Kapitel 16

Severus kam nach ein paar Minuten, mit zwei Tassen dampfendem Tee wieder. Hermine hatte schon Angst, dass es sie anschreien würde, wegen dem, was sie getan hatte. Doch es passierte nichts dergleichen. Er reichte ihr stattdessen die eine Tasse und setzte sich neben sie auf das Sofa.

Es vergingen wieder ein paar Minuten, in denen Hermine bangte, was er jetzt tun würde und Severus überlegte wie er anfangen sollte zu sprechen. Als er den richtigen Anfang gefunden hatte begann er.

„Warum ich nicht bei dir war, ist eine lange Geschichte, die ich dir später erzählen werde. Ich möchte erst einmal Wissen warum du noch gesprungen bist, denn ich war nicht der einzige Grund, oder?"

Hermine starrte in ihre Teetasse und überlegte, was sie ihm antworten sollte.

Nach einem kurzen Moment, entschied sie bei der Wahrheit zu bleiben. Sie hatte das Gefühl, wenn sie sagen würde, dass er der einzige Grund war, warum sie gesprungen war, dann würde er ausrasten.

„Du hast Recht mit deiner Vermutung. Ich hatte noch einen anderen Grund zu springen."

„Möchtest du mir sagen welcher es war?", fragte Severus sie vorsichtig, stellte seine Tasse dabei auf den Tisch vor ihnen ab und zog sie dann mit seinem linken Arm zu sich ran. Er wollte ihr das Gefühl geben, dass er ihr nichts tun würde, egal was sie sagen würde. Er wollte ihr damit sagen, dass sie ihm vertrauen konnte, nachdem was passiert war.

Hermine war froh, dass er das tat und legte ihren Kopf gegen seine Brust und schloss die Augen. Sie hörte seinem Herzschlag für eine Weile zu und begann dann zu sprechen.

„Ich habe nichts mehr", begann sie zu erzählen, „Ich habe kein Zuhause, in das ich wieder zurück kann. Ich musste das Haus meiner Eltern verkaufen um ihre Beerdigung zu bezahlen und um die Schulden zu begleichen, die sie der Bank noch schuldeten. Von dem Geld was danach noch übrig war, ist nur noch ein bisschen da, dass höchstens für 3 Wochen reichen würde, wenn ich sparsam bin. Aber für die Anzahlung für eine Wohnung oder für ein Zimmer in einem kleinen Hotel würde es nicht reichen. Somit bin ich, wenn ich hier weg bin, obdachlos."

Bei diesen Worten, liefen Hermine ein paar Tränen über die Wangen, aber sie wischte sie nicht weg, sonder sprach weiter.

„Die Zahnarztpraxis meiner Eltern wurde einfach an die Eltern meines Vaters übergeben. Ich habe versucht mit ihnen zu reden, ob sie, sie mir nicht doch überlassen könnten, weil ich das Geld, wenn ich sie verkaufen würde bräuchte, doch sie haben wie immer abgeblockt. Sie wollen mit einer Hexe, die am Tod ihrer Eltern, ihrer Meinung nach Schuld war, nichts zu tun haben. Und das wollten sie vorher auch schon nicht. Seitdem sie wissen, dass ich eine Hexe bin, haben sie den Kontakt zu mir und meinen Eltern abgebrochen. Meinem Vater hat das nie etwas ausgemacht, dass seine Eltern nicht mehr mir ihm sprechen. Er hat immer gesagt, ich sei etwas Besonderes und dass sie das noch einsehen werden. Aber das war bis jetzt nicht so und das wird auch nie so sein. Und dann fehlen mir auch noch Harry und Ron ganz furchtbar!" Mit diesen Worten, beendete sie ihre Erzählung und die Tränen liefen ihr jetzt noch häufiger über die Wangen.

Severus hatte sich das alles ganz genau angehört. Ich muss ihr doch irgendwie helfen können, überlegte er und merkte auf einmal, dass Hermine weinte. Ohne zu zögern zog er sie noch dichter an sich ran und fing an, ihr über den Rücken zu streicheln.

Nach einer Weile, in der Severus beruhigend auf Hermine eingeredet hatte und sie gestreichelt hatte, hatte er die rettende Idee.

„Hermine, ich habe eine Lösung für einige deiner Probleme", sagte er und Hermine, die sich schon wieder etwas beruhigt hatte, sah ihn mit ihren braunen, verweinten Augen, fragend an.

-tbc-

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