Da bin ich mal wieder mit was neuem;-) zuerst komm ich mal zu den reviews. Da ja FF wiedermal voll ne macke hat, kamen wohl die replys wieder nicht an ;-( Deswegen mach ich das jetz hier.
Flame: Danke für deine glückwünsche für´s neue jahr. Ich geb dir vollkommen recht, ich war selber nich mit dem letzten kap zufrieden, aber es musste so rein. Freu mich auf dein nächstes review und vorallem darüber, dass du dranbleibst!;-)
goldentree: Danke für das lob! Wie es weiter geht mit Laura, Harry&Ginny erfährst du jetz, ich hoffe es ist mir gelungen! Darius kommt au noch mal vor..Das Kapitel dürfte dir eigentlich gefallen, mehr sag´sch aber nüch:-)
Dragonsoldier: Wer hasst ihn nicht?(wenn er nich funzt natürlich, sonst is er praktisch..)...was harry tut bzw. was passiert liest du jetz, hoffe es is ok so :-) bis zum nächsten chap!;-)
So, jetzt viel Spaß mit dem neuen Chap, wir kommen dem Ende entgegen. Deswegen auch mein Frage an euch, ob noch irgendwas bestimmtes passieren muss, wo ich nicht draufkommen würde!? Schreibts mir!;-)
Kapitel 19. Das ist typisch Harry...
„Hey Laura!", rief er laut und sie machte den Fehler und stoppte und drehte sich zu ihm um. Warum wusste sie selbst nicht. Harry holte sie ein. Doch ans Weiterrennen dachte er nicht mehr. Wo wollte er nochmal hin? Wieder einmal verlor er sich in diesen Augen. Sie kamen sich näher, ihre Umgebung völlig ignorierend. Zum ersten Mal bemerkte Harry, dass Laura ebenfalls Sommersprossen hatte, er konnte sie schon fast zählen. Sein Verstand hatte schon längst auf Wiedersehen gesagt.
Ginny, die nun ebenfalls, dem kleinen Darius helfend, die Leiter vom Dach hinunterkletterte, sah die zwei, wie sie sich immer näher kamen. Sie blieb stehen. Auch Darius blieb stehen und machte keinen Mucks.
‚NEIN!', dachte sie sich und wartete bestürzt auf das Kommende.
„Stopp", flüsterten Harry und Laura zugleich. Wie von einem Stromschlag getroffen sprangen sie auseinander.
„Ich-Ich muss dann." Laura machte kehrt und rannte davon. Harry stand wie betröppelt da und starrte auf die Stelle, an der Laura noch wenige Sekunden zuvor gestanden hatte.
Dann drehte er sich um und blickte in das Gesicht von Ginny. Sie hatte Darius an die Hand genommen, blickte ihn nur kurz an, ohne eine Miene zu verziehen, und dann ging sie mit Darius einfach weiter. Harry wusste, dass es jetzt sinnlos wäre, ihr hinterher zu laufen. Der Kleine drehte sich kurz zu Harry um und machte ein verwundertes Gesicht.
„Was ist, Ginny? Spielen wir kein Verstecken mehr?", fragte Darius.
„Tut mir Leid, kleiner Mann, heute nicht mehr", antwortete sie bemüht freundlich und ruhig, aber ihre Stimme zitterte.
„Hat Harry was böses gemacht?"
„Nicht direkt. Nur fast. Ich weiß es nicht..." Die beiden gingen den Weg weiter entlang, bis sie beim Bungalow von Ginny und Hermine ankamen.
-#-#-
Harry stand immer noch so da. Ohne das er es wirklich bewusst merkte, trugen ihn seine Beine auf die Terrasse seines Ferienhäuschens. Er setzte sich auf die Bank, Hermine, Vivi und Ron nahm er garnicht wahr. Die drei setzten sich gut gelaunt zu ihm.
„Harry, wo sind Laura, Ginny und Darius?", wollte Hermine wissen.
„Keine Ahnung."
„Was hast du gemacht?", fragte Hermine spitzfindig, sie kannte diesen Ton von Harry.
„Ich hab´s verbockt", murmelte Harry und ließ seinen Zauberstab Funken sprühen.
„Hey, pass auf, das Top ist neu!" Vivi sprang auf. Ron verdrehte die Augen.
„Komm mit Vivi, wir lassen die Herren unter sich und suchen Ginny." Hermine zog mit Vivi von dannen.
Ron setzte sich neben seinen besten Freund. Als Harrys Zauberstab weitere Funken sprühte (diesmal giftgrüne), nahm Ron ihm diesen weg. Einige Zeit saßen die zwei nur so da, bis Ron das Schweigen zu lang wurde.
„Erzählst du mir jetzt endlich was du angestellt hast?"
„Wenn du´s unbedingt wissen willst", druckste Harry herum.
Ron sah ihn erwartungsvoll an.
„Laura und ich hätten uns gerade fast geküsst. Ginny stand hinter uns und-", Harry wurde von Ron unterbrochen: „Du hast meine Schwester betrogen?"
„Nein! Laura und ich haben uns fast geküsst, nur fast."
„Also liebst du sie."
„Quatsch!"
„Dann liebst du beide."
„Nein!"
„Du liebst garkeine."
„Unsinn."
„Und was hast du jetzt vor?"
„Keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat."
„Alter...", murmelte Ron, dann trat wieder Schweigen ein.
Nun war es Ron, der mit Harrys Zauberstab rumspielte und diesmal kamen Funken in einem leuchtenden Violett.
„Und was mach ich jetzt?"
„Ähm", setzte Ron an, doch kam zu keiner (sinnvollen) Antwort.
Das schöne Wetter und die unschuldige Stille um die zwei herum standen in völligem Kontrast zu Harrys Gefühlslage.
„Gehen wir irgendwohin?", fragte Harry nach einer Weile.
„Also, wenn es dir nichts ausmacht, dann würde ich gerne nochmal zu diesem Quidditchladen."
„Gute Idee", stimmte Harry zu.
Die zwei machten sich auf zur Promenade, mit dem Ziel „Quidditch para campeonatos del mundial", so hieß der Laden nämlich. (A/N: übersetzt soll das „Quidditch für Weltmeister"heißen. Ist bestimmt falsch...)
Auf dieser Einkaufsmeile tummelten sich immer noch hunderte von Hexen und Zauberern, bepackt mit leuchtenden Taschen und Tüten oder den wunderlichsten Gegenständen. Ein ziemlich fülliger Mann trug einen riesigen, schwarzen Kessel – anscheinend ein Braumeister. Aus dem Kessel schaute eine lange Holzkelle heraus. Harry und Ron sahen überall Kinder, die komische, aufblasbare Enten mitschleppten und immer wieder konnte man ebendiese quaken hören.
Hier vergaß Harry alles um sich herum und sein Gesicht zierte ungewollt ein Grinsen. Er liebte dieses geschäftige Treiben, es erinnerte ihn immer wieder an seinen ersten Besuch mit Hagrid in der Winkelgasse und bließ alles andere somit aus seinem Kopf.
Nach erstaunlich kurzer Zeit kamen die beiden bei dem Quidditchladen an. Hier war wohl am meisten los, es herrschte ein ziemliches Gedränge, vorallem an der Kasse.
„Cool, die verkaufen hier sogar Quaffel und Klatscher."
„Hast du schonmal einen silbernen Schnatz gesehen?"
„Das sieht ja Hammer aus!"
Die Augen der beiden leuchteten.
„Was meinst du kostet der, Ron?"
„Keine Ahnung, fragen wir doch einfach." Ron schaute sich nach einem Verkäufer um. Ein paar Sekunden später wurde er fündig.
„Entschuldigung, können Sie uns sagen, was dieser silberne Schnatz kostet?", fragte Ron ihn.
Der Verkäufer antwortete in fließendem Englisch: „Selbstverständlich, dieser hier ist ein Einzelstück, er kostet fünfundachtzig Galleonen. Es ist echtes Silber."
„So viel?" meinte Harry enttäuscht. Der Verkäufer wandte seinen Blick zu Harry und dann stierte er regelrecht auf die Narbe. Fast schon aus dem Unterbewusstsein heraus verstrubbelte Harry sein Haar so, dass die Narbe kaum noch zu sehen war.
„Für Sie würde ich handeln." Der Verkäufer lächelte freundlich und machte gleich darauf eine grüblerische Miene. Nach einigem Überlegen schlug der Verkäufer vor: „Sagen wir siebzig Galleonen."
„Fünfundsechzig."
„Sagen Sie das ja nicht meinem Chef", stimmte der Verkäufer dem vorgeschlagenen Preis von Harry zu.
Der silberne Schnatz wechselte den Besitzer, ebenso die fünfundsechzig Galleonen. Harrys Geldbeutel hatte stark an Gewicht abgenommen. In einer magisch gesicherten Schatulle fand der Schnatz seinen Platz. Aber ans Verlassen des Ladens dachten Ron und Harry noch lang nicht, nun wurde die zweite Etage ausgiebig ausgekundtschaftet.
Hier hingen oder standen an jeder Ecke Rennbesen über Rennbesen. Ron blieb wieder längere Zeit bei dem Sweeper stehen und schaute sich sehnsuchtsvoll das edle Holz an.
„Meinst du man kann die Besen vorher mal ausprobieren, bevor man sich entscheidet?", fragte Harry Ron, immerhin kannte sich Ron besser mit magischen Geschäften aus.
„Also in dem Laden in der Winkelgasse ginge das nicht. Ich glaube wenn du die danach fragst, zeigen sie dir bloß den Vogel. Aber wie kommst du auf die Idee?"
„Na ja, bei den Muggeln kann man, bevor man sich ein Auto kauft, es auch erstmal Probe fahren. Ich frag mal nach." Harry verschwand und kam kurze Zeit später wieder mit dem Verkäufer von vorhin zurück.
„Was kann ich denn nun für euch tun?" Dieser Mann hatte eine, von Kopf bis Fuß, fröhliche Art.
„Ich habe mich gerade gefragt, ob man die Besen, bevor man sie kauft, einmal testen kann", erklärte Harry sein Anliegen, irgendetwas hatte von ihm Besitz ergriffen.
„Da muss ich euch leider enttäuschen Jungs." Die hoffnungsvollen Mienen der beiden erschlafften. „Aber es gibt bei uns Besen zum Ausleihen, gegen Gebühr versteht sich. Für welches Stück interessiert ihr euch denn?"
„Also Ron hier würde am liebsten mal diesen Sweeper – Guardian Edition ausleihen."
„Einen guten Geschmack hast du, mein Junge. Demnach gehe ich davon aus, dass du Hüter bist, welches Haus?" Der Verkäufer schien äußerst interessiert. Aber als Mitarbeiter in einem Quidditchgeschäft war das wohl auch kein Wunder.
„Gryffindor. Ginge das denn, ich meine, diesen Besen auszuleihen?", fragte Ron hoffnungsvoll.
„Aber selbstverständlich! Ich würde euch vorschlagen, ihr sucht euch noch einen zweiten aus, ich nehme mal an, Sie spielen auf der Position des Suchers Mr. Potter."
Harry nickte verwundert.
„Ihr findet mich an der Kasse." Der Mann verschwand wieder nach unten und Ron und Harry sahen sich weiter um.
„Was meinst du wird das kosten?"
„Ach, nicht viel."
Zwar war sich Harry durchaus im Klaren, dass er Zuhause den derzeit besten Rennbesen schon besaß, aber vielleicht fand sich ja noch ein ähnlich guter, denn er hatte inzwischen ein richtiges Verlangen danach bekommen Quidditch zu spielen, irgendetwas leichtsinniges zu tun. Er verzog sich in die Ecke mit Rennbesen, speziell für Sucher. Nach nur einem Blick zog einer die vollständige Aufmerksamkeit Harrys auf sich.
El Estrella luchador
Dieser Besen war ziemlich dünnhälsig, bestand aus unglaublich edel aussehendem Holz und hatte an den Seiten jeweils links und rechts eine Chromleiste. Er sah wirklich windschnittig aus, perfekt für hohe Geschwindigkeiten. Für Harry war klar, dass er fast alles dafür tun würde, sich diesen Besen ausleihen zu können.
„Na, wohl fündig geworden, was?", grinste Ron ihn an.
„Oh ja!", grinste Harry zurück. Beide gingen nach unten und teilten dem Verkäufer ihre Wahl mit. Dieser stimmte in beiden Fällen zu. Für den restlichen heutigen und den ganzen morgigen Tag mussten die zwei eine Leihgebühr von zehn Galleonen bezahlen und außerdem einen magischen Vertrag unterzeichnen. Dieser sollte Diebstahl verhindern wurde aber wieder aufgelöst, sobald die Rennbesen ordnungsgemäß abgegeben wurden. Das Ganze war so für den Quidditchladen völlig sicher, denn wer riskierte schon sein Leben für einen Besen (noch dazu einen ausgeliehenen)...
Als die zwei den Laden verließen, hätte bei beiden eine Tafel Schokolade quer in den Mund gepasst, so breit war ihr Grinsen. Jeder mit einem Besen in der rechten Hand marschierten sie stolz die Einkaufsmeile entlang. Als Harry ein Mädchen mit roten Haaren sah, verging ihm das Grinsen allerdings sofort wieder und er wurde sich bewusst, dass er garnicht mehr an Ginny gedacht hatte.
„Stopp, Ron! Ich brauch ein Entschuldigungsgeschenk für Ginny." Harry blieb stehen.
„OH... Ja, hab ich vergessen. Obwohl, ich glaube, du brauchst erstmal eine gute Erklärung, oder?"
In seinem Inneren musste Harry ihm (leider) Recht geben. Einfach zu Ginny spazieren und ihr ein Geschenk unter die Nase halten, würde nicht reichen. Die zwei setzten sich erstmal auf eine Bank.
„Eigentlich ist doch garnichts passiert. Ich meine, du hast sie ja nicht geküsst."
„Hmm... Ist doch alles Scheiße!", stieß Harry laut aus und einige Leute drehten sich zu ihm um.
Das altbekannte Schweigen trat ein. Harry starrte vor sich hin und war in seine Gedankenwelt abgetaucht, während Ron die Leute beobachtete oder darauf wartete, dass Harry etwas sagte.
„Harry?", fragte Ron und unterbrach so nach ein paar Minuten Harrys Grübeln.
„Hmm?"
„Probieren wir die Besen jetzt aus?"
Harry schloss kurz die Augen, dann musste er unwillkürlich grinsen. Ron erinnerte ihn manchmal an einen kleinen Jungen. Was kümmerten ihn schon irgendwelche Probleme mit Mädchen, wenn man einen Rennbesen in der linken Hand hielt und diesen noch nicht ausprobiert hatte. Er stand auf.
„Okay, weißt du wo wir fliegen könnten?"
Ron strahlte. „Zufälligerweise weiß ich das. Es gibt nämlich einen kleinen Quidditchtrainingsplatz."
Die beiden machten sich auf den Weg, wobei Ron zielstrebig den Weg entlang steuerte und Harry, wieder in Gedanken, nur hinterherlief, ohne wirklich zu wissen wohin. Ziemlich schnell waren die zwei dem Getümmel und Gestürze auf der Einkaufsmeile entflohen und kamen auf einer weitläufigen, saftig grünen Wiese an.
Diese Wiese hatte in etwa die Größe eines kleinen Fußballplatzes, doch standen hier keine Tore. Es war vielmehr ein kleines Stadion, auch wenn es nur eine Tribune gab. Nur auf einer Seite ragten drei hohe Torstangen in die Luft - das Ziel eines jeden Quaffels. Somit konnte allerdings auch nur ein Hüter spielen. Die Stangen sahen ziemlich verwittert aus und die Farbe blätterte auch schon an einigen Stellen ab.
Plötzlich hörte Harry ein Zischen und konnte gerade so noch einen rothaarigen, jungen Mann über ihn hinwegfliegen sehen. Ein zweiter rothaariger Junge folgte.
„Sind das Fred und George?", fragte Harry ungläubig.
„Ich glaub schon. Wer hätte das gedacht", stimmte Ron ihm zu.
Die Zwillinge jagten sich offenbar. Wenige Sekunden später aber waren die beiden schon neben Harry und Ron gelandet. Beide mit zerzausten Haaren, aber glücklichen Gesichtern.
„Na, da hat wohl noch jemand den Quidditchladen entdeckt und sich einen Rennbesen gekauft", meinte Fred grinsend.
„Das glaubst du doch selber nicht, woher sollten die zwei Tunichtgute denn das Geld herhaben?", wandte sein Bruder George ein.
„Wenn ihr's genau wissen wollt, wir haben uns die Besen ausgeliehen und wollten sie testen."
„Wer sind hier die Tunichtgute?", fügte Harry lachend an.
„Sind das eure Besen?"
„Aber-"
„-sicher!", vollendete George den angefangen Satz seines Zwillingsbruders.
„Habt ihr die neu gekauft?"
„Jepp!", antworteten sie einstimmig. Dann führten sie stolz ihre neuen „Schätzchen" vor.
„Ein Sondermodel der Nimbus-Reihe, der Nimbus Millennium."
„Was ist, habt ihr Lust auf ein Duell der Extraklasse? Wir beiden gegen euch zwei", schlug Fred vor.
„Eigentlich wollte ich meinen Schnatz mal ausprobieren."
„Du hast dir einen Schnatz gekauft? Cool, zeig her!" Harry holte die Schatulle heraus und zeigte den Schnatz den Zwillingen.
„Ein guter Kauf, Harry", lobten sie ihn.
„Gut, dann machen wir es anders. Harry du lässt deinen Schnatz frei, so viel ich weiß, kommt er zurück, sobald du die Schatulle wieder öffnest, und wir drei Weasleys bombadieren dich mit Klatschern."
„Und wozu hab ich mir dann extra einen Rennbesen für Hüter ausgeliehen?", fragte Ron.
„Schön, dann bombadieren wir halt unseren kleinen Bruder mit Quaffeln. Harry du bist schon groß genug, um allein zu fliegen, oder? Dann kannst du ja währenddessen deinen Schnatz austesten." Harry nickte grinsend, nur Ron hatte eine etwas säuerliche Miene. Er konnte es nicht leiden, wenn ihn seine Brüder immer wieder aufzogen. (Schlimm genug, dass sich das Laura schon angewöhnt hatte. Und sie kannte er ja erst seit kurzem...)
Ein paar Sticheleien später waren alle vier in der Luft. Harry hatte seinen silbernen Schnatz mit etwas Bedenken freigelassen und hatte nur Millisekunden Zeit ihm hinterherzuschauen, dann war er weg. Die Zwillinge waren schon eifrig dabei, Rons Hüterkünste zu testen. Dabei stellte Ron sich längst nicht so ungeschickt an, wie Fred und George es erwartet hatten.
Der Besen, den Harry flog, hatte wirklich gute Flugeigenschaften. Vorallem die Geschwindigkeit fand Harry berauschend. Zum warm werden flog er das kleine Quidditchstadion ein paar Mal auf und ab. Dann zog er immer schnellere Runden, bis er sich daran wagte, ein paar Loopings und Schrauben zu drehen.
Hier merkte Harry zum ersten mal den Unterschied zu seinem Feuerblitz. Dieser Besen hatte eine viel längere Reaktionszeit und steuerte sich somit nicht so haargenau, wie der Feuerblitz. Den Schnatz hatte Harry unterdessen nur ein kurzes Mal aufblitzen sehen, bevor er wieder im Nichts verschwand.
Der Wind rauschte in seinen Ohren, während Harry wieder Geschwindigkeit aufnahm. Er entschloss sich nun etwas höher zu gehen. Ein schon so lang vermisstes Glücksgefühl, welches er nur beim Fliegen empfand, drängte sich durch seinen Körper, schob alle Gedanken an Ginny beiseite. Ein paar Meter stieg er noch, dann stoppte er in der Luft. Die Aussicht, die sich ihm bei diesem wolkenlosen Himmel bot, war atemberaubend. Auf dem Meer glitzerte die Sonne, überall waren Menschen und Palmen.
Harry richtete seinen Blick wieder nach unten.
Da sah er ihn: Sein silberner Schnatz flog gemächlich, etwa sieben Meter, über dem Gras. Harry stürzte sich in die Tiefe. Das Rauschen des Windes verstärkte sich nochmals, durch Harrys Venen schoss das Adrenalin. Es war einfach unbeschreiblich. Mit dem festen Ziel, diesmal den Schnatz auch zu kriegen, beschleunigte Harry weiter. Die Zwillinge und Ron bemerkten nun auch Harrys Sturzflug und hielten gebannt den Atem an.
Wie ein Bussard schoss Harry von oben herab. Seine Augen fingen langsam an zu tränen, doch er ignorierte es. Der Boden kam immer näher, aber Harry dachte überhaupt nicht daran, langsamer zu werden. Sein Schnatz flog immer noch erstaunlich langsam am Boden herum. Harry schoss auf ihn zu.
Noch fünfundzwanzig Meter über dem Boden.
Noch fünzehn Meter.
Plötzlich kam Wind auf.
Eine starke Böe von links brachte Harry ins Schlingern. Der Schnatz wurde wieder schneller. Dann wechselte er abrupt die Richtung und schoss nach oben. Harry, der damit nicht gerechnet hatte und obendrein noch mit dem Schlingern seines Besens kämpfte, streckte reflexartig die Hand nach dem Schnatz aus.
Seine Finger schlossen sich um das kalte Silber. Das Letzte, was Harry mitbekam, war sein kurzer Jubelschrei und verzweifeltes Schlagen der kleinen, silbernen Flügel des Schnatzes. Dann spürte er nur noch einen mächtigen Schmerz, bevor es dunkel wurde.
-#-#-
Leise Stimmen flüsterten etwas. Irgendetwas, doch es war nicht zu verstehen, zu dumpf klang das alles.
„Wie konnte das bloß passieren?! Ihr hättet besser auf ihn achten sollen!"
„Mum, was glaubst du hätten wir da noch machen können?"
„Ihr hättet garnicht erst auf so eine verrückte Idee kommen sollen."
Die Stimmen wurden nur sehr langsam deutlicher.
Das kleine Zimmer, welches in einem hellen Weiß erstrahlte, war mit sieben Personen beinahe überfüllt. Um das ziemlich große Krankenbett waren Stühle verteilt, auf denen jeweils eine Person saß und besorgt auf den Patienten schaute.
„Meine Damen, meine Herren, ich muss Sie bitten. In diesem Zimmer sind nur vier Besucher gestattet."
„Ist gut, Heiler Cuidado. Kinder, ich werde Professer Dumbledore und den Anderen Bescheid geben, wie es ihm geht."
Molly Weasley verließ das Krankenzimmer gemeinsam mit dem Heiler, der allerdings nochmal stoppte. Aber Molly hielt ihn zurück.
„Lassen Sie sie bitte, er wird sich freuen, wenn er wieder aufwacht."
Ob nun vier oder sechs Personen um Harrys Krankenbett verteilt waren, war wirklich nicht wichtig, und so verließen die zwei Erwachsenen das Krankenzimmer endgültig.
„Es tut mir wahnsinnig Leid, Ginny! Ich weiß nicht, was mir da in den Sinn kam", entschuldigte Laura sich nun schon zum sechsten Mal. Ginny schwieg aber weiterhin, während sie die Hand von Harry sanft streichelte.
„Weißt du Laura, ich habe in diesem Moment wirklich daran geglaubt, dass ihr euch küssen werdet", flüsterte Ginny leise, aber jeder konnte es hören. Die Zwillinge, Hermine und Ron verhielten sich still.
„Zum Glück habt ihr es nicht getan. Trotzdem kann ich dir nicht wirklich vertrauen, dass zwischen euch beiden doch nicht noch irgendwann etwas passieren wird. Ich bin von euch beiden enttäuscht." Sie machte eine kurze Pause. „Aber leider kann ich dich viel zu gut als Mensch leiden." Lauras Miene erhellte sich. Ginny ließ Harrys Hand los und dann umarmten sich die zwei Mädchen.
„Nochmal Glück gehabt, was? Ich hatte schon erwartet, dass jetzt die Fetzen fliegen", krächze es vom Bett aus.
„HARRY! Du bist wach!" Ginny und Laura lösten ihre Umarmung blitzartig und dann wurde Harry stürmisch umarmt. (Von Ginny...)
„Tut uns leid, Alter. Wir hätten besser auf dich aufpassen sollen", sprachen ihn die drei Weasley-Jungen einstimmig an.
„Wie geht's dir?", fragte Hermine Harry besorgt.
Nachdem Ginny von ihm abgelassen hatte, antwortete er: „Mir tut alles verdammt doll weh. Vorallem meine Rippen."
„Kein Wunder, du bist mit wahnsinniger Geschwindigkeit auf dem Boden aufgeprallt, ein Glück, dass der Besen von allein abgebremst hat. Der Heiler sagt, du hast zwei gebrochene Rippen und deine Schulter war ausgekugelt", erklärte Ron. „Keine Angst, der Besen hat es überlebt", fügte Ron noch hinzu, als er Harrys Blick entschlüsselte.
„Glaubst du wirklich, dass Harry sich jetzt Gedanken über den Zustand eines dummen Besens macht?", fuhr ihn Hermine unwirsch an.
„Eigentlich hat Harry genau das gerade gemacht", sagte Harry schmunzelnd.
„Harry, du musst übrigens dieses Zeugs hier trinken", kam es schüchtern von Laura. Kurz sahen sich beide in die Augen.
„Ginny, ich-ähm...", stotterte Harry. „Also du hast ja gesehen, das da nichts- ich meine, das da nichts passiert ist. Es tut mir leid!" Harry empfand seit langem mal wieder tiefste Peinlichkeit. Vorallem, weil die Zwillinge, Ron und Hermine auch noch dabei waren.
„Wir verschwinden dann mal. Achso, hier ist übrigens dein Schnatz, immer noch wie neu." George legte die Schatulle mit dem silbernen Schnatz auf den Nachttisch neben Harrys Krankenbett.
„Gute Besserung!", wünschte ihm Fred noch, dann verließen auch die Zwillinge das Zimmer.
Nachdem die Tür ins Schloss fiel, wartete Harry auf eine Reaktion von Ginny.
„Ich mag euch zwei einfach viel zu gern, als dass ich euch hassen könnte. Es sei euch verziehen", seufzte Ginny leicht schmunzelnd. „Aber absofort steht ihr unter meiner Beobachtung. Das nächste Mal, und ich hoffe es wird keins geben, liegt ihr dann wohl beide wegen mir hier", fügte sie böse drohend noch hinzu.(Molly ließ grüßen...)
Die zwei schluckten. Sie wussten, das in dieser Aussage mehr als ein Kern Wahrheit steckte.
„Wo sind wir hier eigentlich?", wollte Harry, nachdem er kurz Ginnys und Lauras Mienenspiel beobachtet hatte, wissen.
„Wir befinden uns in der hoteleigenen Krankenstation. Du bist übrigens der einzige Patient zur Zeit." Hermine war wie immer am besten informiert.
„Das, ähm, mit dem Trank, Harry, war kein Scherz." Laura hielt ihm einen Becher mit lauwarmer, roter Flüssigkeit hin." Harry trank ihn in einem Zug leer. Es schmeckte angenehm nach Kirsche. In seinem Körper spürte er eine Hitze, die seinen gesamten Körper heimsuchte. So plötzlich wie die Hitze kam, so verschwand sie aber auch wieder.
Harry fühlte nun nur noch einen pochenden Schmerz an der Schulter.
„Das Rezept sollten sie Madam Pomfrey mal geben. Schmeckt überhaupt nicht so grausig wie ihr Zeug." Die Hogwartshasen schmunzelten.
„Mal ganz ehrlich, du hast uns einen riesigen Schrecken eingejagt, Harry." Lauras Schüchternheit verflog von Minute zu Minute, scheinbar auch deswegen, weil Ginny ihre Entschuldigung angenommen hatte beziehungsweise wieder mit ihr redete.
„Irgendwie war es ja auch ganz gut, dass du dir die Knochen gebrochen hast, oder? Du bist dem Ärger mit meiner kleinen Schwester ja nochmal entkommen", flüsterte Ron Harry so leise wie möglich zu, er nickte.
„Was tuschelt ihr da?", fragte Hermine neugierig.
„Nichts, garnichts!", antworteten beide wie aus einem Munde. Hermines Augenbrauen kamen dem Haaransatz ein Stückchen näher.
„Selbst im Urlaub bekommst du es fertig, dich zu verletzen", meinte Ginny, nun grinsend, und streichelte ihm liebevoll über den Arm.
„Eigentlich ist das für unseren Harry etwas völlig Normales. Man könnte sogar soweit gehen und sagen, das ist typisch Harry!", sagte Hermine, und alle (bis auf Harry) lachten.
Nur wenn wir glücklich sind, sind wir gut.
So viele Schwarzleser haben keinen Mut.
Es ist doch so einfach, mir was zu schreiben,
ich verlang ja nicht viel, ihr müsst euch nicht aufreiben.
Nur wie´s war, mehr braucht ihr nicht sagen,
ich geh euch nicht an den Kragen!
Von mir aus auch, was euch für Sorgen plagen.
Ich antworte jedem, bei dem ich´s kann,
seid ihr nicht eingeloggt, so hängt ne Email-Adresse dran.
Es motiviert mich jedes Review, ich freu mich drüber,
es sei euch gesagt, ich bekomm das nicht über!:-)
Also schreibt mir was kleines, habt nun den Mut,
denn nur wenn wir glücklich sind, sind wir gut.
GO!
mein bestes Gedicht...ich staune derweil über mich, während ihr mir kritik um die ohren schmeißt, ja!? ;-) Büdde!
