corvi:
Öfter mal die Pobacken zusammenkneifen, gibt ein straffen Hintern.
Wenn du versuchst mit Harry zu reden, kannst du auch
gleich gegen eine Wand reden! Er hat sich so tief vergraben, dass er
da nur schwer allein wieder rauskommt.
Ich bin auch gespannt, wann
Harry seinen Zauberstab bekommt und vor allem von wem… Vielleicht
b…
Vielen Danke für dein Review!
Hermine Potter: Danke dir! Und auch ein Dankeschön von DKub.
Sandy123: huhu zurück! DANKE!Hast du vielleicht eine Idee, weshalb sie die „gleichen" Träume haben?
hdagdl
Alex
Black 5: Natürlich wird diese FF fortgesetzt. Niemals würde
ich… auch wenn es manchmal länger dauert, bis ich das nächste
Kapitel poste. Es liegt nicht daran, dass ich keine Lust oder keine
Ideen mehr habe (Was ich einmal angefangen habe, bringe ich auch zu
Ende, egal wie!), eher an meiner Zeit. Die Story existiert bereits
bis zum Ende auf dem Papier und bedarf nur noch kleinerer oder
größerer Änderungen.
Tja, Band 6. – Etwas Zeit
habe ich ja noch. -g-
Ron
Weasley: Doch! Wo ein Anfang ist, kommt irgendwann auch mal ein
Ende. Wäre ja schlimm, wenn jeder alles nur anfangen würde
und nicht zu Ende gebracht wird.
Bitte, bitte, gleich gibt es
mehr.
Da war keine Szene zwischen Harry und Ginny? Wie kann ich
das wieder gut machen?
Ich habe alles bestochen, was nicht niet-
und nagelfest war, wie du es gewünscht hast. Aber nicht traurig
sein, auch dieses Kapitel wird wieder ein Ende haben!
silvertrust:
Danke, für dein Review!
Genau, solche Konsorten wie Malfoy
und sein Anhang geben der Story stellenweise erst die richtige Würze
und dürfen daher nicht so schnell entfernt werden.
Eine
schöne Aufgabe? Ja, da schaffe ich es wohl eher meinem Bruder
Manieren beizubringen. Und das ist eigentlich unmöglich!
Das
mit dem „vereinigen" im Titel hast du etwas falsch verstanden.
Überlege noch mal, was ‚Vereint für die Ewigkeit' noch
bedeuten könnte!
So, mal sehen, wie dir dieses Kapitel
gefällt.
Josy:
Grüß dich! Endlich? Bist erleichtert gewesen? Wo bleibt
überhaupt dein neues Kapitel!
An welcher Stelle musstest du
denn lachen – V O L D E M O R T? Ich hoffe auch, dass sie bald
zusammen kommen. Ich kann mir das Elend nicht mehr lange ansehen.
Aber wie heißt es so schön? ‚Erstens kommt es anders und
zweitens als man denkt.'
-ich dich auch knuddel-
MechWOLLIer: Oh, ein für mich typischer Cliffhänger? Mal sehen, wie dir dieses gefällt.
Von
DKub ein Dankeschön, dass ihr an ihn gedacht habt!
Auch wenn
ich es schon unzählige Male gesagt habe, muss ich es wieder tun.
Ohne DKub würde ich stellenweise ganz schön alt
aussehen.
DKub, ich hole mir mal schnell einen Hut, damit
ich ihn vor dir ziehen kann. Warte mal kurz, nicht weglaufen! –tiefe
Verbeugung und dabei meinen eben geholten Hut vor dir zieh-
Klagen, Drohungen und Kritik gehen wie immer an mich. Falls nötig, leite ich sie weiter.
Wie
auch sonst:
Die Story ist auf den 5 HP-Büchern aufgebaut.
Alle Figuren, die ihr aus den Büchern von J.K. Rowling kennt,
gehören ihr. Nur das, was ihr nicht aus ihren Büchern
kennt, ist auf meinem Mist gewachsen. Ich verdiene mit dieser
Geschichte keinen einzigen Cent.
Also, alles gehört ihr und
mir nix.
Kapitel 10 Neue, alte Freunde
Mit
weiten Augen blickte Ron auf Harry, der auf der Brüstung des
Astronomieturms stand und aussah, als wollte er jeden Moment
springen.
„Hat
er sie noch alle!", entfuhr es Ron, was auch Neville dazu
veranlasste stehen zu bleiben und zum Schloss aufzusehen. „Er wird
doch nicht etwa…?", fragte Neville entsetzt und alle drei rannten
so schnell sie konnten zurück zum Schloss und stürmten die
Treppen hinauf zum Astronomieturm. Sie hatten das Gefühl noch
nie so schnell gelaufen zu sein, doch auch noch nie kam ihnen der Weg
so lang vor wie jetzt.
Würde
Harry wirklich springen, ging es Hermine genau wie den anderen durch
den Kopf. War ihr Freund so verzweifelt, dass er keinen Ausweg mehr
sah? Alle drei beantworteten sich diese Frage mit ‚JA'. Doch war
Harry wirklich so labil, dass er sich selbst das Leben nehmen würde?
Er hatte zwar gesagt, dass sie ihn lieber hätten sterben lassen
sollen. Doch Selbstmord? Nein, er hatte noch eine Aufgabe zu
erfüllen, eine Prophezeiung – Voldemort besiegen. Selbst wenn
er nicht überleben würde, wenigstens für seine
Freunde, und insbesondere für Ginny wollte er die Welt von
Voldemort zu befreien versuchen.
Harry
stand am Rande des Turms und ließ sich den frischen Wind ins
Gesicht wehen. Mit geschlossenen Augen genoss er die angenehme
Frühlingsbrise. ‚Meine
Angelegenheit', dachte er. „Wir sind deine Freunde", sagte er
leise. Er konnte Rons Worte einfach nicht vergessen. Natürlich
waren sie seine Freunde. Die besten, die man sich wünschen
konnte. „Freunde, die meinetwegen sterben!", sagte Harry diesmal
laut und stieg von der Brüstung.
„Wir
werden nicht sterben!", hörte er jemanden sagen. Ron, Hermine
und Neville standen auf der Plattform des Astronomieturms und sahen
ihren Freund an. „Ist das dein Problem?", fragte Hermine und ging
auf Harry zu. Mit Tränen in den Augen, die er nicht unterdrücken
konnte, blickte er ihr ohne zu antworten entgegen.
„Wir
machen uns Sorgen um dich, wir wollen dir helfen", sagte sie ruhig
und legte ihre Hand auf Harrys Schulter.
Harry
wehrte Hermine zwar nicht ab, doch hatte er das Gefühl, sein
Atem würde ihm die Lungen verbrennen. Gern würde er ihre
Hilfe annehmen, aber was würde dann passieren? „Es passiert
auch so!", murmelte Harry und blickte an Hermine vorbei. „Was?",
fragte Hermine, da sie Harry nicht genau verstanden hatte.
„Ich
bin es nicht wert, dass man sich für mich in Gefahr bringt. Es
mussten schon zu viele meinetwegen sterben." Harry spürte die
Blicke der anderen auf sich und sah sie mit leeren Augen an. „Ich
will euch nicht auch noch verlieren!" „So schnell wirst du uns
nicht los!", kam Ron auf seinen besten Freund zu und gab ihm seinen
Umhang zurück. „Ja, ihr seid hartnäckig!", entgegnete
Harry.
Neville
kam auf Harry zu und sagte: „Wir waren auch dabei, Harry. Wir waren
an deiner Seite. Auch wir haben Angst oder glaubst du wirklich, uns
geht es gut? Und du bist nicht der einzige, der um Sirius und
Professor Lupin trauert. Wir können deine Sorgen und Ängste
besser verstehen als du glaubst, aber nicht dein Verhalten. Das was
mit Ginny passiert ist, das …" Bei Ginnys Namen kniff Harry seine
Augen zusammen und atmete tief durch. „Ist gut, Neville!"
unterbrach Ron ihn. An Harry gewandt, sagte er: „Du kannst machen
was du willst, uns wirst du nicht los. Freunde hat man, um sich
helfen zu lassen. Harry, halt uns bitte nicht für naiv! Wir
wissen, dass wir gerade als deine Freunde mit auf … auf V… V…
Vol…" „Voldemorts", ergänzte zum Erstaunen aller
ausgerechnet Neville Rons Satz. „‚Abschussliste' stehen",
beendete Ron seine Ausführungen. Ernsthafte Gesichter und
übereinstimmendes Nicken folgten. Ohne dass Harry es verhindern
konnte, zog Ron ihn in eine Umarmung. „Ich wollte dir Ginny nicht
nehmen!", sagte Harry leise, was Ron dazu veranlasste, ihn noch
fester zu drücken. „Das denkt auch niemand. Und auch Ginny
gibt dir nicht die Schuld, für das was passiert ist", sagte
Ron, nachdem sie sich wieder getrennt hatten. „Sie sucht sie eher
bei sich. Sie glaubt, wenn sie nicht weggelaufen wäre, dass es
dann nie soweit gekommen wäre. Sie macht sich große
Vorwürfe, genau so wie du dir. Rede mit ihr!"
Harry
konnte nur noch nicken, denn schon zog Hermine ihn in eine Umarmung
und schluchzte in seine Schulter: „Mach das bitte nie wieder! Du
weißt, dass wir zu dir halten." „Danke!", entgegnete
Harry und strich ihr beruhigend über den Rücken.
Als
letztes nahm Neville Harry in eine Umarmung. „Du weißt, wie
ich das vorhin gemeint habe!" „Natürlich weiß ich das
und du hast Recht!"
Die
vier hatten es sich auf der Plattform gemütlich gemacht und
unterhielten sich über das was geschehen war. Sie führten
das erste vernünftige Gespräch seit Wochen.
Ron
begann am Umhang zu nesteln und rutschte auf seinem Platz hin und
her. Die Frage, die auf seiner Zunge brannte, wollte raus. „Was
hast du?", fragte Harry, der Rons Verhalten richtig deutete.
„Ich … na ja, du …", druckste Ron herum. „Ich würde
gern wissen, warum er das mit dir macht!", platzte es plötzlich
aus ihm heraus. Ginny hat uns gesagt, dass… na dass du…" „Aus
Ginnys Beschreibung der Geschehnisse
wissen wir, dass Voldemort sowohl Ginny als auch dich nach dem Inhalt
der Prophezeiung gefragt hat", half Hermine Ron, da dieser kein
vernünftiges Wort zustande brachte.
Harry
stand auf und stellte sich wieder an die Brüstung. Einen Moment
schien er zu überlegen. „Ich weiß nicht, weshalb
Voldemort mich töten will. Ich nehme an aus Rache, da er
meinetwegen vor sechzehn Jahren fast gestorben wäre und sich
seine Macht in Rauch aufgelöst und er dadurch alles verloren
hat. Und ich weiß, dass die Prophezeiung tatsächlich und
unwiederbringlich damals in der Mysteriumsabteilung zerstört
wurde. Ich kann aber nicht nachvollziehen, warum Voldemort annimmt,
dass ich den exakten Wortlaut kennen sollte."
Und
Freunde belogen zum hundertsten!
Harry
ging allein durchs Schloss. Das Gespräch mit seinen ‚neuen
alten' Freunden hatte tatsächlich gut getan. Sein Plan, sie
mit seinem Verhalten zu schützen, war fehlgeschlagen. Er hatte
ihnen umsonst wehgetan, sich umsonst wehgetan. Doch wie sollte es
jetzt weitergehen? So etwas kann man nicht ungeschehen machen.
Verdutzt
blieb Harry stehen. Sein Weg hatte ihn direkt vor den Krankenflügel
geführt. Er musste lächeln. Was für einen Einfluss
Ginny doch auf ihn hatte. ‚Ginny!' Ihr hatte er am meisten Leid
zugefügt und trotzdem hielt sie noch zu ihm. Dies hoffte er
zumindest.
Seine
Hand lag schon fast auf der Türklinke, doch zog er sie wieder
zurück. Wie sollte er ihr entgegentreten? Er war feige
abgehauen, hatte sie im Krankenflügel allein gelassen. Sie hatte
ihn angefleht zu bleiben, aber er hatte ihre Bitte einfach ignoriert,
hatte nur an sich selbst gedacht. Er musste mit Ginny reden, egal wie
sie reagieren würde. Wenn sie nichts mehr mit ihm zu tun haben
wollte, dann müsste er damit zurechtkommen, er hätte es
nicht anderes verdient.
Entschlossen
öffnete Harry die Tür und betrat den Krankenflügel. Es
war niemand da, auch Madame Pomfrey konnte er nirgends ausmachen.
Langsam und mit Herzklopfen ging er auf das Zimmer zu, in dem Ginny
immer noch lag. Sachte öffnete er die Tür, um die
Krankenschwester nicht doch noch zu alarmieren, denn mit Sicherheit
würde sie ihm eine kräftige Standpauke halten. Zum Glück,
auch hier war sie nicht!
Ginny
lag in ihrem Bett und schlief ruhig. Zumindest hatte es den Anschein,
dass sie schlafen würde. Ihr Brustkorb ging gleichmäßig
auf und ab. Ihr Gesicht konnte Harry nicht sehen, da sie es zur
anderen Seite gedreht hatte.
Leise,
um Ginny nicht zu wecken, ging er auf ihr Bett zu. Er hatte es fast
erreicht, als ihn eine bekannte Stimme aufhielt: „Unterstehen sie
sich, Mr Potter! Wagen sie es nicht sie aufzuwecken! Sie hat
ihretwegen heute schon genug geweint." Ärgerlich ging die
Krankenschwester auf Harry zu. „Ich möchte sie bitten, zu
gehen. Lassen sie Miss Weasley schlafen! Sie haben sich dazu
entschieden, den Krankenflügel vorzeitig und ohne meine
Erlaubnis zu verlassen, nun …"
„Madame
Pomfrey, bitte!", unterbrach Harry sie. „Ich muss mit Ginny
reden, es ist wichtig. Ich…"
Diesmal
war es die Krankenschwester, die ihn unterbrach. „Wichtig für
Miss Weasley oder für ihr Gewissen, Mr Potter?", fragte sie
schon fast wütend. „Bitte!" „Nein, sie braucht ihre Ruhe!
Gehen sie! Ich werde ihr sagen, dass sie da waren", sagte sie
entschieden und zeigte mit ihrer Hand in Richtung Tür. Einen
letzten Blick warf er auf die schlafende Ginny, bevor er mit
gesenktem Kopf den Krankenflügel verließ.
Nachdem
Ginny sicher war alleine im Zimmer zu sein, setzte sie sich auf. Sie
war bereits wach gewesen, als Harry ins Zimmer kam und hatte alles
mitbekommen, jedes Wort.
Verärgert
über die Krankenschwester machte Harry sich auf den Weg zum
Gryffindorturm. Eine schöne heiße Dusche würde ihm
sicherlich gut tun und ihn auf andere Gedanken bringen.
Oben
im Jungenschlafsaal traf er auf Ron, der verträumt auf seinem
Bett saß. Erschrocken sah er auf: „Harry!" Trotz ihres
Gespräches hätte er Harry hier so schnell nicht erwartet.
„Was hast du da?", fragte Harry neugierig und zeigte auf das, was
Ron gerade hinter seinem Rücken verstecken wollte. „Das …
das ist … nur …", stotterte Ron. „Schon gut!", beruhigte
ihn Harry und ging auf sein eigenes Bett zu. „Ist jemand im Bad?
Ich würde mich gern duschen." Ron stand auf und reichte Harry
das Bild, was er versucht hatte zu verstecken.
„Ron,
nicht! Du …" „Sieh es dir an!", entgegnete Ron. „Es ist
niemand mehr im Bad, du kannst getrost dort rein.", sagte er noch,
um Harrys Frage zu beantworten. „Finnigan ist vorhin raus. Er hätte
dir eigentlich über den Weg laufen müssen."
Harrys
Gesichtzüge nahmen etwas Unheilverkündendes an, als Ron
Seamus Finnigan erwähnte. „Wenn ich den zwischen die Finger
bekomme. Er wird …" „Hey, bleib ruhig!", versuchte Ron das
nahende Unheil zu verhindern, denn Harry war schon wieder auf dem Weg
zur Tür. „Er ist nicht mehr hier und wird so schnell auch
nicht zurückkommen. Er hat irgendetwas von einem langen Tag
gefaselt." Doch dass Finnigan dabei ein abfälliges Gesicht
gemacht und Harrys Namen erwähnt hatte, verschwieg er ihm
lieber. Sicherlich musste er es Harry erzählen, aber jetzt noch
nicht. Harry hatte für heute schon genug mitbekommen.
Von
dem Bild, welches Harry in seiner Hand hielt, winkten ihm freudig
sechs Teenager entgegen. Er konnte sich gar nicht daran erinnern,
dass er sich mit seinen fünf Freunden zusammen fotografieren
lassen hat. „Wir haben es verzaubert, Harry", klärte Ron das
Geheimnis auf. „ Wir haben ein Foto von uns dreien genommen. Dann
brauchten wir nur noch eines von Neville, Luna und Ginny."
Wie
sehr Harry sie mit seinem Verhalten wirklich verletzt hatte, bekam er
Stück für Stück mit. „Ron, ich… - Es tut mir
leid!", sagte Harry und setzte sich auf sein Bett. „Ihr habt…"
„Wir haben dich vermisst, aber jetzt bist du ja wieder da!",
unterbrach Ron seinen besten Freund.
„Kommst
du nachher und schaust dir das Training an?", lenkte Ron in ein
anderes Thema ein und brachte Harry dadurch auf andere Gedanken. „Wir
haben eine neue Strategie entwickelt und müssen sie noch
festigen. Ich weiß nicht wann Madame Pomfrey Ginny gehen lässt,
aber vielleicht hast du ja Lust zuzusehen!"
„Mal
sehen!", antwortete Harry, doch er hatte nicht wirklich Lust dazu.
Er spielte zwar für sein Leben gern Quidditch, und er war ja
auch sehr gut darin, doch er hatte jetzt gewiss andere Sorgen.
Momentan war ihm einfach nicht nach Quidditch. „Ich werde mich erst
duschen und dann sehe ich weiter. Sei nicht eingeschnappt, wenn ich
nicht zum Training komme! Madame Pomfrey würde ich aus dem Weg
gehen, sie hat schlechte Laune!"
Rons
Augen blitzen auf. „Natürlich werde ich eingeschnappt sein,
was glaubst du denn. Du liegst zwei Wochen auf der faulen Haut und
ruhst dich aus, und dann willst du noch nicht mal zum Training
kommen, obwohl du nur zusehen sollst." „Vielleicht nicht!",
erwiderte Harry und beide mussten lachen. Ron freute sich, seinen
besten Freund endlich wieder lachen zu sehen. Er hoffte nur, dass es
auch noch lange anhalten würde.
Währenddessen
Ron seine Quidditchsachen zusammensuchte, was bei seiner Unordnung
eine Weile dauerte, ging Harry ins Bad. Mit freiem Oberkörper
stand Harry vorm Spiegel und betrachtete seinen Rücken.
Er
konnte seine Augen nicht von dem schwarzen Gebilde lassen, was
mittlerweile schon bis zu seinen Schulterblättern reichte. Es
führte etwa von der Mitte seines Rückens die Wirbelsäule
entlang und wurde kurz unter den Schulterblättern breiter. Es
ähnelte fast schon einem Ornament.
Am
Anfang war es nur ein kleiner schwarzer Fleck gewesen, welcher
langsam wuchs und Formen annahm. Vor zwei Wochen war es nur etwa halb
so groß wie jetzt. Es war nicht hässlich, es gefiel ihm
sogar, doch was war das? Warum hatte er dieses Ding auf seinem Rücken
und vor allem, woher kam es?
Die
Tür ging auf, doch Harry bemerkte es nicht und betrachtete
weiter die Zeichnung auf seinem Rücken, welche ihn schon voll
und ganz in ihren Bann gezogen hatte. „Harry, ist alles in Ordnung
mit dir?", wollte Ron auf sich aufmerksam machen. „Harry, Erde an
Harry! Hörst du mich?" Da Harry immer noch nicht auf Rons Rufe
reagierte, ging er auf ihn zu und berührte ihn an der Schulter.
Mit weiten Augen schreckte Harry herum. „Ganz ruhig, Harry! Ich bin
es nur." „Entschuldige Ron! Stimmt was nicht?", versuchte Harry
sich wieder zu sammeln. „Das wollte ich dich gerade fragen. Hast du
mich nicht gehört?" „Ich war in Gedanken", antwortete
Harry wieder etwas abwesend.
„Ron?",
fragte er und betrachtete wieder seinen Rücken „Was hältst
du davon?" Mit seiner Hand deutete er auf das ornamentähnliche
Gebilde, was seinen Rücken verzierte.
„Was
soll ich wovon halten?", fragte Ron verdutzt, denn er sah nichts
weiter als Harrys nackten Rücken. „Kannst du dort nichts
erkennen?" Ron kniff seine Augen zusammen und stierte auf Harrys
Rücken. „Außer ein paar Leberflecken … kann ich nichts
Besonderes erkennen. Was soll denn da sein?"
„Leberflecke",
antwortete Harry, „nichts weiter!"
Warum
konnte Ron auf Harrys Rücken nichts erkennen, es war doch groß
genug, einfach nicht zu übersehen?
„Ist
wirklich alles in Ordnung mit dir?", fragte Ron besorgt, da Harry
sich eigenartig verhielt. „Alles! Ich werde mich dann mal duschen
gehen. Bis nachher!" „Ja, ich muss dann auch los. Ich habe nur
etwas vergessen. Bis nachher!"
‚Das
tut gut', dachte Harry, lehnte sich gegen die nasse Wand der Dusche
und ließ das Wasser über seinen Körper tanzen. Eine
halbe Stunde stand er bereits unter der Dusche, doch seine Sorgen und
Ängste konnte er nicht ertränken oder wegspülen.
Durch
das heiße Wasser überfiel Harry die Müdigkeit und
schon halb schlafend stieg er aus der Dusche. „Verdammt!",
fluchte Harry und rieb sich seinen Fuß. Er hatte nicht an den
Absatz der Duschwanne gedacht und sich so seinen Fuß daran
gestoßen.
Zur gleichen Zeit machte sich Ginny auf den Weg zum Gryffindorturm. Madame Pomfrey hatte sie auf ihr mehrmaliges Bitten hin aus dem Krankenflügel entlassen. Es gab nur eine Bedingung: Sie sollte sich schonen und sich am nächsten Tag noch einmal für eine Untersuchung bei ihr melden. Nach mehrmaligem Ermahnen ließ sie Ginny schließlich gehen. Schnell, bevor es sich die Krankenschwester vielleicht noch mal überlegte, verschwand Ginny aus dem Krankenflügel. Sie musste unbedingt mit Harry reden. Doch bevor sie sich auf die Suche nach ihm machen würde, wollte sie sich erst noch frisch machen und etwas Anständiges anziehen.
Harry
hatte sich, nachdem der Schmerz in seinem Fuß nachließ,
im Halbschlaf saubere Shorts angezogen und es sich auf dem Bett
bequem gemacht.
Er
wollte Ron nicht enttäuschen, er wollte wirklich versuchen zum
Quidditchtraining zu gehen, doch die Müdigkeit war stärker.
‚Fünf Minuten', dachte er sich. „Nur fünf
klitzekleine Minuten, dann stehe ich wieder auf." Kaum hatte er
diesen Satz zu Ende gemurmelt, war er auch schon eingeschlafen.
Nachdem
sich Ginny geduscht und frische Sachen angezogen hatte, machte sie
sich auf die Suche nach Harry. Jeder der sie traf, freute sich, sie
gesund wieder zu sehen. „Ginny, warte auf uns!", rief Neville von
weitem. Zusammen mit Luna lief er auf Ginny zu. „Du bist doch nicht
einfach abgehauen, oder?", fragte Luna und drohte mit ihrem Finger.
Ginny
musste grinsen. „Nein, Luna, ich bin nicht einfach abgehauen. Ich
musste zwar lange betteln und dann auch versprechen, dass ich mich
schonen werde und morgen noch mal zu ihr komme, aber dann hat sie
mich gehen lassen. Habt ihr Harry vielleicht irgendwo gesehen?",
ergänzte sie ihre Ausführungen, doch glaubte sie nicht
daran.
„Ron,
Hermine und ich haben vorhin mit ihm geredet." Mit weiten Augen sah
sie Neville an, als könnte sie nicht glauben, was sie eben von
ihm gehört hatte. Auch Luna war nicht weniger verblüfft.
„Das hast du mir noch gar nicht erzählt!", stellte Luna fest
und warf ihrem Freund einen vorwurfsvollen Blick zu. „Ich hatte
auch noch keine Gelegenheit dazu, schließlich waren wir ja
anderweitig besch...", verteidigte sich Neville und lief dabei
hochrot an.
Wann
habt ihr mit ihm geredet und wie hat er reagiert?", fragte Ginny
neugierig. Neville sah auf seine Uhr und überlegte. „Vor etwa
2 Stunden. Und er hat uns tatsächlich zugehört! Ich glaube
er hat seinen Fehler eingesehen."
Entrüstet
sah Ginny ihn an. „Fehler?", fragte sie. „Für ihn schien
es die einzige Möglichkeit zu sein. Er war verzweifelt und ist
es bestimmt immer noch." „Ginny, so meinte ich das nicht!",
versuchte er sie wieder zu beruhigen. „Ich meinte damit nur, dass
er eingesehen hat, dass das alles nichts gebracht hat und …"
„Hey,
ihr drei!", wurde Neville von Hermine unterbrochen, die lachend auf
sie zugelaufen kam. „Schön, dass es dir wieder besser geht!",
drückte sie Ginny an sich. „Hallo Hermine! Weißt du
zufällig, wo Harry ist?", fragte sie immer noch leicht
gereizt, obwohl Hermine nun wirklich nichts für ihre Stimmung
konnte. „Tut mir leid, nein. Warum bist du so gereizt?", fragte
Hermine. „Ach nichts!", antwortete Ginny und sah Neville dabei
an. „Ich muss unbedingt mit ihm reden! Vielleicht weiß Ron wo
er steckt", stürmte sie ohne auf die anderen zu warten los in
Richtung Gryffindorturm, da sie Ron dort vermutete.
Wenn
Ron, Hermine und Neville vor etwa zwei Stunden mit Harry geredet
hatten, dann ist er gleich von dort in den Krankenflügel
gekommen, überlegte Ginny und ein Lächeln huschte über
ihr Gesicht.
Außer
Atem kam Ginny vor dem Portrait der Fetten Dame zum Stehen. „Ae …
aeterna amicitae." Mit leicht knarrendem Geräusch gab die
Fette Dame den Eingang zum Gemeinschaftsraum frei. Niemand war zu
sehen, der Gemeinschaftsraum war wie ausgestorben. Enttäuscht
sah sie sich um und ließ sich in
einen der vielen Sessel fallen. Wenigstens Ron, wie er über neue
Taktiken für ihre kommenden Quidditchspiele brütete, hatte
sie hier erwartet.
Ihr
Blick fiel auf die Treppe, die zum Jungenschlafsaal führte.
Vielleicht hatte sie ja dort Glück. Einen Versuch war es wert.
Mit
einem Satz sprang sie vom Sessel auf, lief die Stufen zum
Jungenschlafsaal hoch und klopfte an die Tür. Niemand
antwortete. Noch einmal klopfte sie an, bevor sie die Tür
einfach öffnete und den Schlafsaal betrat. „Ron?", rief sie
leise. „Ron, steckst du hier irgendwo?"
Ein
leises Murmeln konnte sie hören und dachte es sei Ron. „Typisch,
Brüderchen!", ging sie in Richtung der Betten. „Wie sollte
es auch anders sein – essen und schla…", war alles was Ginny
sagen konnte. Es war nicht Ron der im Bett lag, sondern Harry. Von
weitem konnte sie nicht erkennen, welches der hinteren Betten belegt
war.
Langsam
ging sie auf Harry zu. Fast nackt, nur mit seiner Unterhose
bekleidet, lag er auf dem Bauch auf seinem Bett. Ein eigenartiges
Gefühl überkam Ginny. Ihr Herz begann zu rasen und auch die
Schmetterlinge waren wieder da.
Wie
hypnotisiert stand sie vor seinem Bett und beobachtete ihn. Da lag
der Junge, dem ihr Herz gehörte. Dumbledores Worte gingen ihr
wieder durch den Kopf. – Er hat dich benutzt, um an Harry
ranzukommen und versucht dich zu töten, um ihm zu schaden! Was
sich Voldemort einmal vorgenommen hat, das zieht er auch durch.
Stille
Tränen liefen an ihren blassen Wangen hinab. So viel musste
Harry bereits durchmachen, dabei war er doch noch nicht mal siebzehn.
Harry
wurde unruhig und riss Ginny damit aus ihren Gedanken. „Nein! …
Ich …" Immer unruhiger wurde er. „Lass … lass sie! Lauf! Mum
… MUM!"
Wie
von allein bewegte sich Ginnys Hand auf Harry zu. Behutsam
streichelte sie ihm übers Haar, welches unter ihren Fingern ein
angenehm seidiges Gefühl hinterließ. „Sccchhhh!",
flüsterte Ginny. „Es ist alles in Ordnung!" Gleichmäßig
strich sie ihm über seinen Kopf, was Harry tatsächlich
etwas ruhiger werden ließ.
Ob
es ihre Stimme oder ihre Berührungen waren, die dazu führten,
dass sich Harry wieder entspannte, wusste Ginny nicht. Wichtig war
nur, dass es half!
Langsam
glitten ihre Finger an Harrys Hals entlang zum Rücken. Sanft
strich sie über diesen, bis sie plötzlich vor Schreck
erstarrte. Das, was sich unter ihren Fingern zu erkennen gab, war
vorher nicht da gewesen. Es kam ihr bekannt vor. Automatisch fasste
sich Ginny mit ihrer freien Hand an ihren Rücken. Es hatte fast
die gleichen Formen wie Harrys, nur war es bei ihr nicht im
Schulterbereich, sondern über dem Steiß und erstreckte
sich die Wirbelsäule entlang. Ginny verstand nicht und wurde
etwas nervös. Neugierig malte sie die Zeichnung nach und stellte
fest, dass der für sie sichtbare Bereich ihren Fingern folgte
und sich das Gebilde über einen Großteil von Harrys Rücken
erstreckte. Ginnys Atem begann schneller zu werden und ihr wurde
schlecht. „Das glaube ich jetzt nicht", schüttelte sie ihren
Kopf.
Die
Abbildungen auf ihrem und Harrys Rücken nahmen Ginnys ganze
Aufmerksamkeit in Anspruch. In ihre Überlegungen vertieft,
bemerkte sie die Bewegung vor sich nicht und schreckte erst auf, als
Harry sich ihr direkt zuwandte und ihre Hand in seine nahm.
Erschrockene
blaue Augen sahen lange in verwunderte grüne. „Ginny!",
hauchte Harry kaum hörbar. Ginny wusste nichts von den Gefühlen,
die Harry für sie empfand. Woher auch. Nie hatte er mit ihr
darüber geredet. Aber Harry hingegen wusste dank Dobbys
Andeutungen von Ginnys Gefühlen für ihn. Zu lange hatte er
versucht, seine Gefühle zu unterdrücken.
Harry
wusste allerdings nicht, was Ginny auf seinem Rücken gesehen
hatte. Denn noch vor nicht mal einer Stunde hatte er Ron gefragt, ob
dieser etwas auf seinem Rücken erkennen konnte. Ron hatte das
verneint.
Das
Licht, welches durch die Fenster des Jungenschlafsaals fiel, ließ
Ginnys Haar im Gegenlicht wie lodernde Flammen aussehen. Er musste
grinsen, da saß seine ‚Rachegöttin' vor ihm. Ihre
blauen klaren Augen spiegelten all das wider, was Harry an Ginny
mochte, an ihr liebte. In diesem Moment konnte Harry in die Tiefe
ihrer Seele sehen. Einerseits eine unschuldige 15-jährige, die
trotz aller Umstände nie wirklich von ihrer wohl ersten großen
Liebe abließ, andererseits ein emotional reifes Mädchen,
welches in ihrem Leben bereits mehrfach dem schrecklichsten Monster
der Zauberwelt, Voldemort, ausgesetzt war.
Immer
noch hielt Harry Ginnys Hand umklammert und strich sanft mit dem
Daumen darüber. Ihre zarte Haut unter seinen Fingern hinterließ
ein wohliges Gefühl. Zu gern würde er ihr Gesicht berühren,
ihre weiche Haut sanft streicheln, ihr zeigen, was er für sie
empfand.
„Es
tut mir leid, Harry! Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist",
nahm Ginny ihre Hand aus Harrys und stand auf. Es war ihr doch
ziemlich peinlich, einfach einen schlafenden und dazu noch fast
Nackten anzufassen. Was war bloß in sie gefahren? Natürlich
empfand sie etwas für Harry, hatte Gefühle für ihn,
aber es rechtfertigte nicht diesen Ausrutscher. Sie hatte es ohne
Harrys Einverständnis getan.
„Entschuldige
bitte, das wollte ich nicht! Ich habe …" „Nicht, Ginny!",
unterbrach Harry sie und wollte wieder nach ihrer Hand greifen. Doch
Ginny ging einen Schritt zurück, als hätte sie Angst Harrys
Berührungen würden ihr Schmerzen zufügen, ihrem Herzen
Schmerzen zufügen.
Jetzt
hätte Ginny die Gelegenheit, Harry ihre Gefühle zu
gestehen. Doch wie würde er darauf reagieren? Sie war der
Meinung, er wüsste genau so wenig von ihren Gefühlen, wie
sie von seinen. Sie wollte ihn nicht als guten Freund verlieren. -
Wie albern! Das Herz geht vor Sehnsucht ein, zerbricht an dessen Last
und an den Ängsten seines Besitzers.
Immer
weiter entfernte sich Ginny von Harry und immer mehr brach dabei ihr
Herz und gewiss auch Harrys.
Harry
stand auf und stellte sich direkt vor Ginny. Immer schneller raste
Ginnys Herz, als wollte es gleich aus ihrer Brust springen. Es war
unmöglich für sie, einen klaren Gedanken zu fassen. „Ginny,
wir …", begann Harry leise, fast flüsternd. Ginny schüttelte
nur immer wieder ihren Kopf und lief in Richtung Tür. Harry
versuchte Ginny festzuhalten, doch sie war schneller. Bleib, Ginny!",
streckte er ihr seine Hand hinterher.
„Harry!",
rief Ginny erstaunt und blickte von der verschlossenen Tür auf
Harry. „Was… Warst du das etwa eben?", fragte sie erstaunt.
Ginny hatte die Tür bereits geöffnet, doch wie von
Geisterhand zog sie sich wieder zu. Selbst verwundert, ging Harry
langsam auf Ginny zu. Doch sie besann sich schnell, und zog mehrmals
ruckartig an der Tür, bis diese endlich ihrer Aufforderung
nachkam. Mit Tränen in den Augen lief sie die Treppe hinab.
„Nicht!" Ohne zu überlegen rannte Harry ihr hinterher. Erst
am Ende der Treppe bemerkte er, dass er immer noch nichts weiter an
hatte außer seiner Shorts. „Ginny, warte doch!", rief er
ihr hinterher. Ginny blieb nicht stehen. Sie lief einfach weiter, so
schnell ihre Füße sie tragen konnten und verschwand durchs
Portraitloch.
So
musste sich Ginny gefühlt haben, als er aus dem Krankenflügel
abgehauen war.
Langsam
drangen die Geräusche seiner Umgebung wieder in sein
Bewusstsein. „Sch..." Halbnackt stand er im Gemeinschaftsraum und
alle Mädchen ringsum giggelten und versteckten sich zum Teil
hinter ihren Büchern, während die Jungen begannen
untereinander zu tuscheln.
Harry
war sich sicher, dass dieser Vorfall eine neue Gerüchtelawine
mit sich ziehen würde. Es waren nicht viele seiner Mitschüler
anwesend, doch würden diese die Neuigkeit gewiss schnell
verbreiten.
Diesmal ging es etwas schneller.
Unten links ist wie immer das kleine süße Feld auf dem GO steht. Was ihr damit anstellen könnt, wisst ihr ja!
Bis zum nächsten Kapitel!
bepa
