Kapitel 20
Als Severus wieder in seinen Räumen ankam, sah er, dass Hermine nicht mehr auf dem Sofa lag. Ganz leise schlich er in sein Schlafzimmer um sie nicht zu wecken. Und da lag sie in seinem Bett, in seiner schwarzen Seidenbettwäschen eingekuschelt. Und sie trug seinen Schlafanzug.
Sie sieht so süß aus wenn sie schläft, dachte Severus und schlich wieder aus dem Zimmer. Er setzte sich in seinen Lieblings Sessel, griff sich das Buch, was auf dem kleinen Tisch daneben lag, und begann zu lesen.
Als Severus wieder von seinem Buch aufsah und auf die Uhr schaute, war es kurz vor Mitternacht. Also legte er sein Buch zu Seite und wollte wie gewohnt in sein Bett schlafen gehen, als ihm einfiel, dass Hermine in seinem Bett lag. Also schlich er sich wieder in das Zimmer, wo Hermine seelenruhig schlief und holte sich ein Kissen und seinen Schlafanzug. Wieder in Wohnzimmer angekommen, machte er sein Nachtlager fertig und ging ins Bad.
Nachdem Severus sich umgezogen hatte, legte er sich auf das Sofa und sagte „Nox" und das Licht ging aus in Zimmer.
Severus starrte in die Dunkelheit des Zimmers und dachte über das nach, was heute passiert war. Er hätte fast Hermine verloren. Die einzige Person, die an ihn dachte, ohne den Mörder zu sehen. Und Hermine hatte ihn geküsst, ohne Ekel und er hatte es genossen. Das war so komisch, aber schön. Mit diesem Gedanken und einem Lächeln auf den Lippen schlief er ein.
Es muss wohl gegen drei Uhr Nachts gewesen sein, als Severus eine Stimme aus seinem Schlafzimmer hörte.
Hermine, dachte er und sprang auf, um ins Schlafzimmer zu gehen. Dort angekommen schaute er erschrocken auf das Bett, in dem Hermine leise vor sich hin weinte und zusammen gerollt, in der Mitte des Bettes lag. Ohne auch nur noch einen Moment zu zögern, kletterte er zu ihr ins Bett und wollte sie in den Arm nehmen, doch da sah er, dass sie schlief.
Sie muss etwas schlimmes Träumen, überlegte Severus und rüttelte ganz leicht an Hermines Schulter.
Diese zuckte zusammen und schlug nach ihm.
„Hermine, ich bin es Severus. Wach bitte auf", sagte Severus ganz beruhigend und strich ihr, trotz dass sie nach ihm gelangt hatte, über den Rücken. Hermine wurde ganz langsam wach und merkte erst jetzt, dass Severus bei ihr war und ihr über den Rücken streichelte.Noch immer liefen ihr die Tränen an den Wangen herunter. Froh über seine Geste und immer noch fertig von dem Traum, schlang sie stürmisch ihre Arme um seinen Hals und bettete ihren Kopf auf seinen Schultern.
„Ich habe geträumt, dass du genau, wie Harry und Ron, im Kampf gestorben bist", schniefte Hermine an seinem Hals.
„Scht, ich bin ja da und lebe", sagte Severus und legte sich mit der völlig aufgelösten Hermine hin.
„Wir reden Morgen darüber", sagte er noch zu ihr, bevor sie beiden wieder einschliefen.
-tbc-
