Ich
habe bei dem Kapitel sehr oft den fünften Band zu Rate gezogen,
weil ich die Abläufe nebenbei so behalten möchte wie
J.K.Rowling sie geschrieben hat. Sollten euch Textstellen bekannt vor
kommen, habe ich die aus dem OdP übernommen.
Bei dem Hutlied
müsst ihr euch bitte J.K.Rowlings OdP zu Rate ziehen ;)
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.
1.Fiona Devill
Fiona Devill betrat den Bahnhof Cings Kross.
Sie
sah sich um und steuerte dann auf die Gleise neun und zehn zu. Ihr
Ziel war das Gleis 9 ¾ von dem aus man nach Hogwarts kam.
Sie
zog also ihren schweren großen Koffer, dem sie ein paar Rollen
verpasst hatte, zum Gleis.
Fiona sah sich kurz um und rannte dann
durch die Absperrung.
Der Hogwarts – Express stand schon zur
Abfahrt bereit am Bahnsteig. Auf dem Gleis war mächtiger
betrieb. Schüler, die sich begrüßten und Eltern, die
sich von ihren Kindern verabschiedeten.
Fiona kam sich im ersten
Moment ein wenig verloren vor. Sie hatte niemanden den sie Begrüßen
konnte oder von dem sie sich verabschiedete. Ihre Mutter hatte keine
Zeit sie zum Gleis zu bringen, also war sie alleine her gekommen.
‚Na
dann mal los Fiona, auf nach Hogwarts.' Dachte sie sich und ging
auf den Zug zu.
Plötzlich wurde sie von hinten gerammt und
wäre bei nahe hin gefallen: „Kannst du nicht aufpassen?"
motzte sie den blonden Jungen an.
Dieser sah sie an als hätte
sie den verstand verloren: „Wie bitte? Ich soll aufpassen? Wenn du
dich unbedingt direkt vor mich stellen musst kann ich dir auch nicht
helfen! Und jetzt geh mir aus dem Weg!" mit diesen Worten ging der
Junge zu einer Gruppe von Jugendlichen, die nicht sehr freundlich
aussah.
„Na das kann ja heiter werden." Murmelte sie leise
und zog ihren Koffer weiter zum Zug.
Dort angekommen versuchte sie
den Koffer in einen der Waggongs zu bekommen, scheiterte aber
kläglich. Der Koffer war zu schwer.
„Na super!" besser
konnte der Einstieg gar nicht laufen.
„Warte, ich helfe dir."
Ein braunhaariger Junge hob die andere Seite des Koffers an und half
Fiona ihn in den Waggong zu tragen.
„Danke." Erwiderte Fiona
und lächelte. ‚Ein Lichtblick am düsteren Horizont.'
Als die beiden den Koffer im Zug hatten, stellte sich Fiona erstmal
vor: „Danke noch mal. Ich bin übrigens Fiona Devill. Und du?"
sie streckte ihm ihre Hand entgegen.
„Neville Longbottom."
Erwiderte er und schüttelte zaghaft ihre Hand. „Bist du neu
hier?"
Fiona nickte: „Ja. Ich war bis letztes Jahr noch in
Beauxbatons."
„Suchen wir uns ein Abteil?" fragte
Neville.
„Klar." Die Beiden zwängten sich also durch die
Gänge, wo ungefähr halb Hogwarts versammelt war, und
suchten sich ein freies Abteil.
Nach wer weiß wie vielen
vollen Abteilen blieb Neville stehen und öffnete eine
Abteiltür.
„Hi, Harry. Dürfen wir?" fragte
Neville.
Der Schwarzhaarige Junge drehte sich zu Neville und
Fiona, die in der Tür standen: „Klar, kommt rein."
Neville
und Fiona betraten das Abteil und verstauten ihre Koffer, dann
setzten sie sich. Harry hatte Fiona der weile genauer betrachtet. Sie
war ungefähr einen drei viertelten Kopf kleiner als er, hatte
lockige mittellange schwarze Haare (ich meine solche großen
Locken), dunkle Augen und trug einen dunkelbraunen Rock, ein
orangenes Top und hatte eine lange, silberne Kette mit einem Zahn
(kein Menschenzahn!) um den Hals. Er hatte sie vor hin auf dem Gleis
gesehen. Sie war mit Malfoy zusammen gestoßen und hatte ihn
ziemlich anpflaumt, was ihr alleine schon wer weiß wie viele
Sympathiepunkte bei Harry verschaffte.
„Du bist neu in Hogwarts,
oder? " fragte der Schwarzhaarige.
„Ja, ich bin Fiona Devill."
Stellte sie sich Harry vor. Dieser gab ihr die Hand und nannte seinen
Namen. Im Gegensatz zu manch anderen viel sie nicht gleich halb in
Ohnmacht, weil sie Harry Potter gegenüber saß. „Wieso
kommst du jetzt erst nach Hogwarts?" fragte er dann noch.
„Ich
war bis vor kurzem noch in Beauxbatons. Aber meine Mutter wollte
wider nach England zurück und deswegen wollte ich die Schule
wechseln. Ich hatte keine Lust, jede Ferien von Frankreich nach
England und zurück zu fahren. Und so toll war es in der Schule
auch nicht." Erzählte sie den beiden Jungen.
„Bist du in
Frankreich geboren?" fragte Neville.
„Nein. Ich bin
Engländerin. Meine Mum und ich sind nach Frankreich gezogen als
ich sechs Jahre alt war. Ab da habe ich auch erst Französisch
gelernt."
„Deswegen sprichst du ohne Akzent." Stellte Harry
fest.
„Genau."
Jetzt meldete sich Neville noch mal zu Wort:
„Harry, wo sind eigentlich Ron und Hermine?"
„Im
Vertrauensschülerabteil. Und danach müssen sie bestimmt
noch im Zug ihre Rundgänge machen."
„Ach ja, stimmt die
sind ja Vertrauensschüler."
„Wie alt seid ihr
eigentlich?" fragte Fiona die Jungs.
„Fünfzehn."
Beantwortet Harry die Frage. „Und du?"
„Ich auch. Da sind
wir ja schon mal im selben Jahrgang." Stellte sie fest. „In
welchem Haus seid ihr?"
„Gryffindor." Sagten beide Jungs wie
aus der Pistole geschossen.
„Da würde ich auch gerne hin.
Oder nach Ravenclaw, da soll's auch schön sein." Erwiderte
sie.
In dem Moment öffnete sich die Abteiltür und ein
rothaariger Junge mit Sommersprossen, der bestimmt über einen
Kopf größer als sie war, und ein braunhaariges Mädchen
kamen in das Abteil.
„Hi." Begrüßten die beiden
Neville, Harry hatten sie ja schon auf dem Bahnsteig begrüßt.
Hermine
wandte sich an Fiona: „Du bist nicht zufällig Fiona
Devill?"
„Doch." Erwiderte Fiona, etwas verwundert, dass das
Mädchen ihren Namen kannte.
„Hallo, ich bin Hermine Granger
und das ist Ronald Weasley…"
„Kannst, wie alle, Ron zu mir
sagen." Warf er ein.
„…und wir sollen dir sagen das du
nachher mit den anderen Schülern zum Schloss sollst und dann von
Professor Sprout in Empfang genommen wirst." Beendete Hermine ihren
Satz und setzte sich neben Fiona.
„Ok, mach ich." Erwiderte
sie.
„Wir zeigen dir dann den Weg." Fügte Hermine noch
hin zu. „Die Schulsprecher haben erzählt du kommst aus
Beauxbatons. Wie ist es da? Ist es wirklich so streng dort? Wird da
wirklich so viel wert auf Äußerlichkeiten gelegt?"
Hermine wollte so viel wissen. Als im letzten Jahr die Schüler
aus Frankreich da waren kam sie nicht da zu mit ihnen da drüber
zu reden (auf Deutsch: sie waren ihr zu eingebildet ;))
„Nun ja,
ob es streng ist kann ich nicht sagen, da muss ich erstmal sehen wie
es in Hogwarts so ist. Aber auf Äußerlichkeiten legen die
wirklich wert. Die haben so gar einen hauseigenen Friseur."
Erzählte Fiona.
Die vier unterhielten sich noch eine Weile
über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Hogwarts und
Beauxbatons.
„Wie findet ihr eigentlich die neuen
Schuluniformen?" fragte Neville nach einer Weile. Ab diesem Jahr
gab es keine grauen Pullover oder Pullunder, sonder für die
Jungs schwarze Jacketts und für die Mädchen schwarze
Blazer.
„Super! Die Jacke hat man viel schneller aus als diese
blöden Pullover." Entschied Ron.
„Wie? Ihr hattet
Pullover statt Blazer?" fragte Fiona.
Die vier Gryffindors
nickten.
Hermine grinste: „Scheinbar viel den Lehrern auf, das
die Franzosen mit ihren Blazern und Umhängen viel besser
aussehen als wir mit unseren Pullovern und Umhängen." Hermine
sah auf die Uhr. „Apropos Schuluniform, wir müssen uns langsam
mal umziehen, in einer halben Stunde sind wir in Hogwarts."
Die
drei Jungs gingen aus dem Abteil, während Hermine die Abteiltür
verschloss und die Vorhänge zu zog. So konnten sich die beiden
Mädchen in Ruhe umziehen.
Dann wechselten sie mit den Jungs
die Plätze und warteten bis die drei fertig angezogen
waren.
Harry zog die Vorhänge wider auf und öffnete die
Abteiltür, so das Hermine und Fiona wider rein konnten.
Ron
versuchte sich der weil seine Krawatte um zu binden, scheiterte aber
kläglich.
Hermine ging auf ihn zu und half ihm: „Ronald
Bill Weasley! Es ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt das du
dir nach vier Jahren endlich deine Krawatte selbst binden kannst!"
„Erstklässler zu mir!" Professor Raue-Pritsche stand
am Bahnhof in Hogsmead und wartete darauf, dass die neuen
Erstklässler zu ihm kamen und er sie über den See zum
Schloss bringen konnte. Das Trio wunderte sich zwar Hagrid nicht
zusehen, machten sich aber vorerst keine großen
Gedanken.
Harry, Ron, Hermine und Fiona gingen zu den Kutschen und
stiegen in eine ein. Neville hatte sich zu Dean und Seamus
gesellt.
„Schon aufgeregt?" fragte Hermine Fiona.
„Ja,
etwas…ich hab Angst, dass ich mich in meinem Haus nicht wohl
fühle." Murmelte sie und spielte an dem Anhänger ihrer
Kette.
„Ach. Mach dir keine Sorgen. Abgesehen von den Slytherins
sind in unserem Jahrgang eigentlich alle ok." Versuchte Ron sie zu
beruhigen.
„Denk einfach ganz fest an das Haus in das du kommen
möchtest, dann wir das schon." Fügte Hermine noch
hinzu.
Die Kutschen waren an ihrem Ziel angekommen und alle
Schüler strömten zum Schloss.
„Da ist Professor
Sprout." Hermine zeigte auf eine etwas rundliche, aber freundlich
aussehende Frau. Fiona ging mit Hermine auf sie zu.
„Professor
Sprout, das ist Fiona Devill." Stellte Hermine die Schwarzhaarige
vor.
„Guten Abend, Miss Devill. Ich bin Professor Sprout,
Hauslehrerin von Hufflepuff. Danke Miss Granger, sie können dann
zu den Anderen."
Hermine nickte, verabschiedete sich kurz von
Fiona und ging in die große Halle, wo schon sehr viel Betrieb
war und alle Schüler, langsam aber sicher, ihre Plätze
einnahmen.
„Na, hast du Fiona unversehrt abgeliefert?" fragte
Ron, der Hermine gegenüber saß.
„Ja, hab ich.
Hoffentlich kommt sie nach Gryffindor! Sie würde so gut zu uns
passen." Murmelte Hermine.
Es wurde ruhiger in der großen
Halle als Professor McGonagall vom Lehrertisch zur Tür ging.
Alle wussten, gleich kommen die Erstklässler.
Nach ein paar
Minuten öffnete sich die große Tür und die
stellvertretende Schulleiterin kam, mit den Erstklässlern im
Schlepptau, in die große Halle.
Vor dem Podium blieben alle
stehen und warteten darauf was jetzt passiert. Minerva holte den
Hocker und einen alten, mottenzerfressenen Hut.
Alle Schüler
und Lehrer waren mucks Mäuschen still. Der sprechende Hut fing
an zu singen:
„In alter Zeit, als ich noch neu,
Hogwarts
am Anfang stand,
…"
Alle Schüler hörten gebannt zu, aber auf fast jedem Gesicht war Verwunderung zu sehen. Der sprechende Hut singt darüber wie die Schule entstand und wie sich die Gründer zerstritten? Merkwürdig…
„…
Denn
unsere Schule ist in Gefahr,
Sie mag durch äußere
Feinde vergehen.
Wir müssen uns stets in Hogwarts
vereinen
Oder werden zerfallen von innen.
Ich hab's euch
gesagt, ich habe euch gewarnt…
Lasst die Auswahl nun
beginnen."
Der Hut beendete sein Lied und alle brachen in
Beifall aus, aber auch ein murmeln aus allen Ecken war zu hören.
„Das
war irgendwie komisch, ziemlich lang…" murmelte Ron zu Harry und
Hermine.
„Das war eine Warnung!" redete Hermine dazwischen.
„Wann gibt der Hut schon mal eine Warnung von sich?"
„Wenn
er es für nötig hält." Warf der kopflose Nick leise
ein.
Sie konnten ihre Unterhaltung leider nicht fortsetzen, denn
Professor McGonagall rief den ersten Schüler auf.
„Abercrombie,
Euan."
Der etwas schüchtern wirkende Junge wurde ein
Gryffindor. Die Auswahl verlief ruhig weiter, obwohl einige so
aussahen, als hätten sie ihren Mitmenschen unendlich viel zu
sagen.
Als „Zeller, Rose" eine Hufflepuff wurde waren alle
Erstklässer eingeteilt.
Zur Verwunderung vieler Schüler
machte Professor McGonagall allerdings keine Anstallten den Hut und
den Hocker wie sonst weg zu bringen sondern ergriff erneut das
Wort:
„Wir haben dieses Jahr nicht nur die Erstklässler als
neue Schüler in Hogwarts, sondern auch noch eine fünfzehnjährige
Schülerin aus Beauxbatons, die sich entschieden hat, nach
Hogwarts zu wechseln."
Während die Hauslehrerin von
Gryffindor dies verkündigt hatte, betrat Professor Sprout,
gefolgt von Fiona, die Halle.
Die Kräuterkundelehrerin ging
auf ihren Platz am Lehrertisch während Fiona vor dem Podest
stehen blieb.
„Devill, Fiona." Wurde sie von Professor
McGonagall aufgerufen.
Fiona ging auf das Podest, setzte sich auf
den Hocker und platzierte den Hut auf ihrem Kopf.
Er überlegte
ein paar Minuten, dann rief er Laut: „Gryffindor!"
Alle
Schüler - die Gryffindors mehr, die Slytherins weniger –
applaudierten während Fiona neben Hermine Platz nahm.
Professor
Dumbledore erhob sich: „An unsere neuen Schüler, willkommen in
Hogwarts, an unsere alten Hasen, willkommen zurück. Es gibt
bestimmt viele Dinge zu sagen, aber jetzt ist nur für einen
Satz, der richtige Zeitpunkt: Haut rein!"
Bei diesen Worten
erschien auf den Tischen wie immer ein Essen was keine Wünsche
offen lies.
„Und, erleichtert?" fragte Harry Fiona während
er sich seinen Teller volllud.
„Ja…auf jeden Fall."
Erwiderte sie und nahm sich ebenfalls etwas von den ganzen
Köstlichkeiten.
Hermine wandte sich an den kopflosen Nick:
„Wie meinten sie das vorhin, ‚wenn er es für nötig
hält'?"
„Nun, der Hut spricht immer Warnungen aus, wenn
Zeiten der großen Gefahr sind. Dann appelliert er immer das
gleiche: Die Häuser sollen zusammen halten und von innen heraus
stark sein." Erklärte der Geist und sah neidisch zu Ron, der
sich grade einen Berg Bratkartoffeln in den Mund schob.
„Wohscher
weisch der schen, wann di Schuhe inschefahr is?" fragte Ron mit
vollen Mund.
Nick sah ihn verständnislos an: „Bitte
was?"
„Woher weiß er denn wann die Schule in Gefahr
ist?" wiederholte Hermine die Frage an Rons stelle. Sie war es
gewöhnt, dass Ron mit vollem Mund redete und verstand inzwischen
das meiste.
„Keine Ahnung. Da er in Professor Dumbledores Büro
lebt, vermute ich das er dort einiges mitbekommt."
Harry
schnaubte leise: „Und er will Einigkeit unter den Häusern?"
Harry sah zu den Slytherins, insbesondere zu Draco Malfoy „Da kann
er aber lange warten."
„Ihr dürft das nicht so verbohrt
sehen." Versuchte der Kopflose Nick Harry von seiner Meinung ab zu
bringen.
„Wir sehen das nicht verbohrt, wir sehen das
realistisch!" stellte Harry klar und nahm einen Schluck
Kürbissaft.
Nick schwebte der Weile vor zu den Erstklässlern
und begrüßte sie.
„Die Feindschaft zwischen
Gryffindor und Slytherin ist also wirklich kein Klischee?!" es war
mehr eine Feststellung als eine Frage von Fiona.
Die Vier aßen
erstmal, bis Fiona fragte: „Wie heißen eigentlich die
Lehrer?"
Hermine, die schon mit dem Hauptgang fertig war (sie aß
nicht mal halb so viel wie Ron) sah, wie Fiona zum Lehrertisch:
„Die
Frau am Rand ist Professor Raue-Pritsche, daneben sitzt Professor
Senestra, dann kommt Professor Snape…"
„Hauschscherer schon
Schlitherscin unsch ein schießling." Fügte Ron mit
vollem Mund hinzu.
„…Hauslehrer von Slytherin und ein totaler
Fiesling" übersetzte Hermine und fuhr fort „…Professor
Sprout, Hauslehrerin von Hufflepuff, Professor Flitwick, Hauslehrer
von Ravenclaw, Professor McGonagall ist unsere, Professor Dumbledore,
wer ist denn DAS???" fragte Hermine verwundert.
Auch Harry und
Ron sahen jetzt zum Lehrertisch. Wo letztes Jahr noch der falsche
Moody saß, war jetzt eine mausgrauhaarige Frau mit Rosa
Strickjacke.
Harry überlegte, irgendwoher kannte er sie: „Das
ist die Umbridge!"
„Wer?" fragten Hermine, Ron und Fiona im
Chor.
„Sie war bei meiner Anhörung dabei, die arbeitet für
Fudge."
„Für Fudge?" fragte Hermine.
„Und was will
die hier?" fragte Fiona.
„Keine Ahnung…werden wir bestimmt
nach dem Essen erfahren.", erwiderte Harry.
In diesem Moment
verschwanden die Hauptspeisen und die Tische brachen nun unter
Süßigkeiten, Eis, Obst und anderen Köstlichkeiten
fast zusammen.
Das Essen war beendet und Professor Dumbledore
erhob sich um seine übliche Rede zu halten: „Ich möchte
noch ein paar Worte an euch richten.
Unsere Erstklässler
sollten wissen, das der Wald auf dem Schulgelände für alle
Schüler verboten ist und auch die älteren Schüler –
ich nenne keine Namen – sollten langsam wissen das der Wald nicht
um sonst ‚Verbotener Wald' heißt.
Außerdem hat
mich Mr. Filch gebeten euch zum, Moment…" er holte einen kleinen
Zettel aus seinem Umhang und las vor „…vierhundertzweiundsechzigsten
Mal daran zu erinnern das ihr zwischen den Unterrichtsstunden nicht
zu zaubern habt." Er steckte den Zettel wider ein.
„Wie haben
dieses Jahr zwei Veränderungen im Kollegium. Zum einen freuen
wir uns Professor Raue-Pritsche erneut als Lehrerin für Pflege
Magischer Geschöpfe willkommen zu heißen und wir freuen
uns ebenfalls Professor Umbridge als neue Lehrerin für
Verteidigung gegen die dunklen Künste vor zu stellen."
Die
Schüler klatschten höflich, Begeisterungstürme gab es
nicht.
„Wo ist Hagrid?" fragte Hermine leise. Harry und Ron
konnten nur mit den Schultern zucken.
Dann passierte das
unfassbare. Gerade als Professor Dumbledore seine Rede vorsetzen
wollte unterbrach ihn Professor Umbridge mit einem „chrm, chrm"
und stand auf, um eine Rede zu halten.
Die Schüler – und
Lehrer – wussten nicht wie lange diese Frau jetzt schon
ununterbrochen redete, sie wussten nur eins, Professor Snape sollte
ihnen so schnell wie möglich einen Trank beibringen, der Leute
zum schweigen bringt.
Nach einer endloslangen Zeit setzte sich
Professor Umbridge endlich wider und Dumbledore konnte seine Rede
vorsetzen.
„Wisst ihr was das heißt?" fragte Hermine
Harry, Ron und Fiona leise.
„Ja, wir müssen alle aufpassen,
dass wir in Zukunft nicht einschlafen wenn sie den Mund aufmacht."
Antwortete Ron.
„Ron! Hast du überhaupt zugehört?"
fragte Hermine.
„Ab dem Teil wo sie sich sicher ist das wir alle
Freunde werden, habe ich aufgehört mein Gehör zu
belasten."
„Wohl eher dein Gehirn!" entgegnete Hermine „Sie
hat uns durch die Blume gesagt, das sich das Zauberreiministerium in
Hogwarts einmischt!"
„Ja und?" erwiderte Ron.
Hermine
konnte allerdings nicht antworten, weil sich jetzt alle Schüler
erhoben und sie, zusammen mit Ron, die Erstklässler von
Gryffindor in den Gemeinschaftsraum bringen musste.
„Mimbulus
mimbeltonia." War das Passwort für dieses Schuljahr.
Harry
und Fiona gingen zusammen mit den anderen in den
Gemeinschaftsraum.
„Da sind Ron und Hermine." Sagte Harry und
ging, gefolgt von der neuen Gryffindor, zu seinen Freunden.
„Ich
bin erledigt!" sagte Ron. „Wenn ihr mich sucht, ich bin im Bett."
Murmelte er und ging in seinen Schlafraum.
„Ich geh auch
schlafen. Gute Nacht ihr Beiden."
„Nacht, Harry." Sagten
Fiona und Hermine im Chor.
„Na komm, ich zeig dir mal unseren
Schlafsaal." Wandte sich Hermine an Fiona. Die beiden gingen die
Wendeltreppe zu den Mädchenschlafsälen hoch und
verschwanden im Schlafraum der Fünftklässlerinnen.
„Das
Bett hier gehört dir." Hermine zeigte auf das zweite Bett an
der Rechten Wand. „Mir gehört das Bett daneben."
„Wem
gehören die beiden anderen Betten?" fragte Fiona.
„Mir
und Parvatie." Lavender kam, gefolgt von Parvatie aus dem
angrenzenden kleinen Bad.
„Ich bin Parvatie Patil und das ist
Lavender Brown. Willkommen in Gryffindor." Die beiden Mädchen
gaben Fiona die Hand und umarmten Hermine kurz zur Begrüßung.
Dann zogen sie sich ihre Nachthemden an und legten sich in ihre
Betten.
Hermine und Fiona gingen der Weile ins Bad und putzten die
Zähne.
„Ich wecke dich dann morgen früh, es sei denn
du bist vor mir wach." Sagte Hermine zu Fiona, während sie
ihre braune Mähne durch kämmte.
„Ok. Bekommen wir die
Stundenpläne morgen?" fragte Fiona.
Hermine nickte. Als die
Beiden fertig waren gingen sie zurück in ihr Zimmer und legten
sich ebenfalls in ihre Betten.
Wie die anderen drei, zog auch
Fiona die roten Vorhänge ihres Bettes zu. Sie nahm allerdings
vorher ein kleines weinrotes Buch, eine Feder und Tinte aus ihrem
Koffer.
Mit einem schwenken des Zauberstabs erhellte sich der
‚Raum' unter dem Vorhang und sie konnte in Ruhe schreiben.
'Liebes Tagebuch,
heute bin ich nach Hogwarts gekommen.
Am
Bahnhof dachte ich zuerst, der Tag kann nur schlimm werden, aber ich
wurde eines besseren belehrt.
Ich lernte im Zug Harry Potter,
Hermine Granger, Ron Weasley und Neville Longbottem kennen. Die vier
sind wirklich sehr nett. Ich bin sogar im selben Jahrgang und Haus
wie sie.
Dieses Klischee, dass sich Gryffindors und Slytherins
nicht leiden können, ist wirklich war. Das hatte ich sogar schon
am Bahnhof gemerkt.
Draco Malfoy, ein Slytherin, ist nämlich
in mich rein gerannt und hat sich nicht mal entschuldigt. Wie ich von
Hermine, Ron und Harry später im Zug erfahren habe, ist der
scheinbar immer so unfreundlich.
Hauptsache es wird nicht so wie
in Beauxbatons. Ich will nicht schon wider mit einem Mitschüler
ständig Krieg führen.
Hoffentlich geht's Mum gut. Sie
hatte ja bedenken mich nach Hogwarts zu schicken, aber bisher hat
keiner verdacht geschöpft.
Aber irgendwann muss ich es ihnen
sagen.
Vor allem Harry muss bescheid wissen! Aber noch nicht
jetzt, auch wenn es mir schwer fällt nichts zu sagen.
Ich
glaube jedenfalls, das meine Zeit in Hogwarts unvergesslich
wird…zumindest hoffe ich das.'
