Doch Harry dachte sich nichts Schlimmes, schließlich war ja nichts passiert. Nach ein paar Metern fing Arthur an zu sprechen.
„Weißt du Harry, erst einmal solltest du wissen, dass ich dir jetzt nicht den Kopf abreißen oder Ähnliches tun werde. Ich vertraue dir und Ginny voll und ganz und denke, dass wir nichts zu befürchten haben..Nun ja... in neun Monaten."
Harry wurde rot. Irgendwie war das peinlich.
„Doch möchte ich dir sagen, dass ihr euch, ähm, noch etwas Zeit mit solchen Sachen, du weißt schon-"
„Mr. Weasley-"
„Arthur."
„Äh ja... Arthur, zwischen Ginny und mir ist nichts passiert, außer ein paar Küssen. Ich liebe Ginny und... ähm... aufgeklärt wurde ich schon in der Grundschule.."
„Das dachte ich mir Harry, ich bin froh, dir jetzt nicht noch so einiges erklären zu müssen und denke meine Tochter ist bei dir in... guten Händen..."
'Puh! Ich dachte schon jetzt kommt das Peinlichste', ging es Harry durch den Kopf.
„Ähm... Danke für dein Vertrauen... und... ich - wir - passen auf", antwortete Harry, wieder rotwerdend.
Die zwei gingen wieder zurück. Dort waren schon die restlichen Zelte aufgeräumt und alle anderen waren schon bereit zum Hotel zurückzukehren. Und gerade eben kamen auch Ginny und Molly aus der Hütte. Molly hatte einen zufriedenen und Ginny hatte einen komischen Gesichtsausdruck.
„So, wir wären dann so weit. Albus hast du den Portschlüssel?", fragte Molly.
„Ja, wir sind auch bereit. Ich glaube wir sollten uns beeilen. Es drängt etwas", antwortete Dumbledore unruhig – ein seltsamer Anblick.
„Wir finden auch, wir sollten uns beeilen!", kam es ebenfalls unruhig von den Zwillingen.
Ron musste sich arg bemühen nicht laut loszulachen. Die Gruppe stellte sich in einem engen Kreis auf und berührte einen kleinen verbeulten Kochtopf. Und schwupp, schon waren sie verschwunden.
Als sie im Hotel wieder ankamen, bei der Rezeption waren seit drei Tagen ein Apparationspunkt und ein Landepunkt für Portschlüssel eingerichtet, zerstreuten sich alle in unterschiedliche Richtungen. Dumbledore, Fred und George waren sofort auf die Toiletten gestürmt und Ron konnte nicht mehr ansich halten. Er ging gemeinsam mit Vivi, Hermine, Laura, seiner Schwester und Harry langsam den Weg zu den Bungalows zurück.
„Verrätst du uns, warum du so lachst, Ron?", fragte Laura amüsiert und neugierig.
„Ich sag nur so viel, ich habe mich erfolgreich an Dumbledore, Fred und George für ihren ach so tollen Streich gerecht. Danke nochmal Hermine, dass du mir diesen Durchfallzauber gestern verraten hast." Und Ron brach wieder in lautes Lachen aus.
„DU HAST WAS?", empörte sich Hermine. „Hätte ich das gewusst... Oh man.. Warum hab ich dir bloß geantwortet?!" Hermine schüttelte ungläubig den Kopf.
„Ach komm Hermine, sie haben es verdient! Und Dumbledore wird das schon nicht so ernst nehmen", beschwichtigte Harry sie und lachte dann bei der Vorstellung, wie die Zwillinge und Albus auf dem Klo festklebten. Er wusste wie lange der Zauber wirkte. (Nicht aus persönlicher Erfahrung)
„Sagst du uns auch, für was du dich gerächt hast?", wollte Ginny von ihrem Bruder wissen.
Schlagartig verging Ron das Lachen.
„Nein!", antwortete er ernst.
„Ich sag´s dir heut Abend, Ginny", flüsterte Harry grinsend.
„Das tust du nicht!"
„Hatten wir das nicht gestern schon?" fragte Harry weiterhin grinsend.
„Komm schon Ron, sag's wenigstens mir. Biiiitte!", bettelte Vivi.
„Nö!"
„Sei kein Frosch, sag schon Ronnie." Vivi setzte einen Hundeblick auf, dem Ron bei jeder anderen Angelegenheit erlegen wäre, aber in diesem Fall...
Ron schüttelte den Kopf und Vivi versuchte Ron mit ein paar Küssen umzustimmen. Doch es half nicht. Auch nicht, als sie seine rechte Hand nahm und verschmitzt grinsend über ihren Körper führen wollte. Er löste sich von ihr und wechselte auf die linke Seite, neben Harry – Sicherheitsabstand.
Ginny lachte. Als sie kurz vor dem Häusschen von Ron und Harry waren, fand ihr Blick eine bestimmte Person.
„HEY, ETHAN!", rief sie laut. Der Angesprochene blickte sich verwundert um und dann entdeckte er, wer ihn gerufen hatte. Sofort ging er auf die kleine Gruppe zu. Er hatte heute ein komplett weißes Erscheinungsbild, er wollte wohl gerade Tennis spielen gehen, es sah jedenfalls ganz danach aus.
„Hi! Wo kommt ihr denn her?", fragte er, dann begrüßte er alle nacheinander.
„Wir haben die Nacht auf einem kleinen Berg gezeltet und sind gerade auf dem Weg uns umzuziehen." antwortete Harry.
„Und wo willst du hin?"
„Eigentlich Tennis spielen, aber ich würde auch gerne etwas mit euch machen. Tennis spielen mit meinem Vater wird mit der Zeit auch langweilig."
„Sehr schön! Dann gehen wir uns jetzt alle erstmal umziehen, ich wollte eh noch duschen und dann treffen wir uns bei Harry und Ron, okay?", schlug Ginny vor und bekam zustimmendes Murmeln und Genicke.
„Kommst du, Harry?" Ginny hatte wieder ihr verschmitztes Grinsen im Gesicht.
„Wa-Was? Nein lass mal lieber..."
„Hat dich mein Vater so bearbeitet?"
„Nun lass ihn schon, komm jetzt", meinte Hermine und zog Ginny an der Hand, weg von Harry. Sie schickte ihm noch eine Kusshand, kicherte und wurde dann von Hermine hinterhergschleift. Laura und Vivi machten sich auch auf den Weg.
„Komm Ethan, du kannst derweil was trinken." Und Harry, Ron und Ethan gingen in den Bungalow hinein. Dort duschten Ron und Harry erstmal und zogen sich frische Sachen an. Durch das Lagerfeuer am Vorabend hatte ihre Kleidung einen starken Geruch nach Rauch angenommen. Ethan beschäftigte sich in der Zwischenzeit damit, ein Glas Pfirsicheistee nach dem anderen zu leeren. Nach einer Weile zauberte er sich einen Tennisschläger und einen grüngelben Tennisball. Er musste allerdings zugeben, das sein Schläger irgendwie verformt aussah.
In Gedanken versunken spielte er damit. Der Ball hüpfte immer wieder auf und ab. Als die Tür mit einigem Krach aufflog, ließ er den Schläger fallen und der Ball rollte in Richtung Küchentürrahmen (er saß in der Küche). Die Schritte kamen näher, während er dem rollenden Ball mit seinen Augen folgte. Der Ball blieb stehen und plötzlich hob ihn jemand auf.
„Was machts du denn?" Hermine spielte vergnügt mit dem Ball.
„Nichts. Mir war langweilig...Wo sind Ginny und Laura?"
„Ups!", machte Hermine, ließ den kleinen Ball fallen und rannte aus der Küche.
„GINNY, HALT!" Doch Hermine fand schon eine offene Tür von Harrys Zimmer vor.
Sie lugte in dieses hinein und auf dem Bett lagen Harry, halbnackt, und Ginny auf ihm, angezogen, aber wild miteinander knutschend. Anscheinend hatte Harry nur ein Handtuch um. Hermine schloss die Augen und zog die Tür bis zu einem kleinen Spalt zu.
„Ähm... kommt ihr zwei dann?", fragte sie laut.
„Ja, gleich", Kam es von drinnen von Ginny.
„Ginny, wo ist Laura?", fragte Hermine.
„Ich bin hier!" Hermine zuckte erschrocken zusammen, Laura stand direkt hinter ihr.
„BIST DU verrückt?! Mich so zu erschrecken..." Sie atmete tief ein und wieder aus.
„Sorry!" entschuldigte sich Laura. Hermine zog sie weg von der Tür.
„Hast du etwa-?"
„Ich hab bloß aufgepasst, dass..."
„Du hast die beiden beobachtet!", unterbrach Hermine Laura.
„Und wenn schon, ich hätte die Tür schon zu gemacht."
Beide gingen zu Ethan in die Küche. Dieser saß fragend am Tisch, sie setzten sich zu ihm.
„Ist was passiert?", fragte er.
„Ähm... Na ja... Ich wollte bloß nachschauen, wo Harry bleibt, Ginny hat das aber schon übernommen."
„Ich verstehe." Ethan lächelte breit.
„Wo bleiben denn die beiden?"
„Wir sind ja schon da, ich wollte mir bloß noch was anziehen."
„Und Ginny musste dir dabei helfen?", fragte Ethan grinsend.
„Neidisch?", erwiderte Ginny.
„Nö", antwortete Ethan vergnügt.
„Wo ist Ron, der brauch ja noch länger..."
„Lästert ihr schon wieder über mich? Bin doch schon da." Ron kam wie aufs Stichwort in die Küche.
Eine Weile saßen die sechs am Tisch und warteten auf Vivi. Diese hatte sich irgendwie schon zum kreativen Kopf der Gruppe entwickelt. Von ihr kamen immer die besten Ideen, wenn es darum ging, sich etwas auszudenken, was man unternehmen könnte.
„Sorry hat etwas länger gedauert, aber ich musste noch schnell was reservieren gehen, sonst hätten wir jetzt nichts vor." Vivi kam atemlos in die Küche.
„Was hast du denn reserviert?", fragte Ron neugierig.
„Sag ich nicht. Überraschung. Ich hoffe nur, ihr werdet nicht schnell Seekrank! Und jetzt kommt mit."
Vivi hatte sich garnicht erst hingesetzt. Die Anderen folgten ihr hinaus. Sie schlug den Weg zum Strand ein. Auf dem Weg dorthin kamen die nun sieben an vielen merkwürdigen Leuten vorbei.
„Ist heute sowas wie Karneval?", fragte Harry halblaut. Nur Hermine grinste, die Anderen machten eine unwissende Miene.
„Jetzt sagt nicht, ihr wisst nicht einmal was Karneval ist?"
„Nicht wirklich", antwortete Ginny für die anderen Unwissenden gleich mit.
„Erklärst du es Hermine? Ich finde Muggelkunde sollte ein Pflichtfach werden, wirklich", sagte Harry schwach. Er konnte es manchmal nicht glauben, dass die Zauberer so in ihrer eigenen Welt lebten und sich kaum mit der der Muggel befassten.
Hermine, voll in ihrem Element, erklärte alles, aber wirklich alles, über Karneval. Allerdings hatte sie durchaus Verständnis dafür, dass Ginny, Laura, Ron und Vivi es nicht kannten. Schließlich war das in England nicht wirklich verbreitet. Sie sagte es sei sowas ähnliches wie Halloween.
Als sie gerade davon erzählte, dass das wohl größte Karnevalsfest in Brasilien, genauer gesagt in Rio de Janeiro, stattfand, führte Vivi die Gruppe am Strand vorbei, zu einem kleinen Holzsteg. Dieser lag in einer kleinen Bucht, hier war der Badestrand wohl zu Ende.
Verwundert schauten sich alle um und entdeckten viele kleine, meist weiße Boote. Doch ganz am Ende des Holzsteges konnte man ein richtiges kleines Schiff sehen.
In verschnörkelter Schrift stand der Name Santa Lucia darauf geschrieben.
„Wir machen einen Schiffsausflug, toll oder?", wandte sich Vivi begeistert an ihre Freunde.
Alle nickten freudig, nur Hermine machte ein schiefes Gesicht.
„Und das Beste ist, es kostet euch keinen Knut, Sickel oder gar eine Galleone!"
„Wann solls denn losgehen?", fragte Ethan.
„Eigentlich jetzt gleich. Los kommt ich zeig euch das Schiff mal."
Vivi schritt wieder voraus und alle folgten ihr, nur Hermine stand weiter am Steg. Ethan bemerkte das und ging zu ihr zurück.
„Was ist los Hermine?"
„Ni-nichts! Garnichts, wirklich." Ihr Gesichtsausdruck sprach eine andere Sprache.
„Hey Hermine, was ist los, komm schon, mir kannst du's sagen. Zitterst du etwa?" Ethan trat näher an Hermine heran.
„Als ich fünf war, da hab ich mit meinen Eltern auch so einen Ausflug gemacht. Und-und als wir wieder- als wir wieder angelegt haben, bin ich-bin ich ins Wasser gefallen. Wir hatten riesige Wellen... die ganze Fahrt lang." Hermine stotterte ihre Antwort regelrecht.
Ethan wusste erst nicht wie er jetzt reagieren sollte, entschied sich dann aber, ihr beruhigend den Rücken zu streicheln.
„Ich pass auf dich auf, versprochen! Wenn du willst nehm ich dich auch beim Draufgehen und Runtergehen an die Hand." Ethan sprach sehr ernst.
„Du denkst jetzt bestimmt ich bin wie ein kleines Kind."
„Nein, mein Angebot war ernst gemeint." Ethan nahm Hermine an die Hand und führte sie langsam zum Schiff und dann hinauf. Es schaukelte ganz schön. Und als eine etwas stärkere Welle das Schiff erreichte, drückte Hermine kräftig Ethans Hand.
„Tut mir Leid, dass ich so kindisch bin", sagte Hermine leise.
„Das ist nicht kindisch, ich hab auch Angst vor manchen Sachen. Zum Beispiel hab ich eine riesige Phobie vor Fledermäusen."
Hermine konnte nun sogar wieder schmunzeln und dann sagte sie: „Dann wird dir unser Zaubertranklehrer wohl nicht gefallen." Nun lachte sie wieder.
„Siehst du, du kannst doch schon wieder lachen, ich denke wir haben deine Angst fast erfolgreich besiegt." In dem Moment schwankte das Schiff wieder und Hermine krallte sich an Ethans Arm fest.
„Oder auch nicht... Komm gehen wir Unterdeck und suchen die Anderen." Hermine ließ Ethans Hand nicht mehr los.
Die beiden gingen langsam die enge Treppe hinunter, das Schiff war innen mit dunklem Holz verkleidet und alles sah sehr edel aus. Unten fühlte man sich wie in einem kleinen Restaurant. Kleine Tischchen, ebenfalls aus dunklem Holz, ein paar alte Stühle und an den Seiten etwas in der Art einer Sitzbank. Von der Treppe aus konnte man einen Bartresen sehen. Dahinter stand ein Kellner, mit weinroter Fliege und putzte ein paar Gläser. Am größten Tisch, links, saßen die Anderen.
Als Ginny Hermine und Ethan sah, Hermine hielt sich verbissen an Ethan fest, lächelte sie zufrieden.
„Na das hat ja lang gedauert, wo wart ihr zwei solange?", fragte sie grinsend.
„Wir hatten ein, ähm, technisches Problem, sind noch zwei Plätze frei?
Die Gruppe rückte zusammen, komischerweise wollten alle auf der Eckbank sitzen, nur Vivi hatte es sich auf einem der Stühle gemütlich gemacht. Nun, da Hermine saß, entspannten sich ihre Gesichtszüge wieder etwas.
„Warum sind wir eigentlich die einzigen Gäste hier?", wollte Laura wissen.
„Das ist heute eine exklusive Fahrt, nur für euch." Vivi lächelte.
„Wirklich?"
„Nein. Wir durften aber eher hier drauf, eigentlich müssten dann die ersten anderen Touristen eintreffen. Natürlich Hexen und Zauberer", antwortete Vivi.
„Aber wir sitzen jetzt nicht die ganze Zeit hier unten, ich will das Meer sehen!"
„Keine Angst Ginny, ihr könnt euch frei bewegen, wär doch komisch, wenn ich euch zwingen würde, hier unten zu bleiben."
„Hättest du auch kein Recht dazu", grinste Ginny.
„Komm Harry, gehen wir hoch, ich will was sehen." Ohne abzuwarten zog sie Harry mit sich. Dieser rief noch ein „bis dann" den Anderen zu, die übrigens lachend den Kopf schüttelten. Dann polterten die zwei die Treppe nach oben. Ron und Vivi waren nun mit sich beschäftigt und Laura sah träumend aus dem kleinen Schiffsfenster.
„Alles okay, Hermine?"
„Ja, es geht wieder."
„Es geht los!" Laura sprang fröhlich auf und stürmte die Treppe hinauf, nach oben aufs Deck. Das Schiff lief aus der kleinen Bucht hinaus aufs Meer.
„Wie lange werden wir ungefähr unterwegs sein, Vivi? VIVI!" Ethan musste sie laut rufen, denn Vivi reagierte nicht.
„Redest du mit mir?", fragte sie, nachdem sie sich von Ron gelöst hatte.
„Nein, quatsch, ich hab Ron gefragt. Und weißt du's?" Ethan grinste.
Ron schaute ihn nur verwirrt an.
„Ich wollte wissen, ob du nun weißt, wie lang Vivi´s Zunge ist."
Ron wurde rot. Und Hermine kicherte.
„Ron sagt es dir nur, wenn du uns sagen kannst, wie lang Hermines ist!"
'Gut gekontert', dachte sich Ethan. Nun wurde Hermine rot.
„Ich glaube das bleibt erstmal ein Geheimnis, stimmt´s Hermine?"
„Ähm... Ja." Hermine machte einer Tomate ernsthafte Konkurrenz.
„Also, was wolltest du wirklich wissen?", fragte Vivi.
„Nur für dich nochmal." Ethan lächelte.
„Wie großzügig, Ed!"
„Wie lange sind wir heute unterwegs und wo fährt unser Schiffchen lang?"
„Bis zirka viertel Vier sollten wir wieder hier sein. Und jetzt entschuldige mich." Vivi wandte sich grinsend ab, zog Ron zu sich und setzte den abgebrochenen Kuss von vorhin fort. Dann standen die zwei auf und Vivi führte Ron ebenfalls nach oben.
„Du musst nicht wegen mir hier unten versauern."
„Ach quatsch, ich hab doch nette Gesellschaft." Ethan lächelte Hermine an.
„Und was machen wir jetzt zwei Stunden lang. Ich kann nicht mit hochgehen."
„Keine Ahnung. Willst du was trinken?"
„Nein, danke."
Ein unangenehmes Schweigen trat ein. Hermine zappelte unruhig und Ethan schaute Hermine träumerisch an. Die Sonne, die durch das Fenster vereinzelt Strahlen schickte, ließ Hermines Haar leicht glänzen.
„Hermine?" Ethans Stimme holte Hermine aus ihrem Zappelrhytmus.
„Ja?"
„Wollen wir es mal versuchen, nach oben zu gehen?"
„Aber nur kurz."
„Okay, komm." Ethan erhob sich und bot Hermine den Arm an.
Sie stand auf und nahm den rechten Arm dankbar an. Hermine zitterte sich nach oben. Auf der Treppe kam den beiden ein älteres Ehepaar entgegen – es wurde eng.
„Mach doch mal Platz John, immer machst du dich so breit, du bist nicht der einzige hier!", herrschte die Frau ihren Ehemann an.
„Du beschwerst dich über breitmachen? Bei wem nimmt denn unsere Waage Reißaus, wenn man sich versucht draufzustellen..."
Ethan musste sich stark das Lachen verkneifen und zog Hermine etwas schneller nach oben.
An Deck stach die Sonne wie verrückt in die Augen. Laura stand an der Reling und genoss die Meeresluft mit geschlossenen Augen. Weit hinten saßen Ginny und Harry eng aneinandergekuschelt auf einer Bank. Es waren einige Leute dazugekommen, aber Platzmangel herrschte nicht wirklich. Das Schaukeln des Schiffes hatte nachgelassen und Hermine lockerte ihren Griff an Ethans Arm langsam. Er führte sie an die Schiffsbrüstung.
„Na siehst du, es klappt doch. Man muss sich seinen Ängsten stellen, dann bekommt man sie in den Griff."
„Wenn du meinst... Ich freu mich auf Hogwarts, dann revanchier ich mich bei dir", erwiderte Hermine erst unsicher, dann schmunzelnd.
„Wie lang bist du eigentlich noch hier, Ethan?"
„Den heutigen Tag mitgezählt, noch vier Tage."
„Bloß?", kam es enttäuscht.
„Jaaah... Aber ich bin auch schon zwei Wochen hier. Außerdem muss ich mich noch auf den Umzug nach England zu meiner Mum vorbereiten, Schulzeug kaufen und so weiter."
„Wir können uns ja einen Tag ausmachen, an dem wir das Schulzeug zusammen kaufen. Ihr geht doch auch in die Winkelgasse?"
„Ich denke schon. Dann müssten wir aber mit meiner Mutter reden, wann. Hast du eigentlich Geschwister?"
„Nein, ich bin Einzelkind, wie Harry. Und du?"
„Ich habe einen großen Bruder, Ted, der ist aber schon zweiundzwanzig und wohnt in Amerika."
„Seht ihr euch oft?"
„Nicht wirklich, er ist viel beschäftigt. Er spielt professionell Qudditch. Die Washington Warriors, er spielt aber seit er dort ist immer gegen den Abstieg." Ethan lachte.
Hermine allerdings wollte das Thema wieder wechseln, denn Quidditch mochte sie zwar auch gerne, aber ihrer Meinung nach unterhielten sich Ron und Harry schon oft genug darüber.
„Was würdest du denn eigentlich gerne mal machen, wenn du aus der Schule raus bist?"
„Hmm... Also in Amerika wollte ich immer einen eigenen Laden für Klamotten haben, keinen für Zauberer, sondern für Muggel", antwortete ihr Ethan nachdenklich.
„Echt? Das ist wirklich ungewöhnlich, vorallem für jemanden der in einer Zaubererfamilie groß geworden ist." Hermine war erstaunt.
„Dann wirst du es auch ungewöhnlich finden, wenn ich dir jetzt sage, dass ich in eine Muggelgrundschule gegangen bin."
Hermines Erstaunen wurde größer.
„Wieso?" fragte sie dann.
„Meine Mutter hat ein Faibel für fast alles was mit Muggeln zutun hat. Sie bewundert das Leben ohne Magie. Die Folgen dafür darf meistens ich tragen", lachte Ethan.
„Sozusagen ein weiblicher Arthur Weasley", murmelte Hermine grinsend.
„Na ihr zwei, wie läuft´s?" Laura schlenderte gerade zu Hermine und Ethan und hatte ein wissendes Lächeln im Gesicht.
„Äh... Ähm..."
„Gut! Wirklich schön, das Meer und die Sonne zu genießen", antwortete Ethan. Hermine war irgendwie ins Stottern geraten.
„Und wie gefällt es dir so?", stellte Ethan die Gegenfrage.
„Och geht so... Irgendwie find ichs ein bisschen öde. Das Meer ist ja schön und gut, aber wir sind jetzt seit über einer Stunde unterwegs und viel Abwechslung hatte ich noch nicht."
„Wie können wir dem bloß abhelfen..Hermine hast du eine Idee?" Ethans Gesicht hatte ein fieses Grinsen bekommen.
„Ähm, nein?" Die Antwort war eher fragend.
Ethan beugte sich vor zu Hermine und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Hermine bekam ebenfalls ein fieses Grinsen. Laura schaute skeptisch drein und machte einen Schritt rückwärts. Dann rannten Hermine und Ethan auf sie zu und fingen an, sie wie wild zu kitzeln.
Laura jappste laut lachend und versuchte sich dem Griff der beiden zu entziehen, als sie es schaffte, stürmte sie zu Harry und Ginny. Sie quetschte sich zwischen die zwei und zog Ginny an der Schulter runter, sodass Ginny als Schutzschild diente.
„Harry hilf uns!", rief Ethan.
Harry kam der Bitte grinsend nach und fing ebenfalls an Laura zu kitzeln. Hermine aber hatte es sich inzwischen anders überlegt und ging auf Harry zu. Dieser erschrak heftig als ihm Hermine in die Seite piekste. Kurz abgelengt dadurch, stürzten sich Ginny und Laura auf den armen Harry. Dieser fiel von der Bank und wurde von den drei Mädchen begraben. Ethan stand da und lachte laut. Die anderen Leute auf dem Schiff schauten sich nach dem plötzlichen Lärm um. Manche empört, andere ebenfalls lachend.
„AH! AUFHÖRN!!! BITTE!", schrie Harry, konnte allerdings nicht lange, denn vor lauter lachen hatte er kaum Luft dazu.
„ETHAN!" Doch Ethan setzte sich lachend auf die nun freigewordene Bank und beobachtete das Schauspiel.
Nach dreieinhalb Minuten hatte Hermine als erstes Mitleid und ließ von Harry ab. Ginny tat es ihr gleich. Doch Laura nicht. Diese hatte mit Harry ein beinhartes Kitzelduell angefangen.
Mit einem geschickten Griff saß Harry wieder aufrecht und Lauras linke und rechte Hand wurden von Harry festgehalten.
„Na? Gibst du auf?", grinste Harry.
„Vergiss es, niemals!", antwortete Laura zuckersüß. Harry hatte eine Schwäche, er fand diese blauen Augen ziemlich anziehend und so lockerte er seinen Griff und Lauras Hände entwischten.
'Guck woanders hin Harry, los! Mist, zu langsam!', ging es ihm durch den Kopf. Dann war es zu spät, Laura saß auf seinem Bauch, hatte seine Arme fest im Griff und sah grinsend auf ihn hinunter.
„Naaa? Gibst du auf ?"
Laura spielte mit gefährlichen Waffen und Harry konnte nicht wirklich etwas gegen diese Augen anrichten. Und dann noch dieses Lächeln...
Da Harry nicht antwortete, sagte Laura: „Das heißt wohl ja." Sie erhob sich wieder, und lächelte breit den Anderen zu.
„Und, wer ist jetzt der Gewinner? Hmm?"
Ethan stand auf und verbeugte sich grinsend. Hermine nickte ihr ebenfalls grinsend zu. Nur Ginny machte eine säuerliche Miene. Als Laura ihren Blick auffing, verging ihr das Lächeln langsam.
„War das irgendeine Rache, für irgendwas?", fragte Harry, nachdem er sich wieder aufgerappelt hatte. Die meisten Leute hatten dem Schauspiel den Rücken zugedreht und ihre Gespräche und Träumereien wieder aufgenommen.
„Das war dafür, dass du Hermine und mir ständig etwas vorgehalten hast und dich drüber lustig gemacht hast." Sie sagte nichts von dem Kuss zwischen Hermine und ihr, aber sofort wusste jeder – außer Ethan – worum es ging.
„Und für das Grinsen jetzt müsste ich eigentlich gleich weitermachen", fügte Laura hinzu.
Harry hatte nach dem betonten „etwas" sofort angefangen zu grinsen.
„Das können wir ja ein anderes Mal fortführen, aber jetzt sollten wir vom Schiff runter, denn wir sind wieder an Land", sagte Ginny halbwütend, stand auf und ging ohne zurückzublicken weg und folgte den anderen Leuten, die das Schiff gerade ebenfalls verließen.
„Ginny warte!" rief Laura, doch sie wurde ignoriert.
„Hab ich was verbrochen?", fragte Harry.
„Kommt ihr dann auch?" Vivi ging gemeinsam mit Ron vom Schiff. Harry und Laura folgten schweigend. Hermine allerdings hatte wieder einen ängstlichen Gesichtsausdruck.
Doch Ethan wusste was zutun war und löste sein Versprechen nun voll ein. Er führte Hermine vom Schiff, ohne das einer der zwei nass wurde. Auf dem Holzsteg nahm Hermines Gesicht wieder etwas Farbe an und Ethans Hand wurde wieder durchblutet. Die Anderen warteten schon. Ginny stand etwas weiter weg und jeder, der sie ansah, wurde mit bösen Blicken bedacht. Gemeinsam machte sich die Gruppe wieder auf zum Hotel. Bei der Rezeption angelangt verabschiedete sich Vivi.
„Machts gut, ich muss jetzt zu meinem Vater. Wir sehen uns beim Abendbrot, ich komm einfach zu Dumbledore, ja? Tschüss Ron." Ohne eine Antwort abzuwarten, lief sie fort, Ron drückte sie noch einen flüchtigen Kuss auf den Mund.
„Und danke für den Ausflug!", riefen Ethan und Hermine ihr zugleich hinterher.
„Nagut ich muss mich auch mal wieder bei meinen Eltern blicken lassen, nicht das sie denken, ich wohne jetzt bei den Fischen, ich komme heute Abend auch einfach." Ethan verabschiedete sich ebenfalls, allerdings bei jedem einzeln.
„Hey Ginny, guck nicht so, dein Lächeln gefällt hier jedem hundertmal besser", flüsterte Ethan ihr noch zu, bevor er auch verschwand. Doch Ginny sagte nur „tschüss".
„Leute, ich hab Durst! Gehen wir zu unseren Zimmern was trinken und suchen dann mal etwas Schatten?"
„Gute Idee Ron. Kommt wir gehen", stimmte Hermine zu. Ginny trottete missmutig und schweigend neben ihr her. Als Harry ihre Hand ergreifen wollte, reagierte sie nicht, sondern wechselte die Seite.
'Was auch immer du gemacht hast, du musst es schnell rausbekommen und wieder gerade biegen', dachte sich Harry.
Im Bungalow angekommen, war es angenehm kühl. Ron, Ginny und Laura gingen in die Küche und Ron holte etwas gekühlten Kürbissaft und Eistee aus dem Kühlschrank. Diesen hatten sie inzwischen mit eigenen Sachen gefüllt, denn die Minibar rührten die beiden nicht an. Hermine hielt Harry etwas zurück.
„Kann ich mal kurz mit dir sprechen?", fragte sie ihn freundlich.
„Na klar."
„Gehen wir in dein Zimmer?"
„Okay." Harry ließ sich auf sein Bett plumpsen, Sirius war nicht in seinem Bild. Hermine nahm sich einen kleinen Hocker, der beim Schrank stand.
Sie sprach einen Zauber auf die Tür, damit niemand lauschen konnte. Harry stutzte.
„Keine Angst, ich versuch jetzt nicht, dich zu verführen", sagte sie schmunzelnd, aber gleich wieder ernst werdend.
„Kommt jetzt irgendeine Erklärung darüber, was ich falsch gemacht habe?"
„Nicht unbedingt."
Harrys Blick verfinsterte sich.
„Also dann, schieß los", forderte er.
„Ok. Harry, was empfindest du für Laura ?"
WAMM! Damit hatte Harry nicht gerechnet, sofort wurde ihm unbehaglich zumute und sein Körper wurde von Hitze heimgesucht.
„Wie meinst du das?", versuchte er auszuweichen.
„Du weißt genau wie ich das meine! Ich weiß, du liebst Ginny, aber mir, und ich sag dir, nicht nur mir, ist aufgefallen, dass dein Verhalten gegenüber Laura nicht immer... ähm... wie soll ich sagen... freundschaftlich ist. Und ich meine damit nicht, dass du gemein oder sonst was zu ihr bist."
„Oh, Oh, Harry... Auf die Antwort bin ich gespannt!", kam es aus dem Bild von Sirius, dieser hörte nämlich die Stimmen in Harrys Zimmer und sah nach, von wem sie kamen.
„Klappe, Sirius!", sagte Hermine.
Harry kam sich vor, als hätte er etwas ausgefressen und müsste nun seiner Mutter und seinem Vater Rede und Antwort stehen.
„Ähm..."
„Gut machen wir es anders... Magst du Laura mehr als nur freundschaftlich?" Hermine wurde ungeduldig.
Harry versuchte mit einem Blick der deutlich sagte „GEH, BITTE!" seinen Paten dazu zu bewegen, wieder für eine Weile sein Porträt zu verlassen.
„Nö, ich will doch wissen, was mein Patensohn so für Probleme hat, damit ich ihm kluge Ratschläge geben kann", sagte Sirius laut.
„Guuuut... Ja, ich geb's zu, ich mag Laura mehr als nur freundschaftlich." Harry drehte sich weg.
„Du hast dich in sie verliebt?"
Harry drehte sich wieder zu Hermine.
„Kann man sich in zwei Menschen gleichzeitig verlieben?", fragte er Hermine leise.
Doch Hermine wusste keine Antwort. Selbst Sirius schwieg.
„Ich weiß nicht was ich für Laura empfinde. Ich hab sie von Anfang an sehr gemocht, ich weiß nicht warum. Das klingt total bescheuert, oder?"
„Es klingt nicht bescheuert. Es ist nur... etwas komisch."
Wieder trat Schweigen ein.
„Bleibt das unter uns? Bitte?", fragte Harry dann.
„Ja, versprochen", antwortete sie Harry.
„Harry?", meldete sich Sirius zu Wort.
„Hmm?"
„Ich geb dir einen Tipp. Versuch dir so schnell wie möglich klar über deine Gefühle zu werden und tu nichts dummes. Tu keiner von beiden weh, denn ich denke Ginnys Freundschaft zu verlieren wäre ein großer Verlust. Sie ist ein großartiges Mädchen, manchmal erinnert sie mich an deine Mum." Sirius schwieg kurz. „Was Laura angeht, ich kenne sie noch nicht wirklich, doch wäre es ihr gegenüber auch nicht fair, sie ab jetzt zu ignorieren oder ähnliches."
Hermine war überrascht. Sie wusste nicht, das Sirius bei sowas auch ernste und - das war das Überraschende – gute Ratschläge geben konnte. Sie nickte ihm zu.
„Ich lass dich dann mal allein... Aber komm dann bitte nach, der Tag war bisher schön, ich will nicht, dass du, Ginny und Laura sich den Rest des Tages anschweigen und aus dem Weg gehen."
„Ja, ich komm gleich nach."
Hermine hob ihren Zauber auf und ging aus Harrys Zimmer. Harry ließ sich mit dem Rücken auf sein Bett fallen und schloss die Augen.
„Hattest du auch damals solche sinnlosen Probleme?", fragte er seinen Paten. Dieser lachte kurz.
„Um ehrlich zu sein, nein. Denn eine wirklich feste Freundin hatte ich nie, ich war kein Beziehungstyp. Doch das hatte auch seine Vorteile." Als Sirius endete, hatte er ein Grinsen im Gesicht.
„Super", sagte Harry nur.
Jetzt habt ihr das nächste Kapitel gelesen,
und ich frag euch nun, wie ist es gewesen?
Hat´s euch gefallen oder war es blöd?
Oder nur schlecht und einfach öd?
Liebend gerne würde ich´s wissen,
denn bekommt man kein Feedback,
geht´s einem beschissen!
Doch krieg ich ein Kommi, macht mich das fröhlich,
dann hüpf ich durch´s Leben und grinse dämlich!
Nun haut in die Tasten, ganz flink und flix,
auf ein klitzekleines Knöpfchen,
GO steht drauf, es kostet nix.
