Disclaimer: Mir gehört hier nichts, außer den von mir selbst erschaffenen Charaktern. Ich verdiene kein Geld damit und gebe alles Ausgeliehene auch wohlbehalten und unbeschädigt wieder zurück.
Vorwort: Die Geschichte beruht auf den Bänden 1-5, Band 6 bleibt völlig unberücksichtigt. Zum größten Teil spielt die Geschichte in einem alternativen Universum, wer so etwas nicht lesen möchte, sollte an dieser Stelle aufhören. Alle anderen sind gewarnt.
Kursiv geschriebenes sind entweder Träume oder ein Rückblick.
Inhalt: Der Krieg ist vorüber, Voldemort wurde besiegt. Die Familie Malfoy wurde von jeglicher Schuld frei gesprochen, auch wenn hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird, dass das alleine dem beträchtliche Familienvermögen und dem Einfluss im Ministerium zuzuschreiben ist.
Ein Ereignis, welches sich vor Jahren abgespielt hat, bringt Unruhe und veranlasst den einen oder anderen seine Meinungen zu ändern.
Anmerkungen: Juhu, neue Festplatte ist da, PC läuft wieder wie geschmiert. Der Nachteil, alles was ich schon geschrieben habe, war weg. Ich musste also erst wieder meine Zettelwirtschaft rauskramen und alles noch einmal abtippen. Ich bin noch fleißig dabei und auch mein heißgeliebtes Betalein ist emsig bei der Arbeit.
Ich hoffe, dass wir beide gut voran kommen und jetzt regelmäßige Updates folgen werden.
Ich danke an dieser Stelle allen für ihre Reviews und hoffe, dass euch die Geschichte auch in ihrem weiteren Verlauf gefällt.
So, nun habe ich auch genug gelabert. Viel Spaß bei Kapitel 2
OoO xxx OoO
OxO
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Können kalte Herzen lieben lernen
Kapitel 2 "Aller Anfang ist schwer"
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Cassandra saß zwischen einem schwarzhaarigen Mädchen, dass etwas in ihrem Alter sein musste und einem Erstklässler, der nach ihr in das Haus eingeteilt worden war.
Auch wenn die Begrüßung freundlich gewesen war, so spürte Cassandra doch deutlich die Blicke der anderen auf sich ruhen.
Sie sah sich unsicher um und lächelte zaghaft, als sie direkt in das Gesicht der Schwarzhaarigen sah.
"Hallo, ich bin Lilian Brigth", stellte diese sich vor und reichte Cassandra ihre Hand.
Erleichtert über die freundliche Art, erwiderte Cassandra die Geste.
"Cassandra Faraly", stellte sie sich selbst noch einmal vor.
"Hallo, Cassandra... warum kommst du erst jetzt nach Hogwarts, du bist doch sicher genauso alt wie ich... hast du vorher woanders gelebt und bist du auf eine andere Schule gegangen?"
Die Fragen sprudelten nur so aus Lilian hervor und das, obwohl sie weiterhin das Auswahlverfahren beobachtete und gelegentlich klatschte oder laut jubelte, wenn wieder jemand nach Slytherin kam.
"Ich werde nächsten Monat 14", antwortete Cassandra und begann dann ebenfalls zu klatschen, als wieder ein Mädchen in Slytherin eingeteilt wurde.
"Meine Familie wohnt in der Nähe von York und dort bin ich auch zu Schule gegangen", erklärte sie dann.
Lilians Augen wurden groß, als sie die Worte vernahm.
"Aber da wohnen ja nur Muggel", stellte sie dann mit einem gewissen Entsetzen in der Stimme fest.
Sie hatte nicht mitbekommen, dass das Auswahlverfahren abgeschlossen war und so hallten ihren Worte, für jeden Anwesenden deutlich vernehmbar, durch die große Halle.
Als Lilian sich ihres Ausbruchs bewusst wurde, errötete sie heftig und nuschelte ein undeutliches "Entschuldigung."
Auch Cassandra war die Situation unangenehm, sie hatte nicht gewollt, dass alle erfuhren woher sie kam, zumindest nicht auf diese Weise.
Um die Blicke der anderen nicht sehen zu müssen, senkte sie verlegen den Kopf.
Sie bekam nicht mit, wie sich ein älterer, weißhaariger Mann von seinem Stuhl erhob.
"Ich begrüße euch zu einem neuen Schuljahr, einem Jahr, das geprägt von Frieden sein soll. Die dunkle Seite wurde besiegt, so dass wir frei von jeglichen Vorurteilen miteinander leben können..."
"Wer ist das", fragte Cassandra leise in Lilians Richtung, nachdem sie ihren ganzen Mut zusammen genommen hatte.
"Du fragst wer das ist?" Lilian zog ungläubig die Augenbrauen in die Höhe.
"Das ist Albus Dumbledore der Direktor von Hogwarts und der wohl mächtigste Zauberer dieser Zeit... alleine ihm und dem Orden des Phönix ist es zu verdanken, dass du-weißt-schon-wer vernichtet wurde", flüsterte sie dann ebenso leise zurück.
"... außerdem freue ich mich Miss Farlay begrüßen zu können. Wie Miss Brigth bereits so treffend festgestellt hat, hat sie lange unter Muggeln gelebt und dürfte noch nicht mit allen Gepflogenheiten unserer Welt vertraut sein. Seid bitte freundlich zu ihr und helft, wann immer Hilfe nötig sein sollte.
Doch nun genug der Worte, lasst das Fest beginnen."
Mit diesen Worten beendete Dumbledore seine Ansprache und auf eine Bewegung seiner Hand, erschienen so viele Speisen auf den Tischen, wie Cassandra sie noch nie in ihrem Leben gesehen hatte.
"Ist das immer so?" fragte sie Lilian und auf das bestätigende Nicken hin schüttelte sie nur ungläubig den Kopf.
"Sooo, du hast also bei Muggeln gelebt... wie kommt es, dass du dann erst jetzt hierher kommst... haben deine Muggeleltern so viele Jahre gebraucht, um den Brief zu lesen, der aus Hogwarts kam?... eigentlich dachte ich immer, dass auch bei Muggeln lesen lernen Pflicht ist."
Cassandra fuhr zusammen, als sie die abfällig gesprochenen Worte vernahm.
Sie drehte sich zu der Seite, aus der die Stimme kam und sah sich einem blonden Jungen gegenüber, der sie aus grauen Augen herablassend und mit einer gewissen Arroganz ansah.
"Früher... in den alten Zeiten wäre es nicht möglich gewesen, dass so etwas wie DU nach Slytherin kommt... wenn mein Vater davon erfährt, dass nun auch Schlam..., ich meine natürlich muggelgeborene nach Slytherin kommen..."
Er sprach den letzten Satz zu Ende, ließ statt dessen die leise gesprochenen Worte nur bedrohlich im Raum stehen und wandte sich wieder dem Gespräch mit seinem Tischnachbarn zu.
Niemand widersprach ihm, auch wenn die Reaktionen der Einzelnen völlig unterschiedlich waren.
Eine sahen gebannt auf die vor ihnen stehenden Teller, andere starrten Cassandra an und deren Blicke sagte deutlich, dass sie ebenso dachten wie der Blonde, der gesprochen hatte.
Cassandra fühlte sich unwohl, sie verstand den Sinn der Worte nicht, doch spürte sie, dass sie nichts gutes bedeuteten.
"Lass dich nicht von Malfoy verunsichern... du hast gehört was Dumbledore gesagt hat", flüsterte Lilian und lächelte Cassandra aufmunternd an.
Das ist also Malfoy ging es Cassandra durch den Kopf, als sie an die geflüsterten Worte dachte, die sie hörte, als sie die Halle betreten hatte.
Cassandra aß schweigend, ihr Blick aber wanderte unauffällig zwischen Malfoy und dem schwarzhaarigen Mann, der dann wohl Snape war, hin und her.
"Sind das alles Lehrer, die dort vorne sitzen?" getraute sie sich schließlich Lilian zu fragen.
"Ja, der dort links sitzt, das ist Professor Snape, er ist unser Hauslehrer, außerdem unterrichtet er noch Zaubertränke. Daneben, dass ist Professor McGonogall, sie ist Hauslehrerin von Gryffindor, bei ihr haben wir Verwandlung. Daneben sitzt..."
Es dauerte eine Weile, bis Lilian Cassandra die Namen sämtlicher Lehrer aufgezählt und ihr zusätzlich noch erklärt hatte, wer welches Fach unterrichtete.
Das Fest war fast vorbei, als Snape sich von seinem Platz erhob und auf den Tisch der Slytherins zu kam.
Hinter Cassandra blieb er stehen.
"Mein Büro, Miss Farlay, acht Uhr und seien Sie pünktlich."
"Oh, oh", sagte Lilian und sah Cassandra voller Mitgefühl an.
Malfoys Blick hingegen war nicht zu deuten.
