Da bin ich wieder!
Ich
muss erstmal eine riesige Entschuldigung loswerden, dass ich so lange
nichts mehr von mir hören lassen habe.
Na ja, erst war mein
Rechner im Ar… und dann hatte ich kein taugliches Schreibprogramm
an dem ich mich hätte auslassen können und dann bin ich
auch noch krank geworden. Also ihr seht, ich habe genügend
ausreden. :-)
Ich hoffe, dass ihr es mir nicht all zu übel
nehmt. Ich gebe mir auch große Mühe meinen Rechner ab
jetzt ganz zu lassen und auch nicht mehr krank zu werden!!!
Hier die Antworten auf eure vielen Reviews. Vielen Dank an alle!!!
DKub-
Ich hoffe auch deinem Rechner geht es bald wieder besser!
Danke,
für dein Kompliment. Nein in Kap. 17 ist niemand gestorben, aber
das heißt nicht, dass es ab jetzt immer so sein
wird.
Vielleicht gefällt dir ja auch dieses Kapitel. Ich
hoffe es zumindest.
Du bekommst auch bald wieder Arbeit! Ich will
ja nicht, dass du dich langweilst.
Gruß bepa!
kathleen
potter- Grüß dich! Danke für dein Review.
Tut
mir wirklich leid, dass du diesmal wieder so lange warten musstest.
Wie kann ich das wieder gut machen?
vero-
Trotzdem danke für das Versehen!
Ich weiß schon, was
ich mit dieser Story machen werde, denn sie ist fertig. Zwar erst auf
dem Papier, aber fertig ist sie. Und danke für das ‚mega
klasse'!
Gemeine Stelle zum aufhören? Nich doch! Hermine
wird noch von der Prophezeiung erfahren, aber nicht gerade unter
guten Umständen. Lass dich überraschen.
laser-jet- Danke, der dicke kommt in FFs viel zu wenig vor, und es war auch nicht sein letzter auftritt.
Rudi-
3 ½ Stunden?
Ich gemein? Nein, ich kann nicht gemein sein.
Du kannst jeden fragen!
Ich hoffe, dass dir auch dieses Kapitel
wieder so gut gefällt. Und wie findest du ‚Vereint für
die Ewigkeit'?
Gruß bepa!
choooo- Danke, du kannst dich meinetwegen so oft wiederholen wie du möchtest, stört mich überhaupt nicht. :-) Mit dem nicht lange warten, hat es ja nicht so ganz geklappt. Wie schon gesagt, tut mir unendlich leid.
Mr. P- Hier kommt das nächste!
Sandy123-
Huhu!!! Danke für den Applaus! Freut mich, dass dir das Kapitel
so gut gefällt.
Warum ich immer an spannenden Stellen
aufhöre? Das bin nicht ich, das ist mein Bleistift. Er mag dann
einfach nicht mehr. Ich kann ihn ja nicht zwingen.
hdagdl!
Jen1307-
Ja, du hast deine Drohungen war gemacht. :-) Du weißt doch
nie, was du sagen sollst. Deine Reviews sich ständig kurz und
einfallslos. Nicht schlagen, war nur ein Scherz. Ich danke dir von
Herzen, für dein tolles Review.
Ich hoffe, wir lesen uns mal
wieder über icq. Warte schon sehnsüchtig. ;-)
Lily-Evelyn-
Grüß dich!
Wo soll ich denn aufhören?
Seitdem
Ron seine Ausbildung macht hat er sich stark verändert. Auch
dass Harry ihn über die Prophezeiung aufgeklärt hat, hat
ein großes Stück dazu beigetragen. Er ist erwachsen
geworden.
Auch an die eine riesige Entschuldigung, dass ich
getrödelt habe.
OOsilmarienOO-
Oh, du hast dich in sie verliebt? Freut mich!
Ich habe es leider
nicht mehr geschafft, ein Kapitel im alten Jahr hochzuladen.
Erklärung siehe oben.
Mach ich! Danke, mein neuester Fan! :-)
Joanna- Danke auch dir! Rechner geht wieder und weiter geht's!
MissHypocrisy-
Wie lange hast du gelesen? Kannst du das noch mal wiederholen?
Danke, für das ‚genial'! Oh, was für ein
Kompliment.
Aber versuch es doch weiter! Schreib nicht gleich am
PC, sondern erst auf dem Papier. So mache ich es immer. Die besten
Ideen kommen meistens erst später und so hast du auch einen
besseren Überblick. (finde ich jedenfalls)
Hast du schon
‚Vereint für die Ewigkeit' gelesen? Mich würde
interessieren, was du davon hältst!
Den Orden nehme ich
dankend an. ist der schwer
Liebe Grüße zurück!
bepa
Josy-
Hallo, meine Sonne!
Ich weiß nicht, warum er ihr nichts
erzählt. Er redet auch nicht mit mir. :-( Manchmal? Sie sind
ständig kompliziert.
HDGDL
Ein riesiges Dankeschön geht an Josy, die dieses Kapitel wieder beta gelesen hat. DANKE!!!
Für
Fehler haftet der Stift, bzw. die Tastatur. Größere Fehler
könnt ihr mir natürlich mitteilen. Wird dann mit dem Verursacher ausdiskutiert.
Genug
gelabert, los geht's!
Wie
auch sonst:
Die Story ist auf den 5 HP-Büchern aufgebaut.
Alle Figuren, die ihr aus den Büchern von J.K.Rowling kennt,
gehören ihr. Nur das, was ihr nicht aus ihren Büchern
kennt, ist auf meinem Mist gewachsen. Ich verdiene mit dieser
Geschichte keinen einzigen Cent.
Also, alles gehört ihr und
mir nix.
Kapitel 18 Es war dein Blut!
Fawkes
hatte Ron, Parvati und Hermine sicher ins Hauptquartier gebracht.
„Wir können Harry nicht einfach allein lassen!", rief
Hermine und lief aufgeregt und am ganzen Körper zitternd umher.
„Er ist ganz allein, Voldemort wird ihn umbringen!"
Tränen
überströmten ihr zartes Gesicht. „Beruhige dich,
Hermine!", ging Ron auf sie zu und wollte sie festhalten. Mit
weiten und entsetzten Augen sah sie ihn an. „Beruhigen? Ich kann
mich nicht beruhigen! Voldemort versucht Harry zu töten und du
sagst, ich soll mich beruhigen. Ich muss zu ihm!"
Parvati saß
zusammengekauert auf einem Stuhl und wippte vor und zurück. Ihr
Gesicht war blass und ihr Blick ging starr gerade aus.
Remus
betrat den Salon, in dem Fawkes mit ihnen aufgetaucht war. „Was ist
hier los?", fragte er und sah in ihre bedrückten und
ängstlichen Gesichter. „Harry", rief Hermine. Wütend
sah sie wieder in Rons Richtung. „Warum hast du mich nicht zu ihm
gelassen?" „Ich möchte jetzt wissen, was passiert ist!",
forderte Remus und drehte Hermine zu sich. Mit nassen Augen sah sie
in die des Werwolfes und brachte keinen Ton mehr heraus.
„Hermine,
bitte! Was ist mit Harry, wo ist er? Warum ist er nicht bei euch?"
Ein ungutes Gefühl machte sich in ihm breit. „Wie seid ihr
hergekommen?"
Ron war es, der antwortete: „Mit Fawkes"
Zeitgleich schrie der Phönix auf und erhob sich in die
Lüfte. „Nein!", rief Hermine und immer mehr Tränen
suchten sich ihren Weg. Irgendetwas musste Harry passiert sein, sonst
würde Fawkes nicht so aufgeregt umherflattern. Mit einer kleinen
Flamme verschwand der Phönix. „Fawkes, nimm mich mit!",
schrie Hermine dem Phönix hinter her.
„Ihr
wartet hier! Ich werde nachsehen, was los ist. Du bleibst auch
hier!", sagte er an Hermine gewannt. „Eigentlich kann dort
niemand ohne Harrys Zustimmung rein, aber …" Seine Augen weiteten
sich vor Entsetzen. Vor ihnen war Fawkes mit Harry erschienen.
Bewusstlos lag Harry am Boden und Blut lief ihm übers
Gesicht. Hermine wollte auf ihn zulaufen, doch wieder hielt Ron sie
auf. „Verdammt, Ron! Was soll das?", fauchte sie ihn an und
versuchte sich loszureißen.
Mit erhobenem Zauberstab ging
Remus langsam auf Harry zu. Er wusste nicht, was vorgefallen war und
war daher nur vorsichtig. Fawkes schmiegte seinen Kopf an Harrys und
ließ einen leisen klagenden Ton hören.
Remus schluckte
und ließ Harry mit Hilfe eines Zaubers aufs Sofa schweben.
„Kannst du ihm helfen, Fawkes?" An Ron gewandt sagte er: „Sag
du bitte deinen Vater bescheid! Er möchte bitte Kingsley und
Tonks informieren, ich werde Madame Pomfrey, Prof. McGonagall und
Severus holen."
„Was ist mit Harry?", fragte Hermine und
stand zitternd neben Remus. „Wir wissen mehr, wenn Poppy hier ist.
Fawkes kümmert sich um ihn, bis sie hier ist. „Remus, was ist
mit Harry?"
„Hermine, ich weiß es doch auch nicht",
fuhr er sie an. Hermine zuckte zusammen. „Entschuldige bitte! Ich
werde Poppy bescheid geben und dann erzählt ihr mir, was los
war! Bleib bitte bei Harry!
Wenn er wach wird, möchte er
sicherlich ein liebes Gesicht sehen." Remus verbeugte sich und
apparierte nach Hogwarts.
Nur
einen Augenblick später stand er neben Prof. McGonagall im Büro
des Schulleiters von Hogwarts. „Remus, was machst du hier? Ich mag
es nicht, wenn jemand ohne Aufforderung mein Büro betritt!"
Mit strengem Blick musterte sie ihn und bemerkte seinen besorgten
Gesichtsausdruck. „Ist etwas passiert?" „Entschuldige, Minerva!
Eigentlich ist es auch nicht meine Art, einfach unaufgefordert
irgendwo reinzuplatzen, aber es geht um Harry." McGonagall sah ihn
erschrocken an. Remus drehte sich in Richtung Portraits des alten
Schulleiters Albus Dumbledore.
„Albus, Harry wurde angegriffen!
Ich weiß zwar noch nicht von wem, aber ich nehme an, dass es
Voldemort war. Hermine, Ron und Parvati waren bei ihm."
„War
Harry nicht in Phönix Castle? Er wollte dort mit Hermine das
Wochenende verbringen. Wir sehen uns nachher im Grimmauldplatz!"
Mit diesen Worten war Dumbledore aus seinem Bild verschwunden.
Remus
drehe sich wieder zu Minerva McGonagall um, die immer noch wie
angewurzelt inmitten ihres Büros stand. „Hat der Junge denn
nie seine Ruhe?", fragte sie mehr sich selbst als Remus und ließ
sich in einen Sessel fallen. „Minerva, hol du bitte Poppy und
Severus und komm mit ihnen ins Hauptquartier. Ron unterrichtet seine
Vater, der Kingsley und Tonks informiert. Bis Gleich!",
verabschiedete sich Remus.
„Remus!", hielt McGonagall ihn
auf, doch sagte sie nichts weiter. Er ahnte, was seiner ehemaligen
Lehrerin auf dem Herzen lag. „Er wird bestimmt wieder, Fawkes
kümmert sich um ihn."
Remus
disapparierte neben Harry und Hermine.
Hermine saß mit
verweinten roten Augen neben Harry und befreite sein Gesicht von
Blut. Viele kleine und große Platzwunden kamen zum Vorschein.
Mit zittrigen Händen versuchte sie diese zu säubern.
Remus
nahm ihr den Lappen aus der Hand und führte sie zu einen der
Sessel, die es im Salon gab. „Erzähl mir bitte, was geschehen
ist!", bat er.
Parvati hatte sich mit Rons Hilfe wieder
einigermaßen gefasst. Sie stand auf, setze sich in den Sessel
neben Hermine und hielt bestärkend ihre Hand. „Wir haben …"
– uns gestritten, wollte Hermine anfangen, doch ließ sie es
gleich wieder bleiben. Es sollte keiner weiter von ihrem Streit mit
Harry erfahren. „Harry kam die Treppe runter und blieb stehen. Ich
wollte zu ihm, doch er ließ es nicht zu. Plötzlich fiel er
keuchend zu Boden, aber da war niemand." Verzweifelt sah sie Remus
an. „Er versuchte aufzustehen, aber jemand hielt ihn fest. Und auf
einmal redete er mit Voldemort.
Wir haben natürlich nicht
gehört, was Voldemort gesagt hat, aber Harry war sehr wütend.
Immer wieder hat jemand auf ihn eingeschlagen. Dann hat Fawkes uns
hier her gebracht." Remus strich Hermine beruhigend über ihre
Hand. „Hat Harry gesagt, wie Voldemort das gemacht hat?", fragte
er bedacht. Hermine schüttelte den Kopf fing erneut an zu
schluchzen. „Ich dachte, dort wäre er sicher."
Tröstend
nahm er Hermine in den Arm und blickte zu Harry, der immer noch
bewusstlos auf dem Sofa lag.
Ron
und sein Vater disapparierten zusammen mit Tonks und Kingsley im
Grimmauldplatz.
Schockiert lief Tonks auf Harry zu und sah Remus
fragend an. „Was hat Voldemort mit ihm gemacht?" Remus zuckte
leicht mit den Schultern. „Wir wissen es nicht. Wir müssen
wohl warten, bis Harry wieder wach wird und er uns alles erzählen
kann."
Im selben Moment kamen Madam Pomfrey, die
Krankenschwester von Hogwarts, Minerva McGonagall und Severus Snape
im Hauptquartier an. Während dessen sich Snape und McGonagall
noch den Ruß von ihren Umhängen putzten, stürmte die
Krankenschwester bereits auf Harry zu.
Die Tasche, die sie gefüllt
mit den verschiedensten Tränken mitgebracht hatte, stellte sie
auf den Boden. Sie zog ihren Zauberstab und Sprach einen
Analysezauber über Harry, der ihr zeigen sollte, welche
Verletzungen er hatte.
Mit weiten Augen sah sie auf die
Wartenden. „Wer hat ihn so zugerichtet?", fragte sie im
eigenartigen Ton. Nur schwer konnte sie ihre Stimme unter Kontrolle
halten. Erneut ließ sie ihren Zauberstab über Harrys
Körper wandern und schüttelte dabei den Kopf. „Die
inneren Blutungen hat Fawkes so weit ich es erkennen kann schon
geheilt. Er ist also außer Lebensgefahr." Die
Krankenschwester bückte sich zu ihrer Tasche hinunter und wühlte
nach etwas. Nur wenige Sekunden später wurde sie fündig.
Sie träufelte einige Tropfen einer gelben dickflüssigen
Tinktur auf eine Kompresse: „Diese Tinktur wird die Platzwunden
schließen! Fawkes hat noch genug mit den Brüchen zu tun",
und betupfte damit Harrys Lippen.
Kaum hatte sie Harrys
Unterlippe berührt, schreckte er auf und sah sich hektisch und
schnell atmend um. Doch das war ein Fehler. Vor Schmerz aufkeuchend,
ließ er sich wieder fallen und hielt seinen Brustkorb
umklammert. Die Schmerzen schienen unerträglich zu sein, denn
immer noch stöhnte er und verzog sein Gesicht.
„Mr.
Potter!", versuchte die Krankenschwester auf sich aufmerksam zu
machen. „Harry, hören sie mich?" Harry reagierte nicht auf
die Rufe von Madame Pomfrey, immer noch krümmte er sich vor
Schmerz. Alle Anwesenden hatten sich ums Sofa aufgestellt. Hermine
kniete sich neben Harry und hielt seine Hand. Mit ruhiger Stimme –
sie versuchte es zumindest – redete sie auf Harry ein. Es dauerte
eine Weile, bis ihre Worte zu Harry durchdrangen, doch irgendwann
wurde er ruhiger.
Langsam öffnete er seine Augen und blickte
in die von Hermine.
Krampfhaft
hielt er ihre Hand fest. „Er hat Dudley!", sagte er kaum hörbar.
„Ich weiß nicht wie, aber das was er Dudley antut, spüre
ich am eignen Leib." Harry machte eine kleine Pause um wieder etwas
Kraft zu tanken und sah dabei die anderen. Auf den fragenden Blick
von Remus, sagte er: „Nicht wie sonst, dass ich es nur spüre,
dass er die Menschen quält und foltert, nein, er hat einen Weg
gefunden mir genau das Gleiche wie ihnen anzutun." Erschöpft
ließ er seinen Kopf wieder sinken. „Wenn ich sonst die
Folterungen miterlebe, spüre ich zwar die Schmerzen seiner
Opfer, aber ich muss sie nicht selbst ertragen und trage Verletzungen
davon. Ich fühle mich, als wenn jeder Knochen meines Körpers
gebrochen wäre." „Fast, Mr. Potter", kam es von Madame
Pomfrey.
„Wir müssen ihn da rausholen!", versuchte Harry
sich wieder aufzusetzen, doch ließ er es schnell bleiben.
„Nicht du, Harry! Du ruhst dich aus!", hielt Kingsley Harry
von einem erneuten Versuch ab sich aufzusetzen. „Weißt du wo
Voldemort ihn festhält?" Harry schüttelte bedrückt
den Kopf. „Ich muss ihn suchen."
„Harry, es reicht! Sie
merken doch, dass sie sich noch nicht aufsetzen können, dass sie
noch keine Kraft haben", mahnte die Krankenschwester. „Madame
Pomfrey, darauf kann ich keine Rücksicht nehmen, er bringt
meinen Cousin um." Harry sah Remus an. „Und wie ich vermute, mich
dann gleich mit, ohne dass ich dagegen etwas machen kann."
„Ich
glaube nicht, dass er dich auf diese Weise ausschalten kann",
entgegnete Remus. „Kannst du deinen Cousin orten?"
Harry
schloss seine Augen und versucht sich so gut es ging zu
konzentrieren. Minuten vergingen, bevor er antwortete. „Es geht
nicht. Ich spüre nichts von ihm", sagte er kraftlos und
enttäuscht.
„Was ist, wenn er noch bewusstlos ist, immerhin
warst du es auch?", fragte Ron. „Ich hoffe doch, dass er nur
bewusstlos ist. Fawkes!", rief Harry. Der Phönix tauschte aus
dem Nichts auf und gleichzeitig fuhr Harry vor Schmerz zusammen.
Fawkes hatte es geschafft, Harrys Schmerzen etwas zu
unterdrücken, doch jetzt wo Harry ihn gerufen hatte und er sich
wieder aus seinen Körper gelöst hatte, kam all der Schmerz
mit einem Mal zurück. Da Harry nicht auf diese Dosis von Schmerz
vorbereitet war, sagte er mit letzter Kraft zum Phönix: „Versuch
Dudley zu finden!", bevor er wieder bewusstlos zusammenbrach.
Doch
der Phönix verschwand nicht, um Harrys Cousin zu suchen,
stattdessen ließ er sich auf Harrys Brust nieder und ließ
eine wunderschöne beruhigende Melodie hören. Noch einmal
schmiegte er seinen Kopf an Harrys, bevor er in einer Flamme
verschwand.
Vorsichtig betupfte Hermine Harrys Lippen mit der Tinktur, die ihr Madame Pomfrey dagelassen hatte. Auch Fawkes war in der Zwischenzeit zurückgekehrt und kümmerte sich nun wieder um Harry.
Harry
schien etwas wacher zu werden, denn er bewegte unter den Berührungen
von Hermine seinen Kopf hin und her.
Todesser, die mit
erhobenen Zauberstäben auf jemanden zugingen. Eine Frau lag
zusammengerollt am Boden. Harry wollte ihr helfen, doch es ging
nicht, er konnte sich nicht bewegen. ‚Na Granger!', sagte einer
der Todesser. ‚Wie ist es so ohne deinen Potter? Es ist niemand
mehr da, der dir helfen kann. Avada Kedavra' Ein gleißend
grüner Lichtstrahl flog auf Hermine zu.
„Hermine!",
rief er und kam plötzlich mit seinem Oberkörper hoch. Er
brauchte jedes bisschen Kraft, um sich aufrecht zu halten. „Wo ist
sie?", fragte er Remus, den er als erstes erblickte. „Ganz
ruhig!", antwortete dieser. „Es geht ihr gut"
„Ich bin
hier, Harry!", meldete sich Hermine leise und hielt seine Hand, mit
ihrer anderen versuchte sie ihn zu stützen. „Dir ist nichts
passiert!" Ein Lächeln kam über Harrys Lippen und er ließ
sich beruhigt zurückfallen, nur um sich gleich wieder
aufzusetzen. „Dudley! Voldemort hat ihn. Ich muss ihn da
rausholen!", rief er, als wenn er erst jetzt realisierte, was
geschehen war.
„Du musst gar nichts, wir werden gehen!",
entgegnete Remus und zeigte auf Arthur, Tonks, Snape, Kingsley und
Ron.
„Ich …", wollte Harry erwidern, doch Arthur hielt ihn
zurück: „Sag uns wo er ist!"
„Harry, bleib bitte liegen
und ruh dich aus! Du kannst noch nicht wieder aufstehen.",
versuchte nun Hermine ihr Glück, Harry zu beruhigen, doch auch
sie hatte wenig Erfolg.
„Es geht schon wieder. Ich kann ihn
nicht Voldemort überlassen!", wehrte sich Harry und klang
dabei etwas genervt. Er versuchte aufzustehen, was ihm zwar diesmal
gelang, aber noch sehr wackelig aussah.
Snape ging auf ihn zu:
„Das sagt auch niemand, nur du schaffst das noch nicht. Sieh dich
an! Du kannst dich kaum aufrecht halten, geschweige kämpfen."
Stützend stellte er sich neben Harry. „Er wollte dich
schwächen. Voldemort weiß, dass du zu stark für ihn
bist und versucht es mit solchen feigen Tricks, da du dich dagegen
nicht wehren kannst. Ich weiß nicht was er angewendet hat, aber
er hat eine Möglichkeit gefunden, dich aus weiter Entfernung
effektiv anzugreifen."
Als wenn das, was Snape gerade gesagt
hatte, bei Harry in einem Ohr rein und einfach unverstanden zum
anderen wieder raus ist, sagte er: „Mir geht es wieder gut.
Außerdem ist es meine Schuld. Ohne mich wäre Dudley gesund
und säße mit seinem dicken Hintern bei seinen Eltern auf
der Couch."
„Du kannst dir nicht für alles die Schuld
geben!", fuhr Tonks dazwischen.
Ohne weiter auf Tonks
einzugehen, sagte er: „Wir dürfen nicht noch mehr Zeit
verlieren! Fawkes hat ihn ausfindig gemacht."
Harry
drehte sich zu Hermine um, die sich mittlerweile hingesetzt hatte und
kniete sich vor ihr. Er nahm ihr Gesicht in beide Hände. „Bis
gleich!", sagte er und gab ihr einen Kuss. Jedes mal überkam
Harry das Gefühl, es könnte ihr letzter Kuss gewesen sein.
Hermine schüttelte ihren Kopf. „Sei doch vernünftig
und bleib hier!" „Nein, Hermine, versteh mich doch! Dudley wird
sterben, wenn wir ihn nicht bald da rausholen."
Harry wollte
wieder aufstehen, doch Hermine hielt ihn fest und sah ihm in die
Augen. Sie konnte Verzweiflung, aber auch Entschlossenheit im tiefen
smaragdgrün erkennen. „Voldemort will dich!
Du kannst nicht
einfach losspringen und dich ihm vor die Füße werfen, denn
so wie du momentan aussiehst wird das passieren. Er wird dich
umbringen!" „Wenn ich es nicht tue, wird er Dudley umbringen,
einen Unschuldigen."
Mit diesen Worten löste sich Harry
von Hermine und stand auf. „Harry!", rief Hermine plötzlich.
Sie wusste nicht, wie sie ihn noch von dieser Aktion abhalten sollte.
Furchtbare Angst, Angst ihn zu verlieren stieg wieder in ihr auf.
„Dann komme ich auch mit!", sagte sie entschlossen. Harry drehte
sich mit weiten Augen wieder zu ihr um. „Nein, du bleibst hier! Ich
kann dich so nicht beschützen.
Bleib hier bei Parvati!"
Harry
nahm seine Freundin in den Arm und drückte sie fest an sich.
„Ich würde dir dies alles gern ersparen, glaube mir!" Gerade
als Harry seine Lippen auf die ihren senken wollte, keuchte er auf
und wurde nach hinten geschleudert. Erneut lief Blut aus seiner Nase,
welches er versuchte abzuwischen, doch dazu kam er nicht. Ein
Aufschrei hallte im ganzen Hauptquartier wieder, welcher von Harry
ausging. Sich vor Schmerzen krümmend lag er am Boden.
Keiner
der Anwesenden konnte Harry helfen, da niemand da war, den sie hätten
angreifen können.
Harrys
Schreie hatten etwas nachgelassen, doch immer noch lag der
Cruciatus-Fluch auf ihm, bzw. auf seinem Cousin. Harry schaffte es
nicht den Fluch abzuschütteln, wie er es schon einige Male
geschafft hatte. Schweiß gebadet und schwer atmend lag er vor
seinen Freunden und verzog vor Schmerz sein Gesicht.
„Es
geht weiter, Potter! Dein fetter Cousin ist soeben aufgewacht. Ich
hoffe, du hast dich gut erholt.", meldete sich Voldemort wieder
bei ihm. „Diesmal bringen wir es zu Ende!"
„Ja,
Voldemort, wir bringen es zu Ende, aber es wird dein Ende sein!",
presste Harry zwischen seinen Zähnen hervor und versuchte sich
aufzusetzen. Zu Harrys Erleichterung ließ der Schmerz nach und
so schaffte er es sich wieder hinzustellen. „Er hält ihn in
einem alten Haus, in der Nähe von Breamore fest ", sagte Harry
an Remus und Arthur gewandt und erklärte ihnen, wo genau sie
disapparieren müssten.
Verzweifelt und mit Tränen in
den Augen stürmte Hermine auf Harry zu. „Bleib doch bitte
hier! Es tut mir leid, was ich heute Mittag gesagt habe. Geh nicht!",
flehte sie ihn an.
Sanft fuhr Harry mit seiner Hand über ihr
Gesicht und lächelte sie an. „Ich bin gleich wieder bei dir!",
versprach er ihr und gab ihr einen letzten zärtlichen Kuss.
„Bereit?",
fragte Harry an die anderen gewandt. Auf sein Zeichen apparierten sie
an die vereinbarte Stelle, um Dudley Dursley aus Voldemorts Fängen
zu befreien und ließen 3 besorgte Frauen zurück.
McGonagall
hatte sich auf Harrys Bitte hin dazu bereiterklärt, auf Hermine
und Parvati zu achten, denn Harry hatte kein gutes Gefühl sie
allein zu lassen. Beide hatten, genau so wie die anderen gehört,
wo Voldemort und seine Todesser Dudley festhielten und beide machten
sich Sorgen, ihre Freunde vielleicht nie wieder zu sehen.
„Hier
ist niemand.", flüsterte Tonks und sah sich vorsichtig um. So
wie Harry es beschrieben hatte, waren sie in einem alten Haus in der
Nähe von Breamore disappariert. Hier hatte Fawkes Dudley
geortet, nur wo war er? Es herrschte Totenstille, niemand rührte
sich.
Harrys Kopf begann fürchterlich zu hämmern, was
unaufhaltsam immer stärker wurde. Er musste sich beeilen, er
musste Dudley so schnell es geht finden, sonst hatten er und sein
Cousin keine Chance.
„Dudley ist anscheinend wieder zu sich
gekommen, es geht weiter!", keuchte Harry und hatte zu tun sich
aufrecht zu halten. „Kannst du ihn diesmal ausfindig machen?",
fragte Remus und stützte Harry.
Wieder keuchte Harry auf und
diesmal spuckte er Blut. „Ich kann mich nicht konzentrieren",
erwiderte Harry und wischte sich mit der freien Hand das Blut ab.
„Das beabsichtigt Voldemort auch, er spielt mit dir. Versuch es
weiter!", sagte Snape, der Harry von der anderen Seite
festhielt.
Es gab einen gewaltigen Ruck, so dass Remus, Snape und
Harry umgerissen wurden. Harry lag einige Meter hinter ihnen und
hatte eine riesige stark blutende Platzwunde am Kopf.
„Wir
müssen ihn finden, er hält nicht mehr lange durch.", rief
Harry. „Und ich auch nicht.", murmelte er leise, so dass es
niemand verstand. „Fawkes!" Augenblicklich erschien der Phönix
und landete auf Harrys Arm. "Kannst du Dudley noch einmal für
mich finden?", fragte er kraftlos. „Ich schaffe es nicht."
Fawkes zwinkerte ihm zu und ließ erneut eine wunderschöne
Melodie erklingen, die Harry ein warmes und stärkendes Gefühl
gab. Er merkte wie ein Teil seiner Kraft zurückkam und lächelte
den Phönix dankbar an. „Danke, Fawkes, aber nun such bitte
Dudley!" Kaum hatte Harry seine Bitte ausgesprochen, war der Phönix
auch schon verschwunden.
Nur einen Augenblick später sagte Harry: „Fawkes hat ihn gefunden. Hier muss irgendwo eine kleine Lichtung sein."
Lange
rätseln brauchten sie nicht, denn von weiten hörten sie die
Schreie von Dudley Dursley und auch Harry krümmte sich vor
Schmerz. So schnell wie der Schmerz aufkam, war er auch wieder
verschwunden.
„Er wartet auf mich!", sagte Harry und stand
auf. „Ich lenke Voldemort ab und ihr kümmert euch um meinen
Cousin, egal was mit mir passiert!", betonte Harry.
Harry konnte
an ihren Gesichtern erkennen, dass sie nicht mit seiner Entscheidung
einverstanden waren. Sie würden ihn mit Sicherheit nicht
schutzlos lassen. „Harry, wir …", fing Kingsley an.
„Nein!",
unterbrach Harry ihn und blickte sie entschlossen an. „Wenn es
heute so weit sein sollte, dann ist es so und niemand von euch wird
sich einmischen, niemand! Ihr wisst was ihr zu tun habt!"
Mit
schweren Herzen und wissend, dass es ein Fehler war, willigten sie
ein und verbeugten sich vor Harry. Mit einem Lächeln tat Harry
es ihnen gleich und verbeugte sich ebenfalls. „Seit wann?",
fragte Tonks verdutzt. „Ich möchte mich nur gebührend von
euch verabschiedet haben. Ich danke euch, für eure Loyalität
und für euer Vertrauen!"
Das einzige, was Harry auf ihre
entsetzten Gesichter zu sagen hatte, war: „Los, holen wir ihn da
raus!"
„Na
endlich, Potter! Ich dachte schon du beehrst uns nie.", höhnte
Voldemort. „Aber du würdest nie einen Unschuldigen" Bei
diesem Wort verdrehte Voldemort seine Augen. Seiner Meinung nach gab
es keine Unschuldigen. Muggel waren es nicht wert zu existieren.
„sterben lassen, nicht wahr?"
Harry war zwischen Voldemort und
Dudley, der zusammengekauert am Boden lag, disappariert.
„Ich
bin hier, also lass ihn frei!", forderte Harry.
Voldemort
lachte auf. Daran, dass Voldemort verrückt und irrsinnig war,
hatte Harry schon lange keinen Zweifel mehr. Sein Lachen klang krank
und durchgeknallt.
„Es war ein schöner Zeitvertreib mit
diesem … dicken Etwas. Er hat so schön geschrieen. Es hat
richtig Spaß gemacht!"
Dudley hatte sich in der
Zwischenzeit etwas aufgerappelt und kniete nun hinter Harry. Mit
Entsetzen beobachtete er die beiden Widersacher.
„Von mir wirst
du keine Schreie hören, darauf kannst du lange warten!" Wütend
sah Harry sein Gegenüber an. Er musste nur auf den richtigen
Moment warten, damit die anderen seinen Cousin befreien konnten. Bloß
war der richtige Moment nicht schon vergangen? Voldemorts Todesser
standen mir erhobenen Zauberstäben um die drei herum und
warteten auf ein Zeichen ihres Meisters.
„Du kommst wohl nur mit deinen kleinen Anhängern was, allein traust du dich wohl nicht raus aus deinem Schlangenloch!"
„Ach, Potter", erwiderte Voldemort ruhig und mit einem breiten Grinsen. Jedenfalls sollte dies ein Grinsen darstellen. „dich schaffe ich auch ohne Hilfe."
„Das haben wir ja gesehen. Darum bin ich ja auch schon soooo tot", fing Harry an Voldemort zu veralbern. „Halt dich zurück, Potter, zügel deine Zunge!" Langsam und mit erhobenem Zauberstab ging Voldemort auf Harry zu. „Du bist allein und wir fünfundzwanzig. Was willst du gegen uns ausrichten?"
„Jetzt habe ich aber Angst – auweia!" Und auch Harry machte einen Schritt auf Voldemort zu.
„Wie hast du das gemacht?", fragte Harry.
Triumphierend entgegnete Voldemort: „Das ist mir nur mit deiner Hilfe und der eines ganz bestimmten, für mich sehr wertvollen Buches gelungen. – Es war dein Blut.
Harry ging in die Knie. Wenn Dudley nicht schon gesessen hätte, dann auch er. Ein markerschütternder Schrei drang an Harrys Ohren, der von seinem Cousin ausging.
„Alles was ich dem Dicken antue, passiert auch mit dir."
Harry blickte auf seinen Cousin, der von einer langen Folter gekennzeichnet war. Wimmernd lag er zusammengrollt am Boden und sah Harry an. „Mach dass es aufhört, Potter!", presste Dudley unter größter Anstrengung hervor.
„Ja genau, Potter. Mach dass es aufhört! Gib auf und ich bereite euch ein schmerzloses Ende! Ich habe ihm gesagt, dass es alles deine Schuld sei. Er dankt dir sehr dafür."
Harry
wandte sich wieder Voldemort zu. Dessen Todesser zogen den Ring immer
enger.
„Fawkes!", rief Harry in Gedanken. „Bring
Dudley hier raus, bring ihn ins Hauptquartier und kümmere dich
um ihn. Warte auf mein Zeichen!" Harry konzentrierte sich auf
Remus. „Remus?"
„Ja, Harry?" „Fawkes
wird Dudley ins Hauptquartier bringen und ihr werdet ihm folgen!"„Wir lassen dich nicht allein, das kannst du nicht von uns
verlangen! Es ist alles abgesprochen, wir warten nur auf dein
Zeichen." „Es wird kein Zeichen für euch geben, ich
erledige das allein. Geht!" „Aber"
„Ohne Widerrede,
sofort!"
„Lass es uns allein austragen, ohne deine
Wachhunde!", sagte Harry nun wieder laut.
„Einen
Augenblick noch, Fawkes!"
„Nein", entgegnete Voldemort
belustigt. „es sollen alle zusehen, wie du stirbst." Harry
lachte:
„Dann hoffe ich, dass sie genügend Zeit mitgebracht
haben."
Eine Art gläserne Kuppel begann sich um ihn, Dudley und Voldemort auszubreiten, die sie einschloss. „Was soll das?", schrie Voldemort. Harry konnte Angst in dessen Stimme erkennen und sagte: „Doch ganz klein ohne deine Todesser, was Voldemort? Jetzt Fawkes!", rief Harry laut.
Augenblicklich erschien Fawkes und ließ sich auf Dudley nieder, mit dem er im selben Moment verschwand.
Die
Todesser fingen an Flüche gegen die Kuppel zu schleudern, doch
hinterließen diese nicht einen einzigen Kratzer. Immer stärkere
Flüche boten sie auf, ohne dass diese irgendetwas ausrichteten.
Im
gleichen Moment disapparierten Remus, Tonks, Kingsley, Ron, Arthur
und Snape auf die Lichtung. „Verdammt!", fluchte Harry. Warum
hatten sie nicht auf ihn gehört.
Mit
weiten Augen sahen die Ordensmitglieder auf die Kuppel die nun nur
noch Voldemort und Harry umgab.
Lange konnten sie sich nicht der
Kuppel widmen, denn schon kamen die Todesser auf sie zugestürmt
und decken sie mit Flüchen ein.
Die
Mitglieder des Ordens schafften es ein Todesser nach dem anderen
außer Gefecht zu setzen. Sie waren sich sicher, dass sie siegen
würden und begannen ihre Deckung zu vernachlässigen. Doch
plötzlich erschienen mehr als 50 Todesser und kreisten sie ein.
Als Harry dies sah, ließ er die Kuppel fallen, um seinen
Freunden zur Hilfe zu eilen.
„Jetzt!", rief Voldemort seinen
Todessern zu und mehrere stürmten auf Harry zu, um ihren Meister
zu helfen. Doch mit nur einer kleinen Handbewegung von Harry flogen
sie auseinander und bleiben bewusstlos liegen.
„Du!",
kreischte Voldemort wütend. Harry drehte sich noch gerade
rechtzeitig um, denn Voldemort hatte einen ‚Avada Kedavra' auf
ihn abgefeuert. Geschickt wich Harry ihm aus. Ein weiterer Fluch
raste von Voldemorts Zauberstab auf Harry zu, den er mit einem Schild
reflektierte und dieser stattdessen einen nahenden Todesser traf.
Auch
Ron hatte alle Hände voll zu tun. Mindestens 5 Todesser hatten
ihn eingekreist. Dafür dass er noch nicht voll ausgebildet was,
machte er seine Sache sehr gut.
Schwerverletzte gab es zurzeit
noch nicht, aber trotzdem wollte Harry nicht warten, bis es dazu kam.
Ohne auf Voldemort zu achten lief er auf die Todesser, die Ron
eingekreist hatten zu, welche Sekunden später leblos liegen
blieben. „Verschwinde, Ron! Schnapp dir dein Vater und geh!",
rief Harry ihm zu und lief weiter in Snapes Richtung. „STOP,
Potter! Wir bringen die Sache hier und jetzt zu Ende!"
Harry
blieb stehen und sagte: „So leicht gebe ich nicht auf. Es gehört
schon ein wenig mehr dazu, als so ein kleiner Blutzauber!"
Voldemorts
Augen verengten sich. „Du gehst mir langsam auf die Nerven! Bis
jetzt hattest du immer nur Glück. Zeig mal, ob du wirklich so
mächtig bist, Potter!", rief Voldemort abfällig.
„Gib
mir einen Grund und ich beweise es dir!" Kampfbereit stand Harry
vor ihm.
Es
war nicht Voldemort, der Harry einen Grund gab, sondern Lucius Malfoy
und Nott. Beide hatten gleichzeitig einen Fluch von hinten auf Harry
losgelassen. Bei Malfoy war es ein Stupor und bei Nott ein
Expelliarmus gewesen, die sich beide kurz vor Harry vereinten.
Hätte
Harry dies nicht rechtzeitig bemerkt und sich umgedreht, wäre es
böse ausgegangen. So trafen die beiden Flüche ihn nur an
der Schulter. Durch die Vereinigung der beiden Flüche, hatten
sie eine völlig andere Wirkung bekommen. Anstatt Harry zu
‚entwaffnen', was eigentlich sinnlos gewesen wäre, und zu
schocken, hinterließen sie eine tiefe klaffende Wunde an seiner
linken Schulter, die furchtbar schmerzte und stark blutete.
Gleichzeitig
schrie Fawkes im Grimmauldplatz auf.
Hermine bemerkte die
Unruhe des Phönix' und ihre Sorgen wuchsen an. Ängstlich
hielt sie ihre Kette in der Hand. „Harry", schluchzte sie.
McGonagall wandte sich vom verletzten Dudley ab und ging auf
Hermine zu. „Bleib ruhig! Wenn Harry etwas zugestoßen wäre,
dann säße Fawkes mit Sicherheit nicht mehr hier."
Doch
wie sich die Lehrerin für Verwandlungen irrte. Harry hatte
Fawkes durch ihre Verbindung mitgeteilt, das er bei Dudley bleiben
sollte, dass er es schon schaffen würde, dass Dudley seine Hilfe
dringender benötigte.
Harry
war nicht mehr in der Lage seinen linken Arm zu bewegen. Ganz hatte
der Stupor seine Wirkung wohl doch nicht verloren.
Er sah in
Voldemorts belustigtes Gesicht und wandte sich dann zu Malfoy und
Nott um, von denen die Flüche ausgingen. Wütend blickte er
in ihre überheblichen Gesichter. Im selbem Augenblick schossen
die Zauberstäbe aller Todesser und der von Voldemort in die Luft
und sammelten sich über Harry.
Niemand kämpfte mehr.
Gezwungener maßen hatte Harry die Aufmerksamkeit auf sich
gelenkt. Die einzigen, die jetzt noch einen Zauberstab in der Hand
hatten, waren die anwesenden Ordensmitglieder, die verwundert in
Harrys Richtung blickten, die Todesser dabei jedoch nicht aus den
Augen ließen.
Die Augen der Todesser waren weit aufgerissen.
Harry hob seinen rechten Arm und gleichzeitig fingen die Zauberstäbe
Feuer. Nur ein Zauberstab schien nicht zu brennen und zwar der von
Lord Voldemort.
Nachdem die übrigen Zauberstäbe restlos
verbrannt waren, fiel dessen Zauberstab zurück in seine Hand.
Harry verstand nicht und blickte erschrocken in das
triumphierende Gesicht von Voldemort. „Wir sehen uns wieder!",
rief dieser und verschwand mit seinen Todessern.
„Fast",
sagte Harry, wandte sich seinen verwunderten Freunden zu und zuckte
mit der rechten Schulter. Die linke war immer noch gelähmt, doch
Harry sagte niemandem, dass er verletzt wurde.
„Das war
Wahnsinn!", gestand Remus neidlos. „Aber ich nehme an, dass du
seinen Zauberstab nicht einfach so zerstören kannst. Eure
Zauberstäbe gleichen sich im Kern bis aufs letzte Detail.
Beide
enthalten eine Feder von Fawkes."
„Ich weiß!", brummte
Harry enttäuscht. „Aber ich habe die Befürchtung, dass
ich ihn deshalb nicht zerstören konnte, da er ihn noch gegen
mich braucht."
„Lasst uns hier verschwinden!", rief Arthur
Weasley.
„Ron!",
rief Parvati und lief auf ihren Verlobten zu. „Bist du verletzt?"
„Nein, ich bin nicht verletzt, jedenfalls nichts großes, nur
ein paar Schrammen", beruhigte Ron seine Freundin und nahm sie in
den Arm. Parvati fing an zu weinen, die ganze Anspannung platzte auf
einmal aus ihr heraus.
„Nicht weinen! Es ist alles in
Ordnung."
Parvati hatte sich noch nicht damit abgefunden, dass
Ron Auror werden würde und nach diesem Einsatz wird es wohl auch
nie dazu kommen. Besorgt musterte sie ihn, bevor sie sich küssten.
Hermine
saß ängstlich, mit ihrer Kette fest in der Hand in einer
Ecke und beobachtete wie Prof.
McGonagall und Fawkes sich immer
noch um Dudley kümmerten.
Langsam ging Harry auf Hermine zu.
Sie bemerkte nicht, dass er sich ihr nährte. „Hermine?",
flüsterte Harry und wollte sie gerade berühren, da
schreckte sie auch schon hoch.
Ihre Augen waren nass und kleine
Tränen liefen an ihren Wangen hinunter. Harry blickte in ihre
traurigen braunen Augen und kniete sich vor ihr. Er wollte keinem
mehr wehtun. Es mussten schon so viele seinetwegen leiden. Parvati
hat Angst Ron zu verlieren, andere riskieren seinetwegen ihr Leben
und Hermine … daran wollte er gar nicht denken.
Voldemort tat
dies, da er nicht an Harry heran kam. Dudley war zwar nicht einer
seiner Freunde, aber Voldemort wusste, dass Harry niemals einen
Unschuldigen leiden bzw. sterben lassen würde.
„Geht es dir
gut?", fragte sie leise und holte Harry damit wieder aus seinen
Gedanken. Harry nickte und wischte mit seiner rechten Hand ihre
Tränen weg.
Harry wollte gerade etwas sagen, doch da kam
Remus auf beide zu und berührte Harry an seiner linken Schulter.
Harry keuchte auf und verzog sein Gesicht. Da war wieder der
Schmerz, den er versucht hatte zu unterdrücken. Niemand sollte
erfahren, dass er verletzt wurde. Fawkes hätte es später,
heilen können und niemand hätte sich Sorgen gemacht. Das
war es, was Harry wollte, doch nun.
Remus
zog Harrys Umhang beiseite und zum Vorschein kam ein
Blutdurchtränktes Shirt.
Mit einem Schlenker seines
Zauberstabs entfernte er das Shirt und gab den Blick auf die tiefe
klaffende und immer noch stark blutende Wunde frei.
Hermine
musste sich beim Anblick der Wunde fast übergeben. „So
schlimm?", fragte Harry, doch seine Schmerzen beantworteten die
Frage.
„Woher hast du die?", fragte Remus und tastete die
Umgebung der Wunde ab.
Harrys Gesicht verzog sich immer mehr.
„Die …", stöhnte er. „Warte!", sagte Remus. „Lass
uns nach oben! Kannst du noch apparieren?"
Harry nickte und
apparierte in sein Zimmer. Oben angekommen, hielt er sich am Stuhl
fest. Es war wohl doch anstrengender als er gedacht hatte. Kurz
darauf disapparierten Remus und Hermine neben ihn.
„Leg dich
hin!", bat Remus und half Harry zum Bett. „Wartet!", rief
Hermine und sprang vor Harry aufs Bett, so dass er sich auf ihren
Schoß legen konnte. Sie hielt seine linke Hand und strich sanft
über sein Haar. Wie schon bei seiner Narbe half auch Hermines
Berührung bei seinen Schmerzen in der Schulter.
Fawkes
erschien und ließ sich auf Harry nieder. „Du sollst doch bei
Dudley bleiben, er braucht deine Hilfe!", sagte Harry zum Phönix
und hob seinen Kopf. Nur schwer konnte er ihn oben halten.
Fawkes
schmiegte seinen Kopf an Harrys, was Harry ein kleines Lächeln
entlockte.
„Einverstanden!"
„Was einverstanden?",
fragte Hermine. „Er kommt wieder, wenn es Dudley besser geht. Im
Moment braucht er die Hilfe von Fawkes dringender. Ich habe ja dich."
Harry legte seinen Kopf wieder auf Hermines Schoß und
begann langsam und ruhig zu atmen.
„Wodurch
ist das passiert?", fragte Remus wieder und säuberte dabei die
Wunde.
Wäre Hermine nicht bei Harry und würde den
Schmerz nehmen, dann hätte er mit Sicherheit geschrieen.
„Lucius Malfoy und Nott.", gab Harry zur Antwort. „Ich habe
es noch rechtzeitig mitbekommen, sonst wäre es anders
ausgegangen."
„Zwei Flüche?", fragte Hermine
erschrocken und drückte Harrys Hand stärker. „Ja. Ich
weiß nicht wie, aber ich nehme an, dass sich die beiden Flüche
ungewollt vereint haben und daher auch eine andere Wirkung hatten.
Ich glaube, sie hatten den Stupor und Expelliarmus
ausgesprochen."
Fawkes erschien wieder und ließ eine
liebliche Melodie erklingen. Mit ausgebreiteten Flügeln ließ
er sich auf Harry nieder und mit einer kleinen Verbeugung löste
er sich in Luft auf.
„Wo ist er hin?", fragte Hermine
verwundert. „Es ist alles in Ordnung!", lächelte Harry. „Er
ist bei mir."
„Harry,
kannst du dich noch an die Nacht vor deinem Geburtstag erinnern?",
fragte Hermine, worauf hin Harry sie verwundert ansah. „Du hast mir
gesagt, dass alles gut gehen wird."
Darauf wusste Harry nichts
zu sagen.
„Ich werde euch jetzt allein lassen.",
verabschiedete sich Remus und ließ die Tür ins Schloss
fallen.
Noch immer war Harry unfähig etwas zu sagen. Nach einer Weile des Schweigens sagte er schließlich: „Lass mich bitte nicht allein, Hermine!", bevor er einschlief. „Niemals!", antwortete sie leise und senkte ihre Lippen auf seine Stirn.
Na,
hat sich das Warten wieder gelohnt? Sagt jetzt nichts, was ihr später
bereuen könntet! ;-)
Ich hoffe, dass ich wieder vernünftige
Arbeit abgeliefert habe und ihr Spaß beim lesen hattet!
Unten
links ist wie immer (es müsste eigentlich noch da sein) dieses
kleine niedliche Feld auf dem GO steht. Einfach
anklicken und Review abgeben!
Ich muss euch noch ein kleines Geständnis machen: Kapitel 9 von ‚Vereint für die Ewigkeit' kommt erst in ein paar Tagen.
Bis
bald!
bepa
