Kapitel 19
Severus stand jetzt schon seit ein einigen Minuten vor dem Wasserspeier, der zum Büro der Direktorin führte. Sie kann doch gar nichts mehr sagen, überlegte er. Hermine ist nicht mehr meine Schülerin und somit, kann sie machen was sie will. Es ist schließlich ihre Entscheidung. Und wenn sie hier bei mir bleiben möchte, kann die alte Schachtel nichts dagegen tun.
„Katzenpfötchen", sprach Severus das Passwort und der Wasserspeier bewegte sich zur Seite und gab die Treppe frei.
Oben angekommen, atmete er noch mal tief durch und klopfte dann.
„Herein", kam es von drinnen und Severus trat ein.
„Severus was kann ich für dich tun?", fragte Minerva kühl, als er vor ihrem Schreibtisch zum stehen kam.
„Ich wollte dich nur davon in Kenntnis setzten, dass Hermine ab jetzt hier im Schloss wohnen wird. Und zwar bei mir", sagte Severus ohne umschweife und nickte Albus, der ihm aus seinem Bild anlächelte, zu.
„Guten Tag mein Junge."
„Was hast du da eben gesagt?", fragte die Schulleiterin, die glaubte sich verhört zu haben.
„Du hast mich schon verstanden. Hermine wird ab jetzt hier im Schloss wohnen", antwortete Severus auf ihre Frage und setzte ein selbstgefälliges Grinsen auf.
Du wirst nicht mehr über das Leben von Hermine und mir bestimmen, dachte er. Du hast schon zufiel Unheil angerichtet.
„Wie kommst du zu der Annahme, dass Hermine hier wohnen wird?"
„Weil sie gerade unten in meinen Räumen ist und wir bis eben noch darüber gesprochen haben."
„Wie bitte. Sie ist in deinen Räumen. Ich dachte sie ist auf dem Weg nach London, wo sie hingehört?"
„Da meine liebe Minerva hast du falsch gedacht. Hermine wollte sich vorhin das Leben nehmen. Hätte ich mich nicht auf den Weg zum Zug gemacht und mich noch mal umgedreht, dann wäre Hermine jetzt nicht mehr", zischte Severus und sah die Frau gegenüber mit kalten Augen an.
Dieser lief ein kalter Schauer über den Rücken.
„Sag das, das nicht wahr ist. Das kann nicht dein Ernst sein." Minerva konnte es einfach nicht fassen. Ihre beste und liebste Schülerin wollte sich tatsächlich das Leben nehmen.
„Doch es ist wahr. Und weißt du wer an allem Schuld ist?"
Minerva konnte nur noch den Kopf schütteln. Sie war einfach zu geschockt.
„Du! Du bist an allem Schuld. Hättest du mir nicht verboten Hermine zu besuchen oder auch nur in ihre Nähe zu kommen, wäre das alles nicht passiert. Sie hat geglaubt das ich sie jetzt auch noch im Stich gelassen habe. Ich bin nur froh das ihr nichts passiert ist."
Severus Stimme war so kalt. Er fand es einfach nur erbärmlich, wie sie da saß und ihn ungläubig anschaute.
„Severus mein Junge, wie geht es ihr jetzt", mischte sich jetzt auch Albus ein, der es auch nicht glauben konnte.
„Ihr geht es gut. Ich glaube sie hat sich hingelegt, wie sie es vorhatte."
„Das freut mich zu hören. Das arme Ding hat in letzter Zeit schon genug durch gemacht."
„Ja das hat sie wirklich, oder was sagst du dazu Minerva", sagte Severus und sah Minerva, mit seinen schwarzen Augen, durchdringend an.
Doch diese reagierte nicht. Das war einfach alles zufiel für sie.
„Minerva, wenn du nichts mehr zu sagen hast, kann ich auch gehen. Ich habe nämlich noch was Besseres zu tun."
Severus drehte sich um und ging zur Tür. Er war froh, dass die alte Schachtel nichts mehr dazu gesagt hatte.
„Pass gut auf Hermine auf", hörte er noch die Stimme, von Albus, als er die Tür hinter sich schloss.
Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, über seinen Erfolg, machte er sich auf den Weg in seine Räume, um sich um Hermine zu kümmern.
-tbc-
