AN: Hi Leute! Alle gut ins Neue Jahr gekommen? Das freut mich.
Hier haben wir dann als Neujahrspräsent das nächste Chap für euch. Ich hoffe es gefällt euch.
Und ehe ich es wieder vergesse. ALles gehört JKR (außer die Idee und ein paar Charakteren) und Geld verdiene ich hiermit uch keines.
Viel Spaß beim Lesen!
Rettung (aus) der Zukunft
Kapitel 18
McGonagall begleitete ihn noch auf sein Zimmer. „Arthur wird dich morgen abholen und nach Hogwarts bringen. Ron und Hermine werden sich freuen dich wieder zusehen. Sie waren ebenso in Sorge wie wir", erklärte McGonagall und setzte sich. Harry musterte sie von der Seite und wurde das Gefühl nicht los das da noch mehr war. „Da ist noch etwas, was du wissen solltest. Der Todesser den du weißt schon wer getroffen hat war Lucius Malfoy. Es war der Todesfluch." „Malfoy?" fragte Harry etwas überrascht. „Ja. Wir gehen aber davon aus das es keine Absicht war. Lucius war einer seiner treuesten Anhänger. Er war wohl nur zur falschen Zeit am falschen Ort." Harry nickte nur. Mitleid konnte er nicht wirklich aufbringen. Der Mann war ein Todesser gewesen. Er war sein Feind und durch seinen Tod gab es jetzt eben einen weniger.
„Ich denke ich muss dich nicht ermahnen Mr. Malfoy gegenüber nicht so respektlos zu sein ihn damit wütend zu machen", erklärte seine Hauslehrerin streng. „Er zieht auch über Sirius her", war Harrys einziger Kommentar dazu. McGonagall seufzte leise auf. „Es mag dir gegenüber Respektlos sein und es verletzt dich, aber in Gryffindor besitzt man einen gewissen Anstand." Harry schnaubte nur. „Ich werde nicht anfangen ihn zu provozieren. Sollte er aber Sirius beleidigen, werde ich mich sicher nicht zurückhalten." „Das ist doch schon mal ein Anfang. Versuch einfach dich nicht provozieren zu lassen. Wir sehen uns morgen auf dem Schloss", verabschiedete sich seine Lehrerin.
Harry seufzte einmal tief und machte es sich dann gemütlich. Er musste diese Okklumentik endlich auf die Reihe bekommen. Da er grade allein war wollte er die Gelegenheit auch gleich nutzen. So verbrachte er die Zeit bis zum Mittagessen im Schneidersitz auf seinem Bett und versuchte sich daran seine Gedanken zu verschließen. Erst als ihm der Geruch von Essen in die Nase stieg und sein Magen heftig knurrte schlug er die Augen auf. Er bedankte sich kurz bei der Frau und widmete sich dann dem Nudelteller. Aber der Mittagstisch auf dem Schloss war definitiv mehr nach seinem Geschmack musste er zugeben.
Nach dem Essen nahm er sich noch mal zwei Stunden für die Okklumentik. Er wollte Remus etwas Schlaf gönnen, aber um drei Uhr hielt er es dann nicht mehr aus und sein Freund hatte scheinbar schon auf ihn gewartet. „Ich hatte mir grade überlegt zu dir zu kommen, wenn du nicht in den nächsten zehn Minuten auftauchst", meinte er lächelnd und machte Harry etwas Platz auf dem Bett. „Und ich wollte dir die Ruhe gönnen damit du hier schnell raus kommst und ich mir weniger Sorgen machen muss", konterte Harry und setze sich zu ihm. Remus zog ihn in zu sich ran und flüsterte ihm zu: „Ich werde vorsichtig sein und auf mich aufpassen."
Beide schwiegen sie eine Weile und kuschelten miteinander. Harry genoss es einfach. Nach dieser Sache würde es wohl schwer werden zu Remus zu schleichen. Sie würden ihn sicher alle besonders gut im Auge behalten.
„Harry", fragte Remus plötzlich leise. „Ja?" Remus schwieg einen Moment, was den jüngeren beunruhigte. Vorsichtig setze er sich auf und sah seinem Freund in die Augen. Er schien besorgt. „Was ist los?" hackte Harry nach. „Ich weiß nicht ob es dir klar ist, aber du hast die Kontrolle verloren, als du Voldemort angegriffen hast. Und das ist so ziemlich das Schlimmste was einem passieren kann." Harry wollte grade ansetzen etwas zu sagen, aber sein Freund hob die Hand.
„Ich mache dir keinen Vorwurf für das was du getan hast, dazu habe ich nicht das Recht. Aber die Situation die du beschrieben hast, deine Gefühle, dein Hass und deine Wut, hatten dich völlig unter Kontrolle. Und so was kann tödlich enden. Ich verstehe deine Gefühle, ich kann sie nachvollziehen, aber… wir beide müssen daran arbeiten dass so was nicht noch mal vorkommt.
Du musst lernen Herr deiner Gefühle zu bleiben. Natürlich darfst du wütend sein, jemanden hassen, du darfst sie auch zeigen, das sollst du auch. Nicht das du so endest wie Severus. Äußerlich ein Eisklotz und unnahbar, aber du darfst dich nicht von deinen Gefühlen lenken lassen. Deine Gefühle dürfen nicht dein Handeln bestimmen. Vor allem nicht wenn du dein Potential unter Kontrolle bekommst. Dann könnte vielleicht etwas passieren was du nicht willst."„Das wird nicht leicht", seufzte Harry, der das ja auch schon längst begriffen hatte. „Das wird verdammt noch mal nicht leicht werden. Allein wenn ich mir nur vorstelle wie du da liegst, wird mir ganz anders." Remus zog ihn zu sich ran und nahm ihn fest in den Arm. „Wir bekommen das hin. Ich helfe dir. Gemeinsam schaffen wir das", versprach Remus.
Bis zum Abendessen redeten sie noch eine ganze Weile über das Geschehene, vor allem über Harrys Angst Remus zu verlieren und dem Älteren wurde mehr als deutlich, was sein Junger Freund da für ihn empfand. Er war für Harry zum Halt geworden. Er wagte es nicht sich sonst jemandem so anzuvertrauen. Remus fühlte sie richtig geehrt dadurch, dass ihm der Junge so viel, wahrscheinlich sogar noch mehr Vertrauen als James entgegen brachte. Aber genau das würde es auch schwer machen, Harry soweit zu bringen, dass er sich erst auf ein Duell und dann auf ihn und seinen möglichen Tod konzentrierte. Und er hatte noch keine richtige Idee wie er das machen sollte. Er müsste mal mit dem Orden reden. Vielleicht hatte dort jemand eine Idee.
Es war weit nach der Abendbrotszeit als Harry wieder auf sein Zimmer ging. Die Heiler hatten ihn rausgeworfen, obwohl Remus tief und fest in Harrys Armen schlief und auch er schon eingenickt war. Die Heiler wollten ihn aber partout nicht bei ihm bleiben lassen.
Dafür ging er gleich nach dem Frühstück wieder zu ihm und erzählte warum er gegen war. „Das sind Vorschriften. Wir sehen uns ja bald. Ich klär das mit Minerva. Immerhin weiß sie Bescheid und wir finden sicher eine Erklärung warum ich dich besuchen komme. Und mach dir keine Sorgen. Ich werde aufpassen." „Voldemort sollte besser aufpassen. Ob ich nun meine Gefühle unter Kontrolle habe, oder nicht. Wenn er dir etwas antut wird er sich nach der der nächsten Begegnung mehr als nur eine Hand behandeln lassen müssen", knurrte Harry missmutig. „Mach mir ja keine Dummheiten und lass dich nicht irgendwie in die Falle locken. Ich werde Arthur nachher bitten mir das Telegate vorbeizubringen, dann kannst du mich zur Not erreichen." „Gute Idee. Du meldest dich wenn du es hast, ja?" fragte Harry. Remus fing an zu kichern. „Sicher sag ich dir Bescheid", flüsterte Remus und zog seinen Freund in einen innigen Kuss.
Sie hatten sich grade wieder getrennt, als Arthur rein kam. „Morgen ihr zwei. Entschuldige dass ich so spät bin. Im Büro ist der Teufel los." „Schon gut. Arthur. Kannst du deiner Frau bitte sagen dass ich gern noch ein paar Sachen hier hätte. Einmal das Buch von meinem Nachttisch und in der Schublade liegt eine durchsichtige Kugel die aussieht als sei sie mit Wasser gefüllt." „Sag ich ihr. Sie will dir heute Nachtmittag sowieso Gesellschaft leisten und was besprechen." Remus runzelte die Stirn. „Was ernstes?"
Harry sah das Rons Vater ihn kurz ansah und dann den Kopf schüttelte. „Ich weiß nicht worum es geht. Sie wollte es nicht sagen ehe sie nicht mit dir darüber gesprochen hat", antwortete er. „Gut. Harry, wir sehen uns nächste Woche ich klär das und gebe dir Bescheid. Und da ich davon ausgehe das Hermine sich darum kümmert dass du den Stoff nachholst, spar ich mir den Spruch den deine Mutter dir mitgegeben hätte."
Harry nahm Remus noch mal zärtlich in den Arm. Ihm war es egal was Arthur von ihm denken würde. „Bis später mein kleiner Wolf", raunte er ihm nicht Ohr. Remus wuschelte ihm noch mal durchs Haar. „Du kleiner Lausebengel. Bis bald." „Mach mir ja keinen Unsinn", kicherte Harry und Remus ahnte was Harry meinte. „Arthur, nimm ihn mit ehe ich ihn übers Knie lege", schmunzelte Remus ein Lachen unterdrückend.
„Na komm", meinte Rons Vater und zog ihn dann mit raus nachdem Harry seine Papiere unterschrieben hatte. Er ließ sich von Rons Vater in eine Seitenstraße führen und apparierte mit ihm nach Hogsmeade. Er sah sehr wohl die Fragenden Blicke, überging sie aber einfach. Sollte Arthur sagen wenn er etwas wollte, er würde nicht nachfragen. Aber Rons Vater sagte nichts und verabschiedete sich am Schlosstor von ihm.
Das Schulgelände lag regungslos vor ihm. Alles war totenstill und ein eisiger Wind wehte über das Gelände. Harry betrachtete den Himmel mit Argwohn. Es würde bald Schnee geben. Auch im Schloss war nichts los und ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass vor zwanzig Minuten der Unterricht begonnen hatte. „Auf in den Kampf", murmelte er und ging ohne seine Bücher zum Verteidigungsklassenzimmer. Er wollte nicht noch mehr Stoff verpassen und fühlte sich fit genug, auch wenn der Heiler ihm nachgelegt hatte sich noch zu schonen. Das hieß ja nicht das er den ganzen Tag im Bett liegen sollte. Außerdem war es dort oben einfach nur langweilig.
Er klopfte an und drückte dann die Tür auf. Alle starten ihn an und Hermine entwich ein erfreutes: „Harry!" als sie ihn sah und fiel ihm gleich um den Hals. Auch Ron war aufgesprungen und klopfte ihm auf die Schulter. „Wir haben Zuschauer", murmelte er und Hermine ließ ihn verlegen wieder los. „Entschuldige", meinte das Mädchen verlegen. „Schon in Ordnung Mrs. Granger. Wir alle freuen uns Harry wieder Wohlbehalten hier begrüßen zu dürfen. Allerdings wurde mir gesagt, dass sie erst nach dem Wochenende wieder am Unterricht teilnehmen." „Davon wusste ich bis jetzt nichts, Max und ich würde lieber hier bleiben. Ich habe genug gefaulenzt. Nur… Ich habe weder ein Buch hier noch… meine Schuluniform." Gestand er als der den Umhang aufmachte.
„Ihre Einstellung bewundere ich und übergehe die Kleiderordnung ausnahmsweise mal, für heute", meinte Scott und fuhr mit seinem Unterricht fort. Es ging um Schutzzauber und Bannkreise. Harry setzte sich neben Hermine um bei ihr mit ins Buch zu sehen, als sie etwas lesen sollten.
„Wie geht es dir?" flüsterte sie ihm zu. „Gut. Danke. Nur noch ein leichtes Ziepen in den Rippen. Hilfst du mir mit dem Stoff?" fragte er. „Sicher. Ron auch. Ihr könnt ja nach dem Mittag anfangen mit Verteidigung." Harry nickte und wandte sich dem Text zu, da Scott sie musterte. „So", meinte er nach zehn Minuten. „Da sie nun alle die Anweisungen gelesen haben, möchte ich das wir den Zauber üben. Ich werde ihnen es einmal vorführen. Wer möchte mir assistieren?" Harry sah sich gespannt um, aber keiner meldete sich. „Keine Freiwilligen?" meinte Max verwundert. „Ich mach's", seufzte Harry und streifte sich seinen schweren Winterumhang ganz ab und trat auf den Lehrer zu. „Sie meinen sie schaffen das?" erkundigte er sich. „Das sollten wir ausprobieren. Was soll ich tun?" fragte er. „Greifen sie mich an. Einen schönen starken Schockzauber", bat der Lehrer. „Gut. Wie sie wollen", erklärte Harry und konzentriere sich, um so viel Kraft wie möglich dahinter zu setzen. „Stupor!" rief Harry und Scott zog ein silberleuchtendes Schild hoch das den Blitz abprallen ließ und ihn auf den Angreifer spiegelte. Trotz seines eilig beschworenen Protego stolperte Harry einige Schritte zurück und stieß gegen die Wand. „Die Reaktion war gut, aber das Schild nicht stark genug um die Kraft aus dem Fluch zu nehmen wie wir gesehen haben. Es hat zwar den Fluch an sich abgewiesen aber nicht den Rückstoß. Das ist das besondere an dem Reflekta", erklärte Scott und sah dann zu Harry, der sich wieder von der Wand gelöst hatte. „Alles o.k.?" Harry seufzte. „Ja. Alles bestens. Sie müssen mich nicht wie ein rohes Ei behandeln. Davon hatte ich in den letzten Tagen genug Leute um mich", meinte Harry schlicht. Scott zog kurz eine Augenbraue hoch und nickte dann. „Also gut. Dann darfst du es jetzt mal versuchen." meinte er. Harry nickte und machte sich bereit. Er hatte die Bewegung vorhin schon kurz geübt. Sie war auch nicht weiter schwer. Im selben Moment wie Scott „Impedimenta!" rief, beschwor Harry das Schutzschild rauf. Aber seines war bei weitem nicht so stark wie er gedacht hatte und ließ den Fluch durch. Der traf ihn in die Brust und er stieß heftig gegen die Wand. „Harry", keuchte Hermine und er ließ ein Stöhnen hören. Kurzzeitig hatte er Sterne gesehen, da er mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen war.
„Harry?" fragte Scott behutsam. „Entweder bin ich neuerdings eine Flasche oder sie sind verdammt mächtig", kommentierte er und rappelt sich hoch, nachdem Scott den Fluch aufgehoben hatte. „Du schienst mir recht kräftig zu sein und du warst so überzeugt von dir… Ich hab dich wohl überschätzt", meinte der Lehrer. „Schon gut. Mein Kopf hält was aus", meinte Harry schon fast lachend. „Bist du dir sicher?" „Ja ich bin mir sicher. Sollten die anderen nicht besser auch üben? Damit ihnen nicht das gleiche passiert?" meinte er. Scott seufzte einmal. „Ja. Sollten sie. Also bitte immer zu zweit. Harry du nicht", erklärte er streng, als Harry zu Ron rüber ging. Der winkte aber nur ab und half Ron und Hermine. Zeit um sich mit ihm zu unterhalten hatten sie nicht, das der Lehrer sie beobachtete.
„Ron, greif mich an. Wäre doch gelacht wenn ich das nicht hinbekomme", meinte Harry am Ende der Stunde. „Harry…", warf Hermine ein aber er unterbrach sie. „Nein, Hermine. Ron greif mich an." „Gut. Bereit?" meinte sein Freund. „Jep!" Und diesmal klappte es und Ron musste seinem Schocker ausweichen. „Harry", erklang Scotts mahnende Stimme hinter ihm. „Das brauchte mein Selbstwertgefühl", sagte er schlicht und überließ Hermine wieder das Feld.
Nach dem Stundenende machte er sich dann mit seinen Freunden auf den Weg zum Verwandlungsklassenzimmer. „Mensch Harry. Mach so was wie in Pembroke nie wieder. Wir haben eine Scheißangst gehabt", meinte Ron empört. „Wir waren das Wochenende bei dir. Du sahst echt furchtbar aus. So blass und die Verbände. Und dann konnte auch keiner sagen ob du wieder aufwachst und wie es dir geht", fügte Hermine ebenso besorgt hinzu. „Leute es geht mir gut. Ich bin wieder fit und so schnell lass ich mich nicht unterkriegen", versuchte er sie zu beruhigen und legte beide Arme um sie. „Geht es dir wirklich gut? Ich mein, das muss doch wehgetan haben grade eben?" hackte Hermine besorgt nach. „Es geht schon. Was mich nicht umbringt macht mich stärker", meinte er und betrat den Verwandlungsklassenraum.
Seine Hauslehrerin schien mehr als erstaunt zu sein ihn hier zu treffen. „Mr. Potter?" „Guten Morgen, Professor. Ich hoffe es stört sie nicht das ich keine Schuluniform trage. Ich hatte noch keine Gelegenheit nach oben zu kommen und Arthur hat mir leider keine mitgebracht", entschuldigte er sich und nahm Platz. „Eigentlich sollten sie sich auch noch schonen", meinte die Frau streng. „Ich fühl mich wohl und sehe keinen Grund noch mehr Stoff zu verpassen", meinte er nur. „Nun gut. Ich werde über die fehlende Kleiderordnung hinwegsehen. Mein Kollege scheint dies ja getan zu haben. Sie werden sich aber nach dem Mittag ausruhen, oder ich schleife sie persönlich auf die Krankenstation." „Einverstanden. Ich ruh mich aus", meinte Harry mit einem Lächeln. Immerhin hatte er den Nachmittag eh frei.
Beim Mittagessen kam Harry sich irgendwie komisch vor, als einziger ohne Schuluniform am Tisch zu sitzen, aber er ignorierte es. Weitaus unangenehmer war da der Gedanke das Dumbledore nicht hier war. Wenn Voldemort beschloss jetzt das Schloss anzugreifen, waren sie hilflos. Einen weiteren Kampf würde Harry gegen ihn nicht überstehen. Sicher waren hier genug Lehrer aber Voldemort hatte es auf ihn abgesehen und über kurz oder lang würde er ihn dann auch bekommen und das Priori Incatatem konnte er ja abschreiben. Voldemort würde zu einem zweiten Duell sofort einen anderen Stab benutzten. Er seufzte einmal tief und schob die trüben Gedanken bei Seite. Er wollte jetzt nicht weiter darüber nachdenken.
Nach dem Essen ließ sich Harry auf sein Bett fallen. „Wir haben deinen Tarnumhang übrigens aus der Hütte geholt. Ihr habt euch das da richtig gemütlich eingerichtet", meinte Ron schmunzelnd. „Danke. Das Lob für die Einrichtung geht aber an Remus. Damit hab ich nichts zu tun", erklärte Harry. Während Hermine dann beim Nachtmittagsunterricht saß, arbeitete Harry mit Ron den Stoff für Verteidigung durch. Er hatte sich für heute nur zwei Fächer vorgenommen, Verteidigung und Tränke. Letzteres hatte er morgen noch mal und dann wollte er zumindest etwas vorbereitet sein. Da musste Hermine ihm aber helfen. Gegen fünf meldete Remus sich kurz bei ihm. Es sei alles in Ordnung, er hatte leider nicht viel Zeit weil Molly nur kurz draußen war und die sollte ja nicht unbedingt mitbekommen wozu diese Kugel gut war. Er versprach aber sich jeden Abend kurz zu melden. Hermine half ihm dann bei Zaubertränke, als sie wieder da war.
Als sie endlich fertig waren ließ sich Harry seufzend zurück fallen und schloss kurz die Augen. „Kommst du mit zum Training?" fragte Ron leise. „Kommt er nicht. Du siehst doch das er müde ist", meinte Hermine streng. „Bist du seine Mutter?" fragte Ron entgeistert. „Halt, keinen Streit. Ron wann ist unser nächste Spiel?" fragte Harry. „Erst nächstes Jahr, Ende Februar. Gegen Slytherin. Katie macht uns jetzt schon Dampf.", erklärte Ron. Harry schwieg einen Moment. Einerseits würde Katie wohl einen Aufstand machen wenn er nicht kam, andererseits hatte Hermine Recht. Er war fertig und ein Training würde ihm jetzt nicht viel bringen, außer wahrscheinlich sich einfach nur zu überanstrengen. „Ich komm Montag wieder mit. Heute bringt das nichts", erklärte Harry und hob sich aus dem Sessel. „Kommt, lasst uns essen gehen." Ron war sofort begeistert und sagte nichts weiter dazu dass er nicht mitkam.
Am Abendbrottisch sah er dann verwundert auf als Saphira alleine mit John die Halle betrat. „Wo habt ihr denn Linnéa gelassen?" fragte er. Das Mädchen lächelte nur. „Sie musste nach Hause. Ihrem Dad geht es nicht gut. Aber es wird sie sicher freuen zu hören dass du dich nach ihr erkundigst. Sie hat sich auch Sorgen um dich gemacht und ich soll dir ausrichten, dass du ja wohl nicht mehr alle Kessel beisammen hast, dich auch so was einzulassen", meinte sie. Harry sah sie erst erstaunt an und wandte sich ohne eine Antwort seinem Essen wieder zu.
Das Getuschel in der Halle schwoll plötzlich an als ein sehr blasser und übermüdet aussehender Draco Malfoy in die Halle kam. Er fixierte Harry kurz und schien ihn mit seinem Blick aufspießen zu wollen. Doch er sagte rein gar nichts, sondern setzte sich schweigend an den Tisch. Dort wagte es keiner ihn an zusprechen, aber alle sahen immer mal wieder zu Harry rüber. „Was haben die denn auf einmal?" fragte Saphira verwundert. „Frag doch John", meinte Ron etwas patzig. „Auf die Idee wäre ich schon noch gekommen, Rotschopf", brummte sie zurück. „Wie nennst du mich?" fauchte Ron. „Rotschopf. Nur weil ich mich gut mit einem Slytherin verstehe heißt das nicht dass ich auf ihrer Seite bin. Ich hab zwar kein Problem damit dass ich bei allen unten durch bin, aber wenn ihr schon mit mir sprecht, kann man das vernünftig tun", sagte sie und wandte sich demonstrativ ihrem Essen zu. Ron schien grade etwas sagen zu wollen, aber Hermine hielt ihn zurück.
„Sie hat Recht, Ron. Sie kennen sich seit ihrer Geburt und wir können nicht erwarten dass sie jetzt ihre Freundschaft kündigen nur weil sie in verschiedenen Häusern sind. Also vertragt euch doch einfach." „Sorry", murmelte Ron. „Schon gut", gab Saphira zur Antwort. „Besser als gar nichts", seufzte die Braunhaarige. Harry schüttelte nur den Kopf darüber.
Als seine Freunde dann auch fertig waren mit dem Essen, machten sie sich auf dem Weg in den Turm wo sie sich hinsetzen und Hermine erzählte was in den letzen Tagen los gewesen sei. Die Presse hatte groß über den Angriff auf Pembroke berichtet und auch das Dumbledore auf Bitten des Ministeriums hin, ihnen zur Seite gestanden hatte, als einziger den Voldemort fürchtete. Auch bedauerten sie es sehr dass er dabei verletzt worden sei.
Um sieben machte sich Ron dann auf zum Quidditchfeld. „Ich komm mit und sag Katie persönlich das ich heute nicht mittrainiere. Sonst ist sie noch sauer", meinte Harry und folgte seinem Freund.
Am Quidditchfeld sahen Harry alle etwas verwundert an, das er ohne Uniform ankam. „Es stimmt also?" fragte Katie. „Was soll stimmen?" fragte er irritiert. „Das du auch in Pembroke dabei warst und dich mit du weißt schon wem duellieret hast?" Harry sah kurz zu Ron der entschuldigend mit den Schultern zuckte. Wusste es etwa ganz Hogwarts? Saphira hatte doch auch so was durchblicken lassen. „Und?" fragte Katie herausfordernd. Harry seufzte leise auf. „Von wem habt ihr das?" meinte er. „Gerüchte", antwortete Ginny, wobei Harry sich bei ihr sicher war das sie es von Ron wusste. „Harry", meinte sein Freund. „Du hättest mich ruhig vorwarnen können, dass es eh schon bekannt ist. Das wäre in ein paar Tagen doch eh raus gekommen", meinte er und wandte sich an das Team. „Ich war auch dabei, ja." „Du hast dich mit ihm duelliert?" fragte Jack Sloper, ihr Treiber hörbar entsetzt. Harry schloss einen Moment die Augen. Er wollte nicht im Mittelpunkt stehen, erst recht nicht bei dieser Sache. Aber hier hatte er wohl keine Wahl. „Ja. Ich habe mich mit ihm duelliert. Sicher nicht freiwillig und ich hatte mehr als einen Schutzengel an diesem Abend." Er sah die entgeisterten aber auch begeisterten Mienen seiner Mitspieler. „Leute, ich will das nicht an die große Glocke hängen. Ich will keine Aufmerksamkeit dafür. Es sind in dieser Nacht zu viele Menschen gestorben. Behalten wir das für uns.
Außerdem bin ich selbst auch beinahe dabei drauf gegangen und heute erst aus St. Mungos entlassen worden. Ich fühl mich einfach noch total erledigt. Ich trainier Montag wieder mit, versprochen. Und wir werden Slytherin schlagen. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer." Die anderen sahen ihn einen Moment unschlüssig an und Katie ergriff das Wort. „Gut. Ich vertraue dir. Ruh dich aus, damit du Montag fit bist. Und von uns erfährt keiner etwas." Harry nickte ihr dankend zu und machte sich dann auf den Weg in den Turm mit dem Beschluss sich gleich schon hinzulegen, um morgen nicht zu verschlafen. Seine Gedanken drifteten ab zu Remus und er seufzte leise auf. Wie gern wäre er jetzt noch bei ihm. Warum hatte man ihn nicht einfach erst Montag entlassen? Wenn er vollkommen ausgeruht und richtig erholt war.
„Potter", zischte ihn plötzlich jemand an. Etwas verwundert drehte sich Harry um. Malfoy stand im fahlen Licht des zunehmenden Mondes mit dem Rücken zu ihm. Erst jetzt fiel Harry auf das sein blondes kurzes Haar nicht wie sonst perfekt gestylt war. Es lag platt und schlaff auf seinem Kopf. Ihm vielen sofort einige hämische Kommentare ein, die er sich aber verkniff. Er hatte versprochen ihn nicht zu reizen. War er eigentlich so in Gedanken gewesen das er nicht mal seinen Erzfeind bemerkte, wenn er an ihm vorbei lief?
„Sagtest du was Malfoy?" fragte Harry um die unheimliche Stille zwischen ihnen zu überbrücken und bemühte sich dabei nicht all zu herablassend zu klingen. „Ich will wissen warum?" kam es von dem Jungen, ohne das der sich umdrehte. Harry zog kurz die Stirn kraus. War ihm etwa noch mehr entgangen? „Könntest du etwas deutlicher werden? Ich weiß nämlich nicht was du meinst", bat der Gryffindor und beobachtete wie Malfoy sich langsam zu ihm umdrehte.
Die Augen waren rot und verquollen als habe der Blonde grade stundenlang geheult. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und zitterten. Unwillkürlich wich Harry etwas zurück. Was auch immer er getan hatte, es hatte Malfoy verdammt wütend gemacht.
„Bist du so überheblich, das du nicht mal anfängst deine Morde zu zählen? Hast du nicht mal den Anstand zuzugeben das du einen Mord begangen hast? Bestraft werden wirst du doch sowieso nicht. Der große Harry Potter darf sich ja alles erlauben. Sogar einen Mord", zischte Malfoy kalt und Harry stutze. Was faselte der Slytherin denn da für einen Schwachsinn?
„Ich habe niemanden umgebracht, Malfoy", erklärte er. „Lüg mich nicht an!" schrie der Blonde und hatte mit einem Mal seinen Zauberstab in der Hand. „Du hast meinen Vater umgebracht. Deinetwegen hat der dunkle Lord meine Mutter fast zu Tode gefoltert. Und dafür wirst du jetzt bezahlen", zischte Malfoy kalt. Harry lief es eiskalt den Rücken runter. Er ahnte dass der Junge zu allem bereit war und das war nicht gut.
„Ich habe deinen Vater nicht umgebracht. Und das Voldemort deine Mutter gefoltert hat, wusste ich bis jetzt nicht einmal", erklärte Harry und umklammerte seinen Stab in der Umhangtasche. Er würde sich sicher nicht verfluchen lassen. Davon hatte er erst einmal genug.
„Du sollst mich nicht anlügen!" fauchte Malfoy. „Gib es mir gegenüber doch wenigstens zu." Harry atmete tief durch. „Ich werde nichts zugeben was ich nicht getan habe, Malfoy", setze Harry nach. „Lügner", polterte Malfoy und warf seinen Zauberstab bei Seite und stürzte sich auf Harry. Der konnte gar nicht so schnell reagieren wie er unter dem gleichgroßen aber auch etwas schwereren Slytherin lag und der wie von Sinnen auf ihn einschlug. Seine Brille flog ihm von der Nase, er bekam eins aufs Auge und seine Lippe platze auf. Richtig wehren konnte Harry sich nicht. Malfoy war einfach zu kräftig. Ein weiterer Schlag traf ihn in die Rippen und ließ ihn heftig aufkeuchen. Tränen traten ihm vor Schmerz in die Augen und im nächsten Moment wurde ihm die Luft abgeschnürt von einem Schlag ins Zwerchfell.
Harry überlegte schon ob seine Luft reichen würde um nach Hilfe zu rufen, aber es würde ihn sowieso keiner hören. Sie waren zu weit weg vom Quidditchfeld und auch vom Schloss. Doch plötzlich wurde Draco von ihm runter gezogen.
„Lass mich los!" tobte er. Harry rollte sich auf die Seite und presste beide Hände in en Bauch und versuchte wieder zu Atem zu kommen. „Ganz ruhig. Das geht gleich wieder", sagte jemand zu ihm und legte ihm behutsam eine Hand auf die Schulter. Harry blinzelte in die Richtung konnte aber nichts erkennen. Mühsam und leise stöhnend stemmte er sich hoch und tastete nach seiner Brille. „Hier", meinte die Stimme und setze ihm das gesuchte Objekt auf die Nase. Saphira kniete neben ihm und John hielt den tobenden Malfoy von hinten fest.
„Hast du sie noch alle", fauchte Harry ihn an, fing aber an zu husten. „Langsam. Komm erst mal wieder zu Atem", meinte das Mädchen und zog ihn auf die Beine. Sie hat erstaunlich viel Kraft wie Harry feststellen musste. Malfoy unterdessen versuchte sich von John los zu reißen. „Lass mich los! Er hat meine Familie auf dem Gewissen. Du bist ein Slytherin, verdammt. Wir müssen zusammenhalten", schrie Malfoy.
„Pech nur das mein Vater keiner war", knurrte John und packte noch etwas fester zu. „Malfoy. Ich habe deinen Vater nicht umgebracht. Das war Voldemort", versuchte es Harry, aber der Blonde hörte ihm scheinbar nicht mal zu. Er schrie und tobte nur weiter und versuchte sich aus Johns Griff zu befreien. Zu Harrys Erstaunen war es Saphira die dem Blonden eine Ohrfeige verpasste die ihn ruhig werden ließ. „Verdammt benimm dich mal Standesgemäß. Dein Vater dreht sich ja in seinem Grab um vor Scham das sein einziger Sohn so ausrastet und sich nicht unter Kontrolle hat." Malfoy starrte sie entsetze an und dicke Tränen liefen ihm über die Wangen. „Lass ihn los Jonny", meinte das Mädchen leise. Malfoy sackte wie ein nasser Sack kraftlos zu Boden und vergrub sein Gesicht in den Händen. Harry starrte einen Moment ihn an und kniete sich dann zu ihm. Malfoy war vielleicht ein Slytherin und auch oft ein Arsch, aber der Schmerz war doch bei jedem derselbe, das wurde ihm grade klar.
„Ich habe deinen Vater nicht umgebracht. Dazu hatte ich nicht mal einen Grund. Wir haben uns in dieser Nacht kein einziges Mal gegenübergestanden. Warum sollte ich ihn also töten? Nur weil er mir Riddles Erinnerung auf den Hals gehetzt hat? Weil er mich quer durchs Ministerium gejagt hat? Dann wäre ich nichts besser als Voldemort", meinte Harry und stand auf. Wenn der Blonde ihm nicht glauben wollte konnte er auch nichts daran ändern. Ohne ein weiteres Wort ging er Richtung Schloss und hörte kurz darauf Schritte hinter sich. Ein Blick nach hinten verriet ihm, das Saphira ihm folgte.
„Er wird sich schon wieder beruhigen. Er ist völlig neben sich", meinte sie. „Besser für ihn, beim nächsten mal bin ich nämlich schneller", erkläre Harry und stieg die Treppen rauf. „Woher wusstet ihr eigentlich wo ich bin?" fragte er dann, dem das ganze im Nachhinein doch recht seltsam vorkam. Saphira grinste. „Wir wussten es nicht. John hat mir erzählt das Draco lauthals Rache an dir geschworen hat, gegenüber seinen Muskelbepackten Hohlköpfen. Und als Malfoy dann den Kerker verlassen hat, passend zu eurem Training hat John mich gefragt ob du im Turm wärst. Da du auch schon gegangen warst bin ich runter zu ihm und wir sind raus. Es war einfach logisch", erklärte sie. Harry blieb stehen und sah sie verwundert an. „Wenn du das sagst", meinte er aber nur und ging weiter. Es war für ihn alles andere als logisch. Sie war nicht grade die, die er zu seinen Freunden zählte. Und John? Ein Slytherin sein Freund? Nein. Nein das war der Junge auch nicht. Irgendwas stimmte da absolut nicht. Er konnte diese Story einfach nicht glauben.
Hermine sah ihn geschockt an, als er den Gemeinschaftsraum betrat. „Harry? Was hast du denn gemacht?" Er ließ sich in den Sessel fallen und seufzte. „Nichts. Hab mich nur mit Malfoy geschlagen." Saphira lachte leise auf. „Du meinst wohl eher du hast dich zusammenschlagen lassen, was?" Harry schnaubte nur. „Was denn nun? Wer hat jetzt wen verprügelt?" hackte seine Freundin nach. „Sie hat Recht. Er hat mich zusammengeschlagen. Er meint ich habe seinen Vater umgebracht", murmelte Harry und wollte schon aufstehen aber eine Hand hielt ihn zurück. „Hier geblieben, es sei denn du möchtest das morgen Professor McGonagall erklären und dir eine Strafpredigt anhören warum du nicht zu ihr gekommen bist", sagte Saphira und verschwand kurz in en Schlafsaal um dann mit zwei Döschen zurück zu kommen und sich vor ihn zu setzen.
„Weißt du auch genau was du da tust?" fragte Hermine besorgt. „Oh ja. Das weiß ich. Wir sind weit ab von jeder Stadt ohne eine medizinische Versorgungsmöglichkeit aufgewachsen. Da lernt man schnell, welche Salbe wogegen hilft und wir drei haben das bitter nötig gehabt. Schon immer. Geschwisterrivalität eben. Und wenn wir uns mal geprügelt haben, mussten wir uns irgendwann selbst versorgen", erzählte sie, während sie Harrys blaue Flecke versorgte. „So. Morgen früh noch mal das Veilchen behandeln und dann sieht man nichts mehr davon. Einen schmerzstillenden Trank hab ich leider nicht da." „Halb so wild. Ich komm klar", meinte Harry und verabschiedete sich in den Schlafsaal.
Am nächsten Morgen war Harry kurz vor sieben putzmunter und ging erstmal duschen. Zu seiner Verwunderung fand er im Bad ein kleines Döschen mit seinem Namen drauf und einem Zettel daneben. „Dünn auf die Rötung ums Auge auftragen, aber aufpassen das du nichts ins Auge bekommst. Liebe Grüße Saphi." Harry schüttelte nur mit dem Kopf tat es aber, da man tatsächlich sonst etwas sehen würde und das Mädchen hatte Recht. Auf ein Gespräch mit seiner Hauslehrerin hatte er nun wirklich keine Lust.
Zaubertränke verlief ganz gut und Malfoy sagte kein gehässiges Wort zu ihm. Und auch Snape schien nichts von ihrer Rangelei mitbekommen zu haben. Beim Apparieren machte Harry sich dann ganz gut und anschließend genoss er erstmal das Mittagessen. Am Nachmittag setze er sich dann mit Hermine zusammen und sie gingen gemeinsam Verwandlung und Zauberkunst durch. Beides nahm fast den ganzen Nachmittag in Anspruch. Am Abend traf sich dann die D.A. wieder. Harry übte noch mal alle anderen Zauber mit ihnen und versprach fürs nächste Mal neue, da er einfach keine Zeit gehabt hatte.
Übers Wochenende fiel dann der erste Schnee und die Jüngeren machten sich einen Spaß daraus eine Schneeballschlacht zu machen. Harry saß währenddessen mit Hermine in der Bibliothek und suchte Angriffs- und Verteidigungszauber heraus. Um sie erst selbst zu lernen und dann den anderen bei zu bringen. Ihm war durch den Kampf klar geworden, dass sie härter trainieren mussten um wirklich eine Chance zu haben.
Jeden Abend unterhielt er sich eine Weile mit Remus und er war froh zu hören dass sein Freund am Donnerstag entlassen werden würde und ihn auch gleich besuchen käme. Am Freitag war Vollmond und den würde er auf dem Schloss verbringen. Die Erlaubnis hatte er schon bekommen. Harry freute sich riesig darauf und kam aus dem Grinsen vor Glück gar nicht mehr raus.
Im Laufe der Woche wurde Harry klar wie schwer es seine Hauslehrerin hatte. Die Schulleitung war wohl keine leichte Sache, und dazu kamen noch ihre Stunden in allen Stufen und die Aufgabe im Orden. Voldemort hatte sich wohl recht schnell wieder erholt und griff nun scheinbar wahllos irgendwelche Muggel an.
Sie schien den ganzen Tag angespannt zu sein und schon beim kleinsten Problem fuhr sie aus der Haut. Das hatte Harry schon gleich am Dienstag zu spüren bekommen, da er einen Spruch verwechselte und seinen Stein nicht wie gewünscht in eine Eule verwandelte sondern ihn zersprengte. Selbst im Verteidigungsunterricht klingelten ihm noch die Ohren und die Extraarbeit hatte es auch in sich. Einen drei Rollen langen Aufsatz über die Gefahr beim Verwechseln von Flüchen und Zaubern zur nächsten Stunde und die war am Donnerstag. Dumbledores Stunden fielen in der Zwischenzeit aus, da keiner Zeit hatte sie zu übernehmen.
Am Mittwochmorgen bekam Harry dann Besuch von Black Moon. „Na du?", meine Harry und reichte ihr ein Stück Brot. Es störe ihn nicht weiter das die Eule auf seiner Schulter sitzen bleib und an seinem Ohr knabberte, sie schien wohl eine Antwort zu erwarten. Warum Saphira darüber allerdings haltlos anfing zu kichern und sich schnell entschuldigte verstand Harry nicht. „Die ist echt seltsam", meinte er und krauelte dem Tier kurz das Gefieder bevor er den Brief auseinander faltete.
Lieber Harry,
erst mal möchte ich dir und auch dem Orden natürlich zum Erfolg gratulieren, aber dann muss ich dir auch einmal ordentlich ins Gewissen reden.
Du bist wohl von allen guten Geistern verlassen dich allein Voldemort zu stellen! Ist dir eigentlich klar was passiert wäre, wenn du gestorben wärst? Das war einfach Wahnsinn was ihr da gemacht habt und ich hoffe, ich hoffe wirklich das du so was nie wieder machst!
Sei froh das ich nicht ganz Hogwarts auf deine Kontakte aufmerksam machen will und darauf das du Kontakt zum Phönixordern hast, sonst hätte Black Moon dir einen Heuler gebracht.
Und nun habe ich eine Bitte an dich. Wir müssen uns treffen. Es gibt da etwas das ich dir nur persönlich mitteilen kann. Da ich aber verstehe das dich niemand allein gehen lassen will schlage ich vor das du deinen Freund Mr. Lupin mitbringst. Am besten denke ich wäre er erste Samstag im Dezember. Ich weiß zufällig dass ihr dann nach Hogsmeade dürft. Wir treffen uns um 14 Uhr in der Heulenden Hütte.
Es ist wirklich wichtig dass sonst niemand anderes mitkommt und ich garantierte für deine Sicherheit. Aber solltest du mit jemand anderem außer Mr. Lupin da sein, werde ich nicht auftauchen.
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Harry starrte für einen Moment den Brief an und dann auf Black Moon. „Komm heute Abend wieder. Ich muss das erst klären. Es ist verdammt gefährlich und allein will ich das nicht entscheiden", sagte er und steckte den Umschlag weg. Die Eule schuschute leise und flatterte dann davon.
„Was ist los?" meinte Ron. „Später", zischte Harry ihm zu da McGonagall grade zu ihm an den Tisch kam. „Etwas wichtiges?" fragte sie mit einem gefährlichen Glitzern in den Augen. „Eh… Nein. Nur eine Gratulation zum Erfolg in Pembroke und… eine Standpauke an mich so was nie wieder zu machen. Weiter nichts. Er meldet sich", erklärte Harry und versuchte dabei sich nicht anmerken zu lassen das er log. „Wenn sie das sagen", meinte die Frau nicht ohne Misstrauen in der Stimme und verschwand aus der Halle. Harry atmete erleichtert auf, nur Hermine sah ihn entsetz an. „Du hast gelogen?"
„Noch lauter. Damit Snape es gleich hört", zischte Harry und stand auch auf. Seine Freunde folgten ihm auf dem Fuße in den dritten Stock ins Klo der maulenden Myrthe. Gott sei dank war der Geist nicht da.
Harry zeigte den Brief seinen Beiden Freunden. „Geh zu McGonagall. Das kannst du nicht allein machen", meine Hermine besorgt und auch Ron stimmte seiner Freundin zu. „Geh zu ihr. Wenn sie das erfährt reißt sie dir den Kopf ab." „Ich rede nachher erst mit Remus. McGonagall hat genug um die Ohren um sich auch noch über so was jetzt Gedanken machen zu müssen. Und ich gehe ja damit zu einem Erwachsenen. Sie kann mir nicht vorwerfen das ich ihr noch mehr Sorgen ersparen will", erklärte Harry.
Remus stimmte seiner Entscheidung zu, als Harry ihm am Abend auf Hogwarts davon erzählte. Seine Hauslehrerin war wirklich im Stress und er würde es ihr morgen zusammen mit ihm erklären gehen. Seinem Beschützer sollte er erstmal zustimmen mit dem Treffen. Er war fit genug um ihn zu schützen sollte etwas schief gehen.
Allerdings hatte Ron nicht ganz Unrecht. Seine Hauslehrerin war alles andere als begeistert von seiner Lüge. „Was haben sie sich dabei gedacht? Ihnen dürfte doch klar sein in welche Gefahr sie sich befinden. Wenn das nun ein Trick ist und sie aus der Schule zu locken? Sie hätten mir das gleich sagen müssen!" „Minerva", fuhr Remus sie dann aber an. „Nun komm mal wieder runter. Harry hat noch am selben Abend mit mir darüber gesprochen. Du bist doch schon mehr als genug im Stress und das hat auch er schon längst begriffen. Keiner nimmt dir das übel, aber es geht so auch nicht weiter. Du bist einfach überfordert. Du machst dir wie wir alle Sorgen um Albus. Das Ministerium macht dir die Hölle heiß wegen Pembroke und der toten Auroren. Dann sind da noch die Aufgaben eines Schuleiters, Voldemort der auch Ärger macht und deine eigenen Stunden. Lad deinen Stress bei jemand anderem ab, aber nicht bei Harry. Er hat uns allen den Arsch gerettet und will auch nur helfen."
Die Lehrerin atmete einmal tief durch. „Entschuldigung Mr. Potter. Sie wissen natürlich sehr wohl in welcher Gefahr sie sich befinden und haben es nur gut gemeint. Aber ich mache mir auch um sie Sorgen. Sie wissen schon wer ist wütender denn je und will sie um jeden Preis. Und ich will sie nur beschützen." „Sie müssen sich keine Sorgen machen. Ich werde mich nicht blind in irgendeine Gefahr stürzen, das verspreche ich ihnen. Da werden allein schon Ron und Hermine drauf aufpassen. Und Remus bringt mich auch um, wenn ich das mache", erklärte Harry.
„Ich vertraue ihnen. Aber nun zu diesem Treffen. Ihr wollt da also wirklich hingehen?" meinte sie. „Ja. Es ist die gleiche Handschrift und es war definitiv Black Moon die sie überbracht hat. Außerdem hat er mir mehrmals das Leben gerettet und uns diesen Tip gegeben. Ich denke nicht dass er uns etwas tun will. Und warum sollte er sonst sagen das Remus mitkommen soll. Das wäre doch Schwachsinn", erklärte Harry schlicht.
„Außerdem kenne ich die Hütte wie meine Westentasche und ich kümmere mich um Schutzzauber. Harry wird dort absolut sicher sein. Dafür sorge ich", bekräftige Remus. „Gut. Aber ich besteh darauf, das vom Orden jemand in der Nähe der Hütte ist." „Aber außer Sichtweite und sie werden nur auf ein Zeichen irgendetwas unternehmen. Sonst sehen oder hören wir vielleicht nie wieder etwas von ihm und er scheint gute Kontakte zu haben", bat Remus.
„Meinetwegen", gab die Lehrerin nach. Sie schien klein Interesse an einem Streit oder einer Diskussion zu haben. Oder sie vertraute ihnen wirklich. „Ich habe für dich den Südturm herreichten lassen. Dort kannst du es dir gemütlich machen. Ich hoffe ich werde keine Beschwerden von irgendeinem Lehrer zu hören bekommen, dass einer meiner Schüler mitten in der Nacht mit einem Werwolf durchs Schloss spaziert. Oder sich heimlich in fremde Betten schleicht", erklärte McGonagall. streng aber mit einem zwinkern. Harry schmunzelte nur. „Minerva. Seit wann schlafen die Gryffindors denn nicht mehr in ihren Betten? Und um sich über einen Schüler zu beschweren, muss man ihn doch erwischen", meinte Remus gespielt entsetzt und Harry setze eine engelsgleiche Unschuldsmiene auf. „Nun geht schon", meinte die Lehrerin schmunzelnd und seufzte laut auf als die Tür hinter ihnen ins Schloss gefallen war. „Das waren grade James und Sirius aber auf keinen Fall Harry und Remus. Das kann ja was werden, aber ich gönne es ihnen. Albus ich beneide dich wirklich nicht um deine Aufgabe."
Harry begleitete Remus mit in den Südturm da er noch nie dort gewesen und sein Freund erst nach dem Abendbrot aufgetaucht war. Den größten Teil des Weges war er noch nie gegangen, wie er feststellte. Er war verwinkelt und führte ihn in Bereiche die er noch nie gesehen hatte. „Wird Zeit das ich ein Animagus werde. Dann muss ich mich hier mal genau umsehen", meinte Harry nachdenklich. Remus schmunzelte leise. „Es gibt ein paar sehr interessante Ecken hier im Schloss. Aber ich bezweifele das du etwas findest wo wir nicht waren. Und die hier waren auch schon zu meiner Zeit unbenutzt."
„Die Kammer des Schreckens habt ihr noch nie gesehen und den Privaträumen von Slytherin, auch nicht." meinte Harry selbstbewusst. „Privaträume von… so so. Daher also die Information. Aber die zählen nicht. Die hätten wir nie entdecken können", meinte Remus protestierend. „O.K. O.K. Du hast Recht", gestand Harry und folgte Remus durch eine Tür und dann eine Wendeltreppe hinauf. „Ich denke ich sollte dir mal erklären wie wir die Karte erstellt haben. Dann kannst du deine Entdeckungen hinzufügen. Wer weiß wozu das noch mal nützlich ist", meinte Remus und schob die Tür zum Turm auf.
Er war eingerichtet mit dem feinsten Mobiliar. Eine Sesselgruppe stand um einen Tisch. In einem Kamin knisterte ein warmes Feuer und an den Wänden gab es ein paar Regale. Nur eines fehlte hier. Portraits. Der Boden war belegt mit einem Teppich der dem Aussehen nach sündhaft teuer sein musste. Vor dem Fenster hing ein schwerer Vorhang und eine zweite Wendeltreppe führte hinauf.
„Oben ist das Schlafzimmer und ein Bad. Wenn ich mich recht erinnere alles genau so prunkvoll eingerichtet. Allerdings als dich das letzte Mal hier war, lag über allem eine Staubschicht bei der du nur vom hinsehen schon fast angefangen hättest zu niesen", erklärte Remus und zog Harry die Treppe hoch.
Das Schlafzimmer war nur halb so groß wie ihr Schafsaal im Gryffindorturm, allerdings standen hier auch nur ein großes Doppelbett und ein großer Kleiderschrank. Das Bett war mit Gryffindorfarben bezogen und auf dem Boden lag ein dunkler Teppich auf dem das Hogwartswappen zu sehen war. Hinter einer Tür verbarg sich ein Badezimmer das dem der Vertrauensschüler glich. Ein tiefes Becken, das den Charakter eines Schwimmbades hatte und etwa 10 verschiedene goldene Wasserhähne mit Duftbad. „Hmm. Remus", murmelte Harry. „Ja?" erklang es sanft hinter ihm und zwei Hände schlangen sich um seinen Bauch und er spürte das Kinn des Mannes auf seiner Schulter ruhen. „Wenn ich mir das hier so ansehe, würde ich sagen ich brauch kein Passwort mehr von Hermine. Das hier reicht auch." Vorsichtig drehte er sich zu seinem Freund um der ihn sofort küsste. „Bin ich ganz deiner Meinung. Aber… könnten wir das auf einen späteren Zeitpunkt verschieben? Morgen ist Vollmond und…" „Schh", machte Harry und legte ihm einen Finger auf die Lippen. „Du warst krank. Wir heben uns das für später auf."
„Du bist so süß, ich weiß echt nicht womit ich dich verdient habe", schmunzelte Remus und zog den Jüngeren in einen innigen Kuss. Der warf dann, als sie sich gelöst hatten, einen Blick auf seine Armbanduhr und erschrak. „Ich fürchte ich muss dich allein lassen. Katie bringt mich eigenhändig um wenn ich nicht zum Training komme. Wir spielen gegen Slytherin. Aber ich komm anschließend sofort wieder und dann gibt es eine entspannende Massage, wenn du magst."
„Darüber ließe sich nachdenken. Ich warte auf jeden Fall auf dich. Viel Spaß." Harry küsste ihn noch kurz und rannte dann hoch in den Turm um seinen Besen zu holen. Draußen vor dem Tor schwang er sich dann auf seinen Besen und sauste los zum Spielfeld.
Zum Training kam er nur um ein paar Minuten zu spät, aber Katie verzieh es ihm stumm, da er doppelt so hart trainierte. Beschwerden hatte er keine mehr. Es ging ihm blendend. Natürlich machte er sich Sorgen um das was Voldemort tat, aber er konnte nichts daran ändern. Im Moment nicht. Er würde sich aufs Trainieren konzentrieren. Und Quidditch war ein gutes Konditionstraining. Also verband er da angenehme mit dem nützlichen.
Nach einer schnellen Dusche verschwand er dann gleich wieder zu Remus. Er wollte nicht heute Nacht zu ihm schleichen. Ron wusste Bescheid und alle anderen sollten doch denken was sie wollten. Wenn einer fragen stellen würde, würde ihm schon etwas einfallen. Leise drückte er die Tür auf. Remus saß im Sessel vor dem Kamin und war eingenickt. „Mein süßer kleiner Wolf", flüsterte er und weckte ihn leise. Erschrocken fuhr Remus zusammen. „Meinst du nicht auch dass das Bett bequemer ist?" fragte Harry schmunzelnd. Remus gähnte herzhaft. „Ich hab nicht geschlafen." Harry konnte ein Kichern nicht unterdrücken. „Wenn du das meinst. Kommst du trotzdem mit?" Remus schmunzelte nur. „Da lass ich mich nicht zwei mal bitten. Wie lief das Training?"
„Wir stampfen die Slytherins in Grund und Boden", meinte er und gab Remus einen Kuss. Im Schlafzimmer machten sie es sich dann so richtig gemütlich und kuschelten sich eng aneinander. „Ich frag mich was mein Lebensretter mir so wichtiges zu sagen hat", murmelte Harry. „Nicht nur du. Aber am meisten bin ich gespannt darauf wer es denn nun ist. Vor allem das mit dem schwarzen Werwolf lässt mich einfach nicht los. Ich versteh es nicht", erklärte er. Harry seufzte leise. „Hermine sucht die Bibliothek ab, bisher ohne Erfolg. Aber ich werde ihn einfach fragen. Dann haben wir unsere Antwort." „Mhm. Tu das", nuschelte Remus der sich grade in Harrys Arme kuschelte. Dieser grinste über diese Geste. Er zog die Decke noch etwas höher und beschloss es Remus gleich zu tun und zu schlafen.
Der war es auch der Harry am nächsten Morgen weckte. „Noch eine Minute", murmelte Harry und zog sich die Decke über den Kopf. Remus lachte leise. „Harry. Severus steht in der Tür." „WAS!" Kreischte er und war schlagartig hellwach. Doch niemand stand in der Tür und Remus konnte sich kaum halten vor Lachen. „Na warte", zischte Harry und stürzte sich auf Remus um ihn gnadenlos durchzukitzeln.
„Gnade", winselte Remus keuchend. Harry war einfach zu wild um ihn festzuhalten und er heute zu schwach. „Nichts da. Mich so zu erschrecken. Snape steht in der Tür. Ich hab fast einen Herzinfarkt bekommen", protestierte Harry, hielt sich aber dann doch etwas zurück. Remus nutze die Gelegenheit um sich über Harry zu drehen und ihn an der Matratze fest zu pinnen. „So. Und nun?" fragte Remus immer noch schnaufend. „Hmm. Weiß nicht. Du liegst oben. Deine Entscheidung", schmunzelte Harry. Remus musterte den Jungen der halbnackt unter ihm lag. Er ließ die Handgelenke der Jüngeren los um sich neben dessen Kopf abzustützen und ihn dann innig zu küssen. Harrys Hände suchten sofort den Weg zum Rücken seines Freundes, während dessen Hände sich in seinen Haaren vergruben. Erst als sich hinter ihnen jemand räusperte fuhren sie auseinander. Ron stand kopfschüttelnd in der Tür, während Hermine leicht rot war.
„Also wirklich. Ron du bist genau so schlimm wie Sirius. Der konnte es auch nie lassen zu spannen wenn er wusste das Lily bei James war", erklärte Remus tadelnd. Ron wurde sofort blass. „Ich… ich… spann doch nicht. wir… wir wollten Harry nur seine Schulsachen und ein paar Klamotten bringen weil es schon so spät ist. Und er hat Snape in der Ersten."
Harry unterdessen konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und schubste Remus dann runter. „Hey", protestierte der. „Sorry. Aber der Lehrer meiner Alpträume wartet und der hat sicher kein Verständnis dafür das ich zu spät komme weil mein Geliebter und nebenbei einer seiner absoluten Hass-Ex-Schulkameraden mich aufgehalten hat, damit er mit mir rumknutschen kann." „Das Gesicht will ich sehen wenn du ihm das sagst", platze Ron schadenfroh heraus. „Er wird der letzte sein, der es erfährt. Das garantier ich euch mit Brief und Siegel", erklärte Harry und verschwand dann ins Bad. Remus hatte sich nur einen Morgenmantel übergeworfen. Er wollte sich ausruhen für die Nacht.
„Bis später und freu dich schon mal auf eine Massage nachher", grinste Harry und verabschiedete sich mit einem Kuss. Hermine war schon vorgegangen während Ron neben ihm herlief und immer mal wieder vorsichtig zu ihm rüber schielte. „Hast du was?" fragte der Schwarzhaarige verwundert. „Wie? Nein, nein", meine Ron. „Hör mal. Wenn ich einen Knutschfleck hab dann sag es mir lieber jetzt. Dann kann ich mir noch was überlegen. Linnéa ist ja nicht da", murmelte Harry. „Was ? Nein. Da ist nichts", sagte Ron schnell. Harry sah aber das Ron irgendwas auf dem Herzen hatte. „Kumpel. Was ist los? Hast du Stress mit Hermine?" er bekam nur ein Kopfschütteln zur Antwort und sah wie Ron rot wurde. Da sie die große Halle erreicht hatten wollte Harry lieber nicht weiter nachbohren. Aber er würde schon noch raus finden was sein Freund hatte.
Und? Wie fandet ihr es? Hinterlasst mir doch ein Review, nur ein kleines? Ja? Mein virtellter Brifkasten leidet ganz furchtbar Hunger. Hleft ihm doch bitte.
