Kapitel 25

Nach einer ganzen Weile, Aniya hatte die Führung übernommen, kam das Trio an einem Landeplatz an und versuchten, die Lage zu überblicken. Während des Weges war kein Gespräch zustande gekommen, was zwei der drei ein wenig bedauerten. Nun jedoch musste man sich auf das vor ihnen Liegende konzentrieren.

Vermutlich war es nicht so schwierig, einen Piloten zu finden, der sie dorthin flog, wohin sie wollten, aber das war nicht das, was sie wollten. Vielmehr war es für ihre Pläne erforderlich, ein Schiff für sie alleine zu haben und das konnte ein Problem werden.

Jedenfalls befürchtete Obi-Wan das.

Seufzend warf er einen Blick zu Anakin. Der erwiderte den Blick und grinste. Beide wussten ganz genau, was der andere dachte.

Während Anakin wusste, dass Obi-Wan in Gedanken alle Probleme durchging, die entstehen könnten, sie nach Prioritäten ordnete und dann möglichst friedliche und für alle Beteiligten annehmbare Lösungen suchte, wusste Obi-Wan wiederum, dass Anakin dachte, dass es alles ganz einfach war, man nur zu einem geeigneten Schiff gehen und sich eines Geistestricks bedienen musste und somit die ersten Probleme, die im Moment von Bedeutung waren, gelöst waren. Über alles Weitere dachte er dann nach, wenn es soweit war.

Was sie außerdem beide wussten, war, dass sie mit der Lösung des anderen nicht einverstanden waren.

„Wir können kein Schiff klauen, Anakin." Obi-Wan blickte ihn kopfschüttelnd an.

„Sollen wir stattdessen lieber freundlich fragen, ob wir uns ein Schiff ausleihen können und dann versichern, dass wir es ganz sicher heil zurückbringen? Das glaubt uns doch niemand, Meister. Mal davon abgesehen, dass das ja auch gar nicht stimmt. Wenn alles gut geht, können wir das Schiff gar nicht zurück bringen. In diesem Universum nimmt außerdem niemand Rücksicht auf uns, also warum sollten wir Rücksicht nehmen."

„Warum habe ich das Gefühl, dass mir diese Art Diskussion vertraut ist? Wir können uns unmöglich so verhalten wie die Jedi hier es tun, nur weil wir uns ungerecht behandelt fühlen. Dann wären wir nicht besser als sie." Obi-Wan hörte nicht auf, mit dem Kopf zu schütteln.

„Es geht mir ja nicht nur um die Jedi. Außerdem seht Ihr nicht so aus, als ob Ihr eine Idee hättet, wie wir an ein Schiff kommen können."

„Du solltest mich inzwischen gut genug kennen, um zu wissen, dass mich diese Art Argument nicht überzeugt. Es gibt immer einen anderen Weg."

„Ja, aber bisher hat uns das nicht geholfen, sondern im Gegenteil in noch viel schlimmere Situationen gebracht, die…"

„Wenn ich die Herren unterbrechen darf?"

Während ihrer Diskussion hatten die beiden Jedi nicht bemerkt, wie sich Aniya kurz entfernt und mit einem Mann gesprochen hatte und nun mit demselben zurückgekommen war. Verdutzt blickten die Jedi-Ritter Aniya und ihren Begleiter an.

Anakin runzelte die Stirn. „Wer ist das denn?"

Obi-Wan warf ihm einen warnenden Blick zu.

„Das, meine lieben Freunde, ist Noz Rashkaph. Aber ihr dürft ihn Nozzi nennen. Stimmt doch, Nozzi, oder?"

Der Angesprochene nickte.

„Nozzi ist ein alter Bekannter von mir und so gut und leiht uns sein Schiff. Damit wäre unser Problem also gelöst. Ich denke, ihr zwei habt nichts einzuwenden, oder?"

Mit einem überlegenen Lächeln und einer gehobenen Augenbraue ging Aniya an ihren Begleitern vorbei, nicht ohne kurz bei Obi-Wan zu verharren und ihn kaum merklich am Arm zu berühren.

Als sie vorüber war und noch mit Nozzi den letzten Rest besprach, schaute Obi-Wan kurz und nachdenklich auf die Stelle an seinem Arm, die Aniya eben noch berührt hatte und dann zu Anakin. Dieser hatte seinen Blick bemerkt, legte den Kopf schief und hob beide Augenbrauen.

Obi-Wan grinste. „Ich würde sagen, ich hatte wieder einmal Recht, was nicht sehr überraschend ist. Es gab einen anderen Weg, um an ein Schiff zu kommen."

Anakin seufzte und schüttelte den Kopf. „Wenn es das ist, woran Ihr gerade gedacht habt.

Aber wart nicht Ihr es, der mir immer eingetrichtert hat, dass ein Jedi keine Schadenfreude verspüren darf?"

Obi-Wan lachte. „Ja und im nächsten Atemzug habe ich dir versucht zu vermitteln, dass ein Jedi niemals beleidigt ist."

Doch sofort nach diesem Scherz verzog der Jedi-Meister vor Schmerz das Gesicht. Seit einer Weile hatten sich die Folgen der Folter nicht gemeldet, doch mittlerweile ließ die Wirkung eines Schmerzmittels, das ihm Aniya verabreicht hatte, nach. Zwar hatte sie nichts von einem Sedativum erwähnt, doch Obi-Wan hatte es in seinem Körper gespürt.

„Alles in Ordnung, Meister?" Anakin schaute ihn besorgt an.

Obi-Wan nickte. „Es geht schon. Meine Schmerzen melden sich nur wieder, aber ich werde es überleben. Lassen wir uns davon nicht aufhalten. Schließlich sahen wir beide schon schlimmer aus, nicht wahr?"

„In der Tat, Meister, in der Tat. Immerhin musste ich Euch bis jetzt noch nicht das Leben retten."

„Hoffen wir, dass das auch so bleibt. Aber nun sollten wir gehen. Es scheint so, als ob Aniya alles geklärt hätte."

Die beiden Jedi gingen auf Aniya zu, die gerade Nozzi die Hand schüttelte. Offenbar waren sie tatsächlich reisefertig.

Obi-Wan bedankte sich höflich bei Nozzi für seine Großzügigkeit. Der nickte nur.

Aniya lächelte. „Nozzi ist nicht sehr gesprächig. Nimm das also nicht persönlich. Er ist dafür sehr hilfsbereit.

Das dort ist unser Transportmittel."

Sie zeigte auf ein Schiff ganz in der Nähe.

Obi-Wan schluckte bei dem Anblick und Anakin riss sprachlos die Augen auf.

„Hat das Ding überhaupt einen Hyperraumantrieb? Oder müssen wir aussteigen und schieben?" Endlich hatte er seine Sprache wieder gefunden.

Auch Obi-Wan ergriff nun das Wort. „Na ja, solange es einen Hyperraumantrieb hat, ist es doch in Ordnung. Es muss ja keinen Schönheitswettbewerb gewinnen."

Aniya seufzte. „Also was auch immer ihr tut, ich fliege mit der Kiste. Folgt mir oder lasst es bleiben."

„Na schön, ich bin zufrieden, solange ich fliegen darf."

Obi-Wan murmelte etwas von „man hat ja gesehen, wohin uns das gebracht hat", nickte aber. Denn eigentlich musste er gestehen, dass Anakin der weitaus beste Pilot war, den er kannte.

Gerade wollte Anakin nachhaken, als er plötzlich von der Macht gewarnt wurde und schon sein Laserschwert aktiviert in der Hand hielt, um einen Schuss abzuwehren. Er warf einen Blick zu seinem ehemaligen Meister und stellte beruhigt fest, dass dieser mit ebenfalls aktivierter Klinge hinter der Ladung eines kleinen Frachtschiffes Deckung suchte. Schnell zog er sich, immer noch Schüsse abwehrend, zurück zu Obi-Wan hinter die Kisten.

Währenddessen hatte Aniya einen verdutzend Nozzi in sein Schiff gezerrt und selbst hinter demselben Deckung gesucht.

Anakin versuchte die Angreifer auszumachen, lugte hinter den Kisten vor und entdeckte mehrere Männer, die sich ebenfalls hinter Gegenständen versteckten. Schnell überlegte er, wie er den Kampf am schnellsten und besten beenden konnte. Gerade wollte er hinter den Kästen hervorstürmen, als Obi-Wan ihn von denselben eiligst wegzerrte. Trotzdem spürten sie die Druckwelle der Explosion, als eine Granate vor den Kisten hochging und kamen zu Fall.

Obi-Wan fluchte und fasste sich an die Seite.

Schnell rappelte sich Anakin wieder auf und setzte nun endlich zum Angriff an. Das Laserschwert hin- und herwirbelnd bewegte er sich in einem rasanten Tempo auf die Angreifer zu, die nun ihre Blaster fallen ließen, hinter den Kisten hervortraten und die Laserschwerter zückten. Ein wenig überrascht zögerte Anakin einen winzigen Augenblick, den die Jedi, denn nun war klar, um wen es sich bei den Feinden handelte, sofort für einen Angriff ausnutzten. Anakin blieb nichts anderes übrig, als die Angriffe von drei Jedi zu parieren.

Die Überraschung Anakins ließ dich durch mehrere Tatsachen begründen. Zum einen hatte er nicht Jedi erwartet, da der Angriff mit Blastern erfolgt war. Zum anderen und das überraschte ihn vielmehr, zählten Obi-Wan Kenobi und Qui-Gon Jinn zu den Jedi. Den dritten kannte Anakin nicht.

Er riss sein Laserschwert hoch, um einen Angriff Qui-Gons abzuwehren.

Doch schon wurde er von Aniyas grüner Klinge und Obi-Wans blauer unterstützt. Der Kampf war also, was die Zahl der Kontrahenten betraf, ausgeglichen.

Allerdings spürte Anakin, dass sein Mentor nicht in seiner besten Verfassung war. Er musste offenbar seine Schmerzen ignorieren. Die physischen, da er bei der Explosion auf die Seite gestürzt war, die ihm sowieso schon Probleme bereitete und die psychischen, da der Anblick Qui-Gons alte Wunden geöffnet hatte.

Das alles trug nicht dazu bei, dass das Trio um Anakin die Oberhand gewann. Mittlerweile hatte sich jeder einen Gegner ausgesucht und der Kampf verlagerte sich nun in drei kleinere Kämpfe. Anakin gegen Obi-Wan, Obi-Wan gegen Qui-Gon und Aniya gegen den dritten Jedi.

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Obi-Wan war fasziniert. Er hatte geglaubt, das Kampfpotenzial seines Gegners zu kennen und dementsprechend reagieren zu können, doch musste er nun feststellen, dass er sich getäuscht hatte. Bei jedem Schlag, den er abwehren musste, spürte er den Druck, den seine Arme aushalten mussten, da sich die gesamte Kraft des Hiebes auf sie übertrug. Anfangs hatte er noch angreifen können, doch nun fühlte er sich mehr und mehr in die Defensive gedrängt.

Er warf einen Blick zu seinem ehemaligen Meister Qui-Gon, der sich relativ gut schlug. Eigentlich hatte Obi-Wan lieber gegen seinen Doppelgänger kämpfen wollen, aber die Situation hatte es erfordert, dass er Anakins Ebenbild als Gegner hatte. Jedenfalls musste es sein Ebenbild sein. Seit dem Verschwinden seines Anakins konnte sich Obi-Wan schließlich nicht sicher sein, wer der echte Anakin war. Doch schon nach wenigen Sekunden war er sich sicher gewesen. So konnte sein Anakin nicht kämpfen.

Ihm war nun klar, dass er zu anderen Mitteln würde greifen müssen. Er war gespannt zu sehen, wie sein Gegner auf Machtangriffe reagieren konnte, denn das hatte er bis jetzt noch nicht bei ihm erleben oder beobachten können. Doch dafür wollte er ihn unbedingt alleine und separat haben, damit ihm niemand das Vergnügen nehmen konnte. Auf gar keinen Fall wollte er, dass Anakin irgendeine Art der Unterstützung bekam, also musste er ihn weglocken.

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Mit zusammengepressten Lippen und konzentriertem Blick begegnete Aniya ihrem unmittelbaren Gegner. Es schien ihr, als ob sie Glück gehabt hätte. Zwar war auch ihr Kontrahent kein harmloser Padawan mehr, jedoch war ihr so, als ob er trotzdem der einfachste Gegner war. Sie merkte, dass sie ihm überlegen war und ließ ihn nicht in die Offensive kommen. Stattdessen drängte sie ihn immer weiter zurück, benutzte die Macht und nach mehreren geschickten Schlägen konnte sie ihm schließlich das Laserschwert aus der Hand schlagen und rammte ihm ihres in den Körper. Ihr Gegner riss entsetzt den Mund auf und als sie ihre Klinge aus seiner Brust herausgezogen hatte, knickte sein lebloser Körper zur Seite.

Aniya wirbelte herum. Von Anakin und dem gegnerischen Obi-Wan fehlte jede Spur. Dafür wurde sie Zeugin eines erbitterten Gefechts Obi-Wans gegen einen anderen Jedi. Sie kannte ihn nicht. Doch das spielte keine Rolle. Mit einem markerschütternden Schrei stürzte sie vor und griff in den Kampf ein. Schnell hatte sie sich Obi-Wans Kampfstil angepasst und zusammen bildeten sie ein gutes Team. Allerdings konnte sie seine Erschöpfung und seinen Schmerz spüren und das bereitete ihr ein wenig Sorgen. Zwar war sie überzeugt, dass sie zu zweit den Jedi besiegen konnten, doch würde Obi-Wan danach vermutlich zusammenbrechen. Seine Schläge wurden bereits kraftloser und langsamer und somit kein Problem mehr für ihren Gegner. Aniya fühlte, dass sie dem Kampf so schnell wie möglich ein Ende setzen musste.

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Anakins Wut war inzwischen gewachsen. Es war ihm gelungen, Obi-Wan den ganzen Landeplatz zurückzudrängen. Doch das arrogante und selbstsichere Grinsen seines Gegners verärgerten ihn ungemein. Kenobi tat geradezu so, als ob er immer noch überlegen wäre. Zwar registrierte er am Rande, dass sie sich immer mehr von Aniya und Obi-Wan entfernten, aber das war ihm im Moment egal. Er musste die Gelegenheit der Überlegenheit nutzen.

Nachdem sie außer Reichweite der anderen Duellanten waren, änderte sich die Situation jedoch ein wenig. Anakin spürte, dass Obi-Wan seine Taktik änderte. Er schleuderte nun mit Hilfe der Macht Gegenstände auf ihn. Doch das tangierte Anakin relativ wenig. Mühelos wehrte er alles ab. Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Er versuchte sich mit einem Machtsstoß, doch wurde er von Obi-Wan abgeblockt.

Nun wendeten sie beide alles aus ihrem Repertoire an: Sei es Würgen, Machtstöße, Machtwirbel, erhöhte Geschwindigkeit und Lähmung oder ihre Fertigkeiten mit dem Laserschwert, nichts hatte eine Wirkung und wurde sofort vom Gegner abgeblockt.

Obi-Wan versuchte sich in Machtblitzen, die Anakin jedoch ohne Probleme mit seinem Laserschwert abblockte und zurückwarf.

Was den beiden wie eine Ewigkeit vorkam, hatte sich eigentlich in ein paar Sekunden abgespielt. Erschöpft und mit angesengter Kleidung standen sie sich nun schwer atmend gegenüber und umkreisten sich langsam, den Gegner nicht aus den Augen lassend. Nur eine winzige Unaufmerksamkeit würde sofort rücksichtslos ausgenutzt werden. Doch war sie erforderlich, denn sie waren an einem toten Punkt angelangt.

Anakins Wut hatte sich mittlerweile erneut gesteigert und sein Ehrgeiz, einen ebenbürtigen Gegner zu besiegen, war geweckt.

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In einer schnellen Folge von Schlägen warf sich Aniya Qui-Gon entgegen, lenkte ihn ein wenig von Obi-Wan weg, damit dieser Luft holen konnte.

Sie spürte seine Zurückhaltung, die zwar auch durch die Verletzungen bedingt war, aber eben noch durch etwas anderes, das sie noch nicht erfassen konnte. Er stolperte regelrecht durch den Kampf. Doch dafür blieb keine Zeit zum Nachdenken, denn sie fühlte außerdem, wie auch ihr Gegner langsam müde wurde. Ständig verhakten sich ihre Klingen ineinander und erzeugten unangenehme Geräusche. Aber immer war es Aniya, die zu einer schnellen Offensive bereit war.

Dann war der Augenblick da und sie schlug Qui-Gon die Waffe aus der Hand und holte aus.

„Nein!" Es war Obi-Wan, der geschrieen hatte. Qui-Gon hatte die Augen geschlossen. Aniya zögerte. Qui-Gon öffnete die Augen. Sie hielt ihm die Klinge an den Hals. „Nicht bewegen."

Mit der anderen Hand rief sie Qui-Gons Laserschwert zu sich.

Obi-Wan war wieder auf den Beinen und humpelte zu Aniya. „Du darfst einen wehrlosen Gegner nicht töten."

Ohne sich umzublicken, antwortete sie ihm: „Das ist jetzt nicht dein Ernst, Obi-Wan. Dieser Mann hier ist alles andere als wehrlos. Er hätte dich beinahe besiegt. Willst du ihn etwa laufen lassen?"

„Du kannst ihn nicht töten. Aniya, tu das nicht. Was seid ihr für ein Orden mit was für einem Kodex, dass ihr wehrlose Gegner kaltblütig tötet. Ihr seid nicht besser als die Jedi hier."

„Obi-Wan, willst du hier wirklich eine Grundsatzdiskussion führen? Ich muss ihn töten, ansonsten passiert vielleicht noch Schlimmeres. Willst du ihn laufen lassen, damit er mit noch viel mehr Jedi zurückkehrt? Ich glaube, es geht dir noch um etwas anderes, als deinen Kodex, habe ich Recht?"

Obi-Wan schloss die Augen. „Das verstehst du nicht. Ich kann das nicht noch einmal sehen."

„Was meinst du?"

„Qui-Gon Jinn war mein Meister und ich habe ihn sterben sehen. Er wurde von einer Laserschwertklinge durchbohrt." Seine Stimme zitterte leicht.

„Das tut mir wirklich Leid, aber wir können ihn nicht gehen lassen."

Qui-Gon schwieg noch immer und schaute auf den Boden. Offensichtlich empfand er es als Demütigung, nicht gleich getötet zu werden, sondern in dieser Position verharren zu müssen mit einer Klinge am Hals.

Aniya seufzte. „Los, steh auf und dreh dich um."

Qui-Gon hob den Kopf und schaute ihr kalt in die Augen, folge aber ihrer Anweisung.

Aniya deaktivierte ihr Laserschwert und rammte den Griff Qui-Gon mit voller Wucht auf den Hinterkopf, sodass er bewusstlos umkippte. Obi-Wan warf ihr einen dankbaren Blick zu.

„Ich bin immer noch nicht überzeugt. Aber ich habe eine Idee." Sie öffnete eine der Frachtkisten, die herumstanden und leerte sie. Dann kippte sie sie so um, dass die Öffnung auf der Seite war und rollte Qui-Gons bewusstlosen Körper in die Kiste. Dann schloss sie den Deckel wieder und drehte sie mit Hilfe der Macht so, dass die Seite zum Öffnen auf den Boden zeigte.

Sie wischte ihre Hände an ihrer Tunika ab. „Ich hoffe, dass war die letzte Sentimentalität für heute. Du wirst hier bleiben und ich werde jetzt Anakin suchen und helfen."

„Nein, ich komme mit."

„Obi-Wan, wir haben keine Zeit dafür, dass du den Helden spielst. Du bist ehrlich gesagt keine große Hilfe. Kümmere dich um Nozzi." Ohne eine Antwort abzuwarten stürmte sie vor und ließ einen erschöpften Obi-Wan zurück, der zu Nozzis Schiff humpelte und sich zusammenreißen musste, um nicht umzukippen.

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Immer noch umkreisten sich die beiden Kontrahenten mit gehobenen Laserschwertern. Alle Passanten hatten gemacht, dass sie wegkamen, als sie die Situation und die beiden Jedi erkannt hatten. Kein Bewohner Coruscants wollte in der Nähe sein, wenn Obi-Wan Kenobi gegen einen anderen Jedi kämpfte.

Selbstzufrieden registrierte die Berühmtheit der Jedi das am Rande. Andererseits aber hätte er auch gerne Publikum gehabt, das ihn bewunderte oder wenigstens fürchtete.

Doch seinen Applaus würde er sich später abholen. Erstmal musste er gewinnen. Obi-Wan holte zu einem Schlag aus und erstarrte.