Hallo Süße,
dieses Mal habe ich nicht so herumpanschen müssen. Auch habe ich dir einige Sätze umgestellt, damit sie sich besser lesen lassen. Sonst hab ich nichts zu meckern! zwinker
bussi
Aneta
Das Erwachen und Erkennen!
Nachdem Blaise die Beiden alleine ließ, um Draco zu besuchen, erwachte Zorro kurze Zeit später. Er sah auf die Uhr und fluchte, schon elf Uhr durch. Normalerweise wurde er wach, wenn er sich eine Zeit vorgenommen hatte, aber heute hatte es nicht geklappt. Er bemerkte, dass Blaise fehlte und nur noch er und Hermine im Bett lagen, die sich an seinen Rücken gekuschelt hatte. Vorsichtig nahm er ihre Hand in seine und küsste diese, rief sich seinen Zauberstab herbei und murmelte einen Spruch, der sie länger schlafen ließ, damit er sich mit Blaise auseinander setzen konnte.
Wo war der überhaupt?
Zorro stand auf und sah sich um. Seine Sachen schienen weg zu sein und aus dem Bad hörte er auch nichts. Er sah trotzdem nach, doch es war niemand da. Sich seinen Bademantel überziehend, ging Zorro nach unten in die Küche und fand Blaise Nachricht auf dem Tisch.
Hallo ihr zwei Hübschen,
ihr habt so süß geschlafen, da wollte ich euch nicht wecken. Ich hoffe ihr werdet auch ohne mich noch eine Menge Spaß haben.
Ich musste dringend einen guten Freund in Frankreich besuchen, hatte es ihm versprochen.
Vielleicht treffen wir uns mal wieder, mir hat es auf jedenfall sehr gefallen.
Lieben Gruß
Blaise
Zorro ließ das Blatt Pergament sinken und grinste. Er zog seinen Zauberstab und sprach eine Formel.
„Habe ich es mir doch gedacht, er ist gerade erst weg, also weiß er wer ich bin", murmelte er zu sich selbst. „Nun denn, dann muss ich mir nur überlegen, wie ich Hermine, möglichst ohne großen Schock, erkläre, wer ich bin."
Er überlegte wie er dieses nicht gerade kleine Problem angehen sollte. Er kochte sich einen Kaffee, setzte sich an den Tisch und dachte weiter nach.
Hermine schlief tief und fest als er später zu ihr ins Zimmer kam. Eingehend betrachtete er sie. Sie war eine hübsche junge Frau geworden und das, was er heute Nacht mit ihr und Blaise erlebt hatte, hätte er sich nie so erträumt.
Als er sie beim Ball an der Säule stehen sah, konnte er erst nicht glauben, dass sie es war. Und als sie sich auch noch auf die Spielchen mit ihm einließ, kam es ihm wie ein Sechser im Lotto vor.
Sie war wirklich bezaubernd. Vorsichtig setzte er sich zu ihr aufs Bett und betrachtete sie. Was sie wohl sagen würde, wenn sie ihn erkannte?
Bestimmt würde sie um sich schlagen und ihn verhexen, wenn sie die Gelegenheit dazu hätte. Innerlich seufzte er auf und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht, beugte sich vor und küsste sie ganz zärtlich.
Sie reagierte ein wenig darauf und er konnte nicht verhindern, dass sein Körper zu kribbeln begann, und so küsste er sie noch mal. Langsam wurde Hermine wach und spürte warme weiche Lippen auf ihren.
„Wie schön", dachte sie, seufzte leicht und wurde mit noch einem Kuss belohnt.
Sehnsüchtig schlang sie die Arme um denjenigen und zog ihn zu sich herunter. Er lachte leise und sagte:
„Ich denke wir müssen vorher etwas klären bevor wir weitermachen."
Er legte seine Hand auf Hermines Augen und gab ihr einen letzten Kuss.
„Wieso meinst du, wir müssten etwas klären? Wo ist Blaise?", fragte sie erstaunt und ließ ihre Hände um seinen Hals.
„Blaise ist zu einem Freund nach Frankreich gegangen. Ich soll dich grüßen."
„Danke. Sag mal wieso hältst du mir die Augen zu?"
„Hermine das hat seinen Grund und bevor ich dir nicht etwas erklärt habe, gebe ich deine Augen auch nicht frei."
„Na dann leg los", forderte sie ihn auf und wartete ungeduldig.
Er schwieg einen Moment und betrachtete sie. Ihm ging soviel durch den Kopf, aber er wusste nicht so recht wie er anfangen sollte.
„Willst du mich anschweigen oder soll ich raten?", fragte sie amüsiert.
„Nein, ich musste nur nachdenken. Wie du weißt habe ich euch meine wahre Identität nicht verraten, und das aus gutem Grund."
Hermine hörte gespannt zu, sie war sehr neugierig wer Zorro wirklich war.
„Du, sowie auch Blaise, kennt meine wahre Identität und ich denke du wirst sehr überrascht sein wenn du weißt, wer ich bin."
„Zorro, komm auf den Punkt und rede nicht um den heißen Brei herum", meckerte Hermine jetzt ungeduldig.
Leise lachte er auf und meinte:
„Du hast wirklich keine Ahnung wer ich bin oder?"
„Nein, nun sag es schon. So schlimm kann es doch nicht sein."
„Abwarten. Vielleicht sollte ich dich selbst drauf kommen lassen, anstatt es dir zu sagen", überlegte er laut. „Ja, wieso nicht. Also Hermine, frag mich etwas", forderte er sie nun auf.
„Wie bitte? Ich soll raten? Dazu habe ich keine Lust, sag es einfach", maulte sie herum.
„Nein, wenn du es so erfährst haut es dich um."
Hermine dachte nach, versuchte sich an die Nacht, an ihre erste Begegnung zu erinnern. An Auffälligkeiten oder Bewegungen zu denken, aber alles was ihr einfiel war ein in schwarze Kleidung gehüllter Mann mit einem kalten, fiesen Grinsen auf den Lippen.
„Nun, irgendwelche Fragen?"
„Ich kenne dich also?"
„Ja."
„Schon lange?"
„Mehr als sieben Jahre."
„Du warst mit einem Zauber belegt, der deine wahre Identität verschleiert hat?"
„Ja."
„Wie alt bist du?"
„So etwas fragt man einen alten Mann nicht."
„Och, so alt kamst du mir gar nicht vor, ich fand dich eher sehr agil."
Er lachte laut auf und Hermine gefiel dieses Lachen.
„Da fällt mir ein, dein Körper war der echt oder auch mit einem Zauber belegt?"
„Nein, der war echt."
„Hmm", machte sie weil ihr seine Narben wieder einfielen.
„Du hast mich abgewiesen, weil du gemerkt hast, das ich dich fragen wollte woher deine Narben stammten. Beantwortest du mir jetzt die Frage?"
„Natürlich. Die sind übrig geblieben, weil ich gefoltert wurde, sie stammen aber auch von Kämpfen."
Hermine überlegte kurz und fragte: „Auf welcher Seite hast du gekämpft?"
„Auf der richtigen, sonst gäbe es mich jetzt nicht mehr."
„Zu schwammig", meinte sie und verschränkte die Arme.
„Bitte was? Schwammig?"
„Ja, das war kein klares Bekenntnis zur Guten oder Schlechten Seite. Schwammig eben."
Er grinste und schüttelte amüsiert den Kopf.
„Du kleine Besserwisserin, okay, also um es zu verdeutlichen, ich stand auf der guten Seite, auch wenn es nicht für alle ersichtlich war, aber ich habe immer für Harrys Ziele gearbeitet."
Hermine ahnte es, er sah es an ihrem Gesicht. Sie lockerte wieder die Arme und tastete nach ihm, er ließ es geschehen.
Ihre schmalen Hände tasteten seine Brust ab und die Wärme ihrer Handflächen verursachte einen angenehmen Schauer.
„So, die gute Seite also?", murmelte sie. Und dann stellte sie eine Frage, die er fast nicht gewillt war zu beantworten.
„Welchen Beruf hast du ausgeübt?"
„Wie kommst du jetzt darauf?"
„Ich stelle hier die fragen Mister ..., und nicht du."
Er hatte die Luft angehalten als sie „Mister" sagte. Sie wusste es, er war sich hundertprozentig sicher.
„Also welchen Beruf hattest du?"
„Hauptberuflich war ich Spion...", antwortete er und sah, wie sie nickt, doch bevor er weiter sprechen konnte, beendete sie den Satz für ihn.
„Und nebenberuflich warst du Zaubertränkelehrer." Dabei zog sie seine Hand von ihren Augen und sah jetzt in die schwarzen Augen von Severus Snape.
Stille
Sie betrachtete seinen fragenden Blick, sah die leichte Angst und spürte wie er versuchte sich gegen irgendetwas zu wappnen.
„Wovor hast du Angst?", fragte sie ihn leise.
„Vor dem was jetzt kommen mag. Vor deinen Vorwürfen? Keine Ahnung, vor dem wie du reagierst." Er setzte sich ein wenig zurück und sah sie an. Hermine zog die Stirn kraus.
„Bereust du die Nacht?", fragte sie jetzt.
„Nein. Du?"
„Nein. Was meinst du mit Vorwürfen und wie ich reagiere?"
„Ach Hermine, stell dich nicht so dumm wie Weasley an! Du weißt genau was ich meine. Ich bin Severus Snape, der Verräter, der Mörder."
Hermine setzte sich auf und klemmte sich die Decke unter die Arme.
„Aha, und jetzt soll ich schreiend aus dem Bett hüpfen? Verraten hast du nur Tom Riddle, auch wenn wir erst dachten du hättest uns verraten, und Mörder sind wir alle", antwortete sie ruhig und sah in sein erstauntes Gesicht.
„Nun schau nicht so, auch wenn es nicht öffentlich bekannt gegeben wurde weiß ich, das du vom Ministerium freigesprochen wurdest. Außerdem habe ich mit Minerva und Albus gesprochen."
Er erhob sich und ging zum Fenster. Hermine überlegte, sollte sie es wagen ihn Severus zu nennen. Zorro war jetzt unpassend und Mister Snape erst recht. Sie hatten Sex miteinander gehabt, da könnte sie ihn ruhig mit Vornamen ansprechen, sie duzte ihn ja schließlich auch.
„Severus, wovor sollte ich Angst haben? Nach der Nacht weiß ich, du bist ganz anders und ich weiß von Albus, du konntest nicht anders als ihn zu „töten". Und ich muss dir ehrlich sagen, ich habe immer gehofft, dass du unschuldig bist, dass es für diese Tat eine Erklärung gibt. Auch wenn Harry das nicht wahr haben will weiß er, du bist unschuldig."
„Unschuldig…wie sich das anhört. Ich fühle mich nicht unschuldig", knurrte er und verschränkte die Arme vor seiner Brust.
Hermine schlüpfte aus dem Bett, zog sich ihren Bademantel an und ging zu ihm, um ihn zu umarmen.
Etwas erstaunt darüber, das sie das tat, war er schon, aber es gefiel ihm. Er ergriff ihre Hände und streichelte mit den Daumen über ihre Handrücken.
„Stört es dich nicht, das ich so alt bin?", fragte er jetzt leise.
„Stört es dich, dass ich so jung bin?", kam als Antwort.
„Nein, wieso sollte es?"
„Genau wieso sollte es? Und es stört mich nicht im geringsten das du Severus Snape bist", sagte sie und ging um ihn herum, damit sie ihn ansehen konnte.
Er lächelte sie schwach an und sah an ihr vorbei.
„Wieso versteckst du dich?", fragte sie ruhig und zwang ihn mit der Hand an seinem Kinn sie anzusehen.
„Ich bin es leid, das man mich ansieht als hätte ich die Pest und ich will meine Ruhe haben. Wenn ich etwas brauche dann verwende ich den Zauber und nenne mich Adrian Prince." Warum er ihr das erzählte wusste er selbst nicht, aber nun war es raus.
„Na dann, Severus Adrian Prince Snape, küss mich. Ich will wissen ob du das genauso gut kannst wie Zorro heute Nacht und streng dich an, der konnte nämlich sehr gut küssen", neckte sie ihn und ein Lächeln huschte über sein Gesicht.
„Wie sagte Blaise? Du bist ein sexgieriges Luder."
„Gar nicht wahr, ich sagte küssen, mehr nicht. Ich sagte nichts so was wie, leg mich flach, vögel mir den Verstand raus. Nur küssen sagte ich", beschwerte sie sich grinsend.
„Nur küssen, so so, du weißt wohin das führen kann?", fragte er und umfasste ihr Gesicht, sie nickte.
„Keine Angst davor?"
„Nein. Machst du es als Severus anders als Zorro?", fragte sie ihn mit strahlenden Augen.
Severus grinste nur und beugte sich hinunter und küsste sie fordernd, verlangend und wild.
Ende
sshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgsshgss
Epilog
Hermine und Severus blieben zusammen.
Ginny, Harry und Ron lernten einen Adrian Prince kennen und waren total von ihm begeistert.
Nach einen halben Jahr schaffte es Hermine endlich Severus nach Hogwarts zu bekommen. Er weigerte sich stets, da er nicht mit Albus reden wollte, obwohl Albus ihm nicht böse war.
Volle drei Stunden blieb Severus dann bei Albus, Hermine war zu der Zeit bei Minerva in der Wohnung. Danach war Severus gelöster und er war Hermine dankbar, das sie nicht aufgegeben hatte.
Blaise trafen sie ab und zu, aber so wie damals beim Maskenball kamen sie nie wieder zusammen. Er wurde ein guter Freund für sie und mehr nicht.
Nach zwei Jahren heirateten Hermine und Severus und ein halbes Jahr später kam Jason Patrick zur Welt und ihr Glück war perfekt.
Und wenn sie nicht gestorben sind dann lieben sie sich noch heute.
Ende
