Hi Leute!

Einen Frohen zweiten Adent euch allen.Hab diesen Sonntag zum anlass genommen, mal wieder upzudaten.

Da den Autoren verboten hat in den jeweiligen Kapiteln auf die Reviews zu antwortenmöchte ich euch bitten eure Mailaddresse beim Reviewn mitanzugeben, damit ich darauf reagieren kann.Oder logt euch ein. Ich möchte nämlich keinen Rausschmiss meiner Story risskieren.

Also ein letztes mal an dieser Stelle ein Dank an meine Reviewer und für Elekrta den Hinweis: Wir werdenheute einen BLick in Lord Slytherins Privaträume werfen.

Viel Sapß beim lesen!

Rettung (aus) der Zukunft

Kapitel 15

Vor dem Klassenzimmer sahen ihn alle mehr oder minder besorgt an. „Das klappt", flüsterte Ron. „Ich hoffe auch bei McGonagall und das möglichst schnell", flüsterte Harry. Das Kaugummi hatte er schon wieder verschwinden lassen, denn er vermutete dass diese Art der Naschsachen auch schon ihren Weg zu den Lehrern gefunden hatte.

Zunächst bemerkte seine Hauslehrerin nichts von seinem Miesen aussehen und er überlegte schon wie er aus dem Unterricht kam als sie ihn plötzlich entsetzt ansah. „Himmel. Mr. Potter was ist denn mit ihnen?" „Mir ist nur etwas warm", meinte er und versuchte möglichst unschuldig zu tun. Stumm dankte er allen Göttern dafür, dass er nicht einen auf sterbenden Schwan machen müsse, um hier raus zu kommen.

Seine Hauslehrerin fühlte kurz seien Stirn und zuckte zusammen. „Sie haben Fieber, Mr. Potter. Mr. Weasley. Begleiten sie ihn bitte zur Krankenstation. Madam Pomfrey soll sich das mal ansehen." Ron nickte und auch Harry erhob sich ohne zu murren.

Draußen vor der Tür lehnte er sich dann erstmal gegen die Wand. Es drehte sich alles. „Was machen wir jetzt?" fragte Ron besorgt. Harry wühlte derweil in seiner Hosentasche nach dem zweiten Kaugummistreifen. „Auf in den Fünften Stock. Ich werde es ihnen hinterher erklären", sagte er und steckte sich die gefundene Süßigkeit in den Mund.

„Wir sollten Fred und George ausrichten dass sie die Dinger in verschiedenen Stärken herstellen sollten. Das dazu ein Schwindel kommt, sollte man für die echten Härtefälle wie Snape aufheben. Der lässt einen nur gehen wenn man kurz vor dem Kollaps steht", sagte Harry, dem es immer noch nicht viel besser ging. Eine leise Panik machte sich in ihm breit, doch kurz bevor sie im fünften Stock ankamen, ließ das elende Gefühl nach.

Hermine kam ein paar Minuten nach ihnen an. „Und?" fragte der Schwarzhaarige. „Sie meinte ich sollte mich hinlegen und wenn es nicht besser wird zu Madam Pomfrey gehen. Aber du siehst immer noch schlimm aus", meinte Hermine. „Wird schon. McGonagall hat mich aber sofort in den Krankenflügel geschickt. Ich saß keine fünf Minuten", erklärte er und wandte sich dann dem Teppich zu um ihm die Losung zu zuzischen.

„Es ist unheimlich wenn du so sprichst", meinte Ron leise. „Hatte ich eigentlich erwähnt dass es hier vor Spinnen nur so wimmelt?" fragte Harry und entzündete seinen Zauberstab. „Spinnen?" quiekte Ron ängstlich. „Aber nur ganz kleine", beruhigte Harry ihn und griff nach dem Umhangärmel um ihn mitzuziehen. Er brauchte sich nicht umzusehen um zu wissen dass Ron die Panik ins Gesicht geschrieben stand.

Als sie dann an dem Loch ankamen hob Harry den Stab um das Passwort abzulesen. „Du kannst das lesen?" fragte Ron verwundet. Harry sah seinen Freund stirnrunzelnd an, während er hörte wie die Schlange sich nach oben wand. „Ihr nicht?" meinte er. „Das", sagte Hermine und deutete mit ihrem ebenfalls leuchtenden Stab auf die Wand, „sind einfach nur Striche." „Eh… Wenn du das sagst", meinte Harry und starrte die Schrift an. Gab es Parsel etwa auch als geschriebene Sprache? Oder war das noch so ein „Erbe" von Voldemort von dem kaum einer wusste.

Hermine kreischte kurz auf als sie die Schlange sah und auch Ron wich entsetzt zurück. Da Harry sein Schockerlebnis schon im Traum gehabt hatte blieb er aber ruhig stehen. Er war sich sicher die Schlange würde ihm auch hier in der Realität nichts tun. Das einzige was ihm sorgen machte, war das die Träume einen sehr heftigen Bezug zur Wirklichkeit hatten. Das hatte er bisher nur im Bezug auf Voldemort erlebt und wenn der für das hier jetzt verantwortlich war, dann konnte es gefährlich werden.

„Hört mal. Ihr kennt meine Träume und wisst was es damit auf sich hat. Ihr müsst nicht mitkommen", erklärt er. „Spinnst du? Wir lassen dich doch nicht allein", protestierte Ron. „Harry. Wir sind jetzt hier und wir bleiben bei dir. Also. Lass uns gehen", sagte auch Hermine. Harry war erleichtert dass sie so zu ihm hielten. Sie waren wirkliche Freunde.

Als die Schlange sich festgebissen hatte trat er auf die erste Stufe. „Kommt", meinte er und leuchtete hinab. Die Treppe schien wirklich endlos zu sein. Als auf Hermine darauf stand setzte sie sich plötzlich in Bewegung. Da Harry es aber zu lange dauerte lief er zusätzlich die Stufen hinab. Ron und Hermine folgten ihm. Dennoch schienen sie Minuten zu brauchen bis sie endlich untern waren.

Fackeln flammten auf und erleuchteten einen einfach gigantischen Raum. Ein grüner Teppich bedeckte den Boden Und vor einem riesigen Kamin standen zwei Couchgarnituren ebenfalls in grünem Samt. Jeder der Tische die hier standen, waren aus dunklem und edel wirkendem Holz. Über dem Kamin hing ein Portrait eines mürrisch dreinblickenden Zauberers. Mit weißem Bart und grünen Augen. „Was wollt ihr hier?" fragte er schroff. Harry sah kurz zu Hermine und Ron um die scheinbar nichts gehört hatten und sich neugierig umsahen.

Harry betrachtete das Bild genauer und entdeckte auf dem Rahmen einige Schlangen. Es konnte also nur ein Bild Salazar Slytherin sein. Aber wie würde er reagieren, wenn er erfuhr, dass er kein Erbe seiner Blutlinie war und die Fähigkeit Parsel zu sprechen unfreiwillig übertragen bekommen hatte. War hier vielleicht doch ein Basilisk? Oder andere gefährliche Schlagen? Immerhin warnte der Spruch oben vor dem Tod, falls man ungebeten hier rein kam.

„Ich habe euch etwas gefragt!" fauchte der Mann. „Was sollte ich hier unten wohl wollen", gab Harry zurück. Er musste etwas sagen. Ihm blieb nichts anderes übrig. Allein um Ron und Hermine zu schützen. Nur er konnte es. Niemand sonst war in der Lage hier rein zukommen.

„Was tust du da?" fragte Hermine die plötzlich neben ihm stand. Harry runzelte verwundert die Stirn. „Du spricht wieder Parsel", sagte sie. „Oh", machte Harry nur und wandte sich wieder an Salazar. „Du trägst das Wappen Gryffindors. Du bist kein Slytherin", sagte der Zauberer kalt. „Wie sollte ich eure Räume betreten wen ich kein Slytherin wäre", fragte Harry schlicht. Er musste diesen Mann einfach davon überzeugen dass er sein Erbe sei. Wer wusste schon was hier sonst passieren würde.

„Und warum bist du dann nicht in meinem Haus?" meinte der Schulbegründer streng. Harry schluckte. Der Hut hätte ihn auch nach Slytherin geschickt, wenn er es gewollt hätte. Er wollte aber nicht, weil er nur schlechtes gehört hatte. Da ließe sich zusammen mit seiner eigenen Geschichte doch was draus machen.

„Meine Eltern starben als ich ein Jahr alt war und ich kam in eine Pflegefamilie. Dort habe ich nur schlechtes über das Hause Slytherin erfahren. Ich wollte nicht nach Slytherin. Ein Fehler wie sich herausgestellt hat. Nur wie sollte ich dem Schulleier das bitte erklären. Und der Hauslehrer eures Hauses kann mich auf den Tod nicht leiden. Dass ich die Sprache der Schlangen beherrsche wissen nur meine Freunde. Und sie halten zu mir."

Harry schickte tausend Stoßgebete zum Himmel dass der Mann das schluckte und war gleichzeitig dankbar das Ron und Hermine ihn nicht verstanden. „Wenn das so ist, seid herzlich willkommen in meinen Räumen. Aber sagt welches Jahr haben wir?" „1996", antwortet Hermine. Harry sah sich etwas überrascht um, dann wurde ihm aber klar das Slytherin wohl jetzt in menschlicher Sprache sprach. „Wer ist das?" fragte Ron nachdenklich. „Salazar Slytherin. Also benimm dich", erklärte Harry und zog kurz die Augenbrauen hoch. Ron wollte grade etwas erwiedern, aber Hermine schien verstanden zu haben. „Entschuldigt uns kurz", sagte sie zu dem Bild und zerrte Ron mit.

Harry sah sich derweil noch mal etwas um. Links von ihm führte eine breite, silberne Wendeltreppe nach oben. Es gab drei Etagen auf denen Bücherregale angebracht waren. Hier untern standen eine ganze Menge Gläser, Phiolen, Flakons und Behälter. Den Inhalt wollte Harry sich lieber nicht genauer ansehen. Stattdessen wandte er sich Slytherin wieder zu „Sagt My Lord. Wann hattet ihr das letzte Mal Besuch?"

„Das war vor einer langen Zeit. 1941, denke ich. Ein junger Mann in eurem Alter kam hier her. Er war in meinem Haus und berichtete mir die Schule würde immer noch von Schlammblütern besucht werden. Ich erzählte ihm von meiner Geheimen Kammer die ich für den Zweck der Beseitigung dieses Übels hinterlassen hatte. Er erklärte dass dies genau nach seiner Vorstellung wäre."

Harry schluckte. Die Kammer des Schreckens. Voldemort hatte seine Informationen direkt von seinem Vorfahren bekommen. „Sind noch immer welche dieser Unwürdigen in der Schule?" fragte der Mann. Harry schloss für einen Moment die Augen und entschuldigte sich nun schon tausend Mal bei Hermine für jedwede Beleidigung aus seinem Mund. Aber das Risiko, hier von irgendetwas angegriffen zu werden, war einfach zu groß.

„Ja. Leider. Es muss mein Vater gewesen sein der euch besucht hat. Soweit ich das weiß wurde damals nur ein Schlammblut getötet. Es bestand die Gefahr der absoluten Schließung der Schule. Mein Vater konnte zwar den Verdacht auf einen anderen lenken der auch der Schule verwiesen wurde, aber einer der Lehrer hatte ab da ein Auge auf ihn. Es war ihm leider unmöglich erneut diesem wunderschönen Geschöpf etwas Freiraum zu schenken ohne dabei selbst entdeckt zu werden. Er hinterließ mir ein Tagebuch das ich vor kurzem in meinem Erbe von ihm fand. Nur ich muss aufpassen. Der Lehrer von damals ist heute unser Schulleiter. Ein Muggelfreund." Harry versuchte das Wort Muggel besonders abschätzig auszusprechen. Bei dem Gedanken an seine Verwandtschaft fiel ihm das auch nicht sonderlich schwer.

„Dann ist es klüger Kaga ruhen zu lassen. Sie ist ein Basilisk und hält noch eine Weile ohne Nahrung aus. Aber ich denke es gibt hier genug anderes was euch interessieren dürfte. Sieh dich ruhig um und frage wenn du an etwas Interesse hast." Harry bedankte sich und tat so als wenn er auf die Uhr sah. „Kommt. Wir müssen gehen ehe man uns vermisst", erklärte er. „Wir kommen", rief Hermine und zog einen ziemlich entsetzt aussehenden Ron mit.

Harry führte sie wieder nach oben wo er sich, nachdem sie den Geheimgang verlassen hatten an der Wand nach unten rutschen ließ. Er hatte wieder Schweißausbrüche. Allerdings wohl eher wegen dem grade erlebten als wegen dem Kaugummi „Schlammblüter! Muggelfreund! Harry bist du total bescheuert?" fauchte Ron ihn an. Der Schwarzhaarige sah zu ihm rauf. „Beruhig dich. Harry hat das sicher nicht so gemeint", sagte Hermine, die ihn aber auch verwundert musterte. „Hab ich nicht. Nur, das da unten war einer der Schulgründer. Was glaubst du wohl, welche Macht er hat. Und wir haben keine Ahnung was für Fallen es dort unten gibt. Der Formel für die Treppe ist: Erbe meines Blutes sei willkommen, um zu beenden was ich einst begonnen. Jeder meiner Feinde sei gemahnt, er verlöre sein Leben auf grausame Art. Also. Hätte ich ihm etwa auf die Nase binden sollen was ich bin und wieso ich Parsel kann?" Harry war aufgebracht. Ron war manchmal so was von dämlich.

„Sorry", murmelte sein Freund. „Schon gut", meinte Harry und stand auf. Irgendwie konnte er ihm aber nie lange böse sein. „Was machen wir jetzt?" „Ich würde sagen wir gehen in den Gemeinschaftsraum und beraten es dort. Vor allem wegen deiner vorgetäuschten Krankheit. Denn McGonagall wird sicher zu Madam Pomfrey gehen um nach dir zu sehen", bemerkte Hermine. „Mir fällt da schon was ein", meinte Harry nachdenklich.

Oben im Jungenschlafsaal war um diese Zeit noch niemand. Das war aber auch nicht sonderlich verwunderlich da noch Unterricht war. Harry wollte erstmal Duschen gehen um aus den immer noch verschwitzen Sachen raus zu kommen und nicht doch noch krank zu werden. Es war richtig angenehm, vor allem um die Spinnweben aus den Haaren zu bekommen.

Er hatte grade das Wasser wieder abgedreht als er die Stimme seiner Hauslehrerin hörte. „Wo ist Mr. Potter?" Sie klang alles andere als begeistert und Harry wickelte sich schnell ein Handtuch um die Hüfte. „Hier!" rief er von der Badezimmertür her. McGonagall sah ihn wütend an und tat auf ihn zu, blieb dann aber wie angewurzelt stehen.

„Was ist denn?" fragte er irritiert. Seine Lehrerin schien etwas um Fassung zu ringen ehe sie sich umdrehte und meinte: „Ziehen sie sich bitte etwas über." Harry zuckte mit den Schultern und griff sich seinen Morgenmantel. Hermine und Ron sahen ihn dabei verwundert und auch etwas entsetzt an. Harry ließ er sich auf sein Bett fallen und meinte: „Ist was passiert?" Nur vorsichtig drehte sich seine Hauslehrerin um, schien aber erleichtert zu sein das er etwas mehr anhatte. „Sie sollten doch in den Krankenflügel." „Ich brauchte nur etwas schlaf und den konnte ich auch hier bekommen", sagte er in der Hoffnung sie würde es akzeptieren. „Harry. Mit so hohem Fieber ist nicht zu spaßen. Du solltest dich wirklich untersuchen lassen", sagte seine Hauslehrerin freundlich und setze sich zu ihm ans Bett. Harry schluckte. Was sollte er denn jetzt sagen? Sie noch weiter belügen? Oder die Wahrheit?

Wenn er log und sie würden da unten etwas finden, würde alles auffliegen, und es gäbe Ärger. Sagte er die Wahrheit würde er jetzt gewaltigen Ärger bekommen. Es war also ganz egal. Und wenn er nicht jetzt schon rede und Antwort bei Dumbledore stehen wollte, müsste er wohl oder übel lügen.

„Ich hab kein Fieber mehr, Professor. Es geht mir wirklich gut. Das war nur der Stress der letzten Tage", erklärte er und versuchte ein unschuldiges Gesicht zu machen. McGonagall seufzte und legte behutsam ihre Hand auf seine Stirn. „Gar kein Fiber mehr ist wohl etwas übertreiben, oder?" „Eh… ich hab grade heiß geduscht. Kommt sicher davon", meinte er um seine Überraschung zu verbergen. „Na gut. Sie werden aber heute Abend nicht zum Training gehen und sich ausschlafen. Damit sie morgen wieder fit sind." Damit stand die Lehrerin auf und ging zur Tür. „Aber Voldemort…" begann Harry doch der mahnende Blick brachte ihn zum schweigen. „Machen sie sich um ihn keine Sorgen. Wir werden auch einen Abend ohne ihre Hilfe auskommen. Was bringt es ihnen herauszufinden wie er es anstellen will, wenn sie anschließend krank im Bett liegen und ihn nicht daran hindern können. Sollten wir was finden, geben wir ihnen Bescheid." Harry nickte ergeben. Damit hatte er zwar nicht gerechnet, aber andererseits, so konnte er unbehelligt die ganze Nacht, da unten verbringen. Und vor allem die Andeutung dass er Helfen durfte ihn aufzuhalten gefiel Harry doch irgendwie. „Toll. Ich werde auch krank", brummte Ron missmutig.

„Das fällt auf. Ich würde auch lieber euch heute Abend helfen", meinte Harry. „Harry das ist die Chance. Wir haben den ganzen Abend frei. Wir gehen da noch mal runter und sehen uns um. Ron hält bei Dumbledore die Stellung", meinte Hermine. „Was? Du kommst auch nicht mit?" fragte der Rothaarige entgeistert. „Zu zweit sind wir schneller. Und alle drei könne wir nicht gehen. Einer muss zu Professor Dumbledore. Ich gebe dir auch ein Zettel mit den du nur McGonagall geben musst. Sie wird das schon schlucken. Und vielleicht weiß Salazar Slytherin ja auch, was du weißt schon wer von da mitgenommen hat", erklärte seine Freundin. „Gut. Aber nächste Mal komm ich wieder mit. Dann bleibst du bei Dumbledore", sagte Ron. Harry nickte und zog sich dann an.

Beim Abendbrottisch bemerkte Harry durchaus dass er vom Schulleiter beobachtete wurde und es war ihm unangenehm. Dieser Mann hatte die Gabe zu spüren wenn etwas nicht stimmte und das konnte Harry nun gar nicht gebrauchen. „Hermine. Lass uns sehen dass wir hier rauskommen. Dumbledores Blick gefällt mir nicht. Und wenn er ahnt was wir machen, gibt das ärger." Seine Freundin nickte nur. Beide erhoben sich kurze Zeit später und klopften Ron auf die Schulter. Er hielt noch kurz bei Katie an. „Ich komm nachher nicht. Ich hatte heute Nachmittag Fieber und McGonagall meinte ich soll mich ausruhen. Sorry." Der Teamkapitän sah ihn argwöhnisch an. „Du siehst aber nicht krank aus." „Bin ich auch nicht. Professor McGonagall will es trotzdem so. Ich würde auch lieber kommen", meinte er. „Na gut", murmelte das Mädchen. Harry nickte Hermine zu und kaum das sie die Halle verlassen hatten rannten sie los in den fünften Stock.

„Wenn sie uns suchen fällt uns schon was ein", meinte Harry und brachte sie wieder runter in die Privaträume. Slytherin schien nicht überrascht zu sein, sie hier wieder zu sehen. „Doch neugierig geworden?" fragte er. „Wer würde das nicht bei diesen vielen Büchern. Wir müssen nur Acht geben das und der Schulleiter nicht erwischt. Denn ich möchte ihm das hier ungern erklären müssen", meinte Hermine und stieg dann mit Bedacht die Wendeltreppe hinauf. Harry durchstreifte in der Zwischenzeit die Regale unten. Auf ihnen waren Flüssigkeiten in verschiedenen Farben zu finden, Zaubertrankzutaten und auch Dinge die Harry nicht im entferntesten erkannte und mit Sicherheit auch lieber nicht erkennen wollte.

Ganz hinten in dem Raum fand Harry dann einen Tisch auf dem Bergeweise Pergament lag. Auf ihnen waren verschiedene Zauber, Rituale und Tränke beschrieben. Er griff wahllos nach einem Pergament und begann zu lesen. Sofort merkte er dass sie auf der richtigen Spur waren. Es war ein Ritual mit dem man sein leben verlängern konnte. „Hermine. Komm mal her", rief Harry und hörte sofort wie seine Freundin die Stufen runter rannte. Wortlos drückte er ihr das Pergament in die Hand. „Das darf nicht wahr sein." „Doch. Ist es. Komm. Wenn wir was finden, dann hier", meinte er.

Die ganze Nacht wühlten sich die beiden durch den Stapel Papier. Ohne Erfolg. „Harry es ist nach Mitternacht. Wir sollten sehen dass wir hier wegkommen. Du hast deinen Umhang nicht bei dir und wenn wir Filch begegnen bekommen wir riesigen Ärger", erklärte seine Freundin besorgt. „Du hast recht", meinte Harry gähnend und erhob sich aus dem weichen Sessel. Das Portrait schien schon zu schlafen, deshalb schlichen sie so leise wie möglich hinaus die Treppe wieder rauf. „Wollen wir Dumbledore morgen Bescheid sagen?" fraget Hermine leise. „Nein. Erst wenn wir etwas gefunden haben. Wir suchen morgen gleich nach dem Abendbrot weiter. Wir dürfen nur die Zeit nicht vergessen", meinte Harry.

Der Dienstag verlief nur schleppend und Harry spielte schon wieder mit dem Gedanken einfach zu schwänzen, aber Hermine hielt ihn davon ab. Dafür stimmte sie zu, das Abendbrot ausfallen zu lassen, um mehr Zeit zu haben. Ron war nicht grade begeistert davon, aber schließlich gab er nach. Ein Abenteuer war ihm lieber als etwas zu essen. Es war kurz vor acht, als Hermine plötzlich aufkreischte. „Ich hab's. Ich hab's!" Harry nahm ihr das Stück Pergament ab. Es war ein Ritual das zum Fest der Toten durchgeführt werden musste, da dann der Schleier zwischen den Welten am dünnsten war. Man konnte mit dem Ritual seinen Ahnen die Magischen Fähigkeiten entziehen und sie an einen Stein binden. Wie genau das nun durchgeführt wurde, stand hier nicht, aber die Gegebenheiten stimmten. Außerdem brauchte man zum Durchführen einen gewissen Grad Potential um die Kräfte kontrollieren zu könnrn.

„Wir müssen hoch", sagte Harry und faltete das Stück Papier zusammen. „Lord Slytherin, wir müssen uns leider verabschieden. Man ist gestern schon auf uns aufmerksam geworden", sagte Harry zum Portrait. „Verständlich junger Zauberer. Gebt acht auf euch und eure Familie." „Werde ich", sage Harry und rannte mit seinen Freunden die Treppe hoch. „Du schleimst ganz schön", meinte Ron. „Ich will nicht dass er uns beim nächsten Besuch ein Monster auf den Hals hetzt. Und wer weiß was Voldemort noch alles anstellt. Vielleicht brauchen wir noch mal seine Hilfe", erklärte Harry.

So schnell sie konnten rannten sie zum Wasserspeier. „Eh… Harry. Dumbledore ist nicht da", bemerkte Ron leise. „Wieso?" fragte der perplex. „Ordenssitzung. Ich hab es total vergessen." „Shit", fluchte der Gryffindor. „Und jetzt? Wie sollen wir zum Grimmauldplatz kommen?" „McGonagall", schlug Ron vor. So schnell sie konnten rannten sie zum Büro ihrer Hauslehrerin, umsonst. Auch sie war nicht da. „Na toll", seufzte Hermine. „Snape. Wir haben keine andere Wahl. Wir müssen in den Orden", meinte Harry. „Der hört dir doch niemals zu", erklärte Ron. „Doch. Er wird mir zuhören", widersprach Harry nur und rannte los. Er schickte tausend Stoßgebete zum Himmel dass der Lehrer da war, sonst hätten sie wirklich ein Problem.

Sie hatten grade den Kerkergang betreten als der Lehrer ihnen entgegen kam. „Professor", keuchte Harry völlig außer Atem. „Was wollen sie hier unten Potter. Ihr Turm ist in die entgegengesetzte Richtung. „Ich muss…. Mit Professor… Dumbledore… sprechen." Harry hatte schmerzhaftes Seitenstechen von der ganzen Rennerei.

Der Lehrer zog spöttisch die Augenbraue nach oben. „Der Direktor ist grade beschäftigt. Und nun machen sie das sie weg kommen." Snape war schon ein paar Schritte weiter als Harry meinte: „Wir wissen es." Sofort wirbelte Snape herum. „Was wissen sie?" knurrte er bedrohlich. Harry überlegte kurz. Hier draußen war es zu riskant. Zu viele Zuhörer. „Ihr Büro, Sir", sagte er und nickte ihm kurz zu. Hoffentlich verstand der Lehrer diese Geste nicht falsch. Hermine und Ron sahen Harry entsetzt an und er konnte sich Bildlich vorstellen was in ihren Köpfen vorging. Hermine fürchtete um die Hauspunkte und Ron erwartete jeden Moment einen tödlichen Fluch.

„Kommen sie mit", fauchte Snape. Kaum war die Tür ins Schloss gefallen baute sich der Lehrer vor ihm auf. „Und?" „Wir wissen was Vol… der dunkle Lord vorhat. Bitte. Ich muss in den Grimmauldplatz", erklärte Harry. „Woher wollen sie wissen was er plant? Können sie neuerdings Hellsehen?" Harry seufzte. Warum musste Snape jetzt so einen Aufstand machen. Nur wegen Ron und Hermine? Erkannte Snape denn nicht das es wirklich dringend war. „Professor. Ich muss mit dem Schulleiter sprechen und sie wissen sicher einen Weg. Bitte. Er wird es ihnen sicher nachher erklären", meinte Harry und hatte das Gefühl, Snape würde ihn gleich aufspießen, aber dann wandte er sich zu seinem Kamin und warf etwas Flohpulver rein. „Albus Dumbledore", sagte er deutlich.

„Severus was gibt es?" fragte die Stimme des Direktors. „Potter hat was für sie was Pembroke betrifft. Er sagt nur nicht was", meinte Snape. „Schick die drei her. Es ist sicher etwas wichtiges", meinte der Lehrer und die Flammen wurden wieder gelb.

„Herkommen", brummte Snape und reichte Ron eine Schale. Der Nahm argwöhnisch eine Handvoll und warf es in die Flammen. „Grimmauldplatz 12", sagte er deutlich und verschwand. Hermine tat ihrem Freund es nach und bevor Harry in den Kamin trat drückte ihm Snape noch etwas in die Hand. „Damit sind meine Schulden beglichen." Eine Gelegenheit zu sehen was der Lehrer ihm gegeben hatte bekam Harry nicht, da Snape ihn in den Kamin schubste.

Im Grimmauldplatz wurde er schon erwartet. „Was habt ihr denn erfahren?" fragte Dumbledores Stimme mild. Harry wühlte in seinen Taschen und reichte ihm das Schriftstück. Der Lehrer runzelte kurz die Stirn und nachdem er gelesen hatte, musterte er Harry eindringlich. „Ich sollte wohl besser nicht fragen, woher ihr das habt." Ron wollte grade etwas sagen, bekam aber einen Tritt von Hermine und hielt dann doch den Mund. „Albus, was hast du da?" fragte McGonagall. „Ein Schriftstück von Tom", meinte er Lehrer. Remus der neben Harry saß, sog scharf die Luft ein. „Wo hast du das her?" Harry, der ein wenig überrascht war das es wohl Voldemorts Handschrift war brachte einen Moment um zu realisieren, was sie hier wohl alle vermuteten.

„Nicht vom Verfasser. So lebensmüde bin ich nicht. Ich erkläre es ihnen gerne später woher ich das habe. Aber wohl besser nur ihnen und Professor McGonagall", sagte Harry an den Schulleiter gewand. „Einverstanden Harry", meinte Dumbledore und klärte dann alle auf um welches Ritual es sich handelte.

„Unterläuft ihm dabei auch nur der kleinste Fehler, könnte das eine Katastrophe zur Folge haben. Und die Macht die er dadurch erlangt, ist unvorstellbar. Man darf nicht vergessen das Voldemort zu einer über 1000 Jahre alten Familie gehört. Er ist der letzte Erbe eines der wohl ältesten Zaubergeschlechter dieser Welt.

Das Ritual darf unter keinen Umständen unterbrochen werden. Wir müssen ihn stören, ehe er überhaupt angefangen hat. Hinterher haben wir so gut wie keine Chance mehr", erklärte Dumbledore mit ernster Mine. „Aber wie willst du das machen. Wenn Severus Recht hat mit den Schilden, werden wir allein für die schon einige Minuten brauchen. Und dazu kommen seine Anhänger. Und wir können das Ministerium nicht informieren. Um mehr Auroren anzufordern müssen wir unseren Maulwurf informieren und dann ist Voldemort gewarnt", meinte David nachdenklich.

Minutenlang herrschte betretenes Schweigen. Ale schienen völlig ratlos zu sein oder tief in Gedanken versunken, wie Professor Dumbledore. Harry selbst versuchte auch eine Lösung zu finden, ohne Erfolg. Erst mal hatte er nicht wirklich eine Ahnung welche Möglichkeiten der Orden hatte und dann war da noch die Frage, wie sahen diese Sicherheitsvorkehrungen überhaupt aus? Snape schien zumindest etwas über die Schutzzauber erfahren zu haben. Vielleicht auch noch mehr was schon besprochen worden war.

„Was ist mit Mr. Potters Idee. Ihn ablenken?" fragte Chris dann plötzlich und alle sahen den Mann an. „Bist du verrückt? Harry hat doch keine Chance gegen Voldemort. Er würde Harry sofort töten", protestierte Remus. Harry sah die Angst in den Augen des Werwolfs aufblitzen. Und auch ihm selbst wurde eher mulmig bei dem Gedanken, sich Voldemort stellen zu müssen. Andererseits war es eine Möglichkeit. Vielleicht die einzige, wie er sich eingestehen musste. „Beruhig dich", flüsterte Harry und legte Remus kurz die Hand auf die Schulter.

„Habt ihr eine bessere Idee? Außerdem können wir Harry schützen. Es geht nur darum, dass der Unnennbare von seinem Plan abweicht. Einer von uns könnte ihn sofort außer Gefahr bringen", entgegnete der Unsägliche.

„Sirius würde dich lynchen für diesen Vorschlag, ebenso wie James", meinte Remus missmutig. „Und ich werde das nicht zulassen. Was wenn er euch ausschaltet. Wie soll Harry dann wegkommen?"

„Lass die Toten aus dem Spiel. Sie können auch nichts an der Tatsache ändern das wir vor einem ernsthaften Problem stehen", erklärte Glen streng. „Er hat aber Recht. James würde euch lynchen für diesen Vorschlag", verteidigte David den Werwolf. Harry sah kurz in die Runde und traf Dumbledores musternden Blick der ihm mehr als unangenehm war.

„Ich werde das nicht zulassen. Ich habe seinen Eltern an deren Grab geschworen auf ihn aufzupassen, ihn zu beschützen mit meinem Leben. Es wäre Wahnsinn. Es kann doch nicht euer ernst sein, Harry freiwillig Voldemort ausliefern zu wollen?" Remus klang dabei völlig verzweifelt und Harry fragte sich ob der Werwolf ihn auch so in Schutz nehmen würde, wenn sie nicht zusammen wären.

„Mr. Potter. Was sagen sie dazu?" wurde er plötzlich von Chris aus seinen Gedanken gerissen. „Ich? Na ja… die Idee ist… gefährlich. Aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt, bin ich dabei. Das hab ich ja schon gesagt", erklärte der Gryffindor mit einem verdammt miesen Gefühl in der Magengegend. Remus sah ihn geschockt an. „Das ist nicht dein Ernst", flüsterte er.

„Remus. Wir haben mit dem Apparieren richtig angefangen. Im Klassenzimmer funktioniert es perfekt und ich bin mir sicher dass ich es auch hier hinbekomme. Vor allem wenn mein Leben davon abhängt", versuchte Harry seinen Freund zu beschwichtigen, aber Remus schien sich nur noch mehr aufzuregen. „Du hast mir versprochen dich nicht in Gefahr zu bringen. Außerdem kannst du davon ausgehen das sie ein Schild über die Kirche legen. Da ist nichts mit apparieren. Und du hast im Duell keine Chance gegen ihn. Wir werden eine andere Lösung finden." Harry nickte nur. Er wollte keinen Streit hier beschwören, also gab er lieber klein bei. Und wenn sie wirklich eine andere Lösung fanden war ihm das auch Recht.

„Wir müssen an ihn rankommen, ehe er mit dem Ritual beginnt. Die Kräfte die er da freisetzen und an den Stein binden will, sind so unglaublich das von Pembroke nur ein Krater übrig bleibt, sollte er die Kontrolle verlieren. Das können wir auf keinen Fall zulassen", erklärte Dumbledore streng.

„Und wenn wir die Kirche in Brand stecken?" fragte Hermine nachdenklich. Harry traute seinen Ohren nicht. So ein seltsamer Vorschlag von einem Mädchen da alles gut durchdachte? „Was willst du damit erreichen?" meinte David. „Er wird wohl kaum dieses Ritual in einer brennenden Kirche durchführen. Und wenn wir seine Anhänger davon abhalten das Feuer zu löschen, tauchen früher oder später Muggel auf. Und dann muss er verschwinden. Denn wenn er weiter macht, ruft dass das Ministerium auf den Plan, wegen des Geheimhaltungsabkommens", erklärte die Hexe.

„Vergiss es. Das funktioniert nicht. Er hat auch eine ganze Menge Schutzzauber über die Kirche gelegt", erklärte Tonks nachdenklich. „Albus. Die Idee mit der Ablenkung ist immer noch die Beste. Wir werden Harry in Sicherheit bringen. Ihm wird schon nichts passieren", versuchte es Chris erneut. „Nein verdammt. Ich werde das nicht zulassen. Ihr alle wisst sehr genau wie mächtig Voldemort ist. Und wenn er erst mal an Harry dran ist haben wir ein Problem. Und er kann sich nicht allein gegen ihn verteidigen", entrüstete sich Remus.

„Irrtum", dachte Harry, wurde sich aber im nächsten Moment bewusst das er das laut gesagt hatte und hätte sich am liebsten auf die Zunge gebissen. „Wir wissen alle, dass du stark bist, aber du hast dein Potential nicht bewusst unter Kontrolle. Und Voldemort wird dich nicht lange genug reizen um es zu wecken und ob du dann in der Lage bist es zu kontrollieren weißt du auch nicht. Es ist einfach viel zu gefährlich", erklärte Dumbledore ruhig.

Der Gryffindor erhob sich von seinem Stuhl. Nicht weil er wütend war. Er hatte nur das Bedürfnis sich nicht von so weit unten mit dem Schuleiter, der die ganze Zeit gestanden hatte zu unterhalten. Zwar war Harry immer noch kleiner als Dumbledore, aber er kam sich nicht mehr so vor. Und nun wo er es eh schon ausgesprochen hatte, wollte er auch sagen an was er gedacht hatte.

„Voldemort und ich besitzen Zauberstäbe mit dem gleichen Kern, Professor. Was das bedeutet haben wir erlebt. Ich habe das es schon einmal geschafft, und ich weiß ich kann es wieder schaffen. Ich bin ihm nicht hilflos ausgeliefert sollte es zu einem Duell kommen. Und ich bin mir sicher das meine Eltern und Cedric mir noch einmal helfen werden", sagte er ruhig. „Das ist Lebensmüde. Du willst es doch wohl wirklich nicht darauf anlegen sich mit ihm zu duellieren? Und wenn er seinen eigenen Stab nicht benutzt? Dann bist du so gut wie tot", meinte Remus neben ihm verzweifelt. Der Gryffindor sah seinem Freund tief in die Augen. Er verstand die Angst seines Freundes, aber es ging nicht anders. Das war ihm grade klar geworden. Wenn Voldemort sich ablenken lasen würde, dann nur von ihm. Und wenn nicht, dann…

„Wenn wir ihn nicht aufhalten, bin ich das sowieso. Glaubst du, er macht vor Hogwarts halt wenn ihm dieses Ritual gelingt? Ganz sicher nicht. Er wird mich so lange jagen bis ich tot bin und keiner wird ihn aufhalten können. Dann ist es auch egal ob ich bei dem Versuch ihn aufzuhalten sterbe, oder hinterher wenn er es geschafft hat", sagte Harry. Er konnte sich grade noch zurück halten dem Mann hier vor dem versammelten Orden zärtlich über die Wange zu streichen, um ihn zu beruhigen.

„Spinnst du?" platze Ron heraus. „Willst du wirklich sterben?" Der Schwarzhaarige sah zu seinem Freud hinüber. Nein Sterben wollte er sicher nicht. „Harry", meinte Hermine mit einem tief besorgten Blick. „Lass den Unsinn. Es bringt nichts. Du kannst damit nichts wieder gut machen. Du hilfst niemandem wenn du stirbst. Denk mal darüber nach, wem du damit alles wehtust." Harry sah deutlich dass ihr Blick kurz zu Remus hinüberflackerte.

Sicher war ihm bewusst, wem er alles wehtun würde, wenn er starb. Aaber diese Aktion hatte wirklich nichts mit irgendwelchen Wiedergutmachungen zu tun. Er wusste, dass es Sirius nicht zurück brachte und sein Gewissen würde es auch nicht erleichtern. Zumindest würde es ihn nicht von der Schuld an Sirius Tod befreien.

Moody räusperte sich kurz und sah in die Runde, zumindest mit seinem Magischen Auge. Das Gesunde hatte Harry fixiert. „Albus. Es ist lebensmüde aber unsere einzige reelle Chance. Er wird sich nicht von unserer oder deiner Anwesenheit ablenken lassen. Vielleicht nicht mal mit der von Harry, aber es ist eine Chance. Und die einzige Idee die wirklich was taugt. Wir könnten zwei Mann in der Nähe von Harry lassen die ihn im Notfall wegschaffen. Außerdem können wir einen Besen mitnehmen. Damit ist Harry ihm überlegen. Er könnte zur Not durch die Luft abhauen, wenn alles schief geht."

Harry nickte dem Ex-Auroren zu. Dass der sich für ihn einsetzte hätte er nicht erwartet, eher im Gegenteil. Die Frage war nur, ob es den Schulleiter überzeugte. Remus neben ihm sah auf jeden Fall völlig verzweifelt aus. Dann ging sein Blick zum Schulleiter der ihn einfach nur ansah. Harry erinnerte dieser Blickkontakt an den von Snape und Scott. Reflexartig versuchte er seinen Geist zu schließen, auch wenn das wahrscheinlich nichts brachte.

„Bist du dir auch wirklich im Klaren darüber was das für dich bedeuteten könnte Harry?" fragte Dumbledore dann. Diese Frage irritierte den Gryffindor maßlos. Hatte er Dumbledore doch falsch eingeschätzt? War der Schulleiter doch nicht in seinen Geist eingedrungen? Oder hatte er es doch geschafft seinen Geist zu verschließen? Letzteres verwarf Harry sofort wieder. Das war einfach unmöglich.

„Ich begebe mich damit mal wieder in eine unmögliche Situation. In Lebensgefahr. Aber in der bin ich doch sowieso immer, sobald ich das Schlossgelände verlasse. Wer garantiert mir denn bitte, dass ich nicht am nächsten Hogsmeadewochenende im Dorf von Todessern überfallen und gekidnappt werde?

Und wenn wir es nicht schaffen, diesen möchte gern Lord aufzuhalten, ist unsere Welt verloren. Oder sehe ich das falsch?" erklärte Harry schließlich. Der Schulleiter schenkte ihm ein Lächeln. „Ich fürchte da liegst du richtig. Denn mit der Macht die er erlagt, wenn er dieses Ritual beendet ist ihm niemand mehr gewachsen." Der Gryffindor nickte und setzte sich wider hin. Vorsichtig tastete er unter dem Tisch nach Remus Hand. Er wollte den Mann berühren, ihn versuchen zu beruhigen. Remus erwiderte den Druck zaghaft, sah ihn aber nicht an. Für einen Moment dachte Harry schon, der Werwolf sei wütend, aber dann entdeckte Harry dass sein Freund feuchte Augen bekam. Schnell ließ er dessen Hand los. Er wollte nicht das Remus hier in Tränen ausbrach vor Angst. Diese Peinlichkeit wollte er ihm ersparen. Das Remus so sensibel war und er ihm dermaßen viel bedeutete rührte Harry zutiefst. Aber es ging nicht anders. Sie mussten etwas tun und er würde sicher nicht den Schwanz einziehen.

„Gut. Mir gefällt diese Idee zwar ganz und gar nicht, aber ich sehe keine andere Chance. Alastor, Tonks, Remus. Ihr werdet Freitag wie geplant den Wald nach Fallen absuchen, und sie so deaktivieren das es keinem auffällt. Voldemort darf auf keinen Fall mitkommen das wir wissen was er vor hat. Sonst wechselt er den Ort und wir sind im Hintertreffen.

Am Freitagabend treffen wir uns pünktlich um halb zwölf in Hogsmeade hinter der Heulenden Hütte am Waldrand. Seht zu, das euch keiner bemerkt. Harry, du solltest dir kein so auffälliges Kostüm ausdenken, für Halloween, damit du unauffällig verschwinden kannst. Ron und Hermine bleiben auf jeden Fall im Schloss. Es ist für euch viel zu gefährlich. Ich werde schon Donnerstag unter einem Vorwand verschwinden. Minerva übernimmt meine Aufgaben im Schloss.

Wir werden gemeinsam nach Pembroke apparieren und uns dort zu Fuß zur Kirche durchschlagen. Sobald Voldemort auftaucht wird eingegriffen. David, Chris. Ihr bleibt in jedem Fall bei Harry. Sobald Tom sich Harry zuwendet, seht ihr zu das ihr ihn wegbringt. Am besten nach Hogsmeade. Du wirst von dort sofort zurück ins Schloss gehen. Bitte keine Eigenmächtigkeiten.

Marge und Ted nehmen sich die Schilde vor. Davids Team wird sie vor den Todessern decken. Glen. Du und deine Leute nehmt euch zusammen mit Arthur, Tonks und Remus die Todesser vor. Alastor, Martin, Lucas und ich werden uns Tom vornehmen.

Alles muss sehr schnell gehen", erklärte Dumbledore. Der Gryffindor nickte. Er hatte nicht wirklich erwartet dass der Schulleiter diesem verrückten Plan zustimmen würde und er konnte sich vorstellen was Sirius Dumbledore erzählen würde, wenn er hier wäre.

„Und was machen wir wenn Chris und David ausgeschaltet werden? Wie soll Harry dann wegkommen?" fragte Remus provokativ. „Wir werden dort einen Besen verstecken. Wie Harry den zu sich ruft, weiß er und er kann es. Und über seine Flugkünste müssen wir wirklich nicht diskutieren", erklärte der Schuleiter ernst. „Ich werde dann Marge und die anderen einweihen. Außerdem muss ich zum Dienst", erklärte Chris und stand auf. „Gut. Wir sehen uns Freitag", verabschiedete der Schulleiter ihn und löste dann auch die Sitzung auf.

„Harry. Kann ich dich bitte kurz im Wohnzimmer sprechen?" fragte Remus leise. Harry sah kurz auf und nickte dann. Er lief vor dem Werwolf her und betrat den Raum. Kaum war die Tür ins Schloss gefallen drehte Harry sich zu ihm um. „Remus. Ich weiß dass es lebensmüde ist, das ich dir versprochen habe, keine Dummheiten zu machen und mich nicht in Gefahr zu begeben. Aber das ist unsere einzige Chance. Mir wird nichts passieren. Ich habe nicht vor zu sterben." Remus lächelte ihn behutsam an und nahm ihn dann in den Arm.

„Ich liebe dich Harry. Wenn dir etwas passiert…, ich weiß nicht was ich dann machen würde. Du bist für mich das einzige wofür es sich noch zu leben und zu kämpfen lohnt. Lass mich nicht allein, versprich mir das." Harry spürte deutlich die heißen Tränen die dem Mann dabei über die Wangen liefen. Vorsichtig schob Harry Remus etwas zurück und sah ihm tief in die Augen. Sanft wischte er mit dem Daumen die Tränen weg und küsste ihn dann zärtlich auf den Mund. „Ich liebe dich auch Remus. Und ich schwöre dir, mir wird nichts passieren. Immerhin hast du mir da noch was versprochen, auf das ich mich sehr freue", meinte Harry. Remus sah ihn mit Unverständnis an. „Wie war das noch mit den Vertrauensschülerbädern?" fragte der Gryffindor verführerisch. Remus konnte ein Kichern nicht verbergen.

„Du bist mir einer. Da steht ein lebensgefährlicher Kampf ins Haus und du denkst an so was." „An was soll ich denn sonst denken? Voldemort? Den Kampf? Dann verkriech ich mich gleich unter meinem Bett. Denn ich habe eine scheiß Angst. Und es wird nicht besser wenn ich daran denke. Also denke ich lieber an etwas schönes. Also wie sieht es aus. Nach Halloween? Ein zweiter offizieller Besuch? Um sicher zugehen das ich es auch wirklich heil überstanden habe?" fragte Harry spitzbübisch grinsend. „Warum nicht. Einverstanden", meinte Remus und küsste Harry noch mal sanft.

In der Küche warten Ron und Hermine schon, zusammen mit Dumbledore und McGonagall. „Na dann kommt. Wollt ihr über den Kamin zurück reisen?" „Ich würde lieber apparieren. Ich hab es nicht so mit dem Flohpulver", erklärte Harry sofort. „Gut. Dann kommt", bat der Schulleiter und führte sie in die kleine Nebenstraße direkt neben dem Grimmauldplatz.

„Ich nehme an du warst Montag nicht wirklich krank?" fragte der Schulleiter auf dem Weg hoch um Schloss. Harry senkte etwas verlegen den Blick. „Es wird nicht wider vorkommen und wir holen den Stoff natürlich nach", entschuldigte er sich. McGonagall die neben ihm lief sah ihn entsetzt an. „Das war nur…" dann wandte sich ihr Blick zu Ron. „Das waren die Scherzartikel ihrer Brüder, nicht wahr?" Ron wurde knallrot und starrte nur zu Boden. „Professor. Wir haben das nur gemacht um zu helfen. Eigentlich hätten wir nie etwas von den Privaträumen der Schulgründer wissen dürfen", meinte Hermine. „Ihr habt also tatsächlich Slytherins Privatgemächer entdeckt? Ich nehme an die sind auch mit einem Parselpasswort geschützt?" erkundigte sich der Schulleiter. „Zwei mal. Es gibt sogar eine Warnung vor ungebetenen Besuchern. Sie würden sterben", antwortete Hermine, ehe Harry auch nur eine Silbe gesagt hatte. Innerlich seufzte er auf. Warum musste sie die Fragen der Lehrer auch immer so genau beantworten. Manchmal war es besser etwas für sich zu behalten.

„Und dann sind sie da runter? Ihnen hätte sonst was passieren können", protestierte die Hauslehrerin Gryffindors. „Wenn man selbst Slytherin weiß macht, das man sein Erbe ist, wird es da unten sehr sicher", meinte Harry. Der Junge spürte den fragenden Blick des Schulleiters und erzählte ihm Notgedrungen von der Unterhaltung mit dem Bild. „Ich wusste mir nicht anders zu helfen", entschuldigte Harry unter dem strengen Blick McGonagalls. „Ich verstehe warum der Hut auch Slytherin für dich in Betracht gezogen hat. Das war wirklich eine gute List", meinte der Schulleiter.

„Du hättest wirklich nach Slytherin gekonnt?" fragte Ron entsetzt. „Ja. Ich wollte es aber nicht", antwortete Harry. Eigentlich hätten das seine Freunde niemals erfahren sollen. „Es sind unsere Entscheidungen die uns zeigen wer wir sind und nicht unsere Fähigkeiten. Und Harry hast schon oft den Mut bewiesen den ein Gryffindor ausmacht", erklärte Dumbledore und schickte sie dann rauf in den Turm.

Der Mittwoch und der Donnerstag verliefen wie üblich. Die Okklumentik wollte ebenso wenig klappen wie die Meditation um seine Kraft zu finden und so beendete Scott die Stunde früher. Den Donnerstagabend verbrachte Harry mit seinen Freunden im Turm in ihrer Lieblingsecke.

„Was wollen wir nun morgen anziehen?" fragte Ron. Die letzten zwei Tage hatten sie sich das Hirn zermartert aber nichts Passendes und Unauffälliges gefunden. „Ich weiß schon was. Ich gehe als Banschee", verkündete Hermine stolz. „Toll und wir?" seufzte Ron mit einem Blick auf Harry. „Ich soll etwas nicht zu auffälliges anziehen", meinte Harry halblaut. „Zieht doch das gleiche an und wenn wir Rons Haare schwarz färben, könnte man euch von hinten auch verwechseln. Dann fällt es kaum auf das Harry nicht da ist", schlug Hermine vor. „Schwarz färben?" meinte Ron ängstlich. „Keine bange. Das ist ein ganz einfacher Zauber. Der lässt sich sofort wieder umkehren", erklärte seine Freundin. „Was sagst du Ron, Vampire?" schlug Harry vor. „Etwas einfallslos, oder?" gab der Rothaarige zu bedenken. „Ihr wollt ja auch keinen Preis gewinnen. Und ich finde die Idee gar nicht mal so schlecht. Wir finden sicher ein paar nette Umhänge und Schminken tu ich euch", meinte Hermine begeistert.

„Komm. Wir haben eh nur noch bis morgen und da kommt uns sicher kein grandioser Einfall mehr. Und ich bin doch ab elf Uhr eh weg", meinte Harry. „Außerdem, wenn Vampire langweilig sind, macht das keiner. Also bist du der einzige mit so einem Kostüm", erklärte Hermine. Das Mädchen schien hellauf begeistert zu sein von ihrer Idee. Warum ging sie dann eigentlich nicht als Vampir? Aber Harry ließ seiner Freundin den Spaß. Denn bei dem was er vorhatte, war der Spaß Nebensache.

Dumbledore hatte den Freitag für frei erklärt und den Hogsmeadebesuchstag angesetzt. So konnten alle Schüler sich noch etwas für ihre Kostüme besorgen. Harry war eigentlich gar nicht in der Laune für Shoppingtouren. Seine Gedanken kreisten mehr und mehr um den heutigen Abend und ihm wurde immer mal wieder richtig flau vor Angst wenn er näher darüber nachdachte, dass er sich wahrscheinlich seinem ärgsten Feind stellen musste. Doch seine Freunde hatten ihn mitgeschleift. Unterwegs begegneten ihnen auch Saphira und John. Linnéa war weit und breit nicht zu sehen und die beiden flüsterten aufgeregt miteinander.

Der Umhangladen des Dorfes hatte wohl von Dumbledore einen Tipp bekommen, denn die Auswahl der Stoffe war drei Mal so groß wie sonst und fünf Verkäuferinnen wuselten umher. Außerdem gab es schon eine Menge vorgefertigter Kostüme. Hermine kaufte sich ein blauschwarzes, verwaschen wirkendes Kleid. Es war knöchellang, die Ärmel an den Handgelenken sehr weit und um die Hüfte wurde eine Kordel als Gürtel getragen. Eigentlich hatte es eher den Charakter eines übergroßen Putzlappens, aber das verkniff Harry sich lieber.

AN: So, das war es mal wider für huete. Zum Abschluss hab ich da noch eine frohe Botscahft für euch. Die Stroy an sich ist fast fertig und sie wird etwa,... na wollt ihr es wissen? Ja. sie wird etwa 43 Kapitel umfassen. Zumindest hab ich es so ausgelegt, aber ich werde das wahrschienlich auf 45 ausweiten.

Und wenn ihr alle schön Fleissig reviewt bekommt ihr auch ganz schnell das nächste Chap. Wie wäre es wenn sich auch die schwarzleser mal outen? Ich reiß uch keinem den Kopf ab. Versprochen. Versuct doch mal einen Rekord aufzustellen. Ich warte gespannt.

Liebe Grüße

Imobilus