Da bin ich wieder.
Mein Urlaub ist leider zu Ende und meine Zeit knapp. Daher werde ich pro Woche nur ein Kapitel hochladen. Ihr versteht mich bestimmt.

laser-jet- Danke. Viel SPAß in der Schule!!!

Chooo- Freue mich, dass du auch diese Story lesen willst. Na klar schreibe ich weiter.

Mr.P- Hier kommt das nächste Kapitel. Vielleicht gefällt dir auch dieses.

kathyky- Schreib einfach irgendwas! Egal was. Hauptsache ich bekomme ein Review von dir. Bin ganz gierig. :-))

MechWOLLIer- Lecker? Danke. Ja, so etwas gefällt mir auch sehr. Unsicher daher, ob ich sie richtig angefangen habe. ( z.B. spannend genug) Hatte noch Zweifel.

DKub, mein Dank an dich ist so groß, dass ich ihn gar nicht zeigen kann. Ich hoffe nicht, dass du graue Haare oder Haarausfall bekommen hast bei den vielen Fehlern.

Also, für euch. DKub liest diese Story beta. Jegliches Lob geht somit auch an ihn!!!
Klagen, Drohungen und Kritik gehen an mich. Werden gegebenenfalls weiter geleitet

Auf, auf.

Ihr kennt das ja. Alles gehört der begnadeten J.K.Rowling und mir nix. Nur das, was ihr nicht aus ihren Büchern kennt, ist auf meinem Mist gewachsen. Ich verdiene mit dieser Story keinen einzigen Cent.

Diese Geschichte handelt von Harry, wie er versucht sich allein seinem Schicksal zu stellen. Doch es kommt ihm etwas da zwischen. Die LIEBE.
Lässt die Liebe alles überstehen oder ist sie nur ein Hindernis?
Alles scheint schief zu gehen.
Gibt es eine Liebe, die stark genug ist, dass sie sogar den Tod besiegt?

„x" jemand spricht
:x: jemand denkt
xxx Träume

Kapitel 3 Ein Schritt in die richtige Richtung?

Müde durch den Schlafmangel der letzten Nächte, schloss Harry seine Augen. Langsam glitt er in einen unruhigen Schlaf über. Das mag daran gelegen haben, dass das Sofa auf dem Harry lag nicht gerade bequem war. Doch auch die Träume die er hatte, trugen ebenfalls einen großen Teil dazu bei. Man konnte an seinen Gesichtszügen erkennen, welche Träume er hatte, von wem er träumte. Sein Atem ging schnell und sein Herz schien zu rasen.

Ein Lachen hörte Harry aus der Ferne. Es war kalt und boshaft, und er kannte es nur zu gut. Jede Nacht suchte ihn dieses Lachen heim. Jede Nacht hörte er das herzlose Geräusch, welches Lord Voldemort gekünstelt von sich gab.
Voldemorts Lachen kam immer dichter. ‚Nimm Harry und geh!', hörte er jemanden rufen. ‚Geh, beeil dich, er kommt!'
‚James', rief eine Frau. ‚Geh, Lily! Ich halte ihn auf. Ich liebe euch.', rief sein Vater seiner Mutter zu.

Immer fingen seine Träume gleich an. Er wusste, was als nächstes passieren würde, konnte aber nichts dagegen unternehmen.
Seit dem Verschwinden von Remus Lupin hatten seine Träume stets das gleiche Schema, immer und immer wieder den gleichen Ablauf. Dass er von Ginny träumte, linderte zwar die die Gewalt dieser Träume, sie waren nicht mehr so lang, doch trotzdem waren sie dadurch nie ganz verschwunden. Die Okklumentik hielt zwar Voldemort davon ab, in Harrys Geist einzudringen, aber gegen seine Alpträume richtete auch diese nichts aus.

Harry blickte um sich und sah seinen Vater kampfbereit, mit erhobenem Zauberstab vor der Tür stehen. Er musste nicht lange warten, und Voldemort drang ins Haus seiner Eltern ein. Sein Vater hatte kaum eine Chance. ‚Gib mir deinen Sohn!', rief Voldemort ihm zu. ‚Nur über meine Leiche.', entgegnete James. Er wehrte sich so gut wie möglich.
Es ist mir ein Vergnügen, Potter. Avada Kedavra', rief Voldemort und ein grüner Lichtstrahl flog auf James Potter zu. Wie in Zeitlupe sah Harry seinen Vater fallen. Mit aufgerissenen Augen, lag er leblos zu seinen Füssen. ‚Du warst dumm, Potter.', sagte Voldemort und blickte auf die Leiche. Mit einem triumphierenden Grinsen im Gesicht, schritt Voldemort weiter durchs Haus.

Harry wusste, was sein nächstes Ziel war.
Es wurde dunkel um ihn herum. Nur einen kurzen Augenblick später fand er sich im Kinderzimmer wieder. Seine Mutter stand mit Tränen in den Augen an der Tür und verschloss sie mit einem Zauber. ‚James', hauchte sie mit zittriger Stimme.

Mit ängstlichem Blick sah sie zu ihrem Sohn hinüber, der fröhlich spielend im Kinderbett saß. Er bekam nichts von dem Schrecken und Grauen mit, welches sich im Haus abspielte. Wie sollte ein unschuldiges einjähriges Kind auch das Entsetzen und die Gräuel um sich herum begreifen?
Langsam schritt Lily auf ihn zu. Angst und Ratlosigkeit konnte man in ihrem Gesicht erkennen.
Angst um ihren Sohn und Ratlosigkeit, was sie tun sollte. Wie konnte sie Voldemort entkommen? Apparieren war unmöglich. Voldemort hatte alle Vorkehrungen getroffen, damit sie nicht fliehen konnten.
Wie nützlich so ein Antiapparationszauber auch ist. In diesem Falle, war er für die Potters tödlich

Klein Harry streckte seiner Mutter die Arme entgegen. Stark zitternd, doch mit einem kleinen Lächeln im Gesicht, nahm sie ihren Sohn auf den Arm. ‚Dir wird nichts passieren. Mami passt auf dich auf.', flüsterte sie ihm zu. Gerade als sie sich umdrehen wollte, zerbrach die Tür unter einem Fluch von Voldemort. Dieser schritt ins Zimmer, den Zauberstab auf Lily und den kleinen Harry gerichtet.

Warum musste Harry so etwas nur durchmachen? Warum musste er es immer wieder mit ansehen? Nacht für Nacht das Gleiche.
Er stand hilflos im Zimmer, nur um zu beobachten. Jede Nacht wünschte er sich, er könnte es verhindern. Aber wie? Es ist vor 15 Jahren passiert. So etwas rückgängig zu machen ist unmöglich.

Gib mir deinen Sohn und ich lass dich leben. Ich will nur ihn', sagte Voldemort. ‚Niemals', entgegnete Lily und setzte Harry zurück ins Bett. ‚Sei nicht so dumm wie dein Mann', setzte Voldemort ihr entgegen und ging weiter auf sie zu. ‚Lieber sterbe ich, bevor ich dir meinen Sohn ausliefere', schrie sie. Ihren Zauberstab hatte sie fest umklammert. Ihr war natürlich klar, dass sie keine ernsthafte Chance gegen Voldemort hatte, doch kampflos würde sie nicht aufgeben.
Harry liefen Tränen übers Gesicht. Seine Mutter würde gleich für ihn sterben.
Du wirst sterben. Das verspreche ich dir. Und dein Sohn kommt nach dir dran. Avada Kedavra', rief Voldemort und der gleiche grüne Strahl, der zuvor ihren Mann getötet hatte, traf auch Lily Potter mitten auf ihre Brust.

NEIIINNN', schrie Harry als seine Mutter leblos zu Boden fiel. Er versuchte sie zu greifen, doch das Zimmer schien grünlich aufzuleuchten, bis plötzlich alles Schwarz wurde. Nur Sekunden später fand Harry sich auf einem Friedhof wieder.
Er sah sein 14-jähriges Selbst und Cedric Diggory auf dem Friedhof von Little Hangleton.
Ratlos sahen sich die Beiden um. ‚Wo sind wir hier?', hörte Harry sich fragen.

Cedric war genau so wenig vorbereitet wie Harry, als plötzlich eine vermummte Gestalt auf sie zukam.
Harry beobachtete, wie er unter Schmerzen zu Boden ging und Cedric hilflos neben ihm stand. ‚Töte den Überflüssigen!', befahl eine Stimme, die er wieder nur als die von Voldemort identifizieren konnte. Wieder war Harry unfähig, einzugreifen. Harry schloss seine Augen, er wollte das nicht mehr sehen.

Avada Kedavra', hörte er Peter Pettigrew rufen und ein gleißender Strahl grünen Lichtes schoss auf Cedric zu.
Harry sah noch Cedrics entsetztes Gesicht, bevor erneut alles dunkel wurde.

Er lag unruhig auf dem Sofa und warf sich von einer Seite auf die andere. „STOP", schrie er und wachte schweißgebadet auf. Sein Herz schlug so hart und schnell - Harry hatte das Gefühl, es würde gleich aus seiner Brust springen. Nur schwer konnte er sich wieder beruhigen.
Er nahm seinen Umhang und durchwühlte die Taschen. Fahrig ging er durch jede Tasche, bis er endlich gefunden hatte, was er suchte. Mit einem tiefen Seufzer betrachtete er die kleine Phiole mit hellgrünem Inhalt in seiner Hand. Er zögerte einen Moment, wohl wissend, dass er ohne den Inhalt dieser Phiole nicht zur Ruhe kommen würde. Er öffnete sie und trank sie leer.
Ein bekanntes Gefühl breitete sich in ihm aus. Wie jede Nacht, nachdem er den Trank eingenommen hatte, durchströmte ihn ein warmes Gefühl und langsam ließ er sich zurücksinken.
Nur einen Augenblick später war er tief in seinem wohlverdienten Schlaf versunken.

Wie viele von diesen Tränken er schon zu sich genommen hatte, war schwer zu sagen. Irgendwann hatte er aufgehört zu zählen. Dieser Trank war das Einzige was half, um zur Ruhe zu kommen, um wenigstens 2 bis 3 Stunden schlafen zu können.

Auch oben im Mädchenschlafsaal hatte nicht jeder einen erholsamen Schlaf. Ginnys Kopf ging unruhig hin und her und sie murmelte etwas Unverständliches vor sich hin. Abrupt öffnete sie ihre Augen und setzte sich auf. Sie sah auf ihre Uhr, es war gerade mal 3 Uhr. Besorgnis überflutete sie.
Langsam und leise, um die Anderen nicht zu wecken, stand sie auf, nahm ihre Tagesdecke vom Fußende und ging die Treppen hinunter zum Gemeinschaftsraum.
Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Es war ein beruhigender Anblick. Harry lag zusammengerollt auf dem Sofa und schlief seelenruhig.
Seelenruhig, ob dies das richtige Wort dafür war? Sie konnte nicht wissen, dass Harry einen Schlaftrank genommen hatte.

Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, ging sie auf ihn zu. Sie wollte ihn berühren. Langsam streckte sie ihre Hand aus. :Nein!:, dachte sie sich. Ihre Hand zitterte stark. :Was mache ich hier eigentlich?: Schnell zog sie ihre Hand zurück.
Sie setzte sich in den Sessel gegenüber vom Sofa und beobachtete Harry. Ein Gefühl, welches sie in letzter Zeit viel zu häufig hatte, kam wieder in ihr auf. Das Gefühl, als würde ihr Herz brennen.
Ihr wurde warm und ihr Bauch kribbelte. Sie zog ihre Beine an ihren Körper und hielt sie umklammert. :Nein, das ist nur Harry.: versuchte sie sich einzureden, doch ihren Blick wandte sie nicht von ihm ab.

Diese Gefühle waren angenehm, aber richtig? Sie schloss ihre Augen und sah Seamus vor sich.
Eigentlich sollte sie für ihn solche Gefühle hegen. In seiner Nähe müsste sie Schmetterlinge im Bauch haben und ihr Herz brennen. Doch nichts dergleichen.
War das schon immer so oder erst, seitdem sie sich zu Harry hingezogen fühlte.
Ginny versuchte die Gefühle für Harry zu verdrängen. Es wollte nur nicht so recht gelingen. Sie hatte zwar schon viel Gelegenheit zum üben, aber perfektioniert hatte sie es nie.
Sie versuchte sich erneut einzureden, dass Seamus ihr Freund ist, dass sie ihn liebte und Harry nur einer ihrer Freunde sei. Das sie sich nur zu ihm hingezogen fühlte, da er einsam war und so viele Verluste erleiden musste sowie Freunde und deren Hilfe benötigte.
Sie hatte es sich scheinbar genug eingeredet, denn das Kribbeln in ihrem Bauch nahm etwas ab.

Ginny stand wieder auf. Eigentlich war sie doch nur hier runter gekommen, um zu sehen ob Harry noch da war. Behutsam deckte sie ihn mit ihrer Tagesdecke zu. „Träum was Schönes!", flüsterte sie kaum hörbar und ging hoch, zurück in den Schlafsaal.

Ginny legte sich ins Bett, schloss ihre Augen und stellte sich erneut Seamus' Bild vor. Mit dem Bild ihres Freundes vor Augen wollte sie einschlafen. Tief und ruhig ging ihr Atem.

Das Bild von Seamus, welches sie noch immer vor Augen hatte, verschwamm und die Gestalt eines anderen jungen Mannes trat an dessen Stelle.
Smaragdgrüne, ausdrucksstarke Augen, voller Liebe und Entschlossenheit blickten Ginny an. Augen, die sie bei Harry schon lange nicht mehr gesehen hatte. Augen mit Lebensfreude.

Langsam kam er auf sie zu. Das Herz schlug ihr bis zum Hals, so aufgeregt war Ginny. Genau vor ihr, keine 30 cm entfernt, blieb er stehen. Ein wunderbares Lächeln konnte sie auf seinem Gesicht erkennen. Er blickte in ihre erwartungsvollen Augen und nahm ihr Gesicht in beide Hände.
Vorsichtig fuhr er die Konturen ihres Gesichts nach. Wie Seide fühlten sich seine Finger auf ihrer Haut an.

Seine Finger stoppten, als sie an ihren Lippen ankamen. Ganz sanft begann er sie zu ummalen. Ein wohliger Schauer durchfuhr Ginny. Die Liebkosungen von Ginnys Lippen schloss Harry mit einem zärtlichen Kuss ab. Dieser Kuss sollte nie enden, das war ihr einziger Wunsch.

„Ginny!", rief jemand. „Hey Ginny, aufwachen!" Ihre Lippen trennten sich und Harrys Bild verschwamm. ‚Bleib bei mir!', rief Ginny im Halbschlaf und wollte nach ihm greifen. Immer schwächer wurden seine Umrisse, bis er ganz aus ihren Gedanken verschwunden war.
„Ginny Weasley, aufwachen! Es gibt gleich Frühstück.", sagte erneut jemand. Sie wurde unsanft wachgerüttelt und blickte enttäuscht in die Gesichter ihrer Mitschülerinnen.
„Na, von wem haben wir denn heute Nacht geträumt?", fragte Mandy Smith, ein kleines rundliches Mädchen, mit langen blonden Haaren.
Ihr Grinsen war Ginny nicht geheuer. „Von niemandem. Was soll das überhaupt?", fragte sie nervös.
„Nach niemandem, hat sich das aber nicht angehört.", antwortete Cecile Stone. Sie war ein schlankes Mädchen, in etwa so groß wie Ginny, mit kurzen braunen Haaren und fürchterlich viel Make up. „Und von Seamus hast du garantiert auch nicht geträumt. ‚Bleib bei mir!'", ahmte sie Ginny nach.
„Ach, hört doch auf!", schimpfte Ginny und stand auf. „Was belauscht ihr mich überhaupt?"
„Belauschen?", lachte Mandy. „Das brauchten wir gar nicht, du warst laut genug.", grinste sie schelmisch.

Ginny ahnte Böses. Was haben sie mitbekommen? Hatte sie etwa Harrys Namen genannt?
Ärgerlich stapfte sie ins Bad. Als sie den Wasserhahn aufdrehte, schoss es ihr durch den Kopf.
„Oh Gott!", japste sie. So schnell sie konnte wusch sie sich und zog sich um. Ohne noch mehr Zeit zu verlieren, lief sie nach unten in den Gemeinschaftsraum.
Sie war nicht die Erste. Einige Erst- und Zweitklässler standen neben dem Sofa auf dem Harry schlief und kicherten. „Verschwindet! Lasst ihn schlafen und geht frühstücken!", forderte sie die Horde kichernder Mädchen auf. Ginny erntete grimmige Gesichter von ihnen.

Nur einen kurzen Moment später kamen Mandy und Cecile die Treppe hinunter. :Na die haben mir noch gefehlt.:
„Du bist aber schnell.", sagte Cecile. „Verschweigst du uns etwas?" Ihr Blick fiel auf Harry und Ginny sah sie entsetzt an.
„Oh jetzt verstehe ich.", flüsterte sie Mandy zu und deutete auf die Decke, in die sich Harry eingewickelt hatte.

„Lasst ihn bitte schlafen!", flüsterte Ginny und stellte sich neben sie.
„Ginny, Ginny.", feixte Mandy. „Wenn das Seamus wüsste."
„Was ...ich...Ich habe doch ...", stotterte sie. Mandy und Cecile lachten hinter vorgehaltener Hand.
„Ich habe ihm nur eine Decke gebracht, mehr nicht.", stoppte Ginny ihr Gegacker. „Als ich von meiner Strafarbeit zurückkam, lag er hier.", log sie. Niemals würde sie ihnen die wahre Geschichte erzählen. Nicht diesen beiden Hühnern. Wenn Seamus das von den Tratschtanten erfahren würde...! Oh nein, dass wäre nicht gut.
„Wir können dich schon verstehen.", griente Cecile und verließ zusammen mit Mandy den Gemeinschaftsraum durchs Portraitloch.

Die Decke hatte Ginny von ihrer Mutter zu Weihnachten bekommen. Dass jemand die Decke wieder erkennen könnte, daran hatte sie nicht gedacht. Sie setzte sich niedergeschlagen in einen Sessel, in der Nähe des Sofas und grübelte darüber nach, wie sie den Beiden ihre Ideen ausreden könnte.

„Nein Hermine, er war nicht in seinem Bett.", sagte Ron, als er gemeinsam mit Hermine die Treppe runter kam. Im Gemeinschaftsraum angekommen, blieb Hermine stehen. „Geht es Harry nicht gut?", fragte sie besorgt und ging auf ihn zu.
„Warum schläft er hier unten?", wollte Ron wissen und versuchte Harry zu wecken.
Ginny hielt ihn zurück. „Nicht so laut, lasst ihn schlafen! Ich erkläre euch alles nachher.", flüsterte sie.
Jetzt erblickte auch Ron die Decke. „Wie kommt er denn dazu?", fragte er grinsend und deutete auf die Decke. „Wie hat deine Decke sich hier hin verirrt?"
„Gar nichts hat sich irgendwohin verirrt. Das erzähle ich euch auch später, versprochen.", entgegnete Ginny genervt. „Wer ist noch alles Oben?"
Ron zuckte mit den Schultern. „Fast alle, warum?"
Hermine sah Ron mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Wenn alle mit mal runter kommen, dann gibt es einen riesigen Krach. Und ich denke mal, dass Ginny vermeiden will, dass Harry aufwacht.
So wie er die letzten Tage ausgesehen hat, braucht er dringend Schlaf.", erklärte Hermine.
„Wir können aber nicht verhindern, dass sie runter kommen.", erwiderte Ron eingeschnappt. „Oder willst du sie einsperren?" Er hatte den genervten Unterton in Hermines Stimme bemerkt.

„Das nicht.", antwortete Hermine und zog ihren Zauberstab aus der Tasche. „Strepitus tutela paries.", sagte sie und richtete den Zauberstab dabei auf Harry. Um ihn herum baute sich eine Art Wand auf. Diese leuchtete kurz bläulich auf, bevor sie wieder verschwand. „Schade, hat nicht geklappt." Sie sah sehr enttäuscht aus.
„Wäre es nicht besser, wir würden ihn in sein Bett bringen?", fragte Ron skeptisch, als ob der Zauber je gewirkt hätte.
„Wie willst du ihn da hoch bekommen, ohne dass er aufwacht?", fragte Hermine ärgerlich. Sie wusste genau, worauf Ron hinaus wollte. Sie hatte vor einiger Zeit angefangen, neue Zaubersprüche zu entwickeln oder bekannte abzuändern. Es ging leider nicht immer glatt. Natürlich machte Ron sich nur Sorgen, dass sie sich größere Verletzungen zufügen könnte, das konnte sie sogar verstehen, doch zeitweise übertrieb er es mit seiner Sorge.

„Nur einen Moment!", bat Ron. „Bin gleich wieder da." Es dauerte nicht lange und Ron kam mit Dobby an seiner Seite zurück in den Gemeinschaftsraum.
„Oh, was macht Harry Potter hier unten?", fragte Dobby mit piepsiger Stimme, als er Harry erblickte.
„Du Ginny, findest du nicht, dass Harry ungewöhnlich fest schläft? Irgendetwas stimmt da doch nicht.", stellte Hermine fest und trat näher an Harry heran.
„Miss Granger muss sich keine Sorgen um Harry Potter machen. Er schläft wirklich. Er ist nur sehr müde.", versicherte Dobby ihr. „Am Besten sie lassen ihn schlafen."
„Das wollten wir auch.", meinte Hermine. „Nur, es kommen noch gleich einige Mitschüler hier her und wir wissen nicht, wie wir verhindern können, dass er wach wird."
„Das macht Dobby schon." Er hielt seine kleinen Hände, mit den langen dünnen Fingern, über Harry und murmelte einige Worte, die keiner verstand. Hermine sah gespannt auf das, was Dobby da tat. Nur allzu gern hätte sie seine Worte verstanden.

„So Miss Granger, Harry Potter kann jetzt ruhig weiter schlafen, es stört ihn keiner mehr. Wenn Harry Potter aufwacht, ist der Zauber aufgehoben." Dobby verbeugte sich so tief vor Hermine, dass seine Nasenspitze den Boden berührte.
„Dobby, bitte hör auf dich vor uns zu verbeugen, das musst du nicht." Hermine hatte die BELFER-Sache noch immer nicht ganz aufgegeben. Vereinzelt startete sie noch Versuche.
„Brauchen sie noch Dobbys Hilfe?", fragte er an Ron, Ginny und Hermine gewandt.
„Nein Dobby, wir danken dir. Du hast uns sehr geholfen.", bedankte sich Ron und wollte ihm die Hand reichen. Wieder verbeugte sich Dobby. „Das hat Dobby gern gemacht. Harry Potters Wohl liegt Dobby sehr am Herzen."

Nachdem der Hauself den Gemeinschaftsraum wieder verlassen hatte, sagte Ron: „Ginny, ich bin sehr gespannt auf deine Erklärungen. Vielleicht wurden meine Gebete ja endlich erhört und du hast diesen ..." Weiter kam er nicht, denn Hermine rammte ihm schmerzlichst ihre Faust an den Arm.
„Was sollte das denn?", fragte er ärgerlich und rieb sich seinen Arm. „Das ist allein Ginnys Entscheidung und nicht deine.", schnaubte sie nur und ging aufs Portraitloch zu.
„Warte doch!", rief Ron und lief ihr hinterher. „Warum bist du jetzt sauer auf mich? Ich darf doch wohl ...", hörte Ginny ihren Bruder noch meckern, als sie durchs Portraitloch stiegen.
Auch Ginny entschloss sich zum Frühstück zu gehen, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass Dobbys Zauber wirkte. Seamus, Neville und Dean machten solch einen Krach, der hätte Tote wecken können. Harry schlief ungestört weiter.

Ginny war froh, dass so ein herrliches Wetter war. Nicht, dass sie sich draußen auf dem Schlossgelände aufhielt, nein, sie saß bei Harry. Kein Anderer hatte das Bedürfnis, bei diesem Wetter im Schloss zu bleiben. Die ersten richtig schönen Sonnenstrahlen des Jahres. Der Schnee, der noch übrig war, störte nicht wirklich.

Wohin Ron und Hermine verschwunden waren, wusste sie nicht. Doch eine kleine Vorstellung was die Beiden gerade trieben, hatte sie. Ein Grinsen konnte sie sich bei diesem Gedanken nicht verkneifen. Hermine, die ach so perfekte Vertrauensschülerin. Ron war selbstverständlich auch Vertrauensschüler, aber perfekt bestimmt nicht. Sie hatten sich gesucht und gefunden. Traurig war nur, dass sie durch die gemeinsame Sorge um Harry zusammen gefunden hatten. Unter anderen Umständen, wäre es sicher angenehmer gewesen.

Harry lag zusammengerollt auf der Seite, als Ginny sich in den Sessel gegenüber vom Sofa setzte.
Langsam schien Harry wach zu werden. Er wurde unruhig und drehte sich wieder auf den Rücken. Sein linkes Bein legte er über die Lehne vom Sofa und sein Gesicht drehte er in Ginnys Richtung.
Ihr Mund verzog sich bei diesem Anblick zu einem Lächeln. Gleichzeitig öffnete Harry seine Augen und sah in ihr strahlendes Gesicht. „Guten Morgen Ginny!", flüsterte er, seine Augen fielen ihm wieder zu. „Guten Morgen!", erwiderte sie.
Abrupt schlug Harry seine Augen wieder auf. „Ginny!", sagte er erschrocken, setzte sich auf und sah sich im Gemeinschaftsraum um. „Was? Wie spät ist es?" Langsam kamen die Erinnerungen vom gestrigen Tag und der letzten Nacht wieder zurück.

Ginny erzählte ihm, was passiert war und, dass Dobby einen Zauber auf ihn gelegt hatte, damit er in Ruhe schlafen konnte. „Ron und Hermine?", fragte Harry bedrückt.
„Ja", antwortete Ginny. Sie machen sich auch Sorgen um dich."
„Um mich ...", wollte Harry ansetzen. „Ich weiß, um dich soll und braucht sich keiner Sorgen zu machen. Du kommst gut allein zurecht. Doch du kannst es nicht verhindern, egal was du anstellst!", schnarrte sie ihn an. „Es tut mir Leid, ich meinte das nicht so. Aber das kann wirklich nicht so weiter gehen.", setzte sie noch schnell nach, als sie ihren barschen Ton bemerkte.

„Themawechsel!", war seine einzige Antwort darauf und stand gleichzeitig auf. Jeder einzelne Knochen tat ihm weh. Was bei diesem Sofa kein Wunder war.
„Na, hast du dich verlegen?", feixte Ginny. „Hättest nur ins Bett gehen brauchen, dann wäre dir das erspart geblieben. Aber auch das geht mich ja nichts an."
„Ist das mein Tarnumhang?", fragte Harry überrascht und deutete auf Ginnys Schoss.
„Was denn? Ich weiß gar nicht was du meinst.", grinste sie. Harry ging auf sie zu. „Ach komm, gib ihn mir bitte!"
„Was bekomme ich dafür? Immerhin habe ich ihn aus der Eulerei geholt, bevor ihn jemand gefunden hat."

Harry wurde wieder erst. „Das heute Nacht tut mir wirklich Leid. Es war nicht meine Absicht, dich in Schwierigkeiten zu bringen. Ich wollte dir eigentlich nur helfen, wieder schnell ins Bett zu kommen.", entschuldigte er sich.
„Entschuldigung angenommen.", sagte Ginny und reicht ihm lächelnd seinen Tarnumhang.

An das, was Harry danach tat, hätte Ginny nie gedacht. Er nahm sie in eine Umarmung und drückte sie fest an sich. Ginnys Herz begann wieder zu rasen und Schmetterlinge tobten in ihrem Bauch. Doch leider, war das Timing schlecht, denn zur gleichen Zeit kam Seamus in den Gemeinschaftsraum und wurde auch prompt auf die Beiden aufmerksam.

Na und, wie war das???
Schreibt mir bitte, bitte, bitte Reviews.

Bis zum Nächsten

bepa