ich danke Sirisa, Eule20 und Katyes für ihre lieben Reviews!

Kapitel 4

Als Hermine hörte wie Severus sein Passwort sagte, schaute sie auf. Sie hatte bis eben die Augen zu gehabt und den Kopf an seine Schulter gelehnt. Sie sah eine große dunkle Eichentür und sah dann Severus fragend an. Was ist das denn für eine Tür, fragte sie sich und als ob Severus ihre Gedanken gelesen hätte sagte er in einem beruhigendem Ton: „Machen Sie sich keine Sorgen, dass ist nicht der Gemeinschaftsraum der Slytherins. Das sind meine Privat Räume."

Hermine fiel ein Stein vom Herzen. Doch jetzt kam da eine andere Frage auf. Wie sahen Severus Snapes Räume aus?

Diese Frage wurde ihr auch gleich beantwortete, denn Severus schob sie leicht durch die Tür. Zwar konnte Hermine durch ihren Tränenschleier nicht alles erkennen, aber einiges sah sie. Zum Beispiel war nicht alles schwarz und es gab auch keinen Sarg in der Mitte des Wohnzimmers. Stattdessen standen da zwei große Sofas und ein gemütlich aussehender Sessel, in dunkelgrün. Der Kamin prasselte davor. In der einen Ecke waren viele Bücherregale, die vollgestellt waren. Es führten drei Türen aus dem Raum raus. Eine muss in sein Labor führen und die anderen beiden ins Bad und ins Schlafzimmer, dachte Hermine und wurde von Severus in Richtung Sofa geschoben.

„Setzten Sie sich erst einmal. Ich werde uns einen Tee machen", sagte er in einem sanften Ton und gab Hermine eine Wolldecke in die Hand. Dann ging er durch eine vierte Tür, die Hermine noch nicht gesehen hatte. Das muss wohl die Küche sein, dachte sie und setzte sich ganz unsicher auf das Sofa. Danach legte sie sich die Decke über die Beine und zog sie sich bis unters Kinn.

Severus kam nach ein paar Minuten mit zwei dampfenden Tassen Tee wieder. Er reichte eine davon Hermine und setzte sich dann in den großen Sessel neben dem Sofa. Beide schwiegen eine Weile bis Severus das Wort ergriff.

„Hermine Sie sehen schwach aus. So können Sie nicht in den Turm zurück. Sie werden heute hier bleiben und sich ausruhen. Sie werden in meinem Bett schlafen und ich auf dem Sofa. Und ich dulde keine Widerworte, haben Sie mich verstanden?" Er sah sie mit seinen undurchdringbaren Augen an und Hermine nickte nur, denn sie konnte noch immer nicht reden.

„Gut. Wir werden morgen über alles reden. Kommen Sie bitte mit", sagte Severus, stand auf und reichte ihr die Hand. Hermine ergriff sie etwas zögernd.

Er führte sie in sein Schlafzimmer, was Hermine schön eingerichtet fand. Es gab ein Fenster und darunter stand ein großer Schreibtisch. Zwei dunkelbraune Schränke standen an der Wand gegenüber der Tür. Der Mittelpunkt des Zimmers war das große Bett. Wie jedes Bett in Hogwarts was dieses auch ein Himmelbett, mit schwarzer Seidenbettwäsche und dunkelgrünen Vorhängen.

Hermine hatte gar nicht bemerkt wie Severus zum Schrank gegangen war und etwas herausgeholt hatte, bis er wieder vor ihr stand.

„Hier Hermine, damit Sie nicht in ihren Sachen schlafen müssen", sagte er wieder in diesem mitfühlenden Ton und reichte Hermine einen schwarzen Schlafanzug.

„Schlafen Sie gut", sagte er noch und ging zur Tür. Als er schon fast draußen war, kam von Hermine ein leises „Danke Professor Snape".

Severus ging mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen aus dem Zimmer und setzte sich auf das Sofa. Er wollte warten bis Hermine im Bad war. Er machte es sich also auf dem Sofa bequem und wartete. Als er hörte, dass Hermine ins Bett ging, machte er sich auch fertig und legte sich dann hin. Er wartete noch eine Weile bis er sicher war das Hermine schlief. Dann trat er auch ins Reich der Träume ein.

Als Severus gegangen war, stand Hermine etwas planlos im Zimmer. Was soll ich jetzt machen, fragte sie sich und sah das links neben ihr eine Tür war. Die muss ins Badezimmer führen, dachte sie und ging hin. Als sie die Tür geöffnet hatte trat sie ganz unsicher ein. Sie überlegte kurz und dann fing sie an sich umziehen. Als sie sich das Gesicht gewaschen hatte, schaute sie in den Spiegel über dem Waschbecken. Ich sehe furchtbar aus, dachte sie und ging ins Schlafzimmer zurück.

Sie legte sich hin und dachte nach. Warum macht er das für mich? Warum ist er so einfühlsam zu mir? Warum hat er mir noch keine Hauspunkte abgezogen und warum darf ich in seinem Bett schlafen? Mit all diesen Fragen im Kopf kuschelte sie sich in seine Kissen, die nach Kräutern rochen. All diese Fragen werden sich morgen hoffentlich klären, dachte sie und trat dann in einen tiefen Schlaf, den sie schon seit Wochen nicht mehr hatte.

-tbc-

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