Ich danke Eule20, Sirisa und Katyes für ihre Reviews!
Kapitel 6
Als Hermine ins Wohnzimmer trat, sah sie, dass das Frühstück schon fertig angerichtet war. Hermine setzte sich wie am vorherigen Abend aufs Sofa und schaute auf den gedeckten Frühstückstisch vor ihr. Sie hatte nicht wirklich Hunger, aber sie wusste, dass sie etwas essen musste, um bei Kräften zu bleiben. Sie bekam mit, dass Severus hinter ihr stand und auf etwas wartete. Als sie sich umsah, bemerkte sie, dass sie auf seiner Decke saß und sich an sein Kissen gelehnt hatte. Sofort gab Hermine das Kissen frei. Severus griff danach und wollte auch die Decke wegnehmen, als er merkte das Hermine ihn, mit ihren verweinten Augen, anschaute.
„Professor, kann die Decke hier bleiben? Mir ist nämlich ein bisschen kalt", fragte Hermine sehr schüchtern.
„Selbstverständlich Hermine", antwortete Severus und schaute sie, mit seinen schwarzen Augen, beruhigend an. Dann verließ er das Wohnzimmer und ging ins Schlafzimmer.
Als er wieder kam, lag Hermine zusammengerollt unter der Decke auf dem Sofa und träumte vor sich hin. Er ging mit einem kleinen, unscheinbaren Lächeln zu ihr und setzte sich in den Sessel neben dem Sofa. Von was sie jetzt wohl träumt, fragte er sich und schaute sie an. Er überlegte kurz was er sagten sollte, um sie nicht zu erschrecken, und sagte dann : „ Hermine, möchten Sie etwas trinken?"
Hermine erwachte wieder aus ihrem Tagtraum und schaute Severus mit ihren braunen Augen fragend an. Severus wusste das sie ihn nicht gehört hatte, also wiederholte er seine Frage.
„Ich habe gefragt, ob Sie etwas trinken möchten?"
„Ja. Ich hätte gerne einen Tee, wenn dass möglich wäre."
Severus nickte als Antwort und reichte ihr eine dampfende Tasse Tee.
Hermine richtete sich auf und nahm die Tasse dankend an. Ihr war immer noch sehr kalt, obwohl sie ja schon unter einer warmen Decke lag. Sie wusste nicht woher die Kälte kam, nur, dass sie da war. Beide saßen sie eine Weile schweigend da, bis Hermine ihren ganzen Mut zusammen nahm.
„Ich möchte mich entschuldigen, dass ich mich so aufdränge. Das, was Sie gestern für mich getan haben, war sehr nett." Bei diesen Worten kamen Hermine wieder die Tränen, doch diesmal schluckte sie sie wieder runter. Sie wollte nicht schon wieder weinen. Das wäre zu viel des Guten. Vielleicht würde er sie dann ja rausschmeißen, weil er keine Lust mehr auf das ewige Geweine hatte. Also schaute sie, damit er das nicht bemerkte, in die Tasse, als ob dort stehen würde, was jetzt passieren würde.
Severus sah, dass sie den Tränen wieder nah war und legte ihr seine Hand trösteten auf den Arm. Hermine sah auf, als sie seine Hand merkte.
„Hermine, Sie müssen sich nicht entschuldigen. Für gar nichts. Sagen Sie mir bitte, warum Sie schon wieder Tränen in den Augen haben." Hermine glaubte sich verhört zu haben. Er sagt das ja schon wieder mit dieser einfühlsamen Stimme, dachte sie. Und ich dachte, ich hätte mir das gestern alles nur eingebildet.
Hermine war so baff, dass sie vergas zu antworten. Erst als Severus sich räusperte, gab sie ihm eine Antwort.
„Es ist nur so schön, dass sich endlich jemand um mich kümmert. Und dann sind es ausgerechnet Sie, der mich tröstet. Ich kann das alles nicht begreifen."
„Hermine, Sie taten mir so unendlich Leid und tun es immer noch. Ich möchte nur wissen, warum Sie gestern so geweint haben."
Mit diesen Worten stand er auf und setzte sich zu Hermine aufs Sofa. Als er saß, klopfte er einmal auf seinen Oberschenkel und deutete damit an, dass sie ihren Kopf darauf legen sollte. Hermine tat es ohne nachzudenken, weil sie wollte, dass endlich jemand ihr zuhörte. Dann, als Hermine lag, fing Severus wieder an beruhigend über ihre Haare zu streicheln, was Hermine das Gefühl gab, ihm vertrauen zu können. Sie holte einmal tief Luft und fing an zu erzählen.
-tbc-
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen. Ich würde mich wie immer über eure Reviews freuen!
