Rettung (aus) der Zukunft

Disclaimer:

Alles gehört JK Rowling, ich habe es mir nur geliehen. Die Charaktere die nicht in Jo's Büchern vorkommen, sind meine Erfindung und Geld verdiene ich hiermit nicht.

AN: Dies ist mein erste Story, also seid ein bisschen gnädig, Kritik ist aber erwünscht. (Lob natürlich auch)

Falls irgendwas Ähnlichkeit mit einer anderen Story hat, ist dass keine Absicht.

Das Rating? Gute Frage! Sicherheitshalber sag ich mal M.

(Ich habe davon absolut keinen Plan.)

Warnungen?

Dies ist eine Slash – Story und ich hole mir meinen Lieblingscharakter zurück. Finde seinen Tod gar nicht toll, egal welchen Grund es dafür auch gibt. (Sicher wisst ihr wen ich meine, oder?)

Und ich sag jetzt einfach mal OOC für alle. (Auch wenn es vielleicht nicht ganz stimmt.)

Das Pairing? HP/RL

Was fehlt noch? Stimmt! Die Summary.

Harrys Ferien und auch das neue Schuljahr werden kein Zuckerschlecken. Angriffe, Tote, Überraschungen und Gefühle warten auf ihn. (Oh Gott. Ich kann so was gar nicht!)


Erst mal zu den Reviews:

Ein ganz großes Dankeschön an alle die reviewt haben. Ich freu mich riesig darüber.

kayla2510:

Schön das dir das Chap gefallen hat.

Ich bin mir sehr sicher, wen Jo die Dursleys umkommen lässt, wir Harry ihr Tod sicher nicht völlig Kalt lassen. So sehr er sie auch hasst, was man ja verstehen kann, so wie sie ihn behandeln. In den Schluss konnte ich mich am Besten reinversetzten. schelmisch grins

Angie: Freut mich riesig das die das Chap so gut gefallen hat. Ich habe wegen deines Hinweises noch mal nachgesehen. Da hab ich wohl geschlafen und mein Betaleser auch. Ich hab den Fehler korrigiert.

Was deine Vermutung wegen der Warnung angeht, lass dich überraschen.

Little Lion: Wie schon bei Angie, ich verrate nicht, wer Harry gewarnt hat.

Aber du hast Recht, die Zukunft hat sich durch sein Überleben geändert. Aber wichtig ist ja auch das Harry am leben bleibt und das mit Severus wird sich klären.

pupp: Na ja. Also das mit Dumbledore, er hat selbst in Band fünf gesagt das Harry sehr viel bedeutet. Auf S. 984 etwa in der Mitte (Deutsche Ausgabe). Es geht darum warum Dumbledore unserem Jungen Helden die Prophezeiung so lang verschwiegen hat. Es ist einfach meine Interpretation dazu. Dumbledore mag zwar sonst seine Gefühle sehr im Griff haben, aber ich dachte so ein kleiner Gefühlsausbruch wäre ganz passend. Zu Snape muss ich gestehen, dass ich ihn etwas verändert habe. In wie weit, wird er uns selbst erzählen. Sogar schon sehr bald.

Deine Frage hat sich mit diesem Chap erübrigt zu beantworten, oder? grins

the-memory-remains: Zum Prolog muss ich sagen, er ist erst nach Kapitel drei entstanden. Mir schwebte ständig dieses Szenario vor Augen und ich musste es einfach niederschreiben, sonst wäre ich nie mit Kapitel 3 weitergekommen.

Freut mich, dass du trotzdem weitergelesen hast und ich dich entführen konnte.

Azura-Fei-Long: Ich hab rein gar nichts gegen Mails. Da freut sich mein Postkasten immer und du hast mich auch nicht zugetextet. Ich habe deine Mail mit Genuss gelesen und freue mich wie ein kleines Kind das dir die Story so gut gefällt.

Ja das Haus. Ich kann mir Remus einfach nicht in einer zwei Zimmerwohnung vorstellen. Vor allem nicht mit seinem „tierischen" Problem. Aber Remus in einer großen Villa, gefiel mir auch nicht. So bin ich dann bei einem netten kleinen Häuschen mitten in „Mokers Heid" (hoffentlich ist das so richtig geschrieben) gelandet. Ist Plattdeutsch und heißt soviel wie Wallachei oder Pampa. Also einfach ganz weit ab vom Schuss.

Das mit dem Verräter wird in diesem Chap geklärt, soviel sag ich mal. Zu „Black Moon" und Sirius sag ich besser nichts. Sonst verrate ich zu viel. Ich sagte nur wir werden Sirius eher wider sehen wie die Sache mit „Black Moon" geklärt wird.

Freut mich, dass so viele kleine Szenen drin sind die dir gefallen. Mit Remus als Werwolf wird es noch mehr geben. Immerhin lass ich die beiden zusammen kommen.

Was die Schreibfehler angeht, eigentlich habe ich eine Betaleserin, aber werde sie mal dezent darauf hinweisen noch ein bisschen genauer hinzuschauen.


So jetzt aber genug geschwafelt, weiter geht's.

Kapitel 2

Ein stöhnen weckte ihn am nächsten Morgen und verschlafen öffnete er die Augen. Remus lag mit dem Rücken auf dem Boden und starrte an die Decke. „Alles klar?" fragte Harry müde. „Abgesehen davon das meinem Rücken das gar nicht gefallen hat auf dem Boden zu schlafen und der üblichen Erschöpfung, ja. Was ist mit dir?" Harry stemmte sich hoch aufs Sofa. „Na ja, im sitzen Schlafen ist auch nicht angenehm. Nächsten Monat gehen wir irgendwo hin wo es gemütlicher ist." Der Werwolf nickte nur und stand schwerfällig auf. „Ich denke ich nehme erst mal ein Bad." „Frühstücken tust du noch, oder...?" „Hmh... warum nicht? Gern", meinte der Werwolf und verschwand dann und Harry machte das Frühstück zurecht.

Er wartete fast eine halbe Stunde am gedeckten Tisch ehe er ins Bad schlich um zu sehen ob da alles in Ordnung war. Der Zauberer lag im Wasser, mit dem Rücken zum Beckenrand auf dem seine Arme lagen, den Kopf hatte er in den Nacken gelegt und er schien zu schlafen. Harry schmunzelte und setze sich neben ihn, die Füße ins Becken baumelnd. Zum ersten Mal kam ihm der Gedanke das Remus auch so total süß aussah. Im nächsten Moment verpasste er sich aber Mental eine Ohrfeige für diesen Gedanken. Remus war ein Mann und er… auf jeden Fall auf dem Weg einer zu werden. Remus durfte einfach nicht süß aussehen.

Harry schaffte es trotzdem nicht seinen Blick abzuwenden. Remus war blass. Er sah krank aus. Harry war klar dass, das von der vergangenen Nacht kam. Also nichts, worüber er sich größere Sorgen machen müsste. Dünne Narben waren auf den Unterarmen als helle Streifen zu erkennen. Es war leicht zu erraten das er sie sich selbst zugefügt hatte. Immer vier verliefen parallel.

Der Mann atmete gleichmäßig und ruhig. Er schien wirklich zu schlafen. Sollte er ihn nicht besser wecken? War das Bett nicht bequemer? „Remus?" flüsterte er vorsichtig. „Hmm. Ich komm gleich", antwortete der. „Wie geht's deinem Rücken?" „Nichts besser, leider", seufzte er.

Ohne Nachzudenken lies Harry sich ganz ins Wasser rutschten. „Dreh dich mal um", bat er. Der Zauberer blinzelte ihn kurz verwirrt an, ehe er es tat. Harry trat vorsichtig näher und legte dem Mann sanft beide Hände auf die Schultern und begann dann ihn zu massieren. „Hmmm, etwas tiefer. Ah... ja, genau da." Harry konnte ein Schmunzeln nicht verbergen.

Remus seufzte sacht unter der Massage und ein leichtes Kribbeln breitete sich in Harry aus. Was das zu bedeuten hatte war ihm schleierhaft. Er wusste nicht mal warum er hier hinter Remus im Wasser stand, und ihn massierte. „Weil es Remus nicht gut geht und du ihm helfen möchtest", sagte er sich selbst lautlos. Ja, er wollte seinem Freund helfen. Aber war das denn so richtig? Ging Harry nicht doch zu weit? Und was hatte dieses Kribbeln zu bedeuten? Schnell schob er seine Gedanken bei Seite, ehe Remus noch etwas merkte.

Als das Wasser merklich kühler wurde drehte Remus sich zu ihm um. „Ich denke wir sollten uns anziehen, oder in deinem Fall trocken anziehen und dann erst mal Frühstücken." Harry nickte und zog sich aus dem Wasser.

Remus war etwas schneller mit dem anziehen fertig als Harry, da sich der Werwolf nur einen Bademantel übergeworfen hatte. „Und? Was sagt dein Rücken?" fragte Harry, als er in die Küche kam und sich setzte. Remus sah ihn einen kurzen Moment mit einem Blick an, von dem Harry nicht wusste was er zu bedeuten hatte. War er doch zu weit gegangen? „Besser, Danke. Das hat richtig gut getan." Harry nickte lächelnd, auch wenn er das Gefühl hatte einen Fehler begangen zu haben. Aber er wollte nichts sagen. Nicht jetzt. Remus war erschöpft und sollte sich erst Mal ausruhen.

Nach dem Frühstück legte Remus sich dann auch hin und Harry räumte die Küche auf. Allerdings wanderten seine Gedanken immer wieder zur Badewanne. Er hatte Remus vollkommen nackt gesehen. Er hatte ihn berührt. Ihn massiert und dabei hatte er erleichtert geseufzt. Aber die Gefühle dabei, was war das? Für einen Moment schloss er die Augen.

Die vom Wasser babyweiche, blasse Haut, das leise Stöhnen der Erleichterung des Älteren. Die Wärme die von ihm ausging. Plötzlich war das Kribbeln wieder da. Aber in einer tieferen Region als vorher und Harry musste schlucken. Schnell schüttelte er den Kopf. „Nimm dich zusammen. Er ist ein Mann. Du bist… fast ein Mann. Das ist gegen die Natur. Es gehört sich nicht", rief er sich selbst leise zur Ordnung.


Am Mittag drückte Harry vorsichtig die Tür zu Remus Zimmer auf. Der Zauberer saß im Bett und blätterte gerade in einem Buch. „Magst du was essen?" fragte er leise. Remus sah auf und lächelte ihn an. „Klar! Wer könnte deinen Kochkünsten schon widerstehen." Harry hatte Pommes in den Backofen geschmissen und in einer Pfanne brutzelten die Bratwürste.

„Sag mal... hättest du Lust... also... Wenn ich dir sage du darfst während der Ferien zaubern, was würdest du tun?" fragte Remus dann plötzlich am Tisch. Harry sah den Mann überrascht an. „Weiß nicht. Vielleicht ein paar Flüche üben, oder so", meinte er schulterzuckend. „Also... würde ich deine Ferien nicht ruinieren wenn ich dir anbiete mit dir ein paar Flüche zu üben, nein?" Harrys Überraschung wich blanker Freude. „Ich darf wirklich zaubern?" fragte er.

Remus grinste ihn an. „Der neue Minister hat das Gesetz für die Vernunftmäßige Beschränkung der Zauberei Minderjähriger so weit gelockert, das es ihnen unter Aufsicht eines Erwachsenen und weit ab von Muggeln erlaubt ist Magie anzuwenden. Und ich wage mal zu behaupten, dass das auf uns hier zutrifft. Außerdem hat er die Volljährigkeit auf Sechzehn runtergesetzt. Damit bist du Ende des Monats Volljährig und darfst so viel Zaubern wie du willst, solang es keinem Muggel auffällt." Harry wusste vor Freude nicht was er sagen sollte. Am liebsten wäre er Remus um den Hals fallen, aber die Erinnerung an den Vormittag hielt ihn davon ab. Er wollte Remus nicht schon wieder zu nahe treten.

„Was hältst du davon wenn ich uns nachher ein paar Gartenstühle beschwöre, du uns eine Karraffe Limo mit Eiswürfeln bestückst und wir forsten dann mal ein Paar Bücher durch? Vielleicht finden wir ja was, das dich interessiert und praktisch sein könnte?" „Klasse Idee. Aber... bist du nicht mehr müde?" Remus schüttelte den Kopf. „Wenn ich jetzt schlafe kann ich die ganze Nacht nicht schlafen und das passt mir nicht. Also haben wir genug Zeit, um mal ein paar Bücher zu wälzen."

Gesagt, getan. Den Nachmittag verbachten die beiden im Garten unter einem Sonnenschirm, bewaffnet mit mehreren Büchern, Pergament, Tinte und Feder. Remus las Harry immer mal wieder ein paar Fluchbeschreibungen vor. Bei manchen nickte Harry, einige andere lehnte er ab, weil sie ihm nicht so recht gefielen. Kurz nach sechs landete überraschend Black Moon vor Harry auf dem Tisch. „Sie an. Dein Lebensretter meldet sich doch", lachte Remus. Harry nahm der Eule das Pergament ab und entrollte es.

Hi Harry!

Schön das du wohl auf und in Sicherheit bist. Und danke für das Kompliment für Black Moon. Sie hört so was sehr gern.

Was meine Identität angeht so muss ich dich leider enttäuschen. Die werde ich dir nicht verraten. Außerdem ist es schwer zu erklären und besser, wenn du es nicht erfährst. Aber ich schwöre Dir du kannst mir vertrauen. Pass gut auf dich auf.

XXX

Harry reichte den Brief Remus und strich der Eule übers Gefieder. „Mein Fenster steht oben auf. Hedwig gibt dir sicher ein paar Kekse und Wasser ab, falls du magst", sagte er. Die Eule schuschute und flatterte dann in Harrys Zimmer. „Tja. Ein Versuch war es wert", meinte Remus nachdenklich. Harry nickte etwas niedergeschlagen. Zu gern hätte er gewusst, wem er sein Leben verdankte.

Am nächsten Morgen begannen sie dann mit dem Training. Schutzzauber. Harry machte es richtig Spaß mit Remus zu trainieren. Er war nicht umsonst der beste Lehrer gewesen, den er je in Verteidigung gehabt hatte. Das Training war aber nie übertrieben anstrengend. Remus bestand darauf, dass Harry seine Ferien auch genießen konnte und sie spielten auch weiter Quidditch. „Das ist gutes Konditionstraining", hatte Remus gemeint.

In Gesprächen beim Frühstück oder Mittag erfuhr Harry, dass das Haus Remus Eltern gehört hatte. Sie waren hier her umgezogen nachdem er gebissen worden war. Hier konnte er sich frei bewegen, ohne dass es die Gefahr gab einen anderen Menschen zu verletzen. Der Werwolf hatte das Haus nach dem Tod seiner Eltern geerbt und es zwischenzeitlich auch bewohnt. Nur im vergangenen Jahr war es wegen des Ordens einfach praktischer gewesen, im Grimmauldplatz zu wohnen, doch seit Sirius Tod lebte er wieder hier, da er es ebenso wie Harry nicht lange im Grimmauldplatz aushielt.

Abends saßen sie zusammen und Harry las weiter aus der "Unendlichen Geschichte" vor. Remus hatte ihn darum gebeten. Er fand die Gesichte interessant und wollte auch wissen wie es denn nun weiterging. Allerdings hatte er die Angewohnheit beim Vorlesen immer einzuschlafen und jedes Mal wenn Harry es bemerkte beobachtete er schweigend den Älteren.

Er konnte nichts gegen das angenehme Kribbeln unternehmen, welches der Anblick des Mannes bei ihm auslöste. So genau wie er inzwischen wusste was seine Gefühlte bedeuteten, so klar war ihm auch das es nicht sein durfte. Er wusste, dass es nicht in Ordnung war, was er da fühlte, aber er war machtlos dagegen. Es kostete ihn schon all seine Selbstbeherrschung dem Drang, Remus zu berühren, nicht nachzugeben. Nachts begann er davon zu Träumen wie dieser ihn zärtlich in den Armen hielt, ihn streichelte. Er ließ sich aber nichts anmerken. Er wollte Remus nicht verschrecken mit seinen „verbotenen" Gefühlen. Sein Haus war zurzeit der einzig sichere Ort für ihn und wenn Remus ihn raus warf, musste Harry zwangsläufig in den Grimmauldplatz und das würde er nicht ertragen. Er würde dort Wahnsinnig werden.


Harry war seit anderthalb Wochen bei Remus. Der war heute Nachmittag überraschend zu einer dringenden Ordensitzung gerufen worden. Harry hatte es sich im Garten gemütlich gemacht, um ein paar Bücher zu wälzen und neue Flüche zu finden. Die alte Liste waren sie fast durch. Angriffszauber waren nun daran.

Es war kurz nach vier und Harry hatte sich gerade etwas Neues zu trinken geholt, als etwas neben der Tür einschlug in der er gerade stand. Erschrocken sah Harry auf und konnte gerade noch die Todesser ausmachen, als er schon einem weiteren Blitz ausweichen musste. Dummerweise hatte er seinen Zauberstab auf dem Tisch liegen lassen. Gerade noch rechtzeitig, bekam er ihn zu fassen. Einer der Todesser hätte ihn fast in Brand gesetzt.

Ein Blick über die Wiese verriet ihm, dass er es mit fünf Todessern zu tun hatte. Wie zum Teufel kamen die hier her? Wie hatten sie ihn gefunden? Er beschwor ein Schild herauf und suchte verzweifelt nach einer Deckung, fand aber keine. „Also Angriff", beschloss er. Er feuerte blind alles an Flüchen über den Tisch Richtung Todesser, was ihm einfiel.

Plötzlich wurde er von Etwas umgestoßen. Zuerst glaubte Harry schon, es wäre ein Todesser, aber als er den Angreifer sah traf ihn für Sekunden der Schock. Ein pechschwarzer Werwolf hatte ihn gerade direkt aus der Schusslinie gestoßen.

Ihm blieb aber keine Zeit weiter nachzudenken da es Flüche regnete. Er zog ein Schutzschild hoch und versuchte ins Haus zu kommen. Er musste Hedwig mit einer Nachricht in den Orden schicken.

Dann nahmen die Flüche ab und Harry warf einen Blick den Todessern zu. Die mussten sich gegen einen Panther und gegen den Werwolf verteidigen, die auf sie losgingen. Harry fackelte nicht lang und griff wieder an. Das war die Gelegenheit.

Wie aus dem Nichts, erschienen dann auch einige Kämpfer des Ordens. Remus rannte allen voran. Der Wolf heulte einmal auf und der Panther verschwand mit ihm im nahegelegenen Waldrand. Drei der Todesser flohen und ließen ihre geschockten Mitstreiter zurück.

Remus kam auf Harry zu und fiel ihm um den Hals. „Junge. Bist du verletzt?" „Nein, alles noch dran. Nur einen gewaltigen Schrecken", antwortete er. Der Werwolf drückte ihn von sich weg und sah ihm in die Augen. „Oh Nein", schoß es Harry durch den Kopf. In seinen Träumen hatte er sich immer wieder in diesen Augen verloren. „Eh... komm. Ich will wissen wer da versucht hat mich zu rösten", meinte Harry schnell und deutete auf den Tisch.

Er lief seinem Schulleiter entgegen. „Alles in Ordnung?" fragte der ihn. „Ja, Sir. Wer sind die beiden?" „Nur einen kennen wir. Harvey Franklin. Er ist ein relativ neues Ordensmitglied und war auch für deine Bewachung zuständig. Seine Eltern waren auch bei uns. Er ist mit dem Orden aufgewachsen." Es klang fast wie eine Entschuldigung, musste Harry feststellen. „Also ist er der Verräter", meinte er aber nur. „Sieht ganz danach aus. Wir werden sehen, was er uns erzählt. Auf jeden Fall bist du hier nicht mehr sicher. Voldemort weiß jetzt, wo du dich versteckst."

„Er wird aber auch denken, dass du genau aus diesem Grund Harry hier wegbringst. Er wird nie vermuten, dass wir Harry hier bleiben lassen. Das macht mein Haus wieder sicher für ihn. Außerdem hab ich dir erklärt, dass ich es nicht mit ansehe, wie Harry gegen seinen Willen im Grimmauldplatz festgehalten wird", sagte Remus mit entschlossener Miene.

Harry warf ihm einen Dankbaren Blick zu. „Gut. Ich werde erst Mal feststellen wie viel Franklin erzählt hat. Dann sehen wir weiter. Ich melde mich bei euch", erklärte der Schulleiter.

Am nächsten Nachmittag bat Dumbledore, Harry und Remus dann auch zu sich gebeten. Der Spion hatte einige wichtige Details an Voldemort verraten und da Voldemort Harrys Aufenthaltsort kannte, bestand Dumbledore darauf ihn wo anders Unterzubringen. Aber auch Remus beharrte darauf, dass Harry nicht in den Grimmauldplatz gebracht wurde. Aus diesem Grund veranlasste der Schulleiter, dass die beiden in eines der Häuser gerbacht wurden, wo man die Familienangehörigen der aktiven Ordensmitglieder untergebracht hatte, zu deren Sicherheit. In diesem Fall waren es drei Mütter mit insgesamt sechs Kindern. Außerdem war hier auch ein vierjähriges Mädchen untergebracht, dessen beide Eltern als Auroren arbeiteten. Die Großmutter, die auch hier gewohnt hatte, war zu Beginn des Sommers verstorben und das Ministerium brauchte zurzeit jeden Mann und jede Frau.

Die Kinder kannten Harry natürlich alle ausnahmslos und feierten ihn als Helden, was ihm nicht wirklich passte und Remus versuchte es ihm so angenehm wie möglich zu machen. Er war geblieben, da es durch Harrys Anwesenheit für die Familien gefährlicher geworden war, für den Fall das man ihn fand. Das ließen sie aber keinen Wissen, um nicht unnötig Unruhe aufkommen zu lassen. Für die Mütter war er Harrys Vormund und Bezugsperson was die Frauen auch akzeptierten.

Sie ließen es sich aber nicht nehmen, Harry wie ihr eigenes Kind zu umsorgen. Alle benahmen sich fast wie Molly. Er bekam mehr als genug zu Essen und praktisch alles, was er sich wünschte. Die Übungsstunden ließen sie nicht ausfallen. Harry nahm sie noch ernster als bisher. Zwei Anschläge auf sein Leben innerhalb von zwei Wochen. Er wollte sich einfach nicht auf andere verlassen müssen. Er wollte sich selbst schützen können. Remus verstand ihn darin vollkommen und hatte alle interessanten Bücher verkleinert mitgenommen. Das abendliche Vorlesen war für sie zu einem Ritual geworden und Harry erfüllte Remus den Wunsch, es beizubehalten, nur all zu gern. So bekam er zumindest für eine gewisse Zeit die Sehnsucht nach der Nähe des Werwolfs erfüllt.

Seine „verbotenen Träume", wie er sie nannte, wurden aber leider nicht besser, eher schlimmer. Er kuschelte nicht mehr nur mit Remus, sie verführten sich nun gegenseitig, mit Erfolg. Und Harrys Angst, dass Remus oder vielleicht eine der Mütter bemerkten würde das etwas nicht stimmte, wurde größer. Er schämte sich für diese Gedanken und Träume. Niemals würde er Remus davon erzählen.


Es war Abend, zwei Tage vor Harrys Geburtstag. Sie hatten gerade ihre Trainingsstunde beendet und die Zuschauer, die das mit sich brachte, reingescheucht. Nun saßen sie in den Gartenstühlen und sahen der Sonne beim Untergehen zu.

„Dich nervt diese Bemutterung, oder?" fragte der Werwolf plötzlich. Harry seufzte nur. Sicher nervte sie ihn irgendwie. Denn wer konnte schon drei Molly Weasleys ertragen die ihn nicht in Ruhe lassen wollten, auch wenn er noch so miesepetrig dreinschaute. „Sag es ihnen", schlug der Ältere vor. „Remus. Wenn ich das tue bin ich der Spielverderber. Das sie sich um mich sorgen, stört mich ja nicht, aber das sie alle permanent um mich rum sein wollen.

Die Kinder kann ich ja verstehen. Ich bin ihr Held. Ich bin der, der Voldemort vernichtet hat und genau das erwarten sie jetzt alle wieder. Aber, dass die Mütter ständig an mir herum tüddeln müssen, geht mir auf den Keks. Ich hab das Gefühl, ich hab drei Molly Weasleys um mich rum." Remus gluckste leise. „Ich find das nicht lustig. Ich finde das absolut nicht lustig", murrte Harry. „Schon gut. Ich denke ich weiß was du meinst. Eine Molly reicht völlig. Aber... sag einfach wenn sie zu weit gehen. Zeig ihnen wo deine Grenze liegt. Bis wie weit sie gehen dürften. Keiner erwartet von dir, dass du alles stillschweigend hinnimmst. Du magst ihr Idol sein, aber auch ein Idol hat eine Schmerzgrenze und wenn sie die überschreiten mach es ihnen deutlich." „Ich versuch es", seufzte Harry und warf unauffällig einen Seitenblick auf Remus. Der trug heute nur eine dünne Stoffhose. Sein Hemd hatte er sich vorhin beim Training ausgezogen, und das hatte den jungen Gryffindor da schon ein wenig aus dem Konzept gebracht.

Nun saß Remus mit nacktem Oberkörper neben ihm. Die leicht blase Haut schimmerte in der untergehenden Sonne wegen ihres dünnen Schweißfilms. Sie hatten sich nicht eine Sekunde etwas geschenkt in dem Duell.

Remus war gut gebaut, was dem Gryffindor noch nie vorher so aufgefallen war. Die abgetragenen Sachen versteckten viel zu viel, wie er fand. Er schloss für einen Moment die Augen, was sich aber als Fehler herausstellte. Er sah sich, wie er sanft mit zwei Fingern über Remus Brust strich, was den Älteren dazu verleitete Harry zu küssen. Langsam wurden die Küsse fordernder, bis... „Harry?" „Eh... Wie? Was? Entschuldige ich muss kurz eingenickt sein." „Scheiße Harry! Konzentrier dich!" fauchte er sich selbst stumm an.

Remus lächelte. „Ich war wohl heute etwas zu hart zu dir, was?" „Nein. Daran liegt es nicht. Ich hab letzte Nacht nicht gut geschlafen. Was war denn?" „Eh... Donna hat das Essen fertig. Aber... Harry. Wenn du reden möchtest..." „Nein. Es... es sind im Moment keine Albträume. Ich hab einfach nur das Gefühl das etwas passiert. Es ist viel zu ruhig." Es war noch nicht mal gelogen. Es war viel zu ruhig. Sicher beunruhigte Harry das auch, aber seine Träume taten es mehr. Und über die würde er sicher nicht mit Remus sprechen. Eher würde er es auf der Stelle mit Voldemort aufnehmen, als Remus das zu erzählen. Der Werwolf würde ihn auslachen.


Der Abend verlief wie üblich. Die Kinder erzählten pausenlos von Harrys Trainingsstunden. Sie waren hellauf begeistert, was Harry alles konnte und die Mütter hörten ihren Kindern geduldig zu. Nach dem Abendessen war Erwachsenenabend. Das bedeutete für die Kinder hoch in die Zimmer und sich allein beschäftigen.

Es ging fast immer um Kindererziehung und da hielten sich sowohl Remus als auch Harry völlig raus. Nur heute Abend wurde plötzlich ein anderes Thema angeschnitten. Im Ministerium gab es Diskussionen darüber, ob und wie man Werwölfe besser beobachten könne und das hatte eine Welle von Berichten losgetreten in denen über die Diskriminierung der Werwölfe berichtet wurde. Einige forderten sogar, dass man diese Diskriminierung abschafft und es Werwölfen endlich gestattet sein sollte, Kinder zu haben.

"Was meinen sie dazu?" fragte Donna plötzlich und sah dabei Remus an. Der verschluckte sich benahe an seinem Whiskey. Keiner im Haus wusste das er ein Werwolf war. Wegen der allgemeinen schlechten Meinung über Werwölfe hatte er es verheimlicht, wie schon in Harrys drittem Jahr. „Eh…, warum nicht", hustete er und sah dann nervös zur Seite was aber scheinbar keinem auffiel. „Aber wer weiß ob diese schreckliche Veränderung erblich ist. Ich meine, mein Mann sagt so eine Verwandlung ist unheimlich schmerzhaft und Werwölfe sind gefährlich", gab Faith zu bedenken. „Aber dazu gibt es doch den Wolfsbanntrank. Damit wird ein Werwolf doch harmlos", beteiligte sich Harry, der Remus mit gemischten Gefühlen ansah. Er konnte sich gut Vorstellen, dass das ein Thema war, worüber Remus nicht gern reden wollte.

„Sie sind noch keinem Werwolf begegnet, oder? Diese Bestie zeigt ihr Gesicht nicht nur bei Vollmond. Sie verändert auch den Charakter. Der Mensch wird böse. Und ich mag gar nicht daran denken was passiert, wenn diese Bestien auch noch Kinder haben", erklärte Ruth streng. „Werwölfe sind Menschen wie sie alle auch. Nur weil sie als Geschöpfe der Nacht bekannt sind, heißt es noch lange nicht, dass sie Böse sind. Es ist einfach nicht wahr, dass ein Werwolfsbiss den Charakter verändert. Die Ausgrenzung und die Abscheu die einem Werwolf entgegen gebracht wird, das ist es was den Charakter verändert. Und den Todessern verbietet man ja schließlich auch nicht Kinder zu haben, nur weil sie schwarze Magie praktizierten", antwortete Remus aufgerbacht. Harry sah das Wut in seinen Augen funkelte.

„Sie kennen sich also aus?" fragte Donna verwundert. „Ja!" sagte Remus knapp. Harry wartete nur darauf das dem Mann der Kragen platze und ihnen an den Kopf warf das sie einen Werwolf vor sich sitzen hatten.

„Ich bin seiner Meinung. Ich hatte in der dritten Klasse einen Werwolf als Lehrer für Verteidigung und er war der beste den ich je hatte in diesem Fach. Das ist auch nicht nur meine Meinung. Die meisten meiner Stufenkameraden sehen es so. Leider ist sein Problem dann bekannt geworden und er hat gekündigt um Professor Dumbledore zuvor zu kommen, da der ihn wohl zwangsläufig hätte kündigen müssen. Es ist eine Schande in meinen Augen Werwölfe so zu diskriminierten", kam Harry Remus zu Hilfe.

Aber selbst wenn die Kinder nicht zu Werwölfen werden, es würde für sie doch ein Schock sein", meinte Donna entsetzt. „Ja. Schon als Kleinkind eine Verwandlung zu erleben", stimmte ihr Ruth zu. „So schlimm sieht die Verwandlung nun auch nicht aus", meinte Harry. „Sie sind also doch schon einem Werwolf in verwandelter Form begegnet?" Harry nickte. „Ich habe gesehen wie er sich verwandelt hat. Zugegeben, im ersten Moment war ich schon etwas entsetzt, weil ich so was noch nie gesehen hatte aber im Nachhinein finde ich sie höchstens ungewöhnlich. Abgesehen davon werden die Eltern den Kindern mit Sicherheit erzählen was Vater oder Mutter während des Vollmondes passiert und die Eltern würden sicherlich den Banntrank nehmen und sind damit ungefährlich für ihre Kinder."

„Sicher. Und irgendwann wollen die Kinder dann auch mit Mama oder Papa schmusen, in diesem Zustand. Und wie darauf ein Werwolf wohl reagiert?" meinte Ruth schnippisch. Remus lachte auf. „Ich wüsste nicht was daran so lustig ist." „Ein Werwolf unter dem Banntrank behält seinen Verstand. Und wenn sein eigenes Kind dann zu ihm kommt und mit ihm kuscheln will ist das vielleicht etwas umständlich aber sicher nicht gefährlich. Denn ein Vater oder eine Mutter würden ihrem Kind nie wehtun. Aber das ist nur meine Meinung", erklärte Remus kühl.

„Ich geh zu Bett", meinte Harry gähnend und verabschiedete sich, aber nicht ohne Remus vorher noch auf die Schulter zu klopfen. Der kam dann zehn Minuten später zu Harry. „Jetzt sind sie mir auch gerade auf die Nerven gegangen. Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte ihnen die Wahrheit um die Ohren gehauen", knurrte er. „Um ehrlich zu sein, darauf hab ich gewartet, dass du das tust. Die waren echt unverschämt", meinte Harry schmunzelnd. „Oh, ich schwör dir, noch so ein Abend und sie werden es erfahren. Ganz sicher."

Das Thema Werwölfe wurde aber nicht mehr angesprochen und die Tage bis Harrys Geburtstag verflogen nur so. Am Morgen des 31. Juli saßen dann zu seiner Überraschung gleich vier Eulen auf seinem Bett. „Wow!" staunte er verschlafen. Die Auffälligste von ihnen war Black Moon. Harry erkannte sie sofort und war überrascht sie zu sehen. Sie trug ein kleines Päckchen bei sich. Er nahm es ihr ab und riss das Papier auf. Darin verbargen sich eine Schatulle und ein Brief. Neugierig öffnete er zuerst die Schatulle. Darin lagen zwei Glaskugeln auf rotem Samt gebettet. Sie sahen aus wie übergroße Murmeln, die mit Wasser gefüllt schienen. Harry hatte so was noch nie gesehen und in der Hoffnung auf eine Erklärung nahm er den Brief zur Hand und riss ihn auf.

Hi Harry!

Die Kugeln in dem Kästchen nennt man Telegate. Sie funktionieren in etwa wie ein Zweiwegespiegel, nur das die Unterhaltung auf Geistiger Ebene abläuft. Sprich, du musst dich auf den Besitzer der zweiten Kugel konzentrieren und ihr unterhaltet euch, ohne dass es ein anderer mitbekommt. Dazu muss die Kugel nur deine Haut berühren. Ich denke du kannst sie gut gebrauchen. Wenn jemand mit dir reden will, verfärbt sie sich rot und wird warm. Außerdem sind sie unzerbrechlich.

Alles Gute zum Geburtstag

XXX

Harry sah die Kugeln an. Wie um alles in der Welt kamen seine Lebensretter denn dazu ihm so was zu schenken? Wie kam er darauf, dass er sie gebrauchen könnte? In dem Moment klopfte es an der Tür.

„Ja", meinte Harry laut. Remus trat ein und gratulierte ihm herzlich, stockte aber mitten drin. „Wo hast du denn die her?" Harry reichte ihm den Brief und nahm eine der Kugeln in die Hand. Sie waren nicht so schwer sie wie aussahen. Man merkte sie nicht mal in der Hand.

Remus reichte ihm grinsend den Brief zurück. „Da hat er dir aber ein besonderes Geschenk gemacht. Ich würde mich auf jeden Fall bedanken", meinte Remus ehrfürchtig. „Darf ich mal?" „Sicher, bitte", meinte Harry und reichte ihm die Kugel. „Ich schreib nachher einen Brief Black Moon. Lass mich erst mal die anderen auspacken. Setz dich doch so lang da oben hin. Da findest du noch ein paar Eulenkekse und Wasser." Ein zweiter Brief kam vom Ministerium. „Oh man. ZAGs", stöhnte er als der die Ersten Zielen gelesen hatte. „Das spar ich mir heute. Die laufen nicht weg."

Harry sah wie Remus die beiden Kugeln ganz genau untersuchte. „Denkst du es ist eine Falle?" „Wie? Nein. Man kann die Dinger nicht orten, und die Gespräche die man damit führt sind unmöglich zu belauschen. Außerdem kann man immer nur zwei miteinander verbinden. Einen sichereren Weg der Kommunikation gibt es nicht. Der Orden hat nur keine weil sie so verdammt selten und sehr, sehr wertvoll sind", erklärte Remus. Harry sah ihn erstaunt an und nickte. Von Rons Brüdern bekam er einen Karton voller Scherzartikel und Hagrid hatte ihm Süßigkeiten geschickt. Den Rest würde er wohl heute Nachmittag bekommen denn Ron hatte da so einige Bemerkungen fallen lassen, dass es wohl eine Party geben würde.

„Ich wollte dir mein Geschenk nicht unbedingt vor den anderen geben, weil ich mir nicht so ganz sicher bin, ob es dir gefällt", erklärte Remus und reichte ihm eine kleine Schachtel. Harry zog sie auf. Darin befand sich ein Ring mit einem Wappen. Ein Großes P mit einem Adler im Hintergrund. Das Siegel kam ihm irgendwie bekannt vor. „Euer Familienwappen", erklärte Remus leise. „Der Ring hat... er hat James gehört. Ich hab ihn nach der Beerdigung im Haus gefunden und an mich genommen. Es war langsam an der Zeit das du ihn bekommst." Harry konnte nicht anders als Remus um den Hals zu fallen. Er wusste, dass nur die Alten und Großen Familien eigene Wappen besaßen. Das seine dazu gehörte, hatte er nicht mal erahnt. Und selbst wenn, hätte er nicht erwartet das noch ein Ring existierte.

„Danke!" murmelte Harry leise. „Schon gut. Komm. Las uns runter gehen. Ich vermute deine Ziehmütter haben es sich nicht nehmen lassen dir ein Geburtstagsfrühstück zuzubereiten", meinte Remus schmunzelnd. „Sofort. Lass mich eben noch den Brief für meine Lebensretter schreiben." „Gut. Ich geh vor und peil die Lage." Harry nickte lachend und setze sich an den Tisch.

Hallo XXX!

Vielen dank für dieses Tolle Geburtstagsgeschenk. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich bin einfach zu sprachlos. Von einem Freund weiß ich, dass die Kugeln sehr wertvoll und selten sind. Tausend Dank dafür.

Aber... mal eine andere Frage. Du hast nicht zufällig etwas mit meiner Rettung bei dem Haus meines Freundes zu tun? Falls ja, würde ich nämlich gerne wissen wie es möglich ist das... in der Neumondphase und bei hellem Sonnenschein sich jemand in einen Werwolf verwandeln kann? Das versteh ich nämlich gar nicht.

Danke für die erneute Rettung

Liebe Grüße
H
arry

„Black Moon? Bring den bitte zu deinem Besitzer und pass gut auf dich auf." Harry verabschiedete sich von der Eule und ging dann runter zum Frühstück. Dort erwartete ihn ein Geburtstagsständchen und von jedem aus den Familien eine Selbstverzierte Süßigkeit nur das Mädchen, dessen Eltern beide im Einsatz waren, hatte nichts. Sie stand eh immer abseits. Die anderen spielten kaum mit ihr und die Mütter versorgten sie nur mit dem nötigsten und Harry tat die Kleine irgendwie leid. Sie erinnerte ihn irgendwie an seine eigene Kindheit. Und heute war das Mädchen besonders still.

Nach dem Frühstück ging er zu ihr ins Wohnzimmer und kniete sich zu ihr. „Lisa, was ist los?" fragte er behutsam. „Ich hab heute auch Geburtstag, nur an mich denkt keiner", sagte sie leise schluchzend. „Was? Du hast... na dann aber Herzlichen Glückwunsch", meinte Harry. „Wie alt wirst du?" „Fünf!" Harry lächelte und nahm sie auf den Arm. Die anderen saßen noch am Frühstückstisch.

„Sagt mal, hat eigentlich jemand daran gedacht, dass Lisa heute fünf Jahre alt wird?" Die Familie sah sich betreten um und Remus schüttelte den Kopf. Nicht weil er es nicht wusste, das war Harry klar. Eher weil keiner sich scheinbar darum gekümmert hatte.

„Na das nenn ich Aufmerksamkeit. Remus. Soweit ich weiß, gibt es doch nachher eine Party bei den Weasleys. Meinst du es lässt sich einrichten das wir sie mitnehmen?" „Eh... Woher weißt du von der Feier?" Harry grinste. „Ron hat es mir nicht wörtlich geschrieben, aber so wie er sich ausgedrückt hat war es nicht anders zu erwarten. Außerdem kenn´ ich Molly gut genug. Also. Nehmen wir sie mit?"

„Ich geh das Mal klären." Harry nickte nur nahm die Kleine mit auf sein Zimmer. Er hatte schon eine Idee wie er ihr eine Freude machen konnte. „Hast du schon mal was von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze gehört?" Sie schüttelte den Kopf. „Na dann wird es aber Zeit. Das sind zwei Freunde von mir. Ihr Bruder geht mit mir ins gleiche Haus und ist mein bester Freund. Sie haben im vergangenen Jahr einen Scherzartikelladen aufgemacht und nun hab ich eine ganze Kiste voll von ihren Sachen bekommen. Wollen wir die mal durchsehen?" Die Kleine nickte begeistert.

Harry holte den Karton hervor und riss ihn auf. Darin lagen zwei weitere Päckchen. Auf einem Stand „Lieber nur allein aufmachen" „Oh Weia. Gut wir zwei nehmen den hier. Da werfe ich lieber mal einen Blick allein rein und zeig es dir später." In dem Kasten fanden sich neben den ihm schon bekannten Dingen auch Federn, Pergament, Tinte, Feuerwerk und noch mehr Leckerein. „Süßigkeiten?" frage Lisa verwundert. „Oh. Das würde ich nicht sagen", grinste Harry und nahm sich eine der Cremeschnitten.

„Komm. Mal sehen ob wir Jeremy finden." Unten ihm Wohnzimmer saßen die sechs Kinder des Haushaltes und malten. „Hier. Hab was für euch", meinte Harry und brach die Schnitte kaputt. Die Kinder nahmen dankend an und die kleine Lisa brach in johlendes Gelächter aus als sich die Kinder kurzzeitig in Kanarienvögel verwandelten. „Also Harry", meinte Remus grinsend hinter ihm. „Wie du siehst, iss nichts was Fred und George dir geben. Du könntest zum Gelächter werden", grinste Harry. Auch die anderen Kinder fingen an zu lachen.

Die Mütter der Kinder warfen ihm einen skeptischen Blick zu, der ihm aber egal war. Er wollte das Lisa heute etwas Spaß hatte, wenn man schon ihren Geburtstag vergaß.

„Es geht in Ordnung wenn sie mitkommt", meinte Remus. „Toll. Dann kann ich dir mit etwas Glück die Könige des Spaßes persönlich vorstellten. Komm. Ich zeig dir mal die anderen Sachen die ich kenne. Remus kommst du mit? Wir brauchen ein Opfer." „Eh... nein lass mal. Aber ich denke die Kleinen hier haben einen Heidenspaß daran. Und ich werde nicht gern zum Kanarienvogel." Harry sah die anderen an. Die nickten zustimmend. „Gut. Dann hol ich den Kasten aber runter und ich warne euch. Alles kenne ich auch noch nicht."

So verbrachte Harry den Vormittag im Kreis der Kinder mit den Scherzartikeln. Es waren Sachen dabei, danach konnte man nur noch rückwärts sprechen und den Würgzungen Toffee hatten sie perfektioniert. Die Zunge schwoll nun wieder von allein ab. Die Federn fingen an zu kreischen wenn man mit ihnen schreiben wollte, das Pergament stellte die Buchstaben um oder löschte sich selbst und die Tinte lies die Feder lebendig werden und schrieb überall hin, nur nicht auf das Papier.

Gegen Mittag dann ging es in den Fuchsbau. Alle begrüßten ihn herzlich und er bekam noch weitere Geschenke. Ein paar Bücher, einen Satz Federn, farbige Tinte.

„Bring Lisa mal in den Garten", flüsterte Remus ihm zu. Harry nahm die Kleine auf den Arm und trat mit ihr nach draußen. „MAMA!" schrie sie begeistert. Harry lies das Mädchen runter und sie rannte in die Arme einer Frau Mitte dreißig. „Unser Geburtstagsgeschenk für die Kleine", meinte der Werwolf. „Albus hat es kurzfristig organisiert. Ihr Vater kommt morgen bei uns vorbei. Gleichzeitig ging leider nicht."

Am Nachmittag ging Harry dann zu Lisa die mit ihrer Mutter in einer Ecke saß und spielte. „Auch von mir alles Gute zum Geburtstag Mr. Potter." „Eh... Danke. Ich wollte Lisa eigentlich fragen ob sie die Könige des Spaßes kennen lernen möchte. Die beiden sind gerade gekommen." „Oh Ja. Darf ich Mama?" „Eh... wer ist das denn genau?" Harry grinste. „Fred und George Weasley. Sie haben einen Scherzartikelladen in der Winkelgasse. Wir waren zusammen auf Hogwarts und Lisa hat mit mir zusammen ein paar ihrer Sachen heute Vormittag ausprobiert und war begeistert", erklärte Harry. „Na wenn das so ist. Geh du nur. Ich bin am Tisch bei den anderen", meinte die Mutter und Lisa folgte Harry.

Fred und George hatten den Laden für den Nachmittag zugemacht. „Fred, George. Darf ich euch euren jüngsten Fan Vorstellen,Lisa. Lisa, die Könige des Spaßes und die Inhaber von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze. Fred und George persönlich und in Farbe." Lisa kicherte leise als die Beiden sich vor ihr verbeugten. „Wir haben eure Sachen heute Vormittag im Kreis der Kinder probiert. Einfach göttlich. Die Cremeschnitten kamen besonders gut an", erklärte Harry. „Na wenn das so ist. Ich denke da haben wir noch mehr auf Lager. Darf ich Prinzessin Lisa bitten uns zu Folgen?" meinte Fred und reichte ihr den Arm. Lisa lachte und Harry reichte die Kleine weiter. Er hatte den beiden erzählt was los war und er wusste sie würden sie auf Händen tragen.

„Es war eine Gute Idee sie mitzunehmen", meinte Dumbledore, als Harry zu den Erwachsenen an den Tisch kam. Harry nickte nur und beobachtete wie die Zwillinge ihr etwas zeigten und mit ihr flüsterten. „Ich hoffe nur die beiden setzen ihr keine Flausen in den Kopf", lachte er. „Das hast du schon getan mit den Cremeschnitten, Harry. Ich fürchte bei dir kommt James doch noch durch", grinste Remus von der anderen Seite. „Dann müssen wir uns aber warm anziehen. Denn James hat auch vor Streichen mit den Lehrern nicht halt gemacht", erinnerte sich McGonagall seufzend.

Dann, ganz plötzlich, erschienen mehrer Journalisten, Ministeriumsauroren die sich alle um einen Mann im Schwarzen Umhang scharrten. „Was will der Minister hier?" fragte Remus verwundert. Harry fuhr herum. „Der Zaubereiminister?" Er sah den Werwolf nur nicken. „Ah, Mister Potter. Magnus Stevens. Der neue Zaubereiminister." Harry erhob sich und reichte ihm die Hand. „Guten Tag." „Nur nicht so schüchtern junger Mann. Ich bin nur gekommen um ihnen zum Geburtstag zu gratulieren und mich persönlich für diese groben Fehler meines Vorgängers zu entschuldigen." Harry erstarrte. Reine Publicity also. Na gut wenn er es so wollte. „Ich hoffe nur sie werden nicht ähnliche Fehler machen, wenn bestimmte Leute sie vor Dingen warnen die geschehen könnten", erklärte Harry ruhig und sachlich. Er sah den entsetzen Blick von McGonagall und Remus, der ihn leicht zweifelnd ansah.

„Keine Sorge Mr. Potter. Ich bin durchaus gewillt ihren und auch den Warnungen ihres Schulleiters Glauben zu schenken und ich werde meine Augen nicht vor der Wahrheit verschließen", erklärte der Mann lächelnd und schüttelte immer noch seine Hand. „Darüber bin ich sehr froh. Im übrigen muss ich mich bei ihnen bedanken, dass sie diese unsinnigen Erlasse von Mrs. Umbridge zurück genommen haben. Ich denke, da kann ich im Namen aller Schüler sprechen."

Die Presse notierte sich scheinbar alles fleißig was Harry sagte und die Fotographen schossen diverse Fotos. Harry passte der Rummel rein gar nicht. Das würde wieder Gesprächstoff für die Slytherins geben.

Ganz plötzlich tauchte ein Auror auf. „Angriff auf Askaban!" schrie er. Der Minister nickte einem der Auroren zu, der dann sofort mit drei viertel seiner Leute abzog. „Alastor, Tonks kommt. Wir sehen ob wir helfen können", erklärte Dumbledore und nickte dem Minister ebenfalls zu. Einige der Reporter verschwanden auch. „Voldemort schafft es immer wieder, einem den Tag zu vermiesen", seufzte Harry.

„Mr. Potter sie entschuldigen mich. Ich werde im Ministerium gebraucht." „Sicher", meinte er, doch der Mann hatte sich nur ein paar Schritte von ihm entfernt als jemand: „Angriff!" brüllte. Sekunden später stoben Flüche über die Wiese. Harry sah die Todesser und riss den Minister, mit einem Sprung runter und ein Fluch senkte seine Haare an.

„Harry!" Es war Remus besorgte Stimme. „Nichts passiert!" rief er zurück und rollte sich von dem Mann runter und lies den Tisch umkippen. Der Minister blutete an der Stirn. „Geht schon. Danke!" meinte der Mann, als Harry ihm ein Tuch auf die Wunde drückte.

„Nichts zu danken. Machen sie aber bloß kein Aufheben darum. Ich hab es nicht so mit der Presse", meinte er und griff die Todesser an. Er sah wie Remus am anderen Ende des Gartens mit den hier gebliebenen Auroren zusammen kämpfte. Dann ganz plötzlich sackte vor ihnen ein Mann zusammen. Er kannte ihn nicht, aber das aufkeuchen des Ministers sagte ihm das es einer seiner Leute war. Ein Blick in die Runde verriet ihm, dass sie in der Unterzahl waren.

R

on und Hermine, standen in der Haustür bei Molly und Fred. Die riefen nach ihm und winkten ihn zu sich. George war bei Kingsley und zwei fremden Auroren auf der anderen Seite des Gartens, Remus, McGonagall, Mrs. Figg versteckten sich hinter einem Tisch auf halber Höhe. Bei ihnen war auch noch ein Auror der scheinbar zum Minister gehörten und Lisas Mutter. Der Minister selbst kniete neben ihm und versuchte die Angreifer zu schocken. „Verdammt hol einer das Kind da raus", fluchte der plötzlich und Harry entdecke was er meinte.

Lisa kauerte mitten zwischen den Fronten auf dem Boden und wusste scheinbar nicht wohin. Flüche zischten links und rechts an ihr vorbei und ihre Mutter rief ihr etwas zu, aber das Mädchen saß in der Falle


Schon mal eine kleine Warnung vorweg! Im nächsten Kapitel wird es leider ein paar Tote zu bedauern geben und ich spiele ganz arg mit Harrys Gefühlen. Ein paar Taschentücher wären sicher nicht schlecht.

Wie immer freue ich mich über Reviews!