Halli, Hallo

Ich will euch an meinem Geburtstag, ich darf heute eine Schnapszahl freiern, ein Geschenk machen. Vielleicht beschenkt ihr mich ja im Gegenzug mit vielen, vielen Reviews. Ich würde mich freuen.

Aber erst mal zu denen die ich bekommen habe, vielen Herzlichen dank dafür.

Angie:

Schön das dir die stelle gefallen hat. Draco wird seit Fett heute wegbekommen. Was Remus angeht muss ich dich auch dieses Mal enttäuschen, treffen werden sie sich nicht, zumindest nicht das ich es beschreibe. Aber im nächsten, Versprochen.

kayla2510:

Mir ist klar dass es eine Zusammenfassung ist, aber das hatte schon seinen Grund so. Harry zeigt Scott damit ja ein gewisses maß an vertrauen. Und wie auch schon bei Angie, Remus kommt auch heute nicht vor. Ich hoffe du verzeihst mir, es geht einfach nicht in jedem Chap. Aber ab nächstes Mal und danach auch noch ganz oft.

Pupp:

Das mit den Reviews ist eine Interessante Frage. Je mehr Meinungen ich zu meiner FF bekomme desto schöner finde ich es. Und die Frage die du aufwirfst ist hochinteressant. Auf jeden Fall werden Scott und Harry noch einiges miteinander zu tun haben. Soviel sei verraten.

Und nun viel spaß und denkt an mein Geburtstagsgeschenk! (grins)

Rettung (aus) der Zukunft

Kapitel 10

Der Zauberkunstunterricht war nicht grade eine Ablenkung. Für die Beschwörungen brauchte man Konzentration und die konnte Harry im Moment einfach nicht aufbringen. Nicht mal eine Untertasse bekam Harry hin. In den Darauffolgenden Freistunden schrieb er dann Lisa. Er versprach ihr an Weihnachten zu kommen, wenn Hermines Eltern damit einverstanden waren und erzählte ihr ein bisschen von der Schule. Dann setzte er sich mit Ron zusammen und versuchte noch mal die Beschwörungen, erfolglos.

„Hey Harry. Gut das ich dich treffe. Freitag sind die Auswahlspiele für unser Team. Du bist doch wieder dabei, oder?" Katie war zu ihnen an den Tisch getreten. „Klar bin ich dabei. Das ist endlich eine Aufmunterung", meinte er. „Gut. Freitagabend nach dem Abendbrot. Wir sehen uns." „Alles klar. Bis dann", verabschiedete sich Harry und flüsterte dann Ron zu: „Ich dachte schon sie fragt mich nicht." „Ach was. Du bist der Beste. Einen besseren findet sie nicht. Sie wäre doof, wenn sie dich nicht in der Mannschaft haben wollte", meint Ron kopfschüttelnd und Harry musste ihm recht geben.

Die folgenden Wochen war eine Katastrophe. Jeder noch so kleine Bericht den es jemals über Harry gegeben hatte wurde aufgewärmt und analysiert. Beim Frühstück und in jeder Pause musste Harry sich anhören, wie die Slytherins lautstark darüber diskutierten und kein gutes Haar an ihm ließen. Snape hingegen sagte nichts dazu bei den Okklumentik- oder in den Tränkestunden. Zu Harrys Erleichterung zeigte Snape ihm aber auch keine Erinnerungen an seinen Paten mehr, eine Erklärung warum er das getan hatte, als Malfoy da war, bekam er allerdings nicht. Harry interessierte es auch nicht. Er war nur froh das Snape es nicht tat und damit war die Sache für ihn erledigt.

Die Auswahlspiele waren eher langweilig. Er hatte nicht viel zu tun und sollte Katie nur ab und zu seine Meinung sagen. Ginny war eine der neuen Jägerinnen, die zweite freie Stelle bekam ein Zweitklässer. Erst als sie dann anfingen zu trainieren wurde es spannender. Harry genoss die Zeit auf dem Besen. Es war ein befreiendes Gefühl. Einfach herrlich. Für eine Stunde konnte er die Slytherins und ihre hämischen Kommentare vergessen.

Remus kam dann am letzen Septemberwochenende noch mal vorbei, wie er es versprochen hatte. Eher hatte er leider keine Zeit gefunden, weil der Wachplan sehr eng gestrickt war. Die beiden genossen die gemeinsame Zeit mit Streicheleinheiten, Küssen und entspannenden Massagen. Harry wollte Remus zeigen, dass er ihn wirklich liebte und nicht nur die Liebesspielchen wollte. Sagen tat er ihm das natürlich nicht und wenn Remus es wollte, würde Harry ihn sicher nicht abblitzen lassen. Aber Remus verwöhnte Harry auf andere Art die dem jüngeren genau so gut gefiel. Aber sie kamen auch auf die Zeitungsberichte zu sprechen und genau wie Hermine war Remus der Meinung, er sollte einfach nicht hinhören was die Slytherins von sich gaben und sie ignorieren. Sie würden irgendwann von allein damit aufhören.

Harry hatte das bisher auch ganz gut durchgehalten, bis zum ersten Donnerstag im Oktober in Scotts Unterricht. In dem Bericht des Tages ging es um Sirius und sein Verhältnis zu ihm und der blonde Slytherin hatte nichts Besseres zu tun, als über Sirius herzuziehen und zu verkünden, dass dieser seit Jahren ein Todesser sei, der sich sicher nun unter dem Umhang von Voldemort versteckte damit man ihn nicht fand. Und Harry wäre Tod wenn Snape sie nicht vor ihm gerettet hätte.

Das war dann zu viel für den Gryffindor, da konnten Hermine und Ron noch so viel von Ruhe bewahren reden, es war einfach zu viel. „Das nimmst du sofort zurück!", blaffte er Malfoy an. Der grinste aber nur. „Und was willst du machen wenn ich das nicht tue?" fragte er gehässig. „Dann kannst du was erleben, du kleiner mieser Bastard von einem Todesser." Augenblicklich hielten alle die Luft an und erst jetzt drehte auch Scott sich zu den beiden um.

„Du hast ja keine Ahnung Potter", zischte der Blonde kalt. „Keine Ahnung? Ich habe keine Ahnung? Ich war bei Voldemorts Auferstehung dabei. Er hat deinen Vater beim Namen genannt. Ich weiß sehr genau was ich gehört habe. Und du weißt ebenso gut wie ich, dass mein Pate kein Todesser war. Diese kleine miese Ratte Pettigrew hat ihn und meinen Vater reingelegt."

Der Blonde lachte auf. „Mag sein das mein Vater ein Todesser ist, aber das habe ich erst diesen Sommer erfahren, ebenso wie meine Mutter. Und das Sirius Black kein Todesser ist der deinen ach so tollen Vater einfach ausgeliefert hat, musst du erst mal beweisen."

„Halt den Mund Malfoy, oder ich werde mich wirklich gleich vergessen und glaube mir, mir ist es so was von Scheiß egal ob ich dann von der Schule fliege. Dir endlich mal das Maul zu stopfen ist es mir wehrt." „Mr. Potter. Mäßigen sie sich!" fuhr ihn Scott an. „Du willst es mir zeigen? Das ich nicht lache. Du machst dir doch vor Angst in die Hosen." „Beweg deinen Arsch her. Dann zeige ich dir wie ich mir in die Hosen mache. Oder bist du etwa zu feige, um dich mit mir zu duellieren?" fauchte Harry aufgebracht. Malfoy grinste ihn nur weiter hinterhältig an. „Mr. Potter. 20 Punkte Abzug für Gryffindor wegen ihrer Ordinären Wortwahl und wir sehen uns heute Abend in meinem Büro", blaffte Scott. „Und jetzt auseinander." Harry sah kurz Scott an, als Draco meinte: „Ich bin sicher nicht feige Potter. Die Frage ist, ob das die Lehrer zulassen? Es könnte ja sein das ich ihrem heißgeliebten Goldjungen wehtue. Immerhin musst du doch den Dunklen Lord besiegen."

Alle Slytherins lachten auf und Harry Zorn nahm Überhand. Ihm war alles egal. Er streifte sich seinen Umhang ab und warf ihn Ron zu. „Malfoy, Ich forderte dich hiermit zum Duell heraus." „Harry nicht", flehte Hermine hinter ihm. „Oh doch, Hermine. Ich habe die Nase voll. Endgültig. Ich werde ihm zeigen, wer hier der Stärkere ist." Draco nickte. „Gut. Wie du willst, Potter. Ich nehme an und wenn ich gewinne wirst du es vor der versammelten Großen Halle zugeben, dass der Dunkle Lord der mächtigste Zauberer aller Zeiten ist, du dich vor ihm fürchtest UND das Black ein Verräter und Mörder ist." „Harry tu das nicht. Das ist es nicht wert", meinte Hermine energisch. „Meinetwegen. Soll mir recht sein", meinte Harry aber nur. Er war sich sicher zu gewinnen. Ein Lehrer dabei und damit würden die anderen Slytherin es nicht wagen einzugreifen. Außerdem konnte Malfoy so keine Verbotenen Flüche benutzen. Es würde also definitiv ein Fairer Kampf werden.

Draco zog sich nun ebenfalls seinen Umhang aus und reichte ihn an Goyle. „Mach mir ja keine Falten rein, das wird nicht lange dauern", meinte er, während die Klasse an die Wände zurück wich. „Na gut. Ein Duell. Ich will nichts Illegales sehen, sonst setzt es eine so saftige Strafarbeit, dass ihr bis zum Ende des Schuljahres damit zu tun haben werdet und dabei sind mir eure Namen dann völlig egal", erkläre Scott streng. „Hast du gehört Potter. Also kein Parsel", feixte der Blonde. „Solang du deine Schlangenbeschwörungen für dich behältst brauch ich das nicht um mit dir fertig zu werden", gab Harry zurück und machte sich bereit.

„Habt ihr mir zugehört?" fragte Scott scharf. „Ja Max!" „Ja, Sir!" gab Malfoy zurück. „Gut ich zähle euch an. Eins, zwei,..." „Riktusempra!" polterte Draco aber Harry war darauf gefasst. Er hatte es erwartet. „Portego!" fauchte Harry und nachdem der Fluch abgeprallt war griff er mit einem Impedimenta an, der von Draco geblockt wurde. „Stupor!" versuchte es Malfoy, aber Harry wich aus und versuchte es seinerseits mit dem gleichen Fluch. Eine Weile ging es so hin und her. Beide schenkten sich nichts und waren auch schnell außer Atem. „Desterio!" fauchte Draco dann plötzlich. Dass ein Teil der Klasse die Luft anhielt bekam Harry nicht mit. Mit: „Portego Reflekta!" zog Harry ein Schutzschild hoch, das den Fluch auf Draco zurückwarf. Der schaffte es nicht mehr ganz auszuweichen und der Schwarze Blitz streifte ihn an der Wange und hinterließ einen unschönen Schnitt. Er berührte kurz die Stelle und sah sich deine blutigen Finger an. „Das wirst du mir büßen Potter!" schrie er und donnerte: „Abianco!" Harry schaffte es grade noch dem Rosablitz auszuweichen der ihn sonst zur Salzsäule hätte erstarren lassen.

Eine Gelegenheit zu kontern bekam Harry nicht. Draco schien auf einmal außer sich vor Wut und polterte so viele Flüche hintereinander das Harry nur noch ausweichen konnte. Einige streiften ihn und fügten ihm kleinere Schnittwunden zu, andere zerfetzten nur sein Hemd. Das der Blonde so ausrasten konnte, hätte Harry ihm gar nicht zugetraut. Dann wurde Harry plötzlich sein Stab aus der Hand gerissen. Der Entwaffnungszauber hatte ihn erwischt.

„So Potter. Und nun mach ich dich fertig!" grinste Malfoy. Harry erstarrte. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Das Funkeln in den Augen seines Gegenübers verhieß nichts Gutes. Was hatte Malfoy vor? Dass der die Unverzeihlichen beherrschte ahnte er, nur sie waren verboten. Es stand Strafe auf ihre Benutzung und sie waren hier auf der Schule. „Stell dich schon mal darauf ein deinen Paten ein für alle Mal vor der ganzen Welt als Verräter und Mörder hinzustellen", lachte der Blonde und eiskalte Wut packte Harry. Niemals würde er es so weit kommen lassen. Das konnte, er Sirius nicht antun. Und er wollte und würde es auch nicht. Niemals. Dann würde er nie rehabilitiert werden. Sein Ansehen wäre für immer den Bach runter. Auch wenn Sirius tot war, seine Ehre würde Harry wieder herstellen, dass hatte er sich geschworen.

Sämtliche Schmerzen von den Flüchen waren verschwunden. Er sah seinen Stab nur für eine Sekunde an und schon hatte er ihn wider in der Hand. „Vularis Adena!" polterte er ohne weiter nachzudenken und Malfoy war scheinbar zu überrascht um rechtzeitig zu reagieren. Der Fluch traf ihm mit voller Wucht und der Blonde flog gegen Crabbe der mit ihm keuchend gegen die Wand knallte und zu Boden ging. Eine Totenstille herrschte im Klassenraum.

Harry trat auf Malfoy zu und sämtliche Slytherins wichen vor ihm zurück, während der Rest der Klasse den Atem anhielt. „Harry mach keine Dummheiten", bat Hermine leise. Er weckte Malfoy aber nur und sagte: „Du bist K.O. gegangen. Also Sieg für mich und ich will nie wieder auch nur ein schlechtes Wort von dir über Sirius hören, ansonsten sprechen wir beide uns ohne einen Lehrer wieder", knurrte er nur und ging dann zu Ron, der ihm seinen Umhang geben wollte, aber plötzlich: „Vorsicht! Runter!" schrie. Harry sah sich um und direkt vor seiner Nase leuchtete ein goldenes Schild auf. Ein Blick nach links reichte um zu sehen das Scott es war der eingegriffen hatte. Gleichzeitig hatte der halbe Kurs ihre Zauberstäbe gegen die Slytherins, allen voran Malfoy gerichtet, der mit seinem auf Harry zielte. „Es war ein faires Duell und du bist besiegt worden, Draco. Es gehört sich nicht einen Gegner von hinten anzugreifen. 20 Punke Abzug für Slytherin, wegen eines unfairen Handelns im Duell. Und auch wir werden uns heute Abend sehen. Acht Uhr in meinem Büro. Und nun ab mit dir in die Krankenstation und nimm Vincent mit. Die Wunde muss versorgt werden." Draco schnappte sich wutschnaubend seinen Umhang und nahm Scott die Trage ab die er herraufbeschworen hatte und verließ das Klassenzimmer. Der Lehrer kam rüber zu Harry, der bei seinen Freunden stand.

Ron hob seinen Kampf in himmlische Höhen und Hermine begutachtete ein paar Schnitte an der Schulter. „Harry, alles in Ordnung?" fragte er. „Alles klar. Ich habe schon Schlimmeres erlebt. Danke!" „Du musst mir nicht danken. Es war ein fairer Kampf. Weißt du aber eigentlich was du da grade getan hast?" „Stablose Magie. Im Unterricht klappt sie seltsamerweise nie. Scheint nur zu klappen wenn ich wütend bin", murmelte er und zucke wegen des ziehenden Schmerzes in der Schuler zusammen. „Halt still, oder willst du zu Madam Pomfrey und dir von ihr eine Standpauke anhören?" fragte Hermine säuerlich. „Wenn es nicht sein muss nicht", meinte Harry leise. Auf die alte Hexe hatte er wirklich keine Lust. „Dann setz dich und halt still." „Wir unterhalten uns da heute Abend drüber. Punkt acht erwarte ich dich in meinem Büro." Harry nickte nur. Er hatte gar nicht mitbekommen, das auch Malfoy um die gleiche Uhrzeit dort sein sollte.

Der Blonde Slytherin saß missmutig am Mittagstisch als er das nächste Mal auf ihn traf. Crabbe war nicht zu sehen und Draco klebte ein nettes Pflaster auf der Wange und bis zum Abendessen hatte es sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen das Harry ihn in Grund und Boden gestampft hatte. Das entsprach zwar alles andere als der Wahrheit aber für 90 der Schüler, also alle Häuser bis auf Slytherin zählte nur das jemand dem Blonden es so richtig gezeigt hatte. Dabei war auch die eine oder andere Variation entstanden, aber Harry hörte nicht hin. Er machte sich mehr Gedanken darüber wie Snape darauf reagieren würde und reagieren konnte. Es war immerhin ein faires Duell unter den Augen eines Lehrers gewesen.

Als er um acht Uhr auf den Flur zum Büro des Lehrers trat, sah er Malfoy wie der grade anklopfte. „Was hast du hier verloren?" keifte der Blonde ihn gleich an. „Falls es dir entgangen sein sollte, Max hat mir Nachsitzen aufgebrummt weil du deine große Klappe nicht halten konntest." Der Blonde wollte grade kontern, aber Scott öffnete die Tür. „Also euch zwei sollte man wirklich mal für einen Monat in ein Zimmer sperren." „Das könnten sie vor Professor Dumbledore nicht verantworten. Es würde einen Toten geben", meinte Malfoy nur und trat in das Büro. „Leider muss ich ihm da zustimmen. Es würde einen Toten geben", brummte Harry und trat ebenfalls ein.

Scott setzte sich wieder hinter seinen Schreibtisch und während Malfoy den Lehrer kalt anstarrte und schon vor seinem Schreibtisch saß, sah Harry sich derweil in dem Büro um. Es sah mal wieder vollkommen anders aus. Es gab hier nur ein paar Bücher und einen Stapel Papier auf dem Schreibtisch. An der Wand hing ein Foto das eine Frau mit einem Baby auf dem Arm zeigte und eines mit einem kleinen Jungen. Es wirkte irgendwie ungemütlich.

„Ich habe mich mal über euch beide Schlau gemacht. Ihr liegt seit eurem ersten Tag hier miteinander im Streit. Und ich würde jetzt gern ganz genau wissen, was die Ursache für Harrys Wutausbruch dir gegenüber war, Draco. Du musst irgendwas gesagt haben, was ihn sehr verletzt hat." Harry nahm vor dem Schreibtisch platz und sah seinen Erzrivalen kurz an. „Ich weiß nicht warum Potter plötzlich so ausgerastet ist. Vielleicht ist er ja mal wieder von Voldemort besessen", meinte Draco kalt. Scott hob fragend die Augenbraue, während Harry seine Hände in der Schuluniform verkrallte und sich zur Ruhe zwang. Hermine hatte ihm schon nach dem Mittag eine Standpauke gehalten und Remus hatte ihm gut zugeredet sich nicht noch einmal von dem Slytherin provozieren zu lassen. Allerdings hatte er über das Telegate deutlich Remus eigene Wut, über das was Malfoy gesagt hatte gespürt.

„Wie meinst du das?" „Hat man ihnen nicht gesagt dass Potter nicht alle Kessel im Schrank hat? Er hat ständig Narbenschmerzen und schreit rum wie ein Verrückter." Scott sah Harry fragend an, der zuckte aber nur mit den Schultern. Er wollte vor Malfoy ganz sicher nichts ausplaudern was seine Verbindung zu Voldemort anging. „Harry, was hat Draco gesagt das du derart aus der Fassung geraten bist?" fragte Scott höflich. „Er hat meinen Paten beleidigt!" „Ich weiß nicht mal wer dein Pate ist", konterte der Blonde. „Das weißt du sehr genau. Du wusstest es sicher sogar bevor ich es überhaupt wusste." Gab Harry schroff zurück.

„Ich werde euch nicht eher gehen lassen, bis ich die Wahrheit erfahren habe und wenn wir hier Morgen früh noch sitzen. Ich will wissen was da zwischen euch vorgefallen ist, bevor es zum Duell kam. Also. Ich höre?" erklärte der Lehrer streng. „Ich habe grade schon gesagt, ich weiß es nicht", erklärte Draco. Harry seufzte. „Er hat Sirius Black beschuldigt ein Todesser zu sein und das er sich jetzt unter dem Umhang von Voldemort versteckt um nicht gefunden zu werden." „Das habe ich nie gesagt. Er spinnt. Das denkt er sich nur aus. Fragen sie Professor Snape. So was macht er ständig", protestierte der Blonde. „Nein es stimmt. Du hast es wirklich nicht gesagt", erklärte Harry und sah das Scott ihn misstrauisch beäugte. „Du hast gesagt dass mein Pate ein Todesser ist und sich bei Voldemort versteckt. Nur du weißt sehr genau dass Sirius Black mein Pate ist. Und ebenso gut weißt du, dass es nicht wahr sein kann, dass er ein Todesser ist. Sonst würde deine Frau Mama und deine ach so liebe Tante Bellatrix ihn sicher nicht so hassen." Harrys Stimme bebte wider vor Zorn und er hatte Mühe ruhig auf dem Stuhl sitzen zu bleiben.

„Draco, verschwinde auf der Stelle in deinen Gemeinschaftsraum. Aber ich warne dich. Ich werde dich im Auge behalten und sollte mir irgendetwas auffallen wirst du nicht mehr einfach so davon kommen", erklärte Scott eindringlich.

Der blonde Slytherin nickte und verschwand grinsend aus dem Büro. „Darf ich auch gehen?" fragte Harry angespannt. „Warte noch einen Moment, damit Draco auch wirklich in den Kerkern ist. Ich möchte nicht das ihr zwei heute noch mal aneinander geratet." Scott stand auf und sah kurz aus dem Fenster. „Machst du das eigentlich öfter?" Harry, der grade die Frau mit dem Baby beobachtet hatte sah verwundert auf. „Was meinen sie? Was soll ich öfter machen?" „Dein Potential benutzen?" „Wie? Mein… mein was benutzen?" „Deine Kraft, Harry. Deine gesamte magische Energie." Harry stand auf und trat zu dem Lehrer. „Ich weiß nicht wovon sie reden, Max."

„Das magische Potential eines Zauberers oder einer Hexe kann man mit dem Blut vergleichen. Das Blut brauchen wir zum Leben. Du findest es überall in unserem Körper. Mit dem Magischen Potential ist es ähnlich.

Es befindet sich auch überall in unserem Köper, nur das es nicht jeder hat. Es ist das, was uns die Kraft gibt zu zaubern. Von Natur aus benutzen wird einen kleinen Teil davon und mit den Jahren werden wir alle stärker und unsere Macht nimmt zu. Es gibt aber Zauberer und Hexen die von Geburt her schon mehr Kraft besitzen als andere. Einigen fällt es leicht Komplexe und schwere Zauber zu erlernen, andere entdecken dies erst wenn sie in eine extreme Gefühlssituation kommen und wieder andere entdecken ihre wahre Kraft nie oder setzen sie nur unbewusst und auch ungewollt ein."

Harry sah den Lehrer überrascht an. Er besaß mehr Kraft als andere? Wollte Scott ihm dass sagen?

„Was genau ist da passiert als ich… mein Potential benutzt habe?" fragte Harry. „Das ist schwer zu beschreiben", meinte Scott nachdenklich. Ein Klopfen ließ sie sich umsehen und Harry entdeckte seinen Schulleiter in der Tür. „Guten Abend Professor", grüßte Harry höflich. „Hallo Harry. Entschuldige Max, ich kam nicht umhin deine Erklärung mit anzuhören." „Schon in Ordnung Albus", meinte Scott nur und bot dem Direktor eine Tasse Tee an die er dankend annahm. Harry sah die beiden Erwachsenen abwechselnd an und wollte sich grade verabschieden als der Schulleiter ihn ansprach. „Harry, erinnerst du dich noch daran was passiert ist als ich im Ministerium aufgetaucht bin um euch zu helfen?" fragte er.

Der Gryffindor musste kurz überlegen. „Ich meine das Gefühl was du hattest." „Ja. Ein Kribbeln." Dumbledore nickte ihm lächelnd zu. „Ich nehme an so etwas ähnliches haben deine Schulkameraden auch gespürt. Wie intensiv dieses Gefühl ist, hängt davon ab wie gut der Zauberer in der Lage ist es zu kontrollieren." Harry nickte nachdenklich. „Ich muss gestehen Harry, dein Potential ist beachtlich", meinte Scott. „Und noch erstaunlicher ist es, das du es trotz deines jungen Alters so kontrollieren kannst. Das habe ich noch nie vorher gesehen. Du hast es gezielt gegen Draco benutzt und es geschafft eines meiner stärksten Schilde zu durchbrechen. Das ist bisher nur wenigen gelungen und die waren alle wesentlich älter als du." „Sie… sie haben ein Schild beschworen?" wunderte sich Harry. Das hatte er gar nicht bemerkt. „Ja. Um Draco vor schlimmeren zu bewahren. Ich habe bemerkt was passiert, leider zu spät um dich daran zu hindern einen Fluch zu sprechen. Unkontrolliertes Potential kann sehr gefährlich sein", erklärte Scott und Dumbledore pflichtete ihm nickend bei. Harry sah kurz verlegen zu Boden. Das einzige woran er gedacht hatte war, das er Sirius niemals so hätte beschuldigen können und es auch nicht wollte. Er durfte dieses Duell unter keinen Umständen verlieren.

„Keiner macht dir einen Vorwurf. Du wusstest nicht was los ist, was du da tust. Minerva hat mir erzählt was beim Duell mit den Todessern beim Fuchsbau passiert ist. Ich war der Meinung dass es Zufall war und es gab eine Menge Dinge die damals geregelt und besprochen werden mussten. Ich habe mir nicht träumen lassen das du in deinem Jungen Alter solche Kraft besitzen würdest, die du auch kontrollieren könntest."

„Harry wenn es dir gelingt dieses Potential bewusst und gewollt in Anspruch zu nehmen, dürftest du beinahe ebenso mächtig sein wie Du Weißt Schon Wer selbst. Er hätte in dir einen weiteren Gegner den er fürchten muss. Die Verantwortung die das bedeuten würde ist enorm, und du bist grade erst 16 Jahre alt und hast andere Dinge im Kopf als einen Kampf gegen ihn. Aber du solltest vielleicht auch bedenken, dass er dich töten will und deine Chancen dich zu wehren damit enorm steigen würden. Das dein Vertrauen zu mir nicht viel größer sein kann als vor zwei Wochen ist mir durchaus klar. Aber wenn du möchtest versuche ich dir zu Helfen dein Potential in den Griff zu bekommen", schlug Scott vor.

Harry sah hinüber zu Dumbledore. Er wusste nicht, was er davon halten sollte. Wenn es nach ihm ginge würde er es sofort annehmen, allein um der Verantwortung die ja eh schon auf seinen Schultern lag gerecht werden zu können. Nur wenn Scott nicht vertrauenswürdig war, eventuell sogar ein Spion von Voldemort sein sollte, dann wäre das sein Tod.

„Es ist deine Entscheidung, Harry. Aber dir sollte klar sein, das dieses Training nicht einfach ist. Oft auch langwierig und anstrengend. Das du es schaffen kannst, daran habe ich keine Zweifel. Und es stimmt, Voldemort hätte in dir einen Gegner den er sehr ernst nehmen muss, was dich gleichzeitig auch in noch größere Gefahr bringen würde. Du solltest es dir gut überlegen." Der Gryffindor sah kurz in die blauen Augen des Direktors. Wenn er doch nur etwas Leglimentik beherrschen würde, dann wüsste er, was der Mann jetzt von ihm erwartete.

„Ich würde schon gern", meinte er. Ja. Er wollte es irgendwie. Nicht wegen der dämlichen Prophezeiung. Er bräuchte keine Babysitter mehr. Er würde endlich wieder mehr Freiheit haben ohne das ihm einer nachrannte. „Das klingt ja als hättest du Unmengen an terminlichen Verpflichtungen?" meinte Scott schmunzelnd. „Ich bin in unserem Quidditchteam Sucher und wir haben zwei Mal die Woche zwei Stunden Training. Vor den Spielen sogar noch öfter. Dann bin ich der Leiter vom D.A. Club für die Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Wir treffen uns einmal die Woche. Dann muss ich auch Hausaufgaben machen und habe Nachhilfe in Zaubertränke ebenfalls einmal die Woche. Was in meinen Augen keinen Sinn hat, weil es einfach nichts bringt. Und nichts davon kann ich einfach aufgeben. Und auch wenn mein Name Harry Potter ist, ein klein wenig Privatleben möchte ich auch gern haben."

Scott sah ihn verwundert an. „Dann ist dieser Club also der Grund warum nur eine Handvoll Slytherins in den Duellierkursen sind und ein paar Schüler aus den anderen Häusern. Wobei aus Gryffindor hab ich nur die Siebtklässler." Harry sah etwas verlegen zu Boden und nickte dann. Dass es so auffällig war, war ihm gar nicht bekannt.

„Außerdem hat Harry sich zum Animagikurs gemeldet, was auch keine leichte Sache sein wird.

Allerdings, seine Zaubertranknachhilfe ist in Wirklichkeit Okklumentikunterricht. Es war eine Ausrede falls ihn jemand fragen sollte, weshalb er einmal in der Woche bei Severus ist. Er beklagt sich aber schon seit der ersten Stunde, dass Harry sich keine Mühe geben würde und sie machen das bereits seit dem vergangenen Schuljahr. Vielleicht ist es ist an der Zeit, dass es jemand anderer mal versucht. Ich selbst habe im Moment eine Menge zu tun, sonst hätte ich es übernommen." Harry sah Dumbledore leicht entsetzt an. War Scott wirklich so vertrauenswürdig? Wenn der in seinen Gedanken las, dann würde er wahrscheinlich sehen dass Sirius Tod war und das er gelogen hatte, als er behauptete dass er keinen Kontakt zu ihm gehabt hätte. War das Risiko nicht viel zu groß?

„Ich kann es ja mal versuchen. Harry was sagst du dazu?" Der sah kurz zwischen den beiden Lehrern hin und her. „Wenn Dumbledore das vorschlägt kann man ihm sicher vertrauen und ich werde ihm das schon irgendwie erklären, wenn er etwas sieht was ich ihm anders erzählt habe. Und hey, ich bin Snape los. Das ist doch auch was. Keine Stunden mehr in den Kerkern in denen ich vor ihm auf die Knie falle", dacht er bei sich und stimmte zu.

„Gut. Harry Hast du auch noch eine Minute für mich übrig? Vorrausgesetzt ihr seit hier fertig", fragte der Schulleiter. „Sind wir. Sag mir nur eines Harry, wann hattest du bei Severus Unterricht?" „Mittwochs um acht. Ansonsten hätte ich dienstags und freitags frei. Montags und donnerstags ist Quidditch." Gut. Dann bleibt es bei Mittwochs. Das lässt sich einrichten. Gute Nacht." „Gute Nacht, Max", verabschiedete Harry sich und folgte dem Schulleiter den Flur entlang.

„Harry, wegen deines Potentials erwarte ich nichts von dir. Es ist ein sehr anstrengendes und hartes Training. Ich habe Jahre gebraucht um es zu beherrschen. Ich werde dir nicht vorschreiben was du tun sollst.

Wie wichtig die Okklumentik für dich ist, weißt du sicher sehr gut. Und ich bin mir auch sicher, dass du dir wirklich Mühe gibst. Oft liegt es einfach nur an den Lehrmethoden.

Max ist kein Todesser. Er arbeitet seit er Hogwarts verlassen hat bei den Auroren und hat auch im ersten Krieg voll auf unserer Seite gestanden. Man kann ihm vertrauen", erklärte er. „Wenn sie das sagen, Sir, wird das schon stimmen. Vielleicht bringt es ja wirklich was. Denn mit Professor Snape hat es einfach keinen Sinn. Ich werde es versuchen. Beides!

Aber wo wir grade bei Spionen sind. Was ist mit dem, der dieses Desaster auf meiner Party verursacht hat?" Dumbledore sah sich kurz um und führte Harry in einen nahen Klassenraum. „Wir haben einen bestimmten Verdacht, aber leider können wir ihm bisher nichts nachweisen. Wir müssen ihn auf frischer Tat ertappen. Aber wir werden ihn stellen. Selbst die besten Spione haben bisher immer irgendwann Fehler gemacht und dann sind wir am Zug.

Was deine Extrastunden angeht, bin ich zuversichtlich, dass du es schaffst. Ich werde Severus informieren das Max dein Training übernimmt." Harry nickte und verabschiedete sich dann in den Turm. Über das Telegate berichtete Remus noch kurz wie es bei Scott gelaufen war und was er neues Erfahren hatte. Sein Freund war schon etwas erstaunt darüber. Er hatte zwar geahnt was da passiert sein könnte, aber dass es schon das zweite Mal war, wusste er nicht.

Du schaffst das, da bin ich mir sicher. Du musst nur an dich glauben , machte er ihm Mut.> meinte Remus überzeugend.

Ich versuch es, aber… weißt du schon, wann wir uns wiedersehen?> fragte Harry nachdenklich.

Nächsten Donnerstag ist Vollmond, ich dachte dann,... oder willst du nicht?>

Harry spürte schlagartig die Angst von Remus, auch wenn wie in seiner Stimme nicht zu hören war.

Doch sicher. Ich muss mir in Hogsmeade unbedingt einen Mondkalender besorgen. Ich bin da nicht so gut drin dem Mond anzusehen wann er seine volle Größe erreicht hat. Du sagst mir bescheid, wenn du da bist?>

Ja. Wie immer.>

Ich freu mich schon drauf. Aber ich schaff es wohl erst zu dir, wenn du dich verwandelt hast. Wir haben donnerstags Training und das bis um halb zehn. Und duschen müsste ich vorher auch schnell. Aber das ist dann auch einfacher zu dir zu kommen. Ron sag ich wo ich hingehe und für die andern hab ich ihn einfach vorgeschickt. Wann ich dann auftauche ist ja meine Sache. Und solang mich kein Lehrer irgendwo in den Gängen erwischt, sollen sie mir erst mal nachweisen, dass ich nicht bei irgendwem anders im Bett geschlafen habe, von dem selbst meine Freunde nichts wissen. Im Schloss natürlich.>

Remus konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.

Harry, wenn das irgendwann rauskommt, bekommen wir beide einen riesen Ärger, das ist dir doch hoffentlich klar?>

Ja und mir ist es ebenso egal. Sollen sie mich doch von der Schule werfen. Dann kann ich wenigstens ganz bei dir sein und wir müssen uns nicht heimlich sehen.> mente Harry schulterzuckend auch wenn Remus das nicht sehen konnte.

Du bist mir einer. Aber nun geh schlafen. Damit du morgen fitt für Zaubertränke bist.> schmunzelte Remus.

Gute Nacht mein kleiner Wolf. Ich liebe dich.> flüsterte Harry.

Ich dich auch Engelchen, schlaf schön.>

Am nächsten Morgen war Harry dann früher wach als alle andern. Er ging schnell duschen und weckte dann Ron durch die geschlossenen Vorhänge. Der zog sie nur einen kleinen Spalt auf. „Ich komm gleich", meinte er etwas rot im Gesicht Harry sah ansatzweise einen braunen Haarschopf. Harry sah sich kurz um. „Dean, Seamus ins Bad zu Neville", meinte er kurzerhand und packte seine beiden Zimmergenossen am Arm und schloss die Tür hinter sich. Neville sah sich verdattert um. „Was wird das?" „Das wüsste ich auch gern", meinte Dean. „Ganz einfach. Ron hat die Nacht nicht allein im Bett verbracht." „Hermine lieg nackt neben Ron?" fragte Seamus überrascht. „Das weiß ich nicht und ich will es auch nicht drauf ankommen lassen. Ron wird uns sicher bescheid geben, wenn sie wieder in ihrem Schlafsaal ist. Aber lasst euch einen Rat geben. Reißt besser die Vorhänge von Rons Bett nicht auf. Das könnte peinlich enden."

Er spürte wie er leicht rot im Gesicht wurde und Dean fing auch an zu grinsen. „Und? Wie sieht sie aus, so ohne alles?" Neville keuchte auf. „Du hast Hermine nackt gesehen?" Harry biss sich auf die Lippe und war dankbar dass Ron in diesem Moment ins Bad kam. „Könnt rauskommen", murmelte er knallrot im Gesicht und Harry ergriff sofort die Flucht. Seine Uniform und die Schultasche in der Hand flüchtete er die Treppen runter in die Große Halle wo er sich einen missbilligenden Blick von seiner Hauslehrerin einfing.

Hermine kam nur kurze Zeit nach ihm an und runzelte die Stirn. „Wo ist dein Umhang?" fragte sie. Harry deutete auf seinen Schoß. „Warum hast du ihn nicht an?" „Weil… weil mir so warm ist", murmelte er und biss in sein Toastbrot. Ron kam dann zusammen mit den anderen die ein breites Grinsen über dem Gesicht hatten und Harry ahnte dass sie Ron ausgequetscht hatten. Er ließ sich neben Harry fallen und murmelte nur etwas von Feigling. „Was war los?" fragte Hermine misstrauisch. „Nichts. Harry hat nur verplappert das er dich schon nackt gesehen hat." Dem Mädchen blieb die Luft weg. „Moment. Ich habe nur gesagt sie sollten die Vorhänge von seinem Bett nicht so aufziehen weil das peinlich werden könnte. Den Rest haben sie sich gedacht", konterte der Schwarzhaarige nachdrücklich. „Und dann wolltest du ihnen wohl grade näheres erzählen, oder wie?" fragte Ron. „Nein!" Harry war schockiert darüber. „Das würde ich nicht tun. Niemals. Wie kommst du darauf. Ja, gefragt haben sie mich, aber ich habe kein Wort gesagt und bin abgehauen damit sie nicht weiterfragen."

„Hört ihr wohl auf zu streiten." Harry sah auf und traf Saphiras Blick. „Hermine, das sind Jungen deren Hormone Tango tanzen sobald sie nur hören, dass einer von ihnen ein Mädchen nackt gesehen hat. Denen gehen schon die Augen über wenn du nur etwas mehr zeigst was du hast. Mach dir da einfach nichts draus und freu dich das du zwei Freunde hast die trotzdem den Verstand behalten und kein Wort sagen. Und ihr zwei seid doch die besten Freunde. Also vertraut euch auch so."

Harry und Ron sahen sich kurz an. „Sie hat Recht. Friede Kumpel." „Friede", stimmte Harry zu, wunderte sich aber über Saphiras Worte. Er war sich sicher, dass sie ihn und seine Freunde außer im Unterricht nie zusammen gesehen hatte. Sicher wusste sie, dass sie befreundet waren, aber das sie so gute Freunde waren, konnte sie nicht wissen. Es war merkwürdig. Die ganze Clique war seltsam. Sie saßen ständig zusammen und tuschelten, wenn Harry sie sah. Saphira kam meist erst kurz vor Ausgangssperre in den Gemeinschaftsraum und verschwand dann gleich. Von Pavati hatte er gehört das sie nachts unter Alpträumen litt und morgens meist eine der ersten war, die den Schlafsaal verließen.

Die Ankunft der Posteulen lenkte ihn dann aber von seinen Gedanken ab. Ein Steinkauz brachte Hermine den Tagespropheten den sie auch gleich ausrollte und dann entsetzt aufkeuchte. Harry lehnte sich sofort über den Tisch um auch einen Blick reinzuwerfen. „Was ist los?" Seine Freundin legte die Zeitung so hin, dass er den Artikel auf dem Kopf stehend mitlesen konnte.

Erneuter Anschlag auf den Zaubereiminister verübt – er überlebt knapp

Wie ein Pressesprecher des Ministeriums uns gestern Nachmittag mitteilte, liegt der Zaubereiminister Magnus Stevens zurzeit im St. Mungos Hospital für magische Krankheiten und Verletzungen.

Er hatte gestern Morgen zu seinem Geburtstag, einen, von allen Abteilungen gesponserten, Präsentkorb Geschenk bekommen und wohl auch „die ein oder andere Leckerei" davon genossen, wie sein persönlicher Assistent aussagte. Nur wenige Stunden später sei der dann im Büro des Angestellten Arthur Weasley mit starken Bauchkrämpfen zusammengebrochen. Der hatte daraufhin sofort einige Heiler verständigt die umgehend zur Stelle waren. Grade noch rechtzeitig wie man herausfand. Eine der „Leckerein" war scheinbar vergiftet gewesen und nur Aufgrund der Tatsache, dass der Minister sich in der Vergangene Woche an einer Magenverstimmung gelitten hatte und noch leicht angeschlagen war, waren die Vergiftungssymptome früher als eigentlich üblich für dieses Gift aufgetreten und er konnte gerettet werden.

Nach dem Anschlag vor drei Wochen und diesem erneuten Versuch den Minister umzubringen steht fest, dass es jemand auf sein Leben abgesehen hat. Wer der Täter ist, welche Motive er hierfür hat oder ob der Täter im Auftrag handelt ist noch nicht bekannt. Es war unmöglich herauszufinden welches Präsent von welchem Mitarbeiter stammte, da auch viele in den Abteilungen untereinander einfach etwas Geld zusammengelegt hatten.

Wir werden sie selbstverständlich auf dem laufenden Halten.

Ihre Sonderkorrespondentin Rita Kimkorn

Harry warf kurz einen Blick hoch zum Lehrertisch wo sich Dumbledore flüsternd mit McGonagall unterhielt. „Oh Shit", flüsterte Ron. „Das war sicher der Spion." „Sch. Nicht so laut", zischte Harry und deutete in Richtung der Slytherins. „Die bekommen auch den Tagespropheten und sind nicht dumm", meinte Saphira nun die auch mitgelesen hatte und nun auf ein Stück Pergament ein paar seltsame Zeichen malte und dann mit dem Zauberstab dagegen tippte.

„Was machst du da?" fragte Ron verwundert. „Sei nicht so neugierig das ist nicht gut für die Gesundheit", meinte sie schmunzelnd und stand dann mit ihrem Brot in er Hand auf. „Ich werde mal Dad fragen, ob er mehr weiß", murmelte Ron leise. Harry nickte nur abwesend. Er beobachtete grade wie Linnéa das gleiche wie Saphira tat und dann auch verschwand. „Die übermitteln sich so Nachrichten", meinte Hermine. Harry traf ein Geistesblitz. „Remus sagte wir sollten uns was ausdenken wie ihr mir bescheid geben könnt, falls mich ein Lehrer sucht während ich bei ihm bin", flüsterte er. „Die Münzen", schlug Ron sofort vor. „Nein. Dann muss Harry darauf achten. Ich denke ich hab eine Idee. Dazu muss ich nur erst was nachschlagen. Wir sehen uns später", meinte Hermine und verschwand, aber nicht ohne Ron einen Kuss auf die Wage zu geben.

Der Rest des Frühstücks verlief dann ereignislos. Hermine tauchte pünktlich zum Tränkeunterricht wieder auf und Draco sah ihn die ganze Zeit argwöhnisch an. Er ahnte, dass der Blonde etwas im Schilde führte. Er stand neben der Tür mit Crabbe, Goyle, Nott, Parkinson und Bulstrode zusammen. Saphira tauchte in dem Moment mit ihren Freunden auf als Snape die Tür öffnete um sie einzulassen.

„Sie brauchen sich erst gar nicht zu setzen. Ich habe beschlossen die Sitzordnung etwas zu verändern. Potter erste Reihe, direkt vors Pult. Malfoy daneben. Granger, letzte Reihe. Parkinson und Bulstrode daneben. Wesley ganz vorn Links in die Ecke. Mr. Nott, sie setzen sich daneben. Der Rest darf sich auf die übrigen freien Plätze verteilen. Und dann fangen sie an." Alle wussten sofort dass dies ein Racheakt gegen Harry war. Die Slytherins grinsten übers ganze Gesicht, während der Rest der Klasse missmutig vor sich hin murmelte. Harry störte sich nicht daran. Ändern könnte er es nicht und einen Punktabzug wollte er nicht riskieren.

Er schrieb sich in aller Seelenruhe das Rezept ab und begann dann zu brauen. Ablenken lassen würde er sich nicht. Bisher waren alle seine Tränke ohne jede Hilfe geglückt und er war zuversichtlich, dass es auch diesmal klappen würde.

"Na Potter. Stolz auf deinen Sieg?", flüsterte der Blonde neben ihm leise. Harry sah ihn nur kurz an und wandte sich dann wieder seinem Kessel zu um ihn wie im Rezept angegeben vier Mal nach links umzurühren. „Was denn? Bist du dir etwa zu fein um mir eine Antwort zu geben?" Harry reagierte nicht. Das würde nur Ärger geben und den wollte er nicht beschwören. „Ich bleibe übrigens dabei. Dein Pate ist…" „Halt den Mund Malfoy, du störst", raunzte ihn jemand von hinten an. Harry sah sich kurz um und sah in das Gesicht von Linnéa. „Halt dich aus Sachen raus die dich nicht angehen", zischte der Blonde zurück.

„Was ist hier los?" fragte die eiskalte Stimme von Snape hinter Linnéa. „Mr. Malfoy plappert die ganze Zeit vor sich hin und das lenkt ungemein ab. Und der Trank den wir brauen sollen, erfordert höchste Konzentration um ihn nicht zu verderben. Was bei dem ständigen Gemurmel von ihm aber unmöglich ist", erklärte das Mädchen ruhig. Harry sah, wie der Blonde anfing gehässig zu grinsen, ebenso wie die anderen Slytherin.

"Dann schlage ich vor, sie widmen sich auch wieder ihrem Trank und 10 Punke Abzug für Ravenclaw weil sie die Konzentration die für diesen Tank so wichtig ist, wie sie ja selbst festgestellt haben, gestört haben", zischte der Lehrer und blaffte dann: „Weiter machen!"

Malfoy versuchte noch einige Male Harry auf die Palme zu bringen, aber der bemühte sich ruhig zu bleiben, egal was der Blonde neben ihm sagte. Allerdings bekam nun nicht nur Harry sein Fett weg, sondern auch Linnéa. Er dichtete Harry eine Beziehung mit dem Mädchen an und feixte darüber wie Harry denn im Bett wäre, oder ob der mutige Gryffindor es gar nicht bringen würde. „Ich würde mich ja nie mit einer aus einem anderen Haus einlassen. Erst recht nicht eine Gryffindor. Igitt. Allein der Gedanke ist widerlich", meinte er und tat so als ekelte er sich.

Snape ließ sie am Ende der Stunde alle eine Probe ihres Trankes abgeben und Harry beeilte sich seine Sachen wegzuräumen. Als er aus dem Klassenraum trat, sah grade noch wie Linnéa Malfoy grob am Umhang packte und um eine Ecke verschwand. Nun wurde Harry neugierig und folgte ihnen in die Richtung.

„… nie wieder. Ist das klar?" sagte die Stimme des Mädchen bedrohlich. „Glaubst du etwas ich habe Angst vor dir? Einer Ravenclawgöre? Mir schlottern nun schon die Knie", gab der Slytherin lachend zurück. „Ich warne dich nur dieses eine Mal. Du wirst nie wieder Harry versuchen auf diese Art zu provozieren. Ansonsten wirst du mich auf eine Art kennen lernen, die dir gar nicht gefallen wird." Draco lachte aber nur auf. „Also hab ich recht gehabt. Potter hat eine Freundin. Ach wie süß!"

„Das sollte er lieber lassen. Lin versteht in solchen Dingen keinen Spaß." Harry fuhr herum und sah Saphira und John hinter sich stehen, im selben Moment keuchte Draco auf und taumelte um die Ecke beide Hände in den Bauch gepresst. „Das war nur der Anfang von dem was dir passieren wird. Merk es dir gut", knurrte das Mädchen ihm nach. Harry schluckte schwer, als sie auf ihn zukam. „Lass dir nicht alles gefallen, was er von sich gibt. Es gibt Grenzen für so was."

Der Gryffindor rang sich ein Lächeln ab. „Wenn ich ihn vor Snape angemacht hätte, dürfte ich die nächste Woche jeden Abend im Kerker verbringen und darauf hab ich keine Lust. Aber danke für deine Hilfe." Linnéa klopfte ihm einmal Freundschaftlich auf die Schulter: „Gern geschehen. Und nun sieh zu, das du zum Unterricht kommst. Wir müssen auch wieder in die Kerker. Ich hab die Fledermaus noch zwei Stunden." Harry nickte und rannte hoch zum Klassenraum von Flittwick.