Kapitel 18
Irgendwann, nachdem der Zug schon längst abgefahren war, lagen Severus und Hermine auf dem Sofa aneinander gekuschelt und redeten wie sie das Zusammenleben meistern wollten. Severus erklärte ihr, wie das mit dem Zimmeraufbau gemacht wird und fragte Hermine auch gleich, welche Farben sie haben wollte und wie groß das ganze Zimmer an sich werden sollte.
Als nach ein paar Stunden Hermine einmal herzhaft gähnte und sich in seiner Umarmung streckte, wurde Severus klar, dass er ja noch zu McGonagall musste.
„Hermine, so Leid es mir auch tut, ich muss noch zu Minerva und ihr sagen das du hier bleibst."
„Ok. Ich werde dann hier auf dem Sofa bleiben und ein bisschen schlafen. Es war doch ein ziemlich harter Tag für mich."
„Nein, du kannst dich ruhig in mein Bett legen. Das ist viel bequemer. Ich werde dir noch was anderes zum anziehen hinlegen, weil du deinen Koffer ja noch nicht wieder hast", sagte Severus und stand ganz langsam auf. Es war einfach schön Hermine im Arm zu halten und zu wissen, dass es ihr gut ging. Aber er musste das unbedingt noch klären. Da gab es kein drum herum.
Als Severus im Schlafzimmer verschwunden war, rollte Hermine sich auf die Seite und schaute zur Tür hinter der Severus verschwunden war. Oh Gott, dachte sie. Da wollte ich mir heute Morgen noch das Leben nehmen, weil ich nichts mehr hatte und jetzt hab ich wieder ein Zuhause und jemanden, denn es wirklich kümmert, wie es mir geht. Und dann ist es auch noch Severus Snape. Der Lehrer den keiner mag, außer mir. Unfassbar.
Hermine war so in Gedanken vertieft, dass sie gar nicht merkte, dass sie beobachtet wurde. Severus hatte sich an den Türrahmen seiner Schlafzimmertür gelehnt und sie mit einem Lächeln auf den Lippen beobachtet. Sie träumt schon wieder. Ich hoffe nur, dass jetzt wirklich alles klappt, wenn nicht wird es ihr das Herz brechen.
Er räusperte sich und Hermine erschrak aus ihren Gedanken.
„Ich mach mich dann mal auf den Weg. Ich hab dir einen Schlafanzug aufs Bett gelegt. Mach es dir ruhig im Bett gemütlich. Ich weiß nicht wann ich wieder da bin", sagte er und ging zur Tür. Als er sie gerade öffnen wollte hörte er Hermines Stimme.
„Viel Glück"
„Danke", antwortete Severus und in Gedanken fügte er noch hinzu: Das werde ich brauchen. „ Und wenn ich alles geklärt habe, reden wir über deine anderen Probleme."
Dann machte er sich auf den Weg in die Höhle des Löwen.
Als die Tür sich hinter Severus schloss, atmete Hermine einmal tief durch. Wenn das bloß gut geht, hoffte sie und machte sich auf den Weg ins Schlafzimmer. Als sie es betrat und sich umsah, huschte ein Lächeln über ihre Lippen. Es war alles genau wie vor ein paar Wochen. Die dunkelgrünen Samtvorhänge und die schwarze Seidenbettwäsche. Und auf dem Bett lag ein schwarzer Seidenschlafanzug.
Hermine ergriff ihn und zog ihn an. Danach schlüpfte sie unter die kuschelige Decke und vergrub ihr Gesicht in dem weichen Kissen. Es riecht immer noch nach Kräuter, dachte sie. Ich hoffe nur, dass ich jetzt ausnahmsweise keinen Alptraum haben werde. Darüber muss ich auch mit Severus reden, nicht das er sich wundert, dass ich mitten in der Nacht anfange zu weinen oder zu schreien.
Mit diesen Gedanken und einem glücklichen Gefühl im Bauch, dass jetzt alles besser werden würde, schlief sie ein.
-tbc-
