Hallöchen meine lieben Leser!;-) Es ist so weit, ich habe das letzte Kapitel für euch!Ich habe mich über die Reviews zum vorherigen Kap wirklich gefreut!:-)
Dickes Dankeschön an euch:

Dragonsoldier:Reply haste ja schon:-)
Flame:Reply is ja angekommen, aber meine Mail wohl nich;-( wollt doch deine Ideen so gerne hören, hoffe ich hör sie noch!:-)
KathrynRiker-Black, NegativeLight, eure Replys sind hoffe ich au angekommen;-)
Larinja: Huhu:-) Also wenn ich dir das jetzt schon verrate, wo is denn dann die Spannung?;-) Ich kann dir ja die ersten 4Worte des Titels verraten Harry Potter und die . . . mehr sag'sch nüch :P Hoffe ich les nochmal was von dir;-) Wenn du aufmerksam gelesen hast(ich geh davon aus) dann sind schon paar Sachen erwähnt worden, die 'ne Rolle spielen werden...

Und jetzt ein letztes Mal viel Spaß!


Kapitel 21. Meister des Duells

In der hoteleigenen Krankenstation herrschte immer noch einsame Stille wie am Vortag. Es war schon fast elf, doch der Heiler dachte sich, dass er seinem einzigen Patienten ruhig mal einen Gefallen tun könnte, indem er ihn länger als bis neun Uhr schlafen ließ. Aber das Heiler Cuidado damit nicht nur einer Person einen Gefallen tat, wusste er (bisher) nicht. Mit leisen Schritten näherte er sich dem Krankenzimmer des Patienten Potter.

In den Händen ein Tablett mit Croissants, Toast, Marmelade, einer Tasse Orangensaft und als Extrazugabe einen Becher Medizin.

Doch unergründlicherweise ließ sich die Zimmertür nicht öffnen. Der Heiler stellte das Tablett mit dem Frühstück vorsichtig auf der Fensterbank ab und zog seinen Zauberstab. Mit hochgezogener Augenbraue murmelte er ein Alohomora und es machte leise klick. Sich nun sicher, das die Tür sich öffnen ließe, drückte Cuidado behände die Türklinke nach unten, doch die Tür blieb weiterhin verschlossen.

'Was hat dieser Potter gemacht?', ging es ihm durch den Kopf, während er an der Klinke rüttelte.

Desvelar!", sagte Cuidado laut und deutlich und richtete ein weiteres Mal seinen Zauberstab auf die Tür. Ein feines, graues Flimmern umgab nun die Tür und dem Heiler ging ein Licht auf. Er murmelte eine weitere Formel und drückte die Türklinke selbstsicher nach unten, die Tür ließ sich öffnen.

Zufrieden, aber immer noch verwundert, nahm er das Tablett mit Harrys Frühstück und betrat das Krankenzimmer. Als er den Blick auf das Bett seines Patienten richtete, kannte seine Verwunderung keine Grenzen mehr.

Da lag Harry Potter, den linken Arm um ein rothaariges Mädchen gelegt, in seinem Bett und neben ihm lag ein weiteres Mädchen, mit braunen, leicht buschigen Haaren, in unbequemer Haltung. Aber die absolute Krönung waren die Massen an Konfetti, die das Zimmer ungewohnt bunt schmückten. Kopfschüttelnd zog er die Vorhänge beiseite, ihm fiel dabei allerdings nicht auf, das bei einem der Fenster die Vorhänge garnicht erst zugezogen waren.

„Chrm, chrm, Mr Potter, es wird, glaube ich, Zeit für Sie aufzustehen", sagte der Heiler dann laut und wartete darauf, das Harry wach wurde. Gleichzeitig war er sehr gespannt, was der Junge Mister Potter zu seiner Verteidigung vorzubringen hatte.

„Hmm?", kam es sehr verschlafen von Harry, der sich nichtmal die Mühe machte, die Augen zu öffnen.

Cuidado nahm sich einen Stuhl, klopfte Konfetti ab, und setzte sich in beobachtender Position an das Ende des Bettes. Das Mädchen mit den braunen Haaren rieb sich verschlafen die Augen und streckte sich dann. Sie schlug die Augen auf und sah sich verwundert um, bis sie in die beinahe schwarzen Augen des Chefheilers schaute.

„OH! Wo bin ich? Ach ja..."

„Guten Morgen, Miss?"

„Granger, Hermine Granger", stellte sie sich gähnend vor. „Auuuu...", stöhnte sie als nächstes, denn Hermine wollte sich vorsichtig aus dem Bett erheben, hatte aber das Gefühl, einen kräftigen Muskelkater zu haben; der ganze Nacken, inklusive Rücken, tat ihr weg.

„Wären Sie so freundlich, Ihren jungen Freund und Ihre Freundin zu wecken? Sie können Mr. Potter ausrichten, dass er in Ruhe frühstücken, ein letztes Mal seinen Heiltrank einnehmen muss und dann gehen kann. Ach ja, vorher sollte er mir aber Rede und Antwort stehen, vorallem wie er es geschafft hat, die Tür so zu verriegeln und das Zimmer so außergewöhnlich zu schmücken." Mit unergründlicher Miene verließ der Heiler das Zimmer.

Hermine, mit leichter Röte im Gesicht, versuchte nun Harry und Ginny zu wecken.

„Hey! Aufstehn ihr zwei!"

„Was is'n los... Is' doch noch garnich richtig hell draußn...", nuschelte Ginny und drehte sich mit dem Rücken zu Harry und Hermine. Es gab einen lauten, dumpfen Knall und dann lag sie auf dem Fußboden. Hermine kicherte.

Durch das Plumpsen wurde nun auch Harry langsam wach. Das erste was er sah, waren braune Augen.

„Morgen, Hermine", begrüßte er sie lächelnd. „Wo ist- Achso, der Knall..." Die Frage wo Ginny abgeblieben war, erübrigte sich von allein.

„Wie wäre es, wenn du mir hilfst aufzustehen anstatt Hermine schöne Augen zu machen?", kam es gedämpft vom Fußboden.

Hermine sprang von Harrys Bett auf und umrundete dieses. Ginny lag mit dem Bauch auf dem Boden, hatte die Augen aber immer noch geschlossen. Sie half ihr aufzustehen. Belustigt sah Harry seine Freundin an, die Haare standen in alle erdenklichen Richtungen ab und sie rieb sich gähnend den Schlafsand aus den Augen.

„Hermine, du hast schon Frühstück bes-" Harry vollendete seinen Satz nicht. „Der Heiler war schon hier, richtig?", fragte er stattdessen an Hermine gewandt.

„Ja, ich soll dir ausrichten, dass du in Ruhe frühstücken und deine Medizin nehmen sollst. Dann kannst du gehen, vorher musst du ihm aber noch erklären, warum die Tür so verriegelt war und wie du es geschafft hast, dass Zimmer so zu schmücken", beantwortete Hermine seine Frage in fast der selben Stimmlage wie der Heiler vorhin.

„Na dann, frühstücken wir doch erstmal", meinte Ginny und holte das Tablett, welches auf dem kleinen (sonst weißen, nun mit Schnipseln übersäten) Tisch stand.

Die drei saßen wieder auf Harrys Bett und teilten sich das Frühstück. Das war allerdings garnicht so schwer, denn der Teller mit Croissants füllte sich von selbst immer wieder auf, ebenso der Orangensaft, nachdem Hermine zwei weitere Gläser herbeigezaubert hatte. Harry und Ginny fütterten sich gegenseitig, bis der erste Toast auf dem Bettlaken landete. Natürlich mit der Marmeladenseite vorneweg.

„Ihr seid zwei richtige, kleine Ferkel", stellte Hermine fest.

„Wir mögen es halt-"

„Versaut, ich weiß", vollendete Hermine Ginnys angefangen Satz.

„Falsch, wir mögen es ferklig", stellte Harry grinsend klar. Hermine schüttelte nur den Kopf und trank ihr Glas Orangensaft in einem Zug leer. Dann forderte sie Harry dazu auf, seinen Heiltrank zu nehmen. Diesmal schmeckte es nicht so angenehm und Harry verzog das Gesicht angeekelt.

„Bäh! Schmeckt das widerlich."

„Hier, spül doch nach." Ginny hielt ihm ihr Glas Orangensaft hin und klimperte mit den Wimpern. Harry lehnte aber ab, dieses verdächtige Glitzern in ihren Augen kam ihm sehr bekannt vor.

„Spielverderber", murmelte sie gespielt enttäuscht. „Da lassen mir Fred und George mal etwas von ihren neuen Haarfärbetropfen da und du springst nicht drauf an."

Sie alberten noch eine Weile herum. Nach einem Ratzeputz! war auch das Bettlaken wieder marmeladenfrei. Nachdem Harry feststellte, dass ihm kein einziger Muskel oder Knochen mehr wehtat, machten sie sich auf nach unten zum Empfang, das Konfetti hatten alle drei vollkommen vergessen. Am Empfangstresen saß Heiler Cuidado Kaffee trinkend und mit einer Tageszeitung beschäftigt.

„Guten Morgen", machten die drei sich schüchtern bemerkbar. Der Heiler sah von seiner Zeitung auf.

„Ähm… Was sag ich denn jetzt?", flüsterte Harry fragend zu den zwei Mädchen.

„Wie ich sehe, geht es meinem Patienten wieder blendend. Haben Sie Ihre Medizin genommen?" Dder Heiler ließ sich nichts anmerken. Harry nickte ihm zu. „Na dann, worauf warten Sie noch, genießen Sie Ihren letzten Tag und kommen Sie mit keinem Besen mehr in Berührung." Ciudado lächelte freundlich.

„Ja-ähm... Danke", stammelte Harry. Ginny nickte zustimmend und Hermine machte eine nachdenkliche Miene.

Die drei standen immer noch wie festgeklebt vor dem Empfangstresen. Der Heiler fing an zu lachen.

„Ich glaube, das mit der Tür habe ich jetzt einfach mal vergessen, Mr. Potter. Allerdings frage ich mich, was Sie mit dem Krankenzimmer angestellt haben, die Besuchszeit war meines Wissens schon längst vorbei." Während er das sagte, warf er den zwei Mädchen einen bedeutungsvollen Blick zu.

Hermine gab Harry einen kleinen Schubs, damit er endlich etwas sagte.

„Jaaaah. Also... Das mit dem Zimmer... ", brabbelte Harry los.

„Schon gut, schon gut. Ich bestehe aber darauf, dass Sie das Zimmer wieder so herrichten, wie es vor Ihrem Besuch war." Sein Ton wurde streng.

Also schleppten die drei sich nochmal hinauf in Harrys (ab heute wieder ehemaliges) Krankenzimmer und versuchten eine geschlagene Stunde lang, das Konfetti wieder zum Verschwinden zu bringen. Völlig genervt gaben die drei auf, nur um dann langsam festzustellen, dass sich das Konfetti von allein entfernte. Scheinbar hatten Fred und George doch ein wenig Mitleid und die bunten Papierschnipselchen lösten sich nach einiger Zeit schier in Luft auf.

Sie verabschiedeten sich noch einmal von dem Heiler und dann war zum einen Harry endlich entlassen und zum anderen der letzte Urlaubstag richtig angebrochen.

Die drei gingen den Sandweg schweigend entlang.

„Eigentlich schade, wie schnell die Zeit vergangen ist, oder?", fragte Ginny nach einiger Zeit.

„Hmm."

„Was passiert heute noch großartig?"

„So wie ich das verstanden habe, geht unser Rückflug erst um einundzwanzig Uhr, wir fliegen also über Nacht", erzählte Hermine.

Nach etwa zwanzig Minuten Spaziergang waren Hermine, Ginny und Harry bei Dumbledores Ferienhäuschen angekommen, schon von weitem hörte man Gelächter, die Anderen frühstückten wohl gerade. Sie setzten sich mit an den Terrassentisch.

„Sehr schön, dann sind wir ja nun komplett." Dumbledore strahlte in die Runde. „Heute ist unser letzter Urlaubstag in diesem kleinen Paradies. Es hat mich gefreut zu sehen, dass ihr euch amüsiert habt, denn ich für meinen Teil habe es mehr als das. Unser Rückflug geht um einundzwanzig Uhr, was heißt, dass wir bis etwa um sieben noch einmal die Chance haben, kräftig Spaß zu haben. Heute nochmal etwas, wie sagt die Jugend heute, Action, wie es gewünscht wurde." Er zwinkerte auffallend Harry und den Zwillingen zu. (A/N: un ich Zwinker meinem Reviewer Zauberstab mal zu ;-) )

„Aber vorher packen wir am besten unsere restlichen Sachen. Treffen wir uns in einer Stunde wieder hier, dann habe ich noch eine Überraschung für euch." Das Frühstück wurde mit dieser kleinen Rede eingestellt und elffaches Stühlescharren später zerstreute sich die Gruppe in die unterschiedlichen Himmelsrichtungen.

Anscheinend waren die Frauen allesamt schon etwas weiter wie die Herren, denn bis auf Ginny und Hermine hatten alle anderen schon längst am gestrigen Abend gepackt. Doch bei den Zwillingen, Ron, Harry und auch Arthur herrschte heiteres Durcheinander.

Es war erstaunlich wie viele Habseligkeiten sich von Harry und Ron in dem Bungalow verteilt hatten.

Gegen halb zwei Uhr Mittags hatten es dann auch die männlichen Mitreisenden geschafft, ihr Hab und Gut wieder in ihrem magischen Koffer zu verstauen und alle saßen erwartungsvoll am Tisch bei Albus. Dieser hatte außerdem noch Vivien und Laura eingeladen, ließ sich aber immer noch nicht blicken.

„Mensch wo bleibt der denn?", fragte Ginny etwas lauter als sie es vorhatte und wurde von ihrer Mutter gleich zurechtgewiesen, nicht in diesem Ton über den Schulleiter zu sprechen. Als sich Molly wieder von ihrer Tochter abwandte, rollte diese mit den Augen und machte stillschweigend ihre Mutter nach, das Gesicht dazu war einfach köstlich.

Ein paar Minuten später hatte es Dumbledore wohl vollbracht, was auch immer es war, denn er kam mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen zu der Gruppe an den Tisch.

„Meine Lieben, bitte folgt mir", forderte er die Anderen freundlich dazu auf, sich zu erheben. Selbst die Weasleyeltern machten ein unwissendes Gesicht und Harry grübelte in Gedanken, was Dumbledore sich da wieder ausgedacht hatte, denn Harry sollte das Porträt von Sirius mitnehmen, welches im Moment noch auf dem Tisch samt Bewohner stand.

Sie gingen den Weg entlang und entfernten sich immer mehr von den Ferienhäuschen, ein kleines Wäldchen kam langsam aber sicher in Sichtweite. Wobei man nicht wirklich von einem Wald sprechen konnte, denn die Palmen die sich unter die anderen Bäumchen gemischt hatten, machten einen ganz anderen Eindruck.

Dumbledore hielt zielstrebig auf das Wäldchen zu und verschwand allen voran hinter einer dichten Baumgruppe. Die Weasleys und ihre Begleiter stoppten skeptisch und folgten dann mit gespannten Mienen. Harry und Ron kämpften sich als erste durch das erstaunlich üppige Gestrüpp, nur um dann wenige Augenblicke später auf einer moosgrünen Wiese zu stehen, auf die nur vereinzelt Sonnenstrahlen ihren Weg fanden. Von Albus war keine Spur zu sehen. Die Anderen stießen ebenfalls zu Harry und Ron, nur um dann genauso ratlos auszusehen.

„Und jetzt?", fragte Laura ratlos in die Runde. Die Zwillinge ließen sich in den Schneidersitz fallen und Hermine zuckte mit den Schultern.

„Wenigstens iest es 'ier nisch su warm", kam es von Fleur und sie ließ sich neben die Zwillinge fallen und atmete erschöpft aus. Harry hatte ein seltsames Gefühl bekommen, er fühlte sich beobachtet. Er schaute sich um, es war sehr merkwürdig, dass Dumbledore einfach verschwunden war und das es hier nichts gab, außer Sträuchern und dichtem Gestrüpp.

„Harry, was ist los?", fragte Bill ihn interessiert musternd.

„Keine Ahnung, nur so ein komisches Gefü-" weiter kam Harry nicht, denn von links hörte man ein auffälliges Rascheln und dann schoss auch schon ein roter Blitz auf ihn zu. Ohne zu zögern riss Harry seinen Zauberstab in die Höhe und blockte den Schocker mit einem Protego.

Hermine quiekte erschrocken auf, nur um sich dann nach rechts zu werfen und ebenfalls einem Schocker auszuweichen. Dann war es wieder still. Harry fühlte sich vollkommen überrumpelt und bewunderte Rons Freundin, dass sie, im Gegensatz zu allen anderen, eine kleine Mauer erschaffen hatte und sich dahinter mit gezücktem Zauberstab versteckte.

„Was jetzt?", fragte Ginny schon fast panisch. Die Zwillinge erschufen ebenfalls eine etwa einen halben Meter hohe Mauer aus roten Ziegeln und ließen ein kleines, Gnomartiges Wesen frei, welches seltsam glänzte. Arthur warf seinen beiden Söhnen einen fragenden Blick zu, bekam aber keine Antwort, denn schon sauste der nächste Schocker auf die Gruppe zu. Und dieser verfehlte sein Ziel nicht – Molly Weasley wurde getroffen und fiel erschrocken zu Boden, wurde aber durch ein schnelles Enervate von Fleur zurückgeholt.

Harry schaute konzentriert in alle Richtungen, ausschauhaltend nach der kleinsten Bewegung. Mit einem lauten Tarantallegra – Schrei wurde die kurze stille unterbrochen, ein Reducio folgte. Und nun ging Harry ein Licht auf und er musste grinsen, bereute es aber nach dem nächsten Schocker in seine Richtung. Mit einem weiteren Protego blockte er diesen und wandte sich immer noch grinsend den Anderen zu.

„Leute, ich glaube, unser Schulleiter möchte unsere Duellkünste testen." Und ohne weiter zu zögern schoss Harry wahllos eine Auswahl an (harmlosen) Flüchen in alle erdenklichen Richtungen. Die zwei ältesten Weasleys schienen aus ihrer Starre erwacht zu sein und folgten Harrys Beispiel, nahmen aber rennend Kurs auf das Gebüsch. Mit einem PLOPP war Vivi verschwunden und eine Sekunde später konnte man einen leuchtend gelben Blitz im Dickicht erkennen, ein weiterer heller folgte und dann hörte man Vivien laut lachen – scheinbar hatte Dumbledore sie mit einem Kitzelfluch getroffen.

„Das schaffen Sie niemals, Professor, wir sind zu zehnt und Sie allein, geben Sie schon auf", rief Laura lachend, nur um dann plötzlich keine Stimme mehr zu haben und gefesselt am Boden zu sitzen. Sie machte ein überraschtes und gleichzeitig auch eingeschnapptes Gesicht.

„Unterschätzen Sie niemals die Kraft eines einzelnen!", ertönte es mit magisch verstärkter Stimme scheinbar aus allen Richtungen. Wie zur Bestätigung traf der nächste Schocker die arme Hermine, Harry konnte sie gerade noch auffangen, bevor sie auf dem relativ weichen Boden aufkam. Er erweckte sie und riet ihr, Deckung zu nehmen.

Ein weiteres lautes Lachen ertönte von weit hinten und ein Augenblinzeln später saßen Bill und Arthur gefesselt, aber mit grinsenden Gesichtern auf der Wiese, Molly Weasley folgte, ihr Gesicht sprach aber eine ganz andere Sprache, als die ihres Mannes.

„Nun, Miss Hopkin, jetzt sind Sie nur noch zu siebt", kam es wieder laut aus allen Richtungen, diesmal aber mit einem vergnügten Glucksen. Es waren nur noch die Zwillinge, Fleur, Hermine, Ron, Harry und Ginny übrig. Wobei Hermine nicht mehr wirklich zählte, denn sie schwenkte entschuldigend lächelnd ein weißes Taschentuch.

„Miss Granger, Sie enttäuschen mich aber, von Ihnen hätte ich noch ein paar schöne Flüche erwartet", schallte es weiterhin vergnügt unortbar.

„Ginny, pass auf!", rief Harry gerade noch rechtzeitig, denn diese hatte ihre Deckung völlig aufgeben und lieber der belustigten Stimme Dumbledores gelauscht.

„Jetzt haben wir es aber lang genug mit ihm gut gemeint, was meinst du, Harry?" Harry nickte grinsend Ron zu.

„Geht in Deckung, isch glaube, da 'inten ist er", flüsterte es mit französischen Akzent leise an Harrys rechten Ohr. Fleur hatte sich wohl desillusioniert. Harry versuchte sich daran, ebenfalls eine Mauer herbeizuzaubern. Nachdem das geschafft war, fiel ihm ein, warum auch immer, dass er Idiot das Porträt von Sirius auf dem Terrassentisch stehen gelassen hatte. Tief in Gedanken versunken hörte er nicht einmal wie sich mit einem surrenden Geräusch seine Freundin damit abfinden musste, nun auch zu den Geschlagenen zugehören.

„Harry!", holte ihn Rons Stimme aus seiner Gedankenwelt.

„Was? Oh, ja." Ron schmiss sich schwungvoll hinter Harrys Mäuerchen.

„Wir sind jetzt alleine, Fleur ist verschwunden und Fred und George sind auch weg." Harry bemerkte, dass sein bester Kumpel total außer Puste war.

„Okay, und nun? Ich glaube Dumbledore hat sich unsichtbar gemacht."

„Was haben Fred und George eigentlich da für komische Wichtel losgelassen?"

„Keine Ahnung, scheint aber nicht funktioniert zu haben." Beide schwiegen. Dann hörten sie leise Trittgeräusche. Ron bekam große Augen und Harry wusste, dass es Dumbledore war. Keiner von beiden traute sich über die Mauer zu linsen.

„Bei drei, ja?", flüsterte Harry so leise wie möglich, dann zählte er mit den Fingern runter. Zugleich lugten die zwei Jugendlichen hervor und schossen einen Entwaffnungszauber auf ihren Professor. Der Stand gemächlich, etwa vier Meter vor Harrys erzauberter Mauer. Der Expelliarmus schoss auf Albus zu, doch dieser verschwand im Nichts, nur um dann einen Meter weiter links wieder aufzutauchen.

Ron und Harry versuchten es ein weiteres Mal mit verbissenem Gesichtsausdruck.

Mit einem lautlosen Zauber schloss Ron die Augen, scheinbar war es ein Schlafzauber. Harry dachte fieberhaft nach, nun standen sich der alte, weißbärtige Mann und Harry gegenüber. Dumbledores Augen funkelten unablässig vergnügt, er sprach aber keinen Zauber.

Harry stöberte in seinem Gedächtnis nach einem starken Schutzschildzauber, dann machte es klick. Sirius hatte ihm von seiner Schulzeit erzählt und mit einem lässigen Grinsen öfter von einem Zauber erzählt, der ein goldenes Schild erschuf. Mit aller Kraft stellte er sich dieses vor. Es war ziemlich schwer, denn das grinsende Gesicht Sirius' wollte seiner Vorstellung einfach nicht entfliehen.

Etwas weniger überzeugt, sprach er die Formel: „Aureus Titulus!", seinem Zauberstab entfloh ein blendendes Leuchten, der goldene Strahl schoss aus der Spitze und legte sich um Harrys gesamten Körper, es war zwar kein goldenes Schild entstanden, aber zumindest ein wirksamerer Schutz als der Protego. Dumbledore lächelte zufrieden, aber dann wurde er schlagartig ernst.

Harry griff ohne zu zögern an. Er versuchte es erst garnicht mit dem Expelliarmus, aber Dumbledore blockte alle seine Versuche mit einer schieren Leichtigkeit, dass Harrys Ehrgeiz immer weiter stieg. Nach etwas mehr als fünf Minuten kam aus dem Duell immer noch kein Sieger hervor, wobei Harry vermutete, dass Dumbledore sich arg zurückhielt, um ihn so richtig anzustacheln.

Er wischte sich den Schweiß von der Stirn und schoss mit aller Kraft einen weiteren Stupor in die Richtung Dumbledores. Dann legte Harry so richtig los und Dumbledore musste über seinen eigentlich noch so jungen Schützling stolz lächeln. Albus standen nun auch die Schweißperlen auf der Stirn.

„Du bist wirklich gut, Harry", meinte Albus zufrieden, „Aber jetzt ist Schluss damit, was meinst du?", fügte er glucksend hinzu. Harry schickte weiter verbissen Flüche auf die Reise. Und diesmal traf ein Zauber den Schulleiter. Die Beine fingen an zu tanzen und Harry traute seinen Augen nicht. Dumbledore legte einen wilden Stepptanz auf das grüne, moosige „Parkett".

Harry lachte und versuchte es gleich weiter, aber dann war das Spiel aus - Dumbledore schoss, bevor er der Länge nach auf die Nase fiel, einen Fesselfluch auf Harry, gepaart mit einem Stupor. Das Letzte, was Harry grinsend sah war, wie Dumbledore alle Viere von sich gestreckt auf dem Boden lag, aber mit einem Siegessicheren Lächeln.

Als Harry wieder erwachte grinsten ihn vier rothaarige, sommersprossige Gesichter entgegen, ein paar rehbraune Augen und ein Mann mit halbmondförmigen Brillengläsern. Die Zwillinge grinsten von Ohr zu Ohr, Ron und Hermine halfen ihm auf die Beine. Harry klopfte sich den Dreck von seiner Hose und rieb sich den Ellebogen.

„Er ‚at miesch einfach versteinert!" Fleur tauchte gerade neben Harry auf.

„Du solltest mal das Gesicht meiner Mutter sehn, ich glaub sie fand das Ganze überhaupt nicht lustig", flüsterte Ginny grinsend Harry ins Ohr und Harry schaute sich nach Molly um. Sie hatte eine ziemlich säuerliche Miene aufgesetzt und schoss immer wieder böse Blicke auf Dumbledore. Der aber ignorierte das völlig und schaute fröhlich lächelnd auf Harry.

„Keine Sorge Harry, du bekommst noch früh genug die Chance für eine Revanche. So, und jetzt hab ich Durst!" Er zwinkerte Harry noch einmal zu, dann klatschte er in die Hände und verschwand im Gebüsch. Laura und Vivien folgten ihm schmunzelnd und auch der Rest der Gruppe schloss sich an.

Die Zeit schien während des Ausfluges in das Kanarische Dickicht fortgerast zu sein. Als Harry einen Blick auf seine Armbanduhr warf, bekam er große Augen. Es war schon kurz nach siebzehn Uhr dreißig. Er nahm Ginnys Hand und genoss noch einmal so richtig die wärmenden Sonnenstrahlen, es war schon erstaunlich, dass er in diesem Urlaub keinen Sonnenbrand bekommen hatte. Das lag aber am wahrscheinlichsten an Vivi, die jeden, den sie erblickte, sofort ans Eincremen erinnerte

Als sie wieder bei Dumbledores Ferienhäuschen angekommen waren und jeder mindestens einen halben Liter gekühlte Zitronenlimonade vernichtet hatte, hieß es wohl oder Übel langsam Abschied nehmen.

Den Anfang machte Laura.

„Ähm... Also, ich müsste dann mal los, ich denke wir sehn uns im Flugzeug. Vielen Dank Professor Dumbledore und auch Mrs Weasley und- ach, dankeschön an euch alle! Bis heute Abend, meine Eltern warten jetzt glaub ich schon. Tschüss!" Laura verdrückte sich ziemlich überhastet, Harry hatte das Gefühl, dass sie noch nicht wirklich gepackt hatte und musste bei dem Gedanken daran grinsen.

Auch Vivien schloss sich Lauras „Auf Wiedersehen!" an, dabei betonte sie das letzte Wort mehr als überdeutlich und die Zwillinge lächelten schelmisch in die Runde. Sie umarmte Molly und auch Hermine und Ginny, gab Mr Weasley freudig die Hand und staubte sogar noch einen Handkuss von Bill ab. Fleur ließ diesen großzügig wie sie war durchgehen. Nachdem sie jedem einmal die Hand geschüttelt oder ihn umarmt hatte (sie erwischte Ginny gleich zweimal) zog sie Ron mit sich und beide verschwanden.

Ron versicherte seiner Mum vorher noch, Punkt neunzehn Uhr wieder da zu sein und Molly gab dann nach, schließlich würden die zwei sich eine unbestimmt lange Zeit nicht mehr sehen.

Übrig blieben nun nur noch Albus, Mr und Mrs Weasley, Ginny, Hermine, Bill und Fleur und Harry (und Sirius). Und die unterhielten sich inzwischen darüber, dass Harry, nachdem sie wieder in England angekommen wären, sofort mit in den Fuchsbau reisen sollte, schließlich waren seine Sachen auch schon dort und Harry war froh, den Dursleys diesen Sommer nicht noch einen Besuch abstatten zu müssen.

Allerdings machte Dumbledore mit dem nächsten Satz einen gewaltigen Fehler, denn er fragte erst Molly und Hermine, ob Hermine auch gleich mit in den Fuchsbau reisen könnte und dann ließ er die Bemerkung fallen, dass so alle Hogwartsbriefe und somit auch die ZAG Ergebnisse an einen Ort geschickt werden könnten.

Hermine machte ein undefinierbares Geräusch und war den restlichen Nachmittag total hibbelig und redete ständig wirres Zeug, dass sie bestimmt durch alle Prüfungen durchgefallen sei und das fünfte Jahr noch einmal wiederholen müsste, bis Ginny dem ein Ende bereitete.

„Mensch Hermine! Du bist die beste Hexe im ganzen Jahrgang, warum solltest du durchgefallen sein?! Und wenn schon, hey, dann sind wir halt im nächsten Jahr zusammen in einer Klasse!" Harry musste lachen und auf Hermines Wangen breitete sich ein leichter Rotschimmer aus, aber anscheinend hatten Ginnys Worte Wirkung gezeigt, denn die gute Hermine murmelte nun nichts mehr vor sich hin.

Der Nachmittag verging ohne besondere Vorkommnisse, man unterhielt sich ganz entspannt über dies und das, und ab und zu erzählten Bill oder Mr Weasley etwas aus ihrer Schulzeit, wobei Ginny richtig heiß darauf war, zu erfahren, was der junge Dumbledore so alles erlebt hatte. Sirius hatte am Anfang etwas eingeschnappt geschwiegen, schließlich hatte Harry das Porträt seines Paten einfach auf dem Tisch stehen gelassen, aber irgendwann musste auch er etwas von seiner Schulzeit erzählen.

Gegen kurz vor sieben warteten eigentlich alle auf Ron. Gegen viertel nach sieben warteten sie immer noch.

„Wenn der Junge nicht gleich kommt, dann...", fing Molly, deren Geduldsfaden nun fast schon gerissen war, an, aber Arthur legte ihr beruhigend den Arm auf die Schulter.

Nach zwanzig Minuten Verspätung trudelte Ron mit trübseliger Miene am Bungalow ein und Molly verkniff sich eine Standpauke, sie nahm ihren Jüngsten in die Arme und er ließ es ohne Widerwillen zu.

Und dann ging es los.

Die Gruppe machte sich auf zur Rezeption, diesmal würde Fleur mit nach England reisen und der Fuchsbau wäre seit langem mal wieder richtig bevölkert. Mit einem genehmigten Portschlüssel stellten sie sich im Kreis auf, warfen noch einen letzten Blick auf die ganzen Urlauber und dann zog sie ein festes Ziehen hinter dem Bauchnabel auf den Flughafen von Las Palmas (oder besser gesagt, eine kleine, unscheinbare Gasse davor).

Es war jetzt fast halb neun, doch da so gut wie garnichts los war, konnten sie ziemlich schnell einchecken und dann hieß es: Warten!

Zur Freude aller hatte ihr Flieger auch noch eine Stunde Verspätung und so hieß es statt einundzwanzig, zweinundzwanzig Uhr Start. In der Wartehalle trafen sie Laura und stellten fest, dass sie im hinteren Teil des Flugzeuges gemeinsam in einer Reihe sitzen würden.

Harry versuchte alles, seinen besten Kumpel etwas aufzuheitern, selbst Laura oder die Zwillinge zogen ihn nicht auf. Aber es half nicht viel.

Eine halbe Stunde später schaute Harry, der diesmal am Fenster saß, das letztes Mal raus aus dem Flugzeug und konnte in der Ferne den Mond schon auf dem Meer spiegeln sehen. Er seufzte und dann legte er den Kopf ans Fenster und schloss die Augen. Der Flieger setzte sich in Bewegung und dann hob er ab in Richtung London, Heathrow Airport.

ENDE


Ich bedanke mich bei allen lieben Leutchens, die mir ein Review hinterlassen haben!!!
Vorallem DANKE an die, die mir regelmäßig was geschrieben haben!
An all diejenigen, die irgendwann diese Story mal gelesen haben werden: Ich hoffe
sie hat euch gefallen, ihr könnt´s mir ja mitteilen;-)
So und jetzt sag ich tschüssi:-)


Ein letztes Mal für diese Geschicht´,
ein um Reviews bittendes TyBmaN-Gedicht.
Ich hab es geschafft,
die Story ist vollbracht!
Nur noch einmal möchte ich´s wissen:
Wie fandet ihr es? Hat´s euch gefallen?
Fandet ihr´s gut oder so schlecht
und ihr könntet mir eine knallen?;-)
Schreibt mir doch, wenigstens zum letzten Mal,
ich würde mich freuen, ich schwör´s euch:
ihr werdet´s nicht bereuen!
Eigentlich kennt ihr ihn mittlerweile,
den niedlichen, kleinen; der super Geile. :-)
Ihr fragt euch, wen meint der? Es ist ganz leicht,
den GOKnopf; drückt ihn nun,
egal ob dolle oder seicht!