Ich habe bei dem Kapitel sehr oft den fünften Band zu Rate gezogen, weil ich die Abläufe nebenbei so behalten möchte wie J.K.Rowling sie geschrieben hat. Sollten euch Textstellen bekannt vor kommen, habe ich die aus dem OdP übernommen.
Bei dem Hutlied müsst ihr euch bitte J.K.Rowlings OdP zu Rate ziehen ;)

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.

1.Fiona Devill

Fiona Devill betrat den Bahnhof Cings Kross.
Sie sah sich um und steuerte dann auf die Gleise neun und zehn zu. Ihr Ziel war das Gleis 9 ¾ von dem aus man nach Hogwarts kam.
Sie zog also ihren schweren großen Koffer, dem sie ein paar Rollen verpasst hatte, zum Gleis.
Fiona sah sich kurz um und rannte dann durch die Absperrung.

Der Hogwarts – Express stand schon zur Abfahrt bereit am Bahnsteig. Auf dem Gleis war mächtiger betrieb. Schüler, die sich begrüßten und Eltern, die sich von ihren Kindern verabschiedeten.
Fiona kam sich im ersten Moment ein wenig verloren vor. Sie hatte niemanden den sie Begrüßen konnte oder von dem sie sich verabschiedete. Ihre Mutter hatte keine Zeit sie zum Gleis zu bringen, also war sie alleine her gekommen.
‚Na dann mal los Fiona, auf nach Hogwarts.' Dachte sie sich und ging auf den Zug zu.
Plötzlich wurde sie von hinten gerammt und wäre bei nahe hin gefallen: „Kannst du nicht aufpassen?" motzte sie den blonden Jungen an.
Dieser sah sie an als hätte sie den verstand verloren: „Wie bitte? Ich soll aufpassen? Wenn du dich unbedingt direkt vor mich stellen musst kann ich dir auch nicht helfen! Und jetzt geh mir aus dem Weg!" mit diesen Worten ging der Junge zu einer Gruppe von Jugendlichen, die nicht sehr freundlich aussah.
„Na das kann ja heiter werden." Murmelte sie leise und zog ihren Koffer weiter zum Zug.
Dort angekommen versuchte sie den Koffer in einen der Waggongs zu bekommen, scheiterte aber kläglich. Der Koffer war zu schwer.
„Na super!" besser konnte der Einstieg gar nicht laufen.
„Warte, ich helfe dir." Ein braunhaariger Junge hob die andere Seite des Koffers an und half Fiona ihn in den Waggong zu tragen.
„Danke." Erwiderte Fiona und lächelte. ‚Ein Lichtblick am düsteren Horizont.' Als die beiden den Koffer im Zug hatten, stellte sich Fiona erstmal vor: „Danke noch mal. Ich bin übrigens Fiona Devill. Und du?" sie streckte ihm ihre Hand entgegen.
„Neville Longbottom." Erwiderte er und schüttelte zaghaft ihre Hand. „Bist du neu hier?"
Fiona nickte: „Ja. Ich war bis letztes Jahr noch in Beauxbatons."
„Suchen wir uns ein Abteil?" fragte Neville.
„Klar." Die Beiden zwängten sich also durch die Gänge, wo ungefähr halb Hogwarts versammelt war, und suchten sich ein freies Abteil.
Nach wer weiß wie vielen vollen Abteilen blieb Neville stehen und öffnete eine Abteiltür.
„Hi, Harry. Dürfen wir?" fragte Neville.
Der Schwarzhaarige Junge drehte sich zu Neville und Fiona, die in der Tür standen: „Klar, kommt rein."
Neville und Fiona betraten das Abteil und verstauten ihre Koffer, dann setzten sie sich. Harry hatte Fiona der weile genauer betrachtet. Sie war ungefähr einen drei viertelten Kopf kleiner als er, hatte lockige mittellange schwarze Haare (ich meine solche großen Locken), dunkle Augen und trug einen dunkelbraunen Rock, ein orangenes Top und hatte eine lange, silberne Kette mit einem Zahn (kein Menschenzahn!) um den Hals. Er hatte sie vor hin auf dem Gleis gesehen. Sie war mit Malfoy zusammen gestoßen und hatte ihn ziemlich anpflaumt, was ihr alleine schon wer weiß wie viele Sympathiepunkte bei Harry verschaffte.
„Du bist neu in Hogwarts, oder? " fragte der Schwarzhaarige.
„Ja, ich bin Fiona Devill." Stellte sie sich Harry vor. Dieser gab ihr die Hand und nannte seinen Namen. Im Gegensatz zu manch anderen viel sie nicht gleich halb in Ohnmacht, weil sie Harry Potter gegenüber saß. „Wieso kommst du jetzt erst nach Hogwarts?" fragte er dann noch.
„Ich war bis vor kurzem noch in Beauxbatons. Aber meine Mutter wollte wider nach England zurück und deswegen wollte ich die Schule wechseln. Ich hatte keine Lust, jede Ferien von Frankreich nach England und zurück zu fahren. Und so toll war es in der Schule auch nicht." Erzählte sie den beiden Jungen.
„Bist du in Frankreich geboren?" fragte Neville.
„Nein. Ich bin Engländerin. Meine Mum und ich sind nach Frankreich gezogen als ich sechs Jahre alt war. Ab da habe ich auch erst Französisch gelernt."
„Deswegen sprichst du ohne Akzent." Stellte Harry fest.
„Genau."
Jetzt meldete sich Neville noch mal zu Wort: „Harry, wo sind eigentlich Ron und Hermine?"
„Im Vertrauensschülerabteil. Und danach müssen sie bestimmt noch im Zug ihre Rundgänge machen."
„Ach ja, stimmt die sind ja Vertrauensschüler."
„Wie alt seid ihr eigentlich?" fragte Fiona die Jungs.
„Fünfzehn." Beantwortet Harry die Frage. „Und du?"
„Ich auch. Da sind wir ja schon mal im selben Jahrgang." Stellte sie fest. „In welchem Haus seid ihr?"
„Gryffindor." Sagten beide Jungs wie aus der Pistole geschossen.
„Da würde ich auch gerne hin. Oder nach Ravenclaw, da soll's auch schön sein." Erwiderte sie.
In dem Moment öffnete sich die Abteiltür und ein rothaariger Junge mit Sommersprossen, der bestimmt über einen Kopf größer als sie war, und ein braunhaariges Mädchen kamen in das Abteil.
„Hi." Begrüßten die beiden Neville, Harry hatten sie ja schon auf dem Bahnsteig begrüßt.
Hermine wandte sich an Fiona: „Du bist nicht zufällig Fiona Devill?"
„Doch." Erwiderte Fiona, etwas verwundert, dass das Mädchen ihren Namen kannte.
„Hallo, ich bin Hermine Granger und das ist Ronald Weasley…"
„Kannst, wie alle, Ron zu mir sagen." Warf er ein.
„…und wir sollen dir sagen das du nachher mit den anderen Schülern zum Schloss sollst und dann von Professor Sprout in Empfang genommen wirst." Beendete Hermine ihren Satz und setzte sich neben Fiona.
„Ok, mach ich." Erwiderte sie.
„Wir zeigen dir dann den Weg." Fügte Hermine noch hin zu. „Die Schulsprecher haben erzählt du kommst aus Beauxbatons. Wie ist es da? Ist es wirklich so streng dort? Wird da wirklich so viel wert auf Äußerlichkeiten gelegt?" Hermine wollte so viel wissen. Als im letzten Jahr die Schüler aus Frankreich da waren kam sie nicht da zu mit ihnen da drüber zu reden (auf Deutsch: sie waren ihr zu eingebildet ;))
„Nun ja, ob es streng ist kann ich nicht sagen, da muss ich erstmal sehen wie es in Hogwarts so ist. Aber auf Äußerlichkeiten legen die wirklich wert. Die haben so gar einen hauseigenen Friseur." Erzählte Fiona.
Die vier unterhielten sich noch eine Weile über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Hogwarts und Beauxbatons.
„Wie findet ihr eigentlich die neuen Schuluniformen?" fragte Neville nach einer Weile. Ab diesem Jahr gab es keine grauen Pullover oder Pullunder, sonder für die Jungs schwarze Jacketts und für die Mädchen schwarze Blazer.
„Super! Die Jacke hat man viel schneller aus als diese blöden Pullover." Entschied Ron.
„Wie? Ihr hattet Pullover statt Blazer?" fragte Fiona.
Die vier Gryffindors nickten.
Hermine grinste: „Scheinbar viel den Lehrern auf, das die Franzosen mit ihren Blazern und Umhängen viel besser aussehen als wir mit unseren Pullovern und Umhängen." Hermine sah auf die Uhr. „Apropos Schuluniform, wir müssen uns langsam mal umziehen, in einer halben Stunde sind wir in Hogwarts."
Die drei Jungs gingen aus dem Abteil, während Hermine die Abteiltür verschloss und die Vorhänge zu zog. So konnten sich die beiden Mädchen in Ruhe umziehen.
Dann wechselten sie mit den Jungs die Plätze und warteten bis die drei fertig angezogen waren.
Harry zog die Vorhänge wider auf und öffnete die Abteiltür, so das Hermine und Fiona wider rein konnten.
Ron versuchte sich der weil seine Krawatte um zu binden, scheiterte aber kläglich.
Hermine ging auf ihn zu und half ihm: „Ronald Bill Weasley! Es ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt das du dir nach vier Jahren endlich deine Krawatte selbst binden kannst!"

„Erstklässler zu mir!" Professor Raue-Pritsche stand am Bahnhof in Hogsmead und wartete darauf, dass die neuen Erstklässler zu ihm kamen und er sie über den See zum Schloss bringen konnte. Das Trio wunderte sich zwar Hagrid nicht zusehen, machten sich aber vorerst keine großen Gedanken.
Harry, Ron, Hermine und Fiona gingen zu den Kutschen und stiegen in eine ein. Neville hatte sich zu Dean und Seamus gesellt.
„Schon aufgeregt?" fragte Hermine Fiona.
„Ja, etwas…ich hab Angst, dass ich mich in meinem Haus nicht wohl fühle." Murmelte sie und spielte an dem Anhänger ihrer Kette.
„Ach. Mach dir keine Sorgen. Abgesehen von den Slytherins sind in unserem Jahrgang eigentlich alle ok." Versuchte Ron sie zu beruhigen.
„Denk einfach ganz fest an das Haus in das du kommen möchtest, dann wir das schon." Fügte Hermine noch hinzu.
Die Kutschen waren an ihrem Ziel angekommen und alle Schüler strömten zum Schloss.
„Da ist Professor Sprout." Hermine zeigte auf eine etwas rundliche, aber freundlich aussehende Frau. Fiona ging mit Hermine auf sie zu.
„Professor Sprout, das ist Fiona Devill." Stellte Hermine die Schwarzhaarige vor.
„Guten Abend, Miss Devill. Ich bin Professor Sprout, Hauslehrerin von Hufflepuff. Danke Miss Granger, sie können dann zu den Anderen."
Hermine nickte, verabschiedete sich kurz von Fiona und ging in die große Halle, wo schon sehr viel Betrieb war und alle Schüler, langsam aber sicher, ihre Plätze einnahmen.
„Na, hast du Fiona unversehrt abgeliefert?" fragte Ron, der Hermine gegenüber saß.
„Ja, hab ich. Hoffentlich kommt sie nach Gryffindor! Sie würde so gut zu uns passen." Murmelte Hermine.
Es wurde ruhiger in der großen Halle als Professor McGonagall vom Lehrertisch zur Tür ging. Alle wussten, gleich kommen die Erstklässler.
Nach ein paar Minuten öffnete sich die große Tür und die stellvertretende Schulleiterin kam, mit den Erstklässlern im Schlepptau, in die große Halle.
Vor dem Podium blieben alle stehen und warteten darauf was jetzt passiert. Minerva holte den Hocker und einen alten, mottenzerfressenen Hut.
Alle Schüler und Lehrer waren mucks Mäuschen still. Der sprechende Hut fing an zu singen:

„In alter Zeit, als ich noch neu,
Hogwarts am Anfang stand,
…"

Alle Schüler hörten gebannt zu, aber auf fast jedem Gesicht war Verwunderung zu sehen. Der sprechende Hut singt darüber wie die Schule entstand und wie sich die Gründer zerstritten? Merkwürdig…

„…
Denn unsere Schule ist in Gefahr,
Sie mag durch äußere Feinde vergehen.
Wir müssen uns stets in Hogwarts vereinen
Oder werden zerfallen von innen.
Ich hab's euch gesagt, ich habe euch gewarnt…
Lasst die Auswahl nun beginnen."

Der Hut beendete sein Lied und alle brachen in Beifall aus, aber auch ein murmeln aus allen Ecken war zu hören.
„Das war irgendwie komisch, ziemlich lang…" murmelte Ron zu Harry und Hermine.
„Das war eine Warnung!" redete Hermine dazwischen. „Wann gibt der Hut schon mal eine Warnung von sich?"
„Wenn er es für nötig hält." Warf der kopflose Nick leise ein.
Sie konnten ihre Unterhaltung leider nicht fortsetzen, denn Professor McGonagall rief den ersten Schüler auf.
„Abercrombie, Euan."
Der etwas schüchtern wirkende Junge wurde ein Gryffindor. Die Auswahl verlief ruhig weiter, obwohl einige so aussahen, als hätten sie ihren Mitmenschen unendlich viel zu sagen.
Als „Zeller, Rose" eine Hufflepuff wurde waren alle Erstklässer eingeteilt.
Zur Verwunderung vieler Schüler machte Professor McGonagall allerdings keine Anstallten den Hut und den Hocker wie sonst weg zu bringen sondern ergriff erneut das Wort:
„Wir haben dieses Jahr nicht nur die Erstklässler als neue Schüler in Hogwarts, sondern auch noch eine fünfzehnjährige Schülerin aus Beauxbatons, die sich entschieden hat, nach Hogwarts zu wechseln."
Während die Hauslehrerin von Gryffindor dies verkündigt hatte, betrat Professor Sprout, gefolgt von Fiona, die Halle.
Die Kräuterkundelehrerin ging auf ihren Platz am Lehrertisch während Fiona vor dem Podest stehen blieb.
„Devill, Fiona." Wurde sie von Professor McGonagall aufgerufen.
Fiona ging auf das Podest, setzte sich auf den Hocker und platzierte den Hut auf ihrem Kopf.
Er überlegte ein paar Minuten, dann rief er Laut: „Gryffindor!"
Alle Schüler - die Gryffindors mehr, die Slytherins weniger – applaudierten während Fiona neben Hermine Platz nahm.
Professor Dumbledore erhob sich: „An unsere neuen Schüler, willkommen in Hogwarts, an unsere alten Hasen, willkommen zurück. Es gibt bestimmt viele Dinge zu sagen, aber jetzt ist nur für einen Satz, der richtige Zeitpunkt: Haut rein!"
Bei diesen Worten erschien auf den Tischen wie immer ein Essen was keine Wünsche offen lies.
„Und, erleichtert?" fragte Harry Fiona während er sich seinen Teller volllud.
„Ja…auf jeden Fall." Erwiderte sie und nahm sich ebenfalls etwas von den ganzen Köstlichkeiten.
Hermine wandte sich an den kopflosen Nick: „Wie meinten sie das vorhin, ‚wenn er es für nötig hält'?"
„Nun, der Hut spricht immer Warnungen aus, wenn Zeiten der großen Gefahr sind. Dann appelliert er immer das gleiche: Die Häuser sollen zusammen halten und von innen heraus stark sein." Erklärte der Geist und sah neidisch zu Ron, der sich grade einen Berg Bratkartoffeln in den Mund schob.
„Wohscher weisch der schen, wann di Schuhe inschefahr is?" fragte Ron mit vollen Mund.
Nick sah ihn verständnislos an: „Bitte was?"
„Woher weiß er denn wann die Schule in Gefahr ist?" wiederholte Hermine die Frage an Rons stelle. Sie war es gewöhnt, dass Ron mit vollem Mund redete und verstand inzwischen das meiste.
„Keine Ahnung. Da er in Professor Dumbledores Büro lebt, vermute ich das er dort einiges mitbekommt."
Harry schnaubte leise: „Und er will Einigkeit unter den Häusern?" Harry sah zu den Slytherins, insbesondere zu Draco Malfoy „Da kann er aber lange warten."
„Ihr dürft das nicht so verbohrt sehen." Versuchte der Kopflose Nick Harry von seiner Meinung ab zu bringen.
„Wir sehen das nicht verbohrt, wir sehen das realistisch!" stellte Harry klar und nahm einen Schluck Kürbissaft.
Nick schwebte der Weile vor zu den Erstklässlern und begrüßte sie.
„Die Feindschaft zwischen Gryffindor und Slytherin ist also wirklich kein Klischee?!" es war mehr eine Feststellung als eine Frage von Fiona.
Die Vier aßen erstmal, bis Fiona fragte: „Wie heißen eigentlich die Lehrer?"
Hermine, die schon mit dem Hauptgang fertig war (sie aß nicht mal halb so viel wie Ron) sah, wie Fiona zum Lehrertisch:
„Die Frau am Rand ist Professor Raue-Pritsche, daneben sitzt Professor Senestra, dann kommt Professor Snape…"
„Hauschscherer schon Schlitherscin unsch ein schießling." Fügte Ron mit vollem Mund hinzu.
„…Hauslehrer von Slytherin und ein totaler Fiesling" übersetzte Hermine und fuhr fort „…Professor Sprout, Hauslehrerin von Hufflepuff, Professor Flitwick, Hauslehrer von Ravenclaw, Professor McGonagall ist unsere, Professor Dumbledore, wer ist denn DAS???" fragte Hermine verwundert.
Auch Harry und Ron sahen jetzt zum Lehrertisch. Wo letztes Jahr noch der falsche Moody saß, war jetzt eine mausgrauhaarige Frau mit Rosa Strickjacke.
Harry überlegte, irgendwoher kannte er sie: „Das ist die Umbridge!"
„Wer?" fragten Hermine, Ron und Fiona im Chor.
„Sie war bei meiner Anhörung dabei, die arbeitet für Fudge."
„Für Fudge?" fragte Hermine.
„Und was will die hier?" fragte Fiona.
„Keine Ahnung…werden wir bestimmt nach dem Essen erfahren.", erwiderte Harry.
In diesem Moment verschwanden die Hauptspeisen und die Tische brachen nun unter Süßigkeiten, Eis, Obst und anderen Köstlichkeiten fast zusammen.

Das Essen war beendet und Professor Dumbledore erhob sich um seine übliche Rede zu halten: „Ich möchte noch ein paar Worte an euch richten.
Unsere Erstklässler sollten wissen, das der Wald auf dem Schulgelände für alle Schüler verboten ist und auch die älteren Schüler – ich nenne keine Namen – sollten langsam wissen das der Wald nicht um sonst ‚Verbotener Wald' heißt.
Außerdem hat mich Mr. Filch gebeten euch zum, Moment…" er holte einen kleinen Zettel aus seinem Umhang und las vor „…vierhundertzweiundsechzigsten Mal daran zu erinnern das ihr zwischen den Unterrichtsstunden nicht zu zaubern habt." Er steckte den Zettel wider ein.
„Wie haben dieses Jahr zwei Veränderungen im Kollegium. Zum einen freuen wir uns Professor Raue-Pritsche erneut als Lehrerin für Pflege Magischer Geschöpfe willkommen zu heißen und wir freuen uns ebenfalls Professor Umbridge als neue Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste vor zu stellen."
Die Schüler klatschten höflich, Begeisterungstürme gab es nicht.
„Wo ist Hagrid?" fragte Hermine leise. Harry und Ron konnten nur mit den Schultern zucken.
Dann passierte das unfassbare. Gerade als Professor Dumbledore seine Rede vorsetzen wollte unterbrach ihn Professor Umbridge mit einem „chrm, chrm" und stand auf, um eine Rede zu halten.
Die Schüler – und Lehrer – wussten nicht wie lange diese Frau jetzt schon ununterbrochen redete, sie wussten nur eins, Professor Snape sollte ihnen so schnell wie möglich einen Trank beibringen, der Leute zum schweigen bringt.
Nach einer endloslangen Zeit setzte sich Professor Umbridge endlich wider und Dumbledore konnte seine Rede vorsetzen.
„Wisst ihr was das heißt?" fragte Hermine Harry, Ron und Fiona leise.
„Ja, wir müssen alle aufpassen, dass wir in Zukunft nicht einschlafen wenn sie den Mund aufmacht." Antwortete Ron.
„Ron! Hast du überhaupt zugehört?" fragte Hermine.
„Ab dem Teil wo sie sich sicher ist das wir alle Freunde werden, habe ich aufgehört mein Gehör zu belasten."
„Wohl eher dein Gehirn!" entgegnete Hermine „Sie hat uns durch die Blume gesagt, das sich das Zauberreiministerium in Hogwarts einmischt!"
„Ja und?" erwiderte Ron.
Hermine konnte allerdings nicht antworten, weil sich jetzt alle Schüler erhoben und sie, zusammen mit Ron, die Erstklässler von Gryffindor in den Gemeinschaftsraum bringen musste.

„Mimbulus mimbeltonia." War das Passwort für dieses Schuljahr.
Harry und Fiona gingen zusammen mit den anderen in den Gemeinschaftsraum.
„Da sind Ron und Hermine." Sagte Harry und ging, gefolgt von der neuen Gryffindor, zu seinen Freunden.
„Ich bin erledigt!" sagte Ron. „Wenn ihr mich sucht, ich bin im Bett." Murmelte er und ging in seinen Schlafraum.
„Ich geh auch schlafen. Gute Nacht ihr Beiden."
„Nacht, Harry." Sagten Fiona und Hermine im Chor.
„Na komm, ich zeig dir mal unseren Schlafsaal." Wandte sich Hermine an Fiona. Die beiden gingen die Wendeltreppe zu den Mädchenschlafsälen hoch und verschwanden im Schlafraum der Fünftklässlerinnen.
„Das Bett hier gehört dir." Hermine zeigte auf das zweite Bett an der Rechten Wand. „Mir gehört das Bett daneben."
„Wem gehören die beiden anderen Betten?" fragte Fiona.
„Mir und Parvatie." Lavender kam, gefolgt von Parvatie aus dem angrenzenden kleinen Bad.
„Ich bin Parvatie Patil und das ist Lavender Brown. Willkommen in Gryffindor." Die beiden Mädchen gaben Fiona die Hand und umarmten Hermine kurz zur Begrüßung. Dann zogen sie sich ihre Nachthemden an und legten sich in ihre Betten.
Hermine und Fiona gingen der Weile ins Bad und putzten die Zähne.
„Ich wecke dich dann morgen früh, es sei denn du bist vor mir wach." Sagte Hermine zu Fiona, während sie ihre braune Mähne durch kämmte.
„Ok. Bekommen wir die Stundenpläne morgen?" fragte Fiona.
Hermine nickte. Als die Beiden fertig waren gingen sie zurück in ihr Zimmer und legten sich ebenfalls in ihre Betten.

Wie die anderen drei, zog auch Fiona die roten Vorhänge ihres Bettes zu. Sie nahm allerdings vorher ein kleines weinrotes Buch, eine Feder und Tinte aus ihrem Koffer.
Mit einem schwenken des Zauberstabs erhellte sich der ‚Raum' unter dem Vorhang und sie konnte in Ruhe schreiben.

'Liebes Tagebuch,
heute bin ich nach Hogwarts gekommen.
Am Bahnhof dachte ich zuerst, der Tag kann nur schlimm werden, aber ich wurde eines besseren belehrt.
Ich lernte im Zug Harry Potter, Hermine Granger, Ron Weasley und Neville Longbottem kennen. Die vier sind wirklich sehr nett. Ich bin sogar im selben Jahrgang und Haus wie sie.
Dieses Klischee, dass sich Gryffindors und Slytherins nicht leiden können, ist wirklich war. Das hatte ich sogar schon am Bahnhof gemerkt.
Draco Malfoy, ein Slytherin, ist nämlich in mich rein gerannt und hat sich nicht mal entschuldigt. Wie ich von Hermine, Ron und Harry später im Zug erfahren habe, ist der scheinbar immer so unfreundlich.
Hauptsache es wird nicht so wie in Beauxbatons. Ich will nicht schon wider mit einem Mitschüler ständig Krieg führen.
Hoffentlich geht's Mum gut. Sie hatte ja bedenken mich nach Hogwarts zu schicken, aber bisher hat keiner verdacht geschöpft.
Aber irgendwann muss ich es ihnen sagen.
Vor allem Harry muss bescheid wissen! Aber noch nicht jetzt, auch wenn es mir schwer fällt nichts zu sagen.
Ich glaube jedenfalls, das meine Zeit in Hogwarts unvergesslich wird…zumindest hoffe ich das.'